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am 06.01.2001

 

DV - Camcorder für Consumer

Echte 16:9 Aufnahmen mit einer Chip-Fläche von 1152 x 646 Bildpunkten

Panasonic NV-GS400

Nach Umstellung meiner Videoschnitteinrichtung auf ein höheres Qualitätsniveau, musste folgerichtig auch besseres Input-Material für den Videoschnitt her. Schon längere Zeit beschäftigte ich mich mit dem Angebot der auf dem Markt befindlichen MiniDV-Camcorder mit 3CCD-Chips für sehr gute Videoqualität bei Tageslicht auch in Innerräumen von Kirchen oder Ausstellungen und gleichzeitig mit einer guten Fotofunktion. Der neue Camcorder sollte schon zu den Consumer-Spitzengeräten zählen dicht an der Schnittstelle zu den sogenannten Prosumer-Camcordern liegen. Jedoch sollte mein neuer Camcorder möglichst kompakt aber nicht zu leicht sein um noch eine ruhige Kameraführung zu gewährleisten. DV-Video gibt es schon seit 1995 und die Technik hat heute mit den 3CCD-Chips einen hohen und ausgereiften Qualitätsstandard erreicht. Es lohnt sich gerade jetzt noch auf DV mit 3CCD-Chips zu setzen!

Nach einem VHS-C-Camcorder MC10 von Panasonic, dann Hi8 von Blaupunkt CCR 890 H (baugleich Mit Sony TR 805) sowie Sony D8 DCR-TRV 420E, sollte eigentlich wieder ein Sony-Camcorder ins Haus.

Meine Wahl fiel aber nach einem Vergleich auf:

DV Camcorder Panasonic NV-GS400EG

Nur wenige DV-Camcorder können echte 16:9 Aufnahmen im Consumer-Bereich machen. NV-GS400 benutzt hierfür eine Cheipläche mit 1152 x 646 Bildpunkten und schreibt dann auf das Videoband eine anamorphes DV-Datei mit welcher anschliessend das Bild auf einem 16:9 Fernseher im Vollformat dargestellt werden kann ohne störender schwarzer Balken.

Bild: Bei einer 16:9-Aufnahme wird das Bild auf einem 4:3 Monitor in der Breite etwas gequetscht dargestellt, reine Gewöhnungssache.

Dieser Camcorder belegte Ende 2004 die Spitzenposition bei den Consumer-Geräten. Neben einer sicheren Automatic-Funktion verfügt dieser Camcorder auch über viele manuelle Eingriffsmöglichkeiten über spezielle leicht erreichbare Funktionstasten.

Aufnahmen in 4:3 und 16:9 (hochauflösend!)
3CCD [1 / 4,7-Zoll] mit 3 x 1.070.000 Pixel
OIS: Optischer Bildstabilisator
Leica Dicomar Objektiv, F1,6 [W] - F2,8 [T], Brennweite 3,3-39,6mm, Makro (Vollbereich Autofocus)
Motorzoom optisch / digital, 12x / 600x 
DV/Analog Ein- & Ausgang
Multi-Funktionsring [u.a. Focus und Zom]
Elektronischer Farbsucher, Farbe (0,3-Zoll / 123 TPixel)
3,5-Zoll LCD-Monitor, [6,5cm / 200 TPixel]

Speicherkarte für Fotos: SD Memory Card / MMC4,0 Megapixel Foto ([JPEG])
Max Fotoauflösung: 2288 x 1728 Pixel
Photoshot: Progressive [Speicherkarte]

Gewicht: 700 Gramm

Das 3CCD-System des GS400 verfügt insgesamt über dreimal 1.070.000 Pixel. Das Filmen erfolgt mit effektiven dreimal 690.000 Pixeln, das Fotografieren mit effektiven dreimal 990.000 Pixeln, so dass die Farbinformationen in extrem hoher Auflösung verfügbar sind. Das Ergebnis zeigt sich in den klaren und hochwertigen Bildern des NV-GS400 mit natürlichen, lebensechten Farben.

Mit dem Fokusring kann man wahlweise die Entfernung, Brennweite, Verschlusszeit und Blendenöffnung variieren. Für das individuelle Bild-Feintuning steht das Picture Adjustment zu Verfügung mit dem die Kantenschärfe, Farbsättigung, Belichtung und der Kontrast korrigiert werden können nach eigenem Geschmack.Mit der Tele-Macro Funktion kann man bei Nahaufnahmen Motive durch geringe Schärfentiefe freistellen. Mit Soft-Skin kann man weichere Aufnahmen machen.Zu meiner Freude ist die Videoqualität ganz ausgezeichnet und die Fotofunktion absolut akzeptabel für einenCamcorder . Somit ist mein Traum vom Digital- Video und Foto in einem Gerät vereint und ich trage künftig nur noch ein Gerät mit mir herum.

Meßlabor:

Wiedergabefrequenzgang:

Bildquelle: "VIDEOMEDIA" September/Oktober 2004 Seite 24

"VIDEOMEDIA" hat im Test eine Bildauflösung von 6,6 MHz gemessen. Auch videoaktiv DIGITAL hat diesem Camcorder eine extrem hohe schärfe bescheinigt. Die Bilder dieses Camcorders hier wirken auch harmonischer sowie neutraler und natürlicher als die des Camcorders von Sony DCR-HC 1000 E zum Beispiel.

Weiter Messungen:

Bei Tageslicht (1350 Lux, äußere Linien) wird eine hohe Farbintensität erzeugt. Für Kunstlicht (100 Lux) gilt der mittlere Linienzug und für Schwachlicht (20 Lux) der innere
Bei Tagelicht (rote Linie bei 1350 Lux) fällt die Auflösung sanft ab, bei 5[MHz] immerhin noch bei einem Pegel von -5[dB]. Auch die bei Kunstlicht von 100 Lux (grüne Linie) haben wir bei 5[MHz] noch einen Pegel von etwa -6,2[dB]. Bei 20 Lux (blaue Linie) wird noch eine Auflösung von 4,3[MHz] erreicht (Profis schalten bei solchen Lichtverhältnissen allerdings schon längst ab bzw. sie schalten Beleuchtung hinzu!)
Insgesamt ist ein ausgewogene Frequenzgang vorhanden, wobei der Micro-Eingang super linear verläuft.

Bildquelle: videoaktiv DIGITAL Nr. 5/2004

Die hohe Auflösung auf der SD-Karte für die Fotofunktion mit 4 Mio Pixel wird erreicht durch die Panasonic Pixel-Shifting-Technologie des 3CCD-Kamerasystems. Dabei werden die Pixeldaten eines CCD's in vertikaler und horizontaler Richtung jeweils um ein halbes Rastermaß verschoben. Es ergibt sich dadurch eine gegenüber früheren Systemen vierfache Dichte.

Die Panasonic NV-GS400 wird z.B. von "videofilmen 5/2004" auch als weltbester Camcorder-Fotoapparat bezeichnet.

Um beste Schärfe in den Fotos zu erzielen, ist wegen des relativ kleinen Aufnahmechips [1 / 4,7-Zoll] darauf zu achten, dass als kleinste Blende f8 nicht unterschritten wird. Manuelle Korrekturmöglichkeiten bietet die Panasonic NV-GS400 mehr als genug an.

Panasonic führt zu diesem Camcorder aus:

"Bezug nehmend auf Ihre Anfrage teilen wir Ihnen mit, dass der Camcorder NV-GS400 nach dem DV-AVI-Standard und einer Auflösung von 720x576 aufzeichnet (25 Vollbilder). Die Auslesung der CCD-Chips ist jedoch bei den Modi unterschiedlich. Während bei der Pro-Cinema-Funktion gleich die 25 Vollbilder ausgelesen werden, werden bei den anderen Modi 50 Halbbilder ausgelesen und danach zu einem Vollbild zusammengeführt. Bei der Kino-Funktion sind die oberen und unteren Balken mit schwarzem Bildinhalt (Letterbox-Verfahren) gefüllt. In der Weitwinkel/Pro Cinema-Funktion wird ebenfalls mit 720x576 aufgezeichnet, jedoch mit seitlich aufgestauchtem Bildinhalt (Anamorph). Zur korrekten proportionalen Darstellung wird ein Wiedergabegerät mit einer 16:9-Umschaltung benötigt."

OIS: Optischer Bildstabilisator

Der O.I.S. (Optical Image Stabilizer) sorgt für klare, unverwackelte Bilder, indem er Erschütterungen bei der Aufnahme kompensiert. Dabei wird laufend die Stärke und Richtung der Erschütterung von Gyrosensoren erfasst. Ein Linearmotor korrigiert daraufhin die Optik in Bruchteilen einer Sekunde um den jeweiligen Abweichungswert. Der Bildstabilisator des NV-GS400 arbeitet auf optischer Basis. Während elektronische Systeme Erschütterungen in den Daten des CCD's selbst korrigieren, greift das optische Verfahren der NV-GS400 schon vor der CCD-Bildwandlerstufe ein: Dies hat zum Vorteil, dass sich keine Auswirkungen auf die Bildauflösung oder den Blickwinkel ergeben. Für die Fotofunktion wurde die O.I.S.-Technologie durch Hinzufügen eines Wahlschalters für die Empfindlichkeit um einen Schritt weiterentwickelt (MEGA O.I.S.). Damit ermöglicht der MEGA O.I.S. beim Fotografieren eine doppelt so große Erschütterungskompensation (nach Messungen von Panasonic) im Vergleich zur Videoaufnahme. Mit dem MEGA O.I.S. lassen sich selbst Erschütterungen kompensieren, die beim Fotografieren mit großem Zoom oder Makrofunktion auftreten - und das auch bei schwierigen Lichtverhältnissen!

16:9 - Modus

Dazu teilte mir Panasonic folgendes mit:

"Bezug nehmend auf Ihre Anfrage können wir Ihnen mitteilen, dass der Camcorder NV-GS400EG über zwei 16:9 Modi verfügt:Die "Cinema-Funktion" wird über das Menü eingestellt und sorgt dafür, dass die NV-GS400 Aufnahmen im 4:3 Letterboxformat vornimmt. Bei der Aufnahme sieht der Film im Display der NV-GS400 auch so aus. Bei der Wiedergabe auf einem 4:3 TV sieht der Film dann so wie ein Kinofilm aus. Die 16:9 TV-Geräte können daraus ein 16:9 vollformatiges Bild machen, dieses wird dann im TV-Gerät berechnet.Die "Aspect"-Funktion muß vor der Aufnahme durch einmaliges Drücken der Taste "ASPECT/PRO-CINEMA" aktiviert werden. Drückt man die Taste, sieht man sofort im 4:3 Display desCamcorder s, daß das Bild von links und rechts gestaucht wird, Köpfe werden lang und schmal, das Bild erscheint auf dem 4:3 Display anamorph verzerrt. Diese Aufnahmen sind ideal zur Wiedergabe auf einem 16:9 TV-Gerät, da die NV-GS400 jetzt ein 16:9 vollformatiges Bild aufnimmt. Stellt man das 16:9 TV-Gerät auf 16:9 Vollformatwiedergabe, muß der Fernseher das Bild nicht weiter berechnen.Prinzipiell kann man die Bildausgabe mit dem Bild eines DVD-Players vergleichen, der auf 16:9 Wiedergabe gestellt ist. Problematisch wird die Wiedergabe eines solchen Filmes auf einem einfachen 4:3 TV-Gerät ohne 16:9 Umschaltung. Diese "Einfachgeräte" zeigen den Film dann so wie das Display der NV-GS400."

und:

"Bezug nehmend auf Ihre Anfrage teilen wir Ihnen mit, dass bei einer 16:9 Aufnahme eine Chip-Fläche von 1152 x 646 genutzt wird. Diese Auflösung wird jedoch auf das DV-AVI kompatible Format von 720 x 576 umgerechnet."

Gartenzauntest:

Bildformat-Vergleichsbilder vom Band:

Eigenes Bild: Format 4:3, 720 x 576

Eigenes Bild: Format 16:9 (Pixel Aspect 1,422), gestreckt von
720 x 576 Pixel auf 1024 x 576 Pixel

Man sieht, das bei identischem Kamerastandpunkt (Stativ) im 16:9 Format in der Höhe etwas gekürzt ist. In der Breite ist jedoch eine deutliche Weitwinkelzunahme zu erkennen. Wer will, der kann die Zaunlatten mal nachzählen und den Zaunpfosten links, sowie die Hohe Pflanze rechts mal genauer betrachten.

In diesem Bild habe ich einen Ausschnitt des 4:3 Bildes (weiße Markierung) hergenommen und über das 16:9 Bild gelegt und die Zaunpfosten an die Breite des Bildes angepasst. Jetzt sieht man sehr schön, um wie viel im Breitbild die Weitwinkelwirkung tatsächlich zugenommen hat.

Das Bildergebnis ist sehr gut, weil die Bild-Informationen aus 1152 x 646 Pixel des Aufnahmechips bezogen worden sind. Der viel teurere Camcorder XL2 von Canon z.B. bezieht die Daten für 16:9 aus nur 962 x 576 Pixel, allerdings aus drei 1/3 und nicht drei 1/4,7 Aufnahmechips.

Super "0LUX NIGHT VIEW" Aufnahmemodus

Während im Super "COLOR NIGHT VIEW" Aufnahmemodus noch bei einer Mindestbeleuchtung von 2Lux aufgenommen werden kann, wird im "0LUX NIGHT VIEW" Aufnahmemodus der LCD-Monitor als Aufnahmeleuchte benutzt, hierdurch können auch Aufnahmen bei 0Lux hergestellt werden. Zu diesem Zweck muss der Monitor in die Richtung der Aufnahmequelle gerichtet werden und der Monitor schaltet auf weißes Licht um. Die Reichweite des LCD-Monitors beträgt etwa 1,2 m. In meinen Einsatzfällen kommt diese Funktion kaum vor.

Schwachlicht/Lowlightqualität

Lowlight von 20Lux bereitet dem Camcorder keine Probleme mehr, lediglich das Farbspektrum ist eingeschränkt, was man dem Kreisdiagramm oben entnehmen kann.

Video Frame: PRO-CINEMA 16:9, nach Schneefall am 08. Februar 2005
Originalgröße

Funktion Zebra-Muster

Es werden Stellen am LCD angezeigt mit einem Zebramuster, die überbelichtet sind, also z.B. zu helle oder glänzende Stellen im Bild. Oft ist das eine kleine Stelle von sagen wir mal 10%. Man kann dann die manuelle Blende so einstellen vor der Aufnahme, dass diese hellen Stellen verschwinden.

Bänder:

Im Moment setze ich folgende Bänder ein:

Panasonic LinearPlus AY-DVM60FE im 5er-Pack.

Zubehör

Bis jetzt habe ich nur einen Akku CGA-DU21 mit 2200mAh bei www.sh-op.de für 22,90 €uro dazugekauft.

Aufnahmepraxis mit Panasonic NV-GS400EG

Die Vollautomatiken arbeiten tadellos. Keine Weißabgleichprobleme oder lahmende Autofokusgeschwindigkeiten, keine überstrahlenden oder ausblühenden hellen Bildteile ohne Durchzeichnung. Leuchtkräftige und intensive sowie genaue Farbdetails. Erst unter der normalen Innenraumbeleuchtung sind die Videofrequenz von 6,6 MHz deutlich ab. Dafür gibt es aber dann den Aufnahmemodus "COLOR NIGHT VIEW" oder gar "0LUX NIGHT VIEW". Der Camcorder hat keine echten einschränkenden Schwachpunkte, selbst für 16:9 ist man bestens gerüstet und für erstklassige Fotoaufnahmen ebenfalls. Sogar einen 25er-Vollbildmodus bietet dieser Camcorder an. Der Bildstabilisator arbeitet optisch und sehr gut. Jedoch sollte man bei vollen Zoomfahrten eher dem Cullman Travelpod 3090 (sh. unten) vertrauen.

Immer dabei, das Travelpod

Natürlich habe ich ein klassisches Dreibein-Stativ schon über 30 Jahre im Einsatz, dies aber eher für bestimmte Video- und Bildaufnahmen im heimischen Garten oder in der Wohnung. Mit diesem Dreibeinstativ ist es aber sehr umständlich auf eine Studienreise zu gehen. Auch ein Einbeinstativ ist nicht die Lösung gewesen. Ich war also ewig auf der Suche nach dem idealen Reisestativ und ich habe es mit dem Cullman Travelpod 3090 gefunden!

Auf dieses Stativ (590 Gramm) möchte ich heute nicht mehr verzichten. Es ist ständig am Camcorder angebaut und wird so auch in meine Tasche gesteckt. Die Anwendung ist sehr vielfältig, z.B.:

  • einfach als Camcordergriff unter dem Camcorder
  • als Dreibeinstativ
  • als Schulterstütze (Haupteinsatz mit dem Camcorder)
  • als Macroaufnahme-Stativ für Fotokamera oder Camcorder

Das Stativ lässt sich ganz flach zusammenklappen und es hat eine Schnellanschlussplatte, die am Camcorder angebracht wird und dann nicht mehr mit dem Gewinde gefummelt werden muss.Gerade im großen Zoom-Bereich des Camcorders, bei Panorama-Schwenks oder im Nahaufnahmebereich, ist dieses Stativ ein MUSS und für mich unverzichtbar geworden.

Zusammenfassung

Wer die Wirkung der Bedienung dieses Camcorder nicht verstanden hat, der hat auch die ausgezeichneten Eigenschaften nicht begriffen, der wird auch nicht zu guten Ergebnissen kommen.
Der Camcorder eignet sich gut für ambitionierte Hobbyisten. Die gute Fotofunktion des Camcorders ist für mich als Videofilmer eine echte Bereicherung. Die erzeugten "Standbilder" sind allererster Güte für die Verwendung im Videoschnitt, mit Kamerafahrten, Zooms und Schwenks. Die Bilder sind ebenfalls ausgezeichnet für TV-Dia-Shows, für den Versand an die Verwandschaft und für den Albumausdruck gut geeignet. Die echten 16:9 Aufnahmen sind eine Bereicherung zum 4:3 Format, vor allem für heimische 16:9 Fernseher bis 37" Bild-Diagonale.Der 25p - Modus sucht seinesgleichen in dieser Camcorderklasse.

Die manuellen Eingriffsmöglichkeiten dieses Camcorders sind ganz enorm, kann mir aber vorstellen, dass gerade damit einige Hobbyisten nicht zurechtkommen, wenn die fotografische Erfahrung und dasVerständnis für die Fotografie und das Videofilmen fehlt. Das Videobild ist scharf und knackig, ohne auffallender Kanten-Aufsteilung, die sich im übrigen den eigenen Wünschen anpassen lässt.

Nach meinem Geschmack betont der Camcorder bei zu hohem Sonnenstand zu sehr das Rot, was aber im Menü PICTURE ADJ. korrigiert werden kann.

Das Leica-Zoom bietet ausgezeichnete optische Qualität, das Digitalzoom kann man in Ausnahmefällen höchsten bis 24fach nutzen, die 600fach-Option ist für den Ofen. Ich benutze zusätzlich zwei optische Konverter, wie weiter oben schon beschrieben. Der optische Bildstabilisator fängt gut leichte Zitterbewegungen auf, im Weitwinkelbereich mehr als im Telebereich, logisch. Wegen des geringen Gewichtes benutze ich immer das Cullman Travelpod 3090, für Schwebeaufnahmen nehme ich ein einfaches Einbeinstativ, das reicht mir immer.

Das eingebaute Micro erfüllt seine Aufgaben. Das Kameralaufwerk gibt lediglich ein leises Surren von sich.

Vereinzelt soll es zu erhöhten Laufgeräuschen wegen einem Versatz in der Justierung des Laufwerkes kommen. Nach Meldungen aus USA sollen weniger als 1/10 der Camcorderproduktion betroffen sein. Es wird angeraten das Laufwerkverhalten zu beobachten und gegebenenfalls den Camcorder an den Kundendienst von Panasonic zur Nachjustierung einzusenden.

Wer sich den Camcorder gekauft hat um seinen Fotoapparat zu ersetzen, der hat einen strategischen Einkaufsfehler gemacht.Der Camcorder ist für das Videofilmen konstruiert worden und zusätzlich mit einer feinen Fotofunktion ausgestattet worden, die ihresgleichen bei einem Camcorder sucht. Auf diese Fotofunktion möchte ich als Videofilmer nicht mehr verzichten.

Habe Verständnis dafür, wenn da jemand sagt, dass er mit dem Camcorder und den vielen manuellen Eingriffsmöglichkeiten nicht zurechtkommt. Derjenige muss sich halt etwas besseres mit reiner Voll-Automatik suchen.Meine Zeit als aktiver Fotograf ist bereits abgelaufen, ich habe sämtlich Möglichkeiten der Fotografie in dieser Zeit vom Papierbild bis zum Dia, vom s/w-Bild bis zum Farbbild, vom Fotoapparat bis zum eigenen Fotolabor ausgeschöpft und ausgelebt. Nun ist Videofilmen mit allen seinen Elemente zusammen mit demVideoschnitt und den unendlich vielen Gestaltungsmöglichkeiten angesagt.

Meine zwischenzeitlich gesammelte Erfahrung mit diesem Camcorder haben mir die richtige Auswahl bestätigt. Mehrere Bänder hat der Camcorder bereits durchgezogen und einige Chip-Karten voll mit Fotos geschossen. Besonders unter den schwierigen Verhältnissen bei Videotransfer von Super8-Filmen habe ich die manuellen Eingriffsmöglichkeiten sehr schätzen gelernt. Kurz, bin sehr zufrieden mit der Qualität des DV-Camcorders.

Test in videoaktiv DIGITAL 5/2004: sehr gut (Messlabor und Testurteil), Nummer eins bei kompakten 3-Chip-Modellen, Kamera mit dem schärfsten Bild und dem besten Preis-Leistungsverhältnis.

Test in "COMPUTER VIDEO" 5/2004: "Absolut faszinierend sind die Bildergebnisse im 16:9 Modus: Niemals zuvor konnten wir mit einem Consumer-Camcorder derart perfekte 16:9-Aufnahmen realisieren. Das Auflösungsvermögen hier ist dramatisch besser als der kastrierte 16:9 Modus der 4:3 -Prosumer-Konkurenz."

Test in "videofilmen" 5/2004: Der beste unter den kompakten 3-Chip-Camcorden. Erst wesentlich größere Traggriff-Camcorder übertreffen den Panasonic NV-GS400 im Bild , und dann vor allem bei schwächeren Beleuchtungsbedingungen. Der Panasonic NV-GS400 ist perfekt für die Spanne zwischen Amateur und Profi.

Die zwei Bereiche Aufnahme- und Nachbearbeitungstechnik entscheiden über die Qualität der Ergebnisse. nachfolgend will ich auf die wichtigsten Aspekte dabei kurz eingehen und einige Anregungen geben.

Aufnahmetechnik mit NV-GS400

Mit dem Camcorder Panasonic NV-GS400 bekommt man ein schönes Werkzeug in die Hand um gute Ergebnisse schon bei der Aufnahme zu erzeugen. Nur wenn man seinen Camcorder gut kennt, kann man auch das Optimum aus ihm rausholen. Eines noch, der Camcorder ist kompakt und unauffällig, man wird nicht immer gleich an bestimmten Drehorten zur Kasse gebeten, weil man den Aufnahme-Camcorder mit einem Bollerwagen anschleppt.

Bild: Panasonic Camcorder NV-GS400 mit Ultrawide Lens Aspheric III von Schneider-Kreuznach (0,58-fach: durchzoombar bis 3,5fach, rechts hama Tele-Vorsatz (1,5-fach)
sowie ND- und Polfilter

Im Fotobereich entspricht das Leica DICOMAR des Camcorders praktisch einer Brennweite von 45 bis 540mm im Falle 4:3. Ich schraube dann noch das Ultrawide Lens Aspheric III in Innenräumen drauf, dann bin ich ungefähr bei 26mm Weitwinkel.

Bild: Frame aus einem 16:9 Video, hier klicken bitte!

Auf einige wichtige Gestaltungsoptionen gehe ich hier nachfolgend ein.

Vorteile eines 3CCD-Camcorders

Über Einzelheiten dazu wird man sehr gut auf dieser Panasonic-Homepage informiert.

Mir persönlich ist das Rot bei Sonnenbestrahlung etwas überbetont, Dies betrift den Nahbereich. Aus diesem Grund reduziere ich im PICTURE ADJ. den Schieber für COLOUR um einen Strich nach links. Bei Totalen spielt das keine Rolle.

Video- und Fotostudio in einem Gerät

Wer diesen Camcorder hat, der muß kein weiteres Gerät mitschleppen um Fotos zu machen. Man bekommt 4-Megapixel-Standfotos in der Auflösung von 2288 x 1728 Pixel, die besten die je ein 3-Chip-Camcorder in dieser Klasse geliefert hat. Es ist lediglich darauf zu achten, dass als kleinste Blende der Blendenwert von 8 nicht unterschritten wird, weil dann die Aufnahmen wegen der kleinen Chipfläche zu Unschärfe (Beugungseffekte) neigen können (gilt nur für den Fotomodus). Beim hohen Sonnenstand also besser die Belichtungszeit verkürzen (1/2 bis 1/2000 s im Fotomodus) und die Blende nicht zu klein machen.

Die Standfotos sind nicht nur sehr gut für das Fotoalbum geeignet, sondern auch zur Mischung mit Videoszenen. Selbstverständlich kann man auch Blitzaufnahmen direkt vom Camcorder aus machen. Die Fotos der SD-Speicherkarte kann man bei der Nachbearbeitung in voller Auflösung unter die Videos mischen, darauf zoomen oder Kamerafahrten und Schwenks oder Zooms mit dem Videoschnittprogramm realisieren. Die Ergebnisse sind mit Sicherheit zitterfrei.

Bild: Kamerafahrt über das große Standfoto in PAL-Auflösung mit 720 x 576 Pixel

Nicht nur die ausgezeichnete Foto-Funktion an sich ist schon eine sehr gute Sache bei der NV-GS400, entscheidend ist, dass man jetzt auch die Möglichkeit bekommt ausgezeichnete Standbilder vom Drehort mitzubringen, die später im Video verarbeitet werden können und dafür braucht man kein weiteres Gerät.

Standbilder von unbewegten Objekten nehme ich oft mit der Fotofuktion auf, z.B. eine Blitzlichtaufnahme von einer Skulptur. Das geht sehr schnell und im Studio kann man später diese Skulptur beliebig abfahren und zoomen, und das in bester Ausleuchtung.

Originalgröße, unbearbeitet

16:9 PRO-CINEMA (interlaced)

Will man unbedingt einen Berggipfel aus großer Entfernung mit dem Televorsatz bei einer Brennweite von 810mm aufnehmen, dann bevorzuge ich ebenfalls das hochauflösende Foto der NV-GS400, weil man dieses noch im Bildbearbeitungsprogramm bearbeiten kann, oder als Montage mit einem Sonnenuntergang z.B. optimal in das Viedoschnittprogramm einbinden kann.

TeleMacro

Mit dem Druck auf die TeleMacro Taste werden Objekte unterhalb 50 cm Abstand in Großaufnahme ohne Vorsatzlinse abgebildet und von der Umgebung loßgelöst. Damit ist es möglich Motive mit geringer Schärfentiefe freizustellen.

Soft Skin

Dieser Direktschalter erlaubt es Hautpartien bei Portraitaufnahme von Personen weicher zu zeichnen ohne andere farbtöne ebenfalls unscharf werden zu lassen.

Back Light

Mit der Gegenlichttaste wird die Blende um einen Wert weiter geöffnet um Lichtquellen hinter Personen (z.B. vor einem Fenster) zu kompensieren und Gesichtern von aufzunehmenden Personen Zeichnung zu geben.

Zebra-Belichtungskontrolle

Diese Funktion wird aktiviert über: Drehschalter auf CARD RECORDING-->Taste MENU-->ADVANCED-->ZEBRA-->ON. Es erscheinen nun an allen Bereichen des Bildes mit Überbelichtung Zebra-Muster. Die Blende ist nun manuell zu korrigieren in dem der Schiebeschalter unterhalb des Objektivs auf MANUAL gestellt wird und mit zweimaligem Druck auf die Taste SHUTTER/IRIS dann mit dem Drehring am Ovjektiv die Blende so eingestellt werden kann, dass die Zebra.Muster aus dem LCD-Bild verschwinden.

Bild-Stabilisator-Funktion

Ruhige Videoaufnahmen ohne Zitterbewegungen sind das A und O des guten Videofilmens. Der Camcorder von Panasonic ist nur 700 Gramm schwer, es fehlt also die Masse, die von sich aus schon ruhige Aufnahmen aus der Hand ermöglichen würde. Man ist also auf technische Unterstützung bei der Aufnahme angewiesen.

Der Camcorder NV-GS400 verfügt über ein optisches Bildberuhigungssystem (OIS), welches die Bildqualität in keinster Weise negativ beeinflußt (elektronische Bildberuhigungssysteme tun das schon). Der Gyro-Sensor der Panasonic reagiert 480 mal in der Sekunde um mit Hilfe von Linearmotoren einer Zitterbewegung entgegen zu steuern. Diese Funktion wird aktiviert über: Drehschalter auf TAPE RECORDING-->ADVANCED-->OIS-->ON. Den besten Effekt erzielt man im Weitwinkelbereich, selbst bei dynamischen Hand-Aufnahmen bleibt das Bild ruhig, fast wie vom Schwebestativ. Je mehr man in den Telebereich gerät, desto größer werden die relativen Winkelbewegungen beim Handzittern.

Bild: ein Teil der Objektivgruppe wird mit Linearantrieben bewegt

Während dieser Camcorder ein Eigengewicht von 700 Gramm hat, hatte mein alter D8-Camcorder noch ein Eigengewicht von 1050 Gramm. Die fehlenden 350 Gramm Masse spürt man als Videofilmer.

Ständig habe ich deshalb an diesem Camcorder ein ausgezeichnetes kleines mobiles Stativ dabei, das Cullman Travelpod 3090. Es läßt sich als Lenker, als Stütze gegen den Körper, als kleines Dreibeinstativ oder sogar als Führungsgriff unter dem Camcorder einsetzen. Fast alle Anforderungen an ruhige Aufnahmen unterwegs kann man damit lösen.

on the road Position bei 90% meiner Aufnahmen

Bei Wanderungen setzten wir Nordic-Walking Stöcke von Leki ein. Den einen davon habe ich als teleskopierbaren Leki-Fotostock angeschafft, der hat oberhalb der Handschlaufe ein Fotostativgewinde. Darauf habe ich dann eine Cullmann Kugelgelenk Magic Schnellkuplung draufgesetzt mit der mein Camcorder schnell draufgesetzt werden kann. Die Schnellkupplung ist kompatibel zum obigen Körperstativ Travelpod von Cullmann. Dieser Stock läßt sich auf eine Höhe von 145cm ausziehen und mit dem Kugelgelenk kann man den Camcorder auch neigen.

Bei geschickter Handführung kann man das eingeschobene Leki auch als Schwebestativ einsetzen. Natürlich kann man damit nicht im Laufen oder Herumspringen ruhige Aufnahmen erwarten, aber bei einem Gang neben Blumenbeten, durch den Marktplatz oder in einem Kreuzgang eines Klosters leistet es gute Dienste.

Diese Ausrüstung kann man relativ problemlos mit sich führen und man kann durchaus auf spezielle teure Schwebestative oder Lenker verzichten.

Weitere Informationen zum Stabilisator des NV-400 Camcorders findet man hier.

Rund um das Objektiv

Das Leitz absolute Spitzenobjektive baut, wissen wir nicht erst seit dem diese Objektive auch in Panasonic-Kameras und Camcordern verbaut werden. Camcorder NV-GS400 ist mit einem solchen Spitzenobjektiv, dem LEICA DICOMAR Zoom mit f=3,3 bis 39,6mmm und 1:1,6 Lichtstärke, also einem optischen 12fach Zoom ausgerüstet. Im 4:3 Modus entspricht das Objektiv einem Kleinbildobjektiv von 45 bis 540mm und im 16:9 Modus enspricht der Weitwinkelbereich einer Brennweite von 38mm.

Die Schärfe ist im Gegensatz zu der kleinen Schwester GS120 OK, so VIDEO KAMERA objektiv in der Ausgabe 4/2004 auf Seite 40.

Der 4:3 und 16:9 Unterschied

Der vordere Ring ist als Sonnenblende ausgebildet und hier ist ein Innengewinde von 43mm für Zubehör vorhanden. Eine kleine Überraschung erlebt man, wenn man diesen Ring herunterschraubt, dann steht ein zusätzliches Außengewinde vom 49mm für Anschlüsse aller Art zu Verfügung.

Bild: Originalring mit Sonennblende vom Leica-Objektiv abgenommen,
Zwischenring 43/49mm und Televorsatz 1,5fach

Zusätzliche Sonnenblenden bei Filtern und Objektivvorsätzen sind Pflicht um seitliche Lichtreflektionen zu unterbinden.

Mit ensprechenden Adapterringen schraube ich hier z.B. den Weitwinkelvorstaz Ultrawide Lens Aspheric III von Schneider-Kreuznach, der dann eine Weitwinkelbrennweite von ca. 26mm erzeugt. Andererseits kann ich hier auch einen HAMA-Telekonverter 1,5fach befestigen, der dann 810mm Brennweite im Telebereich bereitstellt. Plötzlich deckt man rein optisch den Brennweitenbereich 31fach ab.

Zwei Filter habe ich immer in meiner Zubehörtasche dabei:

ND-Filter, auch Graufilter genannt:

  • HOYA HMC NDX8 (entspricht etwa drei Blendenstufen)

Polarizationsfilter:

  • Vivitar POLARIZING

Ferner stehen mir noch verschiedene Nahlinsen (NL1 bis 3) für spezielle Einsatzzwecke zu Verfügung

Neben den optischen Zoom-Möglichkeiten, hat Panasonic noch ein Digital-Zoom dem Camcorder spendiert, welche die optisch leistung 24fach bzw. 600fach steigern soll. Hier ein paar Vergleichsbilder, die ich an einem etwas dunstigen Spätnachmittag Anfang Februar 2005 aufgenommen habe. es handelt sich um Frames aus Videos.

Bild: 1fach optisch

Bild 2: x-fach, links noch optisch, dann digital

Jeder kann hier selbst bewerten, wo die Grenzen sind.

Welchen Nutzen allerdings der digitale 600fach-Zoom haben soll, hat sich mir noch nicht erschlossen, siehe Bild 5 (100fach). Am besten in die Tonne werfen.

Objektivvorsätze

Im ersten Bild oben kann man meine Objektivvorsätze erkennen. Hier will ich nur kurz auf den Weitwinkelvorsatz eingehen.

Bild: Ein Geschenk von chinesischen Freunden

Ich verwende das Ultrawide Lens Aspheric III von Schneider-Kreuznach welches ich an meiner Super8-kamera Nizo 6080 schon angebaut habe. Dieses Vorsatzobjektiv hat einen Außendurchmesser von etwa 10,2 cm und eine stark gekrümmte Linse. Wie man am Bildbeispiel erkennen kann wird von diesem Vorsatz nichts verzeichnet, senkrechte und waagerechte Linien verlaufen auch tatsächlich senkrecht bzw. waagerecht. Es ist noch ein Objektivvorsatz echt Made in Germany und kein Billigvorsatz mit kissenförmigen Verzeichnungen an den Rändern. Dieser Weitwinkelvorsatz hat nichts mit einem Fischauge zu tun. Mit diesem Weitwinkelvorsatz kann ich noch 3,5fach durchzoomen!

Hier sieht man negative Beispiele mit Bildverzeichnungen.

Objektabstand

Erwähnenswert ist noch, dass man noch bei einem Objektabstand von 50cm optisch noch voll bis zum Telebereich zoomen kann, das bietet kein Hersteller im Consumer-Bereich. Mit dem Schalter Tele-Macro bewegt man sich dann im Bereich unterhalb von 50cm Objektabstand.

Abbildungsschärfe

DV-Aufnahmen sind bis Blende 16 ordentlich scharf (da werden andere Camcorder schon oft zu Softys) im Fotomodus bis Blende 8. Tadellos funktioniert auch der Multifunktionsring als Schärfering.

Modus-Wahlschalter

Unterhalb des Objektivs befindet sich der Modus-Wahlschalter mit drei Positionen:

  • AUTO: Sandardposition für Vollautomatik
  • MANUAL: Wählt man mit der MENU-Taste PROG.AE, dann werden insgesamt vier automatisierte Aufnahme-Modi angeboten:
    1. Sport-Modus für schnelle Bewegungen
    2. Portrait-Modus zum Hervorheben einer Person vor dem Hintergrund
    3. Schwachlicht-Modus zum helleren Aufnehmen einer dunklen Szene
    4. Surf & Schnee-Modus zum Aufnehmen in einer blendeneden Umgebung, z. auf Schnee, Stränden etc. Dieser Modus macht die Anwendung eiens ND-Filters überflüssig.
  • AE LOCK: damit ist es möglich Aufnahmen mit unveränderter Helligkeit zu erstellen vom selbst aktivierten Zeitpunkt an

Multi-Handeinstellring-Ring

Steht der Modus Wahlschalter unter dem Objektiv auf MANUAL, dann kann mit folgenden Tasten und dem dem Multi-Handeinstellring folgendes manuell einegstellt werden:

    1. Taste SHUTTER/IRIS einmal gedrückt: Die Verschlußzeit kann mit dem Einstellring verändert werden.
    2. Taste SHUTTER/IRIS zweinal gedrückt: die Blende kann manuell mit dem Einstellring verändert werden
    3. Taste FOCUS/ZOOM drücken: Die Bildschärfe kann manuell eingestellt werden
    4. Taste FOCUS/ZOOM drücken: Es kann manuell gezoomt werden.

Aufnahmen mit natürlichen Farben

Die Taste WB am Objektiv ist ganz wichtig in Zusammenarbeit mit dem Weißabgleichsensor neben dem Objektiv. Sowohl der Weißabgleich, als auch der Schwarabgleich können in einem weiten Bereich optimal auf einen gewünschten Farbton je nach Farbtemperatur manuell eingestellt werden.

Bildeinstellungen

Im Menü Picture ADJ, kann bekommt man folgende Einstellmöglichkeiten:

Sharpenes steht hier für Kantenschärfe, und Colour für Farbsättigung,. Eine leicht reduzierte Belichtung (Exposure) verhindert eine Überstrahlung hellster Bereich bei der Aufnahme und wenn gewünscht, kann auch der Kontrast (Contrast) verändert werden.

Der max. mögliche Lichtverstärkungsfaktor, der manuell eingestellt werden kann kann bis +18dB genutzt werden. Die Auto-Blende begrenzt dagegen die Verstärkung auf +15 dB.

Es kann sinnvoll sein im Bereich COLOUR den Schieber einen Strich nach links
(-) einzustellen um die Farbintensität des 3CCD-Sensors, insbesondere die bei der Farbe Rot, etwas abzuschwächen. jeder muss das hier für sich selbst entscheiden.

Werkseitig ist die Kamera neutral in den Farben und fast ohne Kantenaufsteilung eingestellt.

Schwachlicht-Aufnahmen

Natürlich kann ein Camcorder mit dem sehr kleinen Chip keine Wunder in der Nacht vollbringen, aber die Ergebnisse können sicg sehen lassen.

Bild 1: Aus meiner Praxis, ein Frame aus einer ganz normal mit der Automatik
erstellten Nachtaufnahme

Bild 2: Im COLOR NIGHT VIEW -Modus kann noch etwa bei 2 Lux aufgenommen werden,
die Automatik verstärkt die Helligkeit bis zu +15dB, manuell kann man bis +18dB
die Helligkeit anheben.

Bild 3: Im 0LUX NIGHT VIEW - Modus wird der LCD-Monitors als Aufnahmeleuchte
verwendet bis zu einer Entfernung von ca. 1,2 m

Das Bildrauschen bleibt dank Rauschfilter moderat, selbst bei +18dB-Gain- Verstärkung sind die Bildergebnisse trotz verminderter Schärfeleistung brauchbar, insgesamt also ein passable Low-light-Tauglichkeit. Mehr kann man von dem kleinen 1/4,7"-Chip nicht erwarten.

In den oberen Bildern sieht man einen Vergleich aus "VIDEOKAMERA objektiv", dass der Camcorder SONY VX2100 (rechtes Bild) ein deutlich bessere Lowlight-Bild bei identischer Beleuchtung liefert. Dieser Camcorder ist allerdings mit dem 1/3"-Chip als "Nachteule" bekannt und um den Faktor 2,35 teurer und viel größer sowie schwerer.

Wenn also Licht fehlt, muss man in die Sonne treten oder das Licht anmachen,schließlich gibt es da noch für diejenigen, die eine bessere Ausleuchtung wünschen, mobile und vom Stromnetz unabhängige Videoleuchten zur Ausleuchtung der Aufnahmesituation. Eine gute Alternative scheint die LED-Leuchte digiNova von Kaiser zu sein. An Stelle einer halogenlampe werden hier LED eingesetzt mit einer sehr hohen Lebensdauer und geringem Stromverbrauch. In einem völlig abgedunkelten Raum erhellt die Leuchte den Nahbereich bis 1m Entfernung, ohne das sichtbares Bildrauschen im Video auftreten würde. Wird diese Leuchte als Ergänzung zu einer vorhandenen Lichtquelle eingesetzt, dann bekommt man eine gute Ausleuchtung bis zu einer Entfernung von 2 m. Die LED-Leuchte hat Tageslichtcharakter mit 5500 Kelvin. Ein Test ist zu finden in "videofilmen" 5/2004 Seite 38/39.

Mehr zum Lowlightvergleich mit anderen Camcordern

Gegenüberstellung von Lowlight-Testbildern.

Der 3CCD-Chip

Der Chip ist das, was in Analog-Kameras der Film ist, hier wird das Bild eingefangen, optimal in der nachfolgenden Elektronik berechnet und auf minDV-band oder eine SD-Speicherkarte gespiechert.

Von den 3CCD-Chips stehen für die Videoaufnahme im 4:3 Format je 690.000 Pixel zu Verfügung, im 16:9 Format dagegen 728.000 Pixel.

Die Chipaufnahmefläche 1/4,7 Zoll Chips beträgt im Falle 16:9 erstaunliche 1142 x 646 Pixel. Diese Aufnahmefläche wird dann in das anamorphe 16:9-Format von 720 x576 Pixel umgerechnet.

Bild: links Chipaufnahmefläche, rechts Bandauflösung

Die CCDs sind bereits für 16:9 optimiert um in diesem Modus höchstmögliche Schärfe zu erzielen. Herkömliche Chips haben eine vertikale Auflösung von nur 432 Linien erreicht und das Bild war entsprechend unschärfer. Der optimierte Chip in der Panasonic NV-GS400 liefert volle Auflösung von 576 Linien., wobei mit einem Wandler diese Auflösung aus dem Chip mit einer Auflösung von 646 Linien berechnet wird.

Eine ähnliche Technik wird von Canon auch für den XL2-Camcorder eingesetzt.

Diese hohe effektive Pixelzahl des Aufnahmechips sorgt für höchste Farbreinheit und eines der detailreichsten DV-Videobilder aller Zeiten in dieser Klasse neben schier unendlicher Tiefenschärfe nach Meinung von "videoaktiv 5/2004 zum Beispiel.

Eine hohe Pixelzahl ermöglicht es auch eine größere elektrische Ladung aufzubauen und damit ein größeres Kontrastspektrum darzustellen. Technisch ausgedrückt kann durch die höhere Anzahl der Pixel die Auslastungskapazität der elektrischen Ladung erhöht werden. Dadurch vergrößerte sich der Dynamikumfang der Bildinformationen. Das bedeutet, dass selbst sehr helle Motive in natürlichen Farben dargestellt werden, anstatt weiß zu erscheinen. Sowohl schattige als auch hell ausgeleuchtete Bereiche werden deutlich und originalgetreu wiedergegeben. Im schattigen Bereichen bei minimaler Motivausleuchtung ist das System lichtempfindlicher als früher, dunkle Objekte werden in dunkler Umgebung noch deutlich wiedergegeben. Ein speziell entwickeltes Rauschunterdrückungssystem sorgt dafür, dass die Aufnahmen nicht pixeln und rauschfrei bleiben. Unterm Strich ergibt das überragende Leistungen auch bei schwachem Licht.

Die 16:9 Modi

Der Camcorder bietet drei 16:9 Modi bei der Aufnahme an.

  • CINEMA
    Am oberen und unteren Bildrand erscheinen schwarze Streifen, die vertikale Auflösung der Bilder wurd von 576 auf ca 75% reduziert. Dieser Modus ist eigentlich nur für 4:3 Fernseher geeignet.
  • PRO-CINEMA
    Das Bild wird mit einem Anzeigeverhältnis von 16:9 (interlaced) aufgenommen, damit sind die Ergebnisse zu einem 16:9 Fernseher kompatibel, volle PAL-vertikale Auflösung mit 576 Linien. Der Weitwinkelbereich wird von 45 auf 38mm erweitert (ca. 18% mehr Bildinformation in der Breite).
  • PRO-CINEMA FRAME
    Es werden 25 Vollbilder pro Sekunde aufgenommen (25p), wobei das Einzelbild mit 1/50 s belichtet wird, volle vertikale Auflösung mit 576 Linien.
    Der Weitwinkelbereich wird von 45 auf 38mm erweitert (ca. 18% mehr Bildinformation in der Breite).

Der Bildstabilisator funktioniert auch in diesen Modis.

Bild: Wirkung des Pro-Cinema-Modus, man beachte die Hautfarbe!

Die Ergebnisse der beiden PRO-CINEMA Modis sind absolut faszinierend, die Auflösung ist drastisch besser als die kastrierte 16:9 Modus der 4:3-Prosumer Konkurenz. Im PRO-CINEMA FRAME Modus arbeitet die NV-GS400 mit einer weicheren Gammakurve, reduziertem Schärfefilter und progressiver 25p-Bildfrequenz. Wegen der Aufnahmezeit von 1/50 s kann allerdings der typische Flimmer-Film-Look nicht erzeugt werden, dafür wäre eine Verschlußzeit von 1/25 s notwendig.

Eine 8Sec-AVI-Aufnahme in 16:9 von mir kann man hier bei RapidShare downloaden.

Wie steht es nun mit dem 16:9 und 25p-Videoschnitt aus?

Nun, Adobe Premiere Pro 1.5 macht das. 

Wichtige Vorgaben um mit 25p – Material (ASPECT/PRO-CINEMA) in 16:9  zu bearbeiten:

Capturing

Neues Projekt --> Benutzerdefinierte Einstellungen

Halbbilder: Keine Halbbilder (Progressive Scan)

Pixel Seitenverhältnis: D1/DV PAL Widescreen 16:9 (1,422)

Ausgabe:

Datei --> Exportieren --> Adobe Media Encoder --> Format à MPEG2 DVD

Vorgabe: PAL DV 16x9 Low Quality 6MB VBR 2 Pass

Video: Feldreihenfolge: kein (Progressiv)

Datenträger

Ich verwende folgendes:

Panasonic-Band
AY-DVM60FE mit 60 Minuten Laufzeit
im SP-Mode
Panasonic-Card SD 256MB
10 MB/s Transfergeschwindigkeit

Ich habe hier bei weitem nicht alle Möglichkeiten des kleinen aber faszinierenden DV-Camcorders von Panasonic NV-GS400 dargestellt. In sechs Berichten der Video-Fachmagazine sind die Tester von der unangefochtenen Spitzenstellung dieses Camcorders in seiner Klasse Ende 2004  regelrecht begeistert gewesen.

Externes Micro: Panasonic VW-VM3H

Panasonic stellt bekanntermaßen recht kleine Camcorder her und so ist auch das VM3H das kleinste im Test. Mit seinen 14cm Länge und gerade mal 70g Gewicht stört es auch bei Camcordern wie der GS120 nicht. Angeschlossen wird es über den intelligenten Zubehörschuh, eine Statusanzeige dafür gibt es nicht. 

Der Schalter für die Auswahl der Basisbreite sitzt an der Rückseite und besitzt auch eine ´Zoom`-Option. Die sollte man jedoch ausgeschaltet lassen, der Übergang zwischen den einzelnen Stellungen ist deutlich hörbar und führt im Tele-Bereich auch zu deutlichen Rauschen. Die Schalterstellung ´Tele` rauscht etwas weniger ist aber klanglich trotzdem nicht so schön: Stimmen klingen etwas quäkig, die Aufnahme ist anscheinend komplett Mono. Die Stellung ´Wide` klingt am besten, hier ist allerdings der Stereo-Winkel recht weit auseinander, nahe Geräusche werden etwas unterrepräsentiert. Bei totaleren Einstellungen ist das natürlich umgekehrt, hier unterstützt der große Raumeindruck die Bildwirkung. Griff- und andere Nebengeräusche kommen in allen drei Schalterstellungen auf´s Band, besonders Zoomfahrten sind zu hören. Dagegen hilft häufig die WindCut oder LowCut-Funktion des Camcorders, das Mikrofon selbst bietet so etwas nicht.

Externe Mikrofone bringen Atmo-Aufnahmen qualitativ hochwertig auf´s Band. Wie weit man den Aufwand dafür treiben will, muss allerdings jeder selbst entscheiden: Die Zubehörschuhmikros der Hersteller sind einfach und schnell einsatzbereit, keine Batteriekontrolle, keine Verkabelung, einfach aufstecken und fertig. Dabei bringt das VM3H besonders im Zusammenspiel mit den kleinen Drei-Chippern viel.

Quelle hierzu

Ein anderer Test dazu

Sinnvolles Zubehör

Ich denke sehr sinnvoll könnte ein Hoodman-Blendschutz für das LCD-Display sein. Damit könnte man auch bei voller Sonnenstrahlung noch mit Hilfe des LCD-Monitors videofilmen. Ich habe mir zunächst etwas ähnliches aus schwarzem Fotopapier gebastelt.

Video-Testfilme aus dem Netz

QuickTime muss installiert sein!

Linksammlung:

Weitere Informationen zum Camcorder

Test von Camcorderinfo

Test von DVSpot

Test eines Freaks aus Rußland

Test aus Frankreich

Test in Slahscam

Bilder von der NV-GS400

Der Vollbildmodus bei DV-Camcordern

Die Suche nach dem Filmlook

Filmlook

Noch mehr über Filmlook

35mm Adapter

Simulating Film from Digital Video

Review Panasonic NV-GS400

Bedienanleitung NV-GS400

Zu meiner Seite "Licht"

Panasonic 3CCD-User: Sehr gute Zusatzinformationen

Bau eines 35mm-Adapters

Noch eine Bauanleitung für einen 35mm-Adapter

Zeitrafferaufnahmen

CCD Technik und Bildaufnahme

Grundlagen der CCD-Technik

CCD und CMOS-Technik

"PIXEL-akrobatik" oder "Wie schaffen GS400 und XL2 16:9 auf 4:3 Chips" lautete der Bericht im CV Magazin 5/2004 auf Seite 22-23. Interessenten mögen sich bitte an den Verlag wenden.

Nachruf vom Mai 2006:

Dieser hier beschriebene hervorragende DV-Camcorder wird nun nach etwa 1 1/2 Jahren Führungsposition im DV-Consumer-Bereich nicht mehr von Panasonic produziert, als Nachfolger ist der Camcorder NV-GS500 von Panasonic ausgelobt worden. Die Sache hat nur einen Haken, NV-GS500 unterliegt eindeutig in vielen Punkten dem NV-GS400.

Nun ist aber auch bei mir die Zeit für einen Systemwechsel von DV auf HDV gekommen. Ein bißchen trauere ich dem DV-Klassiker NV-GS400 von Pannasonic aber schon nach, dieser Camcorder hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Der Camcorder wird jetzt in Palma de Mallorca weiter seinen Dienst tun.

01.09.2004, 02.12.2014 B.P. Hennek


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Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.