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Monitore im Videoschnitt-Studio

 Videoschnitt-Monitore 

Nach dem Ableben meines Desktop-Monitors (MAXDATA Belinea 102035W) folgte Ende Dezember 2010 die Anschaffung 21,5" BenQ G2222HDL Full-HD-1080p (16:9). Für die Vorschau auf dem sekundären Monitor wird schon längere Zeit ein 21,5" BenQ E2200HD Full-HD-1080p Monitor (16:9) mit eingesetzt.

Primärer Arbeitsmonitor (Full-HD):

Der Desktop-Monitor auf dem die Hauptarbeit lastet ist nun also der BenQ G2222HFL. Entlich mehr platz für die Arbeitsfenster der Videoschnittprogramme.

BenQ G2222HDL

Highlights:

  • 21,5" (54,6 cm)Wideformat 16:9
  • 2,07 Megapixel (1920x 1080p) native Auflösung
  • Kontrastverhältnis 50000:1
  • Analog und Digitaleingang (DVI-D)
  • Reaktionszeit 5ms (gray to gray)
  • LED-Hintergrundbeleuchtung, Senseye®+Photo Technologie 

Insbesondere einem Videoschnittprogramm wie Adobe Premiere CS3 kommt die große Arbeitsfläche zu Gute. Auch aber für Pinnacle Studio ist der Monitor nützlich, weil dann die kleine Desktop-Vorschau recht groß skaliert werden kann.

Eine große Vorschau auf dem sekundären Monitor kann man sich im Falle Premiere Pro und für HD-Videoschnitt leicht einrichten, wenn man über eine kompatible Grafikkarte verfügt:

rechts der Vorschaumonitor, links der TFT-Arbeitsmonitor

Ich betreibe die Monitore mit der Grafikkarte:

Zotac GF9800GT ECO mit 1 GB GDDR3- Speicher mit 256-Bit-Speicher-Schnittstelle für eine schnelle Datenübertragung zwischen dem GDDR3 Speicher und der GPU zur Generierung gleichmäßiger Frameraten. Diese Grafikkarte ist auch geeignet für Videoschnittprogramme mit CUDA-Beschleunigung (z.B. Cyberlink PowerDirector 8 Ultra) für das finale Rendering und auch für unterstützte Effekte und Filter auf der Timeline. 

Mit der NVIDIA-Systemsteuerung sind die beiden Monitore feinjustiert worden.

Vorschau auf dem sekundären Monitor (Full-HD):

Wenn man Farbkorrektur bei Video oder Bild machen möchte, benötigt man unbedingt einen Full-HD-Monitor. Nur in der großen Vorschau kann man die Wirkung von Filtersettings relativ sicherr beurteilen. Optimal wäre eine Beurteilung auf einem großen HDTV aber auch hier kann einem die Wiedergabekette vom PC aus einen Streich spielen.

Ziel war es, eine Full-HD-Vorschau in 1920x1080 zu bekommen. Hierfür ist der BenQ E2200HD angeschafft worden mit der Bildschirmgröße von 21,5" und einer Bildschirmdagonale von 54,6 cm.:

Highlights:

  • 21,5" (54,6 cm)Wideformat 16:9
  • 2,07 Megapixel (1920x 1080p) native Auflösung
  • Kontrastverhältnis 1000:1/10000:1
  • Analog und Digitaleingang (DVI-D, HDMI 1.3)
  • Reaktionszeit 5/2ms (gray to gray)

Der Monitor zeichnet sich aus durch schöne Farben, einen sehr guten Kontrast und schlierenfreie Wiedergabe. Dieser Monitor zeigt von meinen Videokameras aus per HDMI die volle Auflösung sehr scharf an (dot-to-dot). Auch die neue Canon EOS 550 D DSRL kann per HDMI-Verbindung die aufgezeichneten Videos in Full-HD auf diesem Monitor ausgeben.

Monitorfarbabstimmung für Bildbearbeitung, Farbdruck und Videoschnitt:

Fachleute setzen dafür teure Meßgeräte ein und spezielle Software ein. Der betriebene Aufwand kann enorm Zeit und Geld kosten. Als Hobbyfilmer- und Fotograf habe ich bescheidenere Ansprüche in dem ich Schritt für Schritt die Kalibrierung mit Hilfe meines eigenen Testbildes mit RGB und Grauverlauf sowie einer Realbildaufnahme nach eigener Methode realisiere. Die Monitore sollten gut angewärmt sein, also schon mal eine halbe bis eine Stunde lang vorher laufen. Entscheidend ist auch, zur welchen Tageszeit man das macht. Ich bevorzuge eine trüben Vormittag mit neutraler Lichtsituation, wobei meine Monitore nur indirekt vom durch das Studio-Fenster einfallenden Tageslicht getroffen werden.

Im Falle der Bild- und Videobearbeitung benötigt man nicht unbedingt eine farbverbindliche Darstellung mit dem Eindruck vom Aufnahmeort, der Vergleichsgegenstand ist ja nicht verfügbar im Videostudio und selbst kann man sich auch nicht mehr so genau erinnern wie intensiv die Farbstimmung vor Ort wirklich war. Oft nimmt man Videos im Bildstil "Neutral" oder mit einer speziellen Cine-Gammakurve auf  und führt dann erst im Videoschnittprogramm die Farbkorrektur bzw. das Color-Grading durch. Dem Video wird also erst in der Postproduktion der Farb-Bildstil gegeben.

Hinsichtlich Grundabstimmung wende ich zunächst das monitoreigene Farbmanagement mit den dort vorhandenen Schaltern bezüglich Bildmodus, Helligkeit und Kontrast auf das folgende selbst kreierte Testbild an. Per rechter Maustaste und Anpassen/Anzeige/Farbe kalibrieren bekommt man schon eine gute Anpassung und der Grauverlauf sowie die die RGB-Verläufe und die unterschiedlichen Bildfarbverläufen kann man nun optimieren.

Monitor Kalibrierbild

Bild: Desktop-Testbild auf beiden Monitoren. Auf dem hellgrauen Streifen links sind dann später
meine Programm-Buttons am Desktop-Monitor sichtbar...

Dualmonitorbetrieb

Bild: Dualmonitorbetrieb (2x 1920x1080 Auflösung)

Über Auflösung anpassen/Erweiterte Einstellung/Farbverwaltung kann man jetzt  noch den Monitoren andere Profile zuweisen. Die Anpassung ist nicht einfach, es ist nur sehr schwer möglich zwei Monitore miteinander abzugleichen, die zum unterschiedlichen Zeitpunkt gekauft worden sind und auch noch über unterschiedliche Technik verfügen, z.B. bezüglich Kontrastverhältnis. Der sekundäre Monitor z.B. stellt rot und gelb intensiver dar als der Desktop-Monitor...

Zum Schluß bleibt nur noch die NVIDIA Systemsteuerung übrig um per "NVIDIA Einstellungen verwenden dort nochmals an Helligkeit/Kontrast/Gamma/Digitale Farbanpassung/Farbton Einfluß genommen werden kann. Man muss immer schön notieren wie die Regler stehen, sonst verliert man die Übersicht was besser oder schlechter sich auswirkt.

Nun erfolgte die Abstimmung des Desktop-Monitors für die Bildbearbeitung und den Ausdruck. Habe dazu ein Bild in das Bildbearbeitungsprogramm Corel PhotoImpact X3 geladen und meine Druckerausgabe getestet. Nach Korrekturen der Druckersettings meines Canon PIXMA iP 4000 unter Berücksichtigung der benutzten Farbstoff-Druckertinte und meines bevorzugten Glossy-Fotopapieres konte ich feststellen, dass der Farbausdruck mit dem Farbbild auf dem Desktop-Monitor gut übereinstimmte. Die erste Etappe der Kalibrierung hat also zur Zufriedenheit geklappt.

Jetzt folgte noch ein Vergleich des im Videoschnittprogrammes dargestellten Farbprofiles mit dem Bild auf dem HDTV, dazu wuchtete ich den schweren HDTV in mein kleines Studio um den Vergleich zu begutachten. Nach meiner Meinung und nach Meinung meiner besseren Hälfte stimmte die Frabstimmung Monitor/HDTV sehr gut überein. Also konnte die Einstellung des Desktop-Monitors so bleiben.

Beide Monitore mit Hilfe eines Testbildes nahezu identisch in der Farbgebung einzustellen nützt aber überhaupt nichts, wenn das Videoschnittprogramm im Vorschaufenster des Desktop-Monitors dann eine eigene Farbreferenz darstellt. Am sekundären Monitor sieht dann das Video in Vollauflösung ganz evtl. anders aus, wie bei mir im Falle von Avid Studio. Ich habe also nach der Monitor-Abstimmung im Stand-Testbild anschliessend Avid Studio angeworfen und ein Video im Vorschaufenster möglichst groß angezeigt. Anschliessend habe ich den sekundären Monitor mit der Vollvorschau per NVIDIA Systemsteuerung nachjustiert bis ich eine nach Augenschein identische Farbgebung bekommen habe. Nun erst konnte ich endlich mir sicher sein, dass ich nach Farbregelung der kleinen Vorschau im Videoschnittprogramm dann auch am sekundären Monitor eine fast vergleichbare Colorierung des Videos bekommen habe!

Nach dem es dann nach dem zeitraubenden Einstellungsablauf keinen gravierenden Unterschied gab, konnte man sich dann dem Videoschnitt mit Farbfilterungen widmen. Ein herausgerendertes Testvideo habe ich per Sony Playstation 3 auf meinem HDTV angesehen und die Farbstimmung mit den Monitoren meines Schnittsystems verglichen. Auch dabei gab es dann keinen besonders störenden Unterschied zu beobachten. Mehr kann man zum Abgleich glaube ich bei meiner Augenschein-Methode nicht machen.

Bei dem augenscheinlichen Vergleich der drei Sichtgeräte (zwei Monitore plus ein HDTV) ist darauf zu achten, dass man in etwa immer mit einem identischen Blickwinkel zu den Bildschirmen hat, da sonst die angezeigten Bilder sich durchaus stärker unterscheiden können.

Sound-Wiedergabe:

Für die Soundwiedergabe werden die eingebauten Lautsprecher in den Monitoren nicht genutzt. Dafür habe ich eine Audioverbindung vom PC aus zu meiner Kompaktanlage von Panasonic SA-PM30MD geschaffen. Diese Anlage hat ordentliche 2-Wege-Lautsprecher mit einem sehr schönen Ton, den man auch gut beurteilen kann.

Vorschau mit Premiere Pro CS3:

Wir klicken wir in Premiere Pro CS3 im Programm-Monitor auf den unscheinbaren Button rechts oben und dann auf "Wiedergabeeinstellungen". In diesem Fenster müssen wir jetzt nur noch bei dem Punkt "Externes Gerät" "Monitor 2" auswählen und die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarten-GPU zuschalten und schon erscheint die Vorschau auf dem Full-HD-Monitor bei HD-Videoschnitt

Vorschau-Modi mit Avid Studio und Pinnacle Studio 14:

Zwar bieten beide Programme die Möglichkeit den Desktop-Monitor für die volle Vorschau umzuschalten, besser arbeitet es sich aber wenn man die Ausgabe der Vorschau auf den sekundären Monitor umlenkt. Man kann also auch im Falle dieser beiden Programme mit einer HD-Vollbildvorschau mittels Unterstützung der Hardwarebeschleunigung auf einem sekundären Monitor editieren. 

Vorschau mit EDIUS NEO 2.5:

EDIUS Neo bietet keine Hardwareausgabe der HD-Vollbildvorschau auf dem zweiten Monitor an. Hier kann man lediglich die Desktop-Vorschau als Overlaybild zum Vorschaumonitor rüberziehen und es dort max. vergrößern. Gegen Zusatzinvestition kann man sich für EDIUS Neo allerdings die vom Hersteller angebotene Spark-Karte für die Ausgabe der Vorschau auf dem zweiten Monitor zulegen oder sich EDIUS NEO 3 zulegen welches auch endlich ohne Zusatzhardware eine vollauflösende Vorschau am zweiten Monitor darstellen kann.

Vorschau mit Magix Video deLuxe 17 Premium HD:

Auch in diesem Programm  kann man die voll auflösende Vorschau mit Strg+Alt+H ohne der Playersteuerung am zweiten Monitor voll aufziehen.

Vorschau mit Corel PhotoImpact X3:

Bilder die ich mit diesem Programm nacharbeite sind in erster Linie für Ausdruck in max. A4-Größe bestimmt mit dem Canon PIXMA IP4000 bei Verwendung von Farbstoff-Markentinte aus USA (Digital Revolution) die ich von www.druckerzubehoer.de beziehe. Gedruckt wird auf Epson Glossy-Fotopapier, siehe auch hier. Für den Farbdruck benötigt man im Gegensatz zur Videobearbeitung eine farbverbindliche Monitordarstellung, d.h. die Monitorfarben müssen mit dem Farbdruck nahezu übereinstimmend sein.

Die Beurteilung  von Farbkorrekturen erfolgt immer auf dem ersten Monitor der sonst auch im Videobearbeitungsbetrieb für die schnelle Vorschaukontrolle eingesetzt wird. Die Monitorkalibrierung selbst ist also identisch.

In PhotoImpact X3 habe ich unter Datei/Voreinstellungen/Allgemein/System/Darstellung einen Monitorgamma von 1,8 eingestellt.
Im Canon Drucker-Setting wähle in als Seitenlayout "Randloser Druck". Manuell  wird unter "Farbe/Intensität" im Falle der Intensität auf +5 eingestellt was zu leuchtenden Farben auf dem Glossy-Fotopapier führt. Mittels Vergleichsausdrucke erzielte ich so ein Bild auf dem Glossy-Papier welches sehr gut mit dem Monitorbild übereinstimmt.

Monitor-Abstimmung mit Adobe Gamma

Slashcam mit HD-Preview

Farbverbindliche Monitordarstellung für Druckzwecke

Monitorkalibrierung ganz einfach- auch ohne Spyder&Co

Monitorfrage - Native 24/25p und 50Hz

24. Mai 2006, 07.Juli.2011  B.P.Hennek

 


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Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.