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Einstieg in die Videoaufnahme mit einer Spiegelreflexkamera V-DSRL Canon EOS 550 D Videoaufnahme
in Full-HD und HD in H.264-AVC MOV mit genormten Wer sich als Hobby-Videofilmer eine Video-DSLR anschafft, der ist meist auf der Suche nach einem filmischen Look sowie einer manuell bedienbaren Kamera mit guter Fotofunktion und nicht nur einer Fixfokus-Videokamera mit der ultimativen Bildschärfe von der Objektivlinse aus bis Moskau. Als Hobby-Videofilmer ist für mich aus kostengründen eine Canon EOS 7D oder 5D MII natürlich nicht in Frage gekommen. Canon liefert aber neuerdings als kleine Schwester zu der EOS 7D - mit fast identischer Technik - die EOS 550 D zum erschwinglichen Preis. Die Kamera kann man neben dem vollautomatischen Betrieb auch komplett manuell steuern, also Blende, Zeit und Lichtempfindlichkeit im Filmmodus selbst bestimmen, was ein ganz entscheidender Vorteil ist. Ferner kann man Wechselobjektive einsetzen. Meine derzeitige Videokamera von Canon (HV30) kann kein mit der EOS 550D vergleichbares Bokeh erzeugen. Legt man großen Wert auf einen Klapp- und Schwenkmonitor, dann bietet Canon dafür neuerdings die EOS 60D und 600D an, deutlich teurer natürlich und sie kommen in der Traumflieger-Wertung nur kleine 2% besser weg im Vergleich mit der EOS 550 D! ![]() Wer sich auf eine solche Video-DSRL-Kamera einläßt, der muss wissen was auf ihn bei der Realisierung von Videoaufnahmen möglicherweise zukommt
Mit
dem kostenlosen Add-on "Magic Lantern" werden also viele neue
wertvolle Funktionen dieser Kamera hinzugefügt, was man sich
merken sollte wenn man eine Video-DSRL kauft, denn ML gibt es nicht für
alle
DSRL-Modelle. Aber..., es kommt nicht so sehr auf die Kamera an mit der man aufnimmt, sondern auf das was man sieht, heißt es! Wer sorglos und unkompliziert einen Urlaubsfilm machen möchte, der sollte einfach eine Videokamera wählen. Damit wird alles scharf von Würzburg bis Moskau und man braucht sich um die Szenengestaltung des Videos nicht zu kümmern und nicht überflüssige Zeit dafür opfern...
Frame einer Canon HV30-Videoaufnahme mit sorgloser Schärfentiefe Nach
etwa 13 Jahre geht es für mich wieder zurück zu einer enorm
ausbaufähigen
und kreativ sowie für die szenische Gestaltung einsetzbaren
digitalen Spiegelreflex-Systemkamera mit
zusätzlicher Full-HD Videoaufnahmefunktion! Mit der Kameraanschaffung ist es aber nicht alleine schon getan. Wie der nachfolgende Bericht zeigt, geht es ab da erst so richtig loß mit weiteren Geldausgaben für Objektive, Akkus, Filter, Display-Lupen, Kamerarigs, Speicherkarten, Field-Kontrollmonitor, Schärfezieheinrichtung etc., wenn man selbst nicht basteln mag. Die Kamera ist mit dem Canon Kit-Objektiv EF-S 18-55mm mit f/1:3,5-5,6 IS von mir bei der Fa. EXPERT in Würzburg gekauft worden. Nachgekauft habe ich das Canon EF 50mm mit f/1,8 II für Schwachlichtsituationen und das SIGMA 18-200mm mit f/1:3,5-6,3 DC OS als flexibles Reisetouren- und Reportageobjektiv. Das Canon Kit- und das SIGMA-Objektiv verfügen über einen eingebauten Bildstabilisator. Alle drei Ovjektive sind ferner mit Autofokus ausgestattet. Einen dem aufzunehmenden Objekt nachführenden Autofocus gibt es systembedingt nicht. Zuschaltbare ND-Filter hat die Kamera ebenfalls nicht.
Die EOS 550 D ist mit einem neuen APS-CMOS Sensor mit 22,3 x 14,9 mm bei 18-Megapixeln ausgestattet, bekannt von der großen Schwester 7D. Im Inneren arbeitet ein DIGIC 4-Prozessor (in der 7D arbeiten zwei solche Prozessoren vorhanden) aus Canons Herstellung. Die Kamera (Kunststoffgehäuse) liegt recht gut in der Hand. VAD hat in der Ausgabe 5/2010 (Seite 52) für Full-HD Video folgende Luminanzauflösung im Videomodus gemessen:
VAD ist ferner der Meinung, dass die EOS 550 D Videos eigentlich mit 30 Frames aufzeichnet und es dann für die Speicherkarte zu dem PAL-üblichen 25 Frames konvertiert. Meine Aufnahme-Bildraten sind 30p und 60p.
Bild: Oszilierendes Luminanzsignal zwischen Hell und Dunkel aus dem SlashCam-Test im Videobetrieb. Ab dem Schnittpunkt der roten und blauen Linie (30% Kontraslinie) etwa erkennt die Kamera nur noch ein "mittleres grau" statt einzelne Linien Solche Auflösungsdiagramme entstehen mittels Aufnahmen von Testbildern in denen sich weiße und schwarze Linien immer näher kommen und dabei immer dünner werden:
Hohe Luminanzauflösungswerte erzielt man mit starken Kontrasten zwischen benachbarten s/w-Linien, das sagt aber nichts über die Farbauflösung aus und damit über die Feinheit der Detailauflösung und Schönheit eines Farbbildes aus. Der Bildeindruck entscheidet bei mir mehr als das losgelößte Luminanzauflösungsergebnis. Da wir Farbvideos aufnehmen ist mir viel wichtiger eine gute Farbauflösung mit klarer Farbtrennung was die Progressivvideos der VDSRL EOS 550 D viel klarer und mit höherer Dynamik als im Falle meiner Videokamera Canon HV30 erscheinen läßt. Selbst das kritische rot auf Tulpen/Rosen wird mit guter Zeichnung von Details darin und ohne Überstrahlungen dargestellt. Die EOS 550D reizt FullHD in der S/W-Luminanzauslösung zwar nicht aus, sie benutzt aber einen farbkräftigen videooptimierten Farbraum, der auch blau und grün gut im Griff hat und so schöne Videos entstehen läßt (siehe auch c't special 04/10 Seite 41 mit Meßdiagrammen). Wer raue und krisselige Bildstrukturen mit überbetonter Schärfe mag, der muss sich nach einer anderen Kamera umsehen. Die
EOS 550 D wird zur Mittelklasse der Baureihe 550D, 600D, 60D &
7D
gezählt. In der Bildqualität hat die EOS 550 D einen kleinen Vorsprung
(COLORFOTO Beitrag in RINGFOTO 06/2011). Über den gesamten ISO-Bereich
liefert sie gute Qualität von 1539 LP/BH bis zu 1427 LP/BH bei ISO
1600. Mit hohen Werten bei der Dynamik (9,0 und 9,5 Blenden) steht sie
auf Gleichstand mit der 7D und das Rauschen bleibt auf einem
vergleichsweise niedrigen Niveau. Im gesamten Canon-Testfeld kann sie
mit den niedrigsten Textverlusten überzeugen. Wer eine V-DSRL mit einem
gegen Staub und Spritzwasser geschützten Gehäuse besitzen
möchte,
der muss zu der 60D/7D greifen, die zusätzlich noch fett- und
schmutzabweisende Sensoren mit Fluorvergütung haben. Bezüglich der manuellen Bedienungsmöglichkeit und Aufnahmelichtstärke ist die EOS 550 D jeder AVCHD-Videokamera der 1000 Euro-Klasse überlegen. Vergleich der Aufnahmesensorgröße:
Bild:
Vergleich der APS-C Sensorgröße (22,3x14,9mm) der
EOS 550D zum Die Sensordiagonale des APS-C Sensors beträgt etwa 27mm, im Falle des Kleinbildformats haben wir ca. 43mm. Das bedeutet, dass der APS-C Sensor um den Faktor 43/27 = 1,6 (Crop-Faktor, Formfaktor) kleiner ist als der Vollformatsensor. Die Auflösung eines Pixels auf dem Sensor der EOS 550 D beträgt ca. 9,4 mym und damit ist der Sensor dem menschlichen Auge etwa 8fach überlegen da das Auge Strukturen von etwa 89 mym auflösen kann. Nimmt man Canon Objektive mit der Bezeichnung EF-S für die EOS 550 D, dann sind diese deutlich preiswerter und auch kompakter sowie leichter als Objektive für das Kleinbildformat. Der Zerstreuungskreis des Sensors liegt bei 0,018mm nach /1f/.
EOS 550D mit Kraftwerk im Batteriegriff und dem TAMRON 70-300mm (112-480 bei KB) Bildauswahl:
Kiliansbrunnen Würzburg
In Zingst ![]() Gogo bei den Classics in Fladungen
Fragment in Würzburg Vorhandene Mattscheibe gegen Canon Ec-A Mattscheibe tauschen: Vor allem wenn man mit langbrennweitigen lichtschwächeren Objektiven und evtl. noch zusätzlich einen Telekonverter noch Licht verliert ist man auf manuelle Fokusierung per Sucher bei Fotoaufnahmen angewiesen. Mit der vorhandenen Sucher-Mattscheibe der EOS 550 D geht das sehr schlecht. Hier kann man sich aber eine geeeignete Sucher-Mattscheibe mit Mikroprismenfeld per Internet bestellen und den Austausch selbst vornehmen. Hier bin ich zufällig auf eine Anleitung gestossen wie man so etwas am besten selbst macht. Der Spaß mit der Kamera kann beginnen... Als Tourenfilmer hat man für die Standard-Aufnahmen immer noch eine Videokamera dabei (in meinem Fall eine Canon HV30) mit deren großen Schärfentiefe man sorglos im Automatikmodus und dem aufzunehmenden Objekt folgenden Focus die meisten Szenen vorzüglich aufnehmen kann. Die EOS 550 D ist dagegen eher etwas für Spezialszenen mit Bildgestaltungs-Vorbereitung und sie wird meine 08/15-Videoaufnahmen hier und da ergänzen und bereichern. Zwischenzeitlich bin ich derart geübt mit der EOS 550D, dass ich auchk omplette Tourenfilme damit aufnehmen werde, allerdings werde ich mehr als bisher mit diesem Gerät auch fotografieren und Fotobücher selbst erstellen. Letzte Zeit bin ich dazu übergegangen Dia-Shows zu erstellen die mit lohnenswerten Bewegbildaufnahmen gewürzt sind. Viele Videoszenen sind ja oft mit einem Standbild vergleichbar gewesen, man muss nicht immer videofilmen! Makroaufnahmen...
Objektiv: TAMRON AF 70-300mm, Makro bis 2:1
Objektiv: SIGMA AF 18-200mm mit OS
Rothalsbock, eingefangen mit dem TAMRON AF 70-300mm, Macro bis 2:1
Formen der Natur: Romanesco Panoramaaufnahmen:
Es handelt sich hier um keine echte Panoramaufnahme die aus mehreren Bildstreifen zusammengesetzt wird, sondern um einen Bildausschnitt. Man kann das Bild größer betrachten durch Klick mit der rechten Maustaste in das Bild und dann Klick auf "Grafik anzeigen". Die Kamera nimmt Bilder auf bis zu einer Bildpunktzahl von 5184 x 3456 Bildpunkten. Raum genug also um bei einem entsprechenden Motiv eine Aufnahme zu machen, die sich für einen Panorama-Zuschnitt im Bildbearbeitungsprogramm eignet. 0. Bedienungsanleitung: Die gedruckt mitgelieferte Bedienungsanleitung ist zwar nicht schlecht, erweiterte Informationen bekommt man jedoch zusätzlich noch nach /1/. Weitere Fachbücher zu dieser Kamera werden wohl bald folgen.Einige Tipps für Kameraeinstellungen bei Pressefotos findet man hier. 1. Speicherkarte: Diese Kamera kann Daten auf SD-, SDHC- und SDXC-Speicherkarten speichern. Canon schreibt Speicherkarte der Geschwindigkeitsklasse 6 als Mindestausstattung vor, es wird aber keine Speicherkarte mitgeliefert.
Für die Übertragung der Videoclips zum PC habe ich zunächst einen hama Kartenleser (USB-Stick) "6 in 1" verwendet. Auf der Packung ist High Speed mit 20 MB/sec versprochen worden. Es stellte sich aber heraus, dass dieser hama Kartenleser für die Übertragung der Clips ungeeignet war, es traten Wiedergabefehler auf, manche Clips konnten überhaupt nicht geöffnet werden. Habe dann die Übertragung per USB-Kabel direkt von der Kamera aus vorgenommen, das ging viel schneller und fehlerfrei. Auch der in meinem Notebook eingebaute Kartenleser erledigt die Aufgabe einwandfrei, wobei ich die Clips bei Wohnmobiltouren auf eine USB-Festplatte übertrage damit man dann später zu Hause diese USB-Festplatte direkt an den Desktop-PC anchliessen kann und so viel Zeit für die Datenverschiebung spart. Zusätzlich legte ich mir später noch eine Transcend SDHC-Speicherkarte CLASS 10 zu mit 16 GB Speichervermöge. Insgesamt verfüge ich derzeit über 48 GB Aufnahmekapazität, was in etwa 144 Minuten Full-HD Video-Spielzeit ergibt. 2. Fotomodus: Über den Fotomodus dieser Kamera muss man nicht viel schreiben, die angebotene Funktionalität ist sehr vielfältig und die Ergebnisse sind für meine Ansprüche als sehr gut zu bewerten. Erwähnenswert finde ich den sehr hellen Sucher mit dem man auch sehr gut einen Objektschärfepunkt manuell fokusieren kann, weil man nicht auf eine Minimonitor mit geringer Auflösung und Fliegengittereffekt blickt wie z.B. bei der PowerShot SX1 IS. Da es sich um eine Spiegelreflexkamera handelt, klappt der Spiegel nach Auslöserbetätigung hoch, was bei der Bildaufnahme natürlich nicht stört. Für die Videoaufnahme kann man diesen Sucher natürlich nicht nutzen. Man nutzt aber den Sucher speziell für Fotoaufnahmen, da die Fokusierung per Auto-Focus (AF) sehr schnell reagiert, selbst bei Objektiven ohne USM. Über den Monitor funktioniert der AF per Kontrasmessung sehr träge je nach Lichtsituation. Im Foto-Modus gibt es im Menü die Möglichkeit einer ISO-Limitierung, leider nicht für den Video-Modus. Allerdings gibt es einen voll manuellen Steuerungsmodus. Mit der Creativ-Automatik (CA) kann man die Blendenpriorität bestimmen in Richtung "Hintergrund: Unscharf/Scharf" von der offenen bis zur geschlossernen Blende. Bilder nehme ich in der mittleren Auflösung mit 3456 x 2304 Bildpunkten auf, das reicht für schöne Ausdrucke auf A4-Fotopapier.
Objektiv
SIGMA ZOOM 18-200mm, Position 200mm
Um möglichst große Schärfentiefe zu bekommen, stellt man ein Zoom-Objektiv in größte Weitwinkelposition, setzt dann den Av-Modus ein und wählt hier eine möglichst kleine Blende, also z.B. 8, bis 11 oder noch kleiner ein. Die Schärfentiefe nimmt zu, jedoch wirkt sich mit abnehmender Blendenöffnung immer mehr die Lichtbeugung an der Lamellenkante auf die Bildschärfe negativ aus. Gleichzeitig muss man die Verschlußzeit beobachten, sinkt diese zu sehr, kann es zu verwackelten Aufnahmen kommen. Der Sache antgegen wirken kann man an einer weiteren Stellschraube der DSLR in dem man die ISO-Aufnahmeempfindlichkeit verändert. Ist die ISO-Aufnahmeempfindlichkeit allerdings zu hoch, dann kann es zum sog. Bildrauschen kommen. Um einige Testaufnahmen kommt man also nicht herum bei einer DSLR um Erfahrungen über die Wirkung der verschiedenen Einstellparameter zu bekommen. Hobby-Videofilmer die bis jetzt nur mit diesen Fixfokus-Videokameraautomatiken gearbeitet haben, werden hier am Anfang gewisse Schwierigkeiten haben gute Bildqualität aus der V-DSRL herauszuholen. Allerdings gibt es bei der EOS 550 D auch einen sog. "Panikschalter" am Drehrad der sich "Vollautomatik" nennt. Damit gelingen selbst DSRL-Anfängern ansehnliche Bilder. Aufnahmen die in Schwachlicht-Grenzsituationen entstanden sind, kann man z.B. im Bildbearbeitungsprogramm (bei mir PhotoImpact X3) mit dem Plug-in NeatImage bestens entrauschen. Mit Hilfe des von Canon mitgelieferten Programmes "EOS Utilitie" kann man Zeitrafferaufnahmen /23/ per Verbindung mit einem Notebook erstellen. Die Aufnahmelänge ist abhängig natürlich von der Zeit der verfügbaren Stromversorgung. Der Originalakku LP-E8 (davon besitze ich vier Stück) der EOS 550D schafft etwa 550 Bilder ohne Blitz bei 23°C bei Kontrolle durch den Sucher laut Canon-Bedienungsanleitung. Nutzt man den Monitor für Livebild-Aufnahmen, dann kann man nur mit etwa 200 Aufnahmen pro Akkuladung rechnen. Für Zeitrafferaufnahmen ist deshalb ein Batteriegriff (siehe weiter unten) zu empfehlen um die Akku-Kapazität zu verdoppeln. Vorhanden ist bei der EOS 550 D auch eine Spiegelverriegelung die man über die Individualfunktion C.Fn-8 aktivieren kann zur Erhöhung der Lebensdauerstandzeti, insbesondere bei Intervalaufnahmen für Zeitraffer-Sequenzen. Ein absolutes Highlight bei Fotoaufnahmen mit der EOS 550 D ist die Möglichkeit der Aufnahme im RAW-Format (Canon nennt das CR2). Eine RAW-Datei ist praktisch eine von Bildprozessoren noch nicht entwickelte Aufnahme die außerhalb der Kamera mit einem speziellen Programm entwickelt wird und in einem beliebigen Bildformat anschliessend gespeichert wird.
Canon legte der DSRL das Programm Canon Digital Photo Professional bei welches einen RAW-Konverter enthält. In diesem Programm kann ein "Rezept" zu der RAW-Aufnahme entwickelt werden hinsichtlich Belichtung, Weißabgleich, Bildschärfe und Korrektur von Darstellungsfehlern. Das Rezept wird der Aufnahme beigefügt. Man kann dieses Rezept später noch jederzeit ändern und dabei immer auf die Originalaufnahme zurückgreifen. Vor der Aufnahme wird bei der Qualitätswahl angeben ob nur eine RAW-Datei (18M 5184x3456) mit ca. 22,6MB gespeichert werden soll oder auch noch zusätzlich ein schon fertig vom Kameraprozessor bearbeitetes JPG-Bild(L-fein) mit ca. 6,67MB auf die Speicherkarte geschrieben werden soll. Ich muss zugeben, dass ich nach ersten Tests sofort dazu übergegangen bin RAW-Aufnahmen zu machen. Man kann aus diesen Roh-Dateien sehr viel mehr in der Bildbearbeitung herausholen als aus einem JPG-Bild! Ein "Spielgebiet" der Fotografie ist das HDR-Bild (High Dynamic Range) mit einem unglaublichen Tonwertreichtum. Als Grundlage dienen mir jeweils drei RAW-Stativaufnahmen mit jeweils zwei Lichtwertunterschieden aufgenommen. Generiert wird das HDR-Bild daraus mit dem Freewareprogramm Luminance HDR. Die drei importierten RAW-Bilder kann man mit sechs vordefinierten Profilen zum HDR-Bild zusammenrechnen lassen. Mit dem Schalter "Tonemap HDR image" kann man dann mit neun vordefinierten Optionen das Bild weiter bearbeiten, auch an den Parametern selbst "drehen". Man kann sich mehrere Varianten des HDR-Bildes dann z.B. als JPG speichern. Die letzte Nachbearbeitung erfolgt dann in PhotoImpaxt X3 auf Wunsch.
Beispiel: HDR-Bild einer unserer Gartenecken im April 2011. In der HDR-Fotografie bin ich noch ein Anfänger, Übung ist bei mir also angesagt! Tipps dazu:
Mit Hilfe des Prismensuchers schaut man praktisch durch das Objektiv auf das Motiv bei offener Blende. Ohne eingeschalteter Kamera, also ohne Stromverbrauch kann man jederzeit schon vorab den Bildausschnitt und die Fokus-Ebene einstellen, verändern oder festlegen, was bei Systemkameras mit einem Monitor-Sucher nicht realisierbar ist. Die Vorteile eines Prismensuchers sind:
Ultralangzeitaufnahmen bei Tageslicht zu realisieren um z.B. fließende Bewegungen im Foto vom Stativ aus festzuhalten bedeutet, dass man die Lichtmenge mit Graufiltern kräftig reduzieren muss, Sehr wertvoll zu diesem Thema sind die Tipps von der folgenden Homepage: Canon Expertentipps: 3. Videomodus: Die Güte der HD-Videos ist hervorragend und entspricht im Charakter den farbentreuen Canon-typischen Fotoergebnissen schreibt c't special 03/10. Prinzipiell kann ich das selbst bestätigen. Was man hier in meinem Bericht an den Bildern sieht, bekommt man auch per Video, wobei die Bilder hier in 580x387 Bildpunkte komprimiert reingestellt worden sind, die progressiven Videoframes aber über 1920x1080 Bildpunkte verfügen. Auch c't stellte aber zusätzlich fest: "Die Ergebnisse waren zwar nicht immer moiréfrei, aber diese Artefaktklasse stand, auch im Vergleich mit anderen Modellen, nicht signifikant oder untypisch im Vordergrund" wie mir per E-Mail Dr. Peeck auf Anfrage mitteilte. Wegen dem Formfaktor (1,6) der Objektivbrennweiten um 60% verlängert und dem Crop-Videoaufnahmemodus (640x480p-50) der im Videomodus sogar eine ca. 7fache Brennweitenverlängerung hergibt, ist diese Kamera für mich als Hobbyfilmer auch im Wildlife-Bereich in Naturschutz- oder Safari-Parks mit guten Ergebnissen einsetzbar, nicht zuletzt auch bei der Vogelbeobachtung im eigenen Garten. Es kommt halt darauf an, was man aus diesen technischen Möglichkeiten für sich selbst gestaltet. Im Videomodus nutzt man den sehr hoch auflösenden starren TFT LCD-Farbmonitor mit einer Auflösung von 1,04 Mio Bildpunkten. Das ist schon ganz hervorragend auch für die Objektschärfepunkt-Einstellung, wenn man aus der Aufnahmeposition heraus etwas auf dem Monitor sehen kann. Der Einblick auf den Monitor ist aber der Schwachpunkt dieser Kamera, man ist hier auf Hilfsmittel wie ViewFinder mit Winkelsucher(siehe Punkt 12) oder gar einen zusätzlichen in beliebige Lage anbringbaren Monitor angewiesen. Für schwierige Aufnahmesituationen muss man also etwas an der Kamera noch tun, was ich natürlich schon vor der Anschaffung wußte. Um eine DSRL videooaufnahmefähig zu machen in unterschiedlichen Aufnahmesituationen, benötigt man noch einiges Zubehör, wie z.B. eine Displaylupe, Körperstativ, Winkelschiene, Dreibeinstativ, Einbeinstativ. Weiter unten in diesem Beitrag findet man diverse Hilfsmittel die ich selbst gebastelt habe. Aus diesem Beitrag geht hervor, dass die Chip-Aufnahme angeblich in 1720x974 Bildpunkten im Falle 1080p und in 1280x580 im Falle 720p erfolgt. Der Bildprozessor bereitet das dann auf für 1080- und 720p auf der Clip-Speicherkarte. Für eine max. sichere Fokusierung, muss man die digitale Lupenfunktion der Kamera (5/10fach) einsetzen, was dann bei Freihandaufnahmen eine Wackelpartie wird. Besser ist es, wenn ich meinen Selbstbau ViewFinder nutze am Monitor. Glasklar ist dann das Bild und ohne grober Pixelstrukturen, ideal um darüber und den Objektivfokusring mit großem Verstellweg zu fokusieren. Kameraführung
aus freier Hand mit hama Winkelblitzschienen-Handgriff,
geschnitten in Video deLuxe 17 Premium HD Die 30p-Aufnahmen laufen auf einem 60Hz-Monitor shutterfreier und flüssiger als bei Aufnahmen mit 24/25p. Die Bewegungsunschärfe bei 30p-Aufnahmen ist ebenfalls geringer. Man kann mit 30p-Aufnahmen eine AVCHD-DVD (Mini-Bluray) oder eine echte Bluray erzeugen, mein HDTV samt PS3 können 30p-Videos ruckelfrei und flüssig abspielen, da der HDTV für 50- und 60Hz Wiedergabe von vornherein ausgelegt ist. Es ist sehr heikel mit der geringen Schärfentiefe einer solchen Kamera korrekt umzugehen um die Bildschärfe dort hinzubekommen, wo sie im Video später wirklich sein soll, auch mit einer Follow-Focus Einrichtung ist das nicht einfach zu realisieren.
Bild:
Im flachen Winkel zum Boden aufgenommenes Lineal aus
ca.26cm Entfernung bei
Blende 5,6, Belichtungszeit 1/100 Sec, Die Scharfeinstellung auf das Objekt muss in Ruhe erfolgen, am besten von einem Körperstativ oder gar von einem Dreibeinstativ aus. Ich gehe bei der Fokusierung der gewünschten Schärfeebene und dem Kit-Objektiv 18-55mm wie folgt vor:
Was ich nicht ausstehen kann sind bei dem Spiel mit der Bildschärfe die sog. Unschärfeinseln die manche "Fotografen"´im Internet zeigen, d.h. die Schärfe liegt auf einer Ebene mit einer Vielzahl von Objekten, davor dazwischen und danach versinkt alles in Unschärfe, wie im folgenden Negativ-Beispiel: ![]() Das
bringt Unruhe in das Bild für den Betrachter, er
weiß nicht
worauf er sich konzentrieren soll und was dem Kameramann eigentlich
wichtig war. Ein solches Bild kommt zustande, weil die
Schärfentiefe
einer V-DSRL mit dem großen APS-C Aufnahmechip sehr gering
ist,
ganz im Gegensatz zu meiner Bridge-Kamera SX1 IS, die einen wesentlich
kleineren Aufnahmechip hat und dort deshalb eine
größere
Schärfentiefe vorhanden ist. Die
kleinen Sensoren sind perfekt für Makroaufnahmen geeignet. Bei
gleicher Blende und gleichem Bildausschnitt ist die
Schärfentiefe
größer als bei einer DSLR mit
größerem
Aufnahmesensor, siehe auch /35/. Um bei der DSLR eine
makrotaugliche Schärfentiefe zu bekommen, die innerhalb eine
herauszulösenden Objektes nicht abfällt, muss
man stark abblenden. ![]() ![]() Zwei Freistellungen im Av-Modus aufgenommen, oben mit dem SIGMA 18-200, unten mit dem TAMROB 70-300 Für die erzielbare Schärfentiefe ist die Lage des Fokusierungspunktes und die Wahl der Blendenöfflung und die Standortentfernung vor dem aufzunehmenden Motiv maßgebend. Je kleiner die Blendenöffnung, um so größer die erzielbare Schärfentiefe, siehe auch Punkt 2. Ein Autofocus ist natürlich ebenfalls vorhanden (im Objektiv eingebaut). Der Umgang damit ist in der Canon-Bedienungsanleitung und im Buch nach /1/ ausführlich beschrieben, wie z.B. über die Schärfen- tiefenautomatik (A-DEP), die Meßfelder, die Speicherung der Focus-Ebenen. Der Autofocus reagiert etwas träge, was die Fokusierung schnell sich bewegender Objekte natürlich schwierig macht. Die Schönheit des Bokehs: Die Bezeichnung "Bokeh" stammt aus dem Japanischen und es bedeutet unscharf/verschwommen. Es ist eine Aufnahmetechnik mit der man Objekte vor einem schön aufgelösten Hintergrund aufnimmt, was authentisch ist, oder einen Bokeh-Hintergrund solo aufnimmt und diesen dann mit einem Vordergrundobjekt im Bildbearbeitungsprogramm kombiniert, weil es selten schöne Bokeh-Motive in einer Kombination mit einem Objekt gibt. Bokeh-Aufnahmen werden auch für sog. Wallpaper verwendet... ![]() Bikd: Obige Bokeh-Aufnahme von mir
ist eine Weichselaufnahme die mit dem TAMRON 70-300 entstand. ![]() Bild: Bokeh-Hintergrund mit der
Nahaufnahme einer Rose in Corel PhotoImpact X3 montiert Auch nachträglich kann man Bildern ein synthtische Bokeh weniger gelungenen Bildern mit Hilfe von Plug-ins in einem Bildbearbeitungsprogramm verpassen, siehe hier. Mit einem selbst gebastelten Filter, welches vor das Objektiv gesetzt wird, wird ebenfalls ein mehr oder weniger brauchbares Bokeh entstehen, siehe hier oder hier. EXIF-Informationen zum aufgenommenen Video: Zu jeder Clipaufnahme wird beim Start eine Informationsdatei erstellt mit der Kennzeichnung *.THM. Dort sind die Kamera- und Aufnahmedaten abgelegt die am Beginn der Aufnahme vorhanden waren. Um diese Daten auslesen zu können, muss der Download von der Speicherkarte zur Festplatte per Canon EOS Utility erfolgen. Die Anfangsdaten des Clips werden dann im ZoomBrowser EX von Canon angezeigt. Nachfolgend ein Ausschnitt der Informationen zum Videoclip: ![]() Eigenschaften des
QuickTime-Videos von der EOS 550 D: Die EOS 550 D nimmt ein Video in 1920x2080 (30p/25p/24p) mit ca. 330 MB/Min (5,5 MB/Sec) in der Video-Kompression MPEG-4 AVC/H.264 MOV auf, was 44 Mbit (variable Durchschnitts-Bitrate) entspricht. Mit dem freien Firmware Add-on Magic Lantern sind auch höhere Aufnahmebitraten möglich, die bei viel Bewegung und feinsten Strukturen vorteilhaft sein können. Nachfolgend präsentiere ich beispielhaft eine grafische Darstellung der Clipeigenschaften mit dem Analysewerkzeug von Premiere Pro CS3: ![]() Bild: Analysenwerkzeug aus Premiere Pro CS3 mit grafischer Darstellung der Datenrate und GOP-Struktur Wie
man hier sieht produziert die EOS 550 D ein sog. "15er long GOP-Video",
was die Dekodierung für die Timeline-Darstellung eines
Videoschnittprogrammes nicht
gerade leicht macht bezüglich Leistungsbedarf des PCs um für den
Schnitt auch Einzelframes darstellen zu können. Ein 15-er GOP besteht
aus einem I-Frame und 14 P-Frames, B-Frames sind nicht
vorhanden. Die Schreibgeschwindigkeit der SDHC-Speicherkarte für Videos sollte mindestens der Geschwindigkeitsklasse 6 (min. 6 MB/Sekunde) entsprechen, siehe Seite 123 der Bedienungsanleitung. Am LCD-Monitor tauch rechts ein 5-stufiger Balken-Indikator auf, der bei zu geringen Schreibgeschwindigkeiten anzeigtob noch eine Reskapazität des internen Pufferspeichers vorhanden ist oder nicht. Ist der Puffer voll, können die daten nicht weggeschrieben werden und die Videoaufnahme wird angehalten. Den Bitratenverlauf kann man sich ebenfalls ansehen (mit dem Bitrate Viewer): Der
grafische dargestellte Verlauf erlaubt eine Analyse des Clips je nach
Bildinhalt an beliebiger Abspielstelle. In obiger Grafik liegt die
Peak-Bitrate bei ca. 51 Mbps. Selektive Schärfepunktverlagerung: Eine selektive Schärfepunktverlagerung ist mit der Canon EOS 550D prinzipiell realisierbar aufgrund des größeren Aufnahmechips, man benötigt dafür keinen 35mm Adapter mehr. Die EOS 550 D verfügt an den Objektiven über gut faß- und führbare Zoom- und Fokus-Ringe für manuelle Bedienung. Anders als bei den poppligen Bedienelementen der Consumer-Videokameras hat man hier schon ein deutlich besseres Werkzeug sowohl für die Bildausschnittwahl als auch für die Schärfenselektierung. Im nachfolgendem Video wird gezeigt, wie z.B. mit Hilfe einer Follow-Focus Einrichtung (für den Anfang reicht auch ein 1$ Follow-Focus aus: Klick hier. Das ist natürlich keine Erfindung der Neuzeit, schon meine Nizo-Super8-Kameras hatten einen solchen Schärfeziehhebel!) drei verschiedene Schärfepunkte ausgelotet und auf dem Focus-Antriebsrad markiert werden. Um die Focus-Punkte anzufahren benutzt man die vorhin schon erwähnte Lupen-Funktion. Man sieht in diesem Beispiel, dass man bei Aufnahme aus freier Hand hier einen Assistenten benötigt der den Follow-Focus nach angebrachter Markierung und auf Zuruf verstellen muss, da der Kameramann die Kamera bezüglich des Filmausschnittes führen muss. Alleine kann man das nur sicher bewätigen wenn die Kamera auf einem stabilen Stativ steht. Will man das aus freier Hand realisieren, dann besteht die Gefahr der verreißens der Aufnahmen wenn man an den Objektivring greift. Bastlertipp: DIY Follow Focus Bauanleitung dazu... Mein
eigener manueller Follow-Focus am Kit-Objektiv 18-55mm für
10 Cent: ![]() Eine
M3 Durchgang-Schraube in der KAISER C60 Sonnenblende, außen mit einer
Mutter gesichert. Über das Gewinde habe ich ein kurzes Stück einer Kabelisolierung drüber gezogen. Mit diesem Hebel kann man auch vom Schulterstativ aus die Schärfe ziehen/verlagern. ![]() Am Sigma-Zoom 18-200 habe ich einen DIY-Schärfeziehhebel, der aus einem abgesägten Kugelschreibergrif und einem Kabelbinder 300 x 4,8mm hergestellt worden ist. In den Kugelschreibergriff habe ich ein 5mm Loch gebohrt und den Kabelbinder dort durchgezogen. Die Auflage des Kugelschreibergriffs habe ich etwas hohl gefeilt für eine bessere Anpassung an den Radius des Objektiv-Schärferinges. Es gibt aber auch Leute die sich Filterklemmen auf den Fokusring des Objektives setzen, verschiedene Ausführungen für wenig Geld bekommt man z.B. bei Brenner. Seit dem es das Add-on Magic Lantern gibt - siehe Punkt 16 - kann man die Schärfeverlagerung motorisch mit "Rack Focus" ohne weiterer Hilfsmittel realisieren. Die Kamera sollte dabei auf dem Stativ stehen oder mit einer Schulterstütze gegen den Körper abgestützt werden (am besten zusätzlich auch noch gegen eine Display-Lupe wie ich sie mir selbst gebaut habe). und man sollte ein Objektiv mit weit geöffneter Blende verwenden, z.B. das Canon 1:1,8 50mm mit AF damit die Unschärfe für das eine Objekt dann deutlicher ausfällt. Neuerdings steht in Magic Lantern auch eine Follow-Focus Funktion zu Verfügung, irgendwelche teure mechanische Antriebseinheiten erübrigen sich damit. Genutzt wird der vorhandene elektrische AF des jeweiligen Objektives mit Steuerung über die Richtungstasten. Die erzielbare Schärfentiefe kann man selbst berechnen, z.B. mit einem Excel-Blatt von hier. Hier eine Objektfreistellung als Bild mit dem Objektiv CANON EF 50mm mit f/1,8 II: ![]() Aufnahmedaten:
Blende 2,2 - 1/3200 sec - ISO 100, Av - 2/3
Das dunkle Umfeld in dieser Aufnahme hätte dazu geführt, dass die Nuss keine Zeichnung mehr gezeigt hätte, d.h. überbelichtet wäre. Mit der Taste [Av +/-] habe ich per Verstellrad die Belichtung auf - 2/3 gestellt um den Blick des Betrachters auf das eigentlich freigestellte Objekt auszurichten. Das verwendete 50mm Objektiv ist ideal geignet um Schärfeselektierungen zu üben und auch ein Gefühl zu bekommen für Blende/Belichtungszeit/ISO sowie zu überlegen welche ND-Filterung in diesem Fall für eine Videoaufnahme geeignet wäre. Schwachlichtaufnahmen: Der große rauscharm arbeitetenden APS-CMOS Sensor mit 22,3 x 14,9 mm war einer der Hauptargumente für die Anschaffung dieser Kamera. Als Schwachlicht bezeichne ich eine Objektbeleuchtung von etwa 20 bis 60 Lux, ein Bereich der häufig in Innen- und Außenbereich vorkommen kann. Mit dem Kit-Objektiv und der größten offenen Blende von 3,5 kann man mit der EOS 550 D allerdings nicht viel ausrichten. Die Canon HV30 Videokamera hat hier ein lichtstärkeres Objektiv mit der größten Blendenöffnung von 1:1,8. Ein Normal-Objektiv mit größter Blendenöffnung 1,8 bei 50mm Brennweite musste deshalb noch zusätzlich für die EOS 550 D angeschafft werden. ![]() ![]() Videoframes aus dem Oceanium in Strahlsund ![]() Videoframe: Die Objektlichtstärke am Ziffenblatt der Uhr betrug 15 Lux, der linke Teil des Bildes ist heller ausgeleuchtet, der rechte Bilddtel dunkler. Bildrauschen in diesem Video ist kaum wahrnehmbar. Ich bin mit dem Schwachlichtverhalten der EOS 550D sehr zufrieden bei Verwendung des EF 50mm mit f/1,8 II Objektives. ![]() Dieses Bild ist im Schweidnitzer Keller des Breslauer Rathauses mit dem Kit-Objektiv aufgenommen worden. ![]() Die Rose EDEN85 ausgeleuchtet lediglich mit darüber hängender Eßtischlampe, ISO 1600 ![]() Aufnahme mit Neat Video Pro korrigiert ![]() Frame aus Video, 22:50 Uhr, bedeckter Himmel, Blende 2,2 und 1/30 Sec, ISO=Auto, Entfernung ca. 700m, Objektiv: Canon EF 50mm, 1:1,8 II, Entrauschung mit Neat Video Pro Die EOS 550 D liefert bei Lowlight sehr detailreiche und farbtreue Bilder, zudem noch selbst bei 15 Lux Objektbeleuchtung und ISO-Werten bis 3200 noch sehr rauscharme Videos. Gute und schlechte ISO Aufnahmen die in Schwachlicht-Grenzsituationen entstehen, kann man darüber hinaus im Videoschnitt- programm (bei mir PremierePro CS3) mit dem Plug-in Neat Video Pro bestens entrauschen! Verfügbare Videoaufnahmeformate: Die Videoaufnahme erfolgt progressiv, also mit echten Vollbildern. Fotografen haben ja nie Halbbilder aufgenommen, schließlich handelt es sich bei der EOS 550 D in erster Linie um eine Fotokamera, allerdings mit einer vorzüglichen zusätzlichen HD-Videoaufnahmefunktion, was den besonderen Reiz ausmacht diese Kamera zu erwerben.
*Meine
eigene HDTV-Ausrüstung spielt auch diese Bildraten
korrekt ab, Besitzer von Röhren-TVs müssen auf 25p
bzw. 50i
bei der DVD-Produktion aus ihren Hobby-Aufnahmen achten!
Im Falle 24p und 25p können bei Progressivaufnahmen Bewegungen sprungartig erscheinen und zwar dann wenn der Bewegungsabstand zwischen Bild A und Bild B zu groß bei der Aufnahme geworden ist wegen zu hoher Geschwindigkeit des sich fortbewegenden Objektes was das menschliche Auge als Bewegungssprung erkennt. Die sprungartige Fortbewegung eines Objektes kann auch durch eine zu kurze Verschlußzeit bei der Aufnahme verursacht werden. Bei 30p, 50p und erst Recht bei 60p kommt die Bewegung dem menschlichen Auge/Gehirn flüssiger vor. Weltweit wird für das Kino seit 1940 in 24p aufgenommen, niemanden stört dort irgendeine geshutterte Bewegungsauflösung des Filmes, weil bei der Wiedergabe die 24 Bilder pro Sekunde doppelt gezeigt werden, also 48mal. Um das zu realisieren rotiert vor dem Bildstand eine Art Andreaskreuz (Flügelblende) siehe auch /1g/. Moderne LCD-HDTV bedienen sich je nach Hersteller verschiedener Tricks um z.B. 24p Videos flüssig und ohne Flackern darzustellen, z.B. dem 3:2 Pulldown, 4:4 Pulldown oder der "Motion Compensation", siehe auch /80/. Bei meinem Philips HDTV 37PF 9830 von Ende 2005 kann ich nur 25p ansehnlich flüssig bei horizontalen Bewegungen per "Digital Natural Motion" abspielen, viel besser werden jedoch Aufnahmen in 30p dargestellt. Mit der Playstation 3 kann man veranlassen, dass 24p-Videos von der Blu-ray Disk tatsächlich auch in 24p am HDMI-Ausgang ausgegeben werden. Das geht natürlich nur dann wenn der HDMI-Eingang des HDTV das 24p-Signal annehmen kann, mein HDTV lehnt die Umschaltung auf 24p ab und die PS3 versucht dann das 24p-Video als 25p per 2:2 - Bewegungs-Pulldown im 50Hz-Betrieb bzw. 3:2 - Bewegungs-Pulldown im 60Hz-Betrieb des Zuspielers abzuspielen, was zu den Shuttereffekten (Judder) führt. Um 24p-Videomaterial in meiner Wiedergabekette shutterfrei abspielen zu können, muß ich das Material z.B. per Premiere Pro CS3 umkodieren auf 25p, dies geschieht bereits im Projektfenster mit Klick auf den Clip und Anwendung der Option "Filmmaterial interpretieren" im Kontexmenü auf die Framerate von 25fps. Mehr über die 24p-Wiedergabe findet man hier. Über das neuere neuere "Perfect Natural Motion" zur Beseitigung des Bewegungsruckelns kann man in /81/ eine ausführliche Erklärung finden. Neuerdings werden immer mehr HDTV mit einer höheren Wiedergabefrequenz angeboten, z.B. 100Hz statt 50Hz. Das führt aber nicht automatisch zu einer flüssigeren Wiedergabe einer 24p-Videoaufnahme, sondern lediglich zu einem geringeren Flackern, da es Menschen gibt, die auf das Flackern mit Kopfschmerzen reagieren. Durch die höhere Wiedergabefrequenz wird das Bild ruhiger und empfindliche Menschen bekommen keine Kopfschmerzen durch das Flackern. Professionelle Kameramänner wissen sehr genau wie man den Bewegungsabstand zwischen Bild A und B verkürzt, sie bereiten sich besser als Amateurfilmer auf diese Szene vor in dem Sie z.B. einen Kamerastandpunkt im spitzen Winkel zum Objekt einnehmen oder die Kamera mit dem Bewegungsobjekt mitziehen, die Verschlußzeit wird auf 1/50 Sekunde gestellt. Zwar ist das Ruckeln im zuletzt genannten Fall jetzt in den Hintergrund verlagert, der Zuschauer bemerkt es aber nicht weil er mit dem Sehnerv dem sich bewegenden Objekt folgt und dieses bewegt sich durch Mitschwenken flüssig. Wer das szenisch so nicht vorbereiten kann, der sollte nicht im 25/24p-Progressivverfahren filmen, sondern Interlaced-Videos (Zeilensprungverfahren) in 50i aufnehmen, er bekommt dann 50 zueinander versetzte Halbbilder die vom Wiedergabegerät auf 25 Bilder im schnellen Bilwechsel zusammengesetzt werden und durch die Bewegungsverwischung dann die Objektfortbewegung flüssiger wirkt mit dem Nachteil, dass in den Halbbild-Wiedergabephasen natürlich nur die halbe vertikale Auflösung vorhanden ist, bei dem Progressiv-Aufnahmeverfahren der EOS 550 D ist dagegen immer die volle vertikale Auflösung vorhanden. Als jahrelanger Interlaced-Videofilmer muss man sich selbst zu einem 24/25/30p-Progressivfilmer umerziehen und einfach ein paar Sachen beachten um gute Bewegungsaufnahmen zu bekommen. Ein paar Anregungen dazu bekommt man hier. Andere Videofilmer rechnen zusätzliche Frames in das Video ein auf 50p (siehe hier) für eine bessere Bewegungsdarstellung und um ursprünglich 25p-Aufnahmen im Schnitt mit 50p-Aufnahmen besser kombinieren zu können. Bewegungsphasen bei 25p sollte man mit mäßiger
Schwenkgeschwindigkeit (von Bildkante zur Bildkante etwa
8-10 Sekunden) aufnehmen. Der Abstand
zwischen den Frames ist dann gering, der Bewegungsverlauf
sieht auf dem HDTV flüssig aus. Viel wirkungsvoller ist die Umgehung des Bewegungs-Ruckelns wenn man Aufnahmen in 30p macht, was die Canon EOS 550p natürlich nach Umschaltung in den NTSC-Modus in Full-HD kann. Bei Aufnahmen in 30p kann man auch deutlich flottere Schwenks machen als bei 24/25p, sie versinken nicht so schnell in Bewegungsunschärfe bei identischer Belichtungszeit pro Bild. Die Bildrate von 30p entspricht auch (im Gegenatz zu der Bildrate 50p) der Blu-ray Spezifikation. Auch per Netzwerkstreaming mit der Playstation 3 sieht man auf meinem HDTV kein Bewegungsruckeln mehr, selbstverständlich auch nicht von der AVCHD-DVD oder Blu-ray. Wird aus einem 30p-HD-Projekt auch eine DVD produziert, dann muss der DVD-Player in in den NTSC-Betrieb vor der Wiedergabe umgestellt werden. Aus 30p-Aufnahmen kann man mit dem entsprechenden Videoschnittprogramm recht rucklefreie 25p Videos erzeugen, falls man diese Videos dann mit 50i-Aufnahmen aus einer anderen Kamera kombinieren möchte für ein 25p-Video. Eigentlich ist es sehr sinnvoll mit 30p aufzunehmen, weil dann in Bewegungen in mehr Frames zerlegt werden. Die Bildraten von 24/25p sind eigentlich überflüssig, worauf man nach längerer Auseinandersetzung mit den Bildraten und deren Wirkung in der Abspielkette selbst kommt. Den herbeigeredeten Filmlook im 24/25p Video sieht in Wirklichkeit kein Mensch. Filmlook bedeutet viel mehr als nur die shutternde Einzelbildaufnahme, vielmehr geht es bei dem Filmlook um das Bokeh, das Colorgrading und die Ausleuchtung der Aufnahme. Seit dem Panasonic Videokameras mit einer Aufnahme-Bildrate von 50p in Full-HD auf den Markt geworfen hat, steht die Welt bei Hobbyvideofilmern auf dem Kopf. Alle wollen nun 50p-Videos aufnehmen und der Jammer ist groß, weil man mit dieser Bildrate noch keine Blu-ray authoren kann (Format derzeit noch nicht genormt) und die 50p-Bildrate viele Videoschnittcomputer leistungsmäßig in die Knie zwingt. Ein Test auf meinem System mit Avid Studio ergab, dass für das finale Rendering in eine Datei eine um 50% längere Renderingzeit nötig ist und die vollauflösende Vorschau in Full-HD bei Erhöhung der Bildrate von 30p auf 50p weniger flüssig läuft. Für mich ist deshalb derzeit 30p in Full-HD das Wahl-Videoformat! Videoaufnahme-Verschlußzeiten: Die längste manuell einstellbare Verschlußzeit im Videomodus der EOS 550D beträgt: 1/60
Sek. im Video-Modus 720p-50,60
1/30 Sek. im Video-Modusi 1080p-24,25,30 Bei Videos mit Motiven in Bewegung werden von Canon Verschlußzeiten im Bereich von 1/30 bis 1/125 Sek, empfohlen. Je kürzer die Verschlußzeiten, desto weniger flüssig wirken die Bewegungen des Objekts. Bei rein statischen Videoaufnahmen kann man auch kürzere Verschlußzeiten wählen, auch bei bestimmten Sportaufnahmen, vor allem im Falle von 50- oder 60p. Eine kürze Verschlußzeit bei Videoaufnahmen hilft bei Freistellungen von Objekten wenn ein ND-Filter nicht gerade verfügbar ist, wei gesagt aber sollte die Aufnahme dann eher statisch sein. Da die Kamera Progressiv-Frames bei der Videoaufnahme macht, also volle Einzelbilder in der Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten, liegt es auf der Hand die Einzelbilder auch fotomäßig auszuwerten. Hat man das vor, dann nimmt man am besten eine kürere Verschlußzeit, z.B. 1/100 sec damit die Bewegungsunschärfe geringer wird. Im Videomodus bekommt man bei der Full-HD-Auflösung bis zu 30 Bilder pro Sekunde, im reinen Fotomodus dagegen nur max. 3,7 Bilder pro Sekunde, allerdings bei höherer Auflösung. Man sieht also, im Videomodus hat man bessere Möglichkeiten der Einzelbildauswertung, gerade die entscheidende Möglichkeit zu bekommen eine Bewegungsohase aufzunehmen die sich sonst unserer Reaktionszeit entziehen würde. Wie verhindert man das Lichtflimmern einer Kunstlichtbeleuchtung mit der Aufnahmebildrate 30- oder 60p im 50Hz-Land Deutschland in der Videoaufnahme? Eine Testaufnahme mit Belichtungszeiten von 1/30 bis 1/250 Sekunde zeigte, dass bei 30p Aufnahmen die Belichtungszeit von 1/100 die ruhigste Neonröhrenausleuchtung bei mir hier zu Hause produziert, auch aber 1/30 Sekunde liefert ein gutes Ergebnis, ebenso 1/50 und 1/60 Sekunde. Mit Hilfe einiger Tests kommt man also schon dahinter welche Belichtungszeit pro Bild am besten ist. Es gibt natürlich heutzutage auch noch andere hochfrequente Leuchtmittel, ausprobieren hilft aber auch hier z.B. bei Videoaufnahmen auf einem Weihnachstmarkt oder auf dem Rummelplatz. Zum Glück läßt die EOS 550D eine manuelle Einstellung der Belichtungszeit jederzeit zu, Automatik-Videokameras dagegen nicht. Ideale Belichtungszeit? Was man unter einer Blu-ray Disk versteht Akkustandzeit bei Videoaufnahmen: Bei einem Tourendrehtag reichen mir meist ein bis zwei volle LP-E8 Akkus, wobei ich mir unterwegs die aufgenommenen Clips nicht ansehe also keine Akkukapazität verschenke. Selten muss ich einen weiteren Akku (drei Original-Akkus und einen Weiss-Akku habe ich derzeit insgesamt) noch einsetzen. Ein Original Akku hat die Kapazität von 1120 mAh, der Weiss-Akku dagegen 1420 mAh. Für längere Touren habe ich mir einen MeiKe Battery Grip incl. Infrarotfernbedienung - RC 5 für Fotoaufnahmen - zugelegt. Mitgeliefert wird ein Batteriefach für zwei Kamera-Akkus und ein weiteres Batteriefach für 6 AA-Mignonzellen oder 6 AA-Akkus (davon habe ich 8 Stück). In dieses Batteriefach setze ich 6 ANSMANN-Akkus (+maxe) mit 2500 mA bei1,2 V ein. Sinnvoll ist auch ein zweites Akku-Ladegerät, damit man am Ende des Tourentages zwei Akkus gleichzeitig laden kann und so die Ladezeiten verkürzt. ![]() Der vorhandene Batteriefachdeckel wird von der Kamera abgezogen und in einem extra Fach im Batteriegriff verstaut, so dass dieser niht verloren gehen kann. Über das Display und die Knöpfchen daneben macht man die Einstellungen. Mit dem Griff kann man auch Langzeitbelichtungen und Intervallaufnahmen realisieren, wobei die erste Aufnahme auch verzögert beginnen kann. Ganz wunderbar liegt jetzt die Kamera in der Hand bei Aufnahmen im Portrait-Format, wichtige Bedienelemente liegen ganz in der Nähe der Hand. Mit dem Batteriegriff und den zwei Satz Doppelakkus und dem zweiten Batteriefach mit den 6 AA-Akkus bin ich jetzt strommäßig sehr gut versorgt, auch für die Aufnahmen von längerer Zeitraffer-Sequenzen. Fernbedienung: Mit dem Canon RC-6 Infrarot Fernauslöser läßt sich Kamera sowohl im Fotomodus auslösen als auch im Videomodus die Aufnahme starten und stoppen. Darüber hinaus habe ich mir noch einen JJC-Kabelfernauslöser (MA Series) für den Fotomodus für Hinterkamerabedienung auf dem Dreibeistativ. Kinofilme mit VDSRL drehen (zumindest teilweise): Im Link /92/ findet man eine Liste von Filmen bei welchen mit VDSRL aufgenommen worden ist. Also Vorteil der Filmaufnahme mit einer VDSRL an Stelle einer 35mm-Aufnahmeausrüstung werden genannt:
4. Anpassen der Bildstile (Picture Style): Viel Raum für Experimente bietet die Möglichkeit der Bildstil-Anpassung (ab Seite 91 des Canon-Handbuches). Die Einstellung von Schärfe, Kontrast, Farbsättigung und Farbton beeinflußt den gewünschten Look. Von Eugenia Loli wird "ExtraFlat" für die Canon EOS empfohlen der aus dem Bildstil "Neutral" entstanden ist. Nach ihren Versuchen eignet sich dieser Bildstil am besten für späteres Colorgrading per Magic Bullet Looks. Schärfe, Kontrast und Farbsättigung werden dabei auf das Minimum eingestellt und der Farbton auf +1. Im Colorgrading Demo von Richard Allen Crook kann man bewundern was damit möglich ist. Neuerdings wird von Technicolor kostenlos der neue "CineStyle" angeboten. Dieser Bildstil im optimierten Farbraum (logarithmisch statt H.264 REC709) erlaubt es in der Postproduktion mehr bei der Farbkorrektur aus den aufgenommenen Videos herauszuholen als im Falle "ExtraFlat". Einige Vergleichsbilder. Hier findet man noch etwas dazu. ![]() ![]() Besonders
beliebt bei Fotografen
und Filmern sind oft die Bildstile bekannter früherer
Analogfilmmarken, wie z.B. der vom Diafilm "Kodachrome
25": ![]() Picture
Style: Kodachrome 25 Der
"Fujichrome Velvia 50" Diafilm war als ein Diafilm mit hoher
Farbsättigung bekannt: ![]() Picture Style: Fujichrome Velvia 50 Hier noch ein weiterer Vergleich zwischen "Canon Standard" und "Lomo" : ![]() Picture Style Canon Standard ![]() Picture Style Lomo Bei dieser Art von Picture Style erübrigt sich weiteres Colorgrading. Was zum Motiv und der jeweiligen Lichtsituation am besten paßt und welche Korrektur noch zusätzlich nötig erscheint, muss jeder für sich selbst herausfinden. Leider bietet die EOS nur drei selbst mit diesen Picture Style frei belegbare Speicher in der Kamera zu Verfügung. In der Kamera selbst kann man nur sehr eingeschränkt geändert werden in dem Schärfe, Kontrast, Frabsättigung und der Farbton per Schieberegler im Kameramenü justiert werden. Die Bildkontrolle erfolgt in diesem Fall auf dem Kameramonitor. Mit dem Picture Style Editor und einem PC/Notebook kann man dagegen viel weitreichender Einfluß auf den Bilstil ausüben, z.B. bezüglich Farbabstufung. Auf der Canon Homepege gibt es weitere Bildstil Dateien (Nostalgia, Clear, Twilight, Emerald und Autumn Hues), sie können mit dem EOS Utility zur Kamera übertragen werden. Eine ausführliche deutsprachige Anleitung dazu findet man dazu auch auf den mitgelieferten Software-Disk. Im "Canon Picture Style Bilder Thread" des DSLR-Forums findet man viele Bildstil-Dateien mit Beispielbildern dazu. Sehr bekannt geworden sind auch Marvels Picture Styles die man hier findet. Dort werden Bild Style angeboten die eine gute Grundlage für das sog. Colorgrading im Videoschnittprogramm bieten. Auf die drei frei verfügbaren Speicherplätze in der Kamera habe ich mir folgende Picture Style gespeichert: Kodachrome 25, Sky_Green und Fujichrome Velvia 50. Zum Video-Seminar in fünf Teilen über den Picture Style Editor geht es hier. Eine sehr gute Einsteigerhilfe ist auch das Kamerahandbuch /1f/ ab Seite 194. Wer da also sagt, diese oder jene Aufnahme der Kamera X oder Y gefällt ihm besser, der weiß einfach nicht welches Potential Canon mit seinen Picture Style bietet, die selbst entworfen oder einfach aus dem Internet geholt werden können. 5. Wechselobjektive von 18 bis 500mm plus Macro-Umkehrobjektiv: Bei einem Vergleich von Objektivbrennweiten bezogen auf das Kleinbildformat muss man immer den Formfaktor beachten, bezogen auf die Kameras-Aufnahmechipgröße. Als Rentner muss ich bei meinem Hobby mit dem Geld haushalten, aus diesem Grund lege ich mir eher preiswertere Objektive mit guter Durchschnittsleistung zu. Die Abbildungsqualität der Objektive ist meist preisabhängig, nicht immer aber. Man kann durchaus auch im niedrigeren Preissegment gute Gläser entdecken, meist dann aber ohne einem Bildstabilisator und einem ungenaueren, lauten und lange suchenden AF. Objektive mit schwächerer Abbildungsleistung leiden meist unter Kontrastarmut. Was man dann in einem abfotografierten ISO 12233 Testchart über dem Bild liegenden "Schleier" sieht wirkt verschwommen, auch wenn eigentlich viele noch aufgelöste S/W-Linien zu sehen sind. Hier: [Klick!] kann man sich z.B. die ISO 12233-Testchart vieler Objektive ansehen. Hier ebenfalls unter "Testy objektywow" mit Testcharts und Bildbeispielen, hier habe ich auch unten genannte Blendenwerte für höchste Bildauflösung im Objektivzebtrum abhängig von der Brennweite entnommen. Dem verschwommenen Schleier über den Bildern (meist bei großen Brennweiten) kann man schon bei der Aufnahme etwas entgegen wirken durch Belichtungskorrektur mittels Kotrast- und Sättigungsanhebung was an der EOS 550 D eingestellt werden kann. Ein paar eigene Tests dazu sind unbedingt nötig. Aus dem ISO 12255-Testchart (gibt es als sehr guten Druck für wenig Geld bei "Brenner" z.B.) kann man die Zahl der aufgelösten Zeilen pro Bildhöhe ablesen, der Wert wird dann mit 100 multipliziert. Den Test kann jeder selbst für sich nachvollziehen und auch feststellen können welche Blende bei welcher Brennweite die beste Auflösung in Bildmitte liefert. Man kann das für die waagerechten und senkrechten Linienbündel machen, wobei ich mich auf die waagerechten Linienbündel konzentriere. Meine recht ausgewogene Objektivaustattung besteht derzeit aus:
Objektivausstattung
meiner Canon EOS 550 D Mit diesen Objektiven decke ich nun die Brennweitenausdehnung meiner Videokamera Canon HV30 ab der bei kleinbildäquivalenten 43,6-436mm mit Motorzoom liegt mit f/1,8-3 für die Videofilmerei. Das obige Objektivset ohne Motorzoom deckt den kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 29-480mm ab mit einem Gewicht von ca. 2,3kg mit Kameragehäuse und ebenfalls mit der größten Lichtstärke von f/1,8. Die Videokamera Canon HV30 wiegt 0,6 kg. Man muss also auf einer Reise deutlich mehr und schwerere Ausrüstung mitschleppen im Falle der EOS 550 D. Einen sehr anschaulichen Brennweitenvergleich kann man sich hier ansehen. Preisspiegel bei Ebay verkauften Objektive: Klick! Selbst ältere
Objektive kann man noch an die
EOS
550D anschliessen und zwar per Adapter. Anwender berichten
über
gute Ergebnisse mit Objektiven die einen M42-Gewindeanschluß
haben. Ältere Objektive von Analog-Kameras haben natürlich keinen Image Stabilizer (IS), zitter- und wackelfreie Videoaufnahmen kann man damit deshalb nur mit Stativunterstützung realisieren, z.B. mit einem Körperstativ (siehe Punkt 7: Kamera-Rig), Schwebestativ, Einbeinstativ oder gar einem Dreibeinstativ. Anschaffungswert ist vielleicht das Samyang 14 mm f/2,8 ED UMC Aspherical Canon. Dieses Objektiv wäre lichtstärker und weitwinliger (22,4mm bezogen auf das Kleinbild) als mein Canon Kit-Zoom. Allerdings muss man dieses Objektiv immer manuell bedienen. Insofern bin ich von der praktischen Seite her doch mit dem Canon 50mm Objektiv plus Weitwinkelvorsatz 0,45fach besser versorgt für lichtschwache Situationen. Ein interessante Objektivtest ist hier nachzulesen. Die Wildlife-Fotografie beginnt erst so richtig ab 800mm Brennweite wie mir der Natur- und Tierfotograf Peter Scherbuk bei seinem Vortrag "Faszination Masuren" in der der Darßer Arche (Wieck) am 29.05.2010 erklärte. Einen Beitrag dazu findet man auch unter /73/. Im Beitrag "Wildlife-Video im eigenen Garten" beschäftige ich mich mit dem Thema bei Aufnahmen von unseren heimischen Gartenvögeln. Ein echter Wildlife-Fotograf werde ich wohl nie, eher mache ich meine Wildlife-Bilder in der näherer Umgebung hier, auch im Rahmen der mir verfügbaren Objektivbrennweiten. Aus einem langbrennweitigen Objektiv kann man mit dem Lens2scope leicht ein lichtstarkes Spektiv zur Naturbeobachtung machen, zum Beispiel aus dem 300mm Tamron ein 30fach - Spektiv. Präsentation von Canon-Objektiven: Klick hier! Objektiv-Kontakte abkleben bei Foto-Aufnahme beweglicher Objekte: Ideal ist es, wenn die Kamera automatisch auslöst im Falle eines beweglichen Objektes welches sich in der eingestellten Schärfeebene befindet. Dafür wird lediglich ein Klebestreifen benötigt, siehe hier. Weiter unten in diesem Bericht im Bereich Magic Lantern ist noch die Funktion "Trap Focus" zu finden, bei dieser Lösung muss man kein Kontakt auf dem Objektiv abkleben! Makrofotografie: Die kleinen Dinge des Lebens erfassen: Mit meinen Objektiven dringe ich auch mehr oder weniger in den fotografischen Bereich der Makrofotografie ein, bei unterschiedlicher "Fluchtdistanz" zum aufzunehmenden Objekt. Am meisten kommt wohl die Blumenaufnahme vor, dafür benötigt man keine "Fluchtdistanz" und das geht praktisch mit allen vorhandenen Objektiven. Mit dem TAMRON 70-300mm Tele/Makro-Zoom kann man auch aus größerer "Fluchtdistanz" sich mit der Aufnahme von Insekten oder Schmetterlingen befassen. Die vorhandenen Makromöglichkeiten mit meinen Objektiven habe ich nachfolgend noch mittels Nahlinsen, einer Makrolinse und einem Umkehrobjektiv incl.Makro-Aufnahmetisch erheblich erweitert. Nahlinsenset für das Kitobjektiv 18-55mm (29-88 bezogen auf KB): Dafür habe ich mir das Delamax Linsen-Set mit sehr guten Glaslinsen in Metallfassung zugelegt. NL
CLOSE-UP 1: +1 Dioptrie MACRO LENS : +10 Dioptrien Dieser Linsensatz ist vor allem für den mobilen Einsatz auf meinen Touren gedacht. Recycling Makroobjektiv: Per
Zufall habe ich eine Minolta DYNAX 5000si(Analog-Spiegelreflexkamera)
mit dem Zoom-Objektiv
Minolta
35-105mm, 1:3,5-4,5
bekommen. Für die Frontlinsenseite mit
55mm Gewinde
baute ich mir einen Umkehrring für meine EOS 550 D bestehend aus
Kameradeckel mit einem 30mm Loch welches ich auf Das Objektiv hat rückseitig (jetzt in der Makro-Funktion frontseitig) einen Hebel für die Blendenverstellung. Im Normalfall ist die Blende auf den Wert 22 geschlossen. Ich habe mir eine kleine Klemmeinrichtung gebastelt um die Blende voll öffnen oder einen Zwischenwert einstellen zu können (Ring mit Mitnehmerzapfen und Klemmführung im Bajonet des Objektives). Fotoaufnahmen erfolgen natürlich ohne AF, im Av-Modus der EOS 550 D. Die Belichtung regelt man manuelle per ISO und Zeitwahl. Am bequemsten kann ich die Kamera auf meinem Stativ mit Kragarm und Makroschlitten darauf auf das Objekt ausrichten. Der Makroschlitten ermöglichts es die Entfernung zum Aufnahmeobjekt in feinen Schritten besser einstellen zu können. Das Zoom erlaubt es in der 35mm Position Objekte bei der Aufnahme vergrößert aufzunehmen (siehe Streichholzkopf unten) und andererseits mit zunehmender Zoom-Position auch Übersichtsaufnahmen zu realisieren (Blume unten). Kleinste auf dem Kontrollmonitor formatfüllig scharf erfassbare Gegenstandsgröße bei 35mm Brennweite: ca. 13 x 8,7 mm!
Die Sensorbreite ist 22,5mm, somit erreiche ich einen Abbildungsmaßstab von: 22,5/13 = 1,73 : 1 mit diesem Umkehrobjektiv. Man kann dieses Umkehrobjektiv freihand oder vom Stativ aus einsetzen, besonders gut aber am Makro-Aufnahmetisch.
![]() ![]() In der c't 2/11 gab es einen Gutschein mit dem man bei Pearl den SOMIKON Fotoschlitten kostenlos bekommen hat mit einem Verstellweg von 105mm, verwendbar für Stereoaufnahmen und Makroaufnahmen. Nach Positionierung des Statives und Einstellung der Kamera zum Objekt hin per Makroschlitten kann man mit dem Schärfenring des Objektives das Objektiv auf Objektdetails fokusieren.http://vimeo.com/34035747 Aufbau an meinem Makro-Fototisch: Makroaufnahmen in der freien Natur mit einem Umkehrobjektiv zu machen ist garnicht so einfach, ein kleiner Windstoß gegen eine kleine Blume und schon ist das Objekt vom Kontrollmonitor verschwunden. Ideal ist es, wenn man sich z.B. ein frisches Blümchen abschneidet und es mit einem Halter in eine Foto-Box zu Hause vor das Makro-Objektiv stellt mit entsprechender Ausleuchtung.
Für weniger als 2 €uro gibt es im hiesigen Zeitschriftenladen verschiedenfarbige reißfeste Kunststoffbögen in der Größe 50x70cm, genau richtig als Hintergrund mit Hohlkehle für die Aufnahme kleiner Objekte mit dem obigen Recycling-Objektiv für Makroaufnahmen. Den Bogen hängte ich mit Hilfe einer Klammer an einem leichten Stativ, welches auf der Tischplatte links steht. Die Kamera ist auf meinem Hauptstativ angeordnet und in der Höhe per Stativ-Kurbel einstellbar.
Als Makrokragarm verwende ich hier die SOMIKON Winkel-Blitzschiene die sich z.B. so wie im Bild anordnen läßt. Auf dieser Winkelblitzschiene ist dann der SOMIKON Fotoschlitten FX-333D befestigt. Die Kamera läßt sich nun in dem Fotoschlitten per Drehknopf und Zahnstangenantrieb zum Aufnahmeobjekt hin sehr genau positionieren/fokusieren. Obiges Bild habe ich lediglich mit einer LED-Taschenlampe von Conrad Electronic, Model TM-1016 mit drei LED ausgeleuchtet. Zusätzlich setze ich bei größeren Objekten zwei Schreibtischklemmlampen mit Scherengestänge ein mit LED-Lampen (je 30 LEDs (Lichtstrom 180 cd, 1,4W, 6000-7000 KELVIN) die es bei Norma für je 4,99 Euro gab. Als Objekthalterung verwende ich einen Ständer mit Krokodilzangen aus der Bastelkiste den ich sonst für kleinere Lötarbeiten als dritten Arm einsetze. Die Hintergrund-Kunststoffbögen rolle ich nach Gebrauch zusammen und lagere sie für die nächste Benutzung in einem Zeichnungsrollen-Köcher. Tele-Makroobjektiv: Während obiges Recycling-Makroobjektiv eher etwas für Nahaufnahmen aus kurzer Entfernung (am obigen Fototisch z.B. 5cm Abstand zwischen Objektiv-Linse und Objekt) geeignet ist, kann man mit dem TAMRON AF70-300mm aus größerer Fluchtdistanz Insekten z.B. aufnehmen oder auch Makro-Objekte aus unzugänglicher Entfernung abbilden. Nachfolgend ein paar Aufnahmen mit sehr unterschiedlichen lichtsituationen, von bewölkten Himmel bis Gegenlicht.
Freihand-Makroaufnahme mit 180mm Brennweite
Stativaufnahme mit 300mm Brennweite
Tamron mit 300mm Brennweite, Blende 11, 1/400 sec, ISO 400, Belichtungskorrektur -1 1/3 Das Bokeh einer Makroaufnahmen mit dem Tamron-Objektiv fällt durch den aufgelösten Hintergrund auch bei kleinerer Blende sehr schön aus. Die Aufnahmen macht man im Brennweitenbereich von 180-300mm mit kleiner Blende um große Schärfentiefe im Objekt zu bekommen und andererseits durch den größeren Abstand einen ruhigen Hintergrund produziert und so das Objekt in das Zentrum der Betrachtung rückt. Mit diesem Objektiv muss man die Kamera auf das Stativ stellen. Bei Wind ist es unglaublich schwierig eine Fokusierung auf einer sich bewegende Blüte zu realisieren, weil das Objekt nicht ruhig dasteht. Ich bin deshalb dazu übergegangen bei Windstille solche Aufnahmen zu machen. Da sich bei solchen Aufnahmen alles in Bodennähe abspielt, muss man mindestens einen Plastikbeutel dabei haben um sich niederknien zu können ohne die Hose zu beschmutzen. Da es für mich nicht in Frage kommt mich auf den Boden zu legen um per LiveView das Motiv zu kontrollieren, habe ich mir die hier beschriebenen DIY-Sucherlupe gebaut um in den Spiegelschacht von oben auf den Monitor blicken zu können. Auf das Gehäuse der Sucherlupe kann ich einen Schacht mit Makrolupe aufsetzen um ohne seitlichen Lichteinfall in dieser bequemen Position die Aufnahme kontrollieren zu können. Ein Video, welches ich mit dem TAMRON-Objektiv aufgenommen habe, kann man hier ansehen. Diese Art der Makrofotografie gefällt mir persönlich sehr gut!
"Wildlife-Video" aus dem eigenen Garten: Für
Singvogelaufnahmen
im Garten habe ich mir einen Futter-Foto-/Videoaufnahmeplatz
eingerichtet. Ein Kirschbaum befindet sich direkt vor meinem
Foto-/Videostudiofenster. Die Entfernung zwischen
Objektivanschluß am Kameragehäuse und der
Meisenkugel liegt bei
ca. 2,1m, genau richtig für mein 200mm Zoom (Brennweite 320mm
äquivalent zum Kleinbild). Aus der Aufnahme in der
Bildgröße von 5184 x 3456 Bildpunkten habe ich dann
einen
Ausschnitt in der Größe von 3600 x 2400 Bildpunkten
hergestellt und dann diesen Ausschnitt für die HP hier auf 580
x
386 verkleinert und wegen der Dateigröße auf JPEG
Q85 komprimiert.
Aufnahmedaten:
200mm bzw. 320mm kleinbildäquivalent, F/7,1, 1/320
sec, ISO 1600, Eine große Rolle spielt die kleinstmögliche Blende bei der noch keine zusätzliche Unschärfe durch Beugungsfehler an der Blende entstehen. Nach /69/ kann man bei Kameras mit dem APS-C Sensor als kleinste Blende die Blende 8 nehmen ohne Beugungsfehler bei der Aufnahme zu produzieren. Die Aufnahmen mache ich durch eine Fensterscheibe. Bei Sonneneinfall kann das zu Reflexionen führen, aus diesem Grund muss ichdann eien Zirkular-Polfilter einsetzen der natürlich etwas Licht schluckt. Obiges Bild ist mit dem SIGMA-Zoom 18-200mm aufgenommen worden. Der Focus erfolgte manuell mit der 10fach-Lupenfunktion der Kamera auf dem Kameramonitor. Für Tieraufnahmen im Garten, in Gemeinde- oder Stadtparks sowie im Zoo und bei nicht allzuweit entfernten Objekten in der freien Natur habe ich mir das sehr preisgünstige TAMRON AF70-300 f/4-5,6 Di LD Macro 1:2 ohne Bildstabilisator zugelegt was am APSC-Sensor einer kleinbildäquivalenten max. Brennweite von 480mm entspricht. Ein echter Wildlife-Fotograf will ich mit dieser Brennweite allerdings nicht werden.
Für zittearme Aufnahmen mit einem solchen Objektiv benötigt man ein stabiles Stativ, vor allem wenn man Videoaufnahmen damit machen möchte. Mit meinem jetzigen Dreibeinstativ GAMMA 72 von hama kann ich noch relativ beruhigte Aufnahmen machen, wenn ich die Mittelsäule nicht nach oben herausfahre. Im Falle von Fotoaufnahmen kommen höhere ISO-Zahlen (bis 1600) und damit sehr kurze Belichtungszeit wegen der Verwacklungsgefahr in Frage. Bei Videoaufnahmen muss die Postproduktion mit dem Stabilisierungsfilter Mercalli V2 nachhelfen. Videoaufnahmen mit dem TAMRON-Objektiv 70-300 mm Brennweitenvergleich: Den folgenden Brennweitenvergleich habe ich mit Hilfe von Skalierungen in Ulead PhotoImpact X3 simuliert um einen Eindruck zu bekommen, welche Wirkungen unterschiedlich lange Brennweiten haben. Wie man sieht, größere Brennweiten für Natur- und Tierfilmerei gehen so richtig heftig ins Geld. Für Hobbyansprüche reicht mir aber folgendes Walimex-Teleobjektiv in Festbrennweite mit dem ich auf die begehrten 800 mm Brennweite bezogen auf die Kleinbildfotografie komme. 500mm (500x1,6= 800 an der EOS 550 D) Tele: Bei
meinem örtlichen Fotogeschäft tauchte eines Tages ein gebrauchtes Walimex-Teleobjektiv mit 500mm
Brennweite
(bezogen auf KB sind es 800mm) bei größter Blende von 8 auf.
Im Innenring vor der Frontlinse steht auf meinem Objektiv nicht, wer der Hersteller war, lediglich am Stativhalter ist der Schriftzug vom Walimex vorhanden. Ich machte vor Ort sofort eine Testaufnahme, wobei das Objektiv per T2-Adapter an einer Pentax-DSRL zunächst angeschlossen war. Ich bekam folgendes Bild, welches mich eigentlich als Hobbyfotograf positiv überraschte:
Walimex 500mm(KB 800mm), Blende 11, ISO 800, 1/1600 sec Die kurze Verschlußzeit wählte ich zunächst einmal, da es eine Freihandaufnahme war. Weitere Tests folgen noch. Der Ausdruck auf 13x18cm EPSON Premium Glossy Photo Paper fällt zufriedenstellend bezüglich der Bildqualität aus. Die nächsten Bilder sind mit der Canon EOS 550 D am 20.12.2011gemacht worden:
Das obere Bild ist bei einem leichten Schneefall aufgenommen worden, d.h. durch den Schneefall hindurch, dazwischen war auch noch die Glasscheibe meines Studiofensternsters
Testchartausschnitt
aus ca. 3,5m Entfernung aufgenommen bei Tageslicht (trüber Tag, ca. 13
Uhr, Die obigen zwei Bilder sind mit Blende 8 aufgenommen worden. Mit PhotoImpact X3 habe ich eine automatische Kontrastkorrektur durchgeführt, eine Nachschärfung nach der Verkleinerung erfolgte nicht! Bei Videoaufnahmen muss man mit diesem Objektiv auf ein stabiles Stativ. Die manuelle Fokusierung geschieht mit der Lupenfunktion 5/10fach per Live-View-Monitor. Auf meinem derzeitigen Dreibeinstativ hama Typ GAMMA 72 kann ich die manuelle Fokusierung max. in der 5fach Lupenfunktion realisieren ansonsten zittert das Stativ viel zu stark wenn man am Fokusring die Hand anlegt. Die Aufnahme wird dann mit der Fernbedienung ausgelöst. Sehr gut kann man fokusieren, wenn das Magic Lantern Add-on zur Unterstützung installiert ist und im Menü "LiveV" die Funktion "Focus Peak" aktiviert ist. In diesem Fall muss man nur so lange am Fokusring drehen bis die zu fokusierende Kante/Struktur au dem Monitor zu flimmern anfängt, der max. Schärfepunkt ist dann gefunden worden. Am Objektiv können Blenden von 8 bis 32 gewählt werden. Auch wenn man z.B. mit Blende 11 oder 16 im Videoaufnahmemodus arbeitet, läßt sich mit einem zweiten Ring am Objektiv die Blende für die Zeit der Fokusiering auf die größte Lichtöffnung, d.h Blende 8 öffnen. Vor der eigentlichen Aufnahme sollte man natürlich die Blende auf den vorgewählten Wert mit dem extra Einstellring wieder schließen. Belichtung, Verschlußzeit und ISO muss man bei der Videoaufnahme auf manuell umstellen, was ja bei der EOS 550 D kein Problem darstellt. Im Falle der Fotoaufnahme kann man halbautomatisch aufnehmen in dem man z.B. die Drehradstellung "Av" wählt, der Microprozessor errechnet dann die benötigte Verschlußzeit je nach ISO. Man kann mit diesem Objektiv Objekte ab 10m scharf einstellen, bis unendlich natürlich. Der Schärfering läßt sich ganz sanft einstellen. Für 35 Euro überließ mir der Fotohändler dieses Objektiv. ich mußte mir lediglich noch einen T2-Anschlußadapter für die Canon DSRL beschaffen um damit bei meinen Vogel- und Säugetieraufnahmen damit arbeiten zu können.
Aufnahmeentfernung ca. 30m Dieses manuell bedienbares Objektiv ist eher etwas für Slow-Foto/Video (genug Zeit für die Fokusierung mitbringen!) auf einem stabilen Stativ geeeignet, wobei das Stativ nicht an der Kamera, sondern am Objektivring anzubringen ist. Mit dem Walimex T2 Okular-Adapter kann man ganz schnell aus dem Objektiv ein Spektiv für Tierbeobachtung machen. Die Vergrößerungsverstärkung beträgt 500/15 = 33fach.
Aufnahmeentfernung ca. 1000m Auf der Rückseite des Objektivs läßt sich ein ca. 8cm langes Rohr abschrauben. Man kann sich für das dann verfügbare Außengewinde M47x0,75 individuelle Adapter-Zwischenringe herstellen. Einfacher ist es kameraseitig einen Zwischenringsatz anzuschaffen und das Objektiv mit dem T2-Anschluß dann am Zwischenring zu befestigen. Die Fokusierung verlagert sich dann so, dass auch Objekte aufgenommen werden können die im Bereich von ca. 3 Metern Entfernung liegen. Mit dem angeschaften T2-Adapter konnte ich große Entfernungen (unendlich) nicht so richtig scharf stellen an der EOS 550 D. Ich baute darauf hin den Gewindering aus dem T2-Adapter ausgebaut (er ist dort mit drei Schräubchen gesichert) und diesen dann von 7,5 auf 6,5mm auf meiner Drehbank abgedreht. Das Objektivrohr konnte nun einen mm näher zum Aufnahmechip hin reingeschraubt werden. Das reichte jetzt um Objekte ab etwa 10m bis unendlich ausreichend in der Bildschärfe zu fokusieren auf dem Stativ und mit Hilfe der Digitallupe an der Kamera. Mit dem Valimex 2fach-Konverter kann man die Brennweite des Teleobjektivs verdoppeln. Der Konverter wird zu diesem Zweck noch vor den T2-Adapter geschraubt. Die Brennweite beträgt dann 1000mm(1600bei der EOS 550 D) mit einem Lichtverlust von zwei Stufen. Das Objektiv ist geldwertig, Kontrast und Schärfe sind OK und die Streulichtempfindlichkeit ist bei dem Vierlinser gering. Das sehen auch andere Leute so, siehe hier zum Beispiel. Weitere Vogelaufnahmen mit dem
Sigma 18-200mm Objektiv:
Kernbeißer:
f/6,3, 1/60sec, ISO: Auto, 200mm Die Aufnahme der folgenden "Bewegbilder" im Video erfolgte im Abstand von ca. 2,1m vor dem Motiv auf Stativ. Objektiv SIGMA 18-200mm F/3,5-6,3 DC OS, in Brennweitenposition 200mm, F/7,1, 1/50sec, Bildrate 25p. Bildstil: Anw.Def 1 mit Schärfe 1, Kontrast -4, Farbstimmung -1, Farbton -1. Colorgrading mit Magic Bullet Looks in Pinnacle Studio 14 HD Ultimate Collection, Effekt No 85 unmodifiziert. Wildlife im Garten, Canon EOS 550 D from Bruno Peter Hennek on Vimeo. Rechnet man mit dem Excel-Schärfentieferechner von hier die Schärfentiefe für die mit Blende 7,1 aufgenommenen Clips aus, dann stellt man fest, dass bei Fokusierung auf 2,1m (Hauptzweig rechts vom Meisenknödel) der Bereich zwischen 2,07 und 2,14m scharf wird. die Schärfentiefe liegt also auf einer Strecke von 7cm, springt der Vogel davor oder dahinter, wird er unscharf. Insbesondere in solchen Aufnahmefällen ist es sehr sinnvoll vor der Aufnahme die zu erwartende Schärfentiefe mit einem mobilen Rechner vor Ort zu überprüfen. Ich benutze dafür einen Casio FX-702P Taschenrecchner auf dem ich ein kleines in Basic programmiertes Listing gespeichert habe um eine Berechnung durchführen zu können und letztendlich zu entscheiden mit welcher Blende die Videoufnahme angegangen werden kann.
![]() Eichelhäher als Bildausschnitt für 10x15 Postkartendruck ![]() Buntspecht aus dem Crop-Movie Mode der EOS 550D als Frame Mit der Movie Crop-Funktion kann man Motive näher "heranholen" auch wenn das Objektiv nicht mehr Brennweite hergibt. Einzelheiten dazu siehe weiter unten unter "Video Crop-Movieaufnahmefunktion". Super lange Objektivbrennweiten oder der Einsatz von Digiskopie hier, müssen also im Falle des Hobbyvideofilmers nicht unbedingt sein. .. Infos zur Wildlife-Foto/Video: Einer aus Fernsehdokumentationen her bekanntester Wildlife-Videofilmer ist derzeit wohl Andreas Kieling, bekannt. Hier ein Video vom Neusiedlersee und diskopieren von Grostrappen. Hier erzählt Andreas über seine Arbeit. HP von AK. Weitere
Links-Tipps:
Neutralgraufilter zur Reduzierung der Lichtmenge: Bei viel Licht, z.B. Aufnahmen in der Mittelmehrregion, auch aber bei uns um die Mittagszeit bei Sonnenschein mit offener Blende zur selektiven Objektfreistellung wird wegen der Sensorlichtstärke die Videofilmerei sehr schwierig. Trotz ISO 100 werden sehr kurze Verschlußzeiten von der Kamera berechnet, was dann kaum eine flüssige Videowiedergabe ohne Shutter ermöglicht. Setzt man die Verschlußzeiten für die Videoaufnahme auf 1/60 sec fest, dann regelt die Kamera die Blende auf eine sehr kleine Blendenöffnung zum Beispiel auf Blende 11 in einem Test, mit der Objektfreistellung vor dem Hintergrund wird es dann kaum was. Für beide beschriebene Fälle muss man deshalb einen Graufiltersatz parat haben um die vorhandene Lichtmenge auf etwa Blende 4 abzudämpfen. In folgenden Beitrag kann man sich über die Wirkung von diversen Graufilterstärken auf Verschlußzeit und Blende informieren: Klick! Ich habe mir zunächst einen ND8-Filter für das 18-55mm Kit-Objektiv zugelegt. Mit dem ND8-Filter komme ich bei der Videofilmerei in der obigen Situation auf Werte von:
Mit einem VariND-Filter lässt sich die einfallende Lichtmenge nahezu stufenlos dosieren um bei offener Blende filmen zu können bei z.B. einer Belichtungszeit von 1/60 sec. Einen Erfahrungsbericht das findet man hier. Man muss sich bei Verwendung von ND-Filtern bewußt sein, dass die Anwendung bei diesen Kameras ab 50mm Brennweite zum geringen Schärfeverlust führt und das Bild dann auch weicher wirkt. Ferner ist ein ND-Filter nicht unbedingt neutralgrau, es kann eine Farbverschiebung auftreten die man z.B. im Vektorscope von Premiere Pro CS3 sieht. Vor der ersten Bewährungsprobe ist deshalb ein Test mit Bild- und Videoaufnahmen zu empfehlen um Erfahrungswerte zu sammeln. Ein
absolutes Muss
bei sommerlichen Tageslicht sind also ND-Filter, wenn man Schärfenüberlagerungen
von A nach B oder umgekehrt mit offener Blende im Bereich 1,8 bis 3,5
realisieren möchte. Oft kommt man bei sonnigen Wetter mit dem normalen
ND-Filter nicht hin um die Belichtungszeit von 1/60 sec bei offener
Blende und ISO 100 zu halten. Auch hierfür gibt es aber eine Lösung,
man verkürzt die Verschlußzeit entsprechend (was bei eher statischen Motiven
nicht stört) oder
man bastelt sich kostengünstig aus Schweißglas
(Baumarkt!) zusätzliche
ND-Filter. Bei den Schweißgläsern gibt es unterschiedliche
Abdunklungsstärken, man muss das selbst einmal ausprobieren. 480p-50 Video Crop-Movieaufnahmefunktion: Die Aufzeichnung erfolgt im Vergleich zu der Full-HD-Aufnahme zwar nur im VGA-Modus (640x480p-50), dafür aber in 7facher Telewirkung über die Sensormitte, Der Asschnitt aus dem Aufnahmesensor hat die Größe von 4,5 x 3,5mm mit 300.000 Pixel, die Aufnahmen lassen sich zum Teil per Skalierung* im Videoschnittprogramm an andere Projekteinstellungen. Diese Aufnahmefunktion nutzt lediglich den mittleren Bereich des Sensors und ermöglicht somit Aufnahmen aus größerer Entfernung ohne Objektivwechsel. Die Diagonale des Sensorausschnitts beträgt etwa 5,7mm, d.h. der Objektiv-Formfaktor liegt hier bei 47/5,7 = 7,5fach. Bezogen auf das Kleibild hat dann ein Objektiv mit 200mm Brennweite eigentlich eine Brennweite von 1500mm was dann auch Wildlife-Tieraufnahmen ermöglicht. Für den Focus kann man die Lupenfunktion für Live-View am Monitor nicht einsetzen, es ist also vom Vorteil über eine Display-Lupe zu fokusieren. Man fährt in diesem Fall den Ojektivzoom voll aus, fokusiert in dieser Position und stellt dann den gewünschten Bildausschnitt ein.
Beispiel: Crop-Movie (640x480) als PIP in Full-HD(1920x1080) Bei der neuen EOS 600 D ist dieser Crop-Modus durch einen Full-HD (1920x1080) 3-fach Telemodus ersetzt worden. Zusätzlich ist ein digitales Einzoomen mit 3-10facher Vergrößerung möglich. Während im 3-fach Telemodus kaum schlechtere Videoqualität abgeliefert wird als im normalen Full-HD Aufnahmemodus, handelt man sich bei weiterer Digitalvergrößerung im Bereich von 3-10fach einen Bildqualitätsverlust ein (Beispiel siehe hier). * Skalierung von 480p auf 720p/1080p: Skalierung
von Progressivmaterial ist weniger kritisch als die Skalierung von
Interlaced-Material. Das Videoschnittprogramm PowerDirector 8 von
Cyberlink bietet eine sehr gute Skalierungsmethode mit der True Theater
Technologie der Blu-Ray/DVD.Wiedergabe-Software PowerDVD an um SD-Video
auf HD-Video hochzuskalieren. Auch andere Videoschnittprogramme
können das jedoch ähnlich gut bei Einsatz geeigneter
Filter.
Auch per AviSynth kann man Videos upskalieren, ich habe das hier
in meiner HP schon beschrieben. Persönlich bevorzuge
ich
aber MPEG-Streamclip; ich wähle den Export z.B. in Apple
Foto-JPEG
etc., der Haken für Interlaced-Video wird rausgenommen weil
die
EOS 550D ein Progressivvideo liefert und das nötige Cropping
für 16:9 oben und unten wird auf je 60 eingestellt. Die
Ausgabe
der neuen Clips erfolgt in Full-HD 1920x1080p-50 oder HD 1280x720p-50.
Die weitere Bearbeitung erfolgt im Videoschnittprogramm. Im Falle des
MPEG-Streamclip kann man auch im Stapelbetrieb gleich mehrere Clips
upskalieren. Bei der Aufnahme ist darauf zu achten, dass im Berech von
12,5% von oben und unten auf dem Kameramonitor als Aufnahmebereich
wegfallen bei der Upskalierung, eine Markierung am Kameramonitor
mittels Pfeilaufkleber ist deshalb sehr sinnvoll zur
Berücksichtigung des später sichtbaren Ausschnittes. Crop-Movie
Test: Canon EOS 550D from Bruno Peter Hennek
on Vimeo. Die erste Aufnahme im obigen Video erfolgte mit einem 200mm Objektiv, im Vergleicht zum Kleinbild wären das 320mm unter Berücksichtigung des Formfaktors 1,6 für den APS-C Sensor. Die Crop-Movie Aufnahme entspricht der Wirkung von 200x7 = 1400mm Brennweite, bezogen auf das Kleinbild sind das mit dem Formfaktor 1.6 = 2240mm. Deratige Objektive kann man sich als Hobbyvideofilmer überhaupt nicht leisten.
Frame aus einer Crop-Movie Aufnahme mit 1400mm Brennweite, Motivabstand ca. 9m Canon hilft hier dem Hobbyvideofilmer mit der Crop-Movieaufnahmefunktion der EOS 550D sehr damit dieser über diesen Umweg trotzdem recht gute Wildlife-Videoaufnahmen machen kann. Solche Aufnahmen müssen unbedingt von einem stabilen Dreibeinstativ aus erfolgen, selbst Windvibrationen können shcon ein unbrauchbares Ergebnis produzieren. Elektrisiert war ich nach der Erscheining der EOS 600 D, von dem 3fach Digital-Crop-Modus in Full-HD. Auf dieser Homepage findet man eine Untersuchung des Tierfilmes Hans-Jürgen Künne dazu. Video-Digitalzoom auf Video im Videoschnittprogramm: Einen Digitalzoom zur Brennweitenverlängerung bzw. motorischen Zoom für Zoomfahrten hat die EOS 550 D nicht an Bord, man kann das aber im Videoschnittprogramm sehr schön nachträglich machen, sogar als butterweiche Kamerafahrt. Im folgenden Video habe ich das z.B. in der Szene mit der Taube gemacht: Klick zum Vimeo-Video Die Aufnahme ist aus einer Entfernung von ca. 10m in voller Teleposition des SIGMA-Tourenobjektives 18-200mm gemacht worden. Hier ein Frame-Auszug:
Frame in Originalaufnahmegröße
Frame mit 140% Zoom im Videoschnittprogramm Damit wollte ich hier nur zeigen, dass man ohne nennenswerter Qualitätsverluste den an der Kamera fehlenden motorischen Zoom durch die entsprechende Zoom-Funktion im Videoschnittprogramm ersetzen kann um butterweiche Pan & Zoomfahrten sowie Objektvergrößerungen bei fehlender Objektivbrennweite nachträglich sehr gut realisieren kann. 6. Audio-Abteilung: Die Mono-Tonaufnahme mit automatischer Pegelaussteuerung ist mit dem eingebauten Mikrofon möglich, allerdings ist auch ein Anschluß für ein externes Stereo-Mikrofon vorhanden. Ein brauchbares und günstiges Stereo-Mikrofon findet man hier. Mit dem RODE Videomic verfüge ich über ein gutes Mono-Richtmikrofon, welches für mich völlig ausreichend ist.
EOS 550 D mit SGMA 18-200mm, BPH-ViewFinder und RODE-Micro Mit dem Add-on Magic Lantern (siehe Punkt 17) bekommt man jetzt auch die Möglichkeit einer manuellen Tonaussteuerung! Wer einen Audio-Recorder zusätzlich benötigt, der wird hiermit oder damit vielleicht glücklich. Die Synchronisierung macht man dann per Wave-Form Ausschläge der Original-Kameraaufnahme und der Wave-Form der Audio-Recorder Aufnahme in dem mann die Abspielgeschwindigkeit des Videos mit der entsprechenden Funktion im Videoschnittprogramm anpaßt. Ein Kopfhöreranschluss ist leider nicht vorhanden. Benötigt man unbedingt eine Audiokontrolle per Kopfhörer, dann ist das per Componenten-out lösbar in dem man z.B. einen Anschluss zu einem externen MP3-Player per Line-in (z.B. dem Zoom H-1) schafft. Der MP3-Player dient dann als Kopfhörerverstärker. 7. Aufnahmestabilisierung mit Hilfsmitteln: Auf
meinen Reisetouren per Wohnmobil und als Fußgänger
ist in
erster Linie eine hohe Mobilität gefragt, mit einem
Dreibeinstativ
in einen orientalischen Suq einzutauchen wäre
verhängnisvoll. Ich
kann es mir bei solchen Touren nicht erlauben die Kamera dann noch
zusätzlich mit einer
Art Baugerüstt in der Größe von einem
halben
Quadratmeter um mich herumzuhängen (siehe /67/) um allerseits
Bewunderung
auszulösen.
Andererseits bin auch ich auf irgend eine Art der Stativunterstützung bei Videoaufnahmen angewiesen um möglichst gut beruhigtes Rohmaterial auch bei Schwenks produzieren zu können. Schon lange befasse ich mich deshalb mit der Entwicklung von Mini-Stativen für meine Touren-Reisefilmerei. Die so ganz anders als eine Videokamera zu führende Canon EOS 550 D hat mich animiert erneut über ein BPH-MiniStativ für enge Platzverhältnisse nachzudenken, wobei folgendes dabei herausgekommen ist. Weil ich meist mit meinem DIY-View Finder arbeite, ist das Cullmann Travelpod 3090 das eigentliche Körperstativ Nr 1 bei mir. Cullmann nennt dieses geniale Körperstativ nun Cruiser MX 445. Der Einblick in den View Finder ist auf Augenhöhe und die Abstützung erfolgt weiter unten gegen die Schulter. Man zieht die Kamera gegen den Körper an und hat damit eine gute Aufnahmestabilität. Vor allem muß man die Ausrüstung nicht auf den Händen tragen und eine Hand hat man frei für die Kamerabedienung. ![]() Bild 1: Stabile Lage am Körper, Displaylupe in Augenhöhe, Kameralage per Einstellschlitten einstellbar Zur
Zweihandführung bei Schwenks z.B. kann man noch die Stativbeine
herunterklappen und dann
ist die Führung unübertroffen. Gesichert wird das ganze mit dem
Nackenriemen. Das Travelpod ist von der Schnellwechselplatte schnell
gelöst und in der Kameratasche mit verstaut. Das Travelpod 3090 dient gleichzeitig auch als Dreibeintischstativ. Eine ideale Ergänzung dazu ist der SOMIKON Fotoschlitten FX-333 D, den man im nächsten Bild sieht. ![]() Damit
kann man nun den Abstand
vom Auge zum Monitor sehr bequem einstellen. Auf das
Kameradisplay kann man an Stelle der Display-Lupe
auch einen Display-Blenschutz
anbringen um zu verhindern, dass Seitenlicht einfällt. Im Prinzip reicht mir diese Aufnahmeunterstützung für die meisten Einsatzfälle vollständig aus um Videoaufnahmen zu beruhigen. Meine Ansicht zum Freihandfilmen mit Körperstativunterstützung wird zum Beispiel bestätigt von dem Filmer nach Bericht /65/ der dort die Krasnogorsk-Schulterstütze aus den 70er Jahren für seinen Dreh verwendete. Mit der klappbaren hama Winkel-Blitzschiene hat man ebenfalls eine äußerst kompakte Kameraführung die überall einsetzbar ist, den mit der linken Hand kann man die blanke Kamera kaum für eine stabile Führung sicher festhalten. Der Daumen liegt praktisch auf den Monitor hinten und der kleine Finger greift ins Leere. Aus diesem Grund habe ich die Winkelschiene an der Kamera, nicht um einen Blitz draufzusetzen, sondern mit der linken Hand per Griff die Kameraführung zu unterstützen. ![]() Mit
Die Winkel-Blitzschiene läßt sich für den
Transport
zusammenklappen und in der Transporttasche platzsparend verstauen. An
der Kamera kann man die Schiene bis zu einer Entfernung von 9 cm vom
Kameragehäuse entfernt montieren. Damit bekommt man eine sehr
stabile Führungsbasis für Videoaufnahmen- Die Kamera wird mit dem
Nachenriemen gegen den Körper bei der Videoaufnahme gespannt.
Nachfolgend noch mein neues DIY-Schwebesystem für bodennahe Aufnahmen Auf Basis des SOMIKON Winkel-Blitzschiene habe ich mir ein Schwebesystem gebaut mit dem ich bis zur Bodennähe hin komme bei der Videofilmerei. Nachfolgend sieht man das Grundsystem der gelenkigen Kameraaufhängung. ![]() Bild: Henkelmann für bodennahe Aufnahmen Oben habe ich einen Kugelkopf mit Schnellanschluß angebracht der als Gimbal dient. Der im Winkel von 90 Grad angebrachte Haltegriff erlaubt es die Kamera entlang von Objekten schweben zu lassen Man bewegt die Schwebeausrüstung nur sehr langsamm, so dass die Kamera in der Beharrungsbewegung kaum pendelt, allerdings benötigt man dafür eine sehr ruhige Hand. Obigen Henkelmann kann ich z.B. an meinem Velbon VS-3 mit Makro-Arm abringen oder aber auch über die SOMIKON- Winkel-Blitzschiene auf dem hama Tripod aufhängen (siehe hier) und dann wie an einem Drehkran vor oder über einem Blumenbeet schweben lassen DIY-MiniSchwebesystem für die DSRL: Für meine HV30 habe ich bereits ein sehr gut funktionierendes Schwebesystem gebaut, siehe hier. Nun ist eine Anpassung erfolgt für die EOS 550 D, wobei noch neue Bauteile angebaut worden sind. Das DSRL-Schwebesystem besteht nun aus:
![]() In
der Objektivachse ist die Kamera etwa 8mm versetzt angebracht um die
Schwerpunktezentrizität zum Bodengewinde für den Stativanschluß zu
kompensieren. Mit dem Herausschweken des Trimmgewichtes nach
links/rechts am
unteren Ausleger kann man die Kamera horizontal sehr fein ausrichten.
Die
Trägkeitsmasse am senkrechten Teil des Auslegers soll eine
Schwenkbewegung des Obkjektivs um die Vertikalachse abdämpfen.
In
Richtung der Objektivachse wird die Kamera über den Antrieb des
Fotoschlittens präzisse ausgerichtet. Mit der zweiten Schraube wir die
gefundene
Position festgesetzt. Einzelheiten eines Basic-Settings kann man sich
am bekannten Vorbild im Film unter /88/ ansehen. ![]() Das
DIY-Schwebesystem kann super
kompakt zusammengefaltet und auch sicher abgestellt werden. Als Objektiv für Schwebeaufnahmen nutze ich das Canon Kit-Objektiv bei 18mm Brennweite, der Stabilizer am Objektiv (IS) ist eingeschaltet. Die DSRL schwebt sehr gut, das System schaukelt kaum. Für den Transport kann man das Schwebesystem sehr klein zusammenklappen ohne etwas wegschrauben zu müssen, bis auf die Kamera natürlich. Testvideo mit DIY MiniSchwebesystem auf meinem Vimeo-Kanal Insgesamt
kommt das Schwebesystem in ca. 0-5% meiner Aufnahmen vor, vor allem in
meinen Dokumentationen von Kloster-Kreuzgängen, bei einer
Stadtbesichtigungstour, auf Marktplätzen, im Wald, historischen Ruinen
etc...
Natürlich, wenn man nur in größeren Abständen das DIY MiniSchwebesystem sporadisch nutzt und nicht jeden Tag, kann die Kameraführung nicht immer wünschenswert optimal sein. Man muss die Sache immer wieder etwas neu einüben um das nötige Gefühl zu bekommen. Ich mache also kurze Probeaufnahmen vor dem echten Einsatz und kontrolliere das Ergebnis auf dem Kamera-Monitor. Bin dann froh wenigstens ein Ergebnis wie im obigen Test zu bekommen. Manche Schwebestrecken nehme ich zur Sicherheit doppelt auf! Es macht aber Spaß ab und zu seine Filme mit Schwebeaufnahmen aufzuwerten. Da eine Video-DSRL keine automatische Fokusnachführung hat, muss man schon vor der Aufnahme sehr genau überlegen welche Blende man für die Aufnahme einsetzt, damit genügend Schärfentiefe bereitsteht. Ich filme mit dem Canon Kit-Objektiv (18-55mm) auf dem Schwebesystem bei einer Objektivbrennweite von 18mm, 1080-30p(29.97), 1/60 sec, IS ein, Blende mindestens 11, ISO auf Auto. Zum Aufnahmebeginn hole ich mir eine mittlere Fokusentfernung mit dem Objektiv-AF über die geplante Aufnahmestrecke, ich bestimme also vorab die mittlere Fokusebene und das was während des Schwebes scharf aufgenommen wird.. DIY-Schulterrig Aus dem obigen DIY-MiniSchwebesystem habe ich mir ein Schulterrig gebaut in dem ich die SOMIKON-Winkelblitzschiene aufklappte und diese noch mit dem hama-Winklgriff ergänzte. Den hama-Winkelgriff kann man schwenken in eine lage die einem am besten liegt. ![]() Man kann das Teil ohne und mit der DIY-Sucherlupe
benutzen, im Bild ist unterhalb der DSRL noch ein Batteriegriff zu
sehen. Trick: Kamera-Glider mit Dreibeinstativ realisieren... Bitte dieses YT-Video studieren. Ein schöner Trick um kurze Kamera-Gleitfahrten ohne weiterer Gerätschaften zu realisieren. 8. Videoschnitt, Sichtung der Nativ-Kameraclips: Die
EOS 550D
filmt mit
330MB/Minute mit MPEG4/AVC h.264(MOV), was den bisher bei Canon
üblichen 44 Mbit entspricht, wie schon bei meiner Canon
PowerShot
SX1 IS... Um etwas über die Aufnahmedaten von Videoclips zu erfahren, benötigt man den ZoomBrowser von Canon, siehe mein Hinweis von weiter oben. Ab 2010 bin ich also auf Reisetouren mit der Canon EOS 550 D und der Canon HV30 unterwegs. Ich nehme in Full-HD 1920x1080p-25 mit der EOS 550 D auf um die Option zu behalten auch PAL kompatible DVDs erstellen zu können. Bei Lieferungen für das Kino (Werbeclips) mit Digitalprojektion wird eine Bildrate von 24 fps verlangt, man kann das in Premiere Pro CS3 bei der finalen Ausgabe so herausrendern. Niemals würde ich aber in 24 fps drehen und dann auf 25 fps im Videoschnittprogramm hochrechnen weil das nicht so flüssig bei der Ausgabe läuft. Für den Nativschnitt setze ich den selbstgebauten i7-870 Videoschnitt-PC ein. Zeitweise editiere ich das Videomaterial der EOS 550D in Premiere Pro CS3 aus dem Jahre 2007, vor allem bei Montagen mit mehreren Vidospuren. Es handelt sich hier um kein automatisiertes Echtzeitschnittprogramm, man muss an einigen Stellen selbst Hand anlegen. Die Vorschau muss meist bei mehr als einer Videospur erst vorgerendert werden (die Aufforderung dazu bekommt man mit der roten Linie auf der Timeline über den Clips angezeigt). Dieses Programm bietet aber eine Vielzahl wertvoller Funktionen an, so daß ich immer noch nicht darauf verzichten will, auch wenn mir in den meisten Fällen z.B. sogar Pinnacles Studio 14 oder nuerdings Avid Studio völlig ausreicht. Man kann in Premiere Pro CS3 ein vorkonfiguriertes Projektsetting wählen aus der Gruppe XDCAM EX: ![]() Auswahl bereits konfigurierter Projektsetting in Premiere Pro CS3 Die
Datenrate wird in diesem
Fall auf max. 35 Mbps eingeengt, was manchen Anwendern nicht
gefällt im Falle bewegungsreicher Details die dann pixelig wirken
können. Von AVID wird der Codec DNxHD (Datenraten bis 100 Mbps) kostenlos angeboten. Clips die in den AVID-Codec hochwertig konvertiert worden sind kann man recht flüssig editieren. Die Settings für die Konvertierung mit MPEG Streamclip sind hier zu finden. Vorsicht aber, der transkodierte Clip hat dann Luminanz-/Tonwertverschiebungen! Files der EOS 550 D kann man ferner in einem Rutsch in Matrox-IFrame-Intermediates bis 300 Mbps konvertieren, falls einem die Ausgaben für Cineform z.B. zu hoch sind und der DNxHD zu langsam arbeitet. Die Clips lassen sich dann deutlich flüssiger schneiden. Nähere Einzelheitenn dazu findet man hier und hier. Mit dem kostenlosen MPEG Streamclip kann man das Kamera-Material in ein leichter zu editierende unskalierte Zwischenformat - Export to AVI/Apple Foto-Jpeg, 75% Quality - transferieren, sogar im Batchbetrieb. Die Bildrate kann erhalten oder geändert werden. Den Parameter "Quality" sollte man nicht zu groß wählen, sonst schafft es die Festplatte möglicherweise nicht die dann größere Datei flüssig abzuspielen. Die Option "Interlaced Scaling" ist vor der Konvertierung abzuwählen. Die konvertierte Datei wird um den Faktor 3,2-fach größer als der Original-Clip-Datei. Man
kann in PP-CS3 natürlich auch ein Desktop-Projekt selbst einstellen
auf
1920x1080, Seitenverhältnis: Quadratische Pixel (1,0), 25fps.
Keine Halbbilder (Progressiv-Scan). Für das Video-Rendering
(betreffend
Videowiedergabe aus dem Schnittfenster heraus) wählt man
z.B. das Dateiformat
"Unkomprimiert 8-Bit (4:2:2 YUV)". Für den Vorschau
Video-Renderer
kann man auch andere Formate wählen, z.B. PICVideo M-JPEG 3VfW Coder den
ich hier
beschrieben habe. Eine sehr gute Lösung ist es z.B. auch als
Importer Codec Matrox MPEG-2 I-Frame HD einzusetzen (arbeitet
mit
Datenraten ab 50 Mbps). Der Coder für das Vorschau-Rendering hat
mit
dem späteren finalen Videoqualität nichts zu tun, es
wird am
Ende von den gewählten Einstellungen des Adobe Media Encoders
bestimmt. Der Coder für das Vorschau-Rendering ist lediglich
dazu
da eine gute und flüssige Timeline-Vorschau für das
Editing bereitzustellen.
Sollen Aufnahmen später in Zeitlupe wiedergegeben werden, dann nehme ich in 720p-50/60 auf. Bei einer Clipinterpretation in Premiere Pro CS3 auf 25p/30p bekommt man dann doppelte Cliplaufzeit und damit eine sehr schöne flüssig abspielbare Zeitlupe. Dazu auch /47/ und /48/ im Falle P-Pro CS3 ansehen. Absolut tole Zeitlupen im Falle des Progressivmaterials der EOS 550 D liefert aber PPRO-CS3 mit der Methode "Pixelbewegung". Damit werden angezeigte Frames nicht nur einfach verdoppelt oder ein neues Frame mit vorhandenen Frames überblendet, sondern neue Frames erstellt durch Analyse der Pixelbewegung in benachbarten Frames und Erstellung von Bewegungsvektoren. Nur das sehr teure Pug-in Tvixtor ist hier noch besser. Kein anderes aktuelleres Videoschnittprogramm von mir liefert eine solch gute Zeitlupe wie PP-CS3 mit eigenen Bordmitteln. Bewährt hat sich ferner die Proxyschnittmethode mit Premiere Pro CS3 mit schwächeren PCs um flüssig mit diesem Videoschnittprogramm Originalclips hart editieren zu können:
Eine andere Proxy-Editingmethode ist hier beschrieben worden. Erwähnenswert ist hier auch noch die kostenlose Konvertierungsmöglichkeit der MOV-Files in Files mit dem CineForm Codec. Kurz beschrieben ist das hier. Für die nachträgliche Stabilisierung verwackelter Aufnahmen, auch Neutralisierung der Rolling-Shutter Effekte eignet sich sehr gut Mercalli Version 2 von ProDAD in der Plugin- und SAL-Version. Da man die Clips vor dem Schnitt sichten und bewerten muss, kann verwackelte Clips gleich mit der SAL-Version stabilisieren und mit einem guten Zwischencodec (Matrox-IFrame-Intermediates z.B.) exportieren für die Timeline des Videoschnittprogrammes. Diese Methode entlastet dann den PC von der Rechenarbeit für das Mercalli-Plugin, was einer flüssigen Vorschaumöglichkeit nützt. PP-CS3 verfügt darüber hinaus ganz hervorragende Analyse-Werkzeuge zur Untersuchung der Videoclips , wie:
Mit EDIUS Neo 3 (zähle es zu den Programmen der anspruchsvollen Hobbyfilmerklasse) kann man die H.264-MOV Clips mit meinem aktuellen PC nativ und flüssig editieren. Eine Konvertierung in HQ-AVI und Editing damit ist ebenfalls möglich, die Files sind dann aber deutlich größer. Files mit diesem Codec sind praktisch ohne Verluste multirenderingfähig und Effekte werden deutlich schnelle abgearbeitet, z.B. Stabilisierung mit Mercalli. Im Gegensatz zu "normalen" AVCHD-Dateien haben MOV-Dateien keine fixe Datenrate, diese schwankt je nach Bildinhalt bis zu 49 Mbit/s. Edius Neo verfügt über sehr gutes Farbkorrekturwerkzeug z.B. und das Echtzeitediting macht ebenfalls damit Spaß. Pinnacle Studio 14 bietet ebenfalls Projektsettings für 1920x1080-25p an, für 1280x720 clips allerdings nur mit 25p und nicht 50p. Die Bearbeitung der MOV-Dateien funktioniert hier perfekt hardwarebeschleunigt mit GPU-Unterstützung, in voller Auflösung und ohne vorheriger Transkodierung (auf meinem i7 870 PC). ![]() Bild: Echtzeitwiedergabe von drei Videospuren in Studio 14 mit GPU-Unterstützung, zwei Videospuren dabei als PIP in Full-HD auf dem zweiten Monitor. Ich habe mir die Ultimate-Version mit vielen Plugins für die Nachbearbeitung, inklusive Magic Bullet geholt. Man muß lediglich ein 25p-Projekt anlegen, die MOV-Files über das Album nativ auf die Timeline legen und direkt dort editieren. Wird die Timeline mit Filtern überladen, schaltet man das nützliche Hintergrundrendering hinzu. Nach Studio 14 legte ich mir zur Erweiterung der guten Möglichkeiten von S14 noch das neue Avid Studio zugelegt, welches in der Version 1.0 noch eine Menge "Feinschliff" den Programmieren abverlangt, den aber AVID/Pinnacle nicht nachliefern. Nativschnitt aller von der EOS 550Dgelieferten Videoformate ist möglich. Dieses Mehrspurprogramm wird nach erforderlichen Nachbesserungen von Avid mein bisheriges S14 wohl ablösen. Beide Programme haben mit dem abschaltbaren Vorschau-Hintergrundrendering die vollaufgelöste Echtzeitvorschau sehr gut im Griff! In 2009 ergab sich der Zufall im Online-Shop von MM das Magix-NLE Video de Luxe HD Premium für 29 Euro zu erwerben. Das Programm hat eine sehr gute Funktionalität , aber eines der größten Mankos ist das fehlende Vorschaurendering. Legt man ein Entrauschungsfilter auf einen Clip, dann fängt die Vorschau fürchterlich an zu ruckeln und man hat wegen dem fehlenden Vorschaurendering nur die Möglichkeit mit dem per Maus festgehaltenen Scrubber über den bockigen Clip zu gleiten. Habe dieses Programm deshalb zunächst auf die Seite gelegt und warte die Eintwicklung der künftigen Versionen ab mit evtl. Verbesserung bezüglich der vollaufgelösten und ruckelfreien Vorschau, die bei mir nicht unbedingt nativ sein muss. In 2011 lieferte Magix dann die MX-Version von VdL aus die ich für das Magazin "Videoaktiv Digital" testete. Auch diese Version ist nicht ganz problemlos, aber das von mit eingeforderte Vorschaurendering ist jetzt da. Sehr schwer tut sich Magix jedoch immer noch eine gut funktionierende Methode für eine flüssige und ruckelfreie Video-Vorschau bei voller Videoauflösung bereitzustellen. Je nach Grafikkarte und CPU kann die CUDA-Unterstützung länger auf das finale Renderingergebnis einen warten lassen als es die CPU direkt tun kann. Die Kamerafiles der EOS 550 D stabilisiere ich mit proDAD Mercalli V2, welches hervorragende Ergebnisse liefert und auch die Unzulänglichkeiten des Rolling-Shutters in der Kamera neutralisiert. Besonders schnell geht die Stabilisierung mit der SAL-Version von Mercalli. Man hat dann im Videoschnittprogramm keine Timeline-Belastung mit diesem Filter mehr, allerdings hat der Clip dann schon eine Renderinggeneration mehr drauf. Sinnvoll ist es deshalb für den Export verlustarme Encodierer zu verwenden, z.B. aus dem kostenlosen Angebot der Matrox-Encoder (Matrox I-Frame Intermediate) welche ich oben schon erwähnte. Mit dem Programm MP4cam2avi kann man das Containerformat des Clips von *.mov nach *.avi wechseln. Es entsteht kein Qualitätsverlust bei Containerwechsel und die Clips werden dann mit AVI-Editoren editierbar, z.B. auch mit VirtualDub.
Das Resizing von Full-HD auf PAL-DVD mache ich per MPEG-Streamclip. Eine Bildratenkonvertierung soll mit TMPGEnc 4.0 XPress ganz gut klappen. Wie man das macht, ist hier beschrieben worden. Der Beitragsverfasser lobt das Ergebnis dieser Konvertierungsmethode sehr. Mit XMedia Recode kann man die Files der EOS 550 D sehr einfach in andere Video-Formate konvertieren, z.B. für Sonys Playstation 3. Für die Sichtung der Nativ-Kameraclips der EOS 550 D benutze ich Splash Lite, der Abspielvorgang läuft mit dem hier vorhandenen Desktop-PC flüssig und geschmeidig. Selbst auf meinem Notebook lasssen sich mit desem Player die Kamerafiles der EOS 550 D flüssig und ohne Ruckler abspielen. 9. Mitgelieferte Software:
Dokumentationen
zu diesen Programmen sind auf Disk
vorhanden. 10. Kameraschwachpunkte
im Videoaufnahmebereich: Die
EOS 550 D hat ein Aliasing -/Moireproblem (wie viele andere Video-DSLR,
auch die Sony-Nex 5/3 Reihe samt der als Revolution angepriesenen Nex
VG10-Videokamera, siehe VIDEO Kamera Objektiv 11-12/2010 Seite 16)
welches die Freude bei Videoaufnahmen für eine
Reise- und Tourenfilmer wie mich etwas eintrübt. Selbst die
neue Panasonic GH2 hat das, siehe hier.
Die derzeit verwendeten Sensoren in der DSRLs haben eine hohe Pixelzahl
um in der Hauptverwendung es zu ermöglichen stark
vergrößerte Bilder ohne Pixelstrukturen ausdrucken
zu
können. Die Anti-Aliasing Filterung ist deshalb auch auf
Bildaufnahmen abgestimmt. Für Videoaufnahmen paßt
das nicht
so ganz, siehe z.B. diesen Beitrag hier,
dort braucht man eigentlich größeres
Pixelpitch
für hohe Lichtempfindlichkeit und eine um den Faktor 8,6
kleinere
Bildpunktzahl sowie darauf abgestimmte Anti-Aliasing Filterung was bei
den DSRLs nicht der Fall ist. Man muss also den für beste
Bildaufnahmen konzipierten Aufnahmechip mit Prozessortechnik
für
Videoaufnahmen downskalieren was bisher (bis 2010) keinem
DSRL-Kamerahersteller korrekt gelungen ist. Die Folge davon
für
die Videoaufnahme ist, dass bei bestimmten Objektstrukturen
Aliasing/Moire auftreten.
Das Auftreten von Aliasing/Moire bei Videoaufnahmen ist in der Praxis motivabhängig nach meiner Erfahrung:
Die
Skalierung des vom Bildsensor mit ca. 18 Mio Pixel erfaßten
Motivs auf Full-HD mit ca. 2,1 Mio Pixel (siehe LineSkipping)
nötigen
Videobildes
auf der Speicherkarte
führt zu deutlichen Aliasing/Moire-Störungen
insbesondere in
Vertikalrichtung bei filigranen Motiv-Rasterstrukturen. Aliasing wird
bei einer Kantenanhäufung zum Beispiel im Falle einer
Fahrwerkfassade sehr störend mit Artefaktbildung sichtbar, bei
720p mehr als bei
1080p. Einzig
SD-Videoaufnahmen mit dem Movie-Crop-Aufnahmemodus mit einem
Sensorausschnitt (4,5x3,5mm) bei 300.000 echten Pixeln sind frei von
Aliasing
und Moire.
Durch
sorgfältige
Festlegung der Schärfe auf das Hauptmotiv im Vordergrund und
Unschärfe auf den filigranen gerasteten Hintergrund hat man
als
Viderofilmer die
nicht ganz einfach realisierbare Möglichkeit
Möire-Effekte
durch Dachziegeldächer,
Mauern, Zäune etc. im Hintergrund zu vermeiden. Eine Verbesserung erzielt man auch durch Wahl eines benutzerdefinierten Bildstiles (Picture Style). Der oben schon erwähnte CineStyle von Technicolor ist hier eine echte Hilfe .Die Aufnahmen erscheinen zunächst recht kontrastarm/ungesättig mit gleichmäßig verteilten Tonwerten, man sieht auf den roten Ziegeldächern z.B. fast keine farbigen Aliasing/Moire-Streifen. Der Detailreichtum der Videos ist bis hin zu den kleinsten Strukturen erkennbar, d.h. ein solches Video ist ideal für eine Frabkorrektur geeignet. Den CineStyle verwende ich nur für Aufnahmen die filigrane Strukturen enthalten, also meist Übersichtsaufnahmen über ziegelgedeckte Dächer von Gebäuden zum Beispiel. Meine Videoschnittprogramme verfügen über keine LTU-Funktion zur kurvenabhängigen Farbkorrektur nach einer Liste. Ich helfe mir deshalb mit der "3-Wege-Farbkorrektur" im Videoschnittprogramm (Avid Studio z.B. bietet mit der Effekt-Funktion "Bildkorrektur CPU" ein gutes Werkzeug dafür) um eine schöne Farbgebung aus den Aufnahmen zu generieren, ohne dass diese starken Störungen durch Aliasing/Moire auftauchen wie bei den üblichen Bildstil-Aufnahmen der Kamera. Die gefundene Farbkorrektur an einem Referenzclip wird dann auf die benachbarten Clips die bei dieser Aufnahmesequenz am gleichen Ort und zur identischen Zeit mit identischer Beleuchtung entstanden sind, kopiert. ![]() Bild oben: Videoaufnahme im CineStyle von Technicolor ![]() Bild oben: CineStyle nach Farbkorrektur mit "Bildkorrektur CPU" in Avid Studio Den nachfolgenden Test habe ich bei F 5,6 und minimaler manueller Abschwächung der Focusierung durchgeführt, was das Moire zum Verschwinden gebracht hat.
Im
Test habe ich das Stativ etwas angestoßen, damit es zu einer
Vibration kommt
um das schwimmende Moire zu demonstrieren wie es bei Freihandaufnahme vorkommn kann Mit
meinem Eigenbau ViewFinder nach Punkt 12 kann ich auf dem Monitor
bereits vor der Aufnahme erkennen ob Aliasing vorhanden ist oder nicht.
Dementsprechend kann ich
gegensteuern, z.B. durch kontrollierte Verlagerung der Fokusierung.
Ebenfalls gibt es bei den Zoom-Objektiven eine Zoom-Brennweitenposition
in der Aliasing verschwindet, auch das siehe und erkenne
ich mit
Hilfe meines ViewFinders bei Durchblick auf den Monitor durch die
eingesetzte Macro-Linse! Um akzeptable Aufnahmeergebnisse bei filigranen Motivmustern mit einer Video-DSRL zu bekommen ist also viel Mühe seitens des Kameraeigners nötig, Canon will ihm derzeit dabei überhaupt nicht helfen. Weitere Informationen von mir mit Lösungsvorschlägen findet man hier, auch Vorschläge wie man mit der sekundären Farbkorrektur im Videoschnittprogramm die auftretenden Regenbogen-Farbstreifen abdämpfen kann. 11. Schutz
der Monitoroberfläche 12. DIY-Sucherlupe
mit zusätzlichen Vertikaleinblick zum Monitor: Winkelsucher sind hilfreich bei reinen Fotoaufnahmen, sie werden auf das Spiegel-Sucherokular gesteckt. Ein zusätzlicher Aufnahmekontrollmonitor nützt bei der EOS 550 D nichts, da nur in 480p-Auflösung während der Aufnahme verfügbar und man jede Menge Zusatz-Geraffel (Stromversorgung) benötigt um den Monitor zu befestigen und gegen Lichteinfall abzuschatten. Es ist viel geschickter und nützlicher eine gut überlegte Displaylupe zu konstruieren, was ich auch nachfolgend gemacht habe.. Während der Filmaufnahme ist dagegen der DSRL-Spiegel weggepklappt und das Bild sieht man nur in einer Art Monstranzhaltung auf dem starren Monitor in der Kamerarückwand. Da ich mit der Canon EOS 550D unbedingt auch aus der Hüfte heraus oder tiefer filmen und fotografieren wollte, reifte sehr schnell der Gedanke eine Sucherlupe für den Monitor der EOS 550 D mit Umlenk- Spiegel für Top-View zu basteln. In meiner Bastelkiste fand ich dann auch geeignete Bauteile, lediglich für die schwarze Farbe mußte ich ein paar Euro ausgeben. An eine
solchen Sucherlupe habe ich folgende Anforderungen:
![]() Selbstbau-BPH-Sucherlupe
mit Monitoreinblick vertikal
und horizontal, ein Zacuto Z-Finder für $375 kann da nich mithalten! Als Lupeneinblick und Anpassung an meine Brille setzte ich die MACRO-Linsen ein. Da ich keine einstellbare Dioptrie-Justiereinrichtung benötige, habe ich die Tubuslänge vorher bezüglich Sichtschärfe auf die Entfernung ausprobiert. In das Gewinde der MACRO-Linse für den Horizontaleinblick schraubte ich noch eine ältere weiche Gummisonnenblende rein um mich weich mit der Stirn dort abstützen zu können und so noch eine zusätzliche Stabilisierung der Kamera für Freihandaufnahmen bekommen habe. Die Displaylupe wird unter die Kamera geschraubt. Bei Aufnahmen in Bodennähe nehme ich den Deckel von der Einblicköffnung zum Spiegel hin weg, stelle den Spiegel ca. 45 Grad schräg, setze den zusätzlichen Lupenschacht auf und visiere das Objekt bequem von oben an. Die digitale Lupenfunktion 5/10fach der EOS 550D ist dabei sehr hilfreich für eine präziser Fokusierung. Unter die Kamera kann man zusätzlich noch einen Batteriegriff oder eine Makroschiene oder eine Schulterstütze bzw. ein Stativ anbringen, mein Displaylupe stört dabei nicht. Zwar gibt es jetzt von Canon zwei DSRL mit einem schwenkbaren Monitor, drei Problemfelder werden damit aber nicht automatisch gelöst:
13. BPH-Monitor-Blendschutz (ohne Monitor-Sucherlupe!): Seit dem Selbstbau des DIY-ViewFinders wird ein zusätzlicher Blendschutz praktisch nicht mehr benötigt, höchstens noch wenn ich mit der hama Winkelschiene unter der Kamera arbeite, weil ich dann die Kamera weiter weg vom Körper führe. 14. Kontrollmonitor/Fieldmonitor: Unterwegs verwende ich derzeit per A/V-Kabelverbindung meinen AUDIOVOX D 2010 DVD-Player mit dem 10,2" Monitor mit einer Auflösung von 800x480 Bildpunkten. Wir
verwenden diesen Player vor allem im Wohnmobil für die
Wiedergabe
von DVDs, auch aber für die Wiedergabe extern
zugeführter
Videosignale wie vom Sat-Receiver oder eben von der Canon EOS 550 D.
Das Gerät können wir mit Netzanschluss, Akkus unserer
Wohnmobil-Solaranlage oder mit dem von AUDIOVOX gelieferten Akku
betreiben. Im Freien kann man das Gerät an einer Halterung
anbringen die am Stativ befestigt ist, allerdings benötigt man
unbedingt noch Monitorschutzblenden dazu. Tipp
zum: DIY
Low Cost 7" HD Field Monitor
In meinem Home Video-Studio benutze ich als Kontrollmonitor einen 22" (54,61cm)Wideformat 16:9 Typ BENQ E2200HD in Full-HD mit Netzanschluß. Die Verbindung zur Kamera erfolgt über ein HDMI-Kabel von hama. Der Anzeigemodus auf diesem Monitor wird mit der Taste [DISP.] an der EOS 550 D ausgewählt. Bei der Sichtung der Clips bekommt man Full-HD auf dem Kontrollmonitor zu sehen. Während der Aufnahme wird das Abbild des Kameramonitor auf dem Studio-Kontrollmonitor angezeigt. Je nach Schaltzustand der Taste [Disp.] bekommt man nur eine Vorschau in 480p zu sehen. Kontrollmonitor für Aufnahmen unterhalb der Augenhöhe bzw. in Bodennähe: Für diesen Zweck kann ich den hier noch vorhandenen Mini-Fernseher CASIO TV-970 N mit [AV-in] und seinem in der Bilddiagonale mit 5,8cm großen Bildschirm aus dem Jahre 1996 einsetzen. Wichtig ist es zu wissen, dass die EOS 550 D auf das Videosystem PAL eingestellt sein muss, da der Mini-Fernseher auch nur PAL-Video darstellen kann. ![]() Im
Bateriebetrieb läuft das Gerät etwa 4,5 Stunden.
Für direkte
Kontrolle
der Bildchärfe und Farbstimmung ist das Gerät mit dem
39.600
Bildpunktraster nicht geeignet. Es
hilftt aber sehr gut
für
die
Bildausschnittkontrolle bei ungewöhnlicher Perspektive. An der A/V
OU/DigitalT USB-Buchse der EOS 550 D wird das von Canon mitgelieferte
AV-Kabel angeschlossen. Das andere Ende des Kabels wird an den
Mini-Fernseher per 3,5mm Klinkenstecker angeschlossen (AV-IN Buchse).
Nun sind nur noch die Geräte einzuschalten und per Bright-Regler ist
das Bild am Mini-Fernseher einzustellen. Netzkoppler für den Strom-Anschluß der EOS 550 D: Ich habe mir einen preisgünstigen AC ADAPTOR CA-PS700 Modell: AC-CU602 aus China-Produktion besorgt über Amazon. Am Output stehen 7,5 Gleichstrom mit 2A zu Verfügung. Ich verwende den Netzanschluß z.B. für Makroaufnahmen auf meinem Studio-Makrotisch bei langwierigen Einstellarbeiten oder auch für den Import der Video-und-Bild Dateien von der Kamera auf die PC-Festplatte. 15. Meine Settings für manuell gesteuerte Videoaufnahme: Beste Videoergebnisse im normalen Aufnahmebetrieb bekomme ich mit vorwiegend manuellen Settings:
Objektive: Normalzoom 18-55, Tourenzoom 18-200, Lowlightobjektiv: 50mm mit f/1,8 (auch für Schärfeüberlagerung mit weit offener Blende 16. Firmwareupdate von Canon & Add-on Magic Lantern:
Mit Magic Lantern (ML) von Trammell Hudson kann man zusätzlich die Firmware der EOS 550 D um sinnvolle Funktionen auf eigenes Risiko erweitern, siehe hier. Magic Lantern überschreibt die Canon-Firmware nicht, es
handelt
sich um ein Firmware-Add-on wie CHDK, es wird bei jedem Start in den
Speicher geladen. Dieses Add-on ist eine deutliche Aufwertung der
EOS 550D durch z.B.: Zebra (zeigt Über- und Unterbelichtungen
an),
Intervallaufnahmen für Fotoaufnahmen(Timeelapse!),
Fernauslösung per Näherungssensor über dem
Monitor,
Audioeinstellungen(ohne Automatik, alles pegelbar), Niedrigere
und
höhere Bitraten, Scripting,
AE-Bracketing(Belichtungsreihen erstellen)... Um mit ML arbeiten zu können benötigt man zuerst eine bootable Speicherkarte. Die dafür benötigten Dateien BootCF.exe und cc3280mt.dll holte ich mir bei Derkoi aus dem "Install pak" von hier. Auf Laufwerk C legte ich das Verzeichnis C:\MLinstall an und dort die zwei vorher genannten Dateien hineinkopiert. Mit Klick auf Start unter Windows 7 kommt links unten ein Eingabefeld zum Vorschein: Hier CMD eingeben und mit Taste Enter abschließen, damit man auf DOS-Ebene in die aufgehende schwarze Box Befehle eingeben kann. Mit dem Befehl cd c:\ nun zunächst in das Fetplatten-Rootverzeichnis wechseln. Jetzt mit cd c:\MLinstall in das Verzeichnis mit den beiden Dateien wechseln. Jetzt wird eingegeben: bootCF.exe L: da in meinem Fall die sich im USB-Stick befindliche Speicherkarte mit L in die PC-Laufwerke eingereiht worden ist. Sollte die Speicherkarte schon eine Label-Bezeichnung haben, dann ist diese zunächst mit D zu löschen und anschliessend ist mit W die Aktion abzuschliessen mit einer neuen Labelvergabe. Die Speicherkarte ist nun selbststartend. Die neueste Version des Add-on, die von Deti bereitgestellt wird, hole ich mir immer hier. Die nötigen weiteren Dateien, wie unten aufgelistet, werden nun mit dem PC direkt auf die bootable Speicherkarte kopiert. Nach den Vorbereitungen des Tutorials von Derkoi schob ich die Speicherkarte in die Kamera. In der Position M des Wahlrades an der Kamera habe ich dann ML in den Kameraspeicher geladen auf der schon die Canon-Firmware 1.09 installiert war. Schiebe ich meine nicht bootable Speicherkarte in die Kamera, kann ich wie davor ohne ML arbeiten. Die zusätzlichen Menüs zu Magic Lantern holt man sich mit der "Löschtaste(Mülleimersymbol)" rechts unten auf der Rückseite der Kamera. Das 550D-User-Guide dazu gibt es immer mit dem Download der jeweiligen Version. Folgende Dateien benötigt man am Anfang: Verzeichnis
cropmks mit den gewünschten
Overlaydateien für die Monitorbegrenzung autoexec.bin aus dem ML-Download magiclantern.fir aus dem ML-Download logo.bmp, es erscheint kurz nach der Aktivierung der Kamera Bei einer verfügbaren neuen Version von ML, muss man lediglich autoexec.bin austauschen. Alle anderen Dateien muss man nur dann zusätzlich installieren, wenn sich das Ausgabedatum und damit auch der Inhalt geändert hat. Von nun an kann man die Speicherkarte nicht mehr per "Formatieren" in der Kamera löschen, da sonst auch die Magic Lantern Dateien gelöscht werden. Die Version von Deti: magiclantern-2011Jun09.550d.fw109.deti.zip friert bei Start im Movie-Modus nicht ein, spätere Versionen bis zum 05.08.2011 dagegen schon. Man muss dann den Akku aus der Kamera herausnehmen und nach kurzer Zeit wieder einsetzen und es mit einem neuen Kamerastart versuchen. Abhilfe bringt allerdings der Kamerastart im Foto-Aufnahmemodus, z.B. in der Position "Nachtportrait" des Modus-Wahlrades. In diesem Fall friert Magic Lantern nicht ein, anschließend kann man das Modus-Wahlrad in den Movie-Aufnahmemodus drehen. Die Version von Alex vom 09.08.2011 friert bei Start im Movie-Modus nicht ein. wikia: Unified/UserGuide Ich habe zunächst einmal alle nicht benötigten Funktionen in ML auf OFF geschaltet und diesen Zustand mit "Debug" und "Safe Config" abgespeichert. Bei neueren ML-Versionen werden Änderungen automatisch gespeichert. ![]() Menübeispiel "LiveV" von 30.06.2011, grüner Punkt = gewählte Funktionen ![]() ML liefert nun auch ein Verktorscope für die EOS 550 D, wichtig bei szenischer Aufnahmegestaltung Besonders
gut gefällt mir der Rack-Focus.
Man fokusiert einfach den Vorder-
und
Hintergrundpunkt, gibt die Richtung für die Fokusierung vor sowie die
Geschwindigkeit mit der das geschehen soll, startet die Aufnahme und
dann den Menüpunkt "Rack Focus" mit der "Set-Taste" und die
Schärfeverlagerungs- aufnahme ist nach Ablauf der Aufnahme im
"Kasten". Ich mache das natürlich vom Stativ aus, behelsweise geht das
aber auch mit meinem Körperstativ. Nach Festlegung der beiden
Objektschärfepunkte A und B soll sich ja der Abstand zu diesen Punkten
möglichst nicht ändern.
Bei solchen Aufnahmen fahre ich wie im Videobeispiel hin und zurück und entscheide erst im Videoschnitt welche Überlagerung ich in meinem Video tatsächlich verwende. Ich benutze für Schärfeüberlagerungen mit dem Rack Focus das Canon EF 50mm (80mm bezogen auf das Kleinbildformat) mit f/1,8 II. Man kann die Blende an diesem Objektiv bis 1,8 öffnen um die Schärfentiefe signifikant für solche Aufnahmen verkürzen zu können und es ist ein Autofocus vorhanden für motorische Schärfeverlagerungen. Um die Verschlußzeit nahe 1/50sec trotz ISO 100 zu halten bei viel Licht, setze ich zusätzlich ND-Filter ein.
Ansehen sollte man sich hier den Focus Assist in ML, der einen beim Fokusziehen mit farbigen Linien unterstützt. Sehr brauchbar finde ich Magic Zoom mit dem eingeblendeten Lupen-Fokusfenster von der zu fokusierenden Stelle im manuellen Objektiv-Bedienmodus. Hat man den Fokuspunkt gefunden, dann wird das mit grünen Linien am oberen und unteren Rand des Lupen-Fokusfensters bestätigt. Trap Focus: Fotoaufnahme wird durch Objektbewegung ausgelöst...
ISO kann man per ML jetzt auch in kleineren Schritten einstellen, wobei es dabei Positionen gibt die bei Schwachlicht sehr rauscharme Ergebnisse im Video ergeben. Externe Tester favorisieren ISO 160, 320, 640, 1250 und 2500, siehe bei Magic Lantern User Group in Vimeo, Testbeispiel hier. Sehr nützlich ist die Funktion Cropmks, man kann sich dort ein Monitor-Overlaybild holen, z.B. CINESCOPE mit Begrenzungslinien auf dem Monitor für 1:2,35 Panoramaaufnahmen. Nun kann es nicht passieren, dass wichtige Objekte außerhalb des Aufnahmeformats landen. Über die ML-Anleitung kommt man auf Links mit Downloadmöglichkeiten von einer ganzen Reihe an Oberlayvorlagen für die Monitorbegrenzung Mit QScale kann man die Aufnahmebitrate für die Aufzeichnung auf die Speicherkarte ändern. Bei der Einstellung auf -9 nimmt man z.B. mit ca. 42 Mbps in VBR auf was im Falle einer 16 GB Speicherkarte eine Aufzeichnung von 50 Minuten ermöglicht. Eine Auflistung der Aufnahmebitraten findet man hier. Für mich ist das mit dem QScake, es gibt aber Leute die total aus dem Häuschen geraten, weil Sie nun die Aufnahmebitrate manipulieren dürfen. Der Follow Focus ist eine weitere Bereicherung der Funktionalität von Magic Lantern. Man kann z.B. mit den Richtungstasten den Fokus-Antrieb in Gang setzen von scharf nach unscharf oder umgekehrt. Das geht ganz sanft und ohne Erschütterungen. Dafür benötigt man keinen Hebel oder einen sauteuren mechanischen Focus-Antrieb am Objektiv. Nach entsprechender Übung und viel Gefühl kann man sogar die Schärfe nachziehen wenn sich ein Objekt zur Kamera hin oder weg davon bewegt, manuell natürlich. Die Geschwindigkeit für den elektrisch betriebenen Fokus kann man frei wählen. Mit der Xmas Edition von 2011 ist wohl Magic Lantern auf dem derzeit höchsten Entwicklungsstand angelangt, nun auch mit FPS control und HDR video. Selbst Canon hat es wohl nicht geahnt, welches Potential in der EOS 550 D noch mit einem Add-on noch geweckt werden kann. Die Funktionalität der Kamera wächst und wächst. Ein Ende der Entwicklung von Magic Lantern ist derzeit noch nicht abzusehen. Folgende Dateien habe ich auf meine schon vorhandene ML-Speicherkarte (siehe weiter oben!) kopiert, die alten Dateien zu ML habe ich vorher gelöscht:: Natürlich muß man sich in die neuen Funktionen erst einarbeiten.
Mitterweile habe ich gefallen an ML gefunden und nun eine 16GB CLASS 10 Speicherkarte von Transcend bootable gemacht und darauf ML installiert. An dem Add-on wird ständig noch gebastelt/korrigiert. Immer wieder gibt es neue Versionen die man sich kostenlos downloaden und installieren kann. Unübersichtlich ist das Angebot der verschiedenen kursierenden ML-Versionen, mal bringt Deti bei Slascam etwas in den Umlauf (von ihm getestete Version!), dann wieder Alex und wer weiß wer sonst noch. Es gibt z.B. auch eine Version die von der Kamerareihe 550D, 60D und 600D gemeinsam benutzt werden kann, da diese Version den jeweiligen Kameratyp selbst erkennt. Allerdings muss man der gesamten Entwicklergruppe sehr dankbar sein für das was dort bisher geleistet worden ist. Mit den Bootmenü Optionen sollte man sehr sehr vorsichtig sein, wenn man sich nicht auskennt. Die Kamera könnte einen Schaden davon tragen, davor wird hier zumindest vorbeugend gewarnt! Nach einem notwendigen Canon Service-Eingriff bei meiner Kamera lief Magic Lantern nicht mehr. Weiter unten habe ich beschrieben, wie ich ML dann wieder aktivieren konnte. Magic Lantern User Group bei Vimeo ISO-Test mit EOS 550 D und ML Magic Lantern, kurze Erläuterung HDR-Video mit Magic Lantern Release 2011Dec22, Xmas Edition: FPS control (ermöglicht extreme Lowlight-Aufnahmen bei niedrigen Bildraten), HDR video (bessere Durchzeichnung von Aufnahmen wenig sich bewegender Objekte in den Lichtern und in den Schatten, Diskussion siehe auch hier). 17. Aufnahmen für Zeitlupengenerierung im Videoschnittprogramm Aufnahmen die für Zeitlupengenerierung verwendet werden sollen, müssen möglichst in einer hohen Framezahl aufgenommen werden. Ich habe mal einen Test mit fliegender Ringeltaube durchgeführt. Ich habe die Kamera dafür auf HD 1280x720p-60 eingestellt, F/8 und 1/60 Sec. Die Zeitlupe generierte ich mit Vide de luxw 17, einmal mit 50% und einmal mit 25%, das Ergebnis ist nachfolgend zu sehen: Wie man hier sieht, bewegt sich im Falle 25%-Zeitlupe der Taubenkopf etwas ruckelnd vorwärts. Der Fall 50%-Zeitlupe ist noch OK. Die von Magix in diesem Fall eingesetzte Zeitlupenmethode ist Fall 25%-Zeitlupe bei zu gering verwendeten Framanzahl für Progressivmaterial weniger geeignet. Besser ist der Videoeffekt "Zeitverzerrung/Pixelbewegung" in Premiere Pro CS3 geeignet, der im obigen Video im letzten Clip verwendet worden ist. Hier werden Bewegungsvektoren der voraussichtlichen Pixelbewegung zum nächsten Videoframe berechnet was dann zu einer flüssigen Vorwärtsbewegung führt. Selbst aus zwei Bildern mit unterschiedlichen Bewegungsphasen eines Objektes kann man schöne flüssige Zeitlupe generieren, siehe /84/. Ein Beispiel von mit einem anderen Video-Motiv habe ich hier in das Netz gestellt (die Aufnahmen hier sind sogar nur mit 1/25 Sekunde aufgenommen worden). Der Umgang mit der Effekt in Premiere Pro Cs3 ist nicht einfach. Man benötigt eine Zeitlupenaufnahmen mit genügend Puffer nach der eigentlichen Sequenz aus der die Zeitlupe berechnet werden soll. Hat man bei der Aufnahme nicht darauf geachtet, muss der Clip zuerst "verlängert" werden, wobei der Inhalt der Verlängerung keine Rolle spielt. Ich habe einfach hinten einen Schwarzfilm angehängt, für eine 50% Zeitverzerrung waren es bei einem 5sec-Clip nach der Verlängerung dann 10sec und bei einer 25% Zeitverzerrung 20sec. Diesen verlängerten Clip muss man erste herausrendern und dann wieder importieren und dann erst den Effekt darauf anwenden. Fantastische Ergebnisse einer berechneten Zeitlupe(synthetische Zeitlupe) bekommt man ferner mit dem teuren Premiere-Pro Plug-in "Twixtor". Die Bewegungsunschärfe der Aufnahme kann man ferner noch deutlich reduzieren, wenn man die Verschlußzeit verkürzt bei Aufnahmen die für eine Zeitlupengenerierung vorgesehen sind, also statt 1/60 besser z.B. 1/250 Sekunde oder noch kürzer wählt, je nach Ausleuchtungsstärkestärke, Objektivlichtstäke und möglichst rauscharmen ISO-Werten. Videos mit weniger Bewegungsunschärfe liefern bessere Zeitlupenergebnisse! Nachträglich berechnete Zeitlupenbewegungen haben jedoch auch ihre Tücken, dann wenn die prognostizierte Bewegung auf einen "Hakenschlag" des Motivs trifft, das führt dann zu seltsamen synthetischen Zeitlupenbewegungen. Optimal wäre es eine Hochgeschwwindigkeitskamera zu verwenden. 18. Diagonal-Fototasche von Lowepro Eine DSRL-Ausrüstung beinhaltet viele Elemente, die man natürlich nicht alle immer mitschleppen muss, aber eine Grundausrüstung muss in meinem Fall immer dabei sein wie z.B.:
![]() Die Wahl fiel auf "SlingShot 102 W. Es handelt sich um einen genialen Fotorucksack der nicht auf die Erde abgestellt werden muss. Blitzschnell zieht man den Rucksack von der Trageposition am Rücken unter dem Arm in die Video-Fotografier-Position und schon sind alle Fächer zugänglich. Im Schnitt trage ich auf einer Tour etwa 3,9 kg bequem auf dem Rücken. Bei kleineren Ausflügen recht es die Kamera mit dem 18-200mm Zoom mitzunehmen mit angebauten Batteriegriff sowie dem an der Fotojacke befestigten Schulterstativ und etwas Zubehör welches ich in meiner Fotoweste verteile. 19. EOS 550 D jetzt auch mittels Android fernsteuerbar! Nähere Informationen dazu gibt es bei Slashcam 20. Fazit: Die
V-DSLR 550 D ist eine faszinierende Kamera mit
klasse Foto- und Videoaufnahmeeigenschaften. Was mit besonders
gefällt, ist die Farbtiefenauflösung und damit das
abgebildete Detailreichtum in den Videos. Die Kamera differenziert sehr
sauber Farbunterschiede. Die Videos wirken deshalb auch schärfer
als es die Luminanzauflösung für sich alleine vermuten lassen
würde. Selbst rote Objekte (Tulpen z.B.) werden sauber abgegrenzt
mit sehr schöner Zeichnung aufgenommen. Ferner gefällt mir
der
filmähnliche Look der Videoaufnahmen, das sieht nicht mehr so
videomäßig und damit steril aus. Hervorragend auch
der
große Dynamikumfang mit bis zu 11 Blendenstufen (der Film
schafft eine Bandbreite von 14 Blendenstufen). Eine
Spiegelreflexkamera in dieser Qualität hatte ich noch nie in
meinem Eigentum. Der größte Fortschritt
gegenüber der
heute üblichen Hobby-Videokamera ist der große
Aufnahmsensor
und die Wechseloptik sowie die Progressivaufnahmetechnik. Fotografen
haben ja
noch nie Halbbilder aufgenommen.
Mit der Canon EOS 550 D erhält man ferner eine Kamera für Videoaufnahmen im voll manuell bedienbaren Modus, etwas also was sich bisherige Automatikfilmer immer gewünscht haben. Mit 25/24p zu filmen ist eine reine Umerziehungssache für Interlaced-Filmer, siehe hier. Die Bild-/Video-Lowlightaufnahmen sind nach meinen Begriffen fantastisch und bis in hohe ISO-Bereiche sehr sehr rauscharm. Fantastisch ist auch die geringe Schärfentiefe bei geöffneter Blende mit den daraus sich ergebenden Gestaltungsmöglichkeiten. Im Vergleich zu den Hobbyvideokameras ist ja hier neben der manuellen Einstellmöglichkeit von Blende und Zeit noch zusätzlich die Einstellung des ISO-Parameters hinzugekommen. Was einem Videokamera-Filmer bei der EOS 550D fehlt, ist eine kontinuierlich nachgeführte Fokusierung während der Videoaufzeichnung. Wenn man das wünscht, muss man es manuell realisieren mit entsprechenden Hilfsmitteln. Allerdings kann man seit Magic Lantern eine Schärfeumlagerung motorisch realisieren wenn man Objektiv mit AF verwendet. Neuerdings ist per ML auch ein Follow Focus mit elektrischen Antrieb möglich und das erleichtert die Verfolgung von Objekten oder die Realisierung von Verschiebungen in Schärfe/Unschärfe Auf einen Nachführ-AF kann man getrost verzichten, wenn man so filmen kann wie hier überzeugend dargestellt. Wie erwartet ist aber die geringe Schärfentiefe einer solchen Kamera mit dem großen APS-CMOS Sensor eine heikle Aufgabe um für die jeweilige Bildkomposition die Schärfe in dem Bereich liegen zu haben wo man sich das wünscht. Positiv wirkt sich hier aber die zuschaltbare Monitorlupe mit 5- bzw. 10facher Vergrößerung aus um punktgenau das Hauptmotiv anvisieren zu können. Hilfreich ist hier auch mein selbstgebastelter ViewFinder (siehe Punkt 12). Das Videobild ist möglicherweise nicht frei von Aliasing und Moire (bei 720p deutlicher störender als bei 1080p) welches auch die Canon 5D/7D im Aufnahmeergebnis auftritt. Was man dagegen unternehmen kann und mit welcher Wirkung, ist meinem Erfahrungsbericht unter Punkt 10 zu entnehmen. Mit einem ViewFinder und entsprechender Fokusierung oder Brennweitenwahl mit vergrößerter Monitor-Motivkontrolle bekommt man auch dieses spezifische Problem einer Video-DSRL relativ gut hin. Wer Ende 2010 eine Kamera mit Wechseloptik und großem und damit lichtstarken Aufnahmesensonr ohne Aliasing und Moire im Video haben möchte, der muss leider tief in die Tasche greifen für eine Panasonic AG-AF100/101 (siehe /72/) etwa mit dem (Micro) Four Thirds Aufnahmesensor. Mit dem Firmware-Add-on(Magic Lantern) sind ferner einige Mängel in der Funktionalität behoben worden und neue Funktionalitäten hinzugekommen, siehe Punkt 16. Der Sound wird vom eingebauten Mikrofon auch nur in Mono aufgenommen, während es die deutlich billigere Canon SX1 IS mit zwei eingebauten Mikrofonen in Stereo aufnehmen kann. Im Falle der EOS 550D kann aber ein externes Stereo-Mikrofon angeschlossen werden. Bei Magic Lantern wird noch an der Möglichkeit gearbeitet einen Kopfhörer aktivieren zu können. Es muß unbedingt ein Satz Graufilter angeschafft werden, da es in der Kamera keinen ND-Filter gibt und deshalb bei Videoaufnahmen mit viel Licht sonst viel zu kurze Verschlußzeiten bzw. zu kleine Blendenöffnungen produziert werden was der Video-Bildqualität nicht zuträglich ist. Mit der EOS 550 D hat man sehr viel zu tun um manuell optimale Einstellungen für eine Videoaufnahme vorzubereiten. Zuerst muss man natürlich die Kamera gut kennenlernen und Testaufnahmen damit machen. Die Anschaffung von /1a/ macht sich da bezahlt, auch wenn die eigentliche Videoaufnahme mit einer DSRL dort zu kurz kommt. Wer also glaubt mit der Anschaffung einer EOS 550D alle Probleme der digitalen Aufnahme von Video und Bild damit gelöst zu haben, der wird enttäuscht sein. Die Möglichkeit des rauscharmen Eindringens in die Schwachlichtwelt ist eine kreative Bereicherung, ebenso die Möglichkeit des Spiels mit der Schärfeverlagerung aufgrund der systembedingt geringen Schärfentiefe trotz mehr Zeitaufwand bei der szenischen Vorbereitung solcher Aufnahmen. Ein 35mm-Adapter wird mit dieser Kamera für mich überflüssig. Eine Video-DSRL erschließt neue Bild-/Videogestaltungswelten mit weiteren Ausbaumöglichkeiten. Anders als bei den Consumer Fixfokus-Videokameras kann man hier viel mehr in die Welt der szenischen Bildgestaltung mit einem filmischen Look eintauchen und die emotionale Sprache so gestalteter Bilder/Videobilder für sich alleine zu genießen. Die Videoaufnahmen der EOS 550D wirken auf mich etwas weicher und damit filmischer als Aufnahmen von einer Videokamera. Im September 2010 war ich auf einer 4-wöchigen Kulturreise in Griechenland unterwegs. Sehr schnell ist mir klar geworden, dass ich zuviel Zeitaufwand benötigte für Videoaufnahmen mit der EOS 550D um der Reisegruppe bei Führungen folgen zu können. An Schärfeverlagerungen war schon überhaupt nicht zu denken, da an vielen Orten nicht mit einem Dreibeinstativ aufgenommen werden durfte und per Körperstativ das nicht ausreichend beruhigt realisierbar war. Gefilmt habe ich deshalb dort hauptsächlich mit der Canon HV30 Videokamera. Lediglich in Lowlightsituationen und bei viel verfügbarer Zeit, z.B. bei unseren abendlichen Feiern auf dem Campingplatz/im Restaurant oder auf der Fahrt mit der Fähre habe ich die nötige Zeit gefunden für szenische Aufnahmevorbereitung mit der EOS 550 D. Es
gibt derzeit nicht die ideale Kamera, sondern für jeden Zweck
den besten
Kompromiß.
Deshalb arbeiten selbst erfolgreiche Fotografen mit unterschiedlichen Kameras. Canon Service-Center Geissler in Reutlingen: Vor drei Wochen tauchten unter dem Display gelbe Flecken bei eingeschalteter Kamera auf. Bild und Video waren davon nicht betroffen, der Aufnahmesensor hat also einwandfrei gearbeitet. Ich schickte die Kamera an das Service-Center zur Reparatur ein: ![]() Kostenlos ist das LCD-System getauscht worden, nebst einiger Gehäuseteile. Magic Lantern lief dann leider nicht mehr nach Eingang der Kamera. Darauf hin habe ich mit der Kamera und der vorhandenen und mit Magic Lantern präparierten Speicherkarte über den Menüpunkt Firmware-Aktualisierung per "OK" der Aktualisierung zugestimmt. Anschliessend lief auch Magic Lantern wieder ganz normal. Die Wartezeit auf die Kamera betrug. 11 Tage ab Versand von mir. Bin sehr zufrieden mit der schnellen Abwicklung durch den Canon Kundendienst! DSRL-Aussichten: Die DSRL in der hier vorgestellten Form wird es bestimmt nicht mehr lange geben. Sony hat es bereits geschafft in seinen DSRL-Kameras mit einem unbeweglichen teildurchlässigen Spiegel zu agieren, wobei etwa 30% des einfallenden Lichtes für den AF-Sensor abgezweigt wird. Der hochauflösende elektronische Sucher in den Systemkameras wird mit Sicherheit die konventionellen Prismen der DSRL ablösen. Künftige Digitalkameras mit dem Funktions-Potential einer heutigen Video-DSRL wird man also mit einem hochauflösenden elektronischen Sucher und einem Klappdisplay ausstatten. Damit wird das Schicksal heutiger DSRL besiegelt, die niedrigeren Produktionskosten werden sich durchsetzen. Wichtig ist mir persönlich, dass ich meinen zugelegten Objektivsatz für die DSRL weiter nutzen kann. Warten wir es ab, was da Canon die nächsten Jahre auf den Markt wirft für ehemalige DSRL-Liebhaber. Es kommt nicht so sehr auf die technishe Pixeldarstellung sondern auf das gestalterische im Kopf an! Bücher/Linkliste: /1a/ Buch: "Kamera & Motive von A-Z, Canon EOS 550 D Systemlexikon", 2010, ISBN 978-3-88955-195-5 /1b/ Buch: "Reisen und Fotografieren wie ein Profi" von Helfried Weyer, 2001, ISBN 3-8295-7204-2 /1c/ Buch: "Der große Fotohelfer" von Heinz Temmler, 1954, Hanns Porst-Verlag Nürnberg /1d/ ct special 02/2009 "Digitale Fotografie" ab Seite 110 bis 120, speziell mit Ausführungen zur Entstehung von Moire bei filigranen Motivstrukturen im Falle der 5D Mark II und deren Ursachen /1d/ "HD-Filmen mit der Spiegelreflex", Helmut Kraus, 2010, dpunkt.verlag, ISBN 978-3-89864-636-9 /1e/ c't special 04/2007 - Video mit AviSynth-Scripten /1f/ Canon EOS 550D vom Markt+Technik Verlag, ISBN: 978-3-8272-4667-7 /1g/ Und Action! Digitale Filmproduktion von A bis Z von Ulrich Stöckle, ISBN: 3-8266-1558-1 /1h/ The DSRL Cinematography Guide, gibt es kostenlos als PDF-Datei wenn man sich für Newsletter anmeldet /2/ Objektiv-Finder Bruno Peter Hennek, 26.04.2010, 19.12.2011 | |||||||