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am 06.01.2001

HD-Videoschnitt - Erfahrungsbericht
Premiere Pro CS3 Studio Ultimate 11 Setting P-Pro CS3
AVCHD mit P-Pro HDV-Offlineschnitt mit P-Pro Downkonvertierung
PC-Optimierungen Wichtige HDV-Tools Von DV-AVI zu HDV
Quicktrack für P-Pro 2.0 Von HDV auf DVD Einführung in HD
HDV-Intermediate Echtzeit-Videoschnitt? Tutorials/Workflows etc.
Authoring von HD-Material Audio


Die Bearbeitung von HD-Material stellt hohe Anforderungen an die PC-Hardware, weil schwierige Datenbestände bewegt werden müssen. 
Ich selbst bewältige das neuerdings mit diesem PC.
Die Umstellung von DV- auf HD-Videoschnitt ist mir unter dem Strich mit der notwendigen Hard- und Software insgesamt gut gelungen. 

Seit Februar 2005 habe ich mich mit HDV-Testmaterial beschäftigt, seit Mai 2006 arbeite ich mit eigenem Quellmaterial von dem Camcorder Sony HDR-HC3. Dieses anamorphe 16:9 MPEG2HD-Material mit 1440x1080 Bildpunkten und einer Bitrate von 25MBit/s läßt sich sehr gut mit dem genannten PC nativ (also im Original) mit beiden von mir eingesetzten Videoschnittprogrammen editieren. Das geschnittene HD-Material kann ich mit dem normalen PC-Writer als MPEG2HD-DVD oder AVCHD-DVD brennen und mit dem Bluray-Player in Sonys PS3 hochauflösend am Full-HDTV ausgeben. Die Bildqualität ist überwältigend, nicht nur im Falle von hochauflösenden Videos sondern auch bei hochauflösenden Bildershows.

Seit einiger Zeit verdrängen AVCHD-Kameras die HDV-Kameras im Consumer-Markt. Aus diesem Grund habe ich mich vorsorglich auch schon mit dem noch schwierigeren Editing des H.264/AVC-Videomaterials beschäftigt. Der oben gelinkte PC bewältigt den nativen Schnitt mit einer Prozessor-Übertaktung auf 4x3GHz und Pinnacle Studio 12 Plus Ultimate ebenfalls sehr gut. Premiere Pro kann dieses Videoformat nativ nicht editieren, dazu aber später noch etwas mehr. H.264/AVC Videofiles sind kleiner und qualitativ in Full-HD mit 1920x1080 Bildpunkten sowie einer Bitrate von 16-17 MBit/s sehr gut weil bei diesem Codec ein De-Blocking-Filter enthalten ist und auch besser quantisiert wird.

Die Nachbearbeitung von HDV-Material erfordert gute PC-Performance und Überlegung...

Zum schneiden wird von der HDV-Kamera ein "Mpeg2-TransportStream" bereitgestellt, mir der HDV-Farbkomprimierung in 4:2:0 bei einem 8 bit-Sampling.

Egal mit welchem Chip ein 1080/50i HDV-Camcorder arbeitet, auf dem Band ist lediglich ein Signal mit 1440 x 1080 bei der 16:9-Aufnahme aufgezeichnet worden, das ist ein verzogenes 4:3 Format welches später um ca. 33% auf 1920 x 1080 ohne Qualitäts-Zugewinn elektronisch in das Format 16:9 aufgeblasen werden muss. Das HDV-MPEG2-Format macht aus 12 Einzelbildern eine Gruppe in dem nur ein einziges Bild tatsächlich ganz aufgezeichnet worden ist. Die anderen 11 Bilder enthalten nur die Veränderungen. Anders als im Falle DV verlieren wir im Falle HDV bei sog. Drop-outs auf dem Band eine ganze Gruppe von 12 Bildern!

Das FireWire-Capturing vom Band erfolgt wie im Falle von DV-Video an der schon bekannten  FireWire-Schnittstelle an Kamera und PC mit 1440x1080 Bildpunkten.

Am HDMI-Ausgang einer HDV-Kamera steht das Full-HD-Signal an mit 1920x1080 Bildpunkten. Zwischenzeitlich kann man auch vom HDMI-Anschluß aus capturen, in der vollen Pixel-Auflösung. Das HDMI-Capturing habe ich hier beschrieben.

Im Falle HDV werden einige Kameras angeboten die HDV in voller Auflösung mit 1920x1080 Pixel auf eine Kamera-Festplatte schon in Form von Einzelclips schreiben. Ein Capturing mit Szenenerkennung entfällt in diesem Fall, es wird lediglich per USB-Schnittstelle das Material auf die PC-Festplatte kopiert. Dieses Videomaterial ist aber oft nicht kompatibel zu den üblichen Videoschnittprogrammen, man muss sich deshalb vorher schlau machen wie man damit umgehen könnte.

In letzter Zeit geht man immer mehr dazu über das HDV-Material nativ, also unverändert zu schneiden um Qualitätsverluste so gering wie möglich zu halten. Dazu wird der Transportstream (m2t) vom HDV-Camcorder zerlegt in eine Video- und eine Audiodatei, d.h. es erfolgt ein Demultiplexing. Jetzt ist es viel leichter das Videomaterial zu editieren. Nach dem Schnitt wird in eine neue Datei gerendert und Video sowie Bild werden wieder zusammengefügt (multiplexing). Bei dieser Methode bekommt man maximal den Verlust einer einzigen Renderinggeneration. Kann das Videoschnittprogramm das Smart-Rendering, wie z.B. Pinnacle Studio 11 Plus, dann entsteht gar nur ein Verlust an den geänderten Stellen der Videodatei, weil der Rest lediglich kopiert wird. Wenn man die Möglichkeit des Smart-Renderings hat, dann verkürzt das den Zeitbedarf des Renderings ins Endformat ganz dramatisch.

Anders ist es bei dem teilweise verwendeten Intermediate-Videoschnitt. Hier muß zuerst die Transcodierung in einen anderen Codes erfolgen. Um die Verluste gering zu halten wird die Bitrate bei der Transcodierung von 25MBit/s auf ca. 75MBit/s hochgesetzt, was etwa drei bis vier mal größere Dateien für die Festplattenverwaltung bedeutet. Der Schnitt an sich läuft dann ähnlich flüssig wie im Falle DV-Video. Anschließend muss der gesamte Schnitt noch nach HDV reencodiert werden. Hier haben wir es also mit dem Verlust in zwei Renderinggenerationen zu tun. Um aber objektiv zu sein, ich konnte da einen Qualitätsverlust mit meinen Augen noch nicht ausmachen.

Gegenüber DV-Material erhöhen sich die Renderingzeiten bei Videoschnitt mit HD-Material erheblich, je nach Performance des PCs und Videoschnittprogrammes, also Smart-Rendering ja oder nein.

Recht schwer tun sich einige Videoschnittprogramme (Adobes Premiere Pro z.B.) mit der Szenenerkennung, sie fehlt schlicht. Von kostenlos erhältlichem HDV-Split dagegen wird das zwar mühelos gelöst, die Clips sind aber nicht demultiplexed in diesem Fall, was Speicher und PC-Power kostet. Hier habe ich beschrieben, wie es besser geht.

Ein weiteres Problem des HDV-Schnitts ist die fehlende vollauflösende Echtzeitvorschau von der Timeline aus zu einem HDTV um die Ergebnisse kontrollieren zu können. Im Falle DV-Videoschnitt konnte man das mit einem Analog/Digital-Konverter an der IEE 1394-PC-Schnittstelle sehr leicht lösen in dem man z.B. einen geeigneten DV-Camcorder zwischengeschaltet hat. Im Falle HDV-Videoschnitt gibt es zwar mit speziellen HD-Videoschnittkarten ebenfalls diese Möglichkeit, diese kostet aber richtig Geld. 
Es gibt aber die einfache Möglichkeit an einer geeigneten Grafikkarte - in meinem Fall eine Saphire HD-2600 Pro) einen zweiten Monitor für die Vorschau zu verwenden, mit dem dann sogar HDV-Vollauflösung verfügbar ist. Ich habe das hier beschrieben.

Bild: HD-Schnittplatz links CRT-Monitor für Vorschau, rechts TFT-Widescreen für Premiere Pro

Videoschnittkarten zur Unterstützung von HDV-Schnitt:

Für eine nicht unerhebliche Zusatzinvestition werden HDV-Beschleuniger Karten für PCs angeboten. Zum einen unterstützen solche Karte den Vorschau-Echtzeitpuffer , andererseits ermöglichen Sie Echtzeitvorschau mit voller Auflösung und Bildrate eines am Komponentenausgang angeschlossenen HDTV. Wer sich diesen Komfort leisten kann, der ist sicher gut bedient damit.

Dem einfachen Hobbyisten empfehle ich aus eigener negativer Erfahrung mit einer solchen Videoschnittkarte für Schnitt Unterstützung nicht, weil eine solche Lösung nur an ein bestimmtes Videoschnittprogramm gebunden ist, das des Schnittkartenherstellers. Ich empfehle lieber eine Zusatzinvestition in die PC-Performance, weil dies allen Programmen auf dem PC nützt und nicht nur ein einziges Programm und dessen Hersteller unterstützt.

Videoschnittprogramme

Ich selbst arbeite derzeit mit den zwei folgenden Videoschnittprogrammen, die unterschiedlich an den Videoschnitt herangehen.

Mein Haupt-Videoschnittprogramm (Prosumerprodukt):

Adobe Premiere Pro

2008:

Im November 2008 ist Premiere Pro CS4 erschienen, jetzt auch mit der Möglichkeit des nativen AVCHD-Schnitts. SmartRendering bei HDV und Szenenerkennung sind weiterhin nicht möglich in der neuen Version. Die anderen Neuerungen rechtfertigen für mich als HDV-Filmer nicht ein Upgrade von CS3 auf CS4. Wirklich sinnvoller AVCHD-Nativ-Videoschnitt ist im Falle CS4 erst mit einem 64-Bit-System und viel mehr als 4GB Arbeitsspeicher möglich. Dies würde aber eine PC-Neuanschaffung bedeuten. 

2007:

Mittlerweile - September 2007 - ist Premiere Pro CS3 bei mir eingezogen, jetzt mit Encore CS3 und OnLocation CS3. Insbesondere Encore CS3 hat das PP-CS3-NLE jetzt sehr aufgewertet, der Einzelpreis lag ja mal alleine schon bei ca. 400 €uro. Im Prinzip gelten die hier beschriebenen Erfahrungen auch bei der Schnittanwendung in PP-CS3.

2006: 

Im Februar 2006 hat Adobe dann Premiere Pro 2.0 herausgebracht und für viele überraschend den Intermediate-Videoschnitt wieder verlassen (ein HQ-Codec wird nicht mehr mitgeliefert!) und stattdessen den nativen Videoschnitt aus m2t-Files heraus möglich gemacht. Allerdings kann man für Intermediate-Schnitt externe HQ-Codec nutzen, sh. weiter unten.

Hauptmerkmale bei HDV-Videoschnitt:

  • Schnitt: Nativ
  • Keine autom. Szenenerkennung
  • Kein Smartrendering
  • Mittlere Echtzeitperformance
  • Sehr stabil
  • Viele Videospuren, sequentielle Timeline für übersichtliche Projekteinteilung
  • Hochauflösende Bilder werden nicht herunterskaliert, d.h. Kamerafahrten auf solchen Bildern sind möglich
  • Hochauflösende Slideshows mit Bewegungen (Pan&Zoom) erstellbar 
  • Nutzt GPU-Grafikkarten für beschleunigte Videowiedergabe mit zahlreichen Effekte auf dem Desktop
  • Kann auch bei HDV-Schnitt eine Vollbild-Videovorschau auf einem sekundären Monitor anzeigen
  • Timecode-genaues HDV-Batch-Capturing
  • Werden Clips auf die Timeline gezogen, wird erst "Audio angeglichen", das dauert einige Zeit und damit muss man sich abfinden...

Man muss öfters für die Vorschau mal rendern in Premiere Pro (ENTER-Taste drücken), dies aber nur bei komplexen Timeline- Gebirgen, z.B. für ein Intro oder eine Titelkomposition wie folgt dargestellt (Reiseroute mit hineinfliegenden Tourenpunkten).

Für diese kurzen Mehrspur-Kompositionen benutzt man eine separate Sequenz um das Hauptprojekt übersichtlicher zu gestalten. Man kann diese Sequenz dann in das Hautprojekt einlagern.

Im Hauptprojekt arbeitet man mit weniger Videospuren, so wie z.B. unten in einem 45-Minuten Projekt dargestellt.

Über die meiste Zeit läuft hier die Timeline ruckelfrei durch. Werden in diesem Fall aber Grafiken, Titel, Bilder etc. zur Überlagerung aufgelegt, dann betätigt man kurz die ENTER-Taste um das für die Vorschau durchzurendern und weiter geht es in der Projektkomposition oder man sieht sich eine ruckelfreie Vorschau an.

Die Funktionalität von Premiere Pro ist spitzenmäßig, auch dem anspruchsvollen Hobbyisten fehlt es praktisch an nichts, egal ob Bearbeitung von unskalierten hochauflösenden Bildern oder Erledigung kleinerer Kompositions-Aufgaben (andere: 1 2). Sogar Multikamera-Videoschnitt ist jetzt möglich.

Beispiel: Pan & Zoom mit Key-Steuerung auf großen Bildern in einem
Pixelraum von 4096 x 4096 das kann natürlich dann auch ein Panoramabild
von 15534 x 1080 Pixel sein...

Keyframesteuerung auf der Timeline:

Die Möglichkeit per Keyframesetzung in der Timeline finde ich für mich besonders wertvoll. Auch mir passiert es bei der Aufnahme, dass ich per Kameraautomatik ein Gebäude hochschwenke  und dann unten korrekte Belichtung und oben oben alles zu dunkel habe. Hier hilf es eben sehr - meine anderen NLEs können das nicht - wenn man die Deckkraft nachträglich in PPCS3 auf der Timeline noch so ändern kann, dass durchgängig gleichmäßige Belichtung eingestellt werden kann.

Man vergrößert dazu einfach die Timeline vertikal. so dass man dann in beliebigen Abständen Keyframepunkte setzen kann auf eine bestimmte Deckkraft, so dass man diese Aufnahme doch noch retten kann.

MPEG2-Encodierung:

Für den Netzwerkplayer-Betrieb mit Sony PS3-Playstation erzeuge ich mit P-Pro Transportstreams (TS) mit einer Bitrate von 25MBit/s . Nach Umbenennung in *.mpg laufen diese Streams ruckelfrei im Kabelnetzwerk der vernetzt ist mit einem Router zum Full HDTV, sogar von Daten-DVDs des PC-DVD-Laufwerkes aus.

Settings des Adobe MediaEncoders für Streaming-Files:

NeroDigital in Premiere Pro:

Neben einer Vielzahl von standardmäßigen Ausgabeformaten, kann man direkt von der Timeline aus auch diverse NeroDigital-Formate für die Ausgabe nutzen:

NeroDigital klinkt sich von selbst nach der Installation von Nero 8 Premium in P-Pro ein. Ich benötige diese Option überhaupt nicht!

AC3-Audio auf der Timeline abspielen:

Damit auch AC3-Ton abgespielt werden kann, muss die Datei ad2ac3dec.dll(AC3 Stream Decoder) aus dem Encore-CS3-Verzeichnis in das PP-CS3 Verzeichnis kopiert werden.

Mit AC3-Audio auf Bluray-Disk ausgeben:

Das geht ganz einfach in dem man die Datei an Encore CS3 übergibt, dort ist ja der entsprechende Encoder bereits freigeschaltet.

Ausgabe auf Band:

Ist der HDV-Camcorder angeschlossen, dann kann man über Datei/Exportieren/Auf Band ausgeben.

Zunächst wird im für das Capturing voreingestellten Verzeichnis eine TS-Datei(mit unterschiedlichen Eigenschaften zu der TS-Datei nach den oben angegebenen Setting!) mit dem Namen HDVExport.hdv2 erstellt. Nach dem halben Balken wird dann diese TS-Datei zum Camcorder übertragen und nach dem Beendigungsdialog von der Festplatte gelöscht. Bevor man diesen Dialog beendet, kann man diese Datei noch mit dem Datei-Explorer oder Analysen-Tools ansehen. Derartige Files kann man z.B. mit dem kostenlosen Tool MPEG Streamclip in unterschiedliche andere Formate konvertieren. 

Der integrierte Adobe Media Encoder ist jetzt auch bezüglich HD-MPEG2-Encoding in unterschiedlichen Konstellationen verwendbar und er liefert eine sehr gute Qualität. Premiere Pro rendert in der Standardlieferung (ohne Smart-Rendering) einfach alles durch was bedeutet, dass in der zweiten Generation eine gleichbleibende Videoqualität erzeugt wird an allen Stellen des Videos, dies benötigt dann allerdings auch viel mehr Zeitaufwand als bei NLEs mit Smart-Rendering!

Von MainConcept wird zusätzlich ein Plug-in MPEG Pro HD 2.0 für den "Schleuderpreis" von 399 Euro angeboten, damit ist dann auch Smart-Rendering in P-Pro möglich, was die Ausgabe in das Endformat enorm beschleunigen soll.

Smart-Rendering bedeutet aber auch, dass Clipteile ohne Änderungen (Filter, Überblendungen z.B.) in der Qualität so verbleiben wie sie vom Camcorder erzeugt worden sind und das Rendering nur an den veränderten Stellen erfolgt, hier wird die Bildqualität dann etwas abgemindert (durch das Rendering eben). Von der an einigen Stellen etwas herabgesetzten Qualität durch das Rendering merkt man bei der Vorführung auf dem HDTV allerdings kaum etwas.

HDV-Intermediate-Files

Intermediate-Files, sind meist Intraframe-Videofiles, die nicht aus GOP (Gruppe von Bildern bei der zwischen den Bildern die Unterschiede in sog. B&P-Frames gespeichert werden. erst nach 12 oder 15 Bildern kommt ein Vollbild was höhere Systemleistung beim Schnitt erfordert), sondern auf Einzelframes bestehen Die Kompression findet innerhalb von Einzelbildern statt, deshalb läßt sich dieses Material gut einzelbildweise schneiden.  Die Files hieraus benötigen allerdings 3-6fach mehr Speicherplatz auf der Festplatte je nach Intermediate-Codec. Der Prozessor wird somit entlastet, die Festplatte wird dagegen zusätzlich belastet.

Für Premiere Pro kann man Intra-Frame-Intermediate-Files z.B. mit dem CineForm Aspect HD HDV Plugin für die "Kleinigkeit" von $499.00 erzeugen. 

Ganz kostenlos und in vorzüglicher Qualität kann man Intermediates aber auch mit der Freeware MPEG StreamClip produzieren, sogar per Batchlist.

Reine Intra-Frame-Intermediate sind Multigenerationsfähiger /4/, weil Kompressionsartefakte der GOP-Codierung in der Produktionskette nicht mitgeschleppt werden.

Verfügt man über geeignete Festplatten, die hohe Datenmengen schnell bewegen können dann wird die Fähigkeit des Echtzeiteditings in P-Pro enorm gesteigert.

Bearbeitung von AVCHD-Material:

AVCHD-Material wird nachfolgend lediglich als Quell-Aquisitions- Material verwendet und dieses in das von Premiere Pro leichter zu bearbeitende MPEG2HD-Material transcodiert bevor man ein Video-Projekt in Premiere Pro anlegt. Den Weg der Transcodierung von AVCHD nach MPEG2HD im Vorfeld des eigentlichen Editings wählen auch einige andere Videoschnittprogramme. Ein solches Postproduktionsformat ist aber eher nur für den einfacheren Schnitt geeignet, da man Kompressionsartefakte mitziehen muss in der Bearbeitungskette.

Laut einer Studie der Blu-ray Disc Association benötigt MPEG-2 die 2-3-fache Datenrate um die gleiche Qualität wie H.264 (High Profil) zu erreichen.

Weitere Informationen sind hier zu finden.

Transcodierung mit Nero Vision:

Die einfachste Lösung AVCHD-Clips leichter zu bearbeiten ist, alle Clips zunächst mit AVCMerge von elCutty in logischer Reihenfolge zu einer großen Videodatei zusammenzuhängen, unbrauchbare Szenen kann man gleich aussortieren. 

Dieses große File kann man in NeroVision V5.1.02(habe das Nero Blu-ray/HD DVD Video Plug-in mit installiert) von Nero 8 laden und von dort aus als MPEG2HD exportieren. Man kann schnelles Encodieren (VBR, 1 Durchgang) oder in High-Quality-Encoding (VBR, 2 Durchgänge) wählen. Verschiedene Audioformate stehen ebenfalls zu Verfügung.

Das MPEG2HD-File kann man jetzt in Premiere Pro laden (in eine Desktop-Projekt z.B.) und wie üblich editieren. Angesichts der Tatsache, dass derzeitige H.264/AVC- Encoder schlechtere Bildqualitätsergebnisse liefern als ein MPEG2HD-Encoder (siehe hier z.B.), macht es Sinn das Editing mit einem MPEG2HD-File fortzusetzen. Ich empfehle die Szenentrennung wie hier vorgeschlagen durchzuführen.

Natürlich kann man die AVCHD-Clips auch direkt in NeroVision laden und dann in MPEG2HD transcodieren. AVCMerge hat halt den Vorteil, dass sich eine größere Menge von Files leichter in eine NLE laden läßt und die Filegröße auch kleiner ist als die Summe der Einzelfiles!

Transcodierung mit Pinnacle Studio 12:

Neben Premiere Pro, welches auch im Profilager eingesetzt wird, halte ich mir auch noch aus verschiedenen Gründen ein einfacheres Hobby-Videoschnittprogramm vor, das Pinnacle Studio 12 Plus Ultimate. 

Mit diesem Programm kann man AVCHD-Videomaterial nativ laden, und es z.B. als MPEG2HD (1920x1080!) ausgeben. Benutzerdefiniert sollte man die MPEG2-Bitrate in Studio 12 auf die max. Bitrate einstellen. Jetzt kann man das Material in Premiere Pro laden und hier weiter bearbeiten. Ein 1:1 Bildausschnitt einer solchen Transcodierung findet man hier. Ich empfehle die Szenentrennung wie hier vorgeschlagen durchzuführen.

Intra-Frame Intermediate:

Eine sehr schöne Lösung um AVCHD-Files von Panasonic-Kameras - mit de Version 1.1 konnte man auch noch Clips von Canon AVCHD-Kameras transkodieren!) - in Premiere Pro bearbeiten zu können wird mit dem AVC-Transcoder von MainConcept kostenlos auf der Panasonic-Homepage angeboten, siehe hier. Es handelt sich hier im einen Intra-Frame Transcoder der I-Frame und nicht GOPs liefert, jedes Frame beinhaltet also alle Bildinformationen.

Bild: *mxf-Videodatei im DVCPro-Projekt

Im Bild sind alle sechs Audiospuren in Dolby Digital 5.1 zu sehen. Die Dateigröße ist von ursprünglich 14,8 MB nach der Transcodierung auf 257MB angewachsen, d.h. viel Festplattenplatz erforderlich. Die Qualität ist natürlich super und das Echtzeitverhalten ist sehr gut.

Im Zusammenhang mit meinem AVCHD-Kameratest hier habe ich mir auf einer leeren SDHC-Mediakarte eine BDMV-Struktur mit 500 Clips angelegt und diese Struktur auf der PC-Festplatte gesichert. Nun muß ich lediglich die *.mts-Clips in dieser Verzeichnisstruktur gegen Clips beliebiger AVCHD-Kameras austauschen um das Material für Premiere Pro CS3 zu konvertieren.

Der Vorteil dieses echten Intra-Frame basierenden Intermediate-Formats liegt in der hohen Multigenerations-Stabilität /4/ also dann Pflicht wenn viele Renderinggenerationen für ein Projekt benötigt werden und Chromakeying oft vorkommt.

Andere Lösungen:

Einen AVC-Transcoder im Eigenbau habe ich bereits hier vorgestellt.

Über weitere Möglichkeiten AVCHD-Files zu bearbeiten kann man sich hier und hier informieren.

Bildstabilisierung:

Ich benutze dafür derzeit diese und diese Methode.
Je nach Schwierigkeitsgrad des "Wackelclips, kommt mal diese oder jene Möglichkeit der Bildberuhigung zum Einsatz.

Grafikkarte:

Ich betreibe Premiere Pro CS3 mit einer kompatiblen Grafikkarte um den erweiterten GPU-Modus und damit in der Grafikkarte schlummernde Potential nutzen zu können. Für diese Grafikkarte kann man über Projekt/Projekteinstellungen/Allgemein den beschleunigten GPU-Modus mit den erweiterten Hardwarefunktionen einschalten um die Videowiedergabe sowie zahlreiche Effekte auf dem Desktop zu beschleunigen.

Videovorschau bei HDV-Schnitt auf einem zweiten Monitor:

Ich verwende dafür meinen 19" CRT-Monitor an der obigen Grafikkarte und habe auch bei HDV-Schnitt ein 16:9 Videobild mit einer Bilddiagonale von ca. 41cm. Wie man das hinbekommt mit dem Vorschaumonitor, habe ich hier beschrieben.

Bei der Erstellung von wmv-Dateien beachten:

Unbedingt im MediaEncoder links oben das Kästchen "Zusammenfügen" aktivieren vor der Ausgabe des Interlaced-Materials in eine wmv-Datei. Im Idealfall erscheint das Videobild dadurch deutlich klarer und detaillierter und das Zeilenflimmern wird reduziert. Ein paar Infos zu wmvHD bietet MS auf dieser Homepage an.

Aus meiner Sicht ist Premiere Pro ein Spitzenprogramm mit sehr viel Unterstützung im Internet und zahlreiche Literatur. Genau diese Unterstützung benötigt ein Hobbyist.

Flash-Video für das Internet:

Flash-Video ist mittlerweile mein Lieblingsformat für das Web geworden. Die Dateien werden sehr schnell in guter Qualität erstellt und es ist gut für das Streaming geeignet. Hier ein Beispiel, Ausgangsmaterial war noch SD-Video von der Panasonic GS400.

Sehr schöne Beispiele stellt Adobe hier vor.

 

Linkliste

Neue Funktionen in P-Pro 2.0 lernen

Slashcam-Academy, neue Funktionen

Tipps und Übungen

Workflows und Tutorials für Premiere Pro

Liste mit GPU-Grafikkarten für Vitascene

 

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Premiere Pro

Wie schon in der Aufzählung erwähnt kann man mit Premiere Pro timecode-genaues HDV-Batch-Capturing durchführen. Dies kann man gut für schwächere PC-Systeme nutzen um HDV-Offline-Schnitt mit Hilfe des Videoschnitts auf DV-Clips durchzuführen. Ferner kann man im DV-Projekt die Vorschau auf einen PAL-TV zur Kontrolle ausgeben. Die DV-Clips werden praktisch nur als Proxy während des Schnitts verwendet, das Endformat wird aus HDV-Clips erzeugt.

HDV-Offline-Schnitt mit P-Pro

Für HDV-Produktion mit Hilfe von DV-Clips sind zunächst folgende Voraussetzungen zu schaffen:
  • Das Band muss durchgehend und ohne Lücken  mit Timecode versehen sein (bei geschlossenem Objektivdeckel einmal das Band im Aufnahmezustand vor der ersten echten Videoaufnahme durchlaufen lassen)
  • Titel legt man vektorbasiert an (der Titler von P-Pro 2.0 arbeitet vektorbasierend!)
  • Grafiken und Bilder müssen in HDV-Auflösung vorbereitet werden, also in 1920 x 1080 Pixel Auflösung
  • Keine Effekt-Plug-in verwenden die später in der HDV-Bearbeitung nicht verfügbar sind

Der Ablauf des HDV-Offline-Schnitts ist dann wie folgt:

  1. DV-Projekt anlegen
  2. Video im niedrigauflösenden DV vom HDV-Band aus capturen
  3. Schnittarbeiten durchführen
  4. HDV-Projekt (1080i) anlegen
  5. In das HDV-Projekt die DV-Projektdatei importieren
  6. Mittels Batchcapturing das DV-Projekt durch hochauflösendes Capturing von HDV ersetzen
  7. HDV-Endformat herausrendern 

Einzelheiten hierzu sind nachzulesen im Beitrag von PCVIDEO 1/2007 Seite 26-29.

Über Batchaufnahmen und Offlinedateien gibt das P-Pro 2.0 - Handbuch ab Seite 78 Auskunft.

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HDV-Offline-Schnitt mit P-Pro

Eines der schwierigsten Kapitel der Postproduktion von Videos ist die Vertonung mit passender Musik. Eine geniale Möglichkeit ergibt sich mit Soundtrack von SmartSound lizenzfrei für den privaten Gebrauch.

Quicktrack von SmartSound für P-Pro

Im Februar 2007 hat SmartSound, bekannt durch Soundtrack-Softwarelösungen, das Programm Quicktracks für Premiere zum kostenlosen Download frei gegeben. Es enthielt 10 lizenzfreie Musikstücke, die für jedes Videoprojekt aus Premiere Pro heraus leicht auf die exakte Länge des Videos angepasst werden können.

Nach der Installation kann man Quicktrack über das Menü Datei/Neu/SmartSound aufrufen:

Man kann die Abspiellänge des SmartSounds bestimmem und auch einen Loop erzeugen.

Erstaunlich ist, dass mit der kostenlosen Version von Quicktracks alle auf dem PC schon für Pinnacle Studio 10 Plus installierten SmartSound-Stücke für die Verwendung in Premiere Pro mit eingebunden worden sind. Nicht aber nur Musik-Stücke kann man jetzt mit Quicktracks verwenden, auch Sound-Effekte.

Tipp: Geräusche selbst produzieren

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Quicktrack von SmartSound für P-Pro

Mein zweites Videoschnittprogramm, ein reines Consumerprodukt, es wird auch auf dem Notebook bei mir verwendet  

Pinnacle Studio 12 Ultimate

Ab Juni 2008 ist das neue Pinnacle Studio 12 ausgeliefert worden. Diesmal ist ein vollständiges Blu-ray-Authoring dabei. Darüber hinaus sind neue Montagemöglichkeiten und weitere Programme mit Effekten hinzugekommen, ebenfalls ein vollwertiges Blu-ray-Authoring.

Weitere Einzelheiten dazu sind hier zu finden.

Am 09. Mai 2007 installierte ich Pinnacles neueste NLE-Version: Pinnacle Studio 11 Ultimate. Insbesondere durch das mitgelieferte Plug-in VitaScene ist Studio sehr aufgewertet worden.  Jetzt ist auch AVCHD-Editing möglich, wenn auch nicht so elegant wie mit HDV-Material, weil das Material viel höher komprimiert ist und auf jeden Fall einen Kraftwerks-Rechner benötigt. Mit VitaScene und Hollywood FX ist eine unglaubliche Vielfalt an Videoeffekten möglich. Es kommt nur noch darauf an, was man damit macht.

Nachfolgende Beschreibung von Studio 10 Plus gilt im Prinzip auch für Studio 11. Mehr Informationen zu Studio 11 Plus Ultimate ist aber hier zu finden. 

Erst mit dem Patch 10.5 vom Februar 2006 ist Studio mit dem Liquid-Edition Kern in die HDV-Videoschnittklasse mit einem geringen Kaufpreis hinaufgehievt worden. Und Studio macht das garnicht mal so schlecht. 
Der Schnitt erfolgt nativ, wobei Studio während des Capturings bereits ein *.m2v-Videofile und ein *.wav-Audiofile mittels Demultiplexing erzeugt und es deshalb so leicht zu schneiden ist auch mit einem schwächeren Rechner.

Hauptmerkmale HDV-Videoschnitt:

  • Schnitt: Nativ
  • Szenenerkennung automatisch - nach Aufnahmezeit und Datum
  • Smart-Rendering im Feuerwehrtempo in 1A-Qualität
  • Hollywood FX  Basic, welches man auf höhere Versionen freischalten kann
  • Gute Performance
  • SmartSound für leichte Video-Vertonung
  • Arbeitet bei mir sehr stabil
  • Zwei Videospuren
  • Verwackelte Clips kann man stabilisieren (für HDV gerade noch brauchbar)
  • Monitorvorschau kann man auf Wunsch in Vollauflösung abspielen
  • Hochauflösende Bilder werden nicht herunterskaliert
  • Hochauflösende Slideshows intuitiv und schnell erstellbar
  • Berechnet Videoeffekte hardwarebeschleunigt im Hintergrund
  • Kann auch bei HDV-Schnitt eine Vollbild-Videovorschau auf einem sekundären Monitor anzeigen
  • Es stehen viele kostenlose Plug-ins zu Verfügung (Beispiel)
  • Für Heroglyph und Adorage werden Plug-in angeboten

HDV-Files die z.B. mit HDVSplit gecaptured worden sind, kann Studio nicht laden. Hier hilft aber das Freeware-Tool MPEG StreamClip um die Files in das Format "Convert to TS with MP2 Audio" verlustlos zu konvertieren. 

Eine Szenenerkennung nach Aufnahmezeit und Datum ist vorhanden und die bearbeiteten Files können auch wieder zum HDV-Camcorder zurückgespielt werden. Eine zweite Videospur für Overlayeffekte mit PIP z.B. steht ebenfalls zu Verfügung.

Sehr gut funktioniert hier auch das Smart-Rendering. Es wird nur dort etwas gerendert, wo etwas am Original verändert worden ist. 

Besonderen Spaß macht mir aber dieses Programm bei der Erstellung von HD-Slideshows. Mit keinem anderen hier genannten Programm kann man derart schnell und intuitiv z.B. PAN & Zoom auf hochauflösenden Bildern realisieren. Man kann alle für den Videoschnitt verfügbaren Werkszeuge auch für die HD-Slideshows einsetzen. Eine Grafikkarte mit 256 MB ist zu empfehlen.

Der MPEG2HD-Encoder liefert ausgezeichnete Ergebnisse, in CBR und VBR!.

AVCHD-Files kann Studio 11 Plus nativ editieren, mit einem übertakteten Intelprozessor Q6600 auf 4x3GHz klappt das auch sehr gut. Wenn man mit dem oben erwähnten AVCMerge die AVCHD-Kamerafiles zusammenhängt in eine große Datei, läßt sich diese viel schneller laden als viele Einzelclips, in der Summe ist diese Datei auch kleiner als die Summe der Einzelclips. Die Szenenerkennung kann man auch nachträglich nach Inhalt drüberlaufen lassen, so dass die Szenentrennung kein eigentliches Problem ist. Die Ausgabe kann nach MPEG2HD oder H.264/AVC für eine AVCHD-DVD erfolgen.

Disk-Authoring ist nur für MPEG2-DVD möglich. Das noch intergrierte HD-DVD Authoring ist kaum noch nutzbar, da es keine HD-DVD-Player mehr gibt. Die nächste Version 12 wird wohl auch das Bluray-Authoring beinhalten.

Ein weiteres Highlight von Studio ist  das Hollywood FX Mega 6.0 für phantastische 3D-Effekte und 3D-Text, welches man kostenlos in Studio 10 Plus freischalten kann, wenn man z.B. schon über eine eine ältere Version aus Studio 8-Zeiten verfügt. Ansonsten muss man eine extra Freischaltgebühr entrichten.

Bild: 3D-Keyframe-Editor von Hollywood FX 

Den HFX-Editor kann man auch unabhängig von Studio Plus aufrufen um eigene Kreationen zu gestalten.

HFX nutzt die 3D-Leistung moderner Grafikkarten zur Beschleunigung der Effektdarstellung voll aus.

Sehr gute Homepage zu HFX...

Bildstabilisierung:

Mit dem Filter "Stabilisieren" kann man verwackelte Clips beruhigen. Studio schneidet rigoros  in der Höhe und Breite je 20% des Bildinhaltes weg und vergrößert dann den Rest auf die ursprüngliche Auflösung. Es geht dabei Schärfe verloren, Nachschärfen ist deshalb erforderlich!

Bild: Original/Stabilisiert mit Studio 10 Plus

Viel besser fällt das Stabilisieren verwackelter Videos mit dem Deshaker aus. Wie man das in Studio realisieren kann, steht hier. Den Deshaker bekommt man kostenlos und wie so oft ist das was nichts kostet das Beste!

Im Falle Studio 12 kann man den Mercalli-Deshaker in Studio als Plg-in einbinden, was natürlich eine sehr elegante und schnelle Lösung ist um Clips zu beruhigen.

Man kann auch mit einer Vollbildvorschau in HDV schneiden. In diesem Fall muss man bei den Settings die Einstellungen für "Video- und Audio-Voreinstellungen" hernehmen und dort bei "Vollbildvorschau anzeigen auf:" angeben: "Sekundär-VGA Monitor". Wie man den Dualmonitorbetrieb einstellt, habe ich hier beschrieben. Für schwächere PC-Systeme kann man statt Vollbildvorschau, 1/4 Vollbildvorschau nutzen, wenn das Kästchen für die Vollbildvorschau nicht angeklickt wird.

Hätte Studio die Möglichkeit mit mehr als zwei Videospuren zu arbeiten und einige weitere Compositig-Fähigkeiten wie etwas Premiere Pro, dann wäre dieses Programm geradezu ideal auch für anspruchsvolle Hobbyisten. Auch so aber ist dieses Videoschnittprogramm sehr sehr nützlich.

Kostenlose Plug-in für Studio:

von Werner Löttgen:

von Jan Peter Riegel

von Klaus Horst(Studio 9)

Mit diesem Programm kann man problemlos vom HDV- und AVCHD-Videomaterial editieren. Besonders schnell lassen sich auch HD-Diashowas produzieten. 

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Studio 12 Ultimate

Folgende Tools benötigt man derzeit unbedingt für die Bearbeitung von HDV-Material

Wichtige HD-Tools

Folgende HDV-Tools benötigt man derzeit ergänzend zum eigentlichen HDV-Videoschnittprogramm:
  1. HDV-Split für das native Capturing mit Szenenerkennung nach dem Zeitstempel.
  2. Weiteres Freeware HDV-Capturing: Klick
  3. Split 4DVD um vorführfertig gerenderte große TS-Files so zu zerteilen, dass man diese auf mehrere Daten-DVDs zerteilt archivieren und später wieder zusammenfügen kann.
  4. MPEG Streamclip für Konvertierungen/Skalierungen von HDV-Material
  5. AVCMerge um AVCHD-Clips zusammenzuhängen 
  6. NeroVision von Nero 8 für Konvertierungen, Editing und viel mehr
  7. Mit der Freeware HeadAC3he kann man AC3 in 6spurige wav konvertieren.

  8. Einfach mit ffmpeggui Audio in AC3 konvertieren.

  9. MediaInfo, zeigt Informationen zu Ihren Audio- und Video-Dateien an.

  10. GSpot, damit kriegt man heraus welche Settings/Codec im NLE nötig sind um unbekanntes Videomaterial editieren zu können.

  11. VirtualDubMod und Avisynth für unterschiedlichste Aufgaben

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Wichtige HDV-Tools

Nun noch etwas mehr zur Wandlung von HDV in DV für DVD

Wandlung HDV zu SDV für DVD

Es gibt verschiedene Möglichkeiten HDV-Material in eine DVD kompatible Datei zu skalieren. 

HDV-Kameras können die Aufnahmen nicht nur in HDV, sondern auch als DV-AVI, also herunterskaliert in sehr guter Bildqualität auf die Festplatte des PCs ausgeben. Im Menü "STD.EINST." des Sony HDR-HC3-Camcorders stellt man dazu im Register "i.LINK KONV." die Ausgabe an der Firewire-Schnittstelle auf "EIN(HDV-->DV" ein. Nach dem Kopiervorgang kann man die benötigte DVD kompatible Datei im Videoschnittprogramm erstellen.

So manches Videoschnittprogramm kann die Skalierung von HDV nach SDV nicht sehr gut umsetzen. Ganz anders ist hier das Freeware-Tool MPEG StreamClip. Die Downskalierung mit diesem Tool überzeugt auf der ganzen Linie.

Super Ergebnisse bekommt man, wenn man sich mit den verschiedenen Resize-Verfahren einfach mal beschäftigt,  hier habe ich noch mehr dazu geschrieben.

Beipielframes von Down-Konvertierungen

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Wandlung HDV zu SDV für DVD

Aus DV-AVI HDV-Material erstellen

Hochskalierung von SDV-AVI auf HDV

Sehr gute Ergebnisse erzielt man, wenn man 16:9 DV-AVI Rohmaterial (wenn das DV-Ausgangsmaterial nur 4:3 hat, werden die Ergebnisse nach der Hochskalierung auf 16:9 etwas schlechter!) nach dem Schnitt von der Timeline aus direkt in einen HDV-Transportstream herausrendert. Ich lege dabei immer ein HDV-Projekt an und ziehe die DV-Clips in das HDV-Projekt und passe diese an das Projekt an. So kann man sein altes DV-Material mit wirklich guten Ergebnissen hochskalieren. Die Bildqualität fällt dabei besser aus, als bei der Wiedergabe einer kompatiblen DVD vom DV-Material aus über einen HDMI-DVD-Player zum HDTV. Wie gut, dass ich alle DV-Schnitte zum Band zurückgesichert habe, so kann ich sie jetzt alle hochskalieren.

Ich habe mit verschiedenen MPEG2-Encodern die Ergebnisse mit einander verglichen:

1. DV-AVI in DVD kompatibel encodiert (576i) mit einer Bitrate von 8 MBit/s und Einspeisung mit einem HDMI-Player in den HDTV

2. DV-AVI in HD2 (1080i) mit einer Bitrate von 25 MBit/s encodiert und mit dem Netzwerkplayer Sony-PS3 hochauflösend  in den HDTV eingespeist.

Immer hat die Version 2 das bessere Bildergebnis geliefert, warum?

Bei der Bitrate von 8 MBit/s treten im Falle feinster Strukturen oder kritischen Bewegungen bei bestimmten Mustern sog. lokale Flimmer- und/oder Moskitoeffekte im Video-Bild auf, nicht dagegen bei der Bitrate von 25 MBit/s, das Bild hier war immer sauber und frei von diesen Effekten.

Das Freeware-Tools MPEG StreamClip lässt sich ebenfalls für Hochskalierung einsetzen.

Über die Upskalierung per AviSynth habe ich auch hier etwas geschrieben.

Zwar sind die so hochskalierten DV-AVIs noch keine HDV-Videos vor allem wegen der geringen Hintergrund- und Detailauflösung (was bei der Aufnahme auflösungsmäßig fehlt, kann man mit der Hochskalierung nicht herbeizaubern!) aber sie sind prima auf einem Full-HDTV anzuschauen.

Aus alten DV-AVIs werden bei mir jedenfalls HD-DVDs auf diese Art hergestellt und die DVD gehört endgültig der Vergangenheit an!

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Hochskalierung von SDV-AVI auf HDV

Authoring mit hochauflösendem Material?

Authoring von HD-Material

Darüber habe ich mich ausführlich schon hier ausgelassen...

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Authoring von HD-Material

Echtzeit-Videoschnitt, was ist das?

Echtzeit-Videoschnitt

Unter Echtzeit-Videoschnitt versteht man, dass man während des Schneidens eine Videovorschau in voller Bildrate (25fps) und Auflösung sowie finaler End-Qualität live am angeschlossen Video-Vorschaumonitor verfolgen kann um das Videos besser kontrollieren zu können.

Im Falle HDV-Videoschnitt arbeite ich im Doppelmonitorbetrieb, wobei die Vorschau über die Grafikkarte auf einen CRT-Monitor geleitet wird. Ich sehe also die Vorschau in einer Auflösung von 1680 x 945 mit ca. 41cm Bilddiagonale, was schon recht ordentlich ist. 
Das finale Renderergebnis schicke ich direkt vom Videoschnitt-PC aus per Netzwerkplayer zum HDTV für die zusätzliche Endkontrolle.

Im Falle Adobe Premiere Pro bekommt man mit 8-Bit BGRA eine Darstellung komplexer Bilder in Echtzeit wie man es im Bild oben sehen kann, kein Overlaybild also.

Ähnlich verhält es sich mit Studio 11 Ultimate, auch hier bekomme ich auf die Vorschau auf den CRT-Monitor, wobei die volle oder die halbe Auflösung benutzt werden kann. 

Für eine HDV-Videovorschau wird also in meinem Schnittstudio für für beide NLEs per Grafikkarte gesorgt. zur Beurteilung der Schärfe und des Bildstandes. Selbst die Beurteilung der Farbkorrektur bzw. des Cleanings auf diesem CRT-Monitor ist nach gewisser Einarbeitung für mich kein großes Problem hinsichtlich der späteren Wirkung auf meinem HDTV. 

Wie kommt es jetzt aber zu einer Echtzeitwiedergabe des HDV-Videos?

Überblendeffekte oder auf Clips angewendete Effekte müssen vorgerendert werden, damit das Video flüssig und mit voller Bildrate in der HDV-Videovorschau zu sehen ist. Dies wird bei meinen beiden NLEs unterschiedlich gelöst:

Premiere Pro:

Das Rendering für die Vorschau wird manuell per "Enter" - Taste ausgelöst. Man machts es meist dann, wenn oberhalb der Timeline im Bereich der Effekte eine rote Linie erscheint. Die rote Linie signalisiert also, dass Echtzeitwiedergabe mit voller Framerate und voller Auflösung nicht möglich ist. Zwingend ist das Vorrendern aber nicht unbedingt, ich nutze z.B. die Vorschau während des Editings kaum, ich schiebe einfach den Scrubber auf der Timeline schnell hin-und-her. Erst nach einem besonderen Effekt/Filter nutze ich die Echtzeitvorschau. Selbst wenn die rote Linie oberhalb der Timeline erscheint, kann die Videovorschau noch mit einer ausreichenden Bildrate unterhalb 25 fps gut für eine Kontrolle geeignet sein. Ruckelt die Vorschau zu stark, dann betätigt man einfach die Enter-Taste und P-Pro rendert diese Stelle nun durch. Jetzt kann man das prachtvolle Werk sich auf dem sekundären Monitor ruckelfrei und in voller Auflösung ansehen. Die vorgerenderten Stellen bleiben immer im Projekt erhalten, so dass man sich entsprechend dem Projektfortschritt zeitnah die Vorschau in Echtzeit ansehen kann. Leider wird das Ergebnis des Vorrenderings für die Vorschau nicht für das Rendering bei der finalen Video-Ausgabe genutzt, der Vorgang wird wiederholt und das Video wird komplett und ohne SmartRendering durchgerendert was dann viel länger dauert als bei dem nachfolgenden NLE. Allerdings bekommt man durch das komplette Neurendering auch eine gleichmäßige Bildqualität über alle Bereiche des Videos.

Mit meinen PC und dem hochgetakteten Prozessor Q6600 auf 4x3GHz habe ich kaum noch Engpässe beim Echtzeitediting des MPEG2HD-Videomaterials mit Premiere Pro.

Studio 12 Plus Ultimate:

Hier ist das Rendering für die Vorschau geschickter gelöst, es erfolgt automatisch im Hintergrund während der Editingpausen mit Unterstützung der Grafikkartenleistung, was das Vorrendering enorm beschleunigt. Man sieht den Fortschritt des Hintergrundrenderings am Verschwinden der Grünmarkierung oberhalb der Timeline an Stellen die für die Vorschau vorgerendert werden müssen. Auch hier bleibt während des Projektfortschritts das gerenderte Ergebnis erhalten, sogar auch für das finale SmartRendering in Echtzeit. Bei dem SmartRendering werden beim Editing unangetastete Videostellen nicht neu gerendert, was zu unterschiedlichen Bildqualitäten zwischen gerenderten und nichtgerenderten Videostellen führen kann, der Unterschied ist aber gering, da nur eine Renderinggeneration dazwischen liegt.

SmartRendering gibt es jedoch nicht mit dem H.264/AVC-Encoder!

Mit meinen PC und dem hochgetakteten Prozessor Q6600 auf 4x3GHz habe ich kaum noch Engpässe beim Echtzeitediting mit Studio 11 Plus, egal ob HDV oder AVCHD(auch wenn hier der Codec stärker verschlüsselt als bei HDV). 

NLEs mit Nutzung des RAM-Sopeichers für die Echtzeitvorschau

Ein typisches Videoschnittprogramm mit von Haus aus hoher Echtzeitfähigkeit ist Edius Neo. Die höchste Echtzeit-Performance erzielt dieses Programm aber nicht beim Nativ-Videoschnitt sondern mit dem Intermediate-Videoschnitt, also mit I-Frame-Dateien die mehrfach größer sind als das Original-Nativmaterial der Kameras.

Diese NLEs reservieren z.B. für 96 Frames (ca. 3,84 Sekunden Spielzeit bei einer Framerate von 25 Bildern/Sekunde) entsprechenden RAM-Speicher für die Erzeugung einer vollauflösenden Vorschau. In diesem Fall wird also die Vorschau nicht im Hintergrund vorgerendert. Wird es zuviel mit der Zahl der Spuren und Effekten, dann läuft der Echtzeitpuffer von 96 Frames auf 0 leer und die Echtzeit-Wiedergabe von der Timeline bleibt mit einem akustischen "Blong" stehen. Um mit dem vollen Puffer erneut zu starten , muss man deshalb die Timeline-Vorschau z.B. mit festgehaltener Shift-Taste starten. Jetzt füllt sich der Puffer und dann startet endlich die Timeline, also nach einer Verzögerungs- pause. 
Falls das Video bereits beim Start auf der Timeline mit vielen Effekten beladen ist, hilft als Vorlauf auch ein Stück Schwarzfilm für den Anlauf sozusagen bis der Echtzeitpuffer sich gefüllt hat. Nun geht das Spiel wieder von vorne loß, entweder die Vorschau auf der Timeline läuft durch z.B. bei weniger Spuren und Effekten oder sie bleibt stehen, wenn die Berechnungslast zu groß wird. Wird nicht genügend schnell der reservierte RAM-Speicher vom System freigemacht, dann läuft die reservierte Framezeit gegen Null und die Vorschau ruckelt nur noch mit geringer Framerate oder sie bleibt gar stehen. In den Settings kann man angeben, dass bei großer Rechnerlast die Vorschau mit geringerer Framezahl laufen soll. Dann aber kann man nicht mehr von einer Echtzeitwiedergabe bei der Vorschau reden. 

Link: diverse Echtzeitschnittmöglichkeiten

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Echtzeit-Videoschnitt

Nun noch etwas mehr zum Audio.

Audio

Originalton nehme ich mit dem eingebauten Kameramikrofon auf. Lediglich für Aufnahmen von Vorträgen benutze ich ein ansteckbares Funkmikrofon. Die Kamera benutze ich auch als Tonbandgerät, wenn mal ein längeres Stück z.B. in einer Kirche oder von Straßenmusikanten aufzunehmen ist. Das Bandlaufwerk hat meine Aufnahmen mit der Sony HDR-HC3 bisher kaum gestört. In der Postproduktion mische ich dann O-Ton mit Instrumental-Nachvertonungsmusik. Einige Links für den Download von Nachvertonungsmusik habe ich im Menü der Startseite angegeben. Darüber hinaus verfüge ich über ein großes privates Musikarchiv.

Audio editiere ich mit dem Freewareprogramm "Audacity" mit Lame MP3-Codec.

Weiter Audio-Tools aus meiner Sammlung:

  • ffmpegGUI Beta Build 3 für die Erzeugung von AC4-Audio
  • HeadAC3he für die Konvertierung von AC3 in 6-spurige wav

Dies nur um mal die einiges hier aufzulisten...

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Audio

Literaturverweise:

  1. Understanding Color Sampling

  2. Color Sampling

  3. Lernkurse

  4. Einführung HD-HDV und native HD-Codecs in der Postproduktion

  5. Und Action, Digitale Filmproduktion von A bis Z, ISBN3-8266-1558-1

16. Juli 2005, 24.03.2015 B.P. Hennek

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Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.