privhp.jpg (7910 Byte)


Grafik

4K(UHD)-Videoschnitt jetzt nach Szenenlänge und Szeneninhalt

LUMIX FZ300 4K-Bridgekamera für Outdoor
mit Leica-Logo
DC Vario-Elmarit 2,8/4,5-108mm

- Vielseitige robuste Reisekamera mit Wetterschutz -

Stand in den vergangenen 5 1/2 Jahren mit meinen zwei Canon Video-DSLRs das cineastische und der Kino-Filmlook mit geringer Schärfentiefe durch den großen APS-C Aufnahmesonsor im Vordergrund, so habe ich mich nun entschlossen eher das dokumentarisch sachliche mit 4K(UHD) auf unseren Reisen und Ausflügen in Reportagen zu dokumentieren. Besonders dem Makrobereich werde ich mich jetzt mehr zuwenden als bisher, auch der Vogel- und Kleintieraufnahmen im heimischen Garten widmen. Zugleich habe ich das Ziel meine FHD-Projekte mit erweiterten Ausschnitt und Editing- Möglichkeiten aus dem UHD-Aufnahmematerial in der Szenenkomposition zu bereichern  mit Motivausschnitten die man bei der Aufnahme noch nicht voll im Blick hatte. Im Oktober 2015 ist deshalb die Panasonic DMC FZ-300 gekauft worden.

Inhaltsverzeichnis:

Kamerasuche
Leica Vario-Elmarit
Kamera kennenlernen
Venus Engine
Speicherkarten
Akkus
Zoom-Arten & Grenzen
Wildlife Foto und Video
Makro- und Nahaufnahme
ISO-Einstellung
Nivellieranzeige
WiFi-Fernbedienung
Einstellungen speichern
BILDAUFNAHMIN
VIDEOAUFNAHME
Video-Setting
Vid.-Nachbearbeitung
Kamerazubehör
Erfahrung anderer Anwender
FW-Update
Mein Eindruck
Web Links
Bildstile Video
Video-Stabilisator
UHD-Rauschen
4K-Photo
Post-Fokus
MOS-Aufnahmesensor
Quickmenü
Szenen-Guide
Indivd. Einstell.
Aufnahmekontrolle
iA-Fotoaufnahmen
JPEG-Bildnachbearbeitung
RAW-Entwicklung
UHD-Schwenk
Mehr Filmlook?
Cinema/Gammakurven
4K Photo-Video S/S 30p!
30/60p Unlock!
ND-Filter
Tipp: Foto-Bildschärfe
Blu-ray aus 24p
Blu-ray aus 25p
Filmen in 60p?
Panorama
iA-Videoaufnahme
UHD-Tonaufnahme
Videoauslöser
Action-Aufnahme
Zebra-Warnung
Histogramm-Anzeige
Video ohne ND-Filter
DIY-Bildstile anlegen
Software &  Doku
Sensor-Dynamik
Selbstauslöser
AFS/AFF
Kamera-Reset
Video-Motorzoom
Video-Bildschärfe
UHD-Luminanz
Mobiler unterwegs
Web-Link Sammlung
Quick Videofokusierung

4K/2K - Bildergalerie

Da die Fokusierung mit einer 4K(UHD)-Kamera im Falle eines großen Aufnahmesonsors kaum auf dem kleinen verfügbaren kleinen Kameramonitor sicher gelingt, entschloß ich mich nach einer geeigneten UHD-Kamera mit einem kleineren Aufnahmesensor Ausschau zu suchen, die dann auch eine möglichst große Schärfentiefe liefern sollte, damit man das Motiv besser in der Schärfe trifft. Erste Erfahrungen mit 4K(UHD)- Material und einem 1/2,3" - Aufnahmesensor sammelte ich mit dem Smartphone Sony Z2 seit August 2014. Die Ergebnisse haben mich überzeugt, auch die Zunahme der Videoauflösung auf einem HDTV.

Ich trennte ich mich von der umfangreich gewordenen Canon DSLR-Ausrüstung um die Canon EOS 700D mit der ich bezüglich Foto- und FHD-Videoqualität durchaus zufrieden war. Es ist mir aber zu umständlich geworden die vielen Teile auf eine Wohnmobilreise mitzunehmen, erst recht auf Touren in der Natur und City. Von Canon habe ich mich auch deshalb getrennt, weil diese Firma für mich kein Angebot parat hatte mit 4K(UHD)-Aufnahmemöglichkeit. Panasonis hat die Entwicklung zu 4K(UHD) hin  für den Hobbyfilmer konsequent mit einem großen Angebot ausgebaut.

Wie erwähnt filme ich nun schon einige Monate aus der Jackentasche per Sony Smartphone Xperia Z2 mit einem 1/2,3" Aufnahmesensort und Festbrennweite sowie Verarbeitung des UHD-Materals in FHD-Projekent für meinen Samsung HDTV. Dabei habe ich die Möglichkeit sehr schätzen gelernt endlich aus Ausschnitten nicht nur Foto-Shows, sondern auch Video-Shows generieren zu können. Die Schaffung neuer Bildräume mit Neupositionierung von Personen oder Objekten in einem FHD-Frameausschnitt aus dem UHD-Videomaterial nach der Aufnahme nennt man  Kadrierung(engl. framing).

UHD-Ausschnitt

Ausschnitt in 1920 x 1080(FHD) aus 3840 x 2160(UHD)

FHD-Bild

Bildausschnitt im FHD-HDTV

Die Darstellung des Ausschnittes auf meinem 46" FHD-HDTV entspricht 1/4 der UHD-Aufnahme, anders herum, der Binsenkolben wird 2x größer abgebildet, als ob er mit der 2fachen Telebrennweite aufgenommen worde wäre. Genau daran bin ich interessiert, nicht an einer 4K-Vollbiddarstellung auf einem 46" TV mit uninteressanten Randbereichen!

Die Freiheit der Gestaltung ist damit zum ersten mal seit meinem Einstieg in die Hobbyfilmerei mit dem Super 8 - Schmalfilm vor zig Jahren nun fast grenzenlos, so richtig zum ausleben der eigenen Kreativität.
Selbst Multikameraaufnahmen kann man jetzt mit einer einzigen Videoaufnahme simulieren mittels Verwertung entsprechender FHD-Ausschnitte. Bei der Videobildstabilisierung im NLE verliert man nichts mehr an den Clip-Rändern, d.h. es muß nicht in das Video eingezoomt werden.

Für mich besteht der Full-HD Videoschnitt nun aus UHD-Videomaterial mit Zusatz-Editing:

    • Ausschnitt aus der Szenenlänge
    • Ausschnitt aus dem Szeneninhalt
    • PAN und ZOOM auf dem UHD-Rohmaterial
Das runterskalierte Video von UHD nach FHD fällt hinsichtich Schärfeeindruck und Detailauflösung besser aus als eine originale FHD-Aufnahme mit dieser Kamera.

Die Revolution im Video-Editing zeigt Panasonic in diesem Video: Klick!

Die neue Kamera muß auch nicht so ideale Wetterbedingungen in hiesigen Breiten aushalten, ohne Angst vor ein paar Regentropfen, etwas Feuchtigkeit oder einer aufgewirbelten Staubwolken.
Bei einem solchen Einsatz im Botanischen Garten Würzburg hat mal meine ehemalige 1/2,3" - Bridgekamera Canon PowerShot SX1 IS wegen eingedrungener Feuchtigkeit für immer den Dienst damals versagt.

Auf der Suche nach der geeigneten Outdoor-Kamera für mein Vorhaben:

Nach über 11 Jahren führt mich der Weg von der letzten Panasonic SD-Videokamera (Topmodell NV-GS 400 des Jahres 2004 mit Video auf Band) wieder zu Panasonic, diesmal aber zu der Premium 4K(UHD)-Bridgekamera DMC-FZ300 für Digitalfoto- und Videoaufnahmen mit dem außergewöhnlichen Leica DC Vario-Elmarit mit einer Lichtstärke von durchgehend 2,8 und 24fach Zoom! Ich muß in Zukunft nicht mehr den Diskjockey wegen Objektivwechsel machen. Die Kamera hängt am Schulterriemen und fast alle gewünschten Bildausschnitte können sogar motorisch angesteuert werden. Die über den gesamten Brennweitenbereich durchgehend große Blende von F2,8 vermißte ich in meiner DSLR-Zeit sehr, vor allem im Telebereich und auch bei einem Abendbummel in der City mit nächtlicher Beleuchtung ein paar effektvolle Aufnahmen machen zu können!

Panasonic hat eine gute 4K(UHD) Foto- und Videokaufnahmetechnik in ein Gehäuse mit einem wunderbaren Objektiv als Bridgekamera konzipiert und damit eine aussergewönlich leistungsfähige universelle Reisekamera geschaffen an welche man nicht ständig irgendwelche Teile zusätzlich anbauen muß um das weitgespannte Motivspektrum auf einer Reise dokumentarisch zu erfassen!

Nach Labormessungen von "Digital photo" - 12/2015 - überzeugt der MOS-Sensor mit einem verbesserten Rauschverhalten gegenüber dem Vorgängermodell Lumix FZ200. Meine Erfahrung zeigte bisher, daß selbst Aufnahmen mit ISO 800 nativ tolerierbar sind, bei ISO 400 sehen sie natürlich noch besser aus. Zusammen mit F/2,8 des lichtstarken Objektives kann man auch bei Schwachlicht diese Bridgekamera in gewissen Grenzen durchaus einsetzen. Selbst bei geringem Licht von -3 EV kann die FZ300 dank Low-Light-AF noch fokussieren, beispielsweise im Mondschein.

Bei filigranen Motiven, etwa den roten Dachziegeldächern der Würzburger Altstadt von der Festung über der Stadt aus gesehen hat man keinen störenden Moiré-Effekt mehr auf dem Motiv mit farbig schillernden und wandernden regenbogenförmigen Streifenmuster ganzer Hausdächer.

Auf diese Bridgekamera bin ich vor allem durch den Test von PHOTOGRYPHY BLOG aufmerksam geworden: Klick!
Überzeugt haben mich auch Tests in PHOTOREVIEW und in der Printausgabe 6/2015 von VIDEOAKTIV mit den Meßlabordaten und nicht zuletzt der ausführliche Testbericht von digitalkamera.

Am 24.10.2015 ist die neue Volkskamera von Panasonic geliefert worden. Erst einmal alles genauer ansehen, testen und ausprobieren und dann loßlegen... Wer im Nebel herumstochert und sich nicht gut in die Kamera einarbeitet, der wird scheitern. Die Kamera bietet mehr als eine handvoll Einstellmöglichkeiten für Video- und Bildaufnahmen an die optimal angewendet sein wollen!

DMC-FZ300

Fündig geworden, Panasonic DMC-FZ300 für UHD/FHD-Videoaufnahmen und Fotografie

Auf den ersten Blick sieht die Bridgekamera meiner ehemaligen Canon EOS 700D sehr ähnlich, sie wiegt nur 691 Gramm und ist gut geformt in Anlehnung an die Systemkamera Lumix G70. Die kleinbildäquvalente optische Brennweite des Leica Vario-Elmarit liegt im Fotomodus bei 25-600 mm und im Videomodus bei 27-648 mm. Das Objektiv hat eine durchgehende Lichtstärke von Blende 2,8, wird also beim Einzoomen  nicht dunkler, und die Helligkeit muss nicht nachgeführt werden. Das alleine schon qualifiziert diese Digitalkamera als Ersatz für einen Camcorder!

Raathaus Würzburg

Bild: Rathaus Würzburg, Aufnahme in RAW

Neben Fotoaufnahmen in drei Bildgrößen mit vier Bildseitenverhältnissen und fünf Qualitäten sowie 4K Foto, können auch Videos in 10 Formaten - nach dem Unlock von PAL auf NTSC können auch 30p und 60p Videos mit einer besseren Bewegungsauflösung aufgenommen werden. Der Anwender hat die Qual der Wahl.

Die Bildaufnahmequalität deckt meine Anforderungen als Reisenden voll ab, noch nie war es so einfach mit einem einzigen Objektiv Bildausschnitte mit Brennweiten von 25-600mm(KB-äquivalent!) von einem Standort aus einzufangen!
Besonders wertvoll finde ich die neue 4K-Photo-Funktion mithilfe einer MP4-Videodatei(30p) mit der Möglichkeit auch kürzere Verschlußzeiten zu verwenden um dann ein Bild als Videoframe von einem besonderen Moment der Aufnahme aus der Videoaufnahme extrahieren zu können. Das bereichert den fotografischen Hobbybereich ungemein!

Die Videoaufnahmequalität in UHD und FHD läßt bei mir ebenfalls keine Wünsche offen. FHD-Aufnahmen kann man sogar mit einem 5-Achsen Bildstabilisator aufnehmen, was für Schwebeaufnahmen bei Freihandführung der Kamera wichtig ist.

Wichtig: die vorhandene asymetrische Stativ-Schnellwechselplatte kann ich so unter der Kamera befestigen, daß sie nicht mit der Klappe des Batteriefachs kollidiert!

Der Zoom ist motorisch verstellbar. Die Zoom-Steuerung kann vom Oberdeck aus erfolgen, zusätzlich aber auch noch seitlich am Objektiv mit der linken Hand zur Entlastung der rechten Hand und vom Touchscreeen aus im Videomodus - Seite 205 - der BA. Vom Touchscreen aus kann man den Zoom in zwei Geschwindigkeiten nutzen, langsam und schnell. Im Falle von EX-Fotoaufnahmen(Seite 122) kann mit dem optischen Extra-Zoom(Seite 201 der BA)  bis 46,9-fach ohne Beeinträchtigung  der Bildqualität eingesetzt werden, ideal bei der Kamerajagd zum Beispiel für Wildlife-Aufnahmen. Der 2-fach i.Zoom kann auch im Videoaufnahmemodus eingesetzt werden, allerdings unter gleichzeitiges Begrenzung der Bildqualität(Seite 202 der BA), dazu später noch etwas mehr dazu.

Die Kamera liegt gut und sicher in der Hand. Bei der Unterstütung der Kamera mit der linken Hand am Kamera-Objektivtubus muß man allerdings darauf achten, daß man nicht versehentlich an die drei Bedienelemente auf dieser Objektivseite hinkommt.

Der Monitor ist dreh- und schwenkbar, der helle und recht große elektronische Motivsucher ist sehr gut, auch für mich als Brillenträger vollständig einsehbar. Meist mache ich Aufnahmen per Motivsucher, da dann der Außenlichteinfall kaum noch stört und die Kamera wegen Kopfabstützung besser geführt wird. Auf den Monitor lege ich per "DISP.-Taste" die Kamera-Einstellungsanzeige auf der ich je nach Moduswahlradstellung alle Aufnahmeinforma- tionen mühelos erkennen und ggf. auch ändern kann.

Aufnahmeinformationen


Nivellieranzeige

Per "DISP.-Taste" kann man auch die praktische Nivvelieranzeige aktivieren und  die Kamera nach dieser Anzeige ohne Verkantungen auf das Motiv ausrichten.

Ein Anschluß für ein Außenmikrofon ist vorhanden. Sehr gut ist auch die Lage des Daumenrades rechts oben am Gehäuse zur Blendenwahl, Verschlußzeitwahl und Programmverschiebung. Ein Kopfhöreranschluß fehlt leider, die Tonaufnahmekontrolle kann man aber sofort nach der Aufnahme über den eingebauten Lautsprecher durchführen.

Der Videoauslöser oben rechts ermöglich die Auslösung von Videoaufnahmen direkt aus allen Fotomodis heraus die mittels Drehwahlschlter gerade eingestellt worden sind.

Seit 2001 sind viele Lumix-Kameras mit Objektiven von Leica ausgestattet. Diese Objektive werden im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen Panasonic und Leica in Deutschland entwickelt und in Japan hergestellt, sie werden mit Messinstrumenten und Qualitätssicherungssystemen gefertigt, die von der Leica Camera AG zertifiziert wurden, basierend auf Qualitätsstandards des Unternehmens (sh. Klick! unter rechtliche Hinweise...).

Bridgekameras von Panasonic, wie die legendäre FZ200 aus dem Jahre 2013 - Vorgängering der FZ300 - oder die FZ1000 gibt es mit einem erheblichen Preiszuschlag auch mit dem Leica-Logo in Deutschland, meist aber in der NTFS-Version bezüglich der Video-Aufnahmebildraten und zusätzlich mit der mitgelieferten Bildbearbeitungssoftwre Adobe Lightroom. Ob aus der FZ300 eine weitere Leica-Kamera der V-Lux Reihe wird, kann man jetzt noch nicht abschätzen...

Die Schwächen des Vorgängermodel DMC-FZ200(= V-Lux 4 bei Leica) hat Panasonic mit der DMC-FZ300 ausgemertzt - z.B. mit dem leistungsstärkeren Bildprozessor - und die Aufnahmetechnik erheblich ausgebaut und verbessert belegen Anwendererfahrungen!

Diese Kamera verfügt über ein staub- & spritzwassergeschütztes Gehäuse. Der Hochempfindlichkeits-MOS- Sensor ist zwar nur 1/2,3" groß mit 12 Megapixel, gekoppelt mit dem Venus Engine Bildprozessor in aktuellester Generation. Eine Nachteule ist diese Kamera zwar nicht, da ich jedoch das aufgenommene UHD-Material in FHD verarbeite, werden auch die Rauschkörner um den Faktor 4 kleiner und damit das Videobildrauschen unauffälliger. Die in der Wirkung regulierbare zuschaltbare Rauschminderung macht die nachträgliche Minderung des Rauschens z.B. per Neat Video pro im NLE überflüssig!

fotoausschnitt

HOYA ND-X8 Filtereignungstest bei 648mm Brennweite, Motiv im Schatten, 32m Entfernung

Klein aber fein, der deutlich verbesserte 1/2.3" BSI-MOS Aufnahmesensor:

Bei BSI-Sensoren wurde die Verdrahtung hinter die Fotodioden gelegt, wodurch die Lichtempfindlichkeit des Sensors erhöht wurde ohne das Rauschen zu verstärken. BSI-CMOS-Sensoren ermöglichen, ein schnelleres Auslesen der Signale, wodurch schnelle Bildfolgen und hochauflösende Videoaufnahmen ermöglicht werden. Die FZ300 des Jahres 2015 ist mit einem solchen Sensor ausgestattet und das ist der große Vorteil zu der FZ200 aus dem Jahre 2012.

Für Broadcast-Einsätze werden 4K-Camcorder mit einem 1/2.3 Zoll Aufnahmesensor - z.B. Sony PXW-Z100 - verkauft. Wenn viele Pixel auf einen kleinen Sensor gequetscht werden, mußte man in der Vergangenheit ein problematisches Rauschverhalten erwarten. Durch die neue Noise-Reduction-Technologien können die Ingenieure heutzutage diesem Problem entgegenwirken!


Quelle ZOOM 3/2014 Seute 34...


FZ300-MOS-Sensor

BSI-Aufnahmedsensor der FZ300

Den MOS-Sensor baut Panasonic selbst, Hauptdaten:

Effective Megapixel:             12,1
Sensor size:                        28,0735qmm, 6,17 x 4,55mm
                                          zum Vergleich: S8-Kamerafenster: 5,68 x 4,22mm

Approximate Pixel Pitch:      1,54 microns
Aspect Ratio:                       4:3
Color Filter Type:                  RGBG
Anti Aliasing Filter:               None

Quelle:                                 Klick!

Dieser MOS-Sensor erfüllt die Anforderungen des schnellen, flexiblen, dokumentarischen Arbeitens, bei dem eine größere Schärfentiefe hilfreich ist. Das Motiv läuft nicht so schnell aus dem Schärfentiefenbereich der FZ300, insbesondere bei 4K(UHD)-Aufnahmen ist das wichtig. Bei größeren Aufnahmesensoren muß meist der AF auf [DAUER] aktiviert sein, was bei schnelleren Ortswechsel des Motivs zu pumpenden Schärfeverhalten führt und aus Sicht des Betrachters des Videos unerwünscht ist!

Kamerasensor Dynamic

Mit den nur 12,1 Megapixel auf dem Aufnahmesensor sammeln noch genug Licht um auch noch mit ISO 1600 sehr gute Schwachlichtaufnahmen zu bekommen. Der Videofilmer benötigt lediglich 6,9 Megapixel für seine UHD-Aufnahmen.

Eingangsdynamik

Quelle: Panasonic LUMIX FZ300 - Verlag Markt+Technik

Die FZ300 hat demnach einen recht guten Dynamikumfang, nahezu konstant im Bereich von ISO 100 bis 800.

doxmark bescheinigt der FZ300/330 bei Portrait- und Landschaftsaufnahmen sogar eine Sensordynamik von 11 EV, siehe: Klick! 

Digital photo 12/2015 bescheinigt eine überzeugendes Rauschverhalten der FZ300 gegenüber dem Vorgänger FZ 200. Für die Dynamik hat das Labor ermittelt:

ISO
100
400
1600
3200
Dynamik(Blenden)
13
11,7
10,7
9,7

Im Buch "LUMIX SUPERZOOM FOTOSCHULE FZ300" schreibt F. Späth der Farb-Testtafelaufnahmen dort zeigt die mit ISO 3200, in JPEG Fein, Bildstil "Standard", Rauschminderung +/- 0 aufgenommen worden sind:

"Und tatsächlich schneidet die FZ300 sichtbar besser ab als die Vorgängerin. Panasonic hat also in puncto Sensor und Datenverarbeitung tatsächlich noch einmal nachgelegt. Die FZ1000 liefert bei diesem hohen ISO-Wert erwartungsgemäß ein besseres Ergebnis - aber der Unterschied zwischen FZ300 und FZ1000 fällt nicht so eklatant aus wie der zwischen FZ300 und FZ200. Ein insgesamt also gutes Resultat für die FZ300."

Eine meiner ersten Lowlight-Videoaufnahmen habe ich im Kartoffellagerraum eines Demeter-Landwirtes bei schwacher Ausleuchtung gemacht. "PHOTOfunSTUDIO" hat mir folgende Eigenschaften der Lowlightaufnahme angezeigt: Belichtungszeit 1/25 sec, F/2,8, ISO 1600. Die Inaugenscheinnahme der UHD-25p-Aufnahme auf einem HDTV ergab überraschend keine Beanstandung. Die Aufnahme erfolgte zunächst in der Position "iA" des Modus-Wahlrades. Nicht schlecht, was da der hochempfindliche 1/2,3" - Aufnahmesensor der FZ300 mit 12,1 Mio Pixel zu leisten vermag.

Lowlight im kartofelkeller

Akzeptables Lowlightvideo-Frame im Demeter Kartoffellagerraum

Sender auf der Frankenwarte in Wüzburg

Bild aufgenommen mit 800mm Brennweite(Luftlinienentfernung 2 km);
die Strahlung dieser Sender auf der Frankenwarte -
Höhe
359 m ü. NN - in Würzburg durchdringt
das Denkzentrumn von Lebewesen, Verantwortliche denken sich nichts dabei...
- mit rechter Maustaste größer ansehen -

Für Available-Light-Aufnahmen reicht die lichtempfindlichkeit des Panasonic-Aufnahmesonsors zusammen mit der großen  Blendenöffnung mit F2,8 vollständig aus um noch schöne Aufnahmen hinzubekommen.

CNET hat einige ISO-Aufnahmenbeispiele vorgestellt: Klick!

Siehe da... Informativ: Sony rüstet seine teure Profi - Handycam AX1 ebenfalls mit einem 1/2,3 Zoll Aufnahmesensor aus, auch die Sony PXW-Z100 für Broadcast-Einsätze verfügt nur über einen 1/2,3 Zoll CMOS-Sensor!!

Einen Vergleich damit will ich mit der Panasonic DMC-FZ300 natürlich auf keinen Fall führen, aber ich kann mich auf meine Tests stützen und sagen, das ist eine sehr kostengünstige 4K-Bridgekamera die auch einem fortgeschrittenen und anspruchsvollen Hobbyfilmer sehr gefallen wird. Wichtig ist es nur zu wissen, auch Profis filmen mit 1/2,3" Kameras, man muß sich also als Amateur mit einer solchen Kamera nicht minderwertig fühlen!
Der kleine Sensor wird im Profibereich nicht als Spielzeug betrachtet, er macht schon einen Sinn, vor allem in den Händen von Reportage- und Dokumentationsfilmern.  Für kompakte Broadcast-Einsätze führte Sony z.B. seit 2014 den Handheld.Camcorder PXW-Z100(sh. ZOOM 3/14)  im neuen Segment  mit dem Aufnahmesensor 4K  als 1/2,3-Zoll im Hi-Res Camcorder ein. In der Vergangenheit gab es mit einem solchen Sensor problematisches Rauschverhalten, doch durch neue Noise-Reduction(NR)-Technologien können Ingenieure heutzutage diesem Problem entgegenwirken. Im Falle der FZ300-Bridgekamera ist das ebenfalls der Fall!

Kinofimmacher verwenden andere Kameras, mein 46" Samsung HDTV im heimischen Wohnzimmer ist aber auf keinen Fall eine Kinoprojektionswand!

Im VA-Test 06/2015 hat diese Bridgekamera als einzige von neun Testkandidaten den Messlabortest mit 20 von 25 Punkten mit "sehr gut" gewonnen. VA bescheinigte der FZ300 ansprechende 4K-Videos, die kaum stärkere Störungen zeigen als die der neun Mitbewerber im Test. Die Details bei Schwachlicht wären gut zu erkennen. Das Meßlabor bescheinigte bei Tages- wie bei Kunstlicht einer hervorragende Detailwiedergabe. Der gerade Verlauf der Luminanzkurven belegt auf eine zurückhaltende elektronische Bildaufbereitung hin.

      • UHD-Vertikalauflösung (LP): 1359 LP, sehr gut
      • UHD-Horizontalauflösung (LP): 1698, hervorragend
Video-Bildrauschen bei 30 Lux - Ausleuchtung wird bei 3,6% mit sehr gut bewertet. Der Bildstabilisator-Korrekturgrad wird mit 6,5 dB ebenfalls als sehr gut gewertet. Die relative Farbauflösung erzielte mit dem Wert 50,7% das Prädikat hervorragend. Anders als bei anderen Panasonic-Kameras wird der Aufzeichnungswinkel bei UHD-Aufnahmen hier nicht enger als beim Fotografieren oder Filmen in HD-Auflösung berichtete ferner VIDEOAKTIV.

Foto-Bildrauschen hat digitalkamera.de in /27/ wie folgt bewertet:
"
Tatsächlich wird das Helligkeitsrauschen erst oberhalb von ISO 1.600 leicht sichtbar. Das Farbrauschen liegt noch niedriger und wird nur bei der höchsten Empfindlichkeit von ISO 6.400 ganz leicht sichtbar. Solche Werte sind nur mit dominanter Rauschunterdrückung erreichbar. Ob sie auch feine Bilddetails wegbügelt, zeigt die Messung der Texturschärfe. Tatsächlich sinkt diese von ISO 100 beginnend mit jeder ISO-Stufe ab. Bis ISO 200 sind die Bilder aber absolut detailreich und sogar bis einschließlich ISO 800 bleiben genügend Bilddetails erhalten. Für so einen kleinen Sensor ist das durchaus erstaunlich. Oberhalb von ISO 1.600 werden die Bilder dann aber doch sichtbar weich beziehungsweise matschig."


FOTOHITS 11/2015 hat im ISO-Testchart für Videoaufnahmen folgende max. Vertikalauflösung ermittelt:
      • 803 von 1.080 Linien im FHD-Videomodus
      • 1.601 von 2.160 Linien im UHD-Videomodus
Beurteilung für den Videomodus:
Erfreulich ist die praktisch nicht vorhandene Neigung zu Aliasing- und Moiré-Effekten. Stattdessen werden feine Details
in den Dachziegeln fehlerfrei und detailreich, allerdings auch etwas künstlich überschärft* reproduziert.

*Pers. Anmerkung dazu: man die Auflösungsschärfe in +/- 5 Stufen seinen eigenen Wünschen anpassen!

Digital photo 12/2015 bescheinigt der Bridgekamera folgende Aufnahmedynamik:

ISO 100 > 13 Blenden, ISO 400 > 11,7 Blenden

Die interne Videoaufzeichnung erfolgt mit 4:2:0 und 8-bit. Eine Video-Farbaufzeichnung in 4:2:2, auf die TV-Sender Wert legen ist mit dieser Consumer-Bridgekamera nicht möglich. Das Farbsampling in 4:2:2 ist besser für ein farbabrißfreies Keying bei umfangreichen Farbkorrekturen den TV-Sendern bei der Aufbereitung der Sendungsbeiträge nützlich.
Der Hobbyfilmer muß mit den Reglern in den Kamera-Bildstilen vorsichtig umgehen um Bandingeffekte, also Farbabstufungen bei der Aufnahme nicht zu erzeugen und vor allem für einen guten Weißabgleich sorgen!.


Der Weißabgleich der FZ300 trifft die Grautöne der Testtafel nicht ganz genau, doch die Farbdarstellung ist insgesamt sehr stimmig und zeigt nur beim dunklen Blau eine leichte Übersättigung.

Die werkseitig eingestellten Bildstile 8-bit Farbdarstellung der Kamera sind recht gut. Bei Tageslicht neigt die Kamera zu einer eher unterkühlten Wiedergabe. Die Bewegungsdarstellung ist bei 50p/60p-Aufnahmen sehr gut. Schärfe und Bildkanten werden durch die hohe Bildwiederholrate gut gehalten, allerdings nur im Falle FHD. Wer sich an 24/25p-Aufnahmen mit Bewegungsdarstellung heranwagt, der muß sich wegen der nötigen Settingnethoden aus dem Profilager fortbilden, um zu wissen worauf er achten muß um nicht zu scheitern. Weiter unten sind ein paar Tips dazu zu finden: Klick!

Bei der Stiftung Warentest
erreichte die LUMIX DMC-FZ300 eine ausgezeichnete Note. Sie erhielt mit einer glatten 2,0 das Qualitätsurteil "gut"!


Mit dem ISO-Testchart habe ich selbst zur Kontrolle eine UHD-Aufnahme gemacht und daraus einen 1:1-Ausschnitt aus den Kreislinien extrahiert:

Test-Kreisringe

Wie man sieht, kommen die Kreislinien recht sauber und ohne Artefakte raus, die Kantenaufsteilung ist sehr moderat. Eine Neigung zu
Aliasing- und Moiré-Effekten ist nicht erkennbar.
 
Ganz ohne Verblockungen an den Kanten ist das UHD-Framebild der FZ300 mit dem 1/2,3" - Aufnahmesensor aber auch nicht, wenn man sich die Kanten in einer Vergrößerung kritisch ansieht. Ein markanten Unterschied zu der FZ1000 mit dem 1" - Aufnahmesensor ist aber kaum auszumachen. Da ich persönlich aber das UHD-Material auf FHD per Lanczos3 in EDIUS Pro 8 herunterskaliere zum Konsumieren, werden sowohl die vorhandenen Rauschkörner bei Schwachlichtaufnahmen als auch Kantenverblockungen weniger auffällig im laufenden Video von mir als störend empfunden!


Das Leica Vario-Elmarit 1:2,8, 25-600mm Brennweite:

Auf dem "Leica Elmarit Objektiv" steht nicht nur 1:2.8 drauf, man kann damit auch wirklich scharfe Bilder und Videos bis in die Ecken hin aufnehmen:


Die Schärfeleistung des Objektives ist auf weit geöffnete Blenden optimier!

Die Objektivauflösung des Leica Elmarit abhängig von Blende und Brennweite ist von "PHOTO REVIEW" ermittelt worden:

Objektivauflösung

Man sieht im Diagramm, daß dieses Objektiv schon bei offener Blende fast die höchste Auflösung liefert. Ferner sieht man, daß der sinnvolle Blendenbereich der FZ300 mit dem kleinen Aufnahmechip zwischen F2,8 und F4 liegt. Man nennt diesen Bereich auch
den "Sweetspot", d.h. jene Blenden, bei denen ein Objektiv seine beste Schärfe und besten Kontrast erreicht. Weiteres Abblenden führt zum Auflösungsverlust.

Auch wenn man UHD nur  in FHD-Projekten verarbeitet, hat man Vorteile gegenüber FHD-Material in der Luminanz- auflösung, diese liegt höher als eine FHD-Kamera zu liefern vermag, jetzt erst wird der HDTV mit seiner Wiedergabe- möglichkeit besser genutzt als bei meinen davor sich befindlichen fünf HDV/FHD-Kameras!

Die optimale Blende, bei dem das Leica Elmarit die höchste Auflösung liefert, liegt bei etwa f/3,2. man sollte also anstreben möglichst mit dieser Blende zu filmen und Fotos zu machen. Je weiter man in den größten Telebereich kommt, um so weicher wird das Bild aussehen ebenso bei kleineren Blenden!

Panasonic hat den nutzbaren Blendenbereich für Fotoaufnahmen auf 2,8 bis 8 und für Videoaufnahmen auf 2,8 bis 11* eingeschränkt damiit die Qualitäsverluste aus der Objektivleistung(Blendenkantenbeugung) aus zu kleinen Blenden jenseits von 8 bzw. 11 sich im vertretbaren Rahmen bleiben. Der Kameraeigner kann also mit Blendenöffnungen bis 8 bzw. 11 sorglos arbeiten.

* für den Videoaufnahmebereich läßt Panasonic als kleinste Blende F/11 zu, da es sich um Bewegungsaufnahmen handelt und diese mit längeren Belichtungszeiten - Standard 1/50s - aufgenommen werden und deshalb die Bewegung absichtlich dadurch etwas verwischt wird damit mit das Video bei der Vorführung einen flüssigen Bewegungsablauf darstellt.
Ich persönlich wähle allerdings als kleinste Blende F/8...


Dieser Quelle: Klick!
kann man entnehmen, daß ein 4K-Video eine Objektivausflösung von mindestens 35 Linienpaare/mm benötigt.
Man kann mit der B.I.G. RES7 Testtafel für die Luminanz-Auflösung(Klick!) bei einem Abbildungsmaßstab von 1:40 direkt die Auflösung bis max. 100 Linienpaare/mm abgelesen. Unter Beachtung der Lichtverhältnisse sowie Blende und ISO kann man sein Objektiv also individuell austesten, natürlich ist das Ergebnis behaftet mit dem Einfluß der der FZ300-Bildverarbeitungsprozessors!.

Leica Elmarit Super-Zoom

Das Objektiv besteht aus 14 Elementen in 11 Gruppen, darunter drei ED-Linsen und fünf asphärischen Linsen. Verzerrungen werden durch diese Konstruktion unterdrückt am WW- und am Teleende. Um F/2.8 mit geringen Schärfentiefe zu erreichen, ist hochpräzise Korrekturleistung gegenüber Verzerrungen realisiert worden. Panasonic integrierte die erwähnten fünf asphärischen Linsen und drei ED-Linsen in die DMC-FZ300, um die strengen Leica-Standards zu erfüllen.

Der 1:2,3" - Aufnahmesonsor(5,5x Crop) macht aus der am Objektiv eingravierten max. Brennweite von 108mm eine kleinbildäquivalente Telebrennweite von rund 600mm. Nach einer alten Fotografenregel müßte man dann 1/600 Sekunde als längste Belichtungszeit einstellen um die Freihand-Aufnahme nicht zu verwackeln.
Da aber die FZ300 über einen Bildstabilisator verfügt, kann man die Belichtungszeit auf 1/250 Sekunde verlängern, bei Handgriff-Kameraführung mit angespannten Nackenriemen oder am Körper angelegten Armen bringt man auch noch bei 1/60 Sekunde Verschlußzeit beruhigte Fotoaufnahmen hin!

Kamera kennenlernen:

"Die Ausstattung der FZ300 ist schlicht genial", schreibt Stefan Gross bei "Traumflieger". Panasonic hat die aktuellste Technologie der GH4 in dieser Kamera verbaut - abgesehen von wenigen Videosonderformaten.

Benötigte Funktionen stellt man über die Tasten/Bedienelemente an der Kamera oder über vielfältig gefächerte Display-Menüs ein.

Kontrollelemente

Die Menüstruktur ist nicht immer ganz logisch aufgebaut und nicht streng genug zwischen Foto- und Videomodus vom Programmierer voneinander getrennt sondern vermischt worden, siehe einleitende Bemerkung in der Bedienungsanleitung auf Seite 336 und 337 oben!

Schwachpunkt Videoauslöser:

Den werkseitigen Videoauslöser kann man bei einem Blick durch den Motivsucher kaum sicher erfühlen, da dieser nicht genug aus dem Kameragehäuse hervorragt. Abhilfe erfolgte wie folgt:

Neuer Videoauslöser

Das Problem habe ich mit Hilfe einer aufgeklebten Auslöseraufstockung gelöst, jetzt ist der Videoauslöser leicht zu finden.

Panasonic -Kamerameinführung

Ein jeder der sich diese Kamera kauf, muß sich zwingend mit der Logik der Panasonic Menüführung intensiv befassen, sonst wird er scheiten. Wer Videos aufnimmt, der sucht z.B. intuitiv die Einstellungen dazu im Filmkameramodus-Menü, dort wird er aber nicht fündig, die Einstellungen im Rec-Menü gelten auch für Videoaufnahmen. man muß es halt nur wissen!

Tasten/Bedienelemente an der Kamera:

Tasten/Bedienelemente

Die Funktions-Schalter Fn1 bis Fn4 findet man am Gehäuse, Fn5 bis Fn9 dagegen auf dem Touch-Display.

Funktionsauswahl über Display-Menüs:

Menütyp-Auswahl

Von oben nach unten sehen wir:

          • Aufnahme/Fotomenü(tw. auch für Videoaufnahme zutreffend)
          • Videoaufnahmemenü
          • Individuelle Benutzereinstellungen
          • Setup Systemeinstellungen
          • Wiedergabemenü

Per Ausdruck der Seiten 336-339 aus der PDF-Bedienungsanleitung(363 Seiten) von der Disk hat man einen Überblick über sämtiche Kamera-Menüs. Insgesamt 11 Funktionen aus dem "REC-Aufnahmemenü" gelten gleichzeitig auch für die Videokameraeinstellungen. Man sollte einen solchen Ausdruck in der Fototasche mitführen um schnell mal zu ermitteln in welchen Menü diese oder jene Funktion zu finden ist.

Das Menüsystem scheint mir für das Panasonic Lumix-Kamerasystem grundsätzlich ähnlich auszusehen. Es gibtl lediglich Funktionsunterschiede je nach Kameratype/Kamerasystem.

Taste Q.MENU(Fn3) - Quickmenü:

Dieses Menü sollte eigentlich jeder kennen..., allerdings gibt die Bedienungsanleitung auf der Seite 59 mit zugehörigen weiteren Seitenverweisen nicht sehr viel preis..., man muß seine eigenen Erfahrungen sammeln...

Quickmenü

Hier kann man schnell und übersichtlich praktisch alle für die Aufnahme wichtigen Funktionen einstellen.
In der der Modus-Wahlschalterstellung auf "A, S, M" kann man hier die Empfindlichkeit der Belichtungssteuerung auf Auto-ISO oder manuelle Vorgabewerte einstellen, im Falle "P" auf Auto-ISO oder i-ISO oder manuelle Vorgabewerte.

Aufnahmekontrolle/Belichtungseinstellung:

Insbesondere bei der Videoaufnahme kommt es auf vor allem auf folgende vier Aufnahmeparameter an die vor der Szenenaufnahmen eingestellt werden müssen.

Aufnahmekontrolle
  • Blende, im Bild F 2,8: für variable Festlegung der Schärfetiefe
  • Verschlußzeit, im Bild !/50sec: für ruckelfreie Wiedergabe des Videos
  • ND-Filter vor dem Objektiv: verdrehen bis ein Strich links von der Null-Position steht
  • ISO-Einstellung: je nach Lichtmenge zwischen ISO100 bis ISO800 vorwählen

Weiter unten in diesem Bericht findet man ein paar Tipps zu den Belichtungseinstellungen.

Meine persönlichen Settings für Videoaufnahme, Fotoaufnahme, Setup und Setup individuelle habe ich in eine Tabelle auf zwei A4-Seiten übernommen, damit ich nach einem Kamera-Reset auf Werkseinstellungen oder einer nicht mehr nachvollziehbaren Änderungsfolge wieder die Einstellungen auf meine bevorzugte Arbeitsweise aktivieren kann. Die Liste liegt immer in der Fototasche!

Der Panasonic Venus-Engine Bildprozessor liefert eine sehr gute Bildqualität:

Bildprozessoren haben wahre Quantensprünge vollzogen. Während Kameras wie GH4 oder FZ1000 noch die Venus Engine IX für die Bildprozesse nutzen kommt für fir FZ300 eine verbesserte Technologie zum Einsatz. Der neueste Venus-Engine Bildprozessor macht erst aus dem was das Leica Elmarit Zoom-Objektiv auf den Aufnahmechip erfaßt zu einem Video oder Bild. Der Prozessor in der FZ300 arbeitet superschnell. Der Bildprozessor nimmt entscheidenden Einfluss auf die Farbdarstellung, Rauschunterdrückung, glatte und scharfe Kanten sowie eine hohe Geschwindigkeit mit bis zu 30p bei 4K Serien mit 12,1 Mio Bildpunkten und 4K-30p Videoaufnahmen.

Aus dem einfallenden Licht welches aus dem Objektiv auf den Aufnahmesensor fällt macht der Venus-Engine-Rechner erst 24p, 25p oder 30p - UHD-Aufnahmen. Bestimmte Videoaufnahmeregeln sind dabei natürlich zu beachten, die ich weiter unten erwähne werde, man will doch als Hobbyfilmer nicht scheitern und über vermatschte und zerstörte UHD-Videostrukturen grundlos jammern!

Wie Dein UHD-Video ausfällt, hängt alleine von Dir selbst ab!
Du hast die dazu geeignete Technik in der Hand!

Im Bildstil "Standard" habe ich zwei Testaufnahmen gemacht mit für Digitalkameras kritischen Rotanteilen die früher bei Panasonic oft eine schlechte Farbtrennung zu angrenzenden anderen Farben hatten:

Farbtest

Spontaner Streetmotiv-Farbtest, im Schatten einer Verkaufsbude, F/2,8, 1/50 sec, ISO 640 (Fotomodus) mit sauberer Frabtrennung...

Farbtest-02

Spontaner Streetmotiv-Farbtest, Sonne hinter Schleierwolken, F/2,8, 1/50 sec, ISO 125 (Videomodus)

Während der Aufnahme von Videos und 4K-Fotos ist [sRGB] fest eingestellt, sh. Seite 125 der BA.

sRGB-Frabraum
Vergleich: Aufnahme links ohne, rechts mit sRGB - REC.709 Bereich

Die Farbtiefe  beträgt 8 Bit, bezogen auf die gesamte sRGB-Farbinformation sind es dann 24 Bit. Führt man eine übertriebene Nachbearbeitung z.B. vom Kontrast durch, dann kann eine zu starke Kontrastnachbearbeitung, mit der man z.B. bei Dunst aufgenommene Videos  nachbessert, dann hat man plötzlich keine 256, sondern nur noch 150 Farbinformationen je Kanal was man zuerst als Lücken im Histogramm erkennt, die Abstufungen zwischendrinn fehlen dann, es entstehen dann sog. Farbbänder(Banding) ohne Farbübergänge, es kommt also rein technisch gesehen zum "Tonwert-Abriss" und das Videobild wird unbrachbar.

Tonwertabrisse

 Tonwertabrisse im Histogramm

Mehr Nachbearbeitungsreserven bekommt man mit 10 Bit Videomaterial, was aber bei eingeschränkter Nachbearbeitung der 8 Bit Videomaterials zwingend nicht notwendig ist, da die vergrößerte Farbtiefe zu viel größeren  Dateien führt die gespeichert und gehandelt werden müssen. Im Consumerbereich ist im April 2017 die Panasonic Kamera GH5 ausgeliefert worden mit der erstmalig im Consumerbereich die Videoaufnahme in 10 Bit Farbtiefe erfolgen kann. Wann das mit günstigeren Kameras der FZ300 Größenordnung möglich sein wird ist noch nicht bekannt.

Anfänglich beäugte ich die FZ300 recht skeptisch, nun aber in der Summe aller Eigenschaften bin ich sehr zufrieden

Speicherkarten:

Diese Bridgekamera benötigt schnelle und kompatible UHS Geschwindigkeitsklasse 3 Speicherkarten für 4K-Aufnahmen die fehlerfrei kontinuierlich weggeschrieben werden müssen...

SanDisk UHS3

1x SanDisk Extreme PLUS 32GB SDHC Ultra High-Speed Class 3,
1x SanDisk Extreme PLUS 64GB SDHC
Ultra High-Speed Class 3,

diese Karten speichert UHD-25p auch über längere Aufnahmezeiten hinweg sehr zuverlässig auf!

1x SanDisk Extreme 16GB SDHC Ultra High-Speed Class 1,
erstaunlich, diese schon 2-3 Jahre alte Karte speichert UHD-25p auch über eine längere Aufnahmezeit hinweg noch zuverlässig ab...

In Foren wird teilweise auch die Speicherkarte von QUMOX 64GB SDXC 64GB SDXC Class 10 UHS-I-Speicherkarte Secure Digital getrommelt. Da Panasonic aber die UHS Geschwindigkeitsklasse 3 für MP4-4K- und Hochgeschwindigkeitsvideos sowie Aufnahmen von 4K-Fotos vorschreibt gehe ich kein Risiko ein um eventuell Aufzeichnungen auf einer solchen "Billig-Speicherkarte" zu verlieren.

Akkus:

Ich verwende den Original Panasonic Akku DMW-BLC12E mit 1200 mAh und zusätzlich drei kompatible Akkus mit je 1050 mAh. Im Chip-Test lieferte der Original-Akku 680 Auslösungen und 149 Videominuten.

Individuelle Benutzereinstellungen:

Viel Potential steckt in diesem Menütyp, wenn man die angebotenen Funktionen zu nutzen versteht.
Im Kapitel 7 seines neuen Buches erklärt Michael Gradias sehr anschaulich was man damit machen kann. Gradias bietet auf seiner Homepage das Kapitel als PDF-Datei kostenlos an: Klick!

Ich empfehle das Buch gerne dieses Buch, weil es recht tiefgreifend informiert!

Achtung, nicht unbedacht die Kamera im [Individual-Menü] verstellen!

Bei Aktivierung einer bestimmten Funktion im [Individual-Menü] kann es passieren, daß andere Funktionen die den äußeren Schaltern zugewiesen sind deaktiviert werden. Aktiviert man z.B. den [Direktfokusbereich], dann verlieren die Schnellauswahl-Cursortasten die Funktionen: ISO, Weißabgleich, Betriebsmodus und AF-Modus!

Wer die Änderung der Werksauslieferung vornimmt, der sollte seine Änderungen genau dokumentieren, sonst verliert er vielleicht den Überblick über die vielfältigen Verstellmöglichkeiten der Kamera und damit vielleicht auch den Spaß an dieser Kamera!

Autofokus und Belichtung:

Der Autofocus ist bei den "Profis" verpönt, sie fokusieren manuell und benutzen als Hilfsmittel ein Bandmaß sowie Fieldmonitore um die Bildschärfe darauf zu kontrollieren. Hobbyfilmer müssen dagegen unterwegs mit dem kleinen Kameramonitor auskommen der die Beurteilung der 4K(UHD)-Schärfe kaum sicher erlaubt. Da aber bei der FZ300 nur ein kleiner Aufnahmesensor(1/2,3") verwendet wird, etwa in der Dimension eines einzelnen Super 8 - Filmframe und nicht in der Dimension eines Kleinbild-Filmformates ist das Fokusieren selbst bei Schwenks und UHD-Auflösung wegen der großen Schärfetiefe kein großes Problem

Man fokusiert mit dem 1-Punkt oder 1-Feld-AF-Modus das Ziel an und blockiert dann den AF. Jetzt kann man sogar auf Kreisbahnen schwenken, die große Schärfentiefe der FZ300 hält das Motiv in der gewünschten Schärfeebene.

Den mit AF angepeilten Fokuspunkt kann man leicht mit dem Fokusmodushebel auf die MF- Position blockieren.
Alternativ kann man per Push AF/AE-Lock Taste dafür vorsorgen, daß weder die Fokusierung(AF) noch die Belichtung (AE)  während der Aufnahme "pumpen", man muss hierfür lediglich im Individualmenü Seite 1 die Option "AF/AE Sp. Halten" per "ON" aktivieren, siehe BA Seite 152.

Die Fokusierungszeit ist mit 0,12 Sekunden im Weitwinkelbereich sehr kurz, die Auslöseverzögerung liegt bei 0,02 Sekunden!

Push-AF

Die FZ300 nutzt eine Panasonic-Spezial-Technik zum scharf stellen: Bei „Depth-from-Defocus” nimmt die Kamera zwei unscharfe Bilder auf und berechnet daraus die richtige Entfernung. Das funktioniert bei Einzelaufnahmen und Videos sehr schnell und genau. Die Technik hat eine Eigenart, an die man sich gewöhnen muss: Wer gewöhnt ist, zum Fokussieren den Auslöser ständig herunter zu drücken, sieht im Sucher Depth from Defocus bei der Arbeit zu – das Bild sieht immer etwas unscharf aus. Sobald man den Finger vom Auslöser nimmt, ist das Bild aber wieder krachscharf, genau wie bei den Aufnahmen, siehe: Klick!

Scharfe Aufnahmen lassen sich am Teleende(600mm) selbst bei 1/40 Sekunde realisieren, bei Nutzung des elektronischen Suchers sogar bei 1/20 Sekunde.

AFS/AFF im "Kreativ-Filmmodus":

Ich habe AFS im Menü 2 ausgewählt, d.h. die Fokusierung wird gesichert, wenn der vordere Auslöser halb gedrückt ist. AFF sollte nur dann eingesetzt werden, wenn ein Objekt fokusiert worden ist und sich dann das Objekt in Bewegung setzt und eine Selbstnachfokusierung erfolgen soll.

Seriengeschwindigkeit für Einzelbildaufnahmen:

Die Serienbildrate für Einzelbilder liegt bei Aufnahmen im JPEG- und RAW-Format bei 12,3 Bildern pro Sekunde für 100 Bilder in Folge. Im 4K-Fotomodus kann man sogar max. 30 Bilder Pro Sekunde aufnehmen was außerordentlich hoch ist.

Zoom-Arten und deren Grenzen:

Neben dem rein optischen 24fach-Zoom, gibt es auch noch andere Zoom-Arten bei dieser Bridgekamera. Als Beispiel möchte ich hier den "i.Zoom" erwähnen. Schaltet man per Menü auf "i.Zoom", dann vergrößert sich der verfügbare optische Zoom um den Faktor zwei bei Begrenzung der Bildqualität-Beeinträchtigung. Auf dem Touchmonitor wird dann ein Zoombereich von 25 - 1200mm kleinbildäquivalent angezeigt. Damit kann man dann auch Aufnahmen von  Tierbeobachtungen (Wildlife) mit der Kamera machen!

Je nach eingestellter Bildgröße - Sensor-Cropmodus - ist der i.Zoom - Vergrößerungsfaktor unterschiedlich, je größer um so geringer wird die Bildqualität bei Betrachtung im 1:1 -Bildausschnitt, man sieht u.U. sehr viele Kompressionsartefakte!

Welchen Gewinn hat man also aus der i.Zoom Aufnahme?

Mittels einer Testaufnahme in 4000 x 3000, i.Zoom 1200mm KB-äquivalent mit F8-ISO 100- 1/1000sec aus 600m Entfernung zum Motiv habe ich festgestellt, das erst eine mehrstufige Bildverkleinerung in sieben 90%-Verkleinerungsstufen per PhotoImpact X3 zu einem brauchbaren Bild ohne sichtbarer Artefakte führt. Also hat man dann eine Bildvorlage mit 2000 x 1500 Bildpunkten. Das reicht für ein Bild in A4-Druckausgabe auf dem Canon PIXMA iP 4950 Tintenstrahdrucker.

i-Zoom-Aufnahme

Mit RMT in das Bild klicken um es in FHD-Auflösung anzusehen!

Mit dem i.Zoom hat man durchaus einen Gewinn, man kann damit weiter entfernte Objektive heranholen, muß dann allerdings durch stufige Bildgrößenverkleinerung die vorhandenen Artefakte aus der Aufnahme entfernen. Über die Grenzen der i.Zoom Foto und Videoaufnahme findet man hier etwas: Klick!

Bei RAW-Aufnahmen steht der i.Zoom nicht zu Verfügung!

Der Schritt-Zoom steht nicht zu Verfügung, wenn Videos oder 4k-Fotos mit 4K Pre-Burst aufggenommen werden, siehe Seite 204 der BA. Man kann den Schritt-Zoom z.B. auf den seitlich am Objektiv angebrachten Zoom-Schieber legen.

Der Zoomhebel auf der Vorderseite der Kamera und seitlich am Objektiv sind eigentlich nur für die Bild-Ausschnittswahl ggeeignet. Über die Nutzung als Video-Motorzoom findet man hier etwas: Klick!

ISO-Einstellung

ISO sind keinesfalls mit der vom Analogfilm her bekannten Filmempfindlichkeit gleichzusetzen. Von Bild zu Bild war ISO bei Analogkameras identisch in der Wirkung. Bei Digitalkameras ist ISO ein Ausdruck für die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmesensors. Die Wirkung einer bestimmten ISO-Zahl kann von Digitalkamera zu Digitalkamera unterschiedlich ausfallen, es kommt halt darauf an was der Bildprozessor schlußendlich aus der Aufnahme macht!

Abhängig vom eingestellten Aufnahmemodus kann die ISO-Einstellung auf drei verschiedene Arten eingestellt werden:

  • Die FZ300 bietet zunächst einmal die Möglichkeit die Aufnahmeempfindlichkeit in Stufen von 100 bis 6400 manuell einzustellen. Mit der Option 1/3 EV kann man den ISO-Wert nuancierter einstellen!

    Erweiterte ISO-Wahl bei Einstellung von 1/3 EV im Rec-Menü 6:

                     100
                     125
                     160
                     200             
                     250
                     320
                     400
                     500
                     640
                     800
                   1000
                   1250
                   1600
    usw.
  • Auto ISO wird automatisch in Abhängigkeit von der vorhandenen Helligkeit eingestellt bis max 3200, bei Blitzaufnahmen bis ISO 1600
  • i. ISO steht nur in bestimmten Aufnahmemodi zu Verfügung in Abhängigkeit von den Bewegungen im Motiv wird erst eingestellt wenn die Aufnahmetaste ganz durchgedrückt wird. Bei halb gedrückter Aufnahmetaste ist also die Verschlusszeit noch nicht fest eingestellt. i.ISO wird verwendet damit Bewegungen in Fotoaufnahmen auf keinen Fall verwischen, d.h. die Verschlusszeit wird verkürzt!
Zuordnung der ISO-Wahleinstellung zum Aufnahmemodus:
  • Rec-Aufnahmemodus für Fotoaufnahmen
    • M: Auto ISO und manuelle ISO-Wahl
    • S: Auto ISO und manuelle ISO-Wahl
    • A: Auto ISO, i.ISO und manuelle ISO-Wahl
    • P: Auto ISO, i.ISO und manuelle ISO-Wahl
  • Filmkamera-Aufnahmemodus für Videoaufnahmen
    • M: manuelle ISO-Wahl
    • S: Auto ISO und manuelle ISO-Wahl
    • A: Auto ISO und manuelle ISO-Wahl
    • P: Auto ISO und manuelle ISO-Wahl
Siehe auch Bedienungsanleitung ab Seite 155.

ISO im Foto-Kurs: Klick!

Elektronische Signalverstärkung des Aufnahmesensors:

Mit dem kostenlosen Plugin-Tool ShowRecDat  von elCutty kann man in EDIUS Pro 8.x den Gain-Wert für die von Hersteller verwendete elektronische Signalverstärkung auslesen. Je höher der Wert, umso rauschanfälliger ist die Aufnahme. Ich habe 4K-Videomaterial mit dem Tool untersucht und folgende Informationen erhalten:

ISO 100: --> Gain 0, d.h. per Herstellerdefinition keine elektronische Signalverstärkung

ISO 200: --> Gain +1

ISO 320 bis 2000: --> Gain +2

Fazit: möglichst mit ISO 100 Videos aufnehmen, da dann das aufgenommene Material per Herstellerdefinition nicht oder nur unerheblich durch die Signalverstärkung gestört wird!

Nivellieranzeige:

Über die [DISP.] Taste erreicht man recht umständlich die Anzeige für den künstlichen Horizont um mit nicht verkanteter Kamera zu filmen und zu fotografieren. Ich habe mir den Direcktzugriff auf die Nivellieranzeige auf die Taste [Fn4] gelegt mit dem Vorteil, dass ich sehr schnell die Überwachung zu- und abschalten kann.

Zebra-Warnung:

Dieses Werkzeug hilft überbelichtete Bildpartien zu vermeiden.
Man mit ZEBRA1 und ZEBRA2 arbeiten die man mit unterschiedlichen Werten belegt. ZEBRA1 steht standardmäßig auf 80% und ZEBRA2 ist auf 100% voreingestellt. Man kann eigene Werte festlegen, in unseren Breiten werden z.B. bei 70% Hautpartien für Menschen vorgehoben. Bei einem Wert von 105 werden Bildteile markiert die überbelichtet sind, sie zeigen reines weiß und keine Details mehr an.

Histogramm-Anzeige: 

Mit de Histogramm wird die Verteilung der Tonwerte geprüft. Die Verteilung sollte möglichst gleichmäßig und links und rechts sollten keine größeren leeren Bereiche vorhanden sein.

Kabellose WiFI - Fernbedienung:

Im allgemeinen bin ich gegen die "Überflutung" unserer Lebensbereiche mit WiFi/WLAN sehr ablehnend eingestellt.
Funkstrahlen durchdringen unser Denkzentrum, ein jeder sollte deshalb selbstverantwortlich darüber nachdenken wie viel er davon haben will!

Digital

Die "Elektronische Kommunikation" erfolgt hier per Kabelnetzwerk, strahlungsfrei, gesundheitsverträglich.

Der Smartphoneeinsatz erfolgt nicht im heimischen Bereich, außerhalb bin ich nur für Notfälle mit dem Smartphone Sony Xperia Z2 online. Über den sorglosen Einsatz der digitalen Funktechnologie argloser Bürger habe ich vor einiger Zeit einen Informationsbeitrag als Ingenieur verfasst: Klick!

Fernbedienung mit SmartphoneDie Kabellose Fernbedienung ist vor sinnvoll, wenn die Kamera auf einem Staiv ausgerichtet steht und man eine erschütterungsfreie Aufnahme durchführen will aus größerer Entfernungen.

Die DMC-FZ300 ist mit einem WiFi-Modul (IEEE 802.11 b/g/n) für die kabellose Kommunikation mit Smartphone oder Tablet-PC mit installierter Panasonic »Image App« ausgestattet.

Zunächst wird das Smartphone gestartet und WLAN-Empfang aktiviert. Nun WiFi der Kamera starten, mit der von mir benutzerdefinierten Kamerataste [Fn2]. Der Erkennungsvorgang zwischen den beiden Geräten läuft. Nun die Image-App von Panasonic auf dem Smartphone starten.
Nach der Geräteerkennung - kleine Kamerazeichnung erscheint auf dem Smartpone-Display - wird der Schalter "Fernsteuerung" betätigt auf dem Smartphone. Die Aufforderung "Aufnahmemodus wechseln" mit [Ja] bestätigen.Das Display in der App geht mit den Bedienungselementen auf mit dem Bild welches die Kamera gerade "sieht".

Am besten das Smarphone als Breitbildanzeige vor sich halten, nicht hochkant. Per [Q.Menü] kann man Kameraeinstellungen vornehmen. Mit dem Fotokameraschalter kann man Bilder aufnehmen und der Schalter mit dem roten Punkt auf dem Smarphone ist für die Videoaufnahme vorgesehen. Der Zoom läßt sich vor der Aufnahme für die Bildausschnittwahl einstellen und während der Aufnahme kann man Motorzoomfahrten durchführen.

Die Verbindung von Kamera und Mobilgerät erfolgt ohne Passworteingabe oder QR-Code. So erschließen sich die Live-View-Bildkontrolle per Smartphone oder Tablet-PC genauso wie das Auslösen, Zoomen, Fokussieren oder die Einstellung von Verschlusszeit, Blende und Belichtungskorrektur sowie das Speichern und Teilen von Bildern.

Ab Seite 256 der Bedienungsanleitung wird man ausführlich über die Wi-Fi Funktionen informiert.

Intelligente Fotoautomatik iA, iA+ :

Es gibt Situationen in welchen man kaum genügen Zeit hat um die Kamera für eine Aufnahme manuell optimal vorzubereiten. In diesem Fall hilft es den Modus-Wahlschalter auf [iA] umzustellen und sofort mit der Aufnahme zu beginnen. Die Kamera optimiert dann die Aufnahmebedingungen von sich aus auf die Aufnahmesituation.

Der iA+- Modus bietet zusätzlich zwei manuelle Eingrifsmöglichkeiten, Belichtungs- und Farbkorrektur.

In der Abendsonne


In der Abendsonne

Wer da glaubt, im Automatik-Modus könne man keine guten Aufnahmen machen, der irrt gewaltig!

Für die Fotografie setze ich sehr gerne den iA-Aufnahmemodus ein, die Kamera erkennt automatisch das richtige Motivprogramm und liefert sehr gute Ergebnisse. Alternativ kann man auch manuell in der  SCN-Wahlschalterstellung den erforderlichen Szenenmodus selbst bestimmen!

Auf der Seite 76 der Bedienungsanleitung werden die Unterschiede zwischen iA, iA+ erklärt. Aine Aufstellung der verfügbaren Kameramenüs findet man auf Seite 83.

Selbstauslöser:

Der Selbstauslöser ist ein wichtiges Werkzeug für die Erschütterungsfreie Kameraauslösung. Die Ringtaste unten betätigen, im aufgehenden Menü findet man die Einstellung für den Selbstsauslöser. Nähere Einzelheiten dazu findet man auf der Seite 180 der Bedienungsanleitung.

Eigene Kamera-Einstellungen speichern:

Die Kamera verfügt per Moduswahlrad-C über drei Speicher: C1, C2 und C3
Man wählt einfach den bevorzugten Aufnahmemodus, den man mit den eigenen Einstellungen speichern möchte und speichert diesen im Individualmenü unter [Einstellungen Speich.]. Die Speicherung ist im Bedienungsanleitung auf Seite 111 beschrieben.

Kamera-Reset:

Geht die Übersicht einmal verloren über die Aufnahmeeinstellungen, macht man am besten einen [Reset] der Kamera wie es auf Seite 74 der Bedienungsanleitung beschrieben ist!

Anmerkung:

Viele andere Einstellmöglichkeiten der Kamera müßten noch besprochen werden, das würde aber den Umfang meines Berichtes hier total sprengen. Ich verweise bei weiteren Informationsbedarf auf die PDF-Bedienungsanleitung, die manchmal allerdings nicht einfach zu verstehen ist.

Wildlife Foto- und Videoaufnahmen:

Mein erster Hobbyschwerpunkt ist die Wildlife-Aufnahme im eigenen Garten, Parks, Feldern und Wäldern sowie in Vogelschutzgebieten. Vogelschutzgebiete finde ich nach den Beschreibungen in folgenden Büchern:

Vogelschutzgbiete Nord     Vogelschutzgebiete Süd

Fotoreviere

LBV-Würzburg

Forum "Naturfotografie" bei der Fotocommunity: Klick!

Was man hauptsächlich dafür braucht, ist eine große Brennweite und ein sehr schneller Autofokus, ansonsten  bekommt man das Tier nicht bildfüllend auf die Speicherkarte oder überhaupt keine Aufnahme, weil man für die manuelle Scharfstellung viel zu lange Zeit benötigt.

Peter Scherbuk, Herausgeber von "NATURBLICK" und selbst Naturfilmer sagte mir mal auf dem Umweltfestival "horizonte zingst": "Wildlife-Fotografie fängt erst bei 800mm Kleinbildbrennweite an!".

Wie gut ist man mit der FZ300 für Wildlife-Aufnahmen gerüstet?


FZ300 mit 600mm

Panasonic DMC-FZ300 mit 600/648mm KB äquivalente Brennweite und f/2,8, Preis ca. 500 Euro, Gewicht ca. 700g, Videoaufnahme wahlweise in FHD-1080p oder UHD-2160p!, Aufnahmekontrolle über Dreh-Klappdisplay oder elektronischen Sucher, Kamera ist bereits für Outdooreinsatz - staub- und spritzwassergeschützt. Mit  f/2,8 auch bei größter Brennweite ist man auch an Trübtagen gut für Wildlife-Aufnahmen gerüstet!

Der aktivierte 1-Feld Push-AF der FZ300 packt unglaublich schnell zu, ein Testlabor hat 0,2 sec bei der FZ300 gemessen. Testlabore werten Reaktionszeiten < 0,5 sec als schnappschußtauglich ein!

Im Vergleich dazu das Volumen und der Preis einer 600mm Brennweite für eine Vollformat-DSLR:
          Canon 600mm f/4
Für das Canon Vollformat-DSLR:  600mm Brennweite mit f/4, Preis ca. 8.300 Euro, Gewicht ca. 5360g - Baulänge 45,6 cm, ein Kamera-Body ist in diesem Preis noch nicht enthalten, natürlich kann man sich mit einer Vollformatkamera auch bei Schwachlicht in der Natur herumtreiben!

Der obige Vergleich sprach in meinen Vorüberlegungen schon dafür die FZ300 zu kaufen um auch den Bereich der Wildlife-Einsätze für mein Hobby einbeziehen zu können. Das spart viel Geld!

Wählt man bei der FZ300 den "i.Zoom", dann stehen zusätzlich folgende max. Brennweiten zu Verfügung:

    • Fotoaufnahme(JPEG, nicht RAW!); 2 x 600 =1200 mm
    • Videoaufnahme; 2 x 648 = 1296 mm
Eine zusätzliche kostenlose Möglichkeit den Zoom um den Faktor 2,0 zu erhöhen ergibt sich daraus, daß ich in UHD filme, jedoch den Verschnitt auf FHD für Bluray mache. Hierbei wähle ich einen FHD-Bildausschnitt - also bis zur 1:1 Pixelgröße - was gleichbedeutend ist mit einer 2fach größere Abbildung die dann auf dem HDTV so sichtbar ist. Wir haben also mit dem i.Zoom zusammen bei der Videoaufnahme praktisch 1296 mm x 2 = 2.596mm Brennweite der FZ300 °rausgeleiert°!

Interessant für Fotografen ist der Bildaufnahmemodus EXM 7M mit 3264x2176 Bildpunkten in 3:2(reicht für A3-Prints!). In diesem Modus beträgt die max. verlustlose Brennweite 1470mm mit zusätzlich aktivierten i.Zoom!
Ohne i.Zoom beträgt die max. optische Brennweite 735mm.
Im Bildaufnahmemodus EXM 2,5M mit 3264x2176 Bildpunkten in 3:2(reicht für 13x18-Prints!) ist die optische Brennweite bei 1172mm, mit zugeschalteten i.Zoom sind es 2344mm Brennweite.

Blaumeise beim Frühstück

Bild: F3,5-1/200 sec-ISO400, Entfernung ca. 4m, Brennweite 1115 mm
(geht bis 2344mm im EXS-Aufnahmemodus!)


Eichelhäher am Meisenknödel

UHD-Videoframe: F2,8-1/125 sec-ISO100, Brennweite 410mm, Entfernung ca. 4m

Taube

Entfernung ca. 10m, Frame aus UHD-30p Videoframe, Brennweite 648mm(KB)

Eichhörnchen

Eichchörnchen auf dem Gartengerätehaus, Entfernung ca. 7m

Obige Aufnahmen  habe ich aus meinem "Ansitz" im Arbeitszimmer aus verschiedenen Entfernungen gemacht.

Eine Wildlife-Videoaufnahme von mir aus dem eigenen Garten sieht man hier: Klick!

Was unentbehrlich ist bei der Verfolgung der Vögel im Flug, ist ein elektronischer Sucher und der ist im Falle der FZ300 einfach exzellent!

Im Bildaufnahmemodus EXM 2,5M erzielt man folgende max. Teleaufnahmen:

Crop-Aufnahmemodus

Bei dem Fernblick mit KB 25mm kann man selbst auf dem Originalbild nur erahnen, daß dort vor dem Waldrand eine Hochspannungsleitung im Abstand von ca. 2km - lt. Google Earth - vorhanden ist. Bis zu KB 1172mm arbeitet der Crop-Bildmodus noch optisch verlustlos, darüber hinaus ist mit eingeschränkten Bildqualitätsverlusten - sh. Seite 202 der Bedienungsanleitung - mit zugeschalteten "2fach i.Zoom" bis KB 2344mm zu rechnen!

Grenzen des
"i.Zoom" bei Wildlife-Fotoaufnahmen:

Der 2fach "i.Zoom" arbeitet nicht ganz verlustlos - sh. Seite 202 der Bedienungsanleitung - was man bei Aufnahmen von kleinen Objekten, z.B. einer Bachstelze aus größerer Entfernung deutlich auffällt:

Nachfolgende Foto-Testaufnahme habe ich auf dem Campingplatz Schwabenmühle in Laudenbach  gemacht als da  plötzlich  eine Bachstelze in der Nähe des "Vorbachs" sich für meine Experimente zu Verfügung stellte.

Bachstelze

Verkleinerte Originalaufnahme 4000 x 2672, 3:2, i.Zoom 1248mm,
f/4, 1/1000 sec, ISO 100 aus ca. 30m Entfernung

Bachstelze

100% Bildausschnitt auf 1:1 Pixelebene: sichtbare Artefakte insbesondere
an den Bildkanten

Bachstelze

Noch akzeptabler Bildausschnitt ohne auffällig sichtbarer Artefakte

Man neigt gerne dazu per Telekonverter die Brennweite optisch zu erweitern, z.B. mit dem Panasonic DMW-LT55(1,7fach) was aber zum Mehrgewicht von 263 Gramm führt, zusätzlich benötigt man noch zum Anschluß den Panasonic Adapter DMW-LA7GU dazu was ein weitere Mehrgewicht von 132 Gramm mit sicht bringt, zusammen also 395 Gramm.
Nach meiner Erfahrung aber, benötige ich eine optische Brennweiten von 600 x 1,7 = 1020mm sehr selten.
Ich verzichte für den seltenen Fall darauf zusätzliche 395 Gramm an Gewicht mitzuschleppen nur um das Teleglas in seltenen Fällen einzusetzen, denn dann müßte man auch ein stabiles Stativ mitführen. Insofern ist der 2-fach i.Zoom doch die elegantere Lösung schließlich bleibt dabei auch die Super-Zoom Lichtstärke von f/2,8 erhalten und nicht unbedingt muß man in solchen Fällen Videofilmen, ein Foto vom Motiv reicht auch aus, hierbei wird man mittels kurzen Verschlußzeiten vor Verwacklungen geschützt wenn man darüber hinaus noch das kleine Cullmann Travelpod  3090 Körperanstützstativ in der Fototasche mitführt wie es in meinem Fall so ist.


Aus der Testaufnahme kann man schließen:
    1. Der "i-Zoom" ist nur eingeschränkt verwendbar bei Aufnahmen von kleinen Vögeln wenn die Aufnahmeentfernung etwa so groß ist wie im Testfall.
    2. Eine gute Alternative bietet die Kamera für Fotografen an bei aktivierten Sensor-Cropmodus EXM 7M und EXM 2,5M in dem jeweils saubere Fotoaufnahmen gemacht werden können.
    3. Wer größere optische Nativbrennweiten für Videoaufnahmen ohne lästiger Artefaktebelastung benötigt als die vorh. KB 600mm des Leica-Zooms, der sollte sich entweder den Panasonic-Telekonverter 1,7fx DMW-LT55 (Lichtstärkeverlust von f/2,8 auf f/4,0) oder die Raynox DCR-2025Pro 2,5fx Telephoto Lens zusätzlich zulegen und gleichzeitig ein sehr stabiles Stativ mitschleppen dafür!
Grenzen des "i.Zoom" bei Wildlife-Videoaufnahmen:

Bei UHD-Videoaufnahmen liegt der i.Zoom Brennweitenbereich bei 27 - 1296 mm KB-Brennweite. Hier zwei Frames zum Vergleich einer Schrifttafelaufnahme aus ca. 28m Entfernung als Videoframeausschnitt:

Optischer Zoom

1:1 Frameausschnitt; optischer-Zoom mit 648mm KB-Brennweite

i.Zoom

1:1 Frameausschnitt; i.Zoom mit 1296mm KB-Brennweite

Im Videoaufnahmemodus sind zwar Bildqualitätseinschänkungen bei Aufnahmen mit i.Zoom vorhanen, jedoch durch die Bewegtbild-Videoaufnahme weniger auffällig. Man kann sich die teuer Vorsatzoptik von Panasonic mit Anpassungstubus sparen, schließlich kommt man damit nur auf 648 x 1,7 = 1100mm KB-Brennweite.

Tier-Naturfilme im TV:

Jede Woche sehen wir im TV Tier-Naturfilme die mit einem großen Zeit- und Arbeitsaufwand sowie mit viel Geld entstanden sind. Ein Naturfilmer berichtete in slashCAM:


"Ich bin Filmemacher spezialisiert auf Naturdokumentationen und Reportagen. Man unterschätzt den Aufwand der in einem Tier/Naturfilm steckt. Die letzten 3 Jahre habe ich mit einem bekannten Deutschen Naturfilmer einen 45 Minuten Film produziert. Zu zweit haben wir in den 3 Jahren fast ununterbrochen an diesem einen Projekt gearbeitet. Dabei kamen über 550 Stunden Rohmaterial zusammen. Alleine das Aussortieren und Ordnen hat zwei Monate gedauert. Darauf folgen dann in der Postproduktion noch 30 Tage Schnitt, 5 Tage Komponist, 1 Tag Geräuschmacher, 5 Tage Vertonung , Sprachaufnahme und Abmischung... "

Es handelte sich hierbei um den Fim: "Wildes Deutschland - Schwäbische Alb"

Serienaufnahmen:

Serienaufnahmen sind wichtig bei Wildlife-Aufnahmen - Vogel im Flug etwa, um den Bewegungsablauf festzuhalten.:

Wenn der mechanische Verschluss mit einer max. Auflösung (12.1M) aktiviert ist, werden High-Speed-Serienaufnahmen mit etwa 12 Bilder / Sek gemacht. Ist der elektronische Verschluss SH (Super-High-Speed-Modus) aktiviert, werden dagegen bis zu 60 B/s aufgenommen.

Makrofotografie- und Video-Makroaufnahmen:

Diesem zweiten Hobby-Thema werde ich künftig noch mehr Zeit widmen, inspiriert z.B. durch die Ergebnisse von Makro-Fotografen wie z.B. Arik Siegel der viele Aufnahmen mit der FZ150 und FZ200 machte mit Veröffentlichungen im Naturfotografen-Forum. Auf seiner HP findet man Anregungen durch seine PDF-Artikel  die er in verschiedenen Hochglantmagazinen veröffentlichte und dort auch die Vorteile von Bridgekameras für diese Einsatzbedingugen beschrieben hat.

Bereits die Vorgängerkamera LUMIX FZ200 haben insbesondere Makrofotografen sehr gerne wegen der großen erzielbaren Schärfentiefe und einer Lichstärke von f/2,8 für Motivfreistellungen verwendet.

Schärfentiefe

Man sieht in dieser Tabelle sehr schön, daß die Schärfentiefe bei offener Blende der Bridgekamera deutlich größer ausfällt als es mit dem APS-C Aufnahmesensor meiner ehemaligen Canon EOS 700D möglich war. Abhängig von der Aufnahmesensorgröße kann man sagen, daß die FZ300 mit Cropfaktor 5,5 schon bei der größten Blendenöffnung von F2,8 eine Schärfentiefe erreicht die MFT(Crop 2)- oder APS-C(Crop 1,6) Kameras erst bei F16 oder kleiner erzielen können. Bei diesen kleinen und kleinsten Blendenöffnungen wird die Bild-Videoschärfe allerdings durch die Beugungsunschärfe an der Blendenkante reduziert!

Eine große Schärfentiefe ist nicht nur bei Landschaftsaufnahmen, sondern auch bei Makroaufnahmen dienlich!

Freigestellte Gartenaufnahme:

Bewölkter Himmel mit sanfter morgentlicher Ausleuchtung,
verkleinert & komprimiert sowie etwas nachgearbeitet mit PhotoImpact X3. Originalaufnahme: 3:2, 4000 x 2672 (10,5M).

EDEN85-05062016

Aufnahme mit F2,8, ISO100, 1/640sec, 624 KB-Brennweite, Entfernung ca. 5,2m,
Freihandaufnahme, Freistellungen sind also nicht nur mit einer DSLR und APS-C-Aufnahmesensor machbar!

Garten

Freistellung aus ca. 4m Entfernung, Blende F2,8

Die blanke Panasonic DMC-FZ300 liefert mit dem 1 2/3" Aufnahmesonsor fantastische Tiefenschärfe für Makroaufnahmen.
Derartige Tiefenschärfe lässt sich im Bereich der Vollformat-Kameras nur mit Focus-Stacking erzielen: In diesem Fall muß man aber oft dutzende von deckungsgleichen Stativ-Aufnahmen durchführen und die Einzelaufnahmen mit einer Spezialsoftware dann zusammenführen.

Eine gute Nahaufnahme kann man wie folgt realisieren:

Ohne weiterem Zubehör vor der Frontlinse kann man Nahaufnahmen mit der FZ300 machen, man muß nur den Mindestabstand  zum Aufnahmeobjekt beachten. Der Mindestabstand wir auf dem Display angezeigt, wenn man den Schritt-Zoom seitlich am Objektiv betätigt.

Mindestabstand zum Aufnahmeobjekt bei Zoomverwendung:

25-70mm         = 0,3 m bis Unendlich
70-90mm         = 0,4 m bis Unendlich
90-135mm       = 0,6 m bis Unendlich
135-200mm     = 1,0 m bis Unendlich
200-600mm     = 2,0 m bis Unendlich

Jetzt läßt sich das Motiv sogar per AF fokusieren. Noch genauer kann man es im manuellen Fokusmodus mit der Drehwalze links am Objektiv scharf stellen z.B. mit zugeschalteten "Focus peaking" auf das Auge oder die Nase des 55mm hohen Keramik-Häschens. Im Videomodus wird dann das Häschen etwa 70% der Bildhöhe einnehmen was eine harmonische Position des Motivs im Bild erlaubt.

Aufnahmen über die Objektiv-Makrotaste:
Links im Objektivbereich der FZ300 gibt es die Makrotaste mit Einstellungen der Kamera auf "AF-Makro" und "Makro-Zoom".
Panasonic wirbt mit Makroaufnahmemöglichkeiten "AF-Makro" bis 1 cm Entfernung vom Objektiv, wobei dann der Zoomhebel auf "Wide" bis zum Anschlag gestellt werden soll. Das führt dann meist zur unerwünschten Lichtabschattungen durch die Kamera selbst wenn man die Gegenlichtblende abnimmt um den 1cm an das Motiv heranzurücken mit der Kamera. Wenig praktisch also diese Makro-Aufnahmemöglichkeit..
Der digitale "Makro-Zoom" arbeitet in einem Brennweitenbereich von 25-75mm als 3fach-Zoom. Damit kann man in einer Entfernung von 1mm bis unendlich arbeiten und das Motiv vergrößern, jedoch bringt es die digitale Vergrößerung mit sich, daß die Bildqualität digital beeinträchtigt wird.

Optisch beste Makroaufnahmen mit der Macroscoping Lens M-250 von Raynox:

Da die kameraeigene Makro-Schaltungen mich nicht befriedigen, setze ich lieber vor das Objektiv eine Close-up Makrolens - meist eine +3 Dioptrien starke achromatische Nahlinse - oder eine spezielle Macroskoping Lens von Raynox als Vorsatzoptik davor. Diese Maßnahme verkürzt die optische Naheinstellgrenze des Objektivs.

Mit der Macroscoping Lens M-250 von Raynox - den ich schon mit der Canon DSLR EOS 700D nutzte, mache ich das Leica Elmarit-Zoom zum optischen Super-Makro Objektiv. Die Linsenstärke beträgt + 8 Dioptrien. Die hochwertige Vorsatz-Optik besteht aus drei Linsen in zwei Gruppen.

Raynox M-250 Lens

Die Tulpen-Sonnenblende muß weg. Das Leica Elmarit hat ein Filtergewinde von 52mm, die Spreizbefestigung der Raynox-Lens ist für den Bereich von 52-67mm geeignet. Auf der Frontseite der Linse kann man noch einen Einstreulichtschutz mit M49 befestigen!

Der Objektabstand zu der Raynox-Lens muß immer ca. 10,9 cm betragen, fokusiert auf unendlich.
Der Effektivzoom ohne Vignetierung liegt zwischen 14 bis 24x. Ab etwa 70mm Brennweite kommt man aus der Vignetierung der Raynox-Lens heraus.

Röslein

Trübwetteraufnahme mit diffuser Ausleuchtung!
Aufnahme mit der Raynox-Lens, Das Röslein hat einen Durchmesser von nur 8mm und eine
Knospenhöhe von 11mm, größer ansehen über die RMT,

Der Abbildungsmaßstab wird dann durch die Brennweite festgelegt. Je mehr man zoomt, um so größer wird das Motiv abgebildet.

Macro-Raynox-FZ300

Mit der max. optischen Auflösung von 600mm im normalen Fotomodus kann man mit der Raynox-Lens Gegenstände im Durchmesser von 5,5mm im Maßstab 1:1 aufnehmen. Für Abstandjustierung verwende ich einen Macro-Einstellschlitten auf dem Stativ.

Makro 6mm

Bilddaten: JPEG, F4, 1/800sec, ISO 100, -1/3 Blende, KB-Brennweite 250mm, Bildstil Vivid, die Aufnahme liegt auch in RAW vor. Bild ist nicht farbkorrigiert, es ist stufig auf das Web-Format verkleinert und einen Step in PhotoImpact X3 deshalb nachgeschärft worden.

Sinnvoll wäre noch für mich  die zusätzliche Anschaffung der
Macroscoping Lens M-150 von Raynox, da dann der Abstand zum Objektiv ca. 21cm sein könnte bei größerer Schärfentiefe. Der optische Effektivzoom ohne Vignetierung liegt in diesem Fall zwischen 8x und 24x.

Die hier vorgestellten Linsen von Raynox sind etwas teurer, dafür bieten sie eine hervorragende Bildqualität und verhindern wirkungsvoll die chromatische Aberration, die bei billigen Nahlinsen meist vorhanden ist.

Ich verfüge zusätzlich noch über zwei recht gute Nizo-Nahlinsen aus meiner Super 8 -Filmerzeit und zwar über die NL2(zwei Dioptrien) und NL3(drei Dioptrien).

Nahaufnahmeaufbau ohne Zubehör:

FZ300 mit Raynox M-250

Aufbau für die Safran-Aufnahme auf
CULLMANN Travelpod 3090

Safron-Blüte

Aufgehender Safran-Blütenkelch


"Nahaufnahmen" kann man im Fotomodus auch noch ganz anders machen, jedoch ist ein Abstand zum Objekt von etwa 2m erforderlich um die größte Tele-Brennweite für die Aufnahme zu bekommen:

Ich wähle zunächst den M-Fotoaufnahmemodus, dann im Menü die "Bildgröße":
    • EXM 7M: max. Tele-Brennweite 1470mm
    • EXS 2,5M: max. Tele-Brennweite 2344mm
Grüne Heuschrecke

Freihand-Aufnahme in EXS 2,5M, ausreichend groß mit 2048 x 1536 Bildpunkten für HDTV-Präsentationen.
Die Heuschrecke hat eine Körperlänge von 2cm und sie hat eine "Stockhöhe" von 8mm.

Das oben abgebildete CULLMANN Travelpod 3090 kann man nicht nur als Kleinstativ für Makroaufnahmen einsetzen, sondern auch als Bruststativ in dem man die Stütze gegen das Brustbein ausklappt und dagegendrückt und gleichzeitig durch den elektronischen Sucher der FZ300 blickt und somit die Kamera noch mit der Stirn stabilisiert, außerdem kann man dann den Aufbau noch mit zwei Händen führen. Damit gelingen dann auch stabile Videoaufnahmen in UHD/FHD!

Für Outdooreinsätze - auch für Makroaufnahmen in Bodennähe und horizontale Videoschwenks - führe ich gerne das kompakte - nur 34cm Packmaß - Dreibeinstativ ACTIVE 110 von Peter Hadley mit: Klick!
Man kann das zusammengeschobene Dreibeinstativ mit gespreizten Beinen als Körperstativ bei Videoaufnahmen einsetzen in dem man den Kamera-Tragegurt um den Nacken legt. Schwenken am Körper ist dann ein Kinderspielt!

Oft reicht auch einfach ein kurzer Handgriff unter der Kamera mit dessen Hilfe es einfacher ist die Kamera ruhiger zu halten. Einen solchen Griff - siehe Bild weiter unten - kann man schnell mal in der Hosentasche ablegen.

Hintergründiges:

Ich bevorzuge einen aufgelösten Naturhintergrund bei der Nah- und Makroaufnahme.
Nicht immer steht aber ein geeigneter Hintergrund zu Verfügung. Zubehörhndler bieten hierfür farbige Hintergrundfolien an, z.B. Fotonovum Makrofreisteller ab. 6,99 Euro in der Größe 20x30cm oder für 9,99 Euro für die Größe 30x40cm. 
Dazu benötigt man dann noch einen Erdnagel mit Klemme. In der PDF-Datei von fotoespresso 3/2016 -
Klick! - auf Seite 34 findet man einen sehr interessanten Bericht "Ich habe eine Mattscheibe" von Rainer Gulbins und seine Erfahrungen in der Hintergrundanwendung.


Bildaufnahmen mit der FZ300:

Bildaufnahmen mit dieser Kamera zu realisieren ist einfacher als flüssig laufende Videoaufnahmen was man hier später im Kapitel [Videoaufnahme] sehen kann. Die 12 Megapixel reichen - vor allem im RAW-Bildformat - unter den meisten Einsatzbedingungen für die klassische Doppelseite in Magazinen oder Fotobüchern!

Ich fotografiere meist in dem Modus: A, M oder iA. Die beste Wahl ist M, weil man die volle Kontrolle über alle Belichtungsparameter behält. Im A-Modus hat man jederzeit die Möglichkeit die schnelle Möglichkeit die Blende frei zu wählen, entweder für Freistellungen auf F/2,8 oder für große Schärfentiefe auf F/8. 
Im Modus P verliert man bereits zuviel Gestaltungsmöglichkeiten zur Belichtungswahl. In diesem Modus kann man lediglich ISO mit i.ISO und Auto-ISO oder manuelle ISO-Wahl noch eingreifen.

Der fortgeschrittne Hobbyfotograf wird wohl meist den Aufnahmemodus M für Bildaufnahmen bevorzugen!

Seitenverhältnis meist in 3:2 was der Kleinbildkamera entspricht und auch dem Seitenverhältnis z.B. vom "HightEnd Photo Inkjet Paper" in 10x15cm auf welches ich Bilder drucke oder bei einem Fotodienst per Sofortbildautomat herstelle.

Holzkirchen

Gasthaus zur Holzmühle im Aalbachtal zwischen Uettingen und Holzkirchen gelegen
- größer ansehen mit RM -


Holzmühle

Im Gasthaus zur Holzmühle (größer ansehen mit RM)

Regen in Sommerhausen

Regen in Sommerhausen am Main

Kunst an der Hauswand

Kunst an der Hauswand in Sommerhausen (größer mit RMT) aus 4K(UHD) - Video

Feuerwehr

Die Flamme seines Lebens, gesehen in Thüngersheim bei Würzburg

Dreht man den Schärferegler in der Kamera zu hoch auf, zerstören wird möglicherweise feine Strukturen in bestimmten Frequenzbereichen, was besonders an Kanten sichtbar wird die z.B. eine weiße Umsäumung bekommen oder gar ausreißen. Weiter unten zeige ich ein Auflösungs-Testchart eines Foto-Digitalaufnahme ohne poröser Übergänge er Luminazauflösung in den flächigen Graubereich: Klick!


HDR-, RAW- und Panoramabilder
sind machbar, ebenso Einzelbildserien für Zeitraffervideos und Stop-Motion-Animationen kann man produzieren. RAW-Bilder können sogar in der Kamera "entwickelt" werden, wobei 12 Parameter änderbar sind. Man findet diese Option im Wiedergabe-Menü in dem Funktionspunkt "RAW-Verarbeitung". Man kann die RAW-Bearbeitung natürlich auch mit dem beiliegenden Programm SILKYPIX auf einem PC-Monitor durchführen.


JPEG/RAW - Bilder können bis zu einer Größe von 4000 x 3000 Bildpunkten in einer Entfernung von mindestens 1cm vom Objektiv aufgenommen werden.
RAW-Bilder enthalten mehr Strukturen und Farbinformationen als JPEG-Bilder.
Highspeed-Serienbelichtungen sind mit maximal 12B/s bei voller 12-Megapixel-Auflösung möglich. Eine Spezialität von Panasonic ist die „4K Foto-Option". Sie erlaubt es Fotografen, schnell bewegte oder unvorhersehbare Szenen einfach mit einer 4K-Serie bei 30B/s aufzunehmen, um daraus später das optimale Standbild vom entscheidenden Augenblick als 8-Megapixel-Foto zu speichern.

Für eine reaktionsschnelle Fokussierung sorgt ein Linearmotor-Fokussiersystem. Die beschleunigte, fast verzögerungsfreie Fokussierung basiert auf einem Hybrid-Kontrast-AF-System mit DFD (Depth From Defocus)-Technologie im Foto-Aufnahmemodus.

Weitere Infos vom mir auch hier Klick-1 und hier Klick-2

ISO-Testchart bei JPEG-Fotoaufnahme:

Ansehen bei IMAGING RESOURCE: Klick!

Mit der rechten Maustaste kann man sich das Testchart in 4000 x 3000 Bildpunkten ausschnittsweise auf dem Monitor ansehen. Quelle(auch mit RAW-Testchart: Klick!

Formatwahl:

Bildgröße

Fotografen profitieren aus einer 4K-Foto-Serie mit 30B/s die man mit der FZ300 zusätzlich machen kann und dann von dem entscheidenden Moment das beste Bild  als Foto in 8-Megapixel-Auflösungherausholen können. Man kann Motive so aufnehmen, daß sie weniger verschwommen sind in dem man z.B. eine Verschlußzeit von 1/1000 Sekunde oder kürzer wählt. Holt man sich aus dem 4K-Photostream per "PHOTOfunSTUDIO" ein Bild heraus, dann hat es ein 4:2:2 Subsampling.

Für die 4K-Photo-Funktion gibt es eine zusätzlich gedruckte Kurzanleitung für die Fototasche.

Interessant ist, daß die Nachrichtenagentur Reuters Fotojournalisten seit Ende 2015 anhält nur noch JPEG-Bilder anzuliefern. Der Grund sei, daß die  JPEG-Bilder authentischer und derart gut sind, daß heutzutage keine technische Notwendigkeit mehr besteht RAW-Aufnahmen anzuliefern, der Transport an die Agentur wird ferner deutlich beschleunigt, siehe: Klick-1 und Klick 2

Fokusierung bei Fotoaufnahmen und Zoom:

Ich verwende für die Scharfstellung von Fotomotiven meist die manuelle Fokusierung zusammen mit Peaking, der Fokusmodushebel steht auf MF. Soll es schneller gehen, dann fokusiere ich mit dem AF-AFS...

Wenn ich den AF-Fokus nutze, dann bevorzuge ich meist die Spot- oder 1-Feld-Messung gezielt auf ein ausgewähltes Motv angewendet. Die Opzion "DAUER" ist deaktviert, damit es nich zu pumpenden Störungen in den Aufnahmen kommt. Die Schärfentiefe der Kamera ist groß genug um auch Objektverschiebungen noch in dem Fokusbereich zu halten.

Die AF-Hilfslampe, als Unterstützung der Fokusierung bei Lowlight hilft nur bei Objekten mit einer max. Entfernung von 1,5m. Wirksam ist die Nutzung der Hilfslampe nur für Aufnahmeobjekte in der Mitte des Bildschirmes, die Gegenlichtblende muß dazu abgenommen werden!

Der optische Zoom kann im Bereich von 25-600mm bei Fotoaufnahme genutzt werden.


Der i.Zoom im Fotomodus vergrößert die Brennweite bis zum zweifachen des Original-Zooms bei Begrenzung der Bildqualität-Beeinträchtigung.
Der i.Zoom kann jedoch nicht für Aufnahme von RAW-Bildern aktiviert werden, bei einem größeren Brennweitenwunsch muß man Telekonverter verwenden!

Der Digitalzoom arbeitet verlustbehaftet, ich selbst nutze diesen deshalb nicht!


Werden Bildgrößen mit der Zusatzkennzeichnung "EX" gewählt(sh. S201 der BA), dann wird eine höhere Zoom-Vergrößerung möglich bis mit max. 46,9fach ohne Beeinträchtigung der Bildqualität!
 
Hyperfokale Fokusierung:
Im manuellen Fokusmodus kann man zusätzlich über das "Individualmenü" die MF-Anzeige zuschalten. Dreht man jetzt an der seitlich am Objektiv angebrachten Drehwalze, dann erscheint die MF-Anzeige auf dem Bildschirm. Man kann so überprüfen ob sich der Fokuspunkt in der Nähe oder in der Ferne befindet.

Schärfeverlagerung mit einem kleinen Aufnahmesensor?

Das geht auch unter folgenden Bedingungen:
        • Offene Blende F/2,8
        • Telebrennweite groß(im Beispiel ca. KB 280mm!)
Schärfe auf Tulpen fokusiert

Fokusierung auf die Tulpen

Schärfe auf die Kirschblüte

Fokusierung auf die Kirschblüten

Bildstabilisator:

Für Bildaufnahmen wählt man den Stabilisatormodus "Normal". Der Stabilisierungsmodus "Schwenken" und "E-Stabilisierung" setzt man für Videoaufnahmen ein.

Die Auswahl der Stabilisatorart ist auf Seite 199 der Bedienungsanleitung beschrieben!

i.Hand-Nachtaufnahme:

Diese Option ist nur aktiv bei dem Programm "iAutomatik(Fotosymbol iA auf Moduswahlrad)" und JPEG mit Kamera ohne Stativ!

Panoramafunktion:

Die gibt es bei der FZ300 natürlich, das Ergebnis fällt am besten bei einen Schwenk vom Stativ aus. Es wird eine maximale Größe von 8.176 x 1920 Pixel aufgenommen. In der Weit-Option hat die Bildhöhe 960 Pixel.

Panorama vom Balkon aus

Bild: erster Versuch vom Balkon aus...

Hier noch ein zweiter Veruch, diesmal als Freihandaufnahme - Blick auf Homberg(Efze) von Mühlhausen aus geschwenkt:

Homberg(Efze)

Mit der rechten Maustaste kann man dieses Panoramabild etwas größer ansehen (im Original 7776 x 1950 Pixel).

Es ist schon erstaunlich was man mit der FZ300 alles realisieren kann!


ND-Filter zur Abdunklung bei zuviel Licht:


Will man mit der optimalen Blende zwischen F2,8 und F4 Bilder Aufnahmen, kann es durchaus vorkommmen, daß selbst ISO100 nicht ausreicht um den Lichtüberschuss wegzunehmen. Dagegen hilft dann nur noch die Wahl eine sehr kurzen Verschlußzeit oder die Abdunklung per ND-Vario Filter. Ich verwende dafür:
ZOMEI Slim vario ND 2-400, es ist neutralgrau und verfärbt somit das Bild nicht.

Settings für Fotoaufnahme in 3:2(L):

Im Modus "S" (Zeitpriorität!) habe ich eine Verschlußzeit von 1/125 Sekunde voreingestellt um Verwacklungen bei Normalbrennweiten bis 60-80mm(kleinbildäquivalent) zu vermeiden. Fliegende Vögel benötigen deutlich kürzere Verschlußzeiten wie z.B. 1/1600 Sekunde.

Die Arbeitsblende kann bei Fotoaufnahmen zwischen F2,8 und F8 liegen.
ISO kann auf AUTO oder per Drehrad oben rechts auf 100 bis 6400 einstellen.
In der Fotopraxis kann man den Empfindlichkeitsbereich bis ISO 800 brauchbar einsetzen ab ISO 1600 nimmt die Qualität ab. Das ist identisch so bei der Lumix DMC-GH4 zum fast 4fachen Preis worüber Videoaktiv im Heft 4-2014 auf Seite 12 berichtete.

Die i.Auflösung steht bei mir auf "extendet" was bedeuten soll, daß verstärkt natürlich wirkende Bilder die mit hochauflösenden Eindruck aufgenommen werden sollen, siehe Seite 125 der Bedienungsanleitung. während  der Aufnahme von Videos oder 4K-Fotos ändert sich diese Einstellung automatisch auf "LOW".

Die FZ300 verfügt über sieben werkseitige Bildstile, Ein Bildstilplatz davon kann benutzerspezifisch angelegt werden. Einzelheiten siehe Bedienungsanleitung Seite 113/114.

Ich verwende zunächst den Bildstil "Standard" mit folgender Änderung: Schärfe habe ich für die ersten Tests auf +1 gestellt, die Rauschminderung auf -2. Dazu noch i.Auflösung auf "EXTENDET" gestellt und die Belichtungskorretur auf -1/3 EV.
Zusätzlich verwende ich im Foto-Aufnahmemodus: i-Auflösung auf "extendet".

Im Bildstil "Landschaft" wird die Bildtiefe etwas besser betont, auch das Grün ferner entfernt liegender Objekte(Wald z.B.) was die Fernsicht verbessert.

Diese Einstellungen sind kein Dogma sondern eine Frage des persönlichen Geschmacks!

Das ist sozusagen mein Schönwetter-Setting, weitere Tests/Erfahrungen in anderen Situationen schließen sich an...

Trübwetter-Aufnahme

Bildstil Standard, 1/100 sec, F/2,8, ISO 200, 34,5mm (KB=192mm), Trübwetteraufnahme



Safran an der Terasse

Safran blüht am 31.10.2015

Mit dem Bildaufnahmeergebnis bin ich zufrieden, klare Zeichnung in den Farben mit sauberer Farbtrennung, angenehm als Farbbild anzusehen, kein Cyan-Farbstich bei der Himmelwiedergabe was bei älteren Panasonic Videokameras oft zu sehen war!

Foto-Aufnahmetipp:

Wer sich am Anfang mit den Kamera-Settings schwer tut, dem empfehle ich für Tageslichtsituationen folgende Einstellung zu verwenden:

Bildstil: Standard, Modus-Wahlrad auf A,  Fokusmodushebel auf  Autofokus AFS/AFF oder AFC - Fokusmess- methode auf die Bildmitte konzentriert, Blende F4, ISO 100. Die Verschlußzeit sucht sich die Kamera automatisch. Die meisten Aufnahmen fallen damit sehr gut aus!

Werneck

Von Tauben besetzt, Zwiebelturm der von
Balthasar Neumann in den Jahren 1733 - 1745
erbauten
Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe in Werneck
(ISO100, F/4, 1/320sec, 624mm Brennweite)

Balthasar Neumann

Balthasar Neumann, Baumeister des Barock und Rokoko, 1687-1753
- Hinterleuchtete Bildkomposition im
Café und Bistro im Schloss Werneck -
Aufnahme F/2,8, 1/80 sec, ISO500

Silvester 2016

Silvester 2016 im Garten

Tipp: Foto-Bildschärfe:

Mit einem Auflösungs-Testchart von B.I.G. habe ich festgestellt, daß man z.B. im Bildstil "Standard" die Bildschärfe "S" am besten auf -2 bis -3 einstellt, dann wirken die Bilder zwar etwas weicher jedoch damit auch schöner. Die Konturen werden in diesem Fall ohne Kantenaufsteilung dargestellt!

Es gibt Kameranutzer die bei den Bildstilen alle Optionen auf Null stellen oder gar alles an Bildeinstellungen aus der Werkeinstellung herausdrehen. Wenn man das tut, bekommt man z.B. die Bildschärfe z.B. später im Bildnachbearbeitungsprogramm nicht mehr so sauber rein wie es die Kamera machen kann. Man mußt jede neue Kamera mit jedem neuen Objektiv hinsichtlich Schärfe, Kontrast und Farben erst mit Tetchartaufnahmen kalibrieren und schauen bei welcher Einstellung Du die max. Linienauflösung ohne Kantenaufsteilung und Kantenaurisse sowie ohne poröser Stellen am Übergang von den gerade noch aufgelösten Doppellinien zu dem Grauverlauf der nicht mehr unterscheidbaren Doppellinien noch erkennen und aufnehmen kannst. Dieser Übergang ist der entscheidende Punkt ob die Grauverlaufstelle dort schön aussieht oder nicht. Es gibt Testcharts dafür die man in 40x Objektiv- Normalbrennweite von 50mm(KB!) entfernt aufstellen muß bei der Aufnahme. Das Ergebnis hängt dann auch von der Ausleuchtungsstärke, Blende und ISO ab. Dieses profimäßig klingende "ich drehe alles raus" ist falsch, und führt so niemals zu optimalen Aufnahmeergebnissen!


4K-Photo-Funktion

Eine neue Welt der Fotografie öffnet die Möglichkeit dieser neuen Funktion. Man kann nun den interessantesten Moment aus einer Reihe von Aufnahmen mit einer Verschlußzeit von z.B. 1/1000 Sekunde oder kürzer von sich schnell bewegenden Motive in der interessantesten Bewegungsphase realisieren. Das ist überhaupt nicht zu vergleichen mit Videoframes die man aus der "normalen" 4K-Videoaufnahme bei 1/50 Sekunde macht!



Mit der 4K-Photo-Funktion werden 30 Bilder pro Sekunde aufgenommen und in eine MP4-Videodatei gespeichert, verwendet wird hierfür der elektronische Verschluß. Bei Kunstlicht muß eine Verschlußzeit als vielfaches Ganzes der Netzfrequenz verwendet werden!

Durch die "Hintertür" sozusagen liefert die FZ300 auch 30p-Videos, die max. Aufnahmezeit wird mit max. 29 Minuten und 59 Sekunden angegeben, siehe Seite 165 der Bedienungsanleitung!

Die 4K-Photo-Funktion bereichert die normale Serienaufnahmefunktion der Kamera. Nur mit dieser Funktion bekommt man Bilder von bestimmten Momenten serviert die man eigentlich garnicht wahrgenommen hat, die jedoch von der Kamera aufgenommen worden sind. Die interessantesten Momente kann ma als JPEG-Bild schon in der Kamera auswählen und auch dort auf die Speicherkarte ablegen.

Es stehen drei verschiedene 4K-Bildaufnahmefunktionen zu Verfügung:
  • 4K-Serienaufnahmen mit festgehaltenen Fotoauslöser
  • 4K-Serienaufnahmen per Start/Stop  über den Fotoauslöser, Tonaufnahme ist möglich (nicht jedoch per Kamera abhörbar!).
  • 4K-Pre-Burst, wobei die Aufnahme etwa 1 Sekunde schon vor und nach der Betätigung de Fotoauslösers erfolgt, größter Stromverbrauch hierbei!
Erläuterungen von Panasonic zu den drei 4K-Foto-Aufnahmemodis: Klick!

Noch eine Demonstration: Klick!

4K-Fotos bei Fotocommunity: Klick!

Je mehr man die FZ300 besser kennenlernt um so mehr brauchbare Möglichkeiten für eine kreative Beschäftigung damit erschliessen sich einem.

Die Nachbearbeitung der mit diese speziellen Aufnahmefunktion - über die nicht viele Kameras verfügen - muß man nicht unbedingt in Bildnachbearbeitungsprogrammen durchführen, es geht auch mit einem Videoschnittprogramm wie EDIUS Pro 8 von wo aus man besondere Momente aus der 30p-MP4-Videodatei "schießen" kann als BMP-Datei. Ich Verfüge in diesem Videoschnittprogramm über das Plug-in NeatVideo Pro V4 mit dem man auch 1. Klasse Entrauschen und eine Smart-Nachschärfung durchführen kann die nicht die Entrauschung angreift!

Neue Funktion: Post Fokus für Effekte mit der Schärfentiefe

Am 25. November 2015 schob Panasonic das versprochene Firmware-Update Version 2.0 mit der zusätzlichen Post-Fokus-Funktion nach.
Die Post-Fokus-Funktion ist am besten für nicht-bewegende Motive, wie Makro, Porträts oder Landschaften einsetzbar, und ist ideal für Bildaufnahmen mit großer Blendenöffnung verwendbar, um dramatisch geringe Schärfentiefe-Effekte zu produzieren. Eine PDF-Datei mit Zusatzbeschreibung als Ergänzung der bisherigen Bedienungsanleitung wird mit dem Download mitgeliefert. Die Installationsanleitung bekommt man auf der Download-HP(in Englischer Sprache) erst zu sehen, wenn man dem "Licence Agreement" zugestimmt hat.
Ab Step 3 wird beschrieben wie die SD Memory Card vorzubereiten ist und wohin die expandierte Datei "FZ300V29.bin" zu kopieren ist.

Wichtig:
Vor dem Aufspielen den Akku vollständig aufladen, sonst verweigert das Update seinen Dienst!


Ab Step 4 wird beschrieben wie der weitere Installationsvorgang verläuft.

Die neue Funktion wird in das "Rec" - Menü Register 3 eingebettet.

Nun muß die neue Funktion nur noch auf Sinnhaftigkeit getestet werden...

Die neue Funktion "Post Focus" hat Panasonic per Firmware-Update nachgerüstet. Damit nimmt man ein kurzes 4K-Video mit 30Bildern pro Sekunde im MP4-Format mit 3840 x 2160 Pixeln - im Gegensatz zu dem vollen 12-Megapixel-Bild in normaler Aufnahme - im Fotomodus auf, bei dem die Kamera den Fokusbereich von Nah bis Fern durchfährt. Der mit dem Fokus erfaßter Bildbereich bezieht sich nicht auf den gesamten Bildschirm, sondern einen Teil davon. Der Shutter schaltet auf den elektronischen Verschluß um mit einer Mindestgeschwindigkeit von 1/30 Sekunde. Unsicher ist noch ob der Bildstabilisator in diesem Fall automatisch aktiviert ist. Man kann nun im Wiedergabemodus der MP4-Datei per Fingertip auf dem Kameramonitor den Punkt markieren vom dem man ein Foto in JPEG abspeichern möchte.

Ein RAW-Bild wäre besser, daß ist aber in dieser Geschwindigkeit (30 Bilder/Sekunde) derzeit technisch nicht möglich.

Nun zu meinem Tischszenenaufbau:

PostFokus

Post-Fokus

Beispiel einer Schärfeverlagerung mit dem Post-Fokus

Wenn man die Schärfeverlagerung vom Stativ aus macht, kann man später eine schöne Videoüberblendung daraus machen!

Mehr hat das FW-Update V2.0 gegenüber dem Auslieferungszustand V1.0 an der FZ100 nicht verändert.


Graham Hougthon hat den Umgang mit dem Post-Fokus untersucht und hier im Video sehr schön erklärt: Klick
Er hat nachgewiesen, daß man auch einige Nachteile bei dieser Aufnahmemethode hinnehmen muß, wie:

  • Die Bilddgröße mit Post-Folus beträgt nur 3328x2496 im Seitenverhältnis 4:3 im Gegensatz zu 4000 x 3000 mit der vollen 12-Megapixel-Auflösung im normalen Fotomodus
  • Die längst mögliche Verschlußgeschwindigkeit liegt bei 1/30 sec  was  bei schwachen Lichtverhältnisse  zu mehr Rauschen führen kann als  bei der Standard-Fotoaufnahme
  • Die erzielbare Schärfentiefe wird geringer
Panasonic verschweigt diese Nachteile offensichtlich aus Marketinggründen!

Panasonic-D über den Post-Fokus:
Klick!
Panasonic Download-Service: Klick!
Video-Demonstration der neuen Funktion: Klick!
Video-Einführung in die Arbeit mit dem Post-Fokus: Klick!


In einem Beitrag vom 30.10.2015 bewertet "DIE WELT" die Fotoleistung der FZ300:

Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage einer Aufnahmeserie von 15 Bildern..., bitte den Text unter den Bildern lesen!

Bitte hier ansehen: Klick!



Videografen Videoaufnahmen mit der FZ300:


Die DMC-FZ300 verfügt über viele professionelle Funktionen der teureren Kameras von Panasonic, wie FZ1000, G70 und GH4. Neben FHD-Aufnahmen in 1920x1080 mit einer Bildrate von 24p, 25p, 50p und 50i können auch UHD-Aufnahmen in 3840 x 2160 mit einer Bildrate von 24- und 25p aufgenommen werden. Mit einem Trick funktioniert auch die 30p-Aufnahme bei UHD-Video, dazu aber noch später etwas mehr.

Gleich vorweg für die Videografen:
Man kann in der Moduswahlschalterposition auf dem Kamera-Oberdeck auf Kreativ-Filme Modus Videofilmen, auch aber in den Positionen M-P-A-S.  Man kann allerdings ausschließlich  nur im Kreativ-Filme Aufnahme-Modus das Cinema-like Dynamisch und Cinema-like Video nutzen und selbst konfigurieren. Wer also ein Kinolook-Liebhaber ist, der wird im Kreative-Filmen Modus Videofilmen und zwar in UHD-24p und editieren in einer DHD-Timeline wegen der erweiterten Videoschnittmöglichkeiten z.B. auch nach Motivinhalt und nicht nur nach der Cliplaufzeit sowie mit Abspielvorteilen von der Bluray aus. Die Bildratenkonvertierung von 24p auf DVD-25p bereitet hierbei keine besonderen Probleme wenn man mal eine DVD benötigen sollte. Die 24p von der Bluray aus werden flüssiger abgespielt als 25p vom HDTV-Player!

Zu einer Videokamera wird die FZ300 erst wenn man den ND-Videofiltervorsatz vor das Objektiv vorschraubt um die Belichtung so einpegeln zu können, damit mit einer Shutterzeit von 1/50 Sekunde - 180 Grad Shutter-Regel für Tageslicht-Filmaufnahmen - Videoszenen aufgenommen werden können!

Ich versetze im Falle von UHD-Videoaufnahmen die Kamera wie folgt in Aufnahmebereitschaft:

Tageslicht:      25p, Shutterzeit 1/50 sec, Blende/ISO manuel angepaßt
Schwachlicht: 25p, Shutterzeit 1/25 sec, Blende 2,8, ISO manuel angepaßt

je nach Situation wähle ich vor Ort weitere Settings, die ich weiter unten beschreibe.


Erste Test-Videoaufnahmen in der Natur:



Aufnahmen bei Trübwetter ohne ND-Filtervorsatz

Bitte vollauflösend über den ganzen Bildschirm(1920x1080p-25) abspielen, ansonsten
werden möglicherweise die Garagentore meines Nachbarn mir gegenüber nicht moiré-frei dargestellt.


Aufnahmen bei wechselhaften Wetter mit ND-Filtervorsatz

Hinweise:

Bei einer szenenweisen UHD-Aufnahmeist es bisher nicht vorgekommen, daß wegen Überhitzung die Aufnahme gestoppt worden wäre. Durchgehend können Szenenlängen von max. ca. 30 Minuten aufgenommen werden, ebenfalls ohne Überhitzung. Die Zeitlimitierung resultiert aus zollrechtlichen Gründen, die Kamera soll nicht als Videorecorder genutzt werden dürfen!

Bei Videoaufnahmen stehen der ganze Zoombereich mit einer abschaltbaren weichen 5-Stufen-Zoom-Funktion und der effektive 5-Achsen-Hybrid-OIS+ mit Live-View
zur Verfügung. Er gleicht Verwacklungen in praktisch alle Richtungen bei Aufnahmen aus freier Hand aus. Dank einer Highspeed-Video-Funktion sind Zeitlupenaufnahmen schnell bewegter Motive mit 100B/s zumindest in HD möglich. Auch Zeitraffer-Funktion und Stop-Motion- Animation sind verfügbar.

Für die UHD-Aufnahmen wird der AVC/H.264 Codec in der Kamera verwendet mit einer max. Bitrate von 100 Mbit/s. Zum Glück kann meine Videoschnittausrüstung dieses Videomaterial noch mit einer Videospur mit einer PIP Videospur darauf mit der RAM-Vorschau in EDIUS Pro 8 noch flüssig abspielen. Das richtige Videomaterial also, hätte ich mich für eine Samsung Kamera eingelassen, dann hätte mein alter Videoschnitt-PC das Nativ-Kameramaterial in H.265 nicht mehr geknackt, eine Formatumwandlung des Kameramaterials in einen anderen leicht zu bearbeitenden Codec wäre dann notwendig geworden!

Formatwahl:

Videogröße

MP4 hat die höhere Datenrate anzubieten. Nachrichtensendungen haben z.B. eine Mindestforderung von 35 Megabit pro Sekunde. AVCHD hat dagegen noch Vorteile in der Kompatibilität zu BD-Playern.
MP4 ist anwenderfreundlicher da Ton und alle erforderlichen Metadateien in einer Datei verpackt werden. Bei AVCHD kommt ein ganzer Haufen vermeintlich leerer Ordner mit welche die Schnittprogramme für die Verarbeitung von AVCHD-Daten benötigen.

Meine Standardaufnahmeformate werden sein (aus dem MP4-Container, Audio AAC/2 Kanäle):

      • 4K/100M/24/30p, für Aufnahmen in der Totale, Ausschnitte, Kamerafahrten und PAN/ZOOM darauf im FHD-Video
      • FHD/28M/60p wenn bessere Bewegungsauflösung erforderlich ist, wenn eine 5-Axen-Stabilisierung nötig ist und für nachträglich generierte synthetische Super Slomotion(Klick!)
      • HD/17M/100p für Zeitlupenaufnahmen in Echtzeit
Die richtige Verschlußzeit per ND-Filter halten:

Eines der ersten Dinge, die man als Filmemacher lernt, ist die 180° -Shutterregel als Kameraverschlusszeit zu verwenden, nach der man immer eine Verschlusszeit verwenden soll, die gleich der reziproken Zahl der Bildrate beträgt um einen reibungslosen Bewegungsablauf zu erzielen(z.B. 1/50s bei Aufnahme in 25p). Damit Videos geschmeidig abgespielt werden können, ist vor der Aufnahme die korrekte Verschlußzeit einzustellen. Mit dem ND-Filter bekommt man mehr Gestaltungsfreiheit bei der Blendenwahl!

Video-Verschlußzeit

Quelle: c't Digitale Fotografie 01/2015

Ist die Verschlußzeit zu kurz, werden die Räume zwischen den einzelnen Frames zu groß, was die Gehirnverschmelzung der Frames in uns als rucklige Wiedergabe wahrnimmt. Insbesondere Fotografen müssen in dieser Hinsicht umlernen wollen statt auf rucklige Videowiedergabe zu schimpfen!

Die obige Shutter-Regel gilt natürlich nur für Bewegungsaufnahmen!

Warum ruckelt es?

Belichtungszeit

Entspricht die Belichtungszeit dem Kehrwert der Framerate, dann wird ein Video ohne Lücken in Bezug auf die Bewegungsinformation aufgezeichnet. Je kürzer die Verschlußzeit wird, desto größer werden die Bewegungslücken und desto ruckelige und  unharmonischer erscheinen die Bewegungen.

Filmt man in Moduswahlschalterposition M,S,A oder P, kann man per "Flimmer-Red." die Verschlusszeit auf konstante 1/50 Sekunde festsetzen. Steht der Moduswahlschalter auf "Filmkamera", dann geht das nicht!

Wer sich nicht an die Shutter-180-Regel für Videofilmer hält, der bekommt dann die großen Ruckel-Lücken zwischen den zu kurz belichteten Einzeframes des Videos, weil die Wischbewegung bei den Aufnahmen fehlt, der Bewegungs- ablauf des Videos erfolgt stroboskopartig...
 
Heutige TV-Geräte können in diese Lücken zwischen den aufgenommenen Frames Zwischenframes einrechnen. Dafür sind spezielle Schaltungen in den Menüs des TV-Geräte zu finden. Bei meinem Samsung-HDTV nennt sich die Schaltungsfunktion:
"Clear Motion Rate" - CMR-200Hz. Wie gut das funktioniert muß jeder Anwender für sich selbst herausfinden.

Anmerkung: Je höher die Frameraten sind, um so irrelevanter werden die beschriebenen Effekte bei zu kurzen Shutterzeiten. Wer mit 50fps in FHD filmt, wird vermutlich zwischen langen oder kurzen Shutterzeiten kaum einen Unterschied mehr feststellen. Die einzelnen Frames haben dann kaum Bewegungsunschärfe und der Abspielvorgang wirkt aufgrund der Vielzahl der Frames dann schärfer und flüssiger.

The History of Frame Rate for Film: Klick!
Belichtungszeit beim Film - VideoBrain: Klick!

Video-Setting:

Diese Kamera mit dem kleinen MOS-Aufnahmesensor 1/2.3" und dem lichtstarken LEICA-Zoomobjektiv  mit durchgängig offener Blende 2,8 über den gesamten Brennweitenbereich von 25-600mm KB-Brennweite.
Diese Bridgekamera hat die meisten Aufnahme-Settings von der Panasonic Systemkamera DMC-GH4 "geerbt". Bis zur größten Brennweite dunkelt hier also nichts ab!

Für das UHD-Filmen in 24 oder 30p benutze ich die Moduswahlradstellung in "Kreative Filme-Modus" - Position.
In diesem Fall bietet die Kamera per Taste DISP nach dem vierten Tastendruck das Einstellmenü für die Belichtungswahl auf dem Monitor-Display an.

Display

Betätigt man auf dem Touchscreen jetzt das Filmkamerasymbol links oben, dann werden die folgenden vier verschiedenen Belichtungseinstellungen für das Videofilmen angeboten.

P
A
S
M

Im "Kreativ Filme Modus" funktioniert das mit Blendenwerten von 2,8 bis 11.

Blendeneinstellung: 2,8-3,2-3,5-4,0-4,5-5,0-5,6-6,5-7,1-8,0-9-10-11, jeweils um 1/3 EV Abstufung!

Fast alle dokumentarischen Filme werden von mir mit der Framerate 30p aufgenommen, die Verschlusszeit beträgt  1/(30 x 2) = 1/60 Sekunden um eine flüssige Wiedergabe  auch bei Schwenks oder Objektbewegungen quer zur Kamera ohne Zuschaltung von "Verbesserungsschaltungen" am Wiedergabegerät zu garantieren. Aus den Rohvideos mache ich FHD-Blurays in 60i, die zwar aus zwei Halbbildern entstehen, aber ohne dem seitlichen Bildversatz wie das früher bei Interlaced-Videos mit Kammstrukturen der Fall war. Auf dem TV-Display sieht man dann ein Progressivbild. Bei mehr oder weniger statischer Motivlage darf auch mit kürzeren Verschlußzeiten aufgenommen werden.
Kunstlichtquellen gibt es mit vielen unterschiedlichen Frequenzen bei der riesigenVielzahl der heute verfügbaren Leuchtmittel. Es kann dabei zu einer flackernden(Lichtflackern!) Videoaufnahme kommen. Um das zu verhindern, muß man per Monitor-Display sich das Livebild genau ansehen ob die Ausleuchtung am Aufnahmeort flackert.
Die Wiedergabe des Livebildes auf dem Kamera-Display selbst erfolgt bei  den Consumer-Kameras meist in 30p. Wenn man also das Display genau beobachtet, sieht man sehr wohl ob ein flackerndes Videobild dort ankommt oder nicht bei 1/60 Sekunde Verschlusszeit. Es kommt manchmal auch auf die Position der Kamera zu der Lichtquelle an. Um nun das Lichtflackern zu unterbinden, verstellt man im Aufnahmemodus "S" mit dem Einstellrad rechts oben die Verschlusszeit bis das Lichtflackern auf dem Display unsichtbar wird und filmt jetzt damit die Szene ohne Kunstlichtflackern!

Über die DISP.-Taste bekommt man einen schnellen Zugriff auf die Monitoranzeige mit den aktuellen Kamera-Settings, ebenso über die Fn3-Taste(Q.MENU), in beiden Fällen kann man das Kamera-Setting ändern.

Kamerasetting für meine UHD-Videoaufnahmen:

  1. Schnelle und unkomplizierte Videoaufnahmebereitschaft für Tagesaufnahmen
    • Kreative Filme-Modus "S-Blendenautomatik", UHD-30p
    • Bildstil z.B. Neutral "out of the box"
    • Verschlusszeit manuell einstellbar: 1/(Framerate x 2) = 1/60 Sekunde
    • Auto ISO einstellbar, jedoch dann max. ISO Wert auf z.B. 400(max. 800) begrenzen
    • Blende wird automatisch hinzugewählt im Bereich von 2,8 - 11
    • Belichtungsausgleich auf -1/3 bis -1/2 EV
    • Belichtungsmessmethode mit Mittenbetonung
    • Ein ND8-Filter als Lichtschlucker vor der Objektivlinse an sonnigen Tagen. Bei Sonnenhöchtständen kann es sein, dass man zwei ND8 aufsetzen muss, an Tagen mit bedeckten Himmel, auch bei Trübwetter geht es meist ohne ND-Filter. Eine Übersicht guter Festwert-Graufilter gibt es hier: Klick!
    • Push-AF(ein Feld) und Aufnahme auslösen
Bis auf die Motiv-Ausschnittswahl per Motorzoom und den Push-AF ist alles in der Kamera voreingestellt, die wichtige Bewegtbilder-Verschlusszeit kann festgesetzt werden, die Kameraaufnahme ist sehr schnell aufnahmebereit!
  1. Die Entdeckung der Langsamkeit im M-Aufnahmemodus mit voller Setting-Kontrolle
    • Kreative Filme-Modus "M", UHD-30p
    • Bildstil z.B. Neutral "out of the box" wählen
    • Verschlusszeit manuell einstellbar: 1/(Framerate x 2) = 1/60 Sekunde
    • ISO manuell einstellen
    • Blende manuell einstellen im Bereich von 2,8 - 11
    • Mit der "Zebrafunktion" per Individualeinstellung wird bei Einstellung auf 105% angezeigt wo überbelichtete Stellen ohne Bildinhalt vorhanden und die zu meiden sind
    • Mit der "Histogrammeinblendung" per Individualeinstellung wird die Belichtung so eingepegelt, daß sich die Tonwerte möglichst mittig und nicht an den Seiten häufen
    • ND-Vario als Lichtschlucker je nach Bedarf einstellen: Es macht in diesen Aufnahmemodus Sinn mit einem Vario-Graufilter zu arbeiten, da man auf dem Display nach Aktivierung alle Anzeigen für Blende, Verschlusszeit, Belichtung und ISO angezeigt bekommt und die vermeintlich beste Kombination festlegen kann und den Belichtungsabgleich dann an der Drehfassung des Vario-Filters durchführt. Gute gleichmäßige Grauwerte lassen sich selbst bei hochwertigen Vario-Filtern nur bis zu einem Belichtungsfaktor von 5-6 Blendenstufen erzielen. Vario-Filter können bei größeren Brennweiten - in meinem Fall bis 648mm - im preisgünstigen Bereich oft unscharfe und farbstichige sowie fleckige Aufnahmen liefern, siehe hier: Klick!
    • Der "M" - Filmer bevorzugt es auch die Schärfe manuell einzustellen(Knebelschalter auf MF), zur Kontrolle wird "Fokus peaking" mit MF-Lupenunterstützung in den Individualeinstellungen aktiviert
Aufnahmekontrolle

Bis im manuellen Aufnahmemodus alle hier genannten Parameter korrekt eingestellt sind ist die aktuelle Livebildsituation möglicherweise aufgrund der dafür benötigen Zeit möglicherweise schon vorbei...

  1. Videos im Filmlook aufnehmen und im NLE final entwickeln für besondere Filmprojekte
    • Kreative Filme-Modus nach 1 wird von mir bevorzugt
    • Ein sehr wichtiges Stilmittel des Filmlooks ist die Freistellung von anvisierten Objekten vor dem Hintergrund. Das geht mit dem kleinen Aufnahmesensor mit großer Schärfentiefe nur sehr bedingt. Man filmt in diesem Fall mit einer sehr großen Brennweite bei einem Motivabstand von mindestens 5 Metern und setzt die Blende manuell auf f/2.8 fest. Um auch näher liegende anvisierte Objekte freizustellen muß man passende Nahlinsen einsetzen.
    • Bildstil Cinema-like Dynamisch(die Eingangsdynamik des Aufnhamesensors mit höherer Quantisierung beträgt hierbei konstant 10 EV im Bereich von ISO 100-800) mit Bildstilparametern zur Entsättigung(Kontrast 0, Bildschärfe -5, Bildrauschen NR -3, Farbsättigung -5) und S-Gammakurve mit Helligkeitsverteilung (Highlight -2 und Shadow +2) für die Erfassung von mehr Details in den hellen und dunklen Bildbereichen.
    • Verschlusszeit: 24 fps wie bei Kinofilm, 100% kompatibel zu Kino-Bluray!
    • Weitere Kamerrasettings wie oben beschrieben
    • Video-Entwicklung im NLE: Kinofilm-Colorgrading zur Erzeugung von emotionalen Farbstimmungen mit primärer Farbkorrektur manuell oder mit LUTs durchführen, temporäre Farb-Maskierung mit sekundärer Farbkorrektur
  1. Die Zeitautomatik mit festgesetzter Blende im Aufnhamemodus "A"
    • Kreative Filme-Modus "A-Zeitautomatik", UHD-30p
    • Bildstil z.B. Neutral "out of the box"
    • Die Verschlusszeit wird automatisch zugewählt
    • Auto ISO einstellbar, jedoch max. ISO Wert auf z.B. 400(max. 800) begrenzen
    • Blende wird manuell eingestellt, z.B. auf f/2,8 um Objekte vor einem unscharfen Hintergrund freizustellen. Man filmt in diesem Fall mit einer sehr großen Brennweite bei einem Motivabstand von mindestens 5 Metern und setzt die Blende manuell auf f/2.8 fest. Um auch näher liegende anvisierte Objekte freizustellen muß man passende Nahlinsen einsetzen.
    • Belichtungsausgleich auf -1/3 bis -1/2 EV
    • Belichtungsmessmethode mit Mittenbetonung
    • ND8-Filteranwendung wie in Punkt 1
    • Push-AF(ein Feld) und Aufnahme auslösen
  1. Programmgesteuerte Belichtungsautomatik für schnelle Videoschnappschüsse mit optimaler Belichtung

    • Kreative Filme-Modus "P-Blenden und Teitautomatik", UHD-30p
    • Bildstil z.B.Neutral "out of the box"
    • Verschlusszeit wird von der Programmautomatik gewählt, ebenso die Blende
    • Auto ISO einstellbar, jedoch max. ISO Wert auf z.B. 400(max. 800) begrenzen
    • Belichtungsausgleich auf -1/3 bis -1/2 EV
    • Belichtungsmessmethode mit Mittenbetonung
    • ND8-Filteranwendung wie in Punkt 1
    • Push-AF(ein Feld) und Aufnahme auslösen
Insbesondere auf die Verschlusszeit nach der 180° Schutterregel für Filmaufnahmen hat man in diesem Aufnahmemodus keinen Einfluss. Gegebenenfalls muss man mit dem Nachteil einer shutternden(ruckelnden) Videowiedergabe rechnen bei zu kurzen Verschlusszeiten, weil die Bewegungsaufnahme viel zu scharfe Bildkanten erfasst die eine Folge von Bewegtbildern nicht flüssig abgespielt in der menschlichen Wahrnehmung aussehen lässt.

  1. Szenen-Guide-Modus auf dem Modus-Wahlrad(SCN):

Die Kamera bietet eine fantastische Auswahl von Szenen an die sich für bestimmte Aufnahmebedingungen bzw. ein bestimmtes Motiv gut eignen können und setzt damit die Aufnahmedaten für Blende und Verschlusszeit der Kamera fest. Man kann eine Programmverschiebung der Kombination Blende/Verschlusszeit mit dem Einstellrad rechts oben durchführen, wenn man davor den Fotoauslöser halb betätigt hat. Vor allem bei Nachtaufnahmen wird der Einsatz eines Stativs empfohlen, ebenso die Auslösung per Selbstauslöser oder Smartphone-App. Einzelheiten dazu siehe Seite 96 der Bedienungsanleitung.

Schwachlichtaufnahmen im Szenenmodus :

Unabhängig von meinen eigenen Tests, findet man z.B. Schwachlichttest mit der FZ300/330 auch YouTube: Klick!

Ich selbst gehe hier wie folgt vor:

Modusschalter auf SCN umgestellen und z.B. SCN-14 als Szenenmodus für eine Videoaufnahme auswählen.. SCN-14 begrenzt die Restlicht-Verstärkung von selbst, das Video  wird angenehm dunkel und rauschfrei, nur die Lichter erstrahlen perfekt.



Adventskerzen aufgenommen per Programm SCN-14.

Stresstest mit meiner eigenen UHD-Videoaufnahme in der Nacht:

UHD-ISO2500

Screenshot einer UHD-Aufnahme eines weit entfernten Motives(700m bis zu der Brücke) in der Nacht, aufgenommen mit 648mm Brennweite, ISO 2500, F/2,8 und 1/25sec Bildwiederholrate. Auf den dunklen Stellen sieht man im Original kein Bildrauschen, auf den helleren Stellen ist feinkörnig flimmerndes Rauschen vorhanden. Die Hausfassade mit dem vierteiligen Fenster eines Malereizubehör-Betriebes ist noch etwa 200m weiter von der Kamera entfernt als das Brückengeländer.

1:1 - Videoausschnitte aus der obigen nächtlichen UHD-Videoszene:

originalneatvideoGeländer
Original -BildrauchenNeat Video ProGeländer nach Entrauschung

Wie man hier sieht, die am stärksten rauschende/flimmernde Motivstelle wird mit Neat Video Pro sehr gut entrauscht. Am Brückengeländer sieht man noch eine gute Geländer-Auflösung trotz Entrauschung. Immerhin, das Brückengeländer ist etwa 700 m weit vom Kamerastandpunkt entfernt. Die UHD-Videoaufnahme ist mit einer KB-äquivalenten Brennweite von 648mm entstanden. Bei geringeren Brennweiten fällt das Ergebnis noch besser aus, auch wenn man UHD-Material in FHD-Videoprojekten verarbeitet. Durch die Skalierung verschwinden ja ebenfalls noch Rauschpixel was eine alte Wahrheit  ist. Nimmt man die im oberen YT-Video verwendete Obergrenze mit ISO 800 für Schwachlichtaufnahmen an, kann man dagegen im Szenenmodus SCN14 durchaus den dreifachen Wert, also ISO 2400 zulassen. In einer ISO-Reihe von 100, 200, 400, 800, 1600, (3200) verdoppelt sich jeweils die Lichtempfindlichkeit der Kamera, wobei mit der FZ300 die Aufnahme mit ISO 3200 nicht mehr brauchbar wäre, ISO 2400 dagegen schon wie in meinem Testbeispiel gezeigt. Mehr Information zu der Belichtung findet man hier: Klick!

Den max. ISO Wert an der FZ300 kann man begrenzen, allerdings ist der Wer ISO 2400 ein nicht einstellbarer Grenzwert, man kann entweder auf 1600 oder 3200 die Einstellung vornehmen. Für die manuelle Video-/Fotoaufnahmen habe ich die Einstellung der Begrenzung auf 1600 vorgenommen. Im Szenenmodus wirkt die Begrenzung nicht, hier muß man einfach aufpassen, dass man ISO 2400 nicht überschreitet. Nach Ausrichtung der Kamera auf das Motiv und Wahl des Motvausschnittes per Brennweiteneinstellung tippt man kurz auf den Fotoauslöser und die erforderliche ISO-Zahl wird einem auf dem Display angezeigt, wobei wir der Wert 2400 nicht zu sehen ist, jedoch 2500 und ab hier spätestens sollten wir keine Aufnahmen mehr machen ohne Zusatzbeleuchtung. Mit Neat Video Pro läßt sich das Rauschen mit einer Qualität von 69% automatisch in meinem eigenen Beispiel entfernen ohne daß die Bildschärfe besonders in Mitleidenschaft gezogen wird. Man kann also die Kamera bedenkenlos auch bei abendlichen Ausflügen mitnehmen und im Schwachlichtsaufnahmen -Modus SCN14 in UHD Videos unter Beachtung der Systemgrenzen aufnehmen!

In Videoaktiv 4/2016 sind von der Testredaktion die Klassen-Besten Kameras zusammengestellt worden für Profi-Anwender, Prosumer und Consumer. Die Panasonic DMC FZ-300 als Foto-Filmkamera zählt zu den besten Consumer-Kameras für das Amateurvideo-Lager!

Vergleichen wir mal die Schwachlitaufnahmestärke einiger Kameras im VA-Test bei 30 Lux Szenenausleuchtung:


Je niedriger die Zahl um so besser das Rauschverhalten der Kamera.

Fazit aus dem Schwachlichttest:

Es lohnt sich genauer hinzuschauen, nicht die teuerste Kamera in dieser Aufstellung nimmt das beste Schwachlichtvideo auf!
  1. Macht es Sinn ein FHD-Video 1920x1080-50p aufzunehmen?

    Das macht eigentlich wenig Sinn, weil das per EDIUS Pro 9.xx downskalierte UHD-Video 3840x2160-25p in einem FHD-Projekt eindeutig das bessere Videobild liefert, was man schon in der vollauflösenden Vorschau auf dem 27" PC-Minitor erkennen kann. Das UHD.Video ist viel detailreicher, feine Strukturen flimmern nicht. Mit dem UHD-Video im FHD-Projekt kann man auch viel kreativer arbeiten mit Ausschnitten oder Kamerafahrten die im Videoschnittprogramm erst realisiert werden. Außerdem ist der Aufnahmewinkel der Kamera bei der UHD-Aufnahme deutlich größer als bei der FHD-Aufnahme.

    Den für mich einzigen Sinn in
    FHD-50p-MP4 mit 28M aufzunehmen sind Actionszenen mit dem zugeschalteten elektronischen 5-Achs-Stabilisator um z.B. Freihand Schwebeaufnahmen machen zu können, auch um Personen zu folgen oder sie zu begleiten etc...

  2. Schnellste und komfortabelste Fokusierung bei der Videoaufnahme per Sucher:

              Einstellungen:

    • Quick-AF auf ON
    • Touchscreen auf ON
    • Touch-Register auf ON
    • Touch-AF auf AF
    • Touchpad-AF auf OFFSET
    • 1-Feld-AF

      Fokusierung und Aufnahme:

    • Display-Monitor seitlich ausklappen
    • Motiv mit Sucher erfassen
    • Mit Finger auf Display AF-Feld positionieren, das ausgeklappte Display kann hierbei auch horizontal liegen, es wird praktisch als Finger-Mauspad benutzt. Im Sucher sieht man wie das AF-Feld  verschoben wird, auf gewünschte Stelle platzieren...
    • Vorderen Auslöser erst nur halb betätigen für die Vorfokusierung...
    • Jetzt Aufnahme ganz auslösen

    Nach ein wenig übung funktioniert das alles sehr schnell!

Filmen kann man auch in der Moduswahlschalter-Position P,A,S,M mit Blendenwerten von 2,8 bis 8. Hierfür läßt sich die übergeordnete Belichtungszeit per "Flimmer-Red." im Filmkamera-Menü festsetzen auf 1/50, 1/60 oder 1/100, 1/120 Sekunde im Unterschied zum Filmen im Filmkamera-Modus. Man kann dann z.B. auch mit Auto-ISO, und mit Belichtungsausgleich arbeiten. Die per "Flimmer-Red." festgesetzte Verschlußzeit ist erst dann in der Anzeige korrekt sichtbar, wenn die Videoaufnahme ausgelöst worden ist.

Beachten: nicht in allen möglichen Filmaufnahme-Modi kann man ISO auf "Auto" stellen. Ebenfalls kann man mit der Fn1-Taste nicht immer die Belichtungskorrektur frei einstellen.

Optimale Belichtung für Bewegbilder im Filmaufnahmemodus:

Optimale Belichtung
Die optimale Belichtung  für eine Bildrate setzt sich aus drei Einflußgrößen zusammen, wobei der Einfluß unabhängig voneinander unterschiedlich ist, wie Blende = Schärfentiefe klein oder groß, Verschlusszeit = verwischtes Bild oder scharfes Bild, ISO = Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors ohne und mit Bildrauschen.

Vario- und Festwert-ND in der Videografie:

Videokameras verfügen über einen in der Kamera vor dem Aufnahmesensor verbauten ND-Filter, der z.B. stufig zugeschaltet werden kann. Ein Beispiel dafür ist die neue Profikamera ARRI AMIRA für Dokumentar- oder Reportagefilmer und die Sony FS700R:

ND in Kamera  ND in Profikamera

Selbst meine Videokamera Canon HV30 - Januar 2009 - hatte bereits einen eingebauten ND-Filter um Aufzeichnungen bei offener Blende - bei extrem heller Lichtsituation zu ermöglichen.

Herstellern von filmenden Fotokameras scheint dieses Know-how verloren gegangen zu sein, zumindest teilweise, denn die Consumer Bridgekamera Panasonic FZ2000 gibt es jetzt auch mit bereits eingebauten ND-Lichtfänger mit wahlweise 6, 4 und 2 Blendestufen. Der Videofilmer muß selbst einschätzen können welche ND-Lichtfängerstufe je nach Intensität der Motivausleuchtung zu wählen ist, bei intensiver Mittgassonne ist eine Abdunklung auf - 6 Blenden nötig.

Der neuen Panasonic GH5 - wegweisendes Aushängeschild 2017 - gebricht es dagegen an eingebauten ND-Filtern, dabei will man doch gerade mit dieser hochpreisigen Systemkamera speziell die selbstständigen Videografen und Hobby-Enthusiasten mit beispiellos üppigen Videoausstattung ansprechen und dann so ein Lapsus,  kein eingebauter ND-Filter  für Videografenund und kein eingebauter Blitz für Fotografen!


Viele filmende Fotokameras bieten also keine eingebauten ND-Filter trotz üppiger Ausstattung für Videografen, auch die FZ300 hat das nicht. Man muß sich ein ND-Filter dazukaufen der in das Filtergewinde des Objektivs über Adapterringe geschraubt wird. Ein 52mm Anschlußgewinde ist am Leica Zoom immerhin vorhanden.

Ich verwendete zunächt einige Zeit das Vario-ND-Filter: ZOMEI Slim Vario ND 2-400 mit 58mm Anschlußgewinde und 62mm auf der Frontseite. Der Abdunklungsgrad liegt zwischen - 1 bis etwa - 8 Blendenstufen. Es ist immer besser Filter mit größeren Gewinde anzuschaffen, da es damit durch die Filterfassung nicht zu Vignetierungen in den Bildecken kommt. Man muß dann die Filter mit Step-Up-Ringen von 52mm Objektivgewinde auf 58mm ND-Filtergewinde adaptieren.

ND-Filter

Im Bild: ZOMEI ND-Vario und zwei HOYA ND X8-Festwertfilter

Das Objektivanschlußgewinde mußte ich etwas innerhalb der Original Panasonic Tulpen-Gegenlichtblende vorverlegen um bei aufgesetzter Gegegenlichtblende Filter leichter auswechseln zu können. 

Etwas schwierig gestaltete sich die Montage der zwei nötigen Step-UP-Ringe als Tubus aus der Bastellkiste - 52/55 und 55/58 - durch die Original Panasonic Gegenlichtblende um den ersten Step-Up-Ring am Objektiv zu befestigen. Ich mußte den kleinen Absatz auf der Innenseite der Panasonic Gegenlichtblende auf klein wenig mehr als 55mm Innnedurchmesser auf meiner Drehbank herausarbeiten um Platz zu bekommen. Nun war es kein Problem den ersten Step-Up-Ring durch die Gegenlichtblende in das Objektivgewinde mit dem schon vormontierten zweiten Step-Up-Ring für das Filteranschlußgewinde 58mm am Objektiv zu befestigen. Ich habe die Ringkombination nur leicht bis zum Anschlag eingeschraubt. Der weiter außen liegende Step-UP-Ring hat eine Sägekerbe bekommen um mit einem Schraubenzieher den evtl. fest sitzenden Ring aus dem Gewinde leichter lösen zu können. Jetzt konnte ich mein ZOMEI Vario-ND und die HOYA-Festwertfilter auf das 58mm Gewinde des größeren Step-UP-Ringes befestigen.

Step-Down-Ringe

Mit dem Zeigefinger kann man sehr bequem den geriffelten Außenring des ND-Filters durch die große Aussparrungsöffnung der tulpenförmigen Gegenlichtblende greifen um den nötigen Betrag der Abdunklung kontrolliert einzustellen. Die Streulichtblende kann man erst dann entfernen, wenn ND-Filter mit
Step-UP-Ring-Tubus abgeschraubt worden sind!

ND-Filter am Objektiv

58mm ND-Vario-Vorsatz mit Original Tulpen-Gegenlichtblende

Neutraldichtefilter mit großen Einstellbereichen neigen möglicherweise zu Farbstichen und Schärfeverlusten
im Videobild je nach Brennweite. Zusätzlich taucht bei manchen Filtern bei einer starken Abdunklung ein charakteristisches schwarzes Kreuz in der Bildmitte der Aufnahmen auf, die Aufnahmen sind dann unbrauchbar.
Die Abdunklung sollte nicht höher als max. fünf Blendenwerte betragen damit das schwarze Kreuz in der Bildmitte nicht auftaucht. Man muß umbedingt einige Testaufnahmen machen unter den geplanten Einsatzbedingungen des ND-Faders um zu prüfen ob das eingesetzte ND-Fabrikat dafür geeignet ist, auch wegen der Bildschärfe!

Nach dem ich längere Zeit Freihand-Videoaufnahmen bis 100mm Brennweite gemacht habe und mit dem Ergebnis zufrieden war, bemerkte ich eines Tages, bei der Aufnahme einer weit entfernten Schrifttafel mit 648mm Brennweite, daß die Aufnahmen mit ND-Fader unscharf - viel zu weich - werden, ohne ND-Filter dagegen scharf lesbar wie gewohnt.  Das war eine herbe Enttäuschung!

Nach einer intensiven Internet-Recherche bin ich auf die Empfehlung gestossen sich doch besser einen Vario-ND von Singh-Ray zu beschaffen, dieser würde farbneutral arbeiten und immer scharfe Abbildungen liefern. Diesen Vorteil läßt sich der Hersteller allerdings fürstlich honorieren, deshalb bin ich davon abgekommen. Gelobt wird auch der "Genustech Eclipse Fader ND Filter" der auch am Teleende von 300mm noch scharf abbilden soll wie mir Frank bestätigte, siehe hier: Klick!.
Vario-Filter können bei größeren Brennweiten - in meinem Fall bis 648 mm im Videomodus - im preisgünstigen Bereich oft unscharfe und farbstichige sowie fleckige Aufnahmen liefern, siehe hier: Klick!

Besser ND-Festwertfilter als "Lichtschlucker" einsetzen:


In meiner Ausrüstungs-Sammlung habe ich noch einen ND X8 HMC HOYA-Filter 58mm aus Japan entdeckt, der den Lichteinfall um drei Blenden abdunkelt. Habe diesen auf das Leica Zoom per Step-Up-Ringen von 58 auf 52 adaptiert und gleich mal ausprobiert:
  • der AF funktioniert
  • kaum Farbstich
  • scharfe Videos selbst bei 648mm opt. Brennweite im "Filmkamera M" Betriebsmodus
  • keine Vignetierung in den Bildecken
Ich habe zwei UHD-Vergleichsaufnahmen absichtlich bei noch nicht idealen Tageslichtbedingungen aufgenommen um zu sehen zu welchen Ergebnissen man gelangen kann bei Einsatz des obigen HOYA-ND-Festwertfilters.

mit und ohne ND-Filter

Bild: Es handelt sich um 25p-UHD-Aufnahmen die auf eine FHD-Timeline in EDIUS nebeneinander gelegt worden sind als Screenshot-Aufnahme. Links mit ND X8(F/2,8-1/50s-ISO320-648mm Brennweite), rechts ohne ND-Filter (F/4,5-1/50s-ISO100-648mm Brennweite). Das Motiv lag in einem Aufnahmeabstand von 32m.
Uhrzeit der Aufnahmen 07:28 Uhr, wolkenloser Himmel, noch kein optimales Tageslicht. Mit RMT kann man sich das Vergleichsbild als 1:1 Bildausschnitt aus der FHD-Timeline ansehen.

Ganz oben auf dieser Seite ist noch das Ergebnis vom HOYA ND-Filtereignungstest bei 648mm Brennweite als Digital-Fotoausschnitt zu sehen.

Farbstichuntersuchung bei Vormittagsonne:

ND-Farbstichuntersuchung

Bildvergleich: Ein Farbunterschied durch ND Filtereinfluß ist kaum ausmachbar,
oben mit ND X8 unten ohne ND aufgenommen, jeweils Bildstil "Standard".


Bei videoaufnahmegerechter Kombination von Blende, Shutterzeit und ISO erzielt man gute Videoergebnisse, bei  Einhaltung der 180°- Shutterregel für Videofilmer. Ein ND X8 Lichtfänger reicht allerdings nicht aus um bei extrem hellen Lichtsituationen mit 1/50 Sek bei 25p oder 1/60 Sek bei 30p auch mit offener Blende F/2,8 bei ISO 100 ISO100  videofilmen zu können. Man benötigt stärkere Lichtfänger dafür.

ND-Lichtschlucker

Ich habe mich für den Kauf eines zweiten ND X8 HOYA HMC entschieden, wenn ich diesen zusätzlich aufschraube, habe ich einen "Lichtschucker" mit - 6 Blenden um auch bei viel Licht nach der Filmer-Shutterregel selbst offener Blende filmen zu können.

ND-Filter Tabelle: Klick!

Da ich seit Anfang 2017 ausschließlich in UHD-30p filme weil dadurch die Bewegungsauflösung besser ist, habe ich mich entschlossen mit festen Shutterzeit-Einstellungen von 1/60 bis 1/125 sec UHD-Videos aufzunehmen.
Im Filmmodus habe ich folgende einstellbare Blendenreihe bei der FZ300 zur Verfügung: 2,8 - 4 - 5,6 - 8 - 11
Videoaufnahmen erfolgen bei Tageslicht mit ISO 100. Die Aufnahmer erfolgt im Filmkameramodus M weil dafür die vollständigen Informationen im Kamerasucher oder auf dem Monitor geliefert werden. Unter Beobachtung der Belichtungsmessers muß ich lediglich manuell die Blendenöffnung einpegeln.

Belichtngsmesser

Wenn nötig, kann ich bei extrem heller Lichtsituation auch noch die Shutterzeit bis 1/125 Sek verkürzen.

Am sonnigen Vormittag komme ich mit einem Festwert-ND aus um z.B. die Videoshutterzeit bei 1/60 sec zu halten.
Als kleinste Blende kann ich nur F 8 im Videoaufnahmemodus einstellen, wird es heller schraube ich den zweiten Festwertfilter noch drauf, jetzt kann ich wieder drei Blenden zurücknehmen und weiter filmen. Wird die Nachmittagssonne schwächer nehme ich einen Festwertfilter ab und filme bis ich die Blende weiter als F 2,8 öffnen müßte was nicht geht. Jetzt kommt der Zeitpunkt ab dem ich ohne ND filme. Das haut so ganz gut hin und ich habe jetzt auch immer scharfe Teleaufnahmen falls ich mal auf 600mm aufzoomen muß um ein Detail heranzuholen. Stress habe ich keinen dabei, das ist zur Routine bei Videoaufnahmen geworden.


Um mit dem zweiten aufgeschraubten ND-Filter Vignetierungen durch den Filterring in den Videofilmecken zu vermeiden muß ich die WW-Brennweite auf 30 statt 25mm mindestens einstellen, mich stört das wenig.

Das Videofilmen mit ND-Festwertfiltern kann man automatisieren um die Aufnahmerbereitschaft zu verkürzen gegenüber der rein manuellen Belichtungseinstellung in dem man im Aufnahmemodus "Filmkamera S" filmt. Für diesen Fall begrenzt man die Aufhellung auf ISO 200 bis 400. Möchte man lieber diese Aufnahmen mit "Auto-ISO" machen, dann muß man darauf achten bei weniger werdenden Motivausleuchtung die ND-Filter abzunehmen damit die ISO-Automatik sich nicht an zu hohen ISO-Werten vergreift und dadurch Videos zu rauschen anfangen... Schnellzugriff auf die ISO-Einstellungen bekommt man über die obere Cursortaste.
Den Shutter halte ich für den Fall meiner UHD 30p-Aufnahmen zwischen 1/60 bis1 /125 Sek. Von außen über das Drehrad kann man das schnell eingeben. Nach dem ein Objekt mit dem Zoom anvisiert worden ist, betätige ich den Push-Fokus auf der AF/AE-Taste und die Kameraautomatik wählt zu der voreingestellten Blende den passenden ISO-Wert unterhalb der festgelegten ISO-Grenze von selbst. Ob mit einem ND X8(- 3 Blenden) oder zwei ND X8(- 6 Blenden) gefilmt werden muß, hängt davon ab wie intensiv das Tageslichts ist.
Bei intensiver Mittagssonne und 1/60 Shutterzeit bei ISO 100 ist es schon vorgekommen, daß die Automatik bis Blende 11 geschlossen hat, in diesem Fall habe ich dann den Shutter auf 1/125 eingestellt was gleichbedeutend mit einer Lichtdämpfung von einer Blende gleichzusetzen war. Die bessere Alternative ist für diesen Fall die Shutterzeit bei 1/60 Sekunde zu halten und Licht mit - 3 Blenden mit dem zusätzlichen ND X8 Lichtfänger wegzunehmen, man filmt dann mit deutlich weniger Beugungsverluste mit der Blende 4


ND-Filter kann man sinnvoll auch in der Fotografie einsetzen
, zum Beispiel bei der Aufnahme eines Wasserfalls oder von einem Flußbett bei Tageslicht um das "Wasser weich fließen" zu lassen mittels einer langen Belichtungszeit vom Stativ aus!

Andere Objektivvorsatzfilter:

Neben den ND-Filtern habe ich hier noch einen CLP-Filter zur Ausschaltung von Spiegelungen und einen UV-Filter.
UV-Filter sind sehr sinnvoll, um bei Regen die Objektivfrontlinse vor Regentropfen schützen oder gar vor Salzwasserspritzern, Kratzern, Flugsand etc... Ein UV-Filter ist auf jeden Fall billiger als der Wechsel des Leica-Objektives bei dieser Bridgekamera!

Filmen im iA Video-Aufnahmemodus:

Steht man ganz plötzlich vor der Situation ohne dem ungeliebten ND-Videofiltervorsatz eine Videoszene aufnehmen zu müssen, dann schaltet man gerne schnell per Modus-Wahlschalter in den iA-Aufnahmemodus und schon kann man alles vollautomatisch aufnehmen. Die Kamerautomatik stellt sich selbst auf die Lichtverhältnisse ein. Einfluß auf die Wahl von ISO, Blende und Belichtungszeit hat man dann nicht mehr. Ich empfehle ausschließlich nur die max. optische Brennweite des Leica Zooms bis 600mm zu nutzen um  flirrende Kantenstrukturen zu vermeiden.
Man muß im iA-Aufnahmemodus mit dem Ergebnis ohne Individualeinstellungen, z.B. deutlich kürzeren Frame-Belichtungszeiten als 1/50sec mit Auswirkungen auf die Bewegungsauflösung zufrieden sein.
Bei einer Testaufnahme in Würzburg bin ich bei viel Licht bis zu Belichtungszeiten von 1/3200 sec pro Frame gekommen. Es ist vorteilhaft einen ND8-Filter vor das Objektiv zu setzen. Bei blauen Himmel hat sich im Frühjahr die Automatik z.B. entschieden mit Blenden zwische 2,8 bis 4 zu arbeiten mit Verschlußzeiten von 1/125 bis 1/400s und ISO zwischen 100 bis 320.

Drückt man den Kamera-Fotoauslöser halb durch vor der Aufnahme, wird angezeigt mit welchen Belichtungsdaten die Automatik gedenkt die Aufnahme zu realisieren. Bis ISO 1600 kann man die Aufnahme noch zulassen nach meiner Erfahrung und Qualitätsentrauschung mittels
Neat Video Pro von ABSoft. Bis zu welchen Frame-Verschlußzeiten man gehen möchte ist entscheidend welches Bewegbildruckeln man noch selbst toleriert. Bei sehr schnellen Querbewegungen durch Fahrzeuge kann es zu stroskopartiger Wiedergabe kommen die sehr viele Menschen stören kann. Auf die von der Automatik gewählte Blendenöffnung muß man nicht besonders achten, Blendenöffnungen von 2,8-4 liefern bei ausreichen Licht immer sehr gute Aufnahmen!


Wildlife-Aufnahme im iA-Aufnahmemodus mit sanften Zooms per EDIUS 8.
Dieses kurze Video ist aus einer einzigen in UHD-Auflösung aufgenommenen Szene entstanden.
Per EDIUS 8 habe ich ein FHD-Projekt angelegt und in diese Timeline das UHD-Video importiert.
Für eine saubere Downskalierung ist die Lanczos 3 - Filterung aktiviert worden. Edius zeigte das
Video im Layuoter als 50% Verkleinerung an. Ich habe Ausschnitte und Zooms aus dem
UHD-Material zwischen 50 bis 100%= 1:1 Pixel auf UHD-Ebene verwendet.

Im automatisch gesteuerten Videoaufnahmemodus erfolgt auch eine automatische Erkennung von Aufnahmesituationen. Welche das sind steht in Tabelle der BA auf Seite 77!

Im iA-Filmmodus stellt sich die Kamera selbst auf den besten Aufnahmemodus ein:

iA-Schwachlich bei Video

Soweit ich das bisher untersucht habe, filmt die FZ300 immer mit offener Blende F2,8 - 1/25sec - bis ISO3200. Die Rauschunterdrückung wählt die Kamera automatsch für das beste Ergebnis. Man muß dann halt mal schauen was verwendbar bleibt nach dem Editing!

Schaltet man in den iA
+- Aufnahmemodus per Menü um, dann kann man zusätzlich zumindest noch den Belichtungsausgleich und ein paar andere Aufnahmeparameter anpassen!


Soviel zu meiner beschleunigten Arbeitsweise im iA-Videoaufnahmemodus!

Wie sinnvoll eine iA-Aufnahme ohne ND-Filtervorsatz bei Tageslicht sein kann muß individuell jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig dabei ist, daß man die Kamerareaktionen im iA-Aufnahmemodus kennt!

Videofilmen ohne ND-Filter in anderen Aufnahmemodi:

Eines der ersten Dinge, die man als Filmemacher lernt, ist die 180° -Shutterregel als Kameraverschlusszeit zu verwenden, nach der man immer  eine Verschlusszeit verwenden soll, die gleich der reziproken Zahl der Bildrate beträgt um einen reibungslosen Bewegungsablauf zu erzielen(z.B. 1/60s bei Aufnahme in 30p). Die daraus resultierende Bewegungsschärfe von bewegten Objekten schafft eine flüssige Bewegung im vorgeführten Video, mit einen filmischen Vorführeindruck, der auf dem Verschlussmechanismus der alten Filmkameras basiert. Das ist bei der Verwendung von offenen Kamerablenden mit F/2,8 z.B. nur dann möglich, wenn man einen Neutraldichtefilter(ND) vor das Objektiv von z.B. 5-Stopps oder ND32-Filter schraubt. Das reduziert dann die Verschlußzeit z.B. von 1/3000s auf 1/125s was dann in die Nähe einer idealen Sport-Frame-Rate von 60fps ist. Ein ND-Filter hat die Aufgabe Bewegungsunschärfe für eine flüssige Videowiedergabe zu produzieren.

Bei Reportage-Dokumentationstouren kann das Handling mit einem externen ND-Filter auf der Frontseite des Objektives qualvoll sein und die spontane Videoaufnahme verzögern.
Filmt man ohne ND-Filter, muss man wissen, daß schnelle Querbewegungen zu einer Stroboskoprbewegung(der Laie sagt "ruckeln") bei der Vorführung führen können. Will man trotzdem ohne ND-Filter Videos aufnehmen, dann sollte man sich Motive aussuchen mit ruhigen Quer-Bewegungen zu der Kameraufnahmeachse hin. Es geht praktisch darum den Fortbewegungsabstand zwischen zwei folgenden Frames bei einer 30p-Aufnahme möglichst gering zu halten, gegebenenfalls aus einem spitzen Winkel zur Kameraachse hin Bewegungen aufnehmen, so halt wie es die Hollywood-Kameraleute machen!

Aufnahme im spitzen Winkel

Bewegungsrichtung und Kameraachse: Videoshutterzeit 1/320s, F/8, ISO 100,
das Auto wird scharf und ohne Ruckler bei der Wiedergabe abgespielt,
auch ohne spezieller 200HZ-Schaltung am TV für Zwischenbildeinrechnung!

In der Moduswahlschalterstellung "Filmkamera M" auf dem Oberdeck kann man alle Belichtungsparameter manuell einstellen. Die Blendeneinstellung reicht in diesem Fall von 8 bis 11. ISO stelle ich bei Tageslichtaufnahmen zwischen 100-400 ein und mit dem Drehrad am Oberdeck stelle ich die Belichtungszeit ein bis auf - 1/3 EV auf der Belichtungkontrollrskala ein. Mein Ziel ist, immer eine Shutterzeit möglichst nahe an 1/60sec hinzubekommen. Den Kamerastandpunkt im Falle sich schnell bewegenden Objekte quer zu Kamera stelle ich auf einen möglichst spitzen Winkel ein um kurze Abstände zwischen den Frames zu bekommen.

In der "Moduswahlschalterstellung Rec M" auf dem Oberdeck kann man ISO auch automatisch nachführen lassen, die Blende kann in diesem Aufnahmemodus nur zwischen 2,8 und 8 eingestellt werden, mit der Shutterzeit kann man genauso vorgehen wie bei der Wahlschalterstellung "Filmkamera M".

UHD-Frame

UHD-Aufnahme vom 25.02.2017: F/5,6 da bedeckter Himmel, 1/250 sec, ISO 125, Brennweite 144mm(KB)

Man kann auch im P-Modus ohne ND-Filter Videos aufnehmen. In diesem Fall legt die Kamera nach automatischer Szenenerkennung die Blende und Verschlusszeit sowie ISO automatisch fest. Ich habe das mal mit Nachmittags- Sonne getestet. In einer Serie verschiedener Motivaufnahmen/Motivausschnitte ist immer F/4 , mit Verschlußzeiten von 1/320 bis 1/2000s mit ISO 100 kombiniert worden.Zwar wird man in diesem Aufnahmemodus von der Kopfarbeit befreit nachzudenken mit welcher Blende man in der jeweiligen Lichtsituation die Aufnahmen macht, die Verschlußzeiten werden dadurch dann aber sehr kurz wie man sieht, fast nur für statische Motive ohne Bewegbilder geeignet.

Will damit sagen, man kann durchaus brauchbare Aufnahmen hinbekommen, auch wenn man ohne ND-Filter filmt aber bestimmte Aufnahmeregeln muß man dann eben beachten!

Cinema/Helligkeitsverteilung-Gammakurven (BA Seite 117):

Seit der Einführung der Videoaufnahmen kommt das Video nicht an den Tonwertverlauf der Filmemulsion heran. Die Gamma-Kurve der Filmemulsion kann man sich hier ansehen. Zu 99% erfolgt derzeit die Wiedergabe der Videoaufnahmen im Farbraum Rec 709 in dem auch die Farbkorrektur stattfindet. Folgerichtig bietet die FZ300 auch Aufnahmen in diesem Farbraum an.

Die Videokamerahersteller versuchen den geringen Kontrast- und Tonwertumfang eines solchen Videos mit verschiedenen Eigenschaftseinstellungen zu verbessern, mal wird das Verfahren CineStyle, Cinema-Modus oder x-Log gennant, abhängig von Kamerahersteller.

Zwar verfügt die FZ300 über keinen Log-Modus, Panasonic liefert aber zwei Bildstile mit die sich Cinema-like Dynamisch mit Priorisierung des Dynamikbereichs für mehr Kontrolle in der Post-Produktion und Cinema-like Video für finales Design in der Kamera nennen.  Werksmäßig wird die FZ300 mit einer linear verteilten Graustufenverteilung aus geliefert.

Außergewöhnlich ist die Möglichkeit bei einer Kamera der Preisklasse der FZ300 die Helligkeits-  bzw. Graustufenverteilung selbst bestimmen zu dürfen...

Die Einstellungen für die Helligkeitsverteilung finden wir auf der Seite 117 der Bedienungsanleitung:

Helligkeitsverteilung

Es lohnt sich sich mal mit den Zusammenhängen zu beschäftigen!

Wichtig ist bei der CNED Aufnahme, daß auf jeden Fall die Kamera mit korrekter Belichtung die Szenen aufnimmt und das in CNED festgelegt wird was der Bildprozessor der Kamera noch machen darf und was nicht.
Bei zuviel Licht muß ein ND-Filter vor das Objektiv gesetzet werden! 
Der Moduswahlschalter wird auf Filmkameraaufnahme eingestellt, der Belichtungsmodus im Kameramenü auf S mit einer Belichtungskorrektur von 1/3 in meinem Fall, ISO steht auf AUTO, die Shutterzeit wird auf 1/50sec eingestellt und die Blendenwahl überläßt man der Kamera. Nun muß noch das Setting für CINE-D im Kameramenü eingestellt werden, d.h. dem Bildprozessor werden bestimmte Finalisierungsfunktionen der Videoaufnahme entzogen!

Cinelike D
Bildprofil-Korrektur der Werkseinstellung

Ein sehr flacheres Bildprofil(Flat Image Style) mit Priorisierung der Aufnahmedynamik:

- Kontrast: -5 um auch feinste Details zu retten
- Schärfe: -1 macht das Bild etwas weicher mit weniger Kantenartefakten
- Rauschminderung: -1 für bessere Auflösung
- Sättigung: -5 neutralisiert die Farbinformationen

Stellt man zusätzlich im Menüpunkt 3 bei der "Helligkeitsverteilung" die Highlight auf -5 und die Shadow auf +5 ein dann bekommt man ein noch flacheres und entsättigteres Bild mit sehr vielen Bildinhalten wie man sie mit dieser Aufnahmesensorgröße nicht erwartet hätte, siehe auch hier: Klick!

Das Videobild erhält in
Cinema-like Dynamisch einen größeren Dynamikumfang, mehr oder weniger konstant bis ISO800 bei der UHD-Aufnahme, bei wenig Licht wird das Bildrauschen deutlich weniger augenfällig, auch zum Überstrahlen neigende Objekte werden deutlich besser gezeichnet. Solche Aufnahmen sind prädestiniert für das Color-Grading mit/ohne LUT über die "Primären Farbkorrektur" in EDIUS Pro 8.32!

Meist nehmen wir Hobbyfilmer bei besten Lichtverhältnissen unsere Videos auf, dann sind die Videos auch bei Standardeinstellungen OK, nachträgliches Tonwert-Grading ist in diesem Fall nicht nötig. Filmen wir aber unter außergewöhnlichen Lichtbedingungen mit Spitzlichüberstrahlungen und hohen Lichtkontrasten, kann eine Aufnahme mit einer bestimmte Tonwertkurve helfen.

Empfehlung von Paul Leeming - Berlin - für den kameraseitigen Einsatz von Cinelike D: Klick!

Cinema-like Video
liefert dagegen "out of the box" bereits ein gebrauchsfähiges schönes Video mit priorisierten Kontrasten für den Endbetrachter der praktisch nichts mehr grundsätzlich nacharbeiten möchte.

Der Color-Designer bestimmt in der Videoschnittnachbearbeitung wie "bunt" das Video aussehen soll.
Wichtigstes Werkzeug für die Überwachung per Einstell-Slider und Farbkreisen ist in meinem Anwendungsfall die Vektorskop/Wellenform-Anzeige in EDIUS 8, es muß alles in dem IRE-Bereich zwischen 0 und 100 liegen, d.h. im "sicheren Farbbereich" um das Clipping zu vermeiden!.

Die Cinelike D Nachbearbeitung mit der Primären Farbkorrektur kann sehr zeitraubend sein, man erkennt das schon an den vielen Einstellparametern!

Szenenaufnahme aus der Kamera

Abgefilmte Bildvorlage(liegt mir als 13x18 Print vor) aus der Kamera mit verschiedenen Motivsituationen

Kontrollwerkzeug

Vektorskop/Wellenform als unverzichtbares Kontrollwerkzeug bei Videomanipulationen

Nach der Tonwertkorrektur im NLE

Aussehen nach der Tonwertkorrektur im NLE

Bei der Primären Farbkorrektur analysiert EDIUS 8.22 zuerst welches Quellmaterial vorliegt, anschließend wählt man die Ziel-LUT aus. Das Projekt sollte für diesen Teil der Arbeiten auf 10 bit Farbtiefe(HQX-Vorschaucodec für die interne 10-bit präzise Verarbeitung!) umgestellt werden - trotz 8 bit - Monitor - weil der Farbverlauf so ohne Bandingabstufungen auf dem Monitor dargestellt wird, siehe auch: Klick!
Der Export erfolgt dann immer in 8 bit Farbtiefe für unsere derzeitigen Sichtgeräte!

Nun geht es an die Entwicklung des Videos(Cinema-Like Dynamisch) in EDIUS mit dem Videofilter "Primäre Farbkorrektur" in folgender Reihenfolge:

  • YRGB-Kurve, reicht meist schon als allerersten Bearbetungsschritt aus
  • Gamma verändert die Mitteltöne
  • Aufhellen verändert die SchattenbereicheGartengruss.jpg
  • Verstärken verändert die Glanzlichter in der Aufnahme
  • Belichtung, muß eigentlich nur bei Fehlbelichtung in der Kamera eingesetzt werden
  • Temperatur, gemeint ist die Korrektur der Farbtemperatur ggf. Verschiebung der Farbstimmung
  • Farbtonänderung für das sog. Grading um emotionale Farbstimmungen zu erzielen
Wie man die Einstellparameter persönlich dosiert, hängt vom eigenen "Geschmack", nicht von der Automatik der Kamera, es ist unabhängig von der Erinnerung des Kameramannes an die realen Eigenschaften des Motives am Aufnahmetag ab. Der Color-Designer in den Studios arbeitet also unabhängig von dem Eindruck den der Kameraman am Drehort hatte!

CNED-Aufnahme

Aufnahme Cinema-like Dynamisch
F4,5, 1/25sec, ISO2500*, 274mm KB-Brennweite, Stativaufnahme.
* erstaunlich, das Lowlightrauschen sieht man nur als leichtes Grieseln auf den grünen Farbflächen!

Wirkung der Primären Farbkorrektur

Primäre Farbkorrektur in EDIUS Pro 8.22
Korrektur mit Y-Kurve(Lights. Midtones. Darks) und Gamma-Slider reichten aus,
Entrauschen mit Neat Video v4 stellte kein Problem dar.
Das Videobild sieht auf dem HDTV so aus wie ich es selbst vor dem Regal sehe
wenn ich nah an die Bücher mich hintelle!

Sehr wichtig ist bei Bearbeitung von CINE-D per LUTs im Videoschnittprogramm, daß man dafür geeignetes Material der Kamera liefert. Am besten ist, wenn man CINE-D in der FZ300 möglichst flach modifiziert um viele Details wie nur möglich zu erfassen und die Helligkeisverteilung konfiguriert die dann in der LUT-Nachbearbeitung auch im möglichst großen Umfang erhalten bleiben. Mit einer LUT kann man im NLE sehr schnell eine Farbkorrektur durchführen: FZ2000-Klick! was auch für die FZ300 gilt...

Zusammenfassung:

Für das Grading im NLE ist es wichtig
, daß man dafür ein flaches Neutralvideo vorliegen hat. Man kann es aus "Cine-like D" oder auch aus dem Bildstil "Portrait" oder "Neutral" mit entsprechenden Kamerasettings gewinnen.

Da ich mit 8 Bit Videomaterial arbeite, erzeuge ich Neutralvideos die ungefähr bei IRE 25-60 im Wellenform-Meßwerkzeug von EDIUS-Videoschnittprogramm liegen, man kann dann nach Aktivierung einer LUT für die Anhebung der Farben und des Kontrastes in der "Primären Farbkorrektur" die Schatten bis IRE 10 und die Lichter bis IRE 90 aufziehen. Der Spielraum für Veränderungen ist bei 8 Bit Videomaterial relativ gering, bei 10 Bit Material wäre der Spielraum deutlich größer.

Flachbilstil

Aus dem Kamera-Bildprofil "Portrait" bekommet man z.B. das obige flache neuetrale Bildprofil mit den Settings:
Kontrast -5, Schärfe -5, Rauschminderung -5 und Sättigung -2 sowie einer Gammakurve mit: Lichter -4 und Schatten +3.
Dieses Video ist um 07:00 Uhr bei bedeckten Himmel entstanden, ein wenig später
um 09:30 Uhr bei Sonneneinstrahlung ist es schon farblich intensiver ausgefallen!

Es gibt Kameras - Sony Profi-Camcorder FS100 z.B. - in die man sog. Log-Bildprofile laden kann und die dann bereits ein finale koloriertes Video nach eigenen Wünschen liefern, so wie das hier gemacht worden ist: Klick!
Auch das aber kann ein sehr dorniger Weg sein bis man das ultimative Ziel erreicht hat: Klick!

Bei der FZ300 ist man eher darauf angewiesen ein geeignetes Quellmaterial so zu erzeugen wie ich es hier auf der Homepage versucht habe darzustellen und den finalen Look dann im NLE zu realisieren.

Auf keinen Fall soll das das Neutralvideo für das Grading zu sehr so gesättigt sein. Der finale Farb-Look soll ja erst mit der aufgelegten LUT das Video in einer brillanten Farbauflösung erstrahlen lassen.

Über den Königsweg wird selbst unter Experten heftig gestritten, die einen meinen, dass mit einer geeigneten Auswahl  des Kamera Bildstils oder gar eines selbsdefinierten Bildstils genug der Vorsorge getan worden ist um zum optimalen Bild auf einem Rec 709 TV oder Monitor(mit einer Dynamik von 7EV) zu gelangen. Die anderen sind der Meinung, daß ausschließlich nur über ein flaches Aufnahmeprofil mit großer Dynamik und nachfolgender primärer Farbkorrektur zum Farbraum Red-709 zum besten Ergebnis führt. Verwunderlich ist, dass die Kamerahersteller unter einem flachen Aufnahmeprofil mit der großen Aufnahmedynamik jeweils etwas anderes verstehen!

Cinelike D etwa hat einen niedrigeren Kontrast als Cinelike V, es kann zur Erweiterung in den Lichtern und Schatten bei der Aufnahme eingesetzt werden. Die Anpasssung an den von mir persönlich gewünschten Kontrast und Sättigungsgrad nimmt man die Primäre Frabkorrektur in EDIUS Pro 8.x.

Persönlich bevorzuge ich einen speziell von mir ausgewählten und nachjustierten Kamera Bildstil für die Aufnahme mit der FZ300 mit anschließender "Sekundärer Farbkorrektur" falls nötig, z.B. zum Farbausgleich von Clips untereinander. Um eine bestimmte Farbstimmung zu erzeugen, gehe ich vor wie hier dargestellt: Klick!

Video von mir dazu: Klick!

Die "Primäre Farbkorrektur" setze ich wie folgt ein für meine Zwecke: Klick!

Video vom mir dazu: Klick!

Tipps für Inspiration: Grading-Blog von Juan Melara: Klick!      Juan Melara auf Vimeo: Klick!

Literatur:

/1/ "Von Log und LUT", Videoaktiv 3/2016, Seite 44-49
/2/ Wie man Bildprofile verwendet: Klick!

Selbstdefinerte Kamera Video-Bildstile "Out of the Box" für C1, C2 und C3 generieren


Panasonic bietet für diese Kamera keinen Bildstileditor an, jedoch verfügt die Kamera über einige Möglichkeiten um eigene Bildstile manuell zu etwickeln. In vier Schritten kommt man zum eigenen Bildstil.

1. Farbstimmungsänderung per Weißabgleichverschiebung:

Wie die Videokamera abgestimmt ist, können wir nur mit Videomeßgeräten feststellen über welche Profis verfügen.
Was die Kamera auf der Speicherarte als Video ablegt, können wir mit dem Vektorsskop des Videoschnitt- programmes ablesen:

EDIUS Vektorskop

Erklärung zum Vektorskop siehe hier: Klick!

Will man bereits bei der Aufnahme einen bestimmte Farbstimmung erzielen, z.B. "Kodachrome", dann bietet es sich an dies mit der Feineinstellung des Weißabgleiches(ab Seite 118 der BA) in der Kamera zu versuchen.


Weißabgleich

Es bietet es sich an die Farbstimmung mit der Fineinstellung des Weißabgleiches zu versuchen.
Man betätigt an der Kamerarückseite den Schalter WB, geht dann auf "Ändern" auf dem Touchscreenmonitor bei Beobachtung der Vorschauanzeige. Es erscheint das obige Bild auf dem Display und mit den Richtungstasten auf dem Ring können wir den Weißpunkt aus dem Zentrum verschieben. Im obigen Bild habe ich den Weißpunkt nach unten auf M:1 verschoben was eine wärmere Farbstimmung erzeugt, betätigen wir jetzt "Einst" wird die Verschiebung des Weißpunktes gespeichert.

Den Abgleich mit dem Wunsch-Bildstil macht man am besten mit einer Beispielvorlage neben einer Testaufnahme die man sich am Monitor ansieht und solange testet und justiert bis man annähernd identische Farbstimmung zu dem früheren "Kodachrome-Filmstil" sich individuel erarbeitet hat.

Über Weißabgleichverschiebungen habe ich hier bereits früher berichtet(2008): Klick!

Der Schwarzwertpegel steht automatisch bei der FZ300 auf "0" und der Luminanzbereich  auf 16-235.

2. Bildstilauswahl und Bildstil-Parametersetting für Videoausgabe "Out of the Box":

Im Menü 1 im Videoaufnahmemodus finden wir die Cinema-Bildstille "Cinelike D" und "Cinelike V".
Wir wählen für Kreation eines eigenen Bildstiles normalerweise Cinelike D mit den Einstellparametern:
    • Kontrast, z.B. -3
    • Schärfe, z.B. -0
    • Rauschminderung, z.B. -3
    • Sättigung, z.B. -2 oder weniger
Zu den Einstellparametern gibt es verschiedene Meinungen,  man sollte sich nach dem Eindruck der eigenen Meinung richten.

3. Benutzerspezifische Helligkeits- bzw. Graustufenverteilung:


Im Filmkameramenü finden wir im dritten Menü die Option Helligkeitsverteilung um Spitzlichter und Schatten zu ändern.  Wir gehen hier auf C1 um eine benutzerspezifizierte Kurve anzulegen:

Kurve

Hier stellen wir unter Beobachtung der Vorschauanzeige die Spitzlichter- und Schattenbereiche auf augenscheinlich best mögliche Durchzeichnung ein, z.B. die Lichter auf -2 und die Schatten auf +2. Die unter C1-C3 registrierten Einstellungen bleiben auch nach dem Ausschalten der Kamera erhalten.

4. Einstellungen im Videoaufnahmemenü 3:

Hier stellen wir "i.Dynamik" und" i.Auflösung" jeweils auf "OFF" ein.

Abschließende Bemerkungen:

Den ersten selbstdefinierten Aufnahmebildstil für Tageslichtaufnahmen haben wir nun fertiggestellt. Wir können jetzt noch zwei weitere Bilstile kreieren, da noch zwei weitere Speicherplätze dafür frei sind.

Für Schwachlichtaufnahmen ziehe ich eher in die Szenenmodi der Kamera etwas vor, habe damit bisher meist gute Erfahrungen gesammelt.

Es geht doch - UHD-Videoaufnahmen mit 30p per 4K Foto-Video S/S ...

Es gibt in dieser Kamera eine von Panasonic eine etwas unklar dokumentierte Videofaufnahmefunktion..., Panasonic offeriert das eher als 4K Foto, obwohl mit der Aufnahme eine MP4-Videodatei generiert wird.

Vorbereitung: Im Menü 2 des Foto-Kameramenüs stellt man die Option "4K Foto" auf 4K S/S ein.

Stellt man nun den Moduswahlschalter auf "M-S-A oder P" und schaltet den "Antriebsmodus von "Einzel" über die untere Cursor-Taste auf den 4K-Start/Stopp - Photo-Modus, dann lassen sich UHD-30(29,97)p - Videos in 16:9 mit Ton aufnehmen. Während der Aufnahme werden die Aufnahmeparameter Blende, Verschlußzeit, Belichtungskorrektur und ISO(Auto!) zur Kontrolle angezeigt. In dieser Einstellung wird der elektronische Verschlußmodus verwendet, sh. Seite 159 der BA.

Die Aufnahmen für das 30p-Video werden mit der Bild-Auslösetaste gestartet und gestopt. Der Bildstabilisator arbeitet nur noch in dem Betriebsmodus "Normal", "Schwenken" wird nicht unterstützt!

Die Blende kann man bis F/8 abblenden.

Die Tonaufnahme ist möglich, siehe Seite 165 der Bedienungsanleitung. Der Ton wird aber nicht wiedergegeben, wenn die Wiedergabe auf der Kamera erfolgt!

30p-Material

Es sind Aufnahme-Brennweiten von 27-648mm rein optisch und von 27-1296 mit Unterstützung des i.Zoom nutzbar.

4k-30p-Videotest

Schreibtischszene: 30(29,97)fps, F/2.8, 1/50 sec, ISO 100, Auflösung 3840 x 2160 Bildpunkte, 16:9,
Video colour_range Full statt Limited* - (LED-Ausleuchtung nur 1,4W-180cd, 6000-7000K), Stabilisator aktiv

UHD-30p

Noch ein Frame aus UHD-30(29,97)fps, F/2.8, 1/50 sec, ISO 400, Auflösung 3840 x 2160 Bildpunkte, 16:9,
Video colour_range Full statt Limited* - Tageslicht, elektronischer Verschluß, Stabilisator nicht aktiv, Stativaufnahme

* Klick!

Der Haken an der "entdeckten" UHD-30p Videoaufnahmemöglichkeit ist, daß die beiden Bildstile
Cinema-like Dynamisch und Cinema-like Video hier nicht verfügbar sind und das MP4-Video in Video colour_range Full statt Limited abgespeichert wird, weil diese Aufnahmefunktion eigentlich für 4K-FOTO als Extrahierung aus einem MP4-Stream gedacht ist. Die obigen Frame-Beispiele wirken farbintensiver als eine Videoaufnahme per Moduswahlschalterstellung auf das Symbol [Filmkamera(M)]. Der Werteumfang für den Luminanzverlauf liegt zwischen 0-255, was für PC-Darstellungen, Digitalfotos und Games verwendet wird, nicht aber für TV, Video und Blu-rays, dort wird mit einem Luminanzverlauf zwischen 16-235, also max. 220 Graustufen gewerkelt.
Nun kann man sagen, "das buntere Videobild gefällt mir viel besser", dann verzichtet man aber auf das was u.A. den Filmlook ausmacht. Es gibt ja auch Hobbyfilmer die gecleante und mit hoher Bildschärfe Videos bevorzugen weil sie den "weicheren" Kinolook nicht sehr schätzen. Für die eine Gruppe ist das alles so in Ordnung was die FZ300 per UHD-30p abliefert, für die Gruppe der Kinofilmliebhaber dagegen nicht.

Um etwas filmähnliches zu schaffen für die Gruppe der Filmliebhaber muß man anfangen die Kameraeinstellungen in folgenden Punkte zu verändern:
  • Bildstilwahl: "Natürlich", "Portrait" oder "Benutzerspezifisch" mit personalisierten Einzelparametern für ein detailreiches "Neutralvideo" incl. angepaßter Gammakurve für die Lichter und Schatten. Da in diesem Aufnahmemodus Cine-D nicht verfügbar ist, nehmen ich vorzugsweise für ein Neutralvideo den modifizierten Bildsitil "Natürlich".
  • Die Gammakurve für veränderte Wirkung in den Spitzlichtern und Schatten wird per Kameramenü "Helligkeitsverteilung" gewählt und ggf. nach eigenem Gusto festgelegt!
Ein nach obigen Kriterien verwendetes „Flat Neutralvideoprofil" reicht für das 8 Bit - H.264 Material völlig aus.
Das so gewonnene Videomaterial in 30p(29,97) wird nun in der Timeline mit einer passenden LUT auf den gewünschten Farbstimmungslook nachbehandelt. Die Luminanzbreite wird von EDIUS automatisch auf 16-235 eingestellt.

Nach diesem Procedure bekommt dann die Gruppe der Kinoliebhaber den ersehnten CINEMA-Bildeindruck vorgesetzt.


Um Wartezeiten nach der Aufnahme für die Wiedergabe zu umgehen kann man im INDIVIDUALMENÜ Nr.7 diehttps://www.cinema5d.com/panasonic-gh5-lab-review-update-clarification/ AUTOWIEDERGABE bei DAUER auf "OFF" stellen.

Im nächsten Abschnitt berichte ich über eine noch bessere Möglichkeit zu 30p UHD-Videoaufnahmen ohne Restriktionen zu kommen.

Überraschung am 09.05.2016: UHD-Video mit 30p per Unlock ohne Einschränkungen:

Die 30p-Videoaufnahme mit der oben beschriebenen Methode unterliegt einigen Restriktionen, die dort beschrieben sind. All diese Probleme sind gelöst wenn man die 30p-Aufnahme nach folgenden Vorschlag für den Filmkamera-Aufnahmemodus aktiviert:

In dem Video:
Klick! - sh. auch im Video zitiertes Service-Manual ab Seite 16: Klick! - zeigt Sergey aus Moskau
wie man bei allen in Europa verfügbaren Panasonic Lumix-Kameras UHD von 25 auf 30p und FHD von 50 auf 60p per Initial-Setting mit Hilfe einiger Vierfinger-Tastenbetätigungen in das Service-Menü kommt um die Europa-Version der Kamera umzustellen und bei Bedarf wieder zu der PAL-Einstellung zurücksetzen kann.

Diese Umstellung auf die NTSC-Liefervariante von Panasonic kann man also auf eigenes Risiko auch für die FZ300 mit einem "Vierfingergriff" realisieren. Ab diesem Zeitpunkt verabschiedet sich die ausgeschaltete Kamera mit dem folgenden Schlußbild:


Warnhinweis Service-Manual-Modus

UHD-30p-Material kann man nicht für PAL-DVD verwenden. 30p-Videomaterial läuft jedoch weicher - ohne merkbarer Ruckler - auch bei Schwenks oder oder bei sich quer vor der Kamera bewegenden Objekten.
Material für Blurays kann man weiterhin kompatibel in 24p erstellen, daraus kann man dann mittels Änderung der Frameraten-Eigenschaften in fast allen NLEs auch 25p-Videomaterial für eine PAL-DVD herstellen. Aus dem UHD-30p Videomaterial kann man Blurays in 60i brennen. 


Nach der Freischaltung können auch wieder die Bildprofile Cive-like D und Cine-like V verwendet werden. Ferner ist auch wieder der optische Stabilisator im Betriebsmodus "Normal! und "Schwenken" einsetzbar sovie der Einfeld- und Punktfokus nutzbar. Ferner kann man die Blende bis F/11 abblenden.

Wichtig Vorteile nach der Umschaltung von PAL auf NTSC:

30p-UHD-Videos die in diesem Aufnahmemodus entstanden sind kann ich jetzt auch mit den 30p-Videos aus meinem Sony-Smartphone Xperia Z2 (VA-Urteil "sehr gut") kombinieren, da die Bildwiederholrate identisch ist!

Im Falle von 30p-Aufnahmen kann man bessere Schwenks realisieren. Über die Bildbreite hinweg schwenke ich allerdings nicht schneller als in 13 Sekunden. In 13 Sekunden werden dann immerhin 13 x 30 = 390 Frames von der Kamera aufgenommen, bei einer 25p-Aufnahme wären es nur 325 Frames, d.h. mit größeren Bildsprüngen die einige sensible Menschen als Ruckler wahrnehmen.


UHD verlangt langsame Schwenks damit die Motivstrukturen nicht verloren gehen:

Wie flüssig/weich ein Kameraschwenk ausfällt hängt von der Winkelgeschwindigkeit ab mit der wir über ein Motiv in einer bestimmten Entfernung von der Kamera hinwegschwenken. Nachfolgend habe ich über den unten gezeigten Motivausschnitt von Motivkantenanfang rechts bid Motivkantenende links und umgekehrt sehr langsam geschwenkt um möglichst viele Einzelframes mit einem geringen Frameabstand zu generieren.



UHD-30(29,97)p-Schwenk, F2,8, ISO 125,
1/125 Sekunde, 40mm KB-Brennweite
Schwenkdauer über die Bildbreite hier: zwischen 13 und 18 Sekunden,
das entspricht 390 bis 540 Frame was zu kleinen Abständen von Frame zu Frame führt
und somit zu einer Verschmelzung mit einer flüssigen Bewegung nach unseren Empfinden.
Je höher die Bildwiederholrate, um so flüssiger erscheint uns der Bewegungsablauf!


Wegen der in diesem Fall - 4K(S/S) - kurzen Belichtungszeit von 1/125 Sekunde kann man sogar ausreichend scharfe Einzelbilder aus der Schwenksszenen entnehmen!

Einige UHD-Kamera-Eigner klagen wegen "matschiger" Videos bei Schwenks. Redakteure von Videomagazinen bemühen sich andererseits schon sehr lange den Lesern zu erklären, daß man bei Schwenks sehr sehr langsam mit der Kamera schwenken soll damit das schöne UHD-Bild nicht zerstört wird.

Im folgenden Beitrag kann man das aus fachkundiger Sicht nachlesen: Klick!

"Dieses Dilemma ist schon seit langem bekannt, aber es wird durch die höhere Auflösung schlimmer. Der Referent führte dann Grenzbetrachtungen zur Bewegungsunschärfe aus. Die Betrachtungen führten dazu, dass bereits heute mit HD eine Schwenkgeschwindigkeit von einer Bildbreite in 10 Sekunden nicht überschritten werden sollte. Und das ist sehr langsam. Rechnet man das auf 4K um, so müsste der Schwenk für eine Bildbreite schon 20 Sekunden dauern. Schwenkt man schneller, ist die Wirkung der 4K-Auflösung futsch. Das ist genau genommen, ganz einfache Physik, aber das muss man auch berücksichtigen, wenn man die Auflösung auf 4K oder gar höher treiben will. Das bedeutet natürlich auch, dass die Erhöhung der Auflösung ganz wesentlich bei der Bildgestaltung berücksichtigt werden muss, anderenfalls nehmen wir in 4K auf, aber es ist „nicht 4K drin“. "

Nachfolgend sehen wir eine zerstörte UHD-Auflösungsstruktur durch zu schnellen Bewegungsablauf:

Radlerin fährt quer durch das Bild

Frame-Ausschnitt einer Radlerin die quer zu meiner Kamera von links nach rechts vorbeifährt,
die UHD-Strukturen sind zerstört. Die Radlerin ist mit einem Tempo von 28 Bildern quer
von der linken bis zur rechten Bildkantevorbeigefahren bei einer UHD-25p - Aufnahme
was in etwa einer Zeit von 1 Sekunde und drei Frames entspricht!

Ghosting tritt nur dann auf, wenn zu schnell geschwenkt wird bzw. sich das Objekt zu schnel quer zu der Kamera hin fortbewegt. Also, Schwenkgeschwindigkeit dem Aufnahmematerial anpassen und bei quer zur Kamera beweglichen Objekten mit der Kamera mitziehen!

Nicht vergessen, die FZ300 filmt auch in FHD mit 50p, also genug Einzelframes um die Problematil bei 24/25/30p zu umgehen!


Aufnahme-Testergebnis aus einem UHD-25p-Schwenk der über die Bildbreite 17 Sekunden dauerte:

Diesen Schwenk habe ich nicht vom Stativ aus aufgenommen, sondern "Freihand"...
In der Schwenkszene stecken 17 x 25 = 425 Einzekframes, Jedes Einzelframe "steht" 17/425 = 0,04 Sekunden bzw. 40 Millisekunden auf dem Bildschirm.

Frame aus 25p-Schwenk

Frame aus UHD-25p-Schwenk, F3,5, 1/50 Sekunde, ISO 100, 37mm KB-Brennweite,
Schwenkdauer 17 Sekunden


Man sieht auch auf diesem Frame unzerstörte UHD-Auflösungsstrukturen!

Selbst Aufnahmen in 24p kann man mit sauberen Schwenks auf dem TV darstellen, wenn man sich an die Aufnahmeregeln hält, was auf Millionen von Filmen die auf Blu-ray verkauft werden, bewiesen wird. Ein jeder TV der eine 24p-Blu-ray darstellen kann, verfügt über eine spezielle Schaltung die das ermöglicht(siehe Beitrag unten im gelben Kasten). Die Zuschaltung weiterer Bildverbesserungsoptionen ist nicht nötig!

In einer älteren Untersuchung habe ich gezeigt, wie sich sehr kurze Verschlußzeiten auf den Framewiedergabeabstand auswirken und zum Wiedergaberuckeln auf dem HDTV führen können: Klick!

Hier noch etwas Information über die mathematische Herleitung der zulässigen Schwenkgeschwindigkeit:

PANNING BEST PRACTICES: Klick!
Diskussionsbeitrag bei SlashCam dazu: Klick!


Die 24p-Sache für die Blu-ray - Kinokonvertierung:

Eine Blu-ray wird immer noch wegen des Authorings - um bestimmte Stellen im Video anzuspielen - und wegen der sehr guten cineastischen Wiedergabe ohne Ruckler und zerstörter Auflösungsstrukturen sehr geschätzt. Lange Videodateien einfach per Media-Player oder USB-Festplatte/Stick in den HDTV einzuspielen ohne Authoring ist zwar auch eine Lösung, jedoch eine sehr lieblose!

Das an die Videoauflösung angehängte "24p" hat sich als Bezeichnung für ein hochauflösendes Videobild in Kinoqualität eingebürgert. Wichtig bei der Betrachtung dieser Funktion ist, dass es sich hierbei zwar um 24 unterschiedliche Vollbilder in einer Sekunde handelt, aber die eigentliche Bildwiederholrate ein Vielfaches von 24 Hz (beispielsweise 48 Hz oder 72 Hz) beträgt, damit das menschliche Auge keine Einzelbilder mehr wahrnehmen kann. Diese Vervielfachung der Bildeindrücke wird erreicht, indem ein und dasselbe Bild mehrfach hintereinander angezeigt wird (2:2- bzw. 3:3-Pulldown). Der Blu-ray Player Sony PS3 ist bei mir mit dem PAL-Speedup
auf eine Bildwiederholfrequenz von 50 Hz eingestellt. Damit "füttert" die PS3 dann den HDTV per HDMI-Verbindung!

Wie schon erwähnt, verschneide ich UHD-Material in FHD-Projekten um dann eine Blu-ray mit Kapitelauthoring zu erstellen. Ich kodiere das Material in H.264/AVC mit der variablen Bitrate(VBR) in EDIUS um Rucklern schon während der Kodierung vorzubeugen bei hohe Datenraten. Am besten ist es, man verwendet dafür kompatible UHD/FHD-Aufnahmen in 24p, also Progressivmaterial!
Dieses Material bietet erweiterte Schnittmöglichkeiten z.B. wegen der Möglichkeit mit Motivausschnitten zu arbeiten, erst dadurch ist ein kreativ gestalterischer Schnitt möglich weil man das Videomaterial beschneiden kann was im reinen UHD-Schnitt nicht möglich ist. Durch die UHD-Downskalierung - per Lanszos3-Filter in EDIUS Pro 8.x - bekommt man neben kleineren Rauschkörnern auch schärfere Videos, die man mit einer FHD-Kamera nicht so erzielen aufnehmen könnte.


24p-BlurayIm Fachmagazin VIDEAKTIV wird oft die saubere Bewegungswiedergabe der 24p Bewegungsaufnahme gelobt. In  diesem Aufnahmemodus aufgenommene Videos liefern saubere Bewegungen auf dem TV, was daran liegt, dass alle TV-Scaler wegen Blu-ray einen 24p-Rechner eingebaut haben. Zuletzt findet man diese Aussage in der Heftausgabe 6/2015 auf Seite 15. Folgt man VIDEOAKTIV und filmt immer in 24p, dann könnte man sich also sicher sein, daß man eine saubere Bewegungsaufnahme auf dem TV mit einer Bildwiederholfrequenz von 50Hz bekommt.

Player und TV müssen natürlich für 24p-Wiedergabe geeignet sein, was hier so ist!!

Im obigen Bild von einer Ecke meines Samsung-HDTV sieht man, daß tatsächlich von der Sony Playstation 3 ein 24p-Video über den HDMI-Anschluß in den HDTV eingespielt wird. Mein LCD-HDTV - der ebenfalls 24p-fähig ist - sendet als Teil des HDMI-Protokolls sogenannte EDID-Informationen an den Player. Nur wenn die EDID-Informationen korrekt sind und der Player so programmiert ist, dass er die EDID-Informationen richtig interpretiert, nur dann gibt der Player 1080 / 24p smooth mit sauberen Kanten über seinen HDMI-Ausgang aus. Genau das paßt bei meiner Anlage zusammen
!

Hier im PAL-Land entfällt bei der 24p-Wiedergabe das 3:2-Pulldown, bei der die Bildrate von 24 auf 30 erhöht wird. Per PAL-Speedup beschleunigt im PS3-Rechner die Wiedergabe des Filmes um ca. 4%, so dass man zunächst 25 Vollbilder je Sekunde erhält.
Im Anschluss wird ein 2:2 Pulldown durchgeführt, bei dem jedes Vollbild in zwei Halbbilder zerlegt wird. Das Ergebnis sind die von PAL definierten 50 Halbbilder je Sekunde. Jetzt können die Filme mit der gleichen Frequenz abgespielt werden, wie sie auch im Kino zu sehen und auf der Blu-ray Disc gespeichert worden sind.

Was passiert nun, wenn meine FHD Blu-rays per HDMI später mal in einen 4K-TV eingespielt wird?
Das FHD-Bild wird dann im 4K-TV hochskaliert, genauso wie das jetzt mit DVDs passiert die auf einen HDTV eingespielt werden und wohl ein jeder hat schon gesehen, daß dann das Bild sogar besser aussieht als vorher auf dem HDTV. Es spricht also nichts dagegen aus dem aufgenommenen 24p-UHD Vidomaterial Blu-rays mit einem schönen Authoring herzustellen. Der Blu-ray Player - hier Sony PS3 - sorgt dafür, daß der Fernseher einen Videostream mit 50Hz geliefert bekommt, allerdings nur in FHD. Seit dem Firmwareupdate 1.9 kann die PS3 unter den „BD/DVD-Einstellungen“ die 24p-Display-Darstellung nicht nur auf „Automatisch“ und „Aus“ sondern auch auf „Ein“ erzwingen. In diesem Modus gibt die Konsole unabhängig von den über HDMI übermittelten Informationen Blu-ray Discs mit 24p ruckelfreier wieder. Sehr wichtig ist es Sony PS3 mit den neuesten Firmwareupdates zu pflegen, aktuell ist im Februar 2016 die FW-Version 4.78. Die PS3 bleibt durch die Updates ewig jung...

Kinofilme werden heute noch in 24p gezeigt und die Kinogänger sind damit sehr zufrieden, auch mit den Blu-ray's..

Bezüglich der
25p-Sache für die Blu-ray - Kinokonvertierung siehe hier:
UHD/FHD in 25p aufnimmt,

Wer über den USB-Anschluß seines TVs 24p/25p einspielt, der
verzichtest auf das Angebot des BD-Player das 24/25p-Video progressiv in 50Hz abspielbar zu machen, so wie es auch in der Kinoprojektion gemacht wird.
Bei mir ist deshalb die BD mein Favorit und nicht ein USB-Anschluß, außer er wäre in der Lage eine 50Hz-Progressivwiedergabe aus 24/25p zu liefern!


Quelle: Ergebnis meiner Internetrecherche, wichtigste Quellen sind im Text gelinkt!

Hobbyfilmer die saubere Schwenk-Bewegungsergebnisse erzielen wollen, müssen die in diesem Abschnitt hier genannten Aufnahmeregeln beherzigen!

Linkverweis: Klick!
Wichtiger Unterschied zwischen Film und Video: Klick!

Was Sie über 24p, 3:2-Pulldown und Ruckeln wissen müssen: Klick!


Endprodukt - Blu-ray(aus 25p-Aufnahmen!)

Den Werdegang einer 24p-BD habe ich bereits weiter oben beschrieben!

Die BD-25p hat den Vorteil, daß UHD/FHD in MP4 aufgenommen werden können und der O-Ton nicht um 4% vom BD-Player beschleunigt wird wie das bei BD-24p der Fall ist. Ferner hat 25p den Vorteil, daß man daraus auch DVDs machen kann die noch viele Leute aus meinem Bekanntenkreis haben wollen. Den 25p-Stream der BD-25p kann man ferner auch direkt von einem USB-Datenträger in den HDTV einspielen.!

50p-Videoaufnahmen benötige ich nicht, da ich keine Action-Videos mache!

Ich filme für den hier beschriebenen Fall:
  1. UHD-25p, weil ich hieraus Ausschnitte verwenden kann, auf dem UHD-Material idealer zoomen kann als es mit dem Zoom-Motor der FZ300 realisieren werden kann, man per PAN&Zoom Kamerafahrten machen kann. herunterskaliert auf Blu-ray hervorragendes FHD-Meterial bekomme.
  2. FHD-25p, weil ich hierfür den Elektronischer Stabilisator des Kamerasensors in fünf Achsen während der Videoaufnahme nutzen kann was mir auch kurze Szenen im Gehen als Schwebeaufnahmen ermöglich.
Vorsicht, wer keine Erfahrung* hat in 24/25p zu filmen - berufsmäßig gelernt oder Hobbymäßig angelernt - der wird möglicherweise über eine u.U. vorhandene rucklige Darstellung des Video jammern. Derjenige sollte lieber in 50p Videofilmen weil er dann die doppelte Menge von Bewegungsbildern bekommt die in der Wiedergabe vor seinen Augen ihm flüssiger verschmolzen erscheinen.

* in 24/25p zu filmen ist eine große Umstellung für Hobbyfilmer die früher in 50i oder 50p hierzulande aufgenommen haben, ohne Fortbildung erleidet man Mißerfolg!,
* man muß am Set alles im Griff haben, mit speziellen Augenmerk auf alles was sich schnell bewegt

* um die Bewegungsschärfe in den Griff zu bekommen, sollte man Belichtungszeiten für jedes Videoframe nach der 180°-Regel aus dem Profibereich einhalten.
* um das Flackern von Kunstlichtquellen im Video zu verhindern muß eine zu der Lichtfrequenz passende Belichtungszeit manuell an der Kamera eingestellt werden, ggf. mit Testaufnahmen die optimale Belichtungszeit ermitteln!
* bei der UHD-Aufnahme nur halb so schnelle Schwenks und Querbewegungen zulassen im Vergleich mit der FHD-Aufnahme. Nötigenfalls bei Querbewegungen vor der Kamera einen spitzeren Winkel zwischen Bewegungsrichtung und Objektivachse wählen damit der Abstand der Einzelbilder geringer wird was ruckelfreier wirkt in der Wiedergabe!
* bei größeren Brennweiten unbedingt mit einem Führungsgriff unter der Kamera und gegen die Kamera verspannten Nackenriemen arbeiten. Die Verwendung eines Stativs ist sehr empfehlenswert!
* immer gleichartige Bildwiederholungsraten in einem Projekt verwenden!
* bei Kodierung in H.264/AVC in VBR kodieren im Falle hoher Datenraten
* wie schön der Bewegungsablauf in 24/25p aussehen kann wird täglich mit Kauf-Blu-rays bewiesen!

Ich lege demnach in EDIUS ein FHD-25p-Projekt an und editiere je nach Lust und Laune sowie Kreativitätsdrang. EDIUS macht per Lanczos3-Filter ein perfektes Downscaling der UHD-Files auf FHD. Als finales Masterfile gebe ich FHD-25p aus in HQAVI-8bit aus. Nun lege ich in EDIUS ein Blu-ray kompatibles 50i-Projekt an, lege das Masterfile dort rein und brenne eine Blu-ray die der BD-Player der Sony Playstation 3 in FHD-50Hz auf den 46" Samsung HDTV per HDMI ausgibt.Der Rechner im TV macht daraus auf dem Panel ein 50p-Bild - da LED TV-Panels keine Halbbilder in wechselnder Folge darstellen können.

25p-BD





Im nebenstehendenn Bild von einer Ecke meines Samsung-HDTV erkennt man per INFO-Taste des HDTV, daß ein zusammengesetztes 50p-Video auf dem 46"-Panel angezeigt wird.





Aus 25p-Aufnahmen kann man zwar auch 24p-Progressiv-Videos in EDIUS-Transcodierung, bei der Wiedergabe auf dem Bluray-Laufwerk der Sony PS3 entstehen dann aber Geisterbilder. Der um 4% tiefere Ton würde nach nicht stören, die Bildwiedergabe ist aber gestört was man in feinen Strukturen durch die Geisterbilddarstellung deutlich sieht. Ich empfehle deshalb  kompatibel zu der BD-Norm  aus 25p-Videomaterial  mittels Projektumstellung auf  50i  eine Bluray zu erstellen. Diese wird dann völlig störungsfrei  abgespielt!

Was ich aus dem 30p-Videomaterial mache?

Eine 60i Bluray auf jeden Fall und je nach Bedarf einen Videostream in UHD, FHD, SD für PC- oder TV-Geräte Player auf USB-Stick oder Festplatte.

Ich bevorzuge eine Bluray-Präsentation mittels schöner Kapitelmenü anstatt der simplen Wiedergabe per einer Videodatei von USB-Stick/Festplatte. Diese Blurays kann ich mir später auch auf einem UHD-TV ansehen mit dem Panasonic Blu-ray Recorder/Player DMR-BST750, sollte ein solcher TV mal ins Haus kommen!

Spezifikation zu 4K-Bluray aufgetaucht: Klick!

Mehr Filmlook gewünscht?

Stand in den vergangenen 5 1/2 Jahren mit meinen zwei Canon Video-DSLRs das cineastische und der Kino-Filmlook mit geringer Schärfentiefe durch den großen APS-C Aufnahmesonsor im Vordergrund, so habe ich mich nun entschlossen eher das dokumentarisch sachliche mit 4K(UHD) auf unseren Reisen und Ausflügen und in Reportagen zu dokumentieren.

Nicht alle Hobbyfilmer filmen aber dokumentarisch, einige wollen mehr cineastischen Filmlook und sie filmen deshalb erst nach einer umfassenden szenischen Vorbereitung der Aufnahme mit passender Lichtsetzung und Kameravoreinstellung. Hierzu gehören Kamera-Einstellungen wie:
  • Mit dem Haupschalter stelle ich auf Filmkameraaufnahmen im Modus S ein
  • 24p mit 1/50sec Shutterzeit(leider gibt es keine 1/48 sec) klassische Einstellung für eine 24p-Bluray
    oder 25p mit 1/50 sec Shutterzeit für eine kompatible 50i-Bluray
    30p(29,97p) mit 1/60 sec Shutterzeit für eine kompatible 60i-Bluray
  • ISO max. 800, seltener bis 1600 mit Noise-Reduction(NR) im Bildstil der Kamera, einstellbar bis -5(austesten!)
    den Lichtüberschuß tagsüber bei Sonnenscheinnehme ich mit einem ND-Filter(-3 Blenden, um die Mittagszeit selten -6 Blenden) weg. Tagsüber begrenze ich ISO auf max. 400.
  • Meßmethode Belichtung – Mittenbetont
  • Punkt-AF Modus für Schärfelage auf die der Videobetrachter bei der Vorführung konzentriert wird
  • Bildstil "Natürlich" mit speziellen Aufnahmesettings mit einer nichtslinearen Gammakurve für eine LUT-Farbstimmung mittels Nachbehandlung im NLE...
  • Bildstil "Cinema-like Dynamisch" mit speziellen Aufnahmesettings mit einer nichtlinearen Gammakurve für eine  LUT-Farbstimmung mittels Nachbehandkung im NLE
  • Das beste Aufnahmebokeh setzt eine szenische Planung der Motivlage in dem Schärfentiefenbereich des Zoom-Objektives voraus mit der größten Blendenöffnung F/2,8 bei einer langen Brennweite bei Motivabstand von 4-5 Meter oder mit Nahlinsenanpassung bei sehr näher liegenden Motivabstand...
sh. auch Empfehlung /28/ für DSLR-Filmer die Kameras mit größeren Aufnahmesensoren verwenden...
Was den Filmlook kennzeichnet: Klick!

Beispiele für Videoaufnahmen im
Bildstil "Cinema-like Dynamisch" bei unterschiedlichen Wetterbedingungen:

Trübwetteraufnahme ohne ND-Filter

Trübwetteraufnahme ohne ND-Filter, Ergebnis milchig trüb, für das Color-Grading brauchbar!

Morgensonne, ND-Filter auf dem Objektiv

Morgensonne mit ND-Filter auf dem Objektiv, nicht flach genug für das Color-Grading!

Wie man sieht, bekommt man unterschiedliche Kameraaufnahmen geliefert, je nach Lichtsituation ...
Das Finale Color-Grading erfolgt mit der neuen "Primären Farbkorrektur" in EDIUS Pro 8.2. Auf die Ausgangssituation bei der Aufnahme muß man bei dem nachträglichen Color-Grading natürlich Rücksicht nehmen. Man kommt nicht darum herum, für nicht gleichartig aufgenommene Videoszenen unterschiedliche Color-Grading Settings anzuwenden!

Empfehlenswert ist es sich mit der Wirkung der Bildstil-Parameter zu beschäftigen, d.h. mittels Testaufnahmen herauszufinden welche Kamera-Parameter am besten geeignet sind für solche Situationen.

LUT-Test

GIF-Animation: Videoframe ohne und mit LUT

Tipps für einen cineastischen Filmlook: Klick!

Videobildstabilisierung der Kamera:

Die FZ300 verfügt über zwei eingebaute Bildstabilisatoren(Seite 199 der BA):
  1. Optischer Stabilisator im Objektivs während der "Kreativen Videoaufnahme" und Fotoaufnahme, umschaltbar auf: Normal und Korrektur vertikaler Verwacklungen während der Schwenks. Deaktivierung ist möglich!
  2. Elektronischer Stabilisator des Kamerasensors in 5 Richtungen während der "Kreativen Videoaufnahme" wenn die Kamera z.B. um ein Objekt händisch herumgeführt wird nicht aber im Falle der UHD-Aufnahme (Seite 200 der BA). Der Bildwinkel wird schmaler weil auf dem Aufnahmesensor Platz geschaffen werden muß für die Ausgleichsbewegungen. Die Objektivbrennweite verhält sich dann im FHD-Videomodus wie 30 bis 720mm statt 27 bis 648mm im Falle der UHD-Aufnahme!
Die beiden Stabilisatoren können für FHD-Videoaufnahmen auch zusammengeschaltet verwendet werden!

Bildstabilisator

Bild: Man kann mit der FZ300 nun auch dynamisch stabilisierte Videoaufnahmen,
z.B. bei der Personenverfolgung durchführen, am besten im Aufnahmemodus FHD-60p.

Achtung!
Die Zusatz-Aktivierung des elektronischen Bildstabilisators für FHD-Videoaufnahmen muß über das Rec-Kameramenü für Fotoaufnahme im Menübltatt Nr.7 unter "Stabilisator" erfolgen!

Der Elektronische Bildstabilisator benötigt immer eine gewisse Aufnahmechipfläche um die sichtbaren Bildränder nicht zu beschneiden - die WW-Aufnahme beginnt deshalb mit 30mm. Der optische Bildstabilisator dagegen nicht, hier sind deshalb WW-Aufnahmen mit 27mm möglich!

Die Benotung der Bildstabilisierung von VIDEOAKTIV 5/2015(sehr gut) kann ich aus eigener Aufnahme- erfahrung bestätigen. Die Nachstabilisierung von Freihandaufnahmen im NLE gelingt ganz gut, wenn man selbst nicht zu stark herumzittert und die Kamera entspannt halten kann. In größeren Brennweitenbereichen arbeitet die Kamerastabilisierung grenzwertig.

Filmt man über den Monitor sollte man beide Arme fest an den Körper anlegen und die Kamera über den Nackenriemen verspannen. Filmt man über den Sucher, dann hält man die Kamera fets gegen die Stirn ebenfalls mit an den am Körper angelegten Armen.

Dual-Videostabilisator bei FHD-Aufnahmen:
Bei FHD-60p Videoaufnahmen im Gehen schaltet man neben dem optischen Videostabilisator auch den elektronischen  5-Achsen Stabilisator hinzu. Abhängig wie gut man selbst die Kamera während des Gehens stabilisieren kann - vor allem den schaukelnden Gand möglichst meiden - stabilisiert das Kamerasystem schon recht gut aber für eine Vorführung noch nicht brauchbar. Feinschliff erzielt man erst mit einer Nachstabilisierung mit proDADs Tool ProDRENALIN 2.0. Zwar sieht man dann immer noch die restliche Kamera-Führungsdynamik, die Bewegungen verlaufen dann aber schön weich und nicht rucklig.



Video: FHD-60p mit dem Dual-Stabilisierungssystem aufgenommen und mit ProDRENALIN nachstabilisiert

Für Hobbyzwecke ist das Ergebnis noch OK, für mich als UHD-Filmer aber nicht nutzbar!

Die Auswahl der kameraeignen Stabilisatorart ist auf Seite 199 der BA beschrieben!


Mechanische Stabilisierungshilfsmittel:

StabilisatorNebenstehend der beste mobile Videoaufnahmestabilisator, das kleine und kompakte Outdoor Dreibein-Reisestativ mit 34cm Packmaß und 930 Gramm Gewicht, max. 112 cm vom Boden bis zu der Objektivachse ausziehbar über die Mittelsäule, sehr stabil.

Das Stativ ist mit Stativtasche sehr kostengünstig zu bekommen!

Das neue Dreibeinstativ ACTIVE 110 von Peter Hadley ist einfach zu handhaben und es ist vielfältig einsetzbar. Cullmann soll lt. meinem Händler der Hersteller sein.


Das Stativ hat eine dreistufige Beinwinkelverstellung.
Horizontale Schwenks können sehr weich ausgeführt werden. Auch eine Panorama- Gradeinteilung ist am Schwenkkopf vorhanden.

Im Stativstern ist eine eingebaute Wasserwaage vorhanden.


Die Kamera kann auch "über Kopf" nach unten hängend angebaut werden für bodennahe Aufnahmen. Die Stativbeine kann man aber in bodennähe auch ganz flach auslegen für oben aufgesetzte Kamera.

Fährt man nur zwei Stativbeine als A-Bock raus und klappt das unausgefahrene dritte Stativbein lediglich in äußerste Position, dann kann man nach Kameraausrichtung per Kugelkopf auch vertikale Schwenks durchführen duch Veränderung der A-Bock Neigung.

Auch in der Fotografie für Langzeitaufnahmen, Timelapse-Fotografie sowie Fließ- und Wischeffekte einsetzbar.


Schwenkhebel für Videoaufnahmen   Kamera Schwenk-Neiger

An Stelle der M5-Feststellschaube für den Kugelkopf habe ich einen Schwenkhebel für Videaufnahmen angebracht, ein Teil aus einem älteren Stativ welches nicht mehr eingesetzt wird. Die Schwenks gelingen per Bürogummizug butterweich. Später habe ich noch von meinem uralten Fotostativ aus der Super8-Zeit den Neiger auf das Stativ gesetzt. Nun ist es möglich die Kamera sanft horizontal und vertikal zu schwenken. Der Abstand vom Boden bis zu der Objektivachte beträgt jetzt 125 cm. Eine gute Arbeitshöhe für das Videofilmen per dreh- und neigbaren Display-Monitor der FZ 300. Das aufgesetzte Teil wiegt 380 Gramm, man kann es jederzeit vom Stativ runternehmen und getrennt vom Stativ aufbewahrt transportieren.

Man kann den Kugelkopf gegen einen 390 Gramm schweren käuflichen Videoneiger austauschen, hierdurch steigt dann das Transportgewicht allerdings von 930 auf 1320 Gramm an.

Nicht zuletzt kann man das Stativ auch als Körperstativ und Schulterstativ einsetzen sowie in einer Kombination mit einem Hipjib kleine Kranfahrten durchführen.

Das Problem ist von Hand einen sehr gleichmäßigen Schwenk auf dem Dreibeinstativ zu realisieren. Es gibt aber mittlerweile schon preisgünstige elektrisch betriebene Schwenkneigeköpfe für Panorama- und Vertikalschwenks, z.B. hier : Klick!

Bei Stativschwenks kann man den optischen Bildstabilisator mit der Option "Schwenken" zuschalten.

Bei Videoaufnahmen vom Dreibeinstativ aus sollte man den Kamera-Bildstabilisator abschalten!


Weitere kleine Hilfsmittel für die Freihand-Videoaufnahme:
  • Die größte Freiheit bei der Freihandaufnahme mit guter Kameraführung erhalte ich mittels unter der Kamera geschraubten Hama- Klappgriff. Die FZ300 ist auf der linken Kameraseite sonst schlecht zu halten. Mit dem Klappgriff bekommt man eine breite Führungsbasis und zusätzlich damit auch noch ein besseres Stabilisierungselement. Empfehlenswert ist es während der Aufnahme die Kamera mit dem Nachriemen zu verspannen oder beide Arme seitlich an den Körper zu pressen.

    hama Winkelhandgriff

    Am Handgriff ist ein Aufsteckschuh für Zubehör vorhanden, z.B. für mein Rode-Richtmikrofon für die Aufnahme von Vogelstimmen.

    Damit bin ich am häufigsten unterwegs. Der optische Kamerastabilisator wird in diesem Fall zugeschaltet, für Aufnahmen die stehend oder schwenkend aufgenommen werden!

  • Cullmann Travelpod 3090 mit Körperabstützung, ein Bild davon sieht man weiter oben bei den Makroaufnahmen

    Cullmann Travelpod 3090
Diese zwei Freihandaufnahme-Hilfsmittel haben eine gute Wirkung auch bei mittleren Brennweiten zusammen mit dem eingeschalteten Kamerastabilisator!

DIY Multi-Videoaufnahmestativ mit Körperabstützung:

Folgendes Stativ, welches ich vor allem für Freihandvideoaufnahmen benutze gibt es nicht auf dem Markt.
Basis dafür ist das ehemalige Quelle-Revue Schulterstativ welches ich schon für die Super8-Filmerei in den 70/80er Jahren verwendete.


Den Stativgriff habe ich aus einem uralten Einbeistativ durch Kürzung hergestellt. Aus dem Griff kann man eine Dreibein-Abstützung herausziehen um die Kombination auch als Tischstativ verwenden zu können.
Man muß diese Bauteile nur etwas erfinderisch zusammenbauen

Quelle_Revue

DIY-Schwenk-Zoom Kamera-Rig für Schulter/Brustkorbabstützung von Quelle-Revue 
je nach Drehposition der ausklappbaren Körperabstützung auf der rechten Seite.

Die Kamera hängt per Nackenriemen am Körper. Der Nackenriemen ist so einzustellen, dass man eine stabil auf das Motiv ausgerichtete Kameralage bekommt. Abstützpunkte: Nacken, Brustkorb und beide Hände!

Mit dem Griff des Kamera-Rigs preßt man die Kamera gegen den Brustkorb.
Die 600mm Super-Zoom Brennweite mit dem aktivierten FZ300 Stabilisator(Schwenken aktivieren, sh. S 199 der BA!) bei am Körper angelegten Armen - ruhig gehalten - eröffnet die Möglichkeit im größten Telebereich zu filmen und auch ruhige Schwenk zu realisieren.
Das 240mm lange zusammengelegte Teil kann an der Fototasche problemlos mitgeführt werden. Man ist damit sehr mobil unterwegs um auch mit großen Brennweiten zu zoomen und zu schwenken!


Freihand-Fahraufnahme vom Fahrrad/Pedelec aus mit einer Hand per FZ300:

Man braucht nicht unbedingt eine Action-Cam um Aufnahmen vom Fahrrad/Pedelec aus während der Fahrt so machen zu können, daß diese in eine Radltour eingebaut werden können. Ich lenke das Pedelec mit der linken Hand, in der rechten Hand halte ich die Kamera mit angewinkelten Arm hoch, gesichert ist die Kamera mit dem Nackenriemen.

Fahrrad in Sommerhausen

Der Kamerastabilisator ist während der UHD-Aufnahme eingeschaltet. Durch die hohe Massenträgheit der FZ300 werden die Aufnahmen an sich schon relativ ruhig in der Objektiv-Weitwinkelposition.

Die eigentliche Stabilisierung des Szene erfolgt per Dateiaustausch mit proDAD Prodrenalin V2 oder direkt per EDIUS 9 mit dem Filter
"Ignite Action Cam Lens Distort" in der Filtergruppe "WARP".

Prodrenalin-Stabilisierung

Das Video wird analysiert(sh Bild oben) und stabilisiert Videos auf der Basis des Mercalli V4 Fundaments, es entfernt auch das besonders störende Wobble/Wabbeln sowie Vibrationen.



Video: Fahrt in der Innenstadt von Karlstadt am Main auf Kopfsteipflaster

Wie man sieht verfügt die FZ300 auch über ActionCam-Fähigkeiten, wenn man mit einer geeigneten Methode vom Fahrrad/Pedelec aus filmt. Ich benötige für Hobbyzwecke weder eine GoPro, YI 4K+ noch eine Sony FDR 3000 dafür, auch keinen Einhand-Gimbal!

Mit einer Hand zu lenken und mit der anderen Hand von dem Fahrrad aus zu filmen ist natürlich nich die sicherste Methode als Verkehrsteilnehmer. Das wäre aber bei Verwendung eines elektronischen Einhand-Gimbals - siehe Bild unten - auch nicht anders...


Ich bin deshalb dazu übergegangen aus Sicherheitsgründen das Fahrrad lieber mit zwei Händen zu führen.
Da ich als Tourenfahrer relativ aufgerichtet auf dem Pedelec sitze habe ich meinen Nackenriemen für die Kamera soweit verkürz eingestelltt, daß die FZ300 auf dem Brustbein zum liegen kommt. diese Positionierung ist die ruhigste während der Fahrt. Ich stelle im Filmmodus die Kamera auf die Blendenvorwahl ein und wähle die Blende 4,5 für eine ordentliche Schärfentiefe ein. Das Zoom-Objektiv bleibt in Weitwinkelposition während der Schwebeaufnahme auf dem Fahrrad. Der Dauer-AF ist steht auf ON. Je nach Tageszeit setze ich einen oder zwei NDX8-Filter als Lichtschlucker ein. Ich aktiviere Auto-ISO und begrenze sie Aufnahmeempfindlichkeit auf ISO 400. Soweit mein Workflow für etwa 2% der Schwebeaufnahmen vom Fahrrad/Pedelec aus, bei einem reinen Fahrradrundkurs können es auch mal 10% sein.

Einen elektronischen Gimbal brauche ich für solche Aufnahmen nicht, mein Gimbal ist "Prodrenalin V2" von proDAD in der Nacharbeitung auf dem Videoschnitt-PC. Macht man das im Dateiaustauschformat GV-HQX geht das rasend schnell!

Web-Tipps:

  • Film&TV Kameramann 9/2016 - Spezial Kamerastabilisierung(kostenlos!): Klick!
  • Stative für eine ruhige HD-Kameraführung: Klick!
  • Nicht jede Bewegung planen - Ruhige Bilder Teil 1: Klick!
  • Nicht jede Bewegung planen - Schnelles Arbeiten Teil 2: Klick!
  • DIY-Dreibeinstativ mit 11 kg Eigengewicht: Klick!
Elektronisch Echtzeitkorrektur mit Gimbal-Mehrachsenstabilisierung:

Einhand-GimbalVor allem aus China wird derzeit der Markt damit überschwemmt.

Gute Systeme können das mehrfache des FZ300 Kamerapreises kosten. Sie sind sperrig mitzuführen, sehen wie eine Harke aus und brauchen zusätzliche Akkus. Interessant sind vor allem die Einhand-Gimbals. Voraussetzung dieser Systeme ist immer, dass die Kamera im Schwerpunkt montiert werden kann. Je genauer die Justierung erfolgt, um so wenige Drehmoment müssen die Stabilisierungsmotore leisten. Bei der FZ300 Bridgekamera muß man sich dann entscheiden mit welcher Telebrennweite die Szene gefilmt werden soll.


Ich habe mich damit praktisch noch nicht wirklich auseinandergesetzt, im Internet findet man aber viele Informationen dazu.

Web-Tipp: Klick!

Lowlight und Videorauschen bei 4K(UHD) Videoaufnahmen:

Der Aufnahmesensor ist klein, wenn auch nicht schlecht, die kameraeigene Rauschunterdrückung funktioniert recht gut, um eigene Tests kommt man aber nicht herum.

FZ300-mit-M250.jpgNachtaufnahme

Bild: F/2,8, 1/25 Sekunde, ISO1000, NR -2, Belichtungskorrektur - 1/3

ISO1600

Frame mit ISO1600 mit NR -5 in Kamera entrauscht, F/2,8 - 1/50 sec
aus 25p - UHD-Video mit RMT größer ansehen

Was man tun kann bei wenig Licht:
  • Videoaufnahmemodus Filmkamera-M wählen
  • Per Quickmenü: Blende auf 2,8, Verschlußzeit auf 1/25 Sekunde, "gute ISO-Werte" bis 1600 wählen mit geringerer Rauschanfälligkeit, siehe hier: Klick!I
  • Noise-Reduction(NR) im Bildstil der Kamera einstellen zwischen -2 bis -5(austesten!)
  • Bildstil "Cinema-like Dynamisch" mit mit Signalkorrektur bei der Aufnahme verwenden
  • AdobeRGB Farbraum wegen der filmartigen Gamma Curve und weniger Rauschen bei Kamera-Aufnahmen einsetzen
Die Rauschminderung der Kamera funktioniert einfach super!
In hellen Bereichen ist das Bildrauschen kaum zu bemerken, was ich weiter oben schon erwähnte...
Zusammen mit den nur 12,1 Mio Pixel auf dem Aufnahmesensor und der durchgehend verfügbaren Blende F2,8 kann man auch im Lowlightbereich ganz gute Videoaufnahmen machen.
Vergrößert man das Videobild, erkennt man ein feinkörniges Bildrauschen bei bewegten Motiven. Sollte das mal stören, kann man es im Videoschnittprogramm leichter entrauschen als das grobkörnige Bidrauschen meiner ehemaligen DSLRs. Panasonic hat im Bildqualitätmenü - sh. Seite 114 der Bedienungsanleitung -  die NR-Noise Reduction(Rauschminderung) aus dem Broadcast-Segment regelbar zugänglich gemacht. Diese Einstellung kann eine geringfügige Beeinträchtigung der Auflösung bei Schwachlichtausleuchtung verursachen. Bei ausreichend Licht neutralisiert man die Einstellung natürlich.
Das Videoaktiv-Meßlabor hat das geringe Bildrauschen der FZ300  bei 30 Lux - Ausleuchtung von 3,6% mit sehr gut bewertet(die GH4 kommt da nur auf 8,4%, die FZ1000 auf 4,6%!). Die Rauschkörner der 4K(UHD)-Aufnahmen werden in meinem Fall dann noch weiter reduziert, da ich das finale Videoformat als FHD-Video für die Vorführung exportiere!

YT-Beispielvideo: NIGHT AT LAS VEGAS

Eigener Videotest bei Lowlight mit einer 4K(UHD) Aufnahme:



Die Videos sind im manuellen Filmmodus aufgenommen worden mit F/2,8, 1/50 sec Shutterzeit, Bildstil "Standard" und NR -2.
Die Aufnahme mit ISO1600 war die Zielaufnahme. Ab ISO 3200 ist Videobildrauschen zu sehen bei ISO 6200 noch mehr. Mein finales Videoformat bei Export ist immer FHD. Durch die Down-Skalierung eines Videos mit ISO 1600 wird das Videorauschen  stark abgedämpf bis auf ein feines und kaum noch störendes tmporäres Flimmern. Aufnahmen mit bis zu ISO1600 müssen deshalb kaum noch mit dem "NeatVideo-Entrauschungsfilter" in der NLE-Nachbearbeitung behandelt werden!

"NeatVideo" in EDIUS ermittelte folgende Kamera-Rauschprofile für höhere ISO-Werte im obigen Video:

1. ISO 3200: 6,4 - 74%, Entrauschungsleistung sehr gut
2. ISO 6400: 11,7 - 57%, Entrauschungsleistung noch brauchbar


Man kann noch mehr aus der Kamera herausholen, wenn man den Shutter auf 1/25sec einstellt und NR stärker eingreifen läßt oder im CinemaLike-D Bildstil mit angepaßten Signalparametern Aufnahmen macht!

Dieser Filmer in YT bestätigt ebenfalls die gute Videoqualität bei ISO 1600: Klick!

Sehr gute Egebnisse erzelt man mit der Hauptschalterstellung auf SCN, sowohl für Foto- als Videoaufnahme:
In diesem Aufnahmemodus wird die Restlichlichtverstärkung der Kamera begrenzt, die dunklen Zonen werden angenehm rauschfrei und die Lichter treten hervor, siehe auch hier: Klick!

Abend-Dämmerung aufnehmen:
Das geht z.B. sehr gut im P-Modus des Aufnahmewahlschalters bei ISO 800. Klick!


Genauere Untersuchung einer UHD-Schwachlichtaufnahme die auf FHD herunterskaliert worden ist:


Ich habe eine UHD-Aufnahme bei Kunstlicht gemacht bei F/2,8 - 1/25 Sekunde - ISO 1600. Das Zimmer-Kunstlicht ist von einer Deckenleuchte gekommen die das Licht durch salzkristalfarbene Glaszylinder abgab. Das Motiv war eine Bücherregal-Ecke die vom Tageslichtfenster stark abgeschirm war. Die Kamera war im vollmanuellen Aufnahmemodus. Die Belichtungskontrolle ergab, das die Belichtung des Video zu 100% korrekt war.
Aus dem UHD-Video habe ich ein Frame gezogen und mit PhotoImpct X3 auf FHD skaliert. Die Rauschkörner sind durch diese Skalierung schon einmal kleiner geworden. Aus diesem Frame habe ich einen 1:1 - Ausschnitt rausgeholt als Original und einen Ausschnitt nach der Entrauschung.


Original-Ausschnitt

Man sieht am Original-Bildausschnitt insbesondere in der dunklen Ecke rechts oben und der Tapetenwand, daß dort Bildrauschen im Schattenwurf vorhanden ist...

Ausschnitt entrauscht

Das entrauschte FHD-Video kann man im Hobbybereich noch tolerieren...
Das kleine Experiment hat gezeigt, daß man in Lichtsituationen die ein ISO von 1600 benötigen, mit einer leichten Entrauschung noch ein brauchbares Video bekommen kann. Ein Entrauscher wie "Neat Video Pro in der Version 4" von ABSoft schafft das auch bei 4K-Video-/Fotoaufnahmen spielend. Neben dem eigentlichen Entrauschen kann man in diesem Plugin auch Smart-Schärfung ohne Auswirkung auf die Entrauschung und viel mehr machen. Ich habe dieses Plug-in in EDUS Pro 8. In EDIUS läßt ein spezielles Grading als Farbstimmung realisieren um Emotionen zu wecken, natürlich sind auch reichhaltige Möglichkeiten der Farbkorrektur Vorhanden und man kann aus den Videos 4K-Fotos "schießen" aus Momenten die man während der Videoaufnahme garnicht wahrgenommen hat!

Noch mehr Erkenntnisse über Schwachlichtaufnahmen: Klick!

Fokusierung der Videoaufnahmen und Video-Motorzoom:

Ich bevorzuge meist den AFS mit Spot- oder 1-Feld-Messung gezielt auf ein ausgewähltes Motiv.

"Dauer-AF" steht bei mir auf "OFF" um sicherzustellen, das die Fokusposition nur bei dem Start der Aufnahme sich einstellt und dann nicht unerwünscht pumpt sowie das daraus resultierende mechanische Betriebsgeräusch des AF unterdrückt wird, siehe auch Seite 219 der BA..

Fokus bei Videoaufnahmen

Empfohlene Fokus-Einstellungen bei Videoaufnahmen, siehe auch Seite 129 der BA

Der optische Zoom kann im Bereich von 27-648mm genutzt werden. Der i.Zoom vergrößert die Brennweite bis zum zweifachen des Original-Zooms mit etwas eingeschränkter Bildqualität bei Videoaufnahmen: Klick!

Der Digitalzoom arbeitet verlustbehaftet, ich selbst nutze diesen deshalb nicht!

Für die UHD-Aufnahmen benötige ich persönlich keinen Ext. Monitor, weil die Schärfentiefe des kleinere Aufnahmesensors viel größer ist als die des Sensors der GH4 zum Beispiel und ich mit meiner Bridgekame den Schärfepunkt per Kamera-Bildschirm oder durch den Sucher per 1-Feld- oder Punkt-Fokusierung sehr sicher treffen. Mit Großsensoren hat man nur eine geringe bis sehr geringe Schärfetiefe für die Fokusierung bei offener Blende verfügbar hier muß der AF ständig bachjustieren was zu Pumpbewegungen und Betriebsgeräuschen führen kann.. Untersuchungen zur Fokusierungspräzision im Falle der größeren Aufnahmesensoren bei DSLR-Kameras haben nur eine Fokusierungssicherheit von 40% gegeben, 60% der Aufnahmen fallen also unscharf aus.


Während des Zoomens wird ein Balken über die Schärfentiefe abhängig von der gewählten Blende eingeblendet. Hier kann man per Zahleneinblendung ablesen im welchen Bereich gerade die Schärfentiefe liegt. Dadurch hat man dann auch per Zahlenanzeige den Überblick in welchem Entfernungsbereich Objekte scharf abgebildet werden.


Video-Motorzoom:

Der Zoomhebel vor der Kamera und auch der Zoomschieber seitlich am Objektiv eignen sich lediglich für die Bildausschnittfestlegung, nicht für Zoomfahrten.

Video-Zoomfahrten kann man fast ohne Geräuschstörung des Motorzooms mit der kleinen Zoomgeschwindigkeit der gleichzeitigen Audio-Aufnahme realisieren. Über das Display kann man den Motorzoom am besten in zwei Geschwindigkeiten den Zoom raus- und reinfahren, siehe Seite 205 der Bedienungsanleitung.
Die Steuerungsskala für langsames und schnelles Zoomen wird mit dem kleinen Pfeil [<] ram rechten Displayrand ausgeklappt, anschliessend muß man die Steuerungsleiste mit Betätigung von [T/W] aktivieren damit man Zugriff auf die Tastflächen Langsam/Schnell bekommt.

Wichtig ist, dass man am besten in der kleinen Geschwindigkeit den Zoom bedient. Am zielgenauesten geht das mit einem Displaystift. Noch besser ist es die Kamera auf ein Stativ zu stellen und dann per Smartphone-App von Panasonic vom Smartphone aus die Aufnahme ferngesteuert zu starten und zu beenden, das geht über den gesamten Brennweitenbereich sehr gut. Den Zielpunkt sollte man vor der Aufnahme mit der geplanten größten Brennweite per Push-AF fixieren.

Um die Geräuschunterdrückung des Motorzooms noch besser in den Griff zu bekommen, verwende ich das externe
Rode VideoMic Richtmikrofon auf der hama - Winkelschiene festgeschraubt am Kameraboden.
Verfügbar ist auch ein Schritt-Zoom - sh. BA Seite 204, der Zoom bleibt dann bei einer vorbestimmten Brennweite stehen. Diese Funktion steht nicht zur Verfügung, wenn Videos oder 4K-Fotos mit [4K Pre-Burst]) aufgenommen werden.


Bildstile und Gammakurven der Kamera für Kinolookliebhaber:

Die FZ300 verfügt über 7 werkseitige Bildstile für die Videoaufnahme in finaler Farbstimmung(kein Colorgrading nach der Aufnahme!). CUST kann benutzerspezifisch benutzt werden!
Für Kinolookfreunde gibt es zusätzlich noch: Cine-like Dynamisch und Cine-like Video
für eine etwas filmähnlichere Dynamik bei der Aufnahme. Einzelheiten siehe Bedienungsanleitung Seite 113. CINED verwendet man, wenn ein Cine-Colorgrading (DaVinciResolve, FilmConvert etc.) nach der Aufnahme erfolgen soll.

Bildstile

Ich verwende "Out of the Box" meist den Bildstil "Standard" mit folgender Änderung: Schärfe habe ich auf +1 gestellt, die Rauschminderung auf -2 bei Shwachlicht.
Die Belichtungskorretur steht auf -1/3 EV. Die ISO-Einstellung habe ich ferner auf max. ISO 1600 limitiert.


Wie die Gammakurven CNED bzw. CNEV für Kinolookliebhaber aussehen kann(beispielhaft!):

Gammakurven

CINED ist also für die Nachbearbeitung im Videoschnittprogramm reserviert, CINEV ist für Endverbraucher vorgesehen die keine Nachbearbeitung durchführen wollen.


Quelle: Panasonic-Document Seite 10: Klick!

UHD-Luminanzbildschärfe:

Mit der UHD- Bildschärfung in den Bildstilen muß man umsichtig umgehen, sonst kommt es möglicherweise auf dem HDTV zu lokal flimmernden Stellen, wenn das Motiv  filigrane Eigenschaften hat.

Schärfetest

Quelle: "dkamera" Video-Testchart ISO 12233 zur Ermittlung der Luminanzschärfe
(weiter oben habe ich die Ermittlung der Luminanzschärfe von anderen Testlaboren bereits dargestellt),
ähnliches Ergebnis habe ich mit meinem Testchart-Test ebenfalls erzielt.

Im VA-Testbericht 6-2015 wird auf Seite 38 hervorgehoben was im Labortest erkannt worden ist:

"Bei  Tages- wie bei Kunstlicht ist die Detailwiedergabe hervorragend. Der gerade Verlauf der Kurven deutet darauf hin, dass sich die Elektronik bei der Bildaufbereitung zurückhält."

Die gemessene Auflösungskurve sieht man hier: Klick!

Im Falle der teureren FZ1000 stellte VA dagegen fest: "Panasonic holt aus dem größeren Sensor weniger heraus als aus dem kleineren der FZ300.".

Bei anderen Panasonic-Kameras wie z.B. bei der G70 sieht man Kantenaufsteilungen in den Testcharts, auch bei der GX8 oder GH4...

Kantenaufsteilungen werden durch eine elektronische Signalverstärkung verursacht, siehe auch hier: Klick!

UHD-Tonaufnahme:

Die Tonaufnahme zum Video setzt etwas später ein, bei 25p sind es ca. 5 Frames, bei 24p sind es 3 Frames.
Am Ende des Clips hört der Ton etwas früher mit der Aufnahme auf gegenüber der Videoaufnahme, bei 25p sind ist es 1 Frame bei 24p ist es ca. 1/2 Frame.
Das ist nicht weiter schlimm, da ich viel mehr nachvertone und wenig Originalton in einem Projekt lasse. Clips mit Ton setze ich eine Videospur höher auf die Timeline, auf der anderen Videospur schalte ich Audio auf stumm. Beschneiden muß ist lediglich die Clips die mit O-Ton dem Projekt erhalten bleiben sollen. Alle Videoclips müssen darüber hinaus meist eingekürzt werden wegen zu langer Aufnahmeszenerie oder wegen Überblendundeffekte die Überblendungsmaterial benötigen.

Qualitativ entspricht die O-Tonqualität meinen Ansprüchen, ein externes Mikro benötige ich nicht, auch wenn hier trotzdem das Rode VideoMic bereit steht, noch aus meiner Video-HDV und DSLR-Zeit:

Video-Bildschärfe-Tipp:

Mit einem Auflösungs-Testchart von B.I.G.habe ich im Auflösungs-Testchart festgestellt,
daß man z.B. im Bildstil "Standard" die Bildschärfe "S" am besten auf -1 bis -3 einstellt, dann wirken die Bilder zwar etwas cineasrischer jedoch damit auch schöner. Die Konturen werden in diesem Fall ohne Kantenaufsteilung dargestellt!
In der Auflösungsfrequenz des Testcharts kann man auch erkennen, daß die UHD-Videoauflösung bei höherer Frequenz einen besseren Videoframe-Bildeindruck liefert als die eigentliche Bildaufnahme!

Der Test erfolgte bei 950 Lux Beleuchtung in 2m Entfernung mit einer Brennweite von 50mm bei Blende 3,5!


Mitgelieferte Software und Dokumentation von Panasonic:

Mir persönlich steht bereits folgende Foto-Bearbeitungssoftware zu Verfügung:
    • PhotoImpact X3 mit den Nik Collection Plug-in, damit habe ich mich über viele Jahre hinweg am besten eingearbeitet...
    • IrfanView, kann fast alles mit Bildern machen, auch Optionen für verlustreie JPEG-Konvertierungen sind vorhanden.
    • XnView, zeigt auch RW2-Dateien von Panasonic sofort an, es sind auch Optionen für verlustreie JPEG-Konvertierungen vorhanden.
    • Magix Photostory Deluxe 2018 für SlideShows, siehe hier: Klick!
Panasonic lieferte mit dem Kamerakauf weitere Software hinzu:
  1. "PHOTOfunSTUDIO"

    Insbesondere für die Übertragung von AVCHD-Videofilestruktur verwenden damit keine Tonlöcher entstehen von einem zum anderen Clip hin. Ich selbst filme immer in UHD-MP4.

    Ich übertrage meine UHD-Videodaten incl. Bilder mit diesem Progarmm zum PC. Hierfür habe ich folgende Ordnerstruktur angelegt: FZ300/Jahr/Monat
    Die Speicherkarte nehme ich aus der Kamera heraus und schiebe Sie in den Kartenslot des Videoschnitt-PCs rein. Der PC erkennt nun die Speicherkarte im Meinen Fall am USB-Controller(Realtek USB 2.0 Card Reader*):

    FZ300 Speicherkarte

    PhotofunStudio öffnet sogleich die Speicherkarte und liest die Dateien ein. Jetzt muß man noch im Programm den Zielordner vorgeben und die Daten werden nach Datum sortiert in den PC-Zielordner übertragen. Was man mit den Dateien dann machen kann ist folgender Grafik zu übernehmen.

    * sollte mal die Speicherkarte der Kamera nicht erkannt werden, ist der Treiber  für den USB-Controller über das Internet zu aktualisieren.
Panasonic PHOTOfunSTUDIO

Mit dem Programm kann man auch die vorhandene PC-Verarbeitungsleistung überprüfen lassen:

PC-Verarbeitungsleistung

Die Wiedergabe von UHD-Videos erfolgt auf meinem PC ruckelfrei"

PC-Videowiedergabe

Die Hardware-Beschleunigung habe ich auf meinem PC zugeschaltet!

Aus den MP4-Videos kann man die Aufnahmeeigenschaften mit PHOTOfunSTUDIO auslesen:

Video-Eigenschaften

PHOTOfunSTUDIO ist gleichzeitig auch ein Videokonverter:

Videokonverter

4K(UHD)-Videoclips - PAL oder NTSC - kann man u.A. teilweise löschen, in ein Storybord legen und zu einer Datei zusammenfügen oder auf verschiedene Medien kopieren Ferner kann man Diashows oder kurze Filmgeschichten erstellen, auch Standbilder können generiert werden. Bilder können in verschiedenen Layouts ausgedruckt werden.

Das Programm bietet eine direkt aufrufbare umfangreiche deutschsprachige Bedienungsanleitung mit der Beschreibung des Handlings aller Programmfunktionen an.

Das Programm eignet sich sehr gut für die Datenorganisation, die Datenvorschau und viele andere nützliche programmeigene Funktionen.

  1. "SILKYPIX Developer Studio 4.3 SE"

    für die Entwicklung von Raw-Dateibildern. Die Bedienungsanleitung gibt es als HTML-Datei aus dem Programm heraus. Kapitelweise kann man sich das 128-seitige Handbuch aber per Internet-Browser doppelseitig ausdrucken. Hier kann man höhere Versionen beziehen, vorausgesetzt die Kompatibilität zu der Kamera ist gesichert: Klick!

    Bei Verwendung von Raw-Bildern - leider ohne i.Zoom-Aufnahmen - kann man die höhere Dynamik der Aufnahmedaten - 48-Bit(JPEG nur 24-Bit) - nutzen. Schatten- und überbelichtete Bereiche kann man besser korrigieren, was in JPEG-Bildern so nicht möglich ist, sh auch hier: Klick! 

SILKPIX

Ich habe mir den Workflow in "SILKYPIX" für die Raw-Daten nach /1/ sorgfältiger angesehen.
Bei der Arbeit mit Raw-Daten ist vor dem PC fast wieder alles offen, die Kreativität bleibt dem Fotografen erhalten, je nach Workkflow den er dafür einsetzt. Jede Reglereinstellung in " SILKYPIX" ist eine subjektive Interpretaion an die Wirklichkeit der Aufnahmeumgebung in der das Bild entstanden ist.

Man beginnt mit der Begutachtung der Aufnahmen z.B. mit XnViewMP, gegebenenfalls werden Aufnahmen aussortiert und gelöscht und vielleicht per Stapelverarbeitung fortlaufend neu nummeriert. Nun geht es weiter in SILKYPIX. Meist wird die Nacharbeitung der RAW-Bilder sehr kurz ausfallen, wenn man schon mit der Kameraaufnahme zufrieden ist so wie sie auf dem Leuchtpult von
SILKYPIX erscheint. In diesem Fall muß nur noch entschieden werden ob in JPEG oder TIFF zu entwickeln ist und die Arbeit ist damit erledigt. Da bei RAW-Daten fast alles offen ist, bleibt auch die Eigenkreativität des Fotografen erhalten und das Ergebnis kann dann nach Einsatz vieler Parameteränderungen ganz anders aussehen als es die eigentliche Kameraaufnahme war.

Den Workflow teilt man sich ein, z.B. in:
    • Basisworkflow
    • Feinregulierung
    • Entwicklung
    • Verwertung (Ausdruck, Verwarbeitung für das Internet etc.)
Im Prinzip kann ich in einem solchen Workflow in Echtzeit Basiskorrekturen durchführen, das Bild beschneiden, den Horizont ausrichten und sogar u.A. auch eine Feineinstellung objektivbezogener Korrekturen durchführen, Eine sehr differenzierte Rauschunterdrückung, die man am Ende der Korrekturprozesse macht, ist ebenfalls möglich.

Rauschabschwächer

Rauschabschwächer


Der Rauschabschwächer kann sehr differenziert mit sehr guter Wirkung eingesetzt werden!
Die Wirkung habe ich bei Raw-Schwachlichtaufnahmen getestet die mit ISO 1600 aufgenommen worden sind und mit der Nachbearbeitung in
"SILKYPIX" bessere Ergebnisse erzielt als sie in einem JPEG/TIFF-Workflow möglich wären!

Viele andere Nachbearbeitungsmöglichkeiten erschliessen sich erst nach einer längeren Einarbeitungszeit!
Würde man ausschließlich nur in Raw aufnehmen, dann müßte jede Raw-Aufnahme vor Nutzung erst entwickelt werden, der benötigte Zeitwaufwand wäre mir dafür in der Summe zu groß.

Entwicklungseinstellungen kann man aber auch speichern um sie für andere Bilder verwenden zu können was den Arbeitszeitaufwand dann wieder relativiert.

Das Endergebnis der Raw-Korrektur kann ich dann als JPEG oder TIFF entwickeln(speichern) und auch aus SILKYPIX heraus direkt für die Verwertung ausdrucken.

RAWnachJPEG

Bild: Von der Kamera aufgenomenes RAW-Bild unseres Nußbaumes im Garten: 12M, 4:3 (4000 x 3000). 1/800sec, f4, ISO 100, KB50mm, hier stark komprimiert auf JPEG für das Internet. Im Original sieht man ein sauberes und klares Bild ohne chromatischer Abberation, Farbsäume, Kantenaufsteilung etc.

Aufnahmeseitig werde ich jede Standard-Schwachlichtaufnahme zunächst als Raw und JPEG von der Kamera abspeichern lassen. Eine Raw-Entwicklung werde ich wohl am Anfang nur für besonders wichtige Aufnahmeergebnisse durchführen um den Zeitaufwand zu beschränken.

Eine ganze Reihe neuer Fotoaufnahmefunktionen, wie 4K-Photo, Post Fokus etc. legt die Kamera nur als JPEG ab. In diesem Fall kann man dann die aufgenommene Qualität nur durch Konvertierung in TIFF erhalten und auf der "TIFF-Arbeitskopie" dann die Nachbearbeitung in einer normalen Bildnachbearbeitungssoftware wie PhotoImpacr X3 oder IrfanView durchführen.
Aus diesem Grund arbeite ich oft nach dem weiter unten beschriebenen JPEG/TIFF- Bildnachbearbeitungs - Workflow...

Verspürt man den Wunsch nach einem anderen Programm für die Bearbeitung von RAW-Bildern, dann muß man vor dem Kauf prüfen ob dieses Programm kompatibel zu der vorhandenen Kamera ist. Meßlabore der Programmhersteller kalibrieren Ihre Programme zu diesem Zweck!

Literatur:

/1/ Raw-Werkzeugkasten SILKYPIX - viele Schräubchen(PDF Version 3 für den Einstieg) ab Seite 23: Klick!
(die PDF-Beschreibung ist auf der Grundlage von "SILKYPIX 3" entstanden, sie kann aber beispielhaft auch für SILKYPIX 4.3 SE angewendet werden).
  1. Als Printausgabe bekommt man lediglich eine Kurz-Bedienungsanleitung für die Kamera für die ersten Kennenlernstunden und ein farbiges Loseblatt für die 4K-Photo-Funktion
  2. PDF-Bedienungsanleitung - 363 Seiten - auf DVD* und Kamerabuch - 287 Seiten - für die DMC-FZ300
* am schnellsten verschafft man sich einen Überblick über die Kamerafunktionalität, wenn man sich die Seiten 325-331 ausdruckt, denn dort findet man dann auch gleich die Seitennummer dazu um in der PDF-Bedienungsanleitung das Thema zu vertiefen. Ich habe mir die komplette Bedienungsanleitung als A5-Broschüre farbig ausgedruckt und in zwei Teile mit Spiraldrahtbindung gebunden, so kann man die Ringbücher flach auf dem Schreibtisch aufgeklappt liegen lassen...
###
Diverse "Kamerabücher" erscheinen jetzt von verschiedenen Autoren, welche die Bedienungsanleitung des Herstellerwerkes als Printausgabe ergänzen sollen. Meist sind diese Kamerabücher aber sehr fotolastig, weil die Autoren oft "nur leidenschaftliche Fotografen" sind und die Kenntnisse über Videoaufnahmen oft mangelhaft sind. Aus diesem Grund findet man in den "Kamerabüchern" meist nur wenige Seiten zum Thema Video. Ich rate dazu ein solches Buch nicht einfach per Internet zu bestellen, sondern sich das Buch vor Ort in einer größeren Buchhandlung anzusehen vor dem Kauf, denn billig sind diese Bücher auf keinen Fall.

Lumix FZ300

ISBN-978-3-95982-045-5(Euro 24,95) Autor: Micheal Gradias(Grafikdesigner und
leidenschaftlicher Fotograf. Bis 17.11.2005 sind 1 Mio Gradias Bücher verkauft worden!

Zu der Videofilmerei beinhaltet dieses Kamerahandbuch immerhin 23 Buchseiten ab Seite 243. Auf Seite 256 erfährt man, daß die Kamera nur eingeschränkt für Makrofotos geeignet wäre...
Auf der Buchseite 61 ist eine Tabelle mit LW f1 bis f32 abgedruckt die es in diesem dort dargestellten Umfang bei der FZ300 garnicht gibt. Auf Seite 179 finden man eine einzige Grafik von digitalkamera.de - Testlabor über den Dynamikumfang der Kamera. Ab Seite 257 wird man in die Videonacharbeitung per MS Movie Maker eingeführt...

  1. Gute Informationen bekommt man manchmal auch in den Internet-Videoportalen von VIMEO und YouTube. Eine zeitraubende Suche bleibt einem allerdings nicht erspart!
Bildnachbearbeitung von JPEG-Aufnahmen:

Ich fotografiere meist in der Nativauflösung von 4000 x 3000 Pixel im Dateiformat JPEG und RAW.
Ein Nachtwandler mit der Kamera als Hobbyfotograf bin ich nicht!

Im Falle JPEG geht man davon aus, daß der Fotograf seine JPEG so nimmt, wie sie gedacht sind: als authentisch fertiges und abgeschlossenes nichtmanipuliertes Bildmateral. Die weitere Bearbeitung der JPEG kann nur noch unter Qualitätseinnußen durchgeführt werden. Besser ist man drann, wenn man im ersten Arbeitsschritt von der Master-JPEG eine TIFF-Arbeitskopie erstellt.

Per E-Mail und Internet sind von mir jedoch komprimierte Bilder bis zu einer Auflösung von 1050 x 700 bzw. 1050x700 Pixel unterwegs. Dia-Shows werden derzeit für eine FHD-Bildschimgröße von 1920 x 1080 Bildpunkten erstellt. Vielleicht ändert sich hier etwas in der Zukunft auf eine UHD-Bildschirmgröße von 3840 x 2160 Bildpunkten Auflösung sollte das aktuelle Sichtgerät mit einem größeren Schaden ausfallen.

Verkleinerungen führe ich in 80%-Schritten - hat sich als beste Methode für PhotoImpact herausgestellt, sh. hier - auf die Nutzgröße mit der Methode "Bikubisch" durch. Im letzten Schritt erfolgt eine Nachschärfung mit der Maskierung der Unschärfe - Einstellwerte: Radius 1, Menge 60 und Schwellenwert auf 0. JPEG-Komprimierungen erfolgen auf 85%.

Tipps zu "Unscharf Maskieren" in der Bildnachbearbeitung:

Bei der Unscharf-Maskierung werden lediglich Motivkanten geschärft, nicht die von Kanten umschlossene Frabbereiche.
  • Der Radius-Regler kontrolliert die Farbsaumbreite
  • Der Mengen-Regler steuert die Wirkung des Kontrastunterschieds zwischen Kante und Inhalt
  • Ein hoher Schwellenwert unterdrückt Körnung und Bildrauschen
Tauwetter

Manueller Aufnahmemodus, F/2,8 - 1/60 sec - ISO 100 - Blitzaufhellung

Ich mache aus meinen Bildaufnahmen ferner verschiedene Drucksachen, z.B. 5 x 9, 10 x 15, 10,5 x 14,8, 13 x 18 cm, selten 21 x 29,7 cm auf Glossy- oder HighEnd Photo Inkjet Papier. Demnächst lasse ich von Dienstleistern auch Fotobücher aus meinen Aufnahmen machen.

DPI-Rechner
Auflösung und Bildgröße per DPI in PhotoImpact X3 berechnen

Bei optimaler Druckqualität von 300 DPI benötige ich z.B. folgende Bildauflösungen laut Projektsetting in PhoImpact dafür:
    • für 13 x 18cm, 300 DPI, Auflösung: 1535 x 2126 Pixel
    • für 21 x 29,7cm, 300 DPI, Auflösung: 2480 x 3425 Pixel
Motive ohne starke Kontraste und vieen Farben (z.B. Blumenwiese) können auch noch mit 150 bis 200 DPI in akzeptabler Qualität gedruckt werden, anstreben sollte man aber immer 300 DPI(Dots per Inch, Punkte pro Zoll).

Zwar kann man aus RAW-Aufnahmen gute Bilder entwickeln, die Bearbeitung ist aber mit viel Zeitaufwand verbunden. Die Verwertung von JPEG-Aufnahmen für Druckerzeugnisse geht schneller über die "Bühne". Ich mache mir von einem JPEG-Bild zuerst eine Arbeitskopie im TIF/TIFF-Format. Die Arbeitskopie wird im ersten Schritt auf die nötigen Auflösungen für den Print downskaliert.
Das downskalierte Bild wirkt nun schärfer, die Rauschkörner - sofern bei schwächeren Licht fotografiert worden ist, werden kleiner und damit weniger auffällig, wenn doch, dann kommen die Möglichkeiten der Entrauschung jetzt zum Einsatz.
Aussortiert werden natürlich unbrauchbare Aufnahmen. Es folgt nun die Tonwertkorrektur, Farbkorrektur sowie eine Nachschärfung wegen der Downskalierung.
Die Bildnachbearbeitungsprogramme bieten viele Nachbearbeitungs-Werkzeuge an, wie , z.B.: Aufbessern-Werkzeuge, diverse Assistenten, Kunstfilter, Trickkisten. Es muß nicht immer Photoshop sein, es geht auch mit PhotoImpact X3 und dem kostenlosen IrfanView.

Stift Haug

- Vorbereitet für den Druck, hier als komprimierte JPEG-Kopie -
Die Stift-Haug-Kirche - erbaut von 1670 bis 1691 – gilt als der erste große Kirchenbau
der Barockzeit in Franken und ist zugleich das bedeutendste Werk
des italienischen Architekten Antonio Petrini.


Macht man in PhotoImpact die ganze Bildnachbearbeitung incl. Entrauschung mit der programmeigenen Entrauschungsfunktion, dann hat man am Ende nur eine Kodierungsgeneration, wobei man in "PI" den JPEG-Komprimierungsgrad vorgeben kann, wahlweise aber auch in TIFF exportieren kann.

JPEG-Illuminator arbeitet in einem Workflow ähnlich einem RAW-Konverter

JPG-Illumnator ist frei verfügbar um Bilder in höherer Qualität als mit gängigen Freeware-Programmen nacharbeiten zu können. Das Programm nutzt ein Verfahren, das von RGB-Farbraum der JPEG-Datei in einen RAW-ähnlichen, möglichst linearen Raum zurückzurechnen, dort dann Eingrifffe vornimmt und anschließend wieder in den JPEG-Farbraum zurück konvertiert.

JPG-Illuminator

Das Bild hier ist z.B. in der gleichen Charakteristik wie in der Kamera aus der Unterbelichtung heraus aufgehellt worden. Die Belichtungskorrektur kann bis zu drei Blenden erfolgen!

Die Autoren Bertram Hafner und Franz Speckert bieten eine Reihe von wertvollen Bildbearbeitungswerkzeugen an die es einem erleichtern auf die Aufnahme und Entwicklung von RAW-Bildern zu verzichten.

Herstellerhomepage: Klick!
ISO-Invarianz: Klick!

Womit Bilder vergrößern?

Eine Freeware-Alternative stellt der SmillaEnlarger dar:

SmillaEnlarger

Habe das kleine Programm in ein einigen Fällen schon für den Einsatz meiner Bilder auf der Homepage einsetzen können.

Bezugsquelle: Klick!


Womit Digitalbilder entrauschen, wenn die programmeigene Entrauschung im Bildbearbeitungsprogramm nicht ganz zufrieden arbeitet?


Bildnachbearbeitungsprogramme bieten Entrauschungsfunktionen die aber nicht sehr weit reichen..., ausgenommen bei Zusatz Plug-in...
Das Problem bei der Entrauschung ist, daß die Fotos mehr oder weniger weich gezeichnet werden und dabei gehen Details verloren. Am Ende des Nachbearbeitungsprozesses kann man deshalb sich das gespeicherte Ergebnis noch einmal mit einem externen Entrauschungsprogramm vornehmen.


Ein recht bewährtes Entrauschungsprogramm ist "Noisware Community Edition", welches man sich hier: Klick! holen kann, es ist aber kein Plug-in, somit produziert man damit eine zweite verlustbehaftete Kodierungsgeneration, da man nicht in TIFF sondern nur in JPEG ausgeben kann.
Das gespeicherte entrauschte Bild kann man dann z.B. mit IrfanView ausdrucken.

Noisware

Ich selbst bevorzuge bei Schwachlichtaufnahmen zur Rauschminderung eher das Dreibeinstativ für die Kamera, die Blende 2,8, ISO nicht über 800, NR auf -2 und eine lange Belichtungszeit für statische Motive. Nicht vergessen, die Kamera hat auch ein Blitzgerät mit an Bord und Blitzgeräte mit größerer Reichweite gibt es als Zubehör auch noch dazu.

Fazit:
die von der FZ300 gelieferte Auflösung und Bildqualität liegt meist in JPEG- und manchmal als Raw-Datei vor, es liegt an mir selbst welche finale Ergebnisse ich mit dem vorhandenen Werkzeug produziere.

Literatur dazu:

/1/ PhotoImpact X3 Benutzerhandbuch
/2) PhotoImpact Fundgrube, Tutorials, Anleitungen: Klick!
/3/ Das Buch zum gut gestalteten FOTOBUCH - O'Reilly Verlag, ISBN 978-3-86899-895-5
/4/ Fine Art Printing für Fotografen - dpunkt Verlag, ISBN 978-3-89864-542-3
/5/ Wie man mit IrfanView arbeitet: Klick! andere Anleitung: Klick!
/6/ Bildrauschen aus JPEG-Aufnahmen mit Noisware beseitigen: Klick!

Videonachbearbeitung:

Dafür setze ich wegen der Echtzeitvorschauleistung und Timelinemix mit unterschiedlichen Quellmaterial das bewährte NLE von Grass Valley "EDIUS Pro 9" ein. Die vollauflösende Timeline läuft auch mit UHD-Material vollauflösend auf dem zweiten Monitor mit Hilfe der RAM-Vorschau sogar mit mehreren zusätzlichen PIP-Spur auf der Videoleistspur läuft seit dem ich mir einen i7-6700 Skylake-Videoschnitt-PC mit QuickSync zulegte. Die meisten Editing-Effekte laufen ebenfalls mit Echtzeitvorschau!

Der Ton setzt verzögert zum Video ein:
Bei reinen Videokameras kommt das praktisch nicht vor, bei den filmenden Fotokameras allerdings schon, so auch im Falle der FZ300: der Ton setzt erst nach den  ersten 5 Frames ein und ein halbes Frame vor Szenenende aus. Man muß also bei jeder Szene im Videoschnittprogramm eine Korrektur durchführen, wenn der O-Ton wichtig ist.

Falls man Videos von zwei Kameras - wie in meinem Fall - miteinander mischen muß, dann ist es wichtig deren Eigenschaften - Farbe, Kontrast etc. - aufeinander anzupassern. Das kann man schon tw. vor der Aufnahme erfolgen. Die FZ300 bietet dafür verschiedene Bildstile an deren Parameter veränderbar sind und sogar die Gammakurve anpaßbar ist. Man muß im Vorfeld etwas mit zwei Kameras testen und dann die beste Anpassungsmöglichkeit wählen. Mit Sicherheit kommt bei der Nachbearbeitung der Videos der Wunsch auf beide Videoarten noch nachzukorrigieren. Hierfür bieten die Videoschnittprogramme viele Möglichkeiten an, meist ist dafür ein bestimmter Workflow nötig. Im Beitrag /26/ weiter unten wird erläutert wie andere Hobbyfilmer das alles realisieren.


Optional zukaufbares Bridgekamera-Zubehör:

Von Panasonic: Nahlinse DMW-LC55, Telekonverter
DMW-LT55 1,7 x 600 = 1020mm, Stereo-Aufsteck-Mikrofon DMW-MS2 etc. ...
Von Raynox: Super Macro Lens DCR-250 (derzeit vorhanden, sh. Bild weiter oben), Raynox DCR-2025Pro 2,5x Telephoto Lens (sh. Weblink-Tipp 6).

Kompatible Objektivvorsätze von Raynox: Klick!

Telekonverter sind vor allem dann sinnvoll, wenn man auch RAW-Aufnahmen mit Brennweiten größer als 600mm machen möchte, also z.B. bis 1,7 x 600 = 1020mm(Panasonic-Telekonverter) oder 2,5 x 600 = 1500mm(Raynox-Telephoto).

Vom Blitzlicht über Mikrofon, Linsen/Filter bis Sonstiges hat Panasonic Originalzubehör von Panasonic hier aufgelistet: Klick!

Einen Netzanschluß für die FZ300 habe ich hier recht günstig bekommen: Klick!

Anwender-Erfahrung bei VIMEO(Klick!) und YouTube(Klick!):

Tom Mussatto berichtet, daß die Stabilisierung im Gegensatz zu FZ1000 sehr gut funktioniert. Der AF bei Bildaufnahme reagiert unglaublich schnell und präzise. Die FZ300 kann man viel besser als die FZ1000 als handgeführte Kamera ohne Stativ verwenden!

Die 4K(UHD)-Aufnahme in 30p hat Tom Mussato auf FHD für Vimeo runterskaliert. Für Videoaufnahmen benutzt er keinen AF. Er fokusierte manuell was schneller und genauer funktioniert. Ansonsten hat er bei den Aufnahmen lediglich die Detailschärfe bis -5 eingestellt.

Aufgenommen hat
Martin Wallgren
sein YT-Video dagegen in 4K (3840x2160 @ 25p) CineLike-D Bildstil, wie bei der GH4 mit ähnlicher Wirkung auf die Aufnahme, ausgenommen Dynamikbereich.  Grading mit "FilmConvert"* mit Hilfe der Kodak Vision3 5207 und Portra400 Profilen. Martin Wallgren hatte die Kamera auf dem Schoß liegend bei einer Kajaktour dabei, die er vor 5:00 Uhr früh begonnen hat um ein paar magische Momente einzufangen.

*Hier etwas mehr über "FilmConvert"; Klick!

Es gibt aber auch negative Erfahrungsmeldungen:

"Ich habe die Nase voll von der FZ300, oder besser gesagt von ihrem bescheuerten, komplizierten und total unlogischen Menu! Habe sie schon verpackt und werde sie noch heute an Xxxxxx zurück schicken!
Ich hatte schon gut an die 15 verschiedene Kameras, aber ein derartig kompliziertes Menu habe ich noch nie gesehen!"

Hmm..., 15 verschiedene Kameras und nichts geht?

Firmware-Update V2.0 vom 25.11.2015

Panasonic hat dieses FW-Update pünklich ausgeliefert, die Installation habe ich hier beschrieben: Klick!

Sicherheitshalber habe ich mit einem "Reset" im Setup-Menü 4 die Kamera in den Auslieferungszustand gebracht und die Kamera danach meiner persönlichen Settings-Liste neu für Aufnahmen konfiguriert.

Firmware-Update V2.1 vom 02.02.2016

Hier gibt es das Update: Klick!

Firmware-Update V2.2 vom 20.07.2016
  1. New functions are added in Fn button.
    The option "Wireless Setup(Flash)" has been added to [Setting in REC mod] on the [Fn Button Set] of [Custom] menu.
    The option "Wi-Fi" and "LVF/Monitor Switch" have been added to [Setting in PLAY mode] on the [Fn Button Set] of [Custom] menu.
  2. Blurring of objects in movie mode under the following condition is improved.
    *Low Light Condition
    *Image Stabilizer is ON
Hier gibt es das Update: Klick!

Mein eigener Eindruck über die FZ300:

Diese "alles dabei" Bridgekamera bietet sehr viele Einstell- und Einsatzmöglichkeiten für die Video- & Bildaufnahme als ich eigentlich benötige. Derzeit gibt es praktisch keine Konkurenz zu der Panasonic DMC-FZ300 von anderen Herstellern. Die FZ300 ist eine Kamera mit "Köpfchen" und sie verlangt einen Eigner mit "Köpfchen" um das aus der Kamera rauszuholen was man real benötigt!

Die vielen Einstelloptionen haben mich einige Zeit grübeln lassen bis ich zu einer sicheren Einstellung der Kamera für Video- und Bildaufnahme gekommen bin!

Das UHD-Videomaterial ist für Down-Skalierungen auf FHD ausreichend gut geeignet!

Welch ein Technologiesprung von meiner ersten Bridgekamera Canon Powershot SX I aus dem Jahre 2009!

VA-Rangliste-Nov2015

Test-Rangliste von Videoaktiv (Nov- 2015)
Je nach dem was einem individuell als besonders wichtig
erscheint, kann die persönliche Rangliste ganz anders
aussehen. VA wertet die Fotoeigenschaften bei
einer Fotokamera überhaupft nicht, die VA-Wertung
gilt somit nur für die Videoeigenschaften!

Manche Leute verbreiten immer noch das Gerücht, die Bridgekamera wäre in erster Linie eine Fotokamera. Ich sage es ist ein 4K(UHD)-Multimediagerät für die Aufnahme von Video & Bild mit einer Vielzahl sinnvoller Funktionen und Kombinationen die für eine kreative Nutzung bereitstehen. Natürlich kann man sich noch mehr Ausstattung wünschen, z.B. einen Kopfhöreranschluß und einen ND-Filter in der Kamera. Die absolut perfekte Kamera gibt es wohl nicht, jedenfalls hatte ich eine solche Kamera persönlich noch nicht in den Händen!

Einer 4K 1/2,3" Videokamera wie die Sony FDR-AXP33 kann z.B. nicht die wichtigen Paramater einer Szene manuell einstellen. Eine manuelle Kontrolle gibt es nur über Verschlußzeit ODER Blende, jedoch nicht über beide Werte gleichzeitig. Die Sony Videokamera greift also immer automatisch ins Bild ein wenn sich  die Lichtverhältnisse ändern, was gerade oft nicht erwünscht ist. Der Aufnahmesensor liefert 8,3 Mio Bildpunkte, der Sensor der FZ300 ist feinkörniger mit 12,1 Mio Bildpunkten. Die Sony Videokamera kostet doppelt soviel wie die FZ300 mit einem Zeiss 10fach Zoom, die FZ300 dagegen hat ein Leica 24fach-Zoom. Ganz klar also, warum ich mich für eine Bridgekamera entschieden habe.

Die sehr robuste Lumix DMC-FZ300 überrascht mit einer umfangreichen Funktionalität und sehr guter optischer Ausrüstung. Das absolute Aushängeschild ist das Leica Vario Elmarit mit durchgehend offener Blende von f/2,8. Nun muß ich nicht mehr ein ganzes Arsenal von DSLR-Wechselobjektiven mitschleppen. Für einige Szenen werde ich sicher den motorischen Zoom mit bedacht einsetzen um fließende Bewegungsvdeos ineinander laufen zu lassen als Gestaltungsmittel. Schwenken muß man im Falle UHD sehr bedächtig -halb so schnell wie im Falle von FHD - sonst verwischt das Motiv zu sehr!

Auf das Touchdisplay fallende Licht muß ich nicht mehr mit einem optischen View-Finder abschirmen, ich nutze in solchen Fällen einfach den ausgezeichneten elektronischen Sucher um das Motiv anzupeilen.
Besonders bei sehr hellem Licht spielt der Sucher seine Vorteile aus, da auf dem Touchdisplay teilweise durch die Spiegelungen wenig zu erkennen ist
.

Die Farben aus der FZ300 sind sehr schön, keine Spur mehr vom Magenta-Farbstich früherer Panasonic-Videokameras mehr was mich einige Jahre vom Kauf einer Panasonic-Kamera abgehalten hat!

Eine neue Kamera ist schnell gekauft, ob das gelieferte Videomaterial mit der vorhandenen Videoschnitteinrichtung noch nativ editiert werden kann muß man sorgfältig vor dem Kauf prüfen bezüglich Kompressionscodec und Videobitrate, Bildwiederholrate und Videoformat sowie Eignung des Videoschnittprogrammes, sonst kann es sein, daß noch zusätzlich ein ansehnlicher Betrag in die Neuanschaffung der Videoschnitteinrichtung investiert werden muß!

Die Videoeigenschaften der Panasonic DMC-FZ300 gefallen mir besser als die der ehemaligen Canon EOS 700D. Die Fotoeigenschften der FZ300 können allerdings mit dem was die EOS 700D leistet nicht mithalten. Bei Bildaufnahmen muß man einige Bild-Qualitätsabstriche hinnehmen.

Was mir an der fulminanten  FZ300-Ausstattung sehr gut gefällt:
  • Kamera ist sehr griffig und gut zu führen, selbst mit einer Hand
  • Die wichtigsten Funktionen sind direkt über am Gehäuse erreichbare Schalter bedienbar
  • Sehr gutes Klappdisplay mit Touchfunktion
  • Klasse elektronischer Sucher, auch für mich als Brillenträger
  • Die Kamera verfügt über einen berührungssensitiven Touch-LCD
  • Sehr guter Bildstabilisator selbst für UHD-Videoaufnahmen
  • Gute Bildaufnahmen mit hoher Schärfentiefe, sehr vorteilhaft für Makroaufnahmen!
  • Videoaufnahmen in UHD-24/25p, FHD bis 50p und FHD-Zeitlupe bis 100 fps!
  • Sehr gutes UHD-Videoaufnahmeergebnis, bestens geeignet für einen FHD-Verschnitt
  • Der Vollautomatikmodus iA liefert sehr gute Ergebnisse für Bild- und Videoaufnahme
  • Der zuschalbare 5-Axen-Bildstabilisator erlaubt sehr stabile FHD-Schwebeaufnahmen
  • Videozeitlupen sind mit 100fps in HD möglich
  • Die Kantenverblockung der FZ1000 und der FZ300 fällt kaum unterschiedlich visuell bemerkbar aus, siehe VA-Testbilder auf deren Homepage
  • Standbilder während Videoaufnahme
  • Snap-Movies von 2 bis 8 Sec aufnehmen
  • MP4-Videoaufnahmen für leichteres Editing als AVCHD
  • Gleichzeitige Bildaufnahme in JPEG und RAW möglich
  • HDR-Bilder
  • 4K-Photo/Videofunktion zur Auswahl der besten Momente
  • Die "RAW-Bildentwicklung" in der Kamera gefällt mir sehr gut
  • Sehr gute Panoramaaufnahmen mittels Foto-Aufnahmeschwenk
  • Zeitrafferaufnahmen
  • Stop-Motion-Aufnahmen
  • Mehrfachbelichtung
  • Auto-Bracket
  • Eingebaute Blitzfunktion
  • Reaktionsschneller Fokus für Video & Bild, schnappschußgeeignet!
  • Kreativ-Effekte für Video & Bild
  • Hilfreicher Szenenmodus
  • Lichtstark durch Objektiv-Blende 2,8 auch bei Trübwetter, F2,8 kann tatsächlich auch eingesetzt werden!
  • Scharfe Aufnahmen bis in die Motivecken hinein
  • EX-Zoom, i.Zoom mit Brennweiten für Wildlife- und Mondaufnahmen
  • Angenehme Farben schon in der Werkseinstellung
  • Die zuschaltbare Rauschminderung funktioniert super!
  • Gut funktionierender iA.Aufnahmemodus mit der intelligenten Aufnahmeautomatik für schnelle Aufnahmebereitschaft
  • Nivelliereinrichtung (Wasserwage) in der Kamera als Unterstützung der horizonzalen Kameraasurüstung
  • Histogramm, Zebra und Focus-Peaking sind vorhanden
  • Bildstile sind eigenen Wünschen anpaßbar
  • Speicherbare Anwendereinstellungen
  • Ein externer Blitz ist üner den Standard-Zubehörschuh anschließbar
  • Die Kamera kann man auch als Audio-Recorder einsetzen, ein Stereo-Mikrofon ist vorhanden, mein externes VideoMic von Rode mit Richtcharakteristik kann  per 3,5mm Stereo-Klinke angeschlossen werden.
  • Die Kamera kann über ein Android-Smartphone ferngesteuert werden.
  • Ortsinformationen von einem Smartphone können in die Kamerabilder gespeichert werden.
Was mir weniger gefällt:
  • Leider ist im Filmkameramodus M kein Auto-ISO möglich. Die neue GH5 kann das!
  • Im Telebereich oder bei Schwachlicht arbeitet der Autofokus nicht immer präzise. In diesen Fällen muß man die manuelle Fokusierung(MF) mit 'Fokus-Peaking per seitlicher Drehwalze einsetzen.
  • Den Anschluß für Netzbetrieb muß man extra hinzukaufen.
  • Die Kamera hat keinen eingebauten ND-Filter für Videoaufnahmen um die optimale Verschlußzeit - 1/50 - bei zuviel Licht einstellen zu können...
  • Die Videoaufnahmetaste ist kaum fühlbar zu ertasten bei Motivbeobachtung durch den Sucher. 
  • Ein Kopfhöreranschluß fehlt
  • Bei den Panasonic-Videoaufnahmen tritt das bekannte AudioGap auf, d.h. einige Frames lang am Anfang des Videoclips wird kein Ton aufgenommen, man muß die Ton-Verzögerung wegschneiden, wenn man den O-Ton im Video benötigt
  • Elektromotorisches Zoomen bei Videoaufnahmen ist nur schwer mit sanfter Geschwindigkeit realisierbar
  • Leider fehlt in der 363-seitigen Bedienungsanleitung ein Stichwortverzeichnis
Die vielen Aufnahmeoptionen der Bridgekamera von Panasonic erfordern eine längere Test- und Einarbeitungszeit, damit man genau weiß mit welchen Einstellungen eigentlich die besten Ergebnisse zu erzielen sind.

Mobiler unterwegs seit 2015:

Aus der großen und schweren DSLR-Ausrüstung im Rucksack ist eine leichter transportable Bridgekamera-Reiseausrüstung in Weichleder-Schultertasche geworden
. Trotzdem habe ich unterwegs mit der DMC-FZ300 von Panasonic alle wirklich benötigten Funktionen an Bord, selbst verlustlos werkelnde KB-Brennweiten bis 2344mm für EXS - Fotos zum Beispiel:

FZ300 Reiseausrüstung

FZ300, zwei HOYA ND X8 Filter, Raynox Macrolens, drei Ersatzakkus und
einige Speicherkarten passen neben dem Reiseguide problemlos in die alte
Braun Weichledertasche der ehemaligen Nizo 6080 S8-Filmkamera

Die Bedienungslogik von Panasonic behindert manchmal eine schnelle Aufnahmebereitschaft in der angewandten Praxis. Die nötige Wechselwirkung von äußerer Tastenbedienung zur zwangsweise nötigen Display-Touchbedienung mal für den Filmkameramodus, dann wieder für den Fotomodus, durchaus aber auch für die Videoaufnahme im Fotomodus-Menü kann so manchen Anwender nerven weil man zuviel Zeit für das gerade beste Aufnahmesetting benötigt.

Mir gefallen die Fotos aus 4K(UHD)-Video (Verschlußzeit 1/50 bzw. 1/100 sec) und der 4K-Photofunktion (1/1000 Verschlußzeit oder Kürzer) im Video sehr gut um überraschende und sonst kaum wahrnehmbare Momente sichtbar zu machen, ebenfalls sorgt die neue Post-Fokus Funktion im Video mit der automatisierten Schärfetiefenfunktion für eine willkommene Innovation in der Fotografie.

Im "foto MAGAZIN" Nr. 7 Juli 2017 rangiert die FZ300 bei Kameras mit dem 1/2,3"Aufnahmesensor mit einem "Sehr gut" auf Platz 1.

Die Videoaufnahmen in 4K(UHD) sehen ebenfalls trotz der
8-bit Farbdarstellung der Kamera sehr gut aus. Hält man nach der 180°-Shutter Regel die Verschlußzeit, dann laufen diese Videos auf dem TV ausreichend smooth auch ohne Zuschaltung der TV-eigenen Zwischenbildeinrechnung. An die halbe Schwenkgeschwindigkeit gegenüber FHD-Videoaufnahmen muß man sich gewöhnen wenn man die fantastische 4K(UHD)-Detailauflösung bekommen willl, auch die Einhaltung der anderen bekannten 4K(UHD)-Aufnahmeregeln sollte selbst für den Hobbyfilmer selbstverständlich sein.

Die Vorteile der 4K(UHD-Filmens liegen klar auf der Hand: Klick!Klick!

Die Panasonic Bridgekamera DMC-FZ300 liefert alle technischen Voraussetzungen für gute Videos & BIlder, was man nun damit macht, hängt von einem selbst ab.
Ich bin überzeugt von der Vielseitigkeit dieser Bridgekamera. Das ist die ideale Foto- & Videokamera für Reisefreunde. Von Makro- bis Super-Tele verpasst man unterwegs nichts mehr. Darüber hinaus ist die Kamera sehr leicht per Sling-Schulterriemen transportiertbar. Kleinzubehör wie Ersatzakku und Filter etc. verstaue ich in den vielen Taschen meiner Fotoweste.

In der Videaktiv 02/2016 legt der VA-Testredakteur noch nach im Vergleichstest zwischen der FZ300 gegen den teureren kleinen 4K Camcorder Panasonic VX 878. Die DMC-FZ300 gewinnt diesen Vergleichstest, siehe:Klick!

Die FZ300 hat darüber hinaus als beste Bridgekamera den TIPA-Award 2016 gewonnen: Klick!

Als Reise-Dokumentarfilmer muss man unauffällig arbeiten können, genau das ist mit der Panasonic FZ300 möglich, "getarnt" mittels Fotoapparat. Trotzdem erzielt man damit sehr ansehnliche Ergebnisse!

Kopfoperation

Profifilmer nach gelungener Kopfoperation grins


Für mich ist die Panasonic DMC-FZ300 die derzeit idealste lichtstarke  "all inclusive" Superzoom - Reise-Reportagekamera schlechthin, preiswert, vielseitig, und komplett. Diese robuste Bridgekamera für Wohnmobil-Outdoor-Globetrotter verfügt über alle Aufnahmeeigenschaften die ich derzeit benötige!

Lästiges Problem: Mit einem eingebauten ND-Filter wäre ich glücklicher, ebenso mit einer kleineren Motorzoomgeschwindigkeit bei Hebelbedienung am Kameragehäuse. Äußerst dumm ist die Umschaltung des Bildstabilisator im Falle von Videoaufnahmen gelöst, dann wenn man von einer statischen Kamerahaltung in Richtung des Motivs auf einen Kamera-Schwenk ohne ruckelnden Einfluss des Stabilisators zu ermöglichen. Panasonic zwingt den Filmer umständlicherweise in das [Rec. Menü] - was nur mittels Modusschalterumstellung von Film-Aufnahmeeinstellung in irgendeine Foto-Aufnahmeeinstellung geht - zu schalten um dort den Stabilisator für die zwei wichtigen Aufnahmesituationen dann umzuschalten und wieder in den Film-Aufnahmemodus zurückzukehren.

Die im Jahre 2016 von Sony auf den Markt geworfene Sony RX10 III für Euro 1.599 Bridgekamera ist dreimal teurer als die FZ300. Sie ist zwar mit einem größeren Sensor ausgestattet und hat auch einen Superzoom von 24-600mm(KB), die Blende im Zoomendbereich beträgt dann aber F/4,0 und nicht F/2,8 wie bei der FZ300. Wer trotzdem diese 3x so teure Bridgekamera bevorzugt, der muß dann auch 1.095 statt 691 Gramm mitschleppen worunter die Mobilität leidet. Wetterfest ist diese Kamera auch nicht. Einen solchen "Klotz" würde ich mir nie mehr anschaffen!

Produktzyklus der dreistelligen FZ-Bridgekamerreihe von Panasonic:
  • FZ 200: Sommer 2012
  • FZ 300: Sommer 2015
  • FZ 400: Sommer 2018?
Man darf gespannt sein, was die FZ400 leisten wird, sollte sie mal kommen in 2018 nach einem 3-jährigen Produktzyklus. Die kleinen Sensoren werden ja immer besser. Panasonic hat sich in der Baureihe Platz reserviert für diese mobile Bridgekamera mit dem lichtstarken LEICA-Superzoom bis 600mm, auch noch eine FZ900 hat dort Platz in dieser Modellreihe, erst dann gibt es den Sprung auf die FZ1000 mit dem 1". Vielleicht wird es aber auch noch einen Sensor zwischen 1/2.3" und 1" geben, wer weiß das schon...

Schaun'mer mal...


Web-Link Sammlung:

1. Kundenrezensionen bei Amazon
2. Panasonic Lumix 4K Videos der FZ300
3. FZ300 auf der Panasonic-HP: Klick!
4. FZ300 bei VIMEO: Klick!
5. YT-Kanal von Graham Houghton, Kenner der FZ200 und FZ330: Klick!
6. Panasonic FZ-200 and FZ-300 Evaluation: Klick auf PDF-Datei!
7. Panasonic is the best budget 4K camera: Klick!
8.
FZ300 im Traumfliegertest: Klick!
9. Technisches Datenblatt für die Panasonic DMC-FZ300: Klick!
10. Foto + Design - Dr. Schuhmacher
11.
Kostenloses eBook "Wie funktioniert die Digitalfotografie?"
12. Focus-Stacking mit fantastischen Bildbeispielen
13. "DIE WELT" hebt in einem Beitrag vom 01.11.2015 die FZ300-Bridgekamera heraus: Klick!
14. Fotografieren, Gestalten, Präsentieren - Klick!

15. Post-Focus Firmware-Update: Klick!
16. Google-Übersetzung einer Panasonic-Homepageseite: Klick!
17. FilmConvert bei Vimeo: Klick!
18. PDF-Testbericht AVB: Klick!
19. Test von "dkamera.de", Klick!
20. Review von Gordon Laing: Klick!
21. Digitalkamera-Test: Klick!
22. Diverse 4K-Hilfstools: Klick!
23. 4K-Projektion: Klick!
24. DPREVIEW-Reisebildergalerie: Klick!
25. Beispielfotos mit der FZ300 von Claudio di Veroli: Klick!
26. Panasonic LX100 vs. Canon 5D MK III: Klick!
27. Test von digitalkamera.de: Klick!
28. Mehr Filmlook: Klick!
29.
Jacqueline Esen
über die Fotografie: Klick!
30. Verzicht fällt schwer: Klick!
31. Optimale Schärfung für Fine Art Prints: Klick!
32. Foto-Kurs: Klick!
33. Reisen und das Leben geniessen - mit vielen FZ300-Fotos: Klick!
34. HD-Dateiformate - von der Aufnahme bis zur Wiedergabe: Klick!
35. Überzeugende Effekte mit Nik-Filtern: c't Fotografie Spezial EDITION 2-2016 Seite 144-151
36. Sammlung beliebter Videos mit der FZ200: Klick!
37. Lumix GH4 vs, FZ300: Klick!
38.
12 reasons the Panasonic Lumix FZ300 is the best budget 4Kcamera: Klick!
39. Videoschnitt: Klick!
40. Monitor und HD-Fernseher optimal einstellen: Klick!
41. CAMBRIDGE IN COLOUR: Klick!

Meine spezielle Web-Link Empfehlung zu der FZ300/330:
  • Cloudy's Panasonic FZ300-Website: Klick
  • Graham Houghton mit seinen FZ300-Tests: Klick!
Beide haben sich sehr ausführlich mit der FZ300/330 befaßt und ihre persönlichen Testergebnisse veröffentlicht.

Auf das Licht kommt es an

Über RMT größer ansehen

Stand: 30.12.2017

Bruno Hennek



Video & Bild Kleinunternehmen

Video & Bild Digiitalisierungsdienste
(Schmalfilme, Dias, Bilder, Analog-Video usw.)



Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt, seine Nutzung ist dem privaten Bereich vorbehalten. Ein Nachdruck oder die Übernahme in andere Datenbanken oder Medien ist ohne Erlaubnis nicht gestattet - diese wird aber in der Regel gern erteilt.  Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.

© 24.10.2015 Bruno Peter Hennek