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Edius
Neo (OEM) von Thomson Grass Valley ist mir im Mai 2008 von einem Frankfurter Fachhändler in
Lizenz-Vollversion,
ohne Handbuch(PDF-Datei auf der Installations-Disk), jedoch mit einem
deutschsprachigen DVD-Schnupperkurs zum Taschengeldpreis verkauft
worden, auch bei Ebay gab/gibt es solche Angebote. Früher schon einmal hatte ich EDIUS in der
Version 3.6 incl. DV-Storm 2 für DV-Schnitt, welches ich aber später
verkauft habe.
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Neuigkeiten
- Im
Dezember 2009 habe ich mir dann das Upgrade auf Edius
Neo 2.5 Booster zugelegt, jetzt auch mit Nativschnittmöglichkeit von
AVCHD-Kameramaterial und mit der Möglichkeit der Ausgabe von HD-Videos
auf DVD und Blu-ray.
- Hier ist am 01. April 2010 angekündigt worden, dass Technicolor ein Viertel der Grass-Valley-Belegschaft entlassen wird. Stephan Kexel (GF) von Grass Balley GmbH teilte am 01. April 2010 im GV-Forum mit:
Die 3 zukünftige Geschäftsteile sind:
- Broadcast
- Head-Ends
- Transmission
EDIUS bzw. die ehemaligen Canopus Produkte
fallen in den Bereich Broadcast. Der Broadcast-Bereich wird
weiterhin unter dem Firmennamen "Grass Valley" geführt.
- 50p-Workflow für den Schnitt und den Export von 50p-Videomaterial der neuen Panasonic-Videokameras.
Viel
Schnitt für wenig Geld
Edius Neo bietet ausgereifte Schnittmöglichkeiten
für DV, HDV und AVCHD-Material(Canopus HQ-AVI!) mit einer hohen Echtzeitperformance. Die Möglichkeiten
zur Video-Komposition/Montage sind dagegen gering, z.B. wird ein großes Bild von
einer Digitalkamera gnadenlos auf die Projektgröße herunterskaliert. Die
Auflösungsreserven eines großen Bildes kann man also nicht für PAN &
ZOOM nutzen. Der Hersteller GV Thomson schlägt hierfür immer die
Zusatzanschaffung von seinem Programm Imignate vor mit dem das zu
realisieren ist, offiziell wird es aber nicht mehr angeboten. In meinem Fall kann ich mir aber mit meinen anderen NLEs
helfen in dem ich Animations/Montage-Sequenzen eben außerhalb von Edius Neo
realisiere und die Ergebnisse dann in Edius Neo importiere.
Edius Neo ist eigentlich für
Doppelmonitorbetrieb konzipiert. Man muss deshalb schon aufpassen, dass
nicht etwa bestimmte Funktionsfenster auf dem zweiten Monitor liegen und
dieser nicht eingeschaltet ist. In diesem Fall würde man ewig auf die Ausführung
einer Funktion warten und meinen, dass dieses Programm sich aufgehängt hätte
was ja real nicht der Fall ist. Per Settings kann man aber auch einen
1-Monitorbetrieb konfigurieren.
Edius Neo arbeitet ab besten mit Intermediate-Clips(Intra-Frame),
dafür benötigt man zwar einen schwächeren PC aber wesentlich mehr
Festplattenplatz (bis 10fach größere Dateien) und schnell genug müssen
diese Festplatten ebenfalls sein um große Datenmengen bewegen zu können.


Desktop im Dual- oder
Einfachmodus, Verteilung auch auf zwei Monitore möglich
HDV kann man als MPEG-TS für die native
Verarbeitung capturen oder auch im Canopus
HQ-Format in 4:2:2 Chroma Sub-Sampling
(verglichen mit 4:2:0 Sub-Sampling bei HDV). Im Falle der nativen
Bearbeitung kann mit der Segmentcodierung(ähnlich Smart-Rendering) sehr
schnell eine finale Datei erstellt werden, da nicht veränderte Stellen im
Video nicht neu gerendert werden müssen.
HDV-Clips werden standardmäßig von
25Mbit/s in den Canopus-HQ-Codec umgerechnet der mit 75Mbit/s die
Festplatte stärker belastet andererseits aber den Prozessor entlastet (von
3 auf 2GHz z.B.), da
die Datei dann ausschließlich aus I-Frames besteht. Das geschieht während
des Capturings schon, auch mit Szenenerkennung. Für eine Stunde HDV
benötigt man 50GB Festplattenspeicherplatz statt 12,5GB bei
Nativschnitt der Original-Kameramaterials.
AVCHD dagegen ist reines
"Transportformat", ein erzwungener Kompromiss entstanden aus der
Forderung: Full-HD auf einen Speichermedium unterzubringen, bzw. vom
Speichermedium abzurufen. Selbst mit einem Core I7 Prozessoren ist ein flüssiges
Arbeiten nur schwer möglich wenn Effekte, Blenden, Farbkorrekturen
verwendet werden. Sinnvoll ist deshalb die Transkodierung aller Clips in
Canopus HQ, jetzt kann man das entstandene Intermediate-Material normal und
flüssig editieren.
Im Falle der Transcodierung
von AVCHD-Clips arbeitet man zunächst außerhalb von Edius Neo. Das
Zusatz-Tool AVCHD2HQ
klinkt sich in den Windows-Explorer ein , dort klickt man einfach die
AVCHD-Clips im entsprechenden Verzeichnis an und mit der rechten Maustaste
kann man dann im Kontexmenü die Transcodierung starten. Bei Einstellung der
Transcodierung auf Online(Fine) wird eine AVCHD-Datei der Sony HDR-SR11 zum
Beispiel um den Faktor 10 größer. Für
eine Stunde HDV benötigt man 76GB Festplattenspeicherplatz statt 7,4GB
bei Nativschnitt der Original-Kameramaterials.
Der Kontrast und die Schärfe der
transcodierten HQ-AVI's werden gegenüber dem Original etwas angehoben um
Konvertierungsverluste auszugleichen.
| Einen "Pferdefuß"
hat aber das Editing mit den transkodierten HQ-AVI's dennoch. Der
CanopusHQ-Codec verbraucht viel mehr Speicherplatz als natives
HD-Material, im Falle HDV z.B. viermal mehr. Fünf Spuren machen dann
schon 500 Megabit - rund 12 Megabyte pro Sekunde aus. Mit jeder
weiteren Spur kommen weitere 12 Megabit pro Sekunde hinzu, selbst
moderne Festplatte kommen hierbei aus dem Tritt. Abhilfe schafft in
diesem Fall ein teurer Festplattenverbund (RAID-0). |
Mit dem Media Player Classic kann man
sich die Intra-Frame-Files ruckelfrei auf dem PC ansehen.
| Thomson Grass Valley bietet
mit ein Gerät (ADVC HD50, ab ca. 700 €uro) an mit dem sehr
einfach AVCHD in HDV hardwaremäßig transkodiert werden kann. Das Gerät
hat dafür einen HDMI-Anschluss für die Kamera und Firewire-Ausgang für
den PC. Per geeigneten NLE mit Szenenerkennung hat man dann wieder
getrennt vorliegende Clips, jetzt aber in leicht bearbeitbaren
HDV-Profimaterial.
Billiger kommt man zum leicht
bearbeitbaren HDV-Material aus AVCHD-Clips, wenn man Pinnacle Studio
12 hat und die AVCHD-Clips dort nach HDV mit z.B. 35Mbit/s
transkodiert und dort auch per Szenenerkennung teilt und editiert.
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Im Juli 2008 stellte Canon die ersten
AVCHD-Kameras vor die mit einer Bitrate von 24 MBit/s arbeiten, also
an der AVCHD-Normgrenze, bisher gab es nur AVCHD-Kameras mit einen
Aufnahmebitrate von 17 MBit/s. Mit den bisherigen PCs, etwa meinem PC
mit dem Q6600 Prozessor bei einem OC auf 4x3GHz wird man wohl das 24
MBit/s-Material nur nach Transkodierung in ein Intra-Frame-Intermediate(Bild
für Bild) flüssig
editieren können, ausreichend schnelle Festplatten mit hohem Datendurchsatz
und großem Speichervolumen sind dann wohl Pflicht. Schaun'mer mal...
In
beiden Fällen, HDV und AVCHD
liegen die Clips dann doppelt auf der Festplatte vor, die Originalclips kann man
jetzt beruhigt löschen.
Die
Transcodierung in ein I-Frame (jedes Einzelbild enthält alle nötigen
Informationen in sich selbst) basierendes Intermediate-Format mit einem
Colorsampling von 4:2:2 (4:4:4 wäre noch besser, es wird aber im
Consumerbereich nicht angeboten!) hat den
Vorteil, dass eine solche Datei multirenderingfähig wird, d.h. auch bei
mehreren Renderinggenerationen tritt kaum ein Bildqualitätsverlust auf,
was
bei Nativ-Videoschnitt auf der Original-Kamera-Datei nicht möglich ist!
Es
ist also möglich mit Edius Neo HDV und AVCHD-Material sehr flüssig zu
editieren, was dem bearbeitungsfreundlichen HQ-Format zu verdanken ist. Das
Programm arbeitet auch mit einem RAM-Echtzeitpuffer, d.h. ein Teil des
RAM-Speichers wird für Videoframes reserviert die von dort aus in Echtzeit
voller Auflösung abgespielt werden können. Haben wir ein Timeline-Gebirge
vor uns, dann ist es manchmal sinnvoll davor die [Strg]-Taste festzuhalten
und dann erst die Timeline zu starten. Der RAM-Puffer füllt sich dann und
anschließend wird die Timeline flüssig abgespielt. Die Größe des
reservierten RAM-Puffers kann man im Setting selbst einstellen. In der
Standardeinstellung werden im Menü "Hardwareeinstellungen" für SD 150 und für HD 30
Frames reserviert wofür 128MB RAM abgezwackt werden. Alte
Edius-Hasen setzen sich vor ein Timeline-Gebirge ein Schwarzbild in die
Timeline. Spielt man von dort aus die Timeline ab, dann füllt sich während
dieser Zeit der Echtzeitpuffer. Man kann links unten in der Ecke den Füllzustand
des Echtzeit-Puffers beobachten. Ist aber irgendwann der Puffer leer, dann
bleibt der Abspielvorgang von der Timeline aus stehen. Der Puffer muss in
diesem Fall erneut erst gefüllt werden und dann geht es wieder weiter.
Allerdings kann man in den Settings auch eine kleinere Framerate zum
Abspielen einstellen, was nicht so flüssig ist aber der Abspielvorgang dann
wenigstens nicht stehen bleibt.
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Framepuffer-Anzeige
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Die
Ausgabe des HD-Schnitts erfolgt per HDV-Speedencoder immer in
HDV jedoch ohne 5.1-Ton (AVCHD-Kameras nehmen mit 5.1-Ton auf, dieser
geht also leider bei Verwendung von Edius-Neo als Editingprogramm
verloren!). Die neuen
Blu-ray-Formate kennt Neo noch nicht, was aber weiter nicht schlimm ist. Für
die Ausgabe auf Blu-ray gibt es neuerdings eine Beigabe von GV Thomson und
zwar das Cyberlink-Programm Power Producer 4. Einfaches Authoring kann man
damit machen, sonst ist es recht spartanisch. Bei der Anschaffung meines
Blu-ray-Brenners LG GGW-H20L in der Retailversion habe ich dieses Programm
mitgeliefert bekommen. Es funktioniert, gibt aber nicht viel her, besser ist
da schon Corel MovieFactory mit HD-Plugin.
Der
schon bei mir vorhandene vorhandene Bildstabilisierer Mercalli von ProDAD läßt
sich auch in Edius Neo als Plug-in einbinden. Angewendet auf
Intermediate-Files im HQ-Format läuft das Rendering für die Bildberuhigung
erheblich schneller als auf Nativ-Material!
Im
Bin-Fenster kann man die Clips sortieren, also ein minimalistisches
Storyboard (die Aktualisierung der Miniaturvorschau im Bin nach dem
Setzen der In-Outpunkte muss manuell erfolgen) anlegen, hat man dort
aber unterschiedliche Verzeichnisse angelegt, dann liegt die
Storyboardfunktion brach. Sequenzielles Arbeiten in einem Projekt ist
möglich.
Blenden
können über beide Clips an der Stoßstelle nur dann aufgelegt
werden, wenn der Cutter von beiden Clips Überblendmaterial (Handles)
bereitstellt. D.h. der Cutter muss jeden Clip für Überblendungen am Anfang
und Ende manuell einkürzen und damit Arbeitszeit investieren.
Per Doppelklick auf die Blende in der Timeline geht ein Einstellfester auf
um weiter Parameter einzustellen.
Erwähnenswert
ist insbesondere der Speed
Encoder für HDV, damit wird der Renderingprozess bei Fileausgabe in DV/HDV
mit einem Multiprozessor enorm beschleunigt, d.h. verkürzt.
Neo
verfügt auch über eine sehr gute Farbkorrektur sowie Bild in Bild(PIP),
Chromakey, Luminanz-Key und diverse andere nützliche Filter. Bei den Übergängen
gibt es 2D, 3D und Alpha.
Hat
man mit der Kamera den Horizont etwas schief, also verkantet aufgenommen,
dann gibt es in Edius Neo keine Möglichkeit um das zu korrigieren!
Sehr
umständlich ist das Keyframe-Handling geraten. Keyframes müssen innerhalb
der Effekte auf einer eigenen Timeline erstellt werden, nicht also in der
Haupttimeline.
Umständlich
ist auch die Anwendung von Effekten. Zieht man einen Effekt auf die Timeline,
dann geht das Einstelfenster dazu nicht sofort auf, sondern erst wenn man in
der Informationspalette doppelt auf das Effektsymbol klickt.
PAN &
ZOOM mit Key-Steuerung gibt es leider nicht bei Edius Neo. Als statischer
Ersatz dient hier der wichtige Layouter(Video Layout mit F7 zu öffnen) mit
dem auf der Timeline skaliert und Bildausschnitte verschoben werden können.

Bild: Der unverzichtbare
Layouter für Skalierungen und Verschiebungen,
hier ein Beispiel aus meinem Film-Videotransfer (das Bild ist noch
gespiegelt)
Wünscht
man eine große Overlay-Vorschau auf dem zweiten Monitor, muss man das in der
Grafikkarte einstellen, nicht in Edius Neo, z.B. über das ATI Control
Center. Dort muss man den Theatre-Mode (full screen) aktivieren.
Ein
Audio-Mixer wie bei ähnlichen anderen NLEs gibt es bei Edius Neo nicht. Die
Audiolautstärke muß man in der Timeline-Spur per Gummiband anpassen (Fummelei), dort
kann man auch Kreuzframes anlegen. Ein paar
Audiofilter gibt es ebenfalls. Voice-Over für Kommentierung des Videos ist
möglich.
Audio-Vorlagen
für die Vertonung sind nicht vorhanden, in dieser Hinsicht kommt
Edius Neo im Vergleich zu Pinnacles Studio oder Magix VdL recht nackt daher
obwohl der normale Verkaufspreis fast doppelt so liegt.
Die
verfügbaren Exportformate sind ebenfalls etwas mager(Export nach Flash oder
nach H.264-AVC fehlen),
Standbildausgabe ist vorhanden.
Insgesamt
ist aber Edius Neo ein gutes Videoschnittprogramm für den
"Geradeausschnitt" also die eigentliche Editing-Aufgabe, mit
herausragenden Echtzeitabspielfähigkeiten Dank HQ-Format und
RAM-Echtzeitpuffer. Sehr gut die
Multirenderingfähigkeit ohne bemerkbaren Bildqualitätsverlust bei
Mehrfachrendering. Genau dies war mir wichtig bei der Anschaffung dieses
Schnäppchens für eine evtl. Bearbeitung von AVCHD-Material. Man erhält
ferner vorzügliche neue Codec auf das System, die der creative Videofan
vielfältig einsetzen kann. Edius Neo
erlaubt auch die Ausgabe des Timeline-Editings direkt auf eine DVD inklusive
einem einfachen Menüs-/Kapitel-Authoring, allerdings sind die angelegten
Kapitelmarker nicht clipfest. Eine Ausgabe auf Blu-ray fehlt.
Dafür muß man z.B. zusätzlich die Corel Filmbrennerei 6 kaufen, die dann die HQ-AVI von Edius
Neo direkt verwenden kann.
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Blu-ray Disk produzieren:
Einen Schnitt in EDIUS Neo kann man
aber nach Adobe Encore CS3 - wenn man darüber verfügt - als HQ-AVI exportieren um dort aus einem
Encore-BD-Projekt heraus eine Blu-ray Disc zu brennen. Dazu betätigt man in
EDIUS Neo die Taste F11 und wählt als Exportdatei "Canopus
HQ-AVI". Nun muß man lediglich noch in Encore CS3 diese Datei
einfügen. Siehe auch CV 04-2008 Seite 70-71.
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Neuer
AVCHD-Transcoder in der Version 3
Im
Dezember 2008 überraschte GV registrierte EDIUS-Anwender mit einem
erheblich erweiterten Transcoder.

Nun bleiben kaum noch wünsche
offen bezüglich der Transkodierung von AVCHD-Clips:
-
AVI HQ Intermediate
-
HDV
-
MPEG2 PS
Bei der Transkodierung nach MPEG2-HD kann man
die Bitrate auf 2, 2,5 oder 3fach einstellen. Die so gewonnenen
MPEG2-HD-Files kann man problemlos in In Premiere Pro CS3 sowie Pinnacle
Studio 12 laden und dort flüssig editieren.
Für registrierte Anwender ist das ein tolles
Geschenk!
Per Hardwaretranskoding von AVCHD nach HDV:
Grass Valley bietet dafür ADVC HD50
Hardwareconverter an. Die Kamera wird per HDMI an das Gerät angeschlossen
und per Firewire-Anschluß auf die PC-Festplatte in HDV mit 1440i und
720p in Echtzeit gespeichert. Die Bildqualität soll dem Original in nichts
nachstehen (CV 05-2008 S46/47). Für das Gerät muss man etwa 700 Euro löhnen.
Weitere kostenlose Videofilter für Edius
Neo:
- 40 PRESETS LOOK "CINEMA SUITE
2.0"
Die Datei dazu von hier
downloaden und in ein extra Verzeichnis entkomprimieren. Nun Edius Neo
starten und in die Effektpalette gehen, dort mit rechter Maustaste auf
Videofilter klicken und im Kontexmenü "Importieren" wählen,
jetzt aus dem Verzeichnis EDIUS 4.xx die Datei "STEREOVISION.tpd"
per Doppelklick installieren.
Instruction
- EDIUS Filter von Timo Manges mit
Entrauscher und Matrix:
Downloadlink
Viel Spaß damit!
Fazit
Angesichts des geringen Kaufpreises für die
OEM-Version war der Kauf ein sehr gutes Schnäppchen. Am 29.08.2008
verlautete von der GV-Geschäftsführung allerdings, dass der OEM-Verkauf in
Deutschland gestoppt worden ist, nur noch geringe Lagervorräte wären bei
den Händlern vorhanden.
EDIUS
Neo 2 (übersprungen):
Im Mai 2009 erschien die verbesserte Version 2.0.
Link
- Mit dem Layouter kann man jetzt auch auf
großen Digitalbildern keyframegesteuert herumfahren, jedoch sind die
Bilder nicht drehbar!
- Direkter Export auf Blu-ray ist hinzugefügt
worden, AVCHD-DVD kann man nicht brennen!
- Einige GPUfx sind hinzugefügt worden
- HDSpark zur Aktivierung der Vorschau auf dem zweiten
Monitor und Blu FireCoder werden nach Zukauf unterstützt
- Mitgeliefert werden Mercalli und Vitascene
Was viele erschrecken dürfte bei der
Installation eines Neo-Upgrades ist, dass die gut laufende Version 1.0
gnadenlos deinstalliert wird bevor sich das Upgrade der Version 2.0 selbst
installieren läßt.
EDIUS
Neo 2.5 Booster (gekauft):
Im Dezember 2009 schaffte ich mir als Upgrade
Neo 2.5 Booster an. Der Hauptgrund war, dass man jetzt einem einfachen
Authoring sowohl eine Blu-ray als auch eine DVD direkt aus dem Programm
heraus brennen kann und AVCHD ohne Transkodierung in Echtzeit läuft je nach PC-Leistung.
GV
trommelte in der Werbung für Echtzeitschnitt mit AVCHD-Nativmaterial
ohne vorheriger Transkodierung in HQ-AVI!
-
Intel Core i7: 3+ streams
real-time, full HD (1920x1080)
-
Core 2 Quad: 1+ streams
real-time, full HD (1920x1080)
-
Core 2 Duo: 1+ streams
real-time (1440x1080)
Ein kleiner Test mit der
Trial-Version brachte Klarheit, was mein derzeitiger PC dabei leisten kann:
Vorversionen werden
gnadenlos deinstalliert. Will man GV-NLEs testen, benötigt man deshalb eine
Testpartition auf dem PC!
Für den
Echtzeitwiedergabepuffer habe ich 512 MB RAM reserviert, d.h. für 130
HD-Frames.
Testdesign auf meinem PC mit
einem Q6600 (OC 4x3GHz) unter W7-32Bit, 4GB RAM, Nvidia 9800:


-
Ein Clip der Canon HF100
(aus dem Blog von Wolfgang Winne) auf
der Hauptvideospur, drei Sekunden später ein Überlagerungsclip auf der
zweiten Videospur mit 50% PIP und dünnen weißen Rahmen.
Ergebnis: Vorschau läuft in Echtzeit, der reservierte Echtzeitpuffer hält
stabil seine Framezahl, fällt also nicht ab! Das ist mehr als GV für
einen Core 2 Quad in der Werbung verspricht.
-
Ein Clip der Canon HF100 auf
der Hauptvideospur, drei Sekunden später ein Überlagerungsclip auf der
zweiten Videospur mit 50% PIP und dünnen weißen Rahmen. Zusätzlich
wieder um drei Sekunden versetzt ein weiterer Überlagerungsclip auf der
dritten Videospur mit 50% PIP und dünnen weißen Rahmen.
Ergebnis: Vorschau läuft in Echtzeit (H.264-AVC) mit einer Überlagerungsspur, der
reservierte Echtzeitpuffer hält stabil seine Framezahl, fällt also
nicht ab. Kommt zeitversetzt die dritte Überlagerungsspur ins Spiel, hält
der Echtzeitpuffer nicht mehr seine Framezahl, er läuft leer, es
ruckelt dann in der Vorschau. Eine Option zur Vorschauwiedergabe mit
verminderter Auflösung gibt es nicht bei EDIUS Neo, die Vorschau muss
ab der zweiten Überlagerungsspur gerendert werden. Damit ist EDIUS Neo
bezüglich der Vorschauperformance nicht besser als Pinnacles Studio 14
HD!
Macht man diesen Versuch mit H.264-MOV-Videomaterial von der Canon SX1
IS, dann fängt schon bei einer Überlagerungsspur die Vorschau an zu
stottern. Hier ist also EDIUS Neo Booster ebenfalls nicht besser als Pinnacle Studio HD!
Fazit: Die Booster-Version beschleunigt lediglich H.264-AVC-Videomaterial!
Rendertest in eine finale Datei
Clips der Canon HF 100 in Gesamtlänge von 2 Minuten mit fünf normalen Überblendungen:
- gerendert in H.264-AVC (17Mbit/s) in 3:30 Minuten
- encodiert in HDV (25Mbit/s) in 1:00 Minute!
Vom Booster ist im Falle des H.264-AVC Encoders kaum etwas zu sehen im Vergleich mit anderen Videoschnittprogrammen von mir.
Um die verschwommene Vorschau des Titlers
zu besetigen, muß man die Tasten: Strg, Shift und F3 gleichzeitig
drücken. Um zu der verschwommenen Vorschau zurückzukehren
drückt man die Taste F3.
Fazit:
Ein Life-Audiomischer fehlt diesem Programm immer noch. Immer noch muss
man nach dem ein Effekt auf einen Clip aufgelegt worden ist das
zugehörige Einstellfenster im Infofenster manuell öffnen, das
ist umständlich. Eine AVCHD-DVD kann man mit EDIUS
Neo nicht brennen. Für eine vollauflösende
Vorschau auf einem externen Monitor benötigt man eine
Zusatz-Hardwarekarte für den PC mit dem Namen HDSPARK
für schlappe 249 Euro. Wer das alles akzeptiert, der
ist mit EDIUS Neo 2.5 Booster trotzdem gut bedient.
50p-Material der neuen Panasonic-Kameras SD707/TM700/HS700 editieren
Zwar ist kein geeignetes Template vorhanden, man kann sich einen Workflow aber selbst wie folgt zusammenstellen:
- Projekt als OHCI 1920x1080/50i anlegen
- 50p-Clip in die Timeline legen, die Eigenschaften dort bleiben weiterhin bei 50p, es wird kein Interlaced-Clip daraus gemacht...
- Editieren
- Mit Taste F11 das Plug-in für das Exportprogramm aufrufen
- Eigenschaften für MPEG (AVCHD geht nicht!) wie folgt einstellen:

- Exportieren; nach dem Export sind die Clip-Eigenschaften weiter bei 50p!
Mit einem Media-Player
(z-.B. Sony Paystation 3 vom PC aus per Kabelnetzwerk oder direkt von
der Festplatte in der PS3) kann man die mit
EDIUS-Neo produzierten 50p Videofiles auf dem HDTV problemlos abspielem
lassen.
Eine Bluray kann man mit den derzeit üblichen Authoringprogrammen
noch nicht in 50p herstellen, da es keine genormte Spezifikation
dafür gibt.
Wer sich mehr Arbeit machen will, der kann auch diesen Workflow wählen wenn er meint für seine Wiedergabekette zur sichtbar besseren Ergebnissen damit kommen zu können.
/1/ Vorzüge der Booster-Version
/2/ SlashCam-Test
Bruno Peter Hennek,
26. Mai 2008, 06.August 2010

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bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.
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