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Monitore im Videoschnitt-Studio



 Videoschnitt-Monitore 

Nach wie vor editiere ich Videos für FHD-Wiedergabe auf HDTVs, bei Sonderwünschen auch für UHD-TV.

Primärer Arbeitsmonitor (Full-HD) für den i7-6700 Videoschnitt-PC:

Im August 2016 hat mein UHD/FHD Videoschnitt-PC i7-6700 einen 27" ACER-Monitor R271 bmid für EDIUS Pro 8.22 mit QuickSync-Betrieb bekommen. Das Desktopbild hat eine Diagonale von 69cm. Der Monitor ist in Made in China.

ACER-Monitor R271
Highlights:

  • 27" (69 cm)Videoformat 16:9, 
  • 2,07 Megapixel (1920x 1080p) native Auflösung
  • Kontrastverhältnis 1.000.000:1 Max(ACM)
  • 16,7 Mio unterstützte Farben - eingestellt auf die höchste Farbtiefe(32bit)
  • Paneltyp: IPS-Technologie welche Blickwinkel von bis zu 178° ermöglicht
  • Digitaleingang (DVI-D und HDMI)
  • Reaktionszeit 4ms (gray to gray)
  • Die Acer Blue Light Filter Technologie reduziert schädliche Emissionen von blauem Licht
  • Flicker Less Technologie
  • Per Acer Comfy View stets angenehmstes Seherlebnis ohne Lichtreflexionen oder Spiegelungen.
  • Adaptive Contrast Management (ACM)
  • ECO Display
Dieser große Bildschirm macht jetzt so richtig Spaß im 1-Monitor Betrieb - Intel Graphics HD530 und NVIDIA GF GTX 960 am Bildschirm angeschlossen - und dem Videoschnittprogramm EDIUS Pro 8.xx, selbst feinste Farbnuancen sind erkennbar was deutliche Einzelheiten sichtbar macht im Film-Betriebsmodus.
Die Wiedergabe ist klar und scharf. Die Schrift in der EDIUS-GUI ist sehr leicht lesbar.

Durch die 27" Bildschirmgröße ist jetzt auch der Vorschau-Player im Video-Player größer sichtbar bei identischer Fensterzuweisung, die Beurteilung des sich im Schnitt befindlichen Video fällt dadurh sicherer aus. Schaltet man die Echtzeitvorschau in EDIUS auf den ganzen Bildschirm um, bekommt man ein prachtvolles und flackerfreies Bild.

Die zwei ACER Startogos bekommt man beim Start weg in dem man mit gedrückter F2-Taste startet die einem das Bios-Setting öffnet. Dort geht man bei meinem Bios auf das Menü "Boot" und bei der Auswahl [Quit Boot] auf "Disabled" umschaltet und diese Einstellung mit der Taste F10 speichert.
Bei dem nächsten PC-Start sind dann die ACER-Startlogos weg!

Der Monitor verfügt über zwei eingebaute Lautsprecher 2x2 Watt, sie eigenen sich allerdings nicht für die Beurteilung einer Videonachvertonung. Ich nutze am Audio-Output eine kleine JVC Anlage UX-2000 R die mit einem tollen Stereoklang über erstaunlich kleine zwei Lautsprecher(10 Watt) herausbringt.

JVC UX-2000R

Mini-Microanlage JVC UX-2000R
mit tollen Bass. Oben liegt ein Stereo-Mischpult
von dem aus zwei PC-Soundeingänge auf die
Microanlage gebracht werden!

Den Output auf den PC-Monitor habe ich abgeschaltet!

Als etwas verunglückt finde ich die unsichtbare Anordnung der fünf Bedientasten auf der Rahmenunterseite ds PC-Monitors,

Den EIZO Monitortest hat der ACER-Monitor hier jedenfalls bestanden!

Primärer Arbeitsmonitor (Full-HD) für den i7-870 Videoschnitt-PC:

Der Desktop-Monitor aus dem Jahre 2013 auf dem bis jetzt die Hauptarbeit lastete ist der SAMSUNG S22C300, produziert in Romania.

SAMSUNG S22C300B

Highlights:

  • 21,5" (54,6 cm)Videoformat 16:9
  • 2,07 Megapixel (1920x 1080p) native Auflösung
  • Mega dynamik Contrast
  • 16,7 Mio unterstützte Farben - eingestellt auf die höchste Farbtiefe(32bit)
  • Paneltyp: a-si TFT/TN
  • Digitaleingang (DVI-D)
  • Reaktionszeit 5ms (gray to gray)
  • Magic Upscale
  • MEGA Dynamic Contrast
  • ECO Saving
Dieser schon etwas ältere Monitor im 1-Monitor Betrieb - GraKa NVIDIA GF 9800 GT am Bildschirm angeschlossen - ist zwar kleiner aber ebenfalls mit guter Farbwiedergabe und Bildschärfe. Natürlich ist hier die Schrift der EDIUS-GUI nicht so gut erkennbar, man muß etwas näher heranrücken, was anstrengend sein kann. Haupsächlich mache ich aber auf diesem PC nur Office-Aufgaben und Bildbearbeitung. Er steht als Reserve auch bereit mit EDIUS beim Videoschnitt einzuspringen, falls es zu einem Ausfall bei dem i7-6700 Videoschnittrechner kommen sollte.
Positiv ist, daß die sechs Touch-Bedientasten hier sichbar auf dem unteren Rahmen angeordnet sind.

Auge

Profis schwören natürlich auf professionelle Monitore, die noch exakter kalibrierbar sind (Colormanagement) und auch einen größeren Farbraum darstellen können. Solche Monitore sind aber leider als Privatperson fast nicht zu bezahlen. Mit etwas Glück kommt man vielleicht an ein gebrauchtes Exemplar heran. Dabei sollte man aber unbedingt darauf achten, dass das Gerät aus einer verlässlichen Quelle kommt. Empfehlenswert ist beispielsweise der Hardware Shop ITSCO. Das Unternehmen für gebrauchte Hardware achtet sehr auf Qualität und bietet einen Gewährleistungsanspruch. So muss eben jeder selbst entscheiden, welchen Ansprüchen der Monitor genügen soll.

Monitorfarbabstimmung für Bildbearbeitung, Farbdruck und Videoschnitt:

Fachleute setzen dafür teure Meßgeräte ein und spezielle Software ein. Der betriebene Aufwand kann enorm Zeit und Geld kosten. Als Hobbyfilmer- und Fotograf habe ich bescheidenere Ansprüche in dem ich Schritt für Schritt die Kalibrierung mit Hilfe meines eigenen Testbildes mit RGB und Grauverlauf sowie einer Realbildaufnahme nach eigener Methode realisiere. Die Monitore sollten gut angewärmt sein, also schon mal eine halbe bis eine Stunde lang vorher laufen. Entscheidend ist auch, zur welchen Tageszeit man das macht. Ich bevorzuge eine trüben Vormittag mit neutraler Lichtsituation, wobei meine Monitore nur indirekt vom durch das Studio-Fenster einfallenden Tageslicht getroffen werden.

Im Falle der Bild- und Videobearbeitung benötigt man nicht unbedingt eine farbverbindliche Darstellung mit dem Eindruck vom Aufnahmeort, der Vergleichsgegenstand ist ja nicht verfügbar im Videostudio und selbst kann man sich auch nicht mehr so genau erinnern wie intensiv die Farbstimmung vor Ort wirklich war. Oft nimmt man Videos im Bildstil "Neutral" oder mit einer speziellen Cine-Gammakurve auf  und führt dann erst im Videoschnittprogramm die Farbkorrektur bzw. das Color-Grading durch. Dem Video wird also erst in der Postproduktion der Farb-Bildstil und die Farbintensität gegeben.

Hinsichtlich Grundabstimmung wende ich zunächst das monitoreigene Farbmanagement mit den dort vorhandenen Schaltern bezüglich Bildmodus, Helligkeit und Kontrast auf das folgende selbst kreierte Testbild an. Per rechter Maustaste und Anpassen/Anzeige/Farbe kalibrieren bekommt man schon eine gute Anpassung und der Grauverlauf sowie die die RGB-Verläufe und die unterschiedlichen Bildfarbverläufen kann man nun optimieren.

Monitor Kalibrierbild

Bild: Desktop-Testbild auf beiden Monitoren. Auf dem hellgrauen Streifen links sind dann später
meine Programm-Buttons am Desktop-Monitor sichtbar...


Zum Schluß bleibt die Intel Graphics HD530-Systemsteuerung und die NVIDIA Systemsteuerungübrig um dort nochmals an Helligkeit/Kontrast/Gamma/Digitale Farbanpassung/Farbton Einfluß genommen werden kann, je nach dem ob der Bildschirm seinen Inputvon der internen Intel-Graphic hD5330 oder der NVIDIA-Grafikkarten bekommet. Man muss immer schön notieren wie die Regler stehen, sonst verliert man die Übersicht was besser oder schlechter sich auswirkt.

Nun erfolgte die Abstimmung des Desktop-Monitors für die Bildbearbeitung und den Ausdruck. Habe dazu ein Bild in das Bildbearbeitungsprogramm Corel PhotoImpact X3 geladen und meine Druckerausgabe getestet. Nach Korrekturen der Druckersettings meines Canon PIXMA iP 4950 unter Berücksichtigung der benutzten Farbstoff-Druckertinte und meines bevorzugten Glossy-Fotopapieres konte ich feststellen, dass der Farbausdruck mit dem Farbbild auf dem Desktop-Monitor gut übereinstimmte. Die erste Etappe der Kalibrierung hat also zur vollen Zufriedenheit geklappt.

Jetzt folgte noch ein Vergleich des im Videoschnittprogrammes dargestellten Farbprofiles mit dem Bild auf dem HDTV, dazu wuchtete ich den schweren HDTV in mein kleines Studio um den Vergleich zu begutachten. Nach meiner Meinung und nach Meinung meiner besseren Hälfte stimmte die Farbstimmung Monitor/HDTV sehr gut überein. Also konnte die Einstellung des Desktop-Monitors so bleiben.

Bei dem augenscheinlichen Vergleich der drei Sichtgeräte (zwei Monitore plus ein HDTV) ist darauf zu achten, dass man in etwa immer mit einem identischen Blickwinkel zu den Bildschirmen hat, da sonst die angezeigten Bilder sich durchaus stärker unterscheiden können.

Vollbildvorschau mit EDIUS PRO 8.xx:

Edius benötigt keine zusätzliche Hardware für eine vollauflösende Echtzeitvorschau. Per Doppelklich auf das Player-Fenster wird die Videovorschau auf das ganze Panel aufgezogen!

Vorschau mit Corel PhotoImpact X3:

Bilder die ich mit diesem Programm nacharbeite sind in erster Linie für Ausdruck in max. A4-Größe bestimmt mit dem Canon PIXMA IP4950 bei Verwendung von Farbstoff-Markentinte aus USA (Digital Revolution) die ich von www.druckerzubehoer.de beziehe. Gedruckt wird auf Epson Glossy-Fotopapier, siehe auch hier. Für den Farbdruck benötigt man im Gegensatz zur Videobearbeitung eine farbverbindliche Monitordarstellung, d.h. die Monitorfarben müssen mit dem Farbdruck nahezu übereinstimmend sein.

Die Beurteilung  von Farbkorrekturen erfolgt immer auf dem ersten Monitor der sonst auch im Videobearbeitungsbetrieb für die schnelle Vorschaukontrolle eingesetzt wird.

In PhotoImpact X3 habe ich unter Datei/Voreinstellungen/Allgemein/System/Darstellung einen Monitorgamma von 1,8 eingestellt.
Im Canon Drucker-Setting wähle in als Seitenlayout "Randloser Druck". Manuell  wird unter "Farbe/Intensität" im Falle der Intensität auf +5 eingestellt was zu leuchtenden Farben auf dem Glossy-Fotopapier führt. Mittels Vergleichsausdrucke erzielte ich so ein Bild auf dem Glossy-Papier welches sehr gut mit dem Monitorbild übereinstimmt.

Monitor-Abstimmung mit Adobe Gamma

Slashcam mit HD-Preview

Farbverbindliche Monitordarstellung für Druckzwecke

Monitorkalibrierung ganz einfach- auch ohne Spyder&Co

Monitorfrage - Native 24/25p und 50Hz

24. Mai 2006, 31.August  2016  B.P.Hennek

 


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Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.