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Mit Mercalli
V2 Videos entwackeln
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Adobe
lieferte mit Premiere Pro CS3 das Bildstabilisierungs Plug-in
SteadyMove
nicht mehr mit aus (im Falle Premiere Pro 2.0 war es noch dabei). Man
muss sich deshalb selbst nach einem geeigneten Deshaker umsehen. Eine
hervorragende Möglichkeit mit dem Freeware Deshaker habe ich hier beschrieben.
ProDAD
brachte ab September 2007 einen neuen Deshaker mit dem Namen
Mercalli
in der Version 1 als Plugin raus, der viel schneller und recht gut
verwackelte Videos beruhigte und man dabei auch das Programm
nicht verlassen musste. Im August 2010 legte ProDAD mit
Mercalli
in der Version 2 nach (Plugin mit SAL-Version).
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Mercalli
V2 als Plugin und SAL-Version
Die
ersten Tests mit Mercalli in der Version 1 führte
ich noch mit
Premiere Pro 2.0 durch. Die Ergebnisse waren bei stärkeren
Zitteraufnahmen nicht berauschend, was aber auch mit einigen
Eigenheiten von PP2 zu tun hatte und die ProDAD dann auch aufgedeckt
hat und deshalb das Plugin nachbesserte. Mit Premiere Pro
CS3 sah dann das Ergebnis mit dem nachgebesserten
Plugin deutlich besser aus, deshalb habe ich mir dieses
Plugin angeschafft.
Man bekommt die Version 2 derzeit (18.08.2010) per Download noch nicht in der finalen Version,
einige Fehlfunktionen (bei Clips meiner Canon EOS 550D, sihe weiter
unten) sind noch vorhanden. Auch das Handbuch (PDF-Datei) zu Mercalli
V2 bekommt man erst mit der finalen Version.
Nach dem Erfolg mit Mercalli V1 in P-Pro CS3, installierte ich das
Plugin dann auch in Pinncle Studio. Nach dem Zukauf von EDIUS Neo 2.5
Booster war ich auch im Besitz eines Mercalli Plugin für
dieses
Programm. Damit war dann auch die Tür geöffnet
für
künftige Upgrades.
Stabilisierungstest
mit Mercalli Version 1:
Für nachfolgende
Stabilisierung habe ich folgendes erweiterte Setting eingestellt:

Ergebnis der Stabilisierung mit
Mercalli V1:
Beruhigung
eines kritischen Clips(Rathausturm) im SplitScreen mit Version 1.09
Zwischenzeitlich
habe ich mir einen neuen PC gabaut auf Basis des i7-870
Intel-Prozessors und mit Windows
7-64Bit Home Premium. Ferner arbeiten
jetzt in 2010 auf meinem PC die Videoschnitt- programme Premiere Pro CS3, Pinnacle Studio 14
und EDIUS Neo 2.5 Booster,
alle noch als 32-Bit
Version. Folglich installierte ich das 32Bit-Plugin in der Version 1
noch in alle drei
Videoschnittprogramme.
Im August 2010 konnte ich dann das Upgrade von Mercalli Version 2
als Downloadversion erwerben.
Da alle Videoschnittprogramme wie erwähnt noch
32Bit-Programme sind, installierte ich auch Mercalli V2 in der
32Bit-Version. Mercalli V2 erkannte von sich aus welche
unterstützten Programme ich auf meinem PC hatte.
Mercalli V2 bietet jetzt folgende mächtige Funktionen, z.B.:
- Stabilisierung über alle
Kamera-Achsen
- Kompensierung von Rolling-Shutter
Effekten bei CMOS Sensoren
- Multicore-Support
Ganz besonders wichtig ist die Beseitigung von
Fehlern die aus dem Rolling-Shutter der CMOS-Kameras resultieren, dies
sind:
- Jello effect (Jello = Wackelpudding)
- Skew (schief), eine geometrische Verzerrung
des Bildes bei Schwenks
- Wobble ein wabbelndes Bild (ähnlich
wie Hitzeflimmern)
Im
Falle Premiere Pro CS3 und EDIUS Neo 2.5 Booster läuft das
Plugin
ohne weiterer Freischaltungen seitens der NLE-Hersteller. Anders ist es
bei Studio 14, hier sieht man ein Wasserzeichen in Clips die mit
Mercalli V2 bearbeitet werden mit der Aufforderung
das Plugin bei Pinnacle freischalten zu lassen. Bisher musste in Studio
14 erst die dort schon an Board vorhandene Basic-Version von Pinnacle
freigeschaltet werden, anschliessend konnte das bei ProDAD gekaufte
Mercalli V1 Expert Pllugin freigeschaltet werden. Man mußte
also
zweimal löhnen. Pinnacle
bietet aber
die Freischaltung von Mercalli V2 noch nicht an (Status 16.08.2010,
ProDAD ist noch in
Verhandlungen dazu mit Pinnacle).
Stabilisierungstest mit Mercalli Version 2:
Für nachfolgende
Stabilisierung habe ich folgendes erweiterte Setting eingestellt:

Obiges
Setting-Fenster ist im Original sehr dunkel gehalten und damit nur
schwer ablesbar!
Ergebnis der Stabilisierung
(Universelle Kamera) mit
Mercalli V2 bei einem
Interlaced-Clip
der HDV-Kamera Sony HDR-HC3:
Das
Ergebnis ist überzeugend, Mercalli V2 arbeitete die Aufgabe
sehr schnell ab!
Neben
den Plugin bekommt man noch zusätzlich eine SAL-Version (nur
32Bit, da nur wenig RAM vom Programm benötigt werden) die
unabhängig vom NLE Videos stabilisieren kann:

Sehr
wichtig ist es in der SAL-Version die korrekte Halbbild-Abfolge vor der
Analyse einzustellen, in meinem Beispiel oben muß dort
"Progressiv" statt "Automatisch" eingestellt werden bei Clips aus der
Canon EOS 550 D,
sonst wird der Stabilisierungsvorgang abgebrochen. In der SAL-Version
bekommt der Anwender während der Bewegungsanalyse
zusätzliche
grafische Informationen darüber, welche Haupt-Bewegungsfehler
der Clip
hat, z.B.:.

Hier
sieht man, dass die "Vertikale Bewegung" das Hauptproblem ist bei
diesem Clip. Aus dieser Erkenntnis heraus kann man mit den
Schiebereglern die Eigenschaften der nötigen
Korrekturen festlegen und dann den Stabilisierungsvorgang
starten.
Mit
folgenden Videomaterial habe ich bisher Tests durchgeführt:
- HDV
(1440x1080i-50) von der Sony HDR-HC3 und Canon HV30
- MPEG4/AVC
h.264(MOV) in 1920x1080p-25
von der Canon EOS 550 D
Mit
den Plugin kann ich in allen von mir genutzen Videoschnittprogrammen
beide Cliparten stabilisieren, im Falle Pinnacle Studio 14 bekommt man
aber wegen noch fehlendem Key von Pinnacle ein Wasserzeichen in das
stabilisierte Video. Der
Export stabilisierter Clips
aus der SAL-Version kann z.B. mit dem Matrox DVCPRO HD Codec im
AVI-Container erfolgen. Was noch fehlt ist die
Möglichkeit der Setting-Bestimmung des gewählten Codec aus
Mercalli
heraus. Premiere Pro CS3 und EDIUS Neo 2.5 Booster nehmen aus der
SAL-Version exportierten Clips mit dem "Matrox DVCPRO HD Codec" an, Die Matrox-Codec bekommt man hier.
Im Falle von AVCHD-Material der Canon HF100 zum Beispiel funktioniert
der Export mit den in der ProDAD-Hilfe unter "Import/Export Probleme -
Lösungsansatz" genannten "MatroskaSplitter" und "ffdshow".
Für beide genannten Tools gibt ProDAD in der Hilfe Downloadlinks
von der ProDAD-Homepage an.
Ergebnis der Stabilisierung
(Universelle Kamera) mit
Mercalli V2 bei einem Progressiv-Clip
der Canon EOS 550 D:
Flash-Video: Bamberger Reiter aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts
Ich
finde
die Stabilisierungsmöglichkeit von Clips in der SAL-Version
eigentlich genial. Die Clips heutiger Kameras liegen ja in der Regel
einzeln vor und so kann man sie vor dem Schnitt sichten, z.B. mit
Splash Lite und dann mit Mercalli V2 - SAL stabilisieren. Die
stabilisierten Clips übernimmt man dann in das
Videoschnittprogramm und hat dort dann mit diesem Filter nichts mehr zu
tun, d.h. die Echtzeitfähigkeit für die Vorschau wird nicht
mit dem Mercalli-Filter belastet. Geklärt werden muss hier
allerdings noch welche Codec für den Export aus der SAL-Version am
sinnvollsten zu verwenden sind, was auch davon abhängt was dann
das Videoschnittprogramm annehmen wird. Darüberhinaus
müßte noch in der SAL-Version bestimmt werden können
welcher Clipabschnitt sinnvoll stabilisiert werden soll, da oft am
Clipanfang oder Clipende die Kamera verrissen wird und diese Clipteile
dann bestimmen würden wie die Stabilisierung für den gesamten
Clip ausfällt, was Unsinn ist.
Die Programmhilfe - Mercalli20.chm
- beinhaltet in der Plugin- und SAL-Version unter dem Fragezeichen eine
ausführliche ausdruckbare Beschreibung
sämtlicher Funktionen der Mercalli-Stabilisierung-
Fazit:
Die
Anschaffung des Mercalli-Plugin in der Version 2 ist sehr
lohnenswert. Es gehört meiner Meinung nach zur
Grundausstattung von zusätzlichen Tools
eines jeden Videoschnittprogrammes, ebenso wie der Entrauscher Neat Video Pro.
Zwar sind die Bildstabilisierer in den Kameras jetzt deutlich besser
geworden im Vergleich mit meiner ersten HDV-Kamera von Sony (HC3) vom
Mai 2006, jedoch legt hier Mercalli mit der Version 2 in der
Stabilisierung schwieriger Aufnahmen noch deutlich zu.
Bezüglich
Stabilisierungsgeschwindigkeit ist der Freeware Deshaker schon mit der
Version 1 deutlich abgeschlagen worden, im Falle der Version 2 von
Mercalli ist jetzt auch
die Funktionalität deutlich höher und
einfacher
umsetzbar. Die SAL-Version ist in vielerlei Hinsicht noch nicht als
finale Version anzusehen, dies hat alleine schon dieser kleine Test
hier gezeigt. Sollte diese SAK-Version allerdings irgendwann mal nach
meinen Anforderungen funktionieren, dann wäre das schon ein
geniales Teil um unabhängigig vom Videoschnittprogramm schon
beider Clipsichtung eine Stabilisierung durchzuführen.
Mein
Tipp: Beruhigung/Glättung unbedingt auf einem Hardware-Monitor
mit
voller Vorschauauflösung kontrollieren, nur so kann man sicher
sein, dass
späteres Renderergebnis ebenfalls OK ist!
Linksammlung:
1.
ProDAD
Homepage
2.
CMOS
Rolling-Shutter
Bruno
Peter Hennek,
13./14.
September 2007,
Version V2 am 18.August 2010, Rev. 25.08.2010


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