Workstation für Videoschnitt, stabil und in Echtzeit ab 01/2016

4K-Videoschnittcomputer
Skylake i7-6700

Video-Rechnerpower in 2016 verstärkt mit Intel HD Graphics 530

Etwa sechs Jahre lang editierte ich mit EDIUS auf meinem DIY-Videoschnittsystem auf Basis der i7-870 CPU noch ohne QuicSync und mit dem MS-Betriebssystem Windows 7 Home-64bit sowie 2K-FHD-Nativmaterial der DSLR Canon EOS 550 D/700 D zu meiner vollen Zufriedenheit. Im August 2015 erfolgte bereits ein Umstieg auf das neue Betriebssystem Windows 10 Home-64bit. 

Anfang 2016 habe ich mir die Zeit genommen für die Beschaffung eines stärkeren Videoschnitt-PCs der als Workstation für den Videoschnitt mit EDIUS PRO 8.x um auch QuickSync zur Beschleunigung der Vorschau sowie der finalen Kodierung in H.254 AVC meines UHD-Videomaterials zu unterstützen. 

Anmerkung an die Leser meines Vorgehens hier bei Kauf eines PCs von der Stange:

Naturgemäß schreitet die technische Entwicklung weiter von Jahr zu Jahr. War der hier besschriebene Weg auf Basis des Skylake-Prozessors von Intel damals der Maßstab  meiner Überlegungen, so liefert der Hersteller MEDION ab 11/2017 einen leistungsstärkeren Gamer-PC den man zu einer eigenen Video-Workstation nach Prüfung aller Angebotsfakten evtl. ausbauen kann: Klick!

Ich übernehme keinerlei Haftung, es handelt sich hier lediglich um meinen persönlichen Erfahrungsbericht!

Was man unter dem Begriff Workstation versteht, ist hier ganz gut beschrieben: Klick!

Videomaterial
Video-Editing
FHD und UHD
Was tun?
Min. Konfig. UHD
Stunde d. Wahrh.
QuickSync
EDIUS: Intel Graphics HD 530
Vernetzung
Aufrüstung
Macht 4k-Monitor Sinn?
Fazit
Mit dem kostenlosen DaVinci Resolve 14 arbeiten
Anschluß HDTVs, EDIUS-Arbeitsumgebung erweitert

Willkommen

Windows 10 Home

Die Anforderungen an meinen Videoschnittrechner sind in letzter Zeit steil angestiegen, z.B. mit recht vielen Schmalfilmrestaurierungsarbeiten per AviSynth/VirtualDub  mit verschiedenen AVS.Scripten. Das ist eine langwierige Sache, die Files laufen verschiedene Restaurierungsschritte durch, am Ende wird ein File in Lagarith-AVI codiert. Den Zeitaufwand für die Kodierung möchte ich halbieren, nicht allein durch einen stärkeren PC sondern einen weiteren PC, der vorhandene PC wird also weiter in meinem Kleinunternehmen im Einsatz bleiben.

Videoschnittmaterial aus selbst aufgenommenen Videos :

Folgendes Kamera-Videomaterial - 8 Bit Farbtiefe - wird hier nativ editiert:

Sony Xperia-Z2:
FHD:
1920x1080p-30 - kodiert in H.264/AVC im MOV-Container mit 55 Mbps

UHD: 3840x 2160p-30 - kodiert in H.264/AVC im MOV-Container mit 55 Mbps
Panasonic DMC-FZ300:
FHD: 1920x1080p-30 - kodiert in H.264/AVC im MP-4-Container mit 20 Mbps
FHD: 1920x1080p-60 - kodiert in H.264/AVC im MP-4-Container mit 24 Mbps
UHD: 3840x 2160p-30 - kodiert in H.264/AVC im MP-4-Container mit 100 Mbps
XDV 4K Sports ActionCam:
2,7K-30p und UHD-30p
- kodiert in H.264/AVC im MP-4 Container bis 30 Mbps

Multirenderingcodec: HQ, HQX, CineForm, Lagarith

Zielformat*: kreativer Schnitt für FHD-Videos aus 4K-Quellvideomaterial. Für den Verschnitt des 4K(UHD) - Videomaterials wird ein FHD-Monitor verwendet, im Layouter von EDIUS Pro 8 kann ich jederzeit Einstellungen vornehmen um 1:1 - Pixelausschnitte in 1/4 Größe aus 4K-Videos zu bewerten.

Exportkodierung: MPEG2-HD, H.264-AVC und multirenderingfähige Intermediate-Austauschformate...

*
das Zielformat FHD aus UHD habe ich aus folgenden Gründen für mich festgelegt:

Zwar sind die 4K-Kameras für den 4K-Fernseher entwickelt worden, der anspruchvolle Hobbyfilmer aber hat einen größeren Mehrwert zu erwarten als der reine Pixel- Gucker mittels FHD-Verschnitt des UHD-Materials gegenüber der FHD-Videoaufnahme der Vergangenheit:
  1. 4K ermöglicht bessere FHD-Videos, als Videos die direkt in FHD aufgenommen worden sind
  2. Die Luminanzauflösung einer heruntergerechneten UHD-Videos ist höher als eine Original FHD-Aufnahme
  3. Die Rauschkörner bei Schwachlichtaufnahmen werden im heruntergerechneten UHD-Video kleiner und damit weniger auffällig
  4. Aus dem UHD-Video kann man Motivausschnitte ohne Qualitätsverlust verwenden für mehr Schnitt-Kreativität
  5. Software-Zoom bis 2fach möglich
  6. Aufnahmeverkantungen, stürzende Linien lassen sich mittes Ausschnitts-Editing nachträglich korrigieren
  7. Die überschüssige Pixelfläche läßt sich für erweiterte Bildstabilisierungen ohne ins Bild hineinzoomen zu müssen verwenden
  8. Aus eine 4K-Videoaufnahme kann man mehrere 1:1 Ausschnitte aus der Szene herausnehmen, was sonst nur durch Multikameraeinsatz möglich wäre
  9. Im FHD-Verschnitt kann man auch 50p-FHD-Aufnahmen der Panasonic DMC-FZ300 ohne Upskalierung verwenden die für eine bessere Bewegungsauflösung von Sportaufnahmen, Actionaufnahmen.
    In FHD-Auflösung kann die Kamera mit dem elektronischen 5-Achsen Kamerabildstabilisator bei dynamischer Kameraführung frei Hand aufnehmen.
    Aus 50p Videomaterial kann man bessere Zeitlupen als aus 24/25/30p in EDIUS und per Optical Flow generieren.
Dem Hobbyfilmer stehen meist keine Raumgrößen zu Vorführung zu Verfügung um UHD-Videos aus dem bisherigen Sichtabstand auf 4K-Auflösungsebene betrachten zu können. Immer noch ist mir der Inhalt des Videos für die Videounterhaltung wichtiger als das technologische Pixelraster.
Auch wenn bei einer Neuanschaffung möglicherweise ein 4K-Fernseher künftig ins Haus kommt, hat man auch mit TV-Größen von 49" einen Mehrwert des FHD-Videos mit den oben beschriebenen Vorteilen von 1-9 zu erwarten und die Größe des TV-Panels verschandelt noch nicht den Wohnraum durch seine Dominanz!

Ich selbst praktiziere bereits den 4K-Videoverschnitt in FHD-Projekten seit August 2014, ich werfe die obigen Vorteile 1-9 nicht einfach weg. Um in den Genuß der aufgelisteten Vorteile zu gelangen, Lege ich in EDIUS ein FHD Projekt mit Lanczos 3 an und importiere die UHD-Nativfiles  in die FHD-Timeline, damit  trägt der PC - mit allen tempotär berechneten Hilfsdateien nicht die UHD-Last. Wer auf besonders hohe Qualität ausgeht der kann davor die UHD-Files in HQX(fine) wandeln und diese Files in der Timeline verwenden, wenn die Festplatten in der Lage sind die viel größeren HQX-Files geschwindigkeitsmäßig einwandfrei zu transportieren.

Meine Meinung, den FHD-Schnitt weiter zu pflegen wird von Experten Tests z.B. hier gestützt:
Klick!

"Dabei besticht der Fernseher mit einer kräftigen Farbdarstellung und einem hervorragenden 4K-Bild. SD- bzw. HD-Material wird automatisch und wunderschön hochskaliert. So konnten wir im Test kaum unterscheiden, ob es sich nun um einen SD- oder HD-Eingang handelt."

Mein Zielmedium für eigene Videoaufnahmen ist die Bluray.
Diese Disk wird hier neuerdings mit einer gepflegten Menüführung auf dem  neuen Multimedia -
PANASONIC DMR-BST750 Blu-ray Recorder abgespielt. Sollte in der Zukunft hier ein UHD-TV ins Haus kommen, dann kann dieser Blura-Player mittels Panasonic "4k Direct Chroma Up Conversion" das Full HD-Signal mit 4:2:0-Abtastung in ein 4K-Signal mit 4:4:4-Abtastung umgewandeln, so dass der UHD-Bildschirme exakte Helligkeits- und Farbinformationen bekommt.

In Vorplanung ist derzeit die Beschaffung eines UHD-TV von Samsung Typ MU7009 - 49"(123cm Diagonale). Dieses Gerät besticht durch intensive Farben mit Technologien wie Dynamic Crystal Color mit 10 Bit und HDR 1000 (High Dynamic Range). Das Design überzeugt mit einem innovativen Kabelmanagement mit fast unsichtbaren Kabeln.

Videoschnittprogramme:
  1. GV EDIUS Pro 8.x als "Arbeitstier"
  2. Magix Video deLuxe Plus 2017 als Backup-Videoschnittprogramm für Datenaustausch per HQ/HQX-Kodierer von Grass Valley.
  3. VirtualDub, AviSynth für Spezialaufgaben
FHD- und UHD-Videoschnitt jetzt und mit Ausblick in die Zukunft:

UHD-Nativmaterial in H.264/AVC im MP4-Container mit einer Bitrate von 100 Mbps bereitete auf mehreren Videospuren bezüglich einer flüssigen Vorschauleistung auf dem i7-870 Rechner Probleme, es mußte zwingend mit Vorschaurendering gearbeitet werden, was den Bearbeitungsfortschritt enorm verzögerte. Selbst mit Konvertierungen in leichter editierbares Intermediate-Multirendering Videomaterial - DNxHD(AVID), Canopus HQ (Grass Valley) oder CineForm(GoPro) - kommt man nicht mehr sehr weit, da diese Dateien dann ein riesiges Volumen einnehmen. Proxy-Schnitt mit leicht editierbaren Ersatzdateien ist zwar immer möglich für shwieriges Videomaterial, die Beurteilungsmöglichkeiten hinsichtlich der Bildqualität während der Editing-Vorschau sind dann aber sehr eingeschränkt.


Wohin soll also  die "Videoreise" in 2016 und den kommenden Jahren gehen?

Während die öffentlich rechtlichen TV-Sender gerade erst den Sprung von SD(720x576i-50) zu HD(1280x720p-50) erfolgreich hinter sich brachten, sind Hobbyfilmer schon ein paar Jahre bei FHD(1920x1080p-24 bis 60). 2K-HDTV gibt es für wenig Geld wie Sand am Meer. Die Verkaufszahlen für diese Sichtgeräte stagnieren aber. Erfinderische TV-/Video- Unterhaltungsindustrie hat ab Mitte 2014 ungefähr das 4k-Video aus dem Hut gezaubert, wobei die breitere Masse des Angebotes auf der Verbraucherseite das kleine 4K-UHD bevorzugt. Das hängt damit zusammen weil es da noch Probleme mit den Speicherkapazitäten für die riesigen Datenmengen bei dem großen 4K gibt. Hobbyfilmer die das große 4K bereits nutzen, verwenden für die Speicherung der Datenberge spezielle Recorder die mit den 4K-Kamera verbunden werden müssen. Um die Datenberge kleiner zu machen hat die Forschung einen neuen Codec ersonnen, H.265 HEVC. Damit schrumpfen zwar die Datenberge, die jetzigen Videoschnitt-PCs beißen sich aber die Zähne daran aus. Schon sind dafür aber Intels neue SKYLAKE-Prozessoren auf dem Markt mit Datenautobahnen auf vielen Lanes um Daten blitzschnell von Ort zu Ort bringen für die Bearbeitung. Alles das kostet viel Geld, sehr viel Geld, nicht alle werden sich das leisten können, vielleicht nur 10%. Die anderen 90% werden wohl weiter mit FHD oder dem kleineren 4K-UHD in H.264-Codierung arbeiten. In 2016 wird bei den Hobbyvideofilmer wohl ein Schnitt gezogen, hier FHD-Verfechter mit einem Schnittmix des kleinen 4K-UHD Materials in H.264/AVC, dort die 4K-Filmer mit höchsten Bitraten.

Der Sucht des Digitalwahns mit dem schwer knackbaren 4K-H.265/HEVC bin ich nicht verfallen. Wie immer muß ein jeder sich eine pers. Grenze ziehen, vorausgesetzt er läßt sich nicht vom Werbedruck zutrommeln!

Technisch dreht sich für den Hobbyvideofilmer vor allem um die Frage der passenden CPU-Wahl und die Wahl eines Videoschnittprogrammes mit hoher Echtzeitleistung bei der vollauflösenden Vorschau, schnellem Rendering und der Fähigkeit damit auch per QuickSync- oder zumindest CUDA-Unterstützung arbeiten zu können jetzt und in der Zukunft.

Bei der  Echtzeitleistung während des Editings ist die 4-Kerner-CPU i7-4790 CPU schon deutlich besser als die i7-870 im CINEBENCH R10 Test. Viel vorteilhafter soll es sein  nach Meinung von Händlern mit einem 6/8-Kerner zu arbeiten mit dem auch die Vorschau deutlich flüssiger läuft, andere Fachleute behaupten dagegen erst ab 10 CPU Kernen bemerkt man flüssigere Vorschauergebnisse, was dann aber sehr teuer wird.

Im September 2015 vollzog sich ein Quantensprung bei der Echtzeitperformance nach Verlautbarungen im Internet für die Videovorschau von der Timeline aus und verkürzten finalen Video-Renderingzeiten sogar für das H.264 und H.265/HEVC - Videomaterial mit der neuen Intel SKYLAKE-CPU i7-6700, siehe /01/.

Die Skylake CPU mit Grafikchip HD530 - für QuickSync - ist auch für H.265/HEVC dort verfügbar. Die neue Skylake CPU und die Video -(arbeit) gehören also definitiv wie aus einem Guß zusammen.


Was also tun, einen SKYLAKE-PC selbst bauen oder fertig konfiguriert vom Fabrikband kaufen?

Schnell stellte ich fest, daß es derzeit kostengünstiger ist einen Skylake-PC von der "Stange" zu kaufen, der Kauf eines Bausatzes würde etwa 30-35% mehr kosten ohne Funktionsgarantie nach dem DIY-Zusammenbau.

Ich habe mich deshalb entschieden eine fertige Konfiguration von der Fa. MEDION über MM-Online anzuschaffen, weil es dort gerade ein günstiges Preisaktionsangebot gab.

Im Jahre 2001 habe ich schon einmal einen günstigen Videoschnitt-PC, den MEDION 3000 auf Basis des Intel
Pentium 4 mit 1,8 GHz Taktfrequenz auf Motherboard von MSI zu meiner Zufriedenheit zugeleht. Man muße damals "Schlange" stehen um eines dieser Geräte bei ALDI zu ergattern.

Der neue Videoschnittplatz für das Editing von UHD-Videomaterial

Wie immer bei solchen Anschaffungen setzt man sich persönliche Budgetgrenzen. Nachfolgend beschreibe ich mein eigenes vom Budget geleitetes Vorgehen. Natürlich kann man dieses oder jenes auch anders gestalten, z.B. Displayansteuerung per spezieller Videoschnittkarte. Ich habe mich darauf konzentriert die vorhandenen Hardwareeigenschaften für mich optimal für den geplanten Nutzen zu konfigurieren.

Mindestkonfiguration eines UHD - Videoschnittsystemes für EDIUS Pro 8.x

In der Bedienungsanleitung von EDIUS erfährt man auf Seite 25 die empfohlenen Anforderungen an einen Videoschnitt-PC:
  • CPU: Intel Core iX CPU
  • RAM-Hauptspeicher: 16 GB oder mehr
  • Grafikkarte: Die Mindestsystemanforderungen an die Videospeichergröße sollte  bei Verwendung von GPUfx mindestens 2GB oder mehr betragen
  • Betriebssystem Windows 7, 8 oder 10 mit 64-Bit
Diesmal erweckte bei mir die Konfiguration des neu auf den Markt von Medion geworfenen MEDION ERAZER X5366 F "von der Stange" mit dem SKYLAKE i7-6700(6.te-Generation) auf Mainboard von Elitegroup und mit auf einer für mich ausreichend großen 256GB-SSD eingerichteten W10-Betriebssystem mein Kaufinteresse. PC-Systeme der Firma Medion bestechen durch ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Computer sind leistungsstark und in der Lage, Office-, Multimedia- und andere Anwendungen zu meistern. Da der Konzern Lenovo einen großen Anteil an der Marke besitzt, werden die Geräte durch einen Support unterstützt, der auf langjährige Erfahrung zurückblicken kann, so jedenfalls die Werbung!

Medion Videoschnitt PC

Das Gerät im schwarzen ATX-Gehäuse mit Klavierlack-Front wird eigentlich als "Starke Rechenpower für Gamer" direkt im MEDION-Shop oder über große Handelsketten wie Mediamarkt Versand, Otto Versand, Computeruniverse
etc. vermarktet.
Die Ausbaumöglichkeiten eines solchen Systemes sind etwas beschränkt hinsichtlich der Speicherbänke, Zusatz-Steckkarten, Festplattenbestückung etc., darüber muß man sich klar sein wenn man auf ein solches Gerät einsteigt.

PC-Innenansicht

Schlüsselkomponenten des 4K-Videoschnitt-PCs mit

nachgerüsteter IEEE-1394 FireWire und BD/DVD/CD Player/Brenne,
links unten freie HD-Festplattenplätze 2,5 bis 3,5"

Betriebsfertige Ausstattung:
  • Intel Core i7-6700 mit 4x 3,4GHz bis 4GHz mit Intel HD Graphics 530 in Boxed-Variante mit Warmluftabführung direkt durch die Gehäuseaußenwand, Übertaktung habe ich nicht geplant, ich bin an einer energieeffizienten Nutzug des Prozessors interessiert ohne größerer Verlustwärme und genau das bietet dieser Prozessor ohne der Zusatzbezeichnung "K". Intel-Prozessore mit "K" haben zwar einen freien Multiplikator für Übertaktungen, damit hat man dann aber auch ein höheres Risiko für Ausfälle etwa durch Überhitzung bei Langzeit-Videokodierungen mit Höchstleistung.
  • Mainboard nach Medion-Spezifikation - B150H4-EM - von Elitegroup gebaut - Micro-ATX - mit Intel B150 Chipsatz**
    • 2x PCIe x1 nicht belegt, real aber nur ein Steckplatz nutzbar, weil die Grafikkartenumhausung über dem einen Steckplatz hängt. Hier werde ich eine Steckkarte mit FireWire-Anschluß für meine Band-Videokameras nachrüsten...
    • 2x 2,5" Bays nicht belegt
    • 3x 3,5" Bays nicht belegt
    • 3x SATA Ports nicht belegt
  • Das Mainboard ist mit einem AMIBIOS ausgerüstet.
    Die SATA-Konfiguration ist bereits als AHCI zur Beschleunigung des Festplattendurchsatzes werkseitig aktiviert worden.
  • Kingston 16GB DDR4, 2400 MHz Fury-Arbeitsspeicher um mehrere Prozesse und Anwendungen parallel zu nutzen ohne die Systemleistung zu beinträchtigen
  • 256GB internal SSD auf dem Mainboard von Samsung Typ MZ-NL N2560:
    • Maximum Read Transfer Rate: 540 MB/s
    • Maximum Write Transfer Rate: 510 MB/s
  • 2TB Festplatte von Seagate, 7200rpm, habe dort eine Parition für kleinere Programme die nicht auf SSD insalliert werden und eine für Videoschnitt-Projekte angelegt.
  • DVD-/CD-Brenner
  • Multi-Kartenleser
  • NVIDIA GeForce GTX 960 Grafikkarte mit 2 GB GDDR5 mit CUDA Programmierumgebung und 128-bit GDDR5 Speicherschnittstelle, max. digitale Auflösung 5120x3200, Warmluftabführung aus der Grafikkartenumhausung über die Entlüftungsöffnung in der Slotwand des PC-Gehäuses hinten
  • Hot-Swap Festplattenwechselrahmen*
  • Netzwerkanschlüsse vorhanden
  • Diverse Front- und Rückseitenanschlüsse
  • FireWire-Anschluß nicht vorhanden, Nachrüstung per Steckkarte möglich
  • Netzteil HEC-450TC-4WEN 450 Watt, oben im PC-Gehäuse angeordnet mit direkter Luftabführung durch die PC-Gehäuserückwand
  • ATX-Gehäuse, mit viel Platz darin...
  • Betriebssystem MS Windows 10 Home(64Bit)
  • PC-Tastatur, Maus, Netzkabel
  • Cyberlink PowerRecover um den PC in den Auslieferungszustand zu versetzen
  • Garantie 24 Monate
sehr komfortabel für einen Video-PC um die HD-Speicherkapazität zu erweitern oder Archivfestplatten einzuschieben.
** Wichtig ist zu wissen unter anderem, dass der Intel-Chipsatz B150 nicht für das Overclocking der K-Prozessoren geeignet ist und man deshalb in dieses Mainboard nicht den i7-6700K nutzen kann und es weniger USB (3.0) Ports, PCI Express 3.0 Lanes und SATA Express Ports als beim Z170 gibt, siehe auch hier: Klick!


Die Warmluftabführung ist sehr intelligent konzipiert. Die Wärme wird gleich dort nach außen abgeführt wo sie entsteht und nicht erst im PC-Gehäuse angestaut und gemischt. Sehr estaunt war ich, daß der PC sehr leise läuft - ohne besonderer Schallschutz-Maßnahmen - und mich überhaupt nicht stört durch evtl. zu laute Lüfterlaufgeräusche!

Der Medion-PC kostete am 30.01.2016 bei MM-Online Euro 1.111, schon ein paar Tage später - am 01.02. - ist der Preis auf Euro 1.299 hochgeschraubt worden. Am 10.02. mußte man bei Medion-Online nur Euro 1099 bezahlen, am 11.02. aber schon wieder 1299. Wer soll ein solches Preisgebaren - wie in einem orientalischen Souq - da noch nachvollziehen können?

Mit der Wahl der beschriebenen Technik, war ich mir völlig sicher, daß die Bearbeitung des von mir spezifizierten 4K-Videomaterials komfortabler möglich ist als es noch mit dem i7-870-Videoschnittsystem von 12/2009 möglich war. Weder habe ich etwas überdimensioniert noch unterdimensioniert und somit auch nicht unnötig viel Geld rausgeworfen. Das von mir ausgewählte PC-System arbeitet mit dem 450 Watt-Netzteil sehr energieeffizient!

# 100% CO2-frei! #
[Wir arbeiten mit Grünstrom aus Wasserkraft]
[Der überwiegende Teil des Warmwassers wird von einer Solarthemieanlage produziert]
[In der kalten Jahreszeit wird mit Natur-Erdgas geheizt]
[Elektronische Kommunikation erfolgt per Kabelnetzwerk, strahlungsfrei und gesundheitsverträglich]


Der neue i7-6700 CPU-PC wird per Kabelnetzwerk mit meinem bisherigen i7-870 CPU-PC und Notebook verschaltet um Daten miteinander auszutauschen.

Mein Videoschnittprogramm Grass Valley EDIUS Pro 8.x profitiert von der hohen Leistung der i7-6700 CPU und der Aktivierungsmöglichkeit von QuickSync für die Vorschau und das finale Rendering in H.264.


Bitte nicht vergessen:
Bei der 'Primären Farbkorrektur' und den 'GPUx-Einstellungen' in EDIUS 8,x die Intel Graphics 530 zu aktivieren, damit der Geschwindigkeitsvorteil bei der Timeline-Vorschau auch wirklich wirksam wird!


Das hier neuerdings zusätzlich verfügbare Magix Video deLuxe Plus 2017 profitiert ebenfalls von der hohen Prozessorleistung und QuickSync
.

Zwar würde nach Meinung von "Experten" EDIUS noch mehr von einem 6- oder 8-Kernprozessor mittels Aufgabenteilung zwischen den Kernen profitieren, benötigen andere vom mir eingesetzte Programme in erster Linie eine hohe Prozessorleistung da nicht alle dieser Programme mit mehreren Core arbeiten können.

Ich denke mit der SKYLAKE-CPU habe ich eine ausgewogene Leistungssteigerung bekommen die meine Bedürfnisse befriedigt.

Dadurch, daß ich die Video-Projekte mit den Mediendateien auf einer extra Videoschnitt-HD lege und auf der SSD nur das Betriebssystem und die Videoschnittprogramme liegen, werden die Rechenoperationen für Videos vom Betriebssystemzugriffe getrennt und damit beides beschleunigt. Abgeschlossene Projekte werden auf extra Archivfestplatten im Wechselschacht gespeichert und die Projekte von der Videoschnitt-HD gelöscht.

Die i7-6700 CPU liefert im Cinebench R15 nach Veröffentlichungen 931 cb, meine vorhandene i7-870 CPU liefert dagegen nur 490 cb. Ein solcher Performance-Fortschritt macht einen natürlich nachdenklich über einen evtl. Neubau oder Neuanschaffung eines Videoschnitt-PCs. Es ist dann so gekommen wie es kommen mußte, ich habe den Medion-PC online gekauft und konnte ihn nach vier Tagen Wartezeit in der Warenausgabe der MM-Filiale in meiner Nähe ohne zusätzlicher Versandkosten abholen.

Diesen PC setze ich vorwiegend für Video- und Bildnachbearbeitung ein.
Die Verbindung zum Internet dient auch dazu um Programm- Aktualisierungen/ Lizensierungen durchzuführen.

Der neue PC ist anfänglich von "McAffe LiveSafe" geschützt worden, nach einem Jahr schwenkte ich auf "AVIRA-Mehrfachlizenz" für alle hier vorhandenen Computer um. Die beiden Videoschnittprogramme werden davon nicht behindert!

Wichtiger Eingriff in den Windows-Aktualisierungsvorgang:
Den automatischen Windows Treiber-Update habe ich sicherheitshalber abgeschaltet, da bekannt geworden ist, daß oft fehlerhafte und sogar falsche Treiber geladen werden. Besonders Grafikkartentreiber machen die Probleme. Es ist besser auf die Treiber der Komponentenhersteller zurückzugreifen.


Natürlich habe ich ein Systemabbild erstellt und auch eine Systemreparatur-Disk nach Testende gebrannt. Ich mache das auch vor jeder Programmneuinstallation und nach jedem Windows-Update, wenn es funktioniert.

Windows-Updates und Wartungstools:

Seit dem 01.01.2017 lasse ich die die MS-Betriebssystemupdates für Windows kompl. zu.
Zur Betriebssystem- und Programm- und Treiberwartung setze ich folgende Tools ein:
  • Ashampoo Uninstaller 6; überwacht automatisch alle Installationen, zeichnet Veränderungen auf und stellt bei Bedarf den vorherigen Systemzustand wieder her.
    Das Tool erlaubt zudem, mehrere Deinstallationen in einem Arbeitsschritt durchzuführen oder einzelne Teile eines Programmpakets zu löschen. Weiterhin beseitigen man mit dem „Ashampoo UnInstaller“ Internet-Spuren aller gängigen Browser, Datenmüll oder Schriftarten und räumen die Windows-Registry auf.
  • DRIVERfighter; da das Windows Update nur die Windows Installation aktualisiert und nicht die wichtigen Treiber für Motherboard, Grafikkarte und andere Geräte. 
    Ich aktualisiere damit immer nur einen Treiber, ggf. setze ich die "Wiederherstellung" ein um zum alten Zustand zurückzukehren!
  • SLOW-PCfighter 2; wenn man auf "Reparieren" klickt, erstellt das Programm automatisch eine Sicherheitskopie. Wenn man dann auf "Wiederherstellen" klickt, wird der Systemwiederherstellungspunkt angezeigt. Leider produzieren manche Programme immer wieder dieselben ungültigen Einträge - der SLOW-PCfighter entfernt sie beim nächsten Scan. Um die ungültigen Einträge dauerhaft loßzuwerden, muß man die Programme deinstallieren die solche Fehleinträge verursachen.
Bei dem Umgang mit solchen Tools immer umsichtig und nicht blauäugig vorgehen, d.h. vor der Anwendung eine Systemsicherung zuerst durchführen. Bei  Vorschlägen zur Aktualisierungsdurchführung nicht alle Vorschläge auf einmal durchführen. Immer nur "step by step"" vorgehen, also z.B. nur einen Treiber erneuern und dann die PC-Funktion prüfen. Nicht immer sind die neuesten Firmentreiber unbedingt die besten, sie können auch Fehler beinhalten. Funktioniert eine Aktualisierung nicht, dann sofort per Wiederherstellung zum davor funktionierenden Zustand zurückkehren!

Glücklicherweise kann man heutzutage in breiter Front auf Hifsangebote aus dem Internet bei PC-Problemen zurückgreifen.


Die Stunden der Wahrheit - Rechnerperformance
mit EDIUS Pro 8.x


Erster Belastungstest:
Ein Schmalfilmrestaurierungsprojekt im HDV-Format, welches ich aus VirtualDub heraus in Lagarith-Kodierung testweise rausgerendert habe benötigte 45% weniger Zeitaufwand gegenüber meinem alten DIY i7-870 PC. Die CPU-Auslastung lag durchscnittlich bei 93%, bei 3,5GB RAM-Speicherausnutzung. Aus den Entlüftungsöffnungen des neuen PC-Gehäuses ist keine beängstigend erwärmter Luftstrom ausgetreten. Das Rendering dauerte 27,5 Minuten.


Zweiter Belastungstest:
Der neue Medion-PC schafft im Cinebench R15 hier 815 cb, ebenfalls also ein ordentlicher Performance-Fortschritt..., die Grafikkarte  liefert per Opel GL im Cinebench R15 136 fps, ebenfalls ein guter Wert für meine Anwendungen.

Echtzeitvorschauleistung:
Die hochoptimierten ERAZER PC-Systeme von MEDION in Essen sind  hauptsächlich für Gamer konzipiert worden einen schnellen Prozessor und eine gute Grafikkarte benötigen. Zunächst durchläuft deshalb hier bei Video & Bild der neue PC meinen gewohnten Videotest mit EDIUS Pro 8 um die Eignung des neuen PCs für Videoschnitt auszuloten.

Edius IntelGraphics 530

Bild: UHD-Projekt mit angeschlossenen FHD-Monitor, Der Player zeigt das UHD-Video in 1920 x 1080er FHD-Auflösung an, Die Timeline wird jedoch mit der UHD-Auflösung belastet!

Die Praxistests habe ich auf einer UHD-Timeline mit
UHD-Clips: 3840x 2160p-25 - kameraseitig kodiert in H.264/AVC im MP-4-Container mit 100 Mbps.
Ohne Vorschaurendering duchläuft das System in Echtzeit den linken, mit verschiedenen Filtern und Effekten, belasteten Teil der Timeline ohne Ruckler.

Bei [Systemeinstellungen-Anwendung-Wiedergabe] habe ich den Wiedergabe-Puffer auf 2GB eingestellt was einen Puffer von 128 Frames nach einer kurzen Vor-Ladezeit von etwa drei Sukunden bereitstellte. Bei dem Timelinegebirge laufen alle 40%-PIP auf der Timeline ohne Vorschaurendering in Echtzeitwiedergabe durch bei voller Auflösung, auch wenn wenn man direkt vor dem PIP-Gebirge mit der Tastenkombination [Shift-Leertaste] die Wiedergabe startet. Der Vorschau-Puffer ist am Ende der Wiedergabe immer noch voll gefüllt.


Unter dem Strich bin ich mit der Echtzeitvorschau bei UHD-Editing zufrieden, real habe ich höchsten zwei V-Timelinespuren über der VA-Timelinespur.

Rendertestvergleich eines FHD-Projektes mit UHD-Videomaterial vom Xperia-Z2 Smartphone in finale H.264/AVC-Kodierung:

Auf der Timeline lagen bei diesem Test drei Clips mit einer Gesamtlaufzeit von 38sec, mit zwei Überblendungen, ein Titel und Lanczos 3 - Resampling (Hohe Qualität) von UHD auf FHD in 29,97fps progressiv.

Ergebnisse:

Rechnergeneration
Kodierungszeit für H.264/AVC
i7-870-Rechner ohne QuickSync 3:03 Minuten
i7-6700- Rechner ohne QuickSync 1:14 Minuten
i7-6700- Rechner mit QuickSync 24sec

Voller Erfolg für den i7-6700- Rechner mit QuickSync!

Dieses Beispiel zeugt von einer Fehlkonzeption bei Medion bei der Wahl der Nvidia-Grafikkarte. Mit der CUDA-Fähigkeit des Rechners braucht man nicht zu trommeln, die Intel-CPU-Grafik leistet viel mehr!

QuickSync der
Intel HD Graphics 530 für EDIUS Pro 8.xx

Die Intel HD Graphics 530 (GT2) ist eine integrierte Hardware-Grafikeinheit, die in verschiedenen Prozessoren der Mitte 2015 vorgestellten Skylake-Generation zu finden ist, so auch in der Intel CPU i7-6700. Mangels eigenem Grafikspeicher oder eDRAM-Cache greift die HD Graphics 530 über das Interface des Prozessors auf den System-RAM zu. Welche Intel-Prozessoren QuickSync* unterstützen, findet man hier(EDIUS.de): Klick!

* Status 01.09.2017:
Die Prozessorentwicklung bei Intel geht weiter. Für den QuickSync - Rechner wird von GrassValley aus der aktuellen Generation 7 der Intel Prozessoren der i7 7700 K mit Intel HD Graphics 630 empfohlen - 4 Kerne, 8 MB Cache, 4.20 GHz - 4.50 GHz - um den zwischenzeitlich gewachsenen Anforderungen für den Videoschnitt zu genügen.
Da sich meine zu verarbeitende Videomaterial-Spezifikation
nicht geändert hat, besteht nach jetzt erst 1,5 Jahren keine Notwendigkeit zur Nachrüstung!


Über die EDIUS QuickSync-Technologie erfährt man hier etwas:
Klick!
hier ebenfalls: Klick!  und hier im Podcast-Video; Klick!

Folgende Video Dekodier- und Encodierungen werden durch die Hardware der i-6700 CPU unterstützt:
  • H.265/HEVC bis max. Auflösung von 2160/60p
  • H.264/MPEG-4 AVC bis max. Auflösung von 2160/60p
  • MPEG-2 bis 1080/60p
Medion liefert keine Beschreibung mit, wie man die Beschleunigung bei Kodierungen in H.264 z.B. aktiviert. Trotz meiner Bitte an meinen MM-Händler um Zusendung einer Anleitung ist bis jetzt nichts nachgeliefert worden. Ich habe mich also selbst daran gemacht das Setting für QuickSync herauszufinden.

Ich ging wie folgt für den 1-Monitor Betrieb vor:

  1. Der PC ist zunächst mit dem vorhandenen [27" ACER-Monitor R271 bmid] und der eingebauten NVIDIA-Grafikkarte mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten bei 60 Hz Wiedergabe per DVI-Kabel verbunden worden.
  2. Gleich nach dem PC-Start geht man nach mehrmalige Betätigung der [Entf] Taste in das Setting-Menü des AMI-BIOS...
  3. Nun auf das Menüregister "Chipset" gehen...
  4. Hier die Funktion "System Agent-Configuration" aktivieren; werkseitig steht IGD auf "64M" und DVMT auf "256M", IGD Multi-Monitor wird auf [Enabled] umgestellt

    AMIBIOS CONFIG

  5. Mit F10 die neue BIOS-Einstellung nun sichern und den PC ausschalten
  6. Den Monitor nach 1.) zusätzlich per HDMI-Kabel mit der Mainboard-HDMI-Buchse verbinden die im Auslieferungszustand mit einem Kunsstoffdeckel verschlossen war
  7. Monitor auf HDMI Signal-Input am Monitor umstellen.
  8. PC jetzt neu starten und kurz warten bis Windows 10 sich aufgebaut hat, was über die SSD blitzschnell geht
  9. EDIUS Pro 8.x starten und Videoprojekt laden
  10. Export in H.264 über die F11-Taste vorbereiten
  11. Klickt man auf [Exportieren] wird das Fenster "Speichern in" aufgehen, hier ist ganz unten die Option "Verwenden des Hardwarekodierers" jetzt mit einem Haken verrsehen was signalisiert, daß alles für die Kodierung bereit ist. Klickt man nach Eingabe des Speichernamens auf "Speichern", startet der H-264 Kodiervorgang.
Hardwarekodierer in EDIUS

Hardwarekodierer - QuickSync - in EDIUS
zu und abschaltbar durch den Haken!


Mit einem geeigneten Treiber für Intel-Graphics 530 wird in H264/AVs schneller final kodiert als es in MPEG2 per EDIUS möglich ist!

Zum Schluß habe ich mir noch die Unterstützung der Vorschauleistung per CPU-Graphics mit dem 4-PIP Projekt von oben angesehen. Die Echtzeitvorschau läuft butterweich flüssig ohne Ruckler auch über das Timeline-Gebirge!
 
Grafik-Chips                   QuickSync aktiv
Grafikanschlüsse im Geräte-Manager              QuickSync in EDIUS aktiv

Monitoranschluß für CPU-Grafik

Monitoranschluss für CPU-Grafikausgabe per HDMI
(der DVI-Anschluss daneben ist inaktiv durch Verschraubung)

Nach dem PC-Start gab es ein 5maliges "Piep" vom AMIBIOS, dann ist aber das Windows 10-Desktop per HDMI-Verbindung auf dem Monitor trotzdem erchienen.
Die PIP-Warnung deutete auf Probleme mit der Intel-Graphics Ausgabe hin.

Da  die CPU-GPU und PCIe-GPU parallel laufen und der eingesetzte
Monitor von ACER(FHD-Auflösung) auch über einen einen DVI-Eingang verfügt, habe ich auch noch eine DVI-Kabelbverbindung zwischen der NVIDIA-GraKa des Medion-PCs und dem Monitor hergestellt. Bei dem nächsten Start gab es kein "Piep" mehr.

1-Monitor Betrieb
Bild: Videoschnitt-PC mit zwei Grafik-Hardwareeinheiten
an einem Monitor

Als Beweis dafür, daß EDIUS tatsächlich von der Intel Graphics 530 aus dem Prozessor i7-6700 bedient wird, sieht man auf dem obigen Screenshot von EDIUS im eingeblendete H.264/AVC Exportfesnter, dort taucht jetzt die Meldung auf, daß der Hardwarekodierer (Haken im Kästchen) die Arbeit verrichtet.


Der Monitor hat auch noch zwei kleine eingebaute Lautsprecher aus welchen jetzt auch der Sound aus dem Computer "erklingt" der aus der HDMI-Verbindung geliefert wird. Will man eine vollauflösende Vorschau über den gesamten Monitor sehen, dann genügt dafür ein Doppelklick im Playerfenster von EDIUS. Das spart Strom, da nur ein Monitor elektrisch versorgt werden muß.

Klickt man auf eine leere Stelle am Desktop, dann geht das erweiterte  Kontexmenü auf mit neuen Optionen für die Intel HD-Grafik auf:

Desktop Kontexmenü

Desktop-Kontexmenü

Klickt man nun dort auf "Grafikeigenschaften", dann geht das Intel Setting-Menü auf:

Intel Setting-Menü

Hier kann man nun verschiedene Einstellungen des Intel-Graphics-Prozessors auf der i7-6700 CPU steuern.

Vorsicht, bei dem Versuch über den Display-Button benutzerdefinierte Auflösungen auszuwählen bekommt man diese Warnung:

Steuerung "Display"

Das kann offensichtlich sehr gefährlich für die Lebensdauer des Chipsatzes zu sein steht in der Meldebox!


Klickt man auf die NVIDIA-Systemsteuerung, bekommt man dagegen diese Meldung:

Keine NVIDIA GPU-Anwendung

Klar, so muß es auch sein, die Grafikausgabe macht ja jetzt die i7-6700 CPU von Intel mit der Power die der Videoschnitt bei der UHD-Videoschnittverarbeitung benötigt für die Echtzeitausgabe vollauflösender Videos und die finale Kodierung. Die Verbindung zu der NVIDIA GraKa ist in diesem Fall nur virtuell erforderlich um bei einem PC-Start  die Piepmeldung vom AMIBIOS zu neutralisieren.

Zieht man das HDMI-Kabel aus dem Mainboardanschluss für die Intel Grafics vor dem PC-Start ab und schalten man dem Monitor auf die DVI-Input Verkabelung um, dann startet der PC mit der NVIDIA GeForce GTX 960 Grafikkarte, er verarbeitet dann aber den Videoschnitt nicht so effizient wie mit Intel Graphics 530 in der Mainboard-CPU, allerdings ist jetzt der CUDA-Beschleuniger der GPU nutzbar für Videoschnittprogramme die das CUDA unterstützen.

Für einen noch besseren Performance-Schub wird eine Graphikkarte mit 6 GB Videospeicher empfohlen, um beim Nutzen der Plugins Neat Video und Mercalli 4 besser arbeiten zu können. Ebenfalls soll eine solche Grafikkarte bei der primären Farbkorrektur eine bessere Unterstützung leisten. Neat Video verfügt über einen sog. Performance-Tester, der ermitteln kann ob mit der CPU bzw. GPU alleine oder  per CPU + GPU am schnellsten gerendert werden kann. Bei de Medion-PC erzielt man die höchste Kodierungs-Framezahl, wenn an der Berechnung die CPU und GPU zusammen kodieren. Das bedeutet, daß die Intel-Graphics der CPU durchaus mit der GPU der NVIDIA-Grafikkarten die Berechnung Beschleunigen kann in diesem Fall, weil man in Neat Video beide Grafikeinheiten zusammen schalten kann, auch wenn das Monitorbild nur von der Intel Graphis der CPU ausgegeben wird.
Die NVIDIA-GPU kann wahlweise zu der Intel Graphics HD die Berechnung der primären Farbkorrektur unterstützen, fallweise ist es also durchaus sinnvoll trotz der Intel Graphics HD den Rechner auch mit einer NVIDIA-Grafikkarte auszustatten wenn diese leistungsfähiger arbeiten sollte.

Projizieren im 1-Monitorbetrieb

Mit der Tastenkombination [Windowstaste + P] bekommt man am rechten Bildrand folgende Optionen zur Auswahl:


Projizieren

Standardmäßig wird die Grafikanzeige auf den einen am PC mit den zwei Kabeln angeschlossenen Monitor projiziert - [Nur PC-Bildschirm] - die von der Intel Graphics HD530 in der CPU per HDMI kommt. Im Prinzip erledige ich damit alle anfallenden Aufgaben!

Da auch noch eine zweite Anzeige auf diesem Monitor möglich ist, wähle ich die Option [Nur zweiter Bildschirm] auch wenn physikalisch nur ein Monitor vorhanden ist. Jetzt kommt die Anzeige per DVI von der NVIDIA-Grafikkarte im PC auf dem Monitor an. Nun kann man auch mit der NVIDIA Systemsteuerung Einstellungen für Funktionen vornehmen, die von der Intel Graphics HD530 nicht angeboten werden, z.B.
OpenGL/3D.

Wenn man jetzt per EDIUS mit Unterstützung von QuickSync in H.264/AVC kodieren möchte, dann geht das nicht mehr. Im Falle von anderen Videoschnittprogrammen kann man dann die CUDA-Beschleunigung der NVIDIA-Grafikkarte nutzen, EDIUS kann das leider nicht!

Mit dem kostenlosen DaVici Resolve 14 arbeiten?

Das am 07.09.2017 erschienene kostenlose
DaVinci Resolve 14 arbeitet bei mir nicht unter QuickSync da die GPU der CPU offensichtlich nicht schnell genug ist. Diese Prüfung macht DaVinci nach dem Programmstart. Versucht man im Projetmanager ein Projekt in der QuickSync-Konfiguration des Rechners zu öffnen, dann verabschiedet sich DaVinci vom Bildschirm ohne einer Meldung.

Um also mit meinem Rechner in den Genuß der kostenlosen DaVinci - Version zu kommen, muß ich bei den Windows Setting-Optionen auf 
[Nur zweiter Bildschirm] umschalten, den PC herunterfahren und das HDMI-Kabel entfernen. Nach einem PC-Neustart ohne dem HDMI-Kabel kommt die DaVinci Anzeige per DVI von der NVIDIA-Grafikkarte im PC auf dem angeschlossenen 27" ACER-Arbeitsmonitor R271 an.

Die derzeitige GeForce GTX 960 - CUDA-Grafikkarte verfügt über folgende Hauptdaten:
  • Grafik-Taktfrequenz 1126 MHz 
  • 1024 CUDA-Kerne 
  • Dezidierter Videospeicher 2048 MB GDDR5
Je höher die Anzahl der CUDA-Kerne, um so besser fällt die Echtzeitunterstützung in DaVinci aus, auch die Export-Kodierung wird damit gesteigert. Eine Schlüsselrolle spielt bei DaVinci 14 eine entsprechend leistungsfähige CUDA-Grafikkarte. Für meine Lernphase mit DaVinci Resolve 14 reicht die bisherige Grafikkarte allerdings aus.

Die NVidia Grafikkarte muß man im DaVinci-Setting einbinden per:
Preferences --> Hardware Configuration --> bei GPU processing mode "CUDA" und bei GPU selection mode "Manual" auswählen --> Save

Den Export vin 1 Minute UHD-30p-Videomaterial der Panasonic FZ300 aus einer FHD-Timeline bewerkstelligte DaVinci 14 in MP$(H.264) in 1 Minute und 26 Sekunden, Edius kodiert das mit QuickSync in 1 Minute und 12 Sekunden.

Über meinen persönlichen Workflow EDIUS Pro 8.5x <----> DaVinci Resolve 14 kann man sich hier ausführlich informieren: Klick!


Zurück in den QuickSync-Betrieb für EDIUS kommt man in dem man den PC runterfährt, die HDMI-Kabelverbindung zum PC-Monitor wieder hergestellt und den PC neu startet sowie ggf. am Acer-Monitor den HDMI-Input per Tastendruck anwählen.


Anschluß eines HD- TVs, EDIUS Arbeitsumgebung erweitert:

Im Mai 2016 haben wir einen größeren Camping-TV zugelegt, den KENDO LED 24DVD164 SAT TV 60cm, 24 Zoll HD 100 Hz A DVB-T/C/S2 DVD-Player - TV. Dieser HDTV hat eine maximale Bildschirmauflösung von 1360 x 768 Bildpunkten und er läßt sich per VGA mit dem Intel VGA-Anschluß am Elitegroup-Mainbord des Medion-PCs anschließen.

Die VGA-Ausgabeunterstützung mittels Intel Graphics 530 erkennt den vorhandenen HDTV als "Digitales Display 24W LCD-TV" an der Mainbordschnittstelle mit einer maximalen Auflösung von bis zu 1360 x 768 Bildpunkte-Auflösung bei 60Hz Wiedergabe in sehr guter Bildqualität, wobei es mir hier hauptsächlich um die Editing-Kontrolle der Farbgebung mit Kontrast/Helligkeit in der Darstellung ankommt.


Fährt man den PC nun hoch, bietet sich folgende Ansicht an:

HD-Ready

Links sieht man den Desktop-PC-Monitor auf dem der Videoschnitt stattfindet, rechts ist der TV mit der kleineren Bildauflösung zu sehen. Mit dem Mauszeiger kann man jetzt einfach von links nacht rechts fahren und am TV ebenfalls Programme starten oder Fenster von EDIUS, z.B. das Bin-Windows, die Timeline oder das Player-Fenster dorthin verschieben.

Intel Display-Identifizierung

Intel Display-Identifizierung

Nach Betätigung der Tasten [Windows Start + P] sieht man im aufgehenden Fenster "Projizieren", daß vom Betriebssystem von "Nur PC-Bildschirm" auf "Erweitern" geschaltet worden ist.

Anzeigen

Windows 10 Display-Identifizierung

Der HDTV am VGA-Anschluß* hat die Nr. 2 zugewiesen bekommen, die Nr. 1 ist der Platzhalter für die Anzeige im Grafikkartenmodus der NVIDIA GeForce GTX 960 am DVI-Anschluß
der Grafikkarte und die Nr. 3 ist der PC-Arbeitsmonitor am HDMI-Anschluß des Mainbords - wegen Quick-Sync mit der Intel Graphics HD 530 am Mainbord.

In der Steuerung der Intel HD-Grafik 530 finden wir jetzt zwei Displays:

Intel Displayauswahl

Man sieht hier, es ist ein LCD-TV zusätzlich am VGA-Anschluß erkannt worden. In der Steuerung kann man nun individuelle Einstellungen durchführen.

* VGA -Wiedergabe auf TV-Dislays funktioniert heutzutage einwandfrei bis zu einer Display-Auflösung von 2048 x 1536 Bildpunkten. Das begrenzende Element ist die Auflösung des angeschlossenen HDTVs, in meinem Fall z.B auf 1360 x 768 Bildpunkte für den hier auf dem Schreibtisch stehenden 24" LCD-HDTV.

Drangvolle Enge der EDIUS-Funktionsfenster beseitigt:

Edius Erweitert

Erweiterte EDIUS-Arbeitsumgebung mit Vorschau auf HDTV

Nicht zuletzt:

Man kann vom Desktop des HDTVs jedes beliebige auf der Festplatte abgelegte Video/Bild starten, z.B. mit dem MS-Mediaplayer um die Wirkung auf einem TV und nicht PC-Monitor zu kontrollieren. DVDs können ebenfalls direkt von dem im TV eingebauten Player abgespielt werden. Immerhin kann der HDTV 720p Videos von den Festplatten aus nativ darstellen,
FHD wird skaliert auf 1360 x 768 Displayauflösung was für die Bildbeauteilung im Hobbybereich auf einem HDTV ausreichend ist..

Alles ohne Gewähr!


Hinweis zur Hardwarebeschleunigung der
Intel-Graphics 530:

Was die Intel Graphics 530 alles leisten kann, kann man per DXVAChecker ermitteln. Das Programm ist kostenlos.

DXAV Checker

Ungefragt hat MS mit dem Windows 10 Anniversary Updates
vom 03.08.2016 dem sog. "Jahrestagupdate - 1607 den funktionierenden CPU-Grafiktreiber gegen die Version 20.19.15.4474 ausgetauscht was zur Folge hatte, daß QuickSync nicht mehr aktiv war trotz des Hakens im H.264/AVC- Exportdialog. Meine Test-Exportdateien haben ob ohne oder mit QS-Haken genau die gleich lange Zeit für das Rendering benötigt, etwa 2,12-fach langsamer als die Kodierung per MPEG2, ein Dilema also!
Schließlich sickerte durch, daß nach der Installation des Intel-Treibers 20.19.15.4300 vom 01.10.2015 die QuickSync-Beschleunigung in EDIUS Pro 8.2 wieder aktiviert werden kann. Jetzt wird mein Testprojekt in H.264/AVC schneller kodiert als es in MPEG2 möglich ist. Das ist ein enormer Vorteil!

Man muß von der Intel-HP die Datei: win64_154010.4300.exe herunterladen!

Mir scheint, daß es noch etwas unkoordiniert zwischen
Intel/MS/GV zugeht bezüglich intel Graphics 530 für ein funktionierendes QuickSync!

Grafijjartentreiber für QuickSync

Automatische Treiberupdates verhindern: Systemsteuerung/Erweiterte System- steuerung/Hardware/Geräteinstallationseinstellung mit 'Nein' speichern!
Sollte doch mal ein kompl- Gerätetreiberupdate nötig sein und QuickSync nicht mehr funktionieren, dann obigen Intel-Treiber per Setup erneut installieren!

Microsoft hat zur Problembehandlung mit Update-Treibern ein Hilfs-Tool (Klick!) bereitgestellt. Man kann dort den Treiber für Intel Graphics 530 als (Hide updates)versteckt markieren. Dieser unsichtbar versteckte Treiber wird jetzt nicht mehr automatisch von einem neuen Microsoft-Update überschrieben!

Neu am 16.08.2016: EDIUS Pro 8.22!
Intel/MS/GV haben sich intensiv bezüglich des Dilemas mit QuickSync in EDIUS ausgetauscht. Grass Valley hat nun eine Anpassung an die neuesten Intel GPU- Treiber vorgenommen. Hierdurch soll QuickSync jetzt auch auf Windows 10 Systemen funktionieren, die bislang immer durch ein automatische Treiberupdates funktionierende Treiber überschrieben haben. Ich hoffe die Problematik gehört damit der Vergangenheit an. 

Um zum Download zu gelangen für kompatible HD530-Treiber, klickt man mit der rechten Maustatste auf das Desktop und dort im Kontexmenü dann auf Grafikeigenschaften, darin auf [Optionen und Suport], dann auf [Support] und die [Webseite für Grafiktreiber].
Aus der Auflistung wählt man [HD Graphics 530] stellt dort auf eine deutschsprachige Seitenversion. Man sieht nun eine Treiberauflistung, Beta-Treiber werden ignoriert. Man wählt jetzt den neuesten Treiber für Windows 10-64-bit aus und klick den Link an, jetzt öffnet sich der eigentliche Downloadbereich an und importiert den Treiber am besten als ausführbare EXE-Datei aus!

Treiberstatus 02.12.2016:
Treiberupdate über den Gerätemanager auf Version 21.20.16.4542 vom 24.10.2016 ist erfolgreich verlaufen. Ein Test ergab, daß die Finalisierung von Videos in MP4 jetzt ca. 17% schneller erfolgt!

QS-4542

Vom Desktop aus kann man mit der rechten Maustaste im Kontexmenü die Funktion "Grafikeigenschaften" betätigen. Man bekommt ein Auswahl-Fenster mit der Bezeichnung "Steuerung für Intel HD-Grafik" angeboten mit verschiedenen Einstelloptionen.

Empfehlenswert ist es mit einem für alle Anwender reproduzierbaren Test-Video in FHD- und UHD-25p von 10Minuten  - aus dem SMPTE-Farbbalken(in der BIN zu finden) hergestellt - nach einem Treiberwechsel/Edius-Update etc. jeweils einen Export in H.264 mit oder ohne QuickSync-Unterstützung durchzuführen um über den finalen Zeitvergleich zu kontrollieren ob eine Verschlechterung oder Verbesserung der Kodierzeiten erfolgt ist!

XMP-Profil von RAM tunen?
Je nach Mainbordhersteller und Mainborfähigkeit kann diese Option vorhanden sein oder auch nicht, siehe: Klick-1 und Klick-2

Die Framezahl kann mittels dieses RAM-Tunings evtl. erhöht werden ohne sicxh mit Einzelheiten befassen zu müssen, wie: MHZ, Latenzen,Volt bei manueller Eingabe!

Einzelheiten siehe auch hier: Klick! und  Klick!

Nicht vergessen, vor allen Manipulationen in BIOS und Verstellung der Windows- Einstellungen ich unbedingt ein Systemabbild auf Festplatte zu erstellen und dieses Systemabbild zusätzlich auf eine DVD zu sichern. Wenn nichts mehr geht, kann man dann eine Systemwiederherstellung durchführen um zum funktionierenden Betriebssystemzustand zurückzukehren. Nach weniger als 10 Minuten hat man dann wieder ein funktionierendes Computersystem. Mir ist es immer noch ein Rätsel warum ich angerufen werde um dann zu erfahren, daß der Ratsuchende über kein Systemabbild verfügt? Leute das ist bodenloser Leichtsinn, dabei ist es sehr einfach vor jeder Neuinstallation oder Systemanpassung ein Systemabbild zu erstellen!

Auch in dieser Angelegenheit ist ein gewisses Grundwissen über die PC-Technik Voraussetzung für den Erfolg der Systemwiederherstellung, "Nullahner" sollten lieber einen PC-Dienstleister damit beauftragen!

Hier noch die wichtigsten Eigenschaften des Medion-PCs, ausgelesen mit Piniform Speccy:

PC-Eigenschaften

Bild: Mit Speccy kann man die Eigenschaften des PCs erforschen,
weit mehr als in dieser Grafik zu sehen ist.


Warnung!
Es handelt sich bei den Texten der letzten beiden Kapitel zu QuickSync und der Hardwaregrafik der Intel-CPU um meine persönliche Erfahrung, ich übernehme keinerlei Haftung für die Folgen daraus, falls jemand der Leser hier einen identischen Weg wie ich bei der Aktivierung der Intel CPU-Grafik und Multimonitorbetrieb anwenden möchte!

Aufrüstung des PCs zu Videoschnitt-Workstation

Optisches Laufwerk:


Der Medion-Rechner war von vorn herein mit einem DVD-Laufwerk/Brenner ausgestattet. Ich habe dieses Laufwerk ausgetauscht gegen den Blu-Ray/DVD-Brenner LG Super Multi Blue BH16NS55.

LG lieferte auch die erweiterte CyberLink Media Suite for Blu-ray bestehend aus: Power DVD, Power2Go und PowerProducer und anderen Programmen mit.

Um das vorhandene Laufwerk auszutauschen, muß man die Frontblende abnehmen, das geht aber nur dann wenn das Gehäuse vorher komplett weggenommen worden ist, da man dann erst an die sechs Widerhaken der Frontblende vom Gehäuseinneren her lösen kann. Der BD/DVD.Brenner von LG läuft erheblich leiser als der ursprünglich eingebaute DVD-Brenner von Samsung!

FireWire-Anschluß:

Als Steckkarte für den Anschluß meiner zwei HDV-Kameras und einer SD/Video8-Kamera beschafte ich die Dawicontrol DC-1394 PCIe Steckkarte mit dem Controller-Chip von Texas Instruments der kompatibel zu Windows 10 ist. Der Steckplatz auf dem Mainboard ist vorhanden. Die Inbetriebsetzung der angeschlossenen Band-Kameras klappte einwandfrei!

Festplatte für den vorhandenen Hot-Swap HD-Wechselschacht:

Ich setzte eine WD-Festplatte 1TB 3,5" mit  7200 rpm als Archiv-Festplatte für Videos ein.  Im Gerätemanager ist die Festplatte vom Betriebssystem erkannt worden. Mit der Datenträgerverwaltung habe ich dieser Festplatte einen Buchstaben zugewiesen.
Von der WD-Homepage bekommt man kostenlos die Acronis True Image WD Edition.. Ein wichtiges Programm für Systemsicherung zum Beispiel.

Der Hot-Swap der Wechselplatte wird über den Internen USB 3 angesprochen. Dieser wird über den Chipsatztreiber und der intel Management Engine gesteuert.
Um Festplatten in den Gehäusewechselschacht einsetzen zu können, benötigt man ein Wechselrahmen der an der HD befestigt werden muß. Medion macht ein Geheimis daraus, woher man weitere Wechselrahmen für meine vielen Archiv-HDs beziehen kann, jedenfalls hat der Medion-Shop nichts im Angebot!

Ich werde hier später noch einen Wechselschacht einsetzen wie bei meinem i7-870 PC, dort benötigt die einzusetzende Festplatte keinen extra Führungsrahmen, man kann sie direkt in den Schacht einsetzen!

Festplattenausstattung insgesamt nach der Auflösung meines 2K-Videoschnitt-PCs:

PC-Speichermedien

Insgesamt steht im PC eine Speicherkapazität von 7.689 GB zu Verfügung, hinzu kommen noch vier externe USB-Festplatten.

Formatierungstipp: Klick!

Macht ein 4K-Monitor derzeit Sinn für den Videoschnitt?

Derzeit arbeite ich immer mit einem 27" Monitor von
ACER - Auflösung 1920x1080, weil ich mich für das finale Videoformat FHD als Heimkinoformat für Bluray und FHD-Mediadateien für meine Resterlebenszeit entschieden habe.

Im Edius-Forum erfährt man, daß viele Anwender gescheitert sind die Arbeitsfläche des im Februar 2016 aktuellen EDIUS 8.11 an den 4K-Monitor anzupassen.
Die
Schriftgrößenänderung innerhalb EDIUS läßt sich zwar minimal anpassen, bleibt aber immer noch viel zu klein. Die Thumbnails muß man auf dem 4K-Monitor leider mit der Uhrmacherlupe suchen. Zwischenzeitlich hat sich die Sitiuation für einen UHD-Monitoranschluß jedoch grundlegend geändert nach mehrerer EDIUS-Updates die nachgeliefert worden sind.

Oben habe ich erwähnt, daß ich 4K(UHD!)-Videomaterial  in FHD-Projekten bearbeite um dieses auf einem Full-HD-TV dann vorzuführen, hauptsächlich wegen der mittels UHD-Material erweiterten Schnitt-Gestaltungsmöglichkeiten. Hierführ reicht mir deshalb ein FHD-Kontrollmonitor in einer Größe von 27" vollständig der über VGA des Mainbords mit einem 24" HDTV ein erweiterte Arbeitsumgebung bietet aus. Man kann auf diesem HDTV auch gleichzeitig die TV-Wiedergabe kontrollieren.


Vernetzung beider Videoschnitt-PCs

Es bestehl eine Ethernetverbindung im Heimnetzwek mit einer Übertragungsrate von derzeit 100 MBits zum Datenaustausch zwischen den beiden Rechnern. Das ist zwar nicht besonders schnell, reicht aber derzeit noch für meinen Bedarf aus!

Fazit nach einem harten 14-Tage Test

Die Planung und Realisierung eines performanten Videoschnittsystems ist nicht trivial, man benötigt schon einiges Know-how dafür. In meiner technisch geprägten Berufslaufbahn hatte ich seit dem Jahre 1975 mit der PC-Technik(Wang-PC) zu tun, mit dem Videoschnitt auf dem PC vom Jahre 2000 an.  Nach verschiedenen Home-Computern ist dann 1985 auch privat bei mir ein IBM kompatibler
"Zenith Z148 College PC" eingezogen. Bestimmte also die Technologie von Office-PCs seit 1975 meine berufliche Tätigkeit - für die DOS-PCs schrieb ich viele Berechnungsprogramme mit grafischen Simulationen - hat mich im Jahre 2000 die Faszination im Hobbybereich für die Video & Bild Bearbeitung erfaßt. Mittels der autodidakt erworbenen Kenntnissen seinerzeit bin ich auch in die Lage versetzt worden selbst Workstation-PCs aus Einzelkomponenten zu bauen, was ich mehrmals schon für mich persönlich kostengünstig praktizierte. Erste Erfahrungen mit dem Profischnittprogramm EDIUS sammelte ich seit dem Jahre 2004, davor habe ich mit Premiere Pro bis zu Version CS3 gearbeitet und weiter zurückliegend mit Amateur- Videoschnittprogrammen.

Mit den videospezifischen Leistungen des aktuellen Medion-Rechners bin ich rundum zufrieden, vor allem im Bezug auf das Preis-/Leistungsverhälnis, mehr muß man nicht ausgeben!

Mit meinem derzeitigen Videomaterial habe ich keinerlei Performance-Probleme in EDIUS Pro 8.x mit Ausnahme natürlich bei den nicht echtzeitfähigen externen Plug-in wie z.B. Neat Video Pro V4 bei dessen Anwendung der betreffende Videoclip erst nach einem Renderingvorhang flüssig abgespielt werden kann.

Das Mainboard des MEDION-PC erlaubt nur einen spartanischen Ausbau mit nur einem real frei belegbaren Steckplatz, den ich mit einer zusätzlichen
Dawicontrol DC-1394 PCIe Steckkarte belegt habe um auch HDV-Kameras mit Bandlaufwerk für den Videoimport und  den Nikon Super Coolscan 4000 ED für professionellen Digitalisierungseinsatz von Dias und Analogfilmen anschliessen zu können. Mehr RAM-Speicher als 16 GB kann man ebenfalls nicht einsetzen. Das kann ich aber akzeptieren, da ich im Videoschnittbetrieb diverse Programme nicht gleichzeitig laufen habe die sich die RAM-Bestückung aufteilen müßten. Besser sieht es aus mit einer zusätzlichen Festplattenbestückung, da sind noch einige Speicherplätze frei. Sehr wertvoll ist die Möglichkeit Archivplatten in den Wechselrahmen einsetzen zu können ohne das Gehäuse öffnen zu müssen.

Sollten in einer gewissen Zeit mehr Ausbauwünsche entstehen, kann man ja das Mainboard wechseln. Möglicherweise muß man dann auch das Netzteil austauschen.

Durch die wirklich intelligent gelöste Wärmeabführung ist der MEDION-PC sehr leise, weitere Lärmdämmung ist absolut nicht erforderlich.

Der Rechner ist sehr schnell, der Betrieb mit der Grafik-Hardwareunterstützung der Intel-CPU im Ein-Monitorbetrieb am HDMI-Mainboardanschluß liefert der Rechner zusätzilicher Power-Schub wie ich ihn noch nie kannte!

Im August 2017 ist das professionelle, jedoch kostenlose NLE DaVinci Resolve 14 von Blackmagic eingeführt worden. Inwiefern dieses in den Medien hochgelobte Programm mit seinen besonderen Stärken für das Color-Grading parallel zu EDIUS Pro 8 oder 9 bei mir existent sein könnte wird erst nach dem Erlernen einiger Schlüsselfunktionen entschieden.


Video & Bild

Linkliste:

/01/ Intel SKYLAKE und Video paßt perfekt?: Klick!

/02/ Bios-Update gegen Skylake Bug: Klick!

/03/ Hardware zur 4K-Bearbeitung: Klick!

/04/ 2K(4K) Videoschnitt-PC von 09/2009: Klick!

/05/ Elitegroup Mainboard B150M-P73, ähnlich dem abgespeckten eingebauten Mainboard von Medion in den ERAZER-PC mit weniger Slotkartensteckplätzen und weniger Speicherbänken etc.: Klick!

/06/ QuickSync: Umschaltung zwischen iGPU und Grafikkasrte: Klick!

/07/ Videos blitzschnell erstellen mit Intel QuickSync: Klick!

/08/ EDIUS and Intel’s Sandy Bridge Technology: KIlick!

/09/ Windows 10 Effizienz: TH2-Update bringt Intel "Speed Shift"-Support: Klick!

/10/ Windows 10 Praxis-Handbuch von der media Verlagsgesellschaft mbH

/11/ Intel Downloads durchsuchen für i7-6700 CPU: Klick!

/12/ Intel HD-Grafik 530 Treiber für Windows 10: Klick!

/13/ EDIUS-Produkt-Homepage: Klick!

/14/ Empfehlenswerter Computer-Shop: Klick!


04.02. 2016, 09.09.2017

Ihr Bruno Peter Hennek


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Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.

© 2016 Bruno Peter Hennek