Videoschnitt stabil und schnell 

i7-870 Videoschnittcomputer

28.06.2013: Update

War doch vor einigen Wochen der Intel Core i7-3770K noch die erste Wahl bei der Konzeption eines Videoschnitt-PCs für den anspruchsvollen Hobbyfilmer, so hat sich seit dem 01.06.2013 die Welt geändert, denn nun hat Intel den Core i7-4770K "Haswell" auf den Markt geworfen und einige neue PCs damit stehen auch schon im Elektronikmarkt. Für den Haswell-Prozesser ist eine neue Hauptplatine mit LGA-1150-Sockel notwendig. Bei diesem Prozessor kommt der neuentwickelte Grafikchip HD4600 zum Einsatz. Echtzeitvorschau-Performance im Videoschnittprogramm dürfte deutlich zulegen, was dann aber auch einen etwas höheren Stromverbrauch im Vergleich zum Core i7-3770K bedeutet.

Über Intel Quick-Sync & EDIUS: Klick!

Tja, wer einen neuen Videoschnitt-PC plant, der sollte sich mal nach erweiterten Informationen im Internet umsehen...

Slashcam bemüht sich gerade mit einem aktuellen Ratgeber zu erklären worauf es bei der Konzeption eines Videoschnitt-PCs heutzutage eigentlich ankommt: Klick!

Schaun mer'mal...

09.12.2009: Quantensprung für kommende Jahre mit W7-64Bit und einem i7-PC

Mein letzter Selbstbau-VPC leistete mir 2 1/2 Jahre lang treue Dienste. Bis auf einen Festplattenausfall hatte ich keine Probleme damit. Mit Selbstbau von Videoschnitt-PCs habe ich schon einige Erfahrungen in der Vergangenheit (schon im DOS-Zeitalter!) gesammelt, ich lese auch regelmäßig die  nötige Literatur dazu.
Nachfolgend beschreibe ich den Bau meines ersten 64Bit-Rechners für den Videoschnitt unter W7 Home Premium den ich im Dezember 2009 durchführte. Eine Anmerkung zur Intels Sandy Bridge des Jahres 2011 findet man am Ende des folgenden Beitrages.

Seit Oktober 2009 verfüge ich über Windows 7-64-Bit Home Premium, auch über EDIUS Pro 6.5 welches auch unter einem 64Bit-Betriebssystem läuft und dort zumindest auf mehr RAM-Speicher zurückgreifen kann. Das alte Premiere Pro CS3 verrichtet ebenfalls die zugewiesenen Aufgaben auf dem 64Bit-Betriebssystem. Die Leistungsgrenzen meines alten Q6600-VPC habe ich hier ausgelotet, siehe auch hier.

Um da nicht zu schnell in einen Performance-Engpass mit neuen Kamera-Videoformaten zu geraten, habe ich mir einen Videoschnitt-PC auf Basis des Intel i7-870 selbst gebaut. Bei der Auswahl des Intel i7-870 für meinen neuen leistungsstärkeren Videoschnitt-PC habe ich mich auch von Tests nach /1/ leiten lassen, auch unter Kostengesichtspunkten mit der Entscheidung zu Gunsten der i7-8er Baureihe und zum Nachteil für die i7-9er Baureihe von Intel.  Es nützt ja nichts, wenn man bei dem Prozessor vielleicht 200 Euro spart und in einem Jahr schon wieder ein neuer PC fällig wird wegen neuer Videoformate. Die Anschaffung eines neuen PCs ist dann deutlich kostspieliger als der Aufpreis auf den i7-870 Prozessor!

Die Intel-Prozessoren haben sich seit meinem alten Q6600 weiter entwickelt, nun mit vier echten Kernen, unter Hyperthreading (zu- und abschaltbar) sogar mit acht Kernen. Mir ist nach Studium der Tests jedoch auch klar geworden, dass Hyperthreading bei bestimmten Programmen die Performance sogar schwächen kann. Hier muss man also genauer hinsehen in wie weit es sinnvoll ist Hyperthreading zuzuschalten. Der i7-750 dagegen kann nicht mit Hyperthreading betrieben werden. Der deutlich günstigere i7-860 erschien mir von der Standardleistung her nicht leistungsstark genug, habe deshalb den überhöhten Preis des i7-870 akzeptiert vor allem im Hinblick auf die von mir beabsichtigte Prozessor-Übertaktung.

Im jetzt korrekt funktionierenden Turbomodus des Intel-Prozessors werden bei nur wenig höherer Stromaufnahme wichtige ältere Programme besser unterstützt. Der Turbomodus ersetzt nicht eine Übertaktung, er sorgt lediglich dafür, dass 1-2 Kerne hochgeregelt werden, wenn die anderen nicht ausgelastet sind. Will man allerdings der i7-870 übertaktet betreiben, muss zum Schutz des Prozessors vor Überhitzung der Turbomodus abgeschaltet werden. Der Core i7-870 kann in den meisten Fällen sogar mit dem Core i7 975 mithalten, ob übertaktet oder mit Standard-Takt ist dabei vollkommen egal ergaben Tests siehe /1/. 

Der von mir gewählte Intel-Prozessor i7-870 mit 4x2933 MHz zieht ferner weniger Strom als ein Prozessor aus der i7-9er Baureihe, er wird deshalb auch nicht zu warm bei Betrieb ohne Wasserkühlung, ein guter CPU-Lüfter ist aber Pflicht. Das nötige P55-Mainbord und die DDR3-1333 Speicher sind ferner für die 8er-Baureihe kostengünstiger als die für die 9er-Baureihe beschaffbar, was sehr angenehm ist.

Was den Speicherausbau angeht, genügen mir derzeit 8GB RAM, da ich praktisch nie den PC mit parallel laufenden Programmen arbeiten lasse die selbst einen hohen Speichernutzungsgrad (siehe Videoschnittprogramm-Spezifikation!) hätten.
Meine Videoschnittprogramme nutzen im Einzelbetrieb  samt Betriebssystem diese 8GB nie aus. Oft kommt es bei mir aber vor, dass mit dem Videoschnittprogramm  eine finale Videodatei mit hoher Prozessorlast herausrendert und ich gleichzeitig z.B. mit PhotoImpact oder GIMP Bilder bearbeite und dazu noch online mit dem Internet verbunden bin. Dafür wird aber die Speichermenge von 8GB ebenfalls nicht aufgebraucht, eher schon ist hierfür hauptsächlich der Prozessor gefordert und der liefert bei diesem PC hier ebenfalls genug Leistung.

Heiß diskutiert wird im Internet die Frage ob man ein Dual-Channel- oder das teurere Tripple-Channel-Mainboard für den Speicherausbau nehmen sollte. Recherchiert man dazu im Internet, stellt man fest, dass bisher niemand ein qualifiziertes praktisches Testergebnis mit einem Videoschnittprogramm  vorlegen konnte welches gezeigt hätte, dass der RAM-Ausbau im Tripple-Channel-Mainboard eine signifikanten Performance-Vorteil den Videoschnittprogammen bieten würde. In synthetischen Benchmarks konnte zwar ein verzögerungsärmerer Bildaufbau mit dem Tripple-Channel Mainboard/RAM-Ausbau gezeigt werden, nicht aber in signifikanten Größenordnung für den zu zahlenden Mehrpreis. Für die Performance-Leistung eines PCs ist immer noch der Prozessor hauptverantwortlich der sich mit der Decodierung nachfolgender und Encodierung vorhergehender Videideobilder auseinander setzen muss!. 

Vom Prozessor wird erwartet, dass er im Videoschnittprogramm bei der Timelinearbeit blitzschnell Verweisen folgt, dutzende Bilder analysiert und daraus ein vollständiges Gesamt-Videobild zusammenbaut. Für exzessive Normalanwender reichen 8GB RAM auf einem Dual-Channel Mainboard  unter W7-64Bit völlig aus, so jedenfalls meine eigene Anwendungserfahrung!


Ich werde oft per Email gefragt, ob mein hier Ende 2009 konzipierter i7-870 - Videoschnitt-PC für das flüssige Editing mit dem neuen Full-HD 50p Videomaterial geeignet ist. Meine Antwort dazu lautet:


Für den flüssigen Schnitt des Nativ-Materials der SD 707 benötigen Sie ein ganz anderes Leistungskaliber für den Videoschnitt-PC. Informieren Sie sich doch bitte selbst per Google und Fachhandel (z.B. “inside multimedia”) welche Leistungsklasse nötig ist um auf der Timeline ohne Geruckel flüssig editieren zu können mit mehrere Videospuren und auch mit anspruchsvollen Filtern auf den Clips. Ich bitte also von Anfragen an mich in dieser Angelegenheit abzusehen. Sollte ich mal mit Full-HD 50p-Videomaterial arbeiten wollen, dann werde ich mich zur gegebener Zeit mit der dann nötigen PC-Technik beschäftigen, jetzt aber nicht!

Nachtrag 01/2013:

Eine  interessante neuere Bauteiltabelle findet man hier: Klick!

Core i7- 870 Hardwarekonfiguration:

In diesem Beitrag habe ich mir längere Zeit Gedanken über Aufrüstung meines bisherigen Q6600-Videoschnittcomputers gemacht. Am Ende entschloss ich mich jedoch für einen zukunftsträchtigere Neubau des folgenden PC unter Verwendung einiger Bauteile aus dem Q6600-VPC.

  • Prozessor: Intel® Core™ i7-870 Prozessor (4x2,93 GHz) Revision B1 mit vier Hardware-Kernen und Hyperthreading-Betrieb (dann 8 Kerne!)

  • CPU-Lüfter: Noctua NH-U12P SE2

  • Mainbord: GIGABYTE P55A-UD4 mit W7-Support

  • Speicher: Corsair DIMM 8 GB DDR3-1333 Quad-Kit

  • Erste Festplatte: Samsung HD753LJ 750 GB, mit einer W7-64Bit Home Premium und einer separaten Programm-Partition

  • Videoquellmaterialfestplatte: Samsung HD103UJ 1 TB

  • Archiv-Festplatte: Samsung HD103UJ 1 TB

  • Midi-Tower Gehäuse (weiß): Cooler Master CM 690 PCGH Edition

  • Netzteil: Chieftec APS-750C

  • Grafikkarte: Zotac GF9800GT ECO mit 1 GB GDDR3- Speicher mit 256-Bit-Speicher-Schnittstelle für eine schnelle Datenübertragung zwischen dem GDDR3 Speicher und der GPU zur Generierung gleichmäßiger Frameraten (bereits vorhanden!)

  • Blu-ray/DVD-Brenner: LG GGW-H20L (bereits vorhanden!)

  • WinTV-NOVA-HD-S2 PCI-Karte für den Empfang von HD- und SD-TV Sendungen vom ASTRA-Satellit auf 19,2°

Bild: Die neuen Bauteile lieferte mir ALTERNATE.

Das Gigabyte-Mainboard verfügt über wichtige Eigenschaften:

  • USB 3.0 (10x faster)

  • USB Power (3x faster)

  • SATA 3,0 (4x Speed via Raid 0)

  • Firewire Anschluß für SD/HDV-Kameras

Später habe ich noch weitere Archivfestplatten eingebaut, z.B. für Videos die per Kabelnetzwerk an die Sony PS3 gesendet werden zur Wiedergabe auf dem HDTV oder für Musik- und Bildersammlungen sowie für Bürodaten. Platz ist ja in dem Gehäuse genug vorhanden.

Zusammenbau:

Von Gigabyte(Mainboard) und Noctua(CPU-Lüfter) habe ich mir zuerst die ausführlichen deutschsprachigen Installationsanleitungen runtergeladen. Die zum Board schon beiliegende deutschsprachige Kurzanleitung ist etwas mager ausgefallen und die Verkabelung muss absolut korrekt ausgeführt werden.

  1. Der Einbau der wertvollen i7-870 CPU erfolgte problemlos schnell

  2. Einen größeren Aufwand hat man mit dem Einbau des Noctua-CPU-Lüfters (zwei 120mm Silent-Lüfter) per Halteplatte auf der Rückseite des Mainboards. Das muss man vor dem Board-Einbau machen, im eingebauten Zustand kommt man da ja nicht mehr hin. Bei meinem alten PC habe ich in der Befestigungswand des Gehäuses für das Mainboard ein Loch reingesägt, da ich damals den Skythe Mugen CPU-Lüfter nachträglich eingebaut habe ohne das Board zu deinstallieren. Insgesamt gefällt mir die Technologie des Noctua-CPU-Lüfters besser, auch die Befestigung auf dem Board. Ein 5mm Tropfen der mitgelieferten Wärmeleitpaste NT-H1 genügt um die Kühlleistung an der Kontaktstelle zur CPU zu verbessern. Auf am Kühlkörper angebrachte Antivibrationsstreifen habe ich die zwei mitgelieferten Lüfter mit Halteklammern angebracht. Am CPU_FAN des Boards sind per Y-Kabel die beiden Lüfter angeschlossen worden. Der eine Lüfter ist drückend, der andere saugend am Kühlkörper des Noctua angebracht worden in Richtung des Lüfters der PC-Gehäuse-Luftabsaugung.

  3. Der Einbau der vier Corsair-Speicherriegel ging dann wieder problemlos schnell.

  4. In das Mainboard habe ich nun das Chieftec-Netzteil mit 140mm Silent-Lüfter am vorgesehenen Platz mit vier Schrauben eingebaut.

  5. Jetzt ist das bestückte Mainboard in das geräumige Cooler Master PC-Gehäuse mit zwei 120mm Silent-Lüfter gesetzt und verschraubt worden.

  6. Zwischendurch habe ich meine neue Grafikkarte Zotac GF9800GT ECO GeForce 9800 GT GPU von NVIDIA, 1 GB GDDR3-Speicher für Videoschnittprogramme die mit CUDA-Beschleunigung arbeiten aus dem alten VPC ausgebaut, ebenso den Blu-ray Brenner von LG. 

  7. Nun ist die Zotac-Grafikkarte in den neuen Rechner eingesetzt worden, ebenso der Blu-ray Brenner und die drei Samsung Festplatten. Entsprechend der Installationsanleitung sind nun alle nötigen Anschlüsse an das Mainboard und die Spannungsversorgung hergestellt worden. Vom alten PC habe ich noch die Videoschnittplatte und die Transfer-Festplatte mit Videos für Sonys Playstation 3  in den neuen PC mit rübergenommen, d.h. im neuen PC stecken nun fünf Festplatten.

  8. Der PC hat auch einen eSATA-Anschluß für externe Geräte (z.B. Festplatten),  eSATA ist schneller als andere Anschlußarten. Künftig werde ich extern eSATA-Festplatten an Stelle von USB-Festplatten benutzen.

Gigabyte hat leider nur ganze vier SATA-Anschlußkabel mitgeliefert, das reichte aber zunächst. Die SATA-Anschlüsse auf dem Motherboard so versteckt angebracht, dass man sie im PC-Gehäuse kaum erkennen kann, man muss um die Ecke gucken. Das PC-Gehäuse Cooler Master CM 690 ist schön massiv und schwer aus Blech, da wird im Betrieb wohl kaum etwas vibrieren. Was schlecht ist, ist der Sitz der Frontblende, man muss wie ein Ochse an scharfen Kanten ziehen um die Blende vom Gehäuse weg zu bekommen. Das hätte man auch besser lösen können, Das Kabelmanagement von Chieftec-Netzteil ist sehr sinnvoll. Man verlegt nur die Kabel die nötig sind. Ein Satz Kabel für alle Anschlüsse des Netzgerätes ist mitgeliefert worden.

Somit war der Zusammenbau des neuen Rechners in wenigen Stunden abgeschossen. Als nicht Fachmann braucht man etwas länger, da man erst die Installationsanleitungen genauestens studieren muss vor allem für die Verkabelung.

Betriebssystem-Installation:

Der erste Einschaltest - ohne Betriebssystem - hat geklappt..., d.h. die Verkabelung und die verbauten Bauteile sind OK.

Nun noch zwei wichtiges Award-BIOS-Settings durchgeführt:

  • "Memory Remap Feature" aktivieren, wenn ein 64Bit-Betriebssystem installiert wird, falls dies bei dem verwendeten Mainboard manuell eingestellt werden muss.

  • Den SATA-Controller habe ich in den AHCI-Modus versetzt, siehe: SATA-Controller im AHCI-Modus. Dadurch kann NCQ genutzt werden der Durchsatz der Festplatte erhöht sich um ca. 7%, z.B. bei bei mehreren parallel arbeitenden Programmen mit vielen verstreuten Zugriffen. Wer das mit dem AHCI-Modus vergessen hat bei der PC-Installation zu machen, der kann das auch noch nachträglich realisieren, siehe hier.

Wer auch noch W-XP im Dualbootsystem installieren möchte, der muss zuerst W-XP installieren. Erst anschließend wird Windows 7 installiert welches W-XP erkennt und sein eigenes Bootprogramm installiert von dem aus man dann die Möglichkeit hat mit einem der beiden Betriebssysteme zu starten.

Ich habe mich für eine reine W7-64Bit Installation ohne W-XP entschieden, da mein alter PC mit W-XP noch da ist im Netzwerk und ich diesen noch weiter nutzen kann. Per Google habe ich herausgefunden, dass ein 64Bit-System im Cinebench R10 deutlich schneller arbeitet als das 32Bit-Windows, siehe hier, siehe auch "Die 64-Bit Frage" in /5/ auf Seite 14-15. Der Cinebench R10 ist schon in der Aussagekraft recht wichtig, da hier die die Visualisierung von Bildern per Zusammenarbeit zwischen CPU/RAM/Grafikkarte für die Darstellung auf dem PC-Monitor per Video-RAM der Grafikkarte getestet wird. Ob die verwendeten Programme das am Ende nutzen können, kommt darauf ob es sich schon um eine programmierte 64-Bit Applikation handelt. Die 64-Bit Applikationen laufen schneller, da der Prozessor bei einem 64-Bit System zweimal soviele Bits in einem Anlauf verarbeiten kann als es bei einem 32-Bit System der Fall ist. Um das nutzen zu können braucht man aber Applikationen die für 64Bit-Betriebssysteme programmiert sind.

Nach der Installation sind dann die Partitionen (nur bei der ersten Festplatte von der ich 350GB für das System mit Temp-Verzeichnis und eiigen wichtigen Zugriffen mit Videoschnittprogrammen reservierte) angelegt und Laufwerksbuchstaben vergeben worden. Eigene Dateien sind auf andere Festplatten ausgelagert.  Die Systemfestplatte ist derzeit mit 190 GB belegt. Bei einem evtl. Ersatz gegen die heute angebotenen SSD-Festplatte müßte ich mindestens eine SSD-Festplatte mit 200 GB kaufen und noch die bestehende Systemfestplatte von bestimmten Dateien stark entlasten. Zwar wäre Windows 7 bei  Lesezugriffen min. 2x so schnell (beim Schreiben ist jedoch kaum ein Unterschied meßbar, im Falle einer Auslagerungsdatei z.B.), die Kosten für eine SSD-Festplatte sind dagegen noch enorm hoch (OSZ 200 GB SSD-Festplatte kostet im Februar 2011 etwa 700 Euro!). Nein Danke!

Ich verwende, wie viele andere ältere Menschen, auf einem 21,5"-Full-HD PC-Monitor die Windows Setting-Schriftgröße "Mittel - 125%". Dies kann zu vielen Anzeige- und Lesbarkeitsproblemen in Videoschnittprogrammen führen , dort wo Texte in der Bedienung integriert sind. Die Programmentwickler berücksichtigen leider oft nur die Textgröße "Kleiner - 100% Standard".

Auslagerungsdatei: 

Eine Auslagerungsdatei ist ein Bereich auf der Festplatte, der so verwendet wird als ob es sich um Arbeitsspeicher handeln würde. Dieser virtuelle Arbeitsspeicher sollte auf dem Laufwerk mit dem schnellsten Lese- und Schreibzugriff liegen. Die Einstellung für den virtuellen Arbeitsspeicher erreicht man über Start/Systensteuerung/System/Erweiterte Systemeinstellung/Systemeingenschaften/Erweitert/Leistung/Erweitert/Programm/Virtueller Arbeitsspeicher. In meinem Fall habe ich die benutzerdefinierte Einstellung auf der Festplatte C: vorgenommen, deutlich über der vom Betriebssystem empfohlenen Größe (in meinem Fall 2xRAM-Größe!).

Wie schon immer ist AntiVir auf meinem PC nun installiert worden, diesmal die Lizenzversion Premium und nicht Freewareversion. Ich rate in regelmäßigen Abständen alle Dateien auf dem PC durchzuscannen nach Virenbefall mit einem upgedateten Virenscanner. Da auch Virenschutzprogramme wie AntiVir mit Schädlingen verseucht sein können, empfehle ich in hartnäckigen Fällen die Datei  für die AntiVir Rescue Disk von Avira herunterzuladen und nach dem Start der Datei eine CD zu brennen. Mit der CD wird nun der PC neu gebootet und entsprechend der Beschreibung von der Disk auf Befall mit Viren geprüft. Darüber hinaus gibt es bei Avira den AntiVir Support Collector zum Download um nach dessen Ausführung die Datei AVSUPINF.ZIP an den Support zur Auswertung zu senden. Mit diesen Informationen kann dann der Support individuell weiter helfen. Nach meiner Auffassung ist es sehr wichtig den PC mit einer lizensierten Version des Virenschutzprogrammes auszustatten, schließlich handelt es sich um einen sehr wichtigen Systemschutz für wertvolle Daten auf dem PC. Bei Avira bekommt man deutschsprachigen Support!

Optimale Einstellungen von AntiVir: Klick!

Es folgte nun die Installation des derzeit aktuellsten Zotac-Grafikkartentreibers in der W7-64Bit Version. Windows LiveMail habe ich als Mailprogramm eingerichtet, es dient als Ersatz für das frühere Outlook Express. Vorgeschaltet dem Mail-Programm ist der Mailwasher, damit man verseuchte Mails schon vor der Speicherung auf der eigenen Festplatte aussondern kann.  

Nach der Installation aller Gerätetreiber und Programme führte ich nun noch einen Test mit dem Programm DPC Latency Cheker durch um zu überprüfen ob irgendwelche Treiber oder Programme (speziell im Hintergrund in einer Schleife laufende Programme wie z.B. Virenschutz) im Falle Audio und Video zu Unterbrechungen führen könnten.

dpc-lc

wie zu sehen, habe ich die schöne Meldung bekommen:

"This machine should be able to handle real-time streaming of audio and/or video data without drop-outs."

Hätte dieser Test zu roten Spitzen zwischendurch geführt, hätte man Treiber oder Anwendungen als Verursacher durch einfache Deaktivierung heraussuchen müssen.
Eine kleine Erklärung dazu findet man hier. Hier ist die Originalbeschreibung zu finden.

Magix-Performance-Test:

Mit dem "MAGIX Performance Check" kann man die vorhandene PC-Performance ermitteln und mit anderen PCs vergleichen. Durch Vergleich kann man Schwachpunkte entdecken!

Performance-Analyse

Der Test endete mit der Bemerkung: "Ihr PC erreicht ein gutes Leistungsniveu. Ihr PC ist schneller als 88% aller getesteten PCs". Das war der Test-Stand vom 07.11.2011.

Konfiguration der Prozessorenzahl:

Im Falle der Verwendung älterer Programme kann es vorteilhaft sein (ausprobieren!) die Prozessorenzahl zu reduzieren, d.h. den i7-870 in meinem Fall nicht im Hyperthreading-Betrieb zu arbeiten mit vier Hardware- und vier virtulellen Kernen, sondern z.B. nur die vier Hardware-Kerne zuzulassen..

config_prozessoren

Ruft man per msconfig über Start/Eingabeanforderung auf, dann gelangt  man per Start/Erweiterte Optionen" zum Prozessoren-Auswahlmenü. Nach der Aktivierung des Kästchens "Prozessorauswahl, wählt man für den i7-870 vier Prozessor- Kerne aus und  bestärigt das per OK. Nun startet man den PC neu. Im Task-Manager sieht man nun, dass der i7-870 jetzt tatsächlich mit vier Prozesssor-Kernen arbeitet. Um  wieder zu den ursprüglichen 8 Prozessor-Kernen zurückzukehren, entfernt man lediglich den Haken im Kästchen "Prozessoranzanzahl, bestätigt das mit OK und startet den PC neu.

In einem Exportrendering mit Video deluxe MX habe ich fetsgestellt, dass der i7-870 Prozessor mit den vier Prozessor-Kernen etwa 15% längeren Zeitbedarf für die Encodierung benötigt.

Indexierung abschalten:

Im Leerlauf versucht W7 eine Indexdatenbank für den Suchdienst aufzubauen. Mich nervt das "Gerödel" der Festplatte während dieser Aktion. Man kann die Indexierung allerdings auch abschalten über: die Systemsteuerung, dann System und Sicherheit/Verwaltung/Dienste/Windows Search und hier dann den "Starttyp" auf "Manuell" setzen.

Energieoptionen optimieren:

Wie man die Einstellungsoptionen findet, ist hier beschrieben.
Bei einem Videoschnitt-Pc sollten die erweiterten Energieoptionen auf "Höchstleistung" eingestellt werden. Kontrollieren kann man die notwendige gleichmäßige Auslastung aller CPU-Kerne per Task-Manager/Leistung.

Priorität bestimmter Programme hoch setzen:

Es kann sinnvoll sein einem Videoschnittprogramm höchste Priorität zuzuweisen bei der abarbeitung seine Programm, d.h. diesem Programm wird dann bevorzugt die Prozessorleistung zu Verfügung gestellt. Die Einstellung nimmt man per Task-Manager vor, geht dort auf das Programm und ruft mit der rechten Maustaste das Content-Menü auf. In diesem Menü kann man die Priorität nun von z.B. "Normal" auch "Echtzeit" hochsetzen.

Überprüfung der Gesamtinstallation mit Windows Defender:

defender

Das Ergebnis ist OK, d.h. jetzt schnell ein aktuelles Abbild der Installation anlegen!

Probleme mit der Videokameraerkennung per Firewireanschluß?

Im Digitalschnittforum ist folgender Vorschlag vor einiger Zeit gepostet worden:

  1. Gerätemanager aufrufen
  2. IEE 1394 Bereich aufklappen - Doppelklick auf das Gerät
  3. Registerkarte "Treiber" wählen
  4. "Treiber aktualisieren"
  5. "Auf dem Computer nach Treibern suchen"
  6. "Aus einer Liste von Gerätereibern..."
  7. "OHCI-Treiber (alt)" o.ä. auswählen - fertig!

Windows 7 bringt intern 3 verschiedene Treiber für die Firewire mit, einfach einen der beiden anderen probieren.

Videoschnittprogramme mit GPU-Unterstützung:

Um die GPU nutzen zu können, benötigt man möglichst viel Speicher auf der Grafikkarte. Ist davon nicht genügend vorhanden, meldet Pinnacles Studio 14 z.B., dass die GPU-Unterstützung für die Monitorausgabe in diesem NLE abgeschaltet worden ist für das Editing von HD-Projekten in 1440x1080 und 1920x1080 Auflösung. In den Projektsettings kann man dann derartige Projekte auch nicht mehr anlegen. Ein Grafikkarten-Speicherfresser ist z.B. das Aero-Design der Windows- Benutzeroberfläche, besser ist es das Windows 7-Basis-Design zu verwenden. Das macht GPU-Speicher auf der Grafikkarte frei für Echtzeitdarstellung der Vorschau in voller Framerate auf dem Desktopmonitor und Vorschaumonitor. Selbst MOV-Videofiles der Canon EOS 550 D laufen dann  flüssig und ohne Ruckler z.B. mit drei* Videospuren, zwei davon in der Hauptvideospur als PIP, wobei das Hintergrundrendering selbstverständlich abgeschaltet war bei meinem Test.

Hersteller anderer Videoschnittprogramme, z.B. Adobe, schreiben die Verwendung bestimmter Grafikkarten zur GPU und CUDA-Unterstützung vor, z.B. für Premiere Pro CS5. Mehr Informationen dazu gibt es in /8/.

* wie man die dritte Videospur in Pinnacle Studio 14 aktiviert

Wie es mit CUDA und Open GL Unterstützung bei Videoschnitt weiter geht, kann man evtl. unter /9/ abschätzen.

Übertaktung:

Zunächst wird das System mit dem Smart QuickBoost von Gigabyte ausgiebig ausgetestet, welches werkseitig folgende Betriebsmodi freischaltet:

  • Default: CPU 2,93 GHz, BCLK 133 MHz

  • Faster: CPU 3,06 GHz, BCLK: 140 MHz

  • Turbo: CPU 3,3 GHz, BCLK 150 MHz

  • Twin Turbo: CPU 3,8 GHz, BCLK 00 MHz

smart_quickboost

Begleitend werden per Core Temp die Temperaturen in den CPU-Core immer wieder in verschiedenen Belastungssituationen kontrolliert. Im Falle EDIUS Neo 2.5  Booster und dem Encoding  einer 50Minuten langen  HQ-AVI-Datei nach MPEG2-HDV sind alle Core zu 100% ausgelastet worden. 

i7-879-auslastung

Die max. CPU-Temperatur lag dabei bei ca. 50°C. Die Encodingzeit war bei ca. 70% der Echtlauzeit des Videos.  Core Temp zeigte an, dass der Prozessor dabei mit einer Frequenz von 3,14 GHz lief und sich damit automatisch der angeforderten Leistung anpaßte.

Intel läßt für den i7-870 eine max. Normaltemperatur (Temperatur an der Unterseite der Heatspreader) von 72° C zu. 

Ein manuelles OC erfolgt evtl. später wenn mehr Erfahrungen mit dem neuen System vorliegen und ein OC zur Beschleunigung nötig sein sollte. Aufgrund bisheriger Arbeitserfahrung ist dieser Schritt allerdings noch nicht nötig. 

Nun sind die zuerst benötigten Programme installiert worden, auch die Hilfsprogramme von der mitgelieferten Gigabyte-Disc zum Mainboard. Mein altes Frontpage ließ sich nicht mehr installieren, als Ersatz wähle ich die Freeware KompoZer.

Die Videoschnittprogramme Premiere Pro CS3, Studio 14 UC und EDIUS Pro 6.52 laufen auch unter dem 64Bit-Windows 7, ebenso  Corel PhotoImpact X3, IrfanView, ImgBurn und OpenOffice. Gestaunt habe ich, dass auch mein altes Ulead COOL 3D Production Studio auch auf diesem PC noch läuft. 

Systemsicherung!

Bei einem Videoschnitt-PC kommt es immer wieder vor, dass Programme für Video- und Bildbearbeitungen deinstalliert und neu installiert werden, sei es ein Programmwechsel oder ein Upgrade auf neue Versionen. Dabei kommt es vor, dass neue Codec installiert werden, selbst bei Brennprogrammen wie z.B. Nero oder bei Playerinstallationen oder kleinen Tools wie z.B. der SAL-Version von Mercalli. Auch hier kommt es oft zu einer Codec-Änderung mit einer evtl. neuen Prioritätenverteilung der Zugriffe per Merit-Setzung. Dies kann zu Folge haben, dass plötzlich irgend ein Multimediaprogramm nicht mehr sauber und ruckelfrei auf dem PC läuft durch gegenseitige Beeinflussung mit diesen Codecs. Es ist dann äußerst schwierig alles wieder in die Reihe zu bringen. Der Support-Service für Videoschnittprogramme rät dann meist das Betriebssystem neu zu installieren und anschliessend die nötigen Arbeitsprogramme. Das alles ist dann mit sehr viel Arbeit verbunden. Besser ist es, wenn man vor jeder Installationsänderung auf dem PC ein Systemabbild anlegt von dem Installationszustand davor.

Windows 7 bietet jetzt auch eine Backup-Sicherung des Systemabbilds für den Fall einer nötigen Wiederherstellung. Per Systemsteuerung/Sichern und Wiederherstellen findet man auf der linken Seite den Schaltpunkt "Systemabbild erstellen".  Das Systemabbild habe ich auf eine andere Festplatte speichern lassen. Vor allen Installationsänderungen wird ein aktuelles Systemabbild generiert. Unbedingt ist noch ein Systemreparaturdatenträger zu erstellen um bei Bedarf das Systemabbild wieder in den PC einspielen zu können. Das Systemabbild liegt bei mir auf einer im PC verbauten Festplatte im Ordner: WindowsImageBackup

Ein Retter aus der Vergangenheit ist der Systemwiederherstellungspunkt. Per Start/Computer/Systemeigenschaften/Computerschutz kann man die Konfiguration für den Wiederherstellungspunkt konfigurieren und Wiederherstellungspunkte anlegen. 

Startet Windows nicht mehr, dann wird der vorher erstellte Systemreparaturdatenträger und ein möglichst aktuelles Systemabbild äußerst wichtig. Im Bios muss man den PC-Start über das CD/DVD-Laufwerk aktivieren und den PC über den Systemreparaturdatenträger starten. Von dieser Disk bekommt man dann folgendes Angebot:

Wiederherstellung

Auf Basis des Systemabbildes wird nun der PC wiederhergestellt:

Abbild speichern 

In meinem Fall dauerte mal eine nötige Wiederherstellung per Systemabbild nach einem 15-monatigen PC-Betrieb etwa vier Stunden. Die Systemabbilddatei hatte in meinem Fall eine Größe von ca. 136 GB.

Media-Player und Filtermanagement

Der KMPlayer ist ein kostenloser All-In-One-Mediaplayer, der mit zahlreichen Video- und Audio-Formaten zurechtkommt.  Mit diesem Player hält man den PC sauber bei Verwendung der internen Codec. Eine Installation von zusätzlichen Codec-Packs ist nicht nötig!

Ein großer Pluspunkt des Mediaplayers ist sein Filter- und Dekoder-Management. Er bietet die volle Kontrolle darüber, welche Filter und Dekoder zum Einsatz kommen. Filter (Audio/Video) lassen sich "Registrieren", "Deregistrieren" oder "Neu registrieren".

Zum Filtermanagement gelangt man per Rechtsklick auf dem Player, dann "Optionen" und "Systemfilter-Manager".

Umfangreiche Einstellungen erreicht man per F2-Taste und in der aufgehenden Liste dann z.B. die Einstellungen mit dem Farbregler.

Der KM-Player kann auch als DVD-Player eingesetzt werden 

Per Google findet man Handbücher/Anleitungen zum KM-Player.

Sehr wichtig!

Wer Videoschnitt mit seinem PC aktuell betreibt, der sollte während der ganzen Sitzung den PC vom Internet trennen, weil sonst vielleicht gerade Windows-Updates oder andere Programm-Updates im Hintergrund geladen werden und dies zu Folge haben kann, dass der PC ausgebremst wird. Besonders schmerzlich kann das für Leute sein, die per Firewire-Schnittstelle von einer DV- oder HDV-Kamera capturen wollen.  Auch viele andere Hintergrundprogramme, wie Antivirus-Programme die in einer endlosschleife laufen können den PC ausbremsen, ich empfehle eine temporäre Deaktivierung dieser eigentlich für den Videoschnitt nicht benötigten Programme!!

Fazit zum PC-Selbstbau

Das Default-System arbeitet stabil und fehlerfrei!

Nachtrag von Ende März 2010: Nun liegen mir genügend Erfahrungen mit diesem Rechner und meinen Schnittprogrammen sowie unterschiedlichem Videomaterial (HDV, auch mit H.264-AVC MOV 1080p-25/30 von den Canon-DSRLs mit 44 Mbps, auch mit Intermediatematerial wie z.B. Canopus HQ-AVI oder Matrox DVCPRO HD) vor. Der Echtzeitschnitt dieses Materials bereitet diesem Rechner keinerlei Probleme. Wird die Filterlast oder die Zahl der übereinanderliegenden Videospuren zu hoch, dann hilft das Vorschaurendering - am besten im Hintergrund - auch diese Hürde zu nehmen. In keinem Fall mußte ich bisher das Material vorher konvertieren oder per Proxy-Schnittmethode verarbeiten.

Mit einem Clip der Panasonic HDC-SD909 in AVCHD (1920x1080p-50) habe ich einen kurzen Test mit Nativschnitt, also ohne Kameramaterial-Konvertierung durchgeführt.  Alle Rohclips die auf eine Timeline gelegt werden, laufen in der vollauflösenden Vorschau ruckelfrei.  Legt man  Filter/Effekte auf diese Clips, dann ruckelt es, ebenso wenn man weitere Spuren hinzufügt mit PIP zum Beispiel. Abhilfe schafft hier bei den Programmen Pinnacle Studio 14 und Avid Studio das Hintergrundrendering, nach Abschluß dieses Procederers gibt es dann keine Probleme mehr mit der ruckelfreien Echtzeitvorschau also auch unter Fiter- bzw. Effektlast. Hat man entsprechend geeeignetes Werkzeug, dann macht auch der Schnitt des vielfach ausgelobten Panasonic 50p-Materials keine Probleme auf diesem PC.

Bezüglich einer ruckelfreien Full-HD-Vorschau muss man bedenken, dass je nach Videoschnittprogramm nicht alle Blenden, Effekte und Filter hardwarebeschleunigt durch GPU der Grafikkarte unterstützt werden. Damit die Hardwarebeschleunigung wirksam wird, muss man diese im Videoschnittprogramm selbstverständlich erst aktivieren. Beim Abspielen werden temporäre Dateien angelegt, so dass oft erst beim wiederholten Abspielen der Timeline die Wiedergabe flüssig erfolgt. Eine Reduzierung der Filmdarstellungsauflösung hilft natürlich ebenfalls eine flüssige und ruckelfreie Darstellung der Vorschau zu ermöglichen.

Wie sich der i7-870 VPC gegenüber meinem alten Q6600-VPC schlägt kann man hier in den ersten beiden Beiträgen nachvollziehen.  Im Cinebench R10 erreicht schon der nicht übertaktete i-870 ca. 19073 CB-CPU, bei dem übertakteten Q-6600 waren es 10575 CP-CPU unter Windows 7.  Eine Leistungssteigerung also von 1,8fach bei der CPU und im Falle Open-GL beträgt der Steigerungsfaktor 1,63fach. Selbst mit dem neuen 1080-50p-Videomaterial von Panasonic macht dieser VPC keine Probleme.

Systemwartung nach gewisser Laufzeit:

Im November/Dezember 2009 habe ich meinen obigen Videoschnitt-PC in Betrieb genommen. Jeder weiß, dass unter Windows allerhand während der Betriebszeit passiert, z.B. Registrierfehler, was das System mit der Zeit langsamer macht und auch zu häufigen Abstürzen führen kann. Im Januar 2011 habe ich deshalb mit dem kostenlosen Tool "Magix PC Check & Tuning Free" meinen i7-870 Videoschnitt-PC analysieren lassen. "Magix PC Check & Tuning Free" hat einige Probleme gefunden, die ich automatisch vom Programm beheben ließ. Gleichzeitig erfolgte z.B. auch eine Cache-Optimierung.

Ergebnis:

In einem Performance-Testprojekt mit sechs 10 Sekunden Clips der EOS 550 D (H.264-VC-MOV mit 45Mbps) in Video de Luxe 17 Premium HD werden alle Videospuren flüssig und ohne Geruckel in einer vollauflösenden Overlay-Vorschau auf dem sekundären Vorschaumonitor abgespielt, wobei fünf Videospuren als 55%-PIP über der ersten Videospur laufen.

Die Systemwartung war also ein voller Erfolg!

PC-Check überwacht auch die Festplatten, es kann dabei zur folgenden Meldung kommen:

PC Check Festplatte

Man sollte diese Warnung ernst nehmen und sich auf einen Festplattentausch vorbereiten. Den Haken unten sollte man am besten entfernen!

Festplattenanalyse mit HD Tune 2.55

HD Tune zeigt Informationen über die eingebauten Festplatten an und es überprüft auch verschiedene Festplattenparameter.

HD Tune

Neben der Ermittlung der Übertragungsrate, sind die Testergebnisse für "Health" und "Error Scan" neben der Temperaturangabe besonders wichtig. Was zum Beispiel "Power on Time" bedeutet, steht hier.

Kaputte Codecs vom System entfernen:

Oftmals sind zusätzlich installierte Codecs im Spiel mit bereits auf dem System installierten Grund für heftige PC-Problemen. Mit dem "K-Lite Codec Tweak Tool" können Sie fehlerhafte Codecs erkennen und dann gleich auch entfernen.

Download von "K-Lite Codec Tweak Tool"

Versehentlich gelöschte oder durch Softwarefehler verlorene Daten:

O&O DiskRecovery 7

Hier eine günstigere Lösung

Am 08.06.2011 wurde Windows 7 mit der automatischen Update-Funktion auf W7-SP1 von MS per Netzverbindung aufgerüstet.

Ich bin mit dem Ergebnis des Intel Core i7-870 hochzufrieden!

Kauf-PC MEDION AKOYA P7367 D für Office-Arbeiten:

Dieser PC ist im Februar 2010 für Office-Anwendung und Bildbearbeitung zum recht günstigen Preis von 699 Euro im Medion-Onlineshop (nicht bei ALDI!) angeboten worden. Ausgestattet ist der PC mit dem Intel-Prozessor i5-750 (4x2,66GHz, Hyperthreading nicht möglich!)), 6GB RAM, einer Nvidia GraKa GF 330 GT mit 768 MB DDR3 RAM sowie Windows 7-64Bit Home Premium.

akoya

Im Cinebench R10 erreicht der nicht übertaktete PC i-740 ca. 14005 CB-CPU, bei dem übertakteten Q-6600 waren es 10575 CP-CPU unter Windows 7-32Bit.

HDV-Schnitt macht auf diesem PC keine besonderen Probleme.

Von mir verwendetes Notebook bei Wohnmobilreisen:

Das Notebook habe ich bereits hier beschrieben. Hier kommt eine T8300 CPU unter Windows Vista-32Bit zum Einsatz mit 2x2,4 GHz.

acer
Im Cinebench R10 erreicht das Notebook gerade mal ca. 4642 CB-CPU. Für HDV-Schnitt reicht das gerade noch. Für Clips mit dem H.264-Codec muss man entweder im Proxy-Editing schneiden oder Intermediate-Files verwenden.

Mittlerweile habe ich das Notebook auf Windows 7 Home Premium (32Bit) umgestellt, was einen deutlichen Preformanceschub ergab. Nun kann ich mit Pinnacle Studio 14 HD UC auch die MOV-Files der Canon EOS 550 D unterwegs flüssig nativ editieren.

Leistungsvergleich mit CINEBENCH R10:

Videoschnitt-PC Leistungsvergleich
Ob die verwendeten Videoschnittprogramme tatsächlich die Leistungsfähigkeit dieser PCs nutzen, hängt ganz davon ab wie gut das Programm für den jewiligen Prozessor und die Grafikkarte optimiert ist.


Februar 2011, weitere Entwicklungen für Videoschnittsysteme:

Mit einem Auge beobachte ich die technologische Entwicklung der PC-Hardware für ein neues Videoschnittsystem. Der Umstieg auf neue Technik ist meist mit sehr viel Neuinvestitionen verbunden. Man muss sich als Ruhetändler einen solchen Umstieg deshalb drei mal überlegen:

- was kostet das?
- nutzen das auch die neuesten NLE-Upgrades aus
- was bringt mit das im Vergleich zum jetzigen Videoschnitt-System

Neuinvestitionen um das finale Rendering weiter zu beschleunigen lohnen sich meiner Meinung nach nicht wirklich. Mit Programmen wie Avid Studio liegen die Renderingzeiten für das finale Video jetzt bei 1:1 auf meinem aktuellen i7-870-System, d.h eine Stunde Video (wer will sich schon mit längeren Videoaufzeiten langweilen?) benötigt genau eine Stunde finales Rendering. Die Zeiten als man den PC hat noch über Nacht ohne Aufsicht mit "Zimmerbrand" hat rendern lassen sind längst vorbei.

Etwas anderes ist die beschleunigte Timelinearbeit, d.h. nicht nur ein flüssiges effektloses Editing der Clips mit ruckelfreier Echtzeitvorschau in Vollauflösung wird gewünscht mit Nativ-Videomaterial, sondern genauso flüssig und ruckelfrei sollte die vollauflösende Vorschau künftig auch laufen mit Filtern für die Clip-Stabilisierung, Farbkorrektur und Entrauschung zum Beispiel. Letzteres ist derzeit noch nicht in Sicht!

Intel "Sandy Bridge" mit Hardware Grafik-Beschleunigung


Die i7-Prozessorreihe von Intel ist "aufgebohrt" worden, ein Betrieb des PCs ist von nun an ohne Grafikkarte möglich, der Prozessor hat alles bereits an Bord. Im folgenden Bericht kann man sich über Einzelheiten dazu ausführlich informieren: Klick!

Die neuen Prozessoren haben eine vierstellige Bezeichnung bekommen, der allgemeine Favorit für den Videoschnitteinsatz soll der Core  i7-2600K sein. Von der obigen Harwarekonfiguration kann man jetzt nur die Festplatten und den Blu-ray-Brenner incl. Netzteil und Gehäuse verwenden.

Die eigentliche Hardware-Beschleunigung für Video-Codec sitzt auf dem Prozessor. Und dadurch, dass die Daten nur innerhalb des Prozessors und nicht zwischen Prozessor und Grafikkarte hin- und hergeschoben werden müssen, ergibt sich der massive Geschwindigkeitsgewinn, so jedenfalls VIDEOKAMERA OBJEKTIV 3-4/2011 auf Seite 11. Der Leistungssprung ist nicht an den Daten des Prozessors abzulesen, vier Kerne werden jetzt mit bis zu 3,4 GHz getaktet, bei dem i7-870 sind es 2,93 GHz ohne übertaktung. Im Vergleichssystem wird ein Videosequenz z.B. in 50 Sekunden mit Unterstützung einer leistungsfähigen Grafik fertig, der Chip der Sandybrige-Familie macht das in 14 Sukunden, also rund 3,6mal schneller. In diesem x264 HD Benchmark 3.19 /12/ kann man das allerdings nicht zweifelsfrei belegen. Setzt man den Core i7-870 mit 2,93GHz auf 100%, dann liefert der Core i7-2600k mit 3,4GHz im Test 123%... Bei diesem Wert würde ich 16 Monate nach dem Bau des Core i7-870 Videoschnitt-PCs nicht neu investieren, schließlich kann ich mit dem Core i7-870 auch den Turbo zuschalten..., was aber für das von mir hier zu editierende Videomaterial garnicht nötig ist.

Betreibt man das Sandybrigesystem mit den heutigen Mainbordsystemen über eine Grafikkarte, müßte der Performance-Gewinn der CPU-Grafik verloren gehen. Ein Betrieb mit zusätzlicher Grafikkarte macht also wohl keinen Sinn. So jedenfalls meine Schlußfolgerung aus dem was ich bisher zur Sandybridge gelernt habe.
Den vollen Vorteil der Sandybridge-Familie holt man sich darüber hinaus erst bei Einsatz von Videoschnittprogrammen welche auf die Grafik- Hardwarebeschleunigung des Prozessors zugreifen können.
Genau das können aber nur wenige Videoschnittprogramme Anfang 2011.

Was ist nun schneller, CUDA oder Intels Quick Sync?
Beantwortet wird diese Frage mit dem folgenden Testergebnis: Klick!

Geraten wird ferner empfohlen neue Videoschnitt-PC auf Basis der Z68-Chipsatzes aufzubauen, weil dann wahlweise mit der Beschleunigung der CPU oder der Grafikkarte im Videoschnitt gearbeitet werden kann. Das Betriebssystem sowie das Videoschnittprogramm etc. sollten auf eine SSD-Festplatte installiert werden. Das Betriebssystem würde mit einer solchen SSD dann deutlich schneller starten, ebenso die Programme darauf, eine relevante Beschleunigung der Videoschnitt- Timelinearbeit ist allerdings per SSD nicht zu erwarten. Empfehlungen von Microsoft zur W7 und SSD findet man hier.
Eine SSD sollte also nur als Datenlaufwerk genutzt werden. Darauf ALLE für ein Projekt benötigten Daten (Video, Bilder, Sounds) ablegen, die nur noch gelesen werden werden sollen. Alles was geschrieben werden soll, auf eine andere Platte (HDD) packen!  Eienen aufschlußreichen Bericht bezüglich SDD gibt es bei tom's hardware: Klartext: Wieso Sie eine SSD brauchen

Kritisch sollte man bleiben bei Bewertungen von bestimmten Produkten, siehe hier.

Man schaue sich das 
hier mal an, das spricht Bände über die Qualität der Programmierer. Ich verwende diesen Projektaufbau ebenfalls für meinen Test um schnell die "Spreu vom Weizen" zu trennen bei den verschiedenen Programmen. Der Preview Puffer läuft hier leer weil das Programm nicht schnell genug die nötigen Frames aus Nativmaterial bereitstellt. Das ist keine Sache des Lauwerkes mit den Clipdaten, sondern eine Sache der Frame -Decodierung aus einer GOP-Datei und dabei kann auch die SSD nicht helfen. Ich habe ein Programm (EDIUS Neo 3), welches die Preview-Frames im reservierten RAM-Puffer speichert und dort darauf dann in der Vorschau zugreift um diese ruckelfrei abzuspielen. Im Multitask werden gleichzeitig neue Frames produziert um den RAM-Puffer (mit wählbarer Größe) nachzufüllen. Solche Strecken wie im YT-Video dargestellt können dann mühelos überbrückt werden.

Mein Projekt-Testaufbau für die schnelle Überprüfung der Vorschau-Performance und Vergleich von Videoschnittprogrammen:

Ich mache meine Tests aktuell mit Nativ-Progressivmaterial der Canon EOS 550 D in 1920x1080p-29,97 in h.264-AVC MOV. Dieses GOP-Material in Einzelframes zu decodieren erfordert sehr viel Prozessorleistung.

Echtzeit-Test

Startet man diesen Projektaufbau in EDIUS-Neo 3 mit vier 35% PIP auf der Hauptvideospur ganz am Beginn der Timeline, dann läuft die vollauflösende HD-Vorschau geschmeidig und ohne Unterbrechung über die gesamte Spiellänge durch. Bei Video de luxe MX kommt es kurz vor dem PIP-Timelinegebirge zu einer stockenden Vorschau weil der Preview-Puffer dort leerläuft und nicht schnell genug nachgeladen werden kann. Startet man dagegen bei beiden NLEs am Beginn des Timeline-Gebirges mit der Vorschau, dann kommt es in beiden Fällen nicht zum Vorschau-Stottern.

Fazit: Die vollauflösende Echtzeitvorschau-Performance hängt davon ab, wie ausgewogen die Komponenten für den Videoschnitt-PC ausgewählt worden sind und im erheblichen Maße hängt es auch davon ab wie gut die nötigen Prozesse im Videoschnittprogramm programmiert sind und dort dann mit oder ohne Unterstützung der besonderen Hardwarefähigkeiten zusammenarbeiten!

Schaun mer mal, was Anwender über ihre praktische Erfahrung mit Videoschnitt- programmen die auch die Sandybridge voll aufwecken, berichten werden.


Etwas zur Grafikkarte:

Ab und zu liefert NVidia neue Grafikkartentreiber, auch für ältere Grafikkarten, so auch für meine GF 9800 GT. Man sollte deshalb über die Systemsteuerung zum folgenden Fenster gehen:

Grafikkarten Treiber

Derzeit arbeitet meine Grafikkarte mit der
Treiberversion 280.26 ohne Crashes, aktuell gibt es schon die Treiberversion 310.90.

Über "Treiber aktualisieren..."  sucht man dann nach neuen Treibern und installiert diese. Sollte sich herausstellen, dass der neue Treiber mit irgendeinem Programm Probleme bereitet - Abstürtze oder Overlayprobleme -, dann gibt es eine Rückversicherung mit dem Schalter "Vorheriger Treiber" und alles ist wieder so wie es vor der Aktualisierung war.

Mittlerweile gibt es leistungsstärkere Grafikkarten, z.B. eine NVidia GTX 590,  die mit der Treiberversion 306.97 mit EDIUS Pro 6.5 gut funktionieren soll und z.B. mit dem Filter Neat Video Pro für Edius eine deutlich höhere GPU-Renderingleistung bringt als meine alte NVidia GS 9800 GT. Letztendlich muss aber der Anwender selbst ausprobieren womit sein Videoschnitt-System am besten läuft.


Linkliste:

/1/ Intel i5-750 und i7-870   ähnlicher Beitrag    noch ein Beitrag    PC-Max

/2/ PCGH-Gehäuse Cooler Master CM 690

/3/ Überlegungen zur PC-Aufrüstung des Q6600-VPC
 

/4/ Prozessorenausblick 2010

/5/ "theultimate3guide Windows 7

/6/ 64 Bit - Vorteil für die Videobearbeitung?

/7/ Prozessor-Cashes und Speicheranbindung

/8/ Nvidia Whitepaper zur Mercury Engine

/9/ CUDA und Open GL für Videoschnitt

/10/ Neue Regeln bei der Hardware (Slashcam-Diskussion)

/11/ Kalkulator für erforderliches Netzteil

/12/ Was ist ein x264 HD-Bechmark?

/13/ com! Magazin 3/2011 mit dem Schwerpunkt: Windows 7 reparieren und Windows 7 auf SSD

/14/ Einbau, Konfiguration von SSD-Festplatten

/15/ Daqs Rätsel der 100MB-Partition in Windows 7

/16/ DVD mit Service Pack1 sowie Windows 7

/17/ Artikel Trick und Tipps und Workshops

/18/ Bei Problemen mit der Software-Deinstallation: Klick!

09. Dezember 2009, 18.06.2014

Ihr Bruno Peter Hennek


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Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.

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