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Optimiert für IE5.5 und 800x600 Punkte
am 06.01.2001

PC für HDV-Videoschnitt optimieren

 

"HDV verlangt einen Doppelprozessor. Ob das nun ein Opteron oder CoreDuo ist, spielt dabei nicht unbedingt eine Rolle. Bei letzteren ist es jedoch sinnvoll, auf die extrem-Edition zu setzen: Sie bietet neben zwei echten Kernen noch Hyperthreading und damit vier logische Kerne pro Prozessor, auch wenn Hyperthreading nur wenig Leistungsgewinn bringt", so video aktiv DIGITAL in der Ausgabe 4/2006 Seite 67

Zumindest HDV-Hobbyisten sollten dieser Aussage keinen Glauben schenken. Mit meinem Videoschnitt-PC funktioniert HDV-Videoschnitt ohne größerer Behinderungen!

Was man selbst tun kann um HDV-Videoschnitt auf einem PC ab P4-3,2 GHz zu erleichtern, entnehmen Sie bitte nachstehender Aufstellung...

PC-Optimierungen

RAM-Speicher freimachen:

Ein GByte mehr RAM bringt einen größeren Performanceschub als die Erhöhung der Taktfrequenz um 0,4 GHz. RAM arbeiten auch viel schneller als eine Auslagerung auf die Festplatte.

Auch wenn man z.B. 2GB an RAM-Speicher verfügbar hat, so geht diese Speicherreserve im Falle Videoschnitt sehr schnell zu Ende. Stehen beim Programmstart noch 1,5GB zu Verfügung dann verbleiben bei einem 60Minuten-Projekt z.B. nach dem Öffnen der grafischen Clip-Miniaturen im BIN-/Projektfenster nur noch 0,75MB für den eigentlichen Videoschnitt mit Vorschau von der Timeline aus und um flüssig und geschmeidig in der Timeline im Falle HDV arbeiten zu können. Ebenfalls holen sich Videoschnittprogramme mit Echtzeiteigenschaften den erforderlichen schnellen Puffer aus der RAM-Reserve. Arbeitet das System an der Auslastungsgrenze der RAM-Speicher, dann kann es zum Ausstieg des Programmes oder zumindest zu langen Verzögerungszeiten kommen. Natürlich kann man noch 1GB passende RAM-Bausteine drauflegen, helfen kann man sich aber auch mit dem Programm "FreeMem Standard" welches es für kostenlose Nutzung im Netz zum Download gibt.

Mit "FreeMem" kann man eine bestimmte Menge Speicher dem System zugeordnen. Programme und DLLs, die gerade nicht in Benutzung sind, teilt das Programm der Swap-Datei zu - und dadurch kommt es zu einer merklichen Entlastung der RAM-Ressourcen.

Wie kann man mehr als 2MB-RAM für Premiere Pro nutzen?

Vorsicht aber, es kann sein, dass die GraKa nach einem Switch auf 3GB nicht mehr korrekt arbeitet, sh. zum Beispiel hier ...

Man kann sein System zusätzlich verbessern in dem man folgende Optimierungen durchprobiert:

Swap Datei

Die Swap Datei ist die größte Störgröße in einem Videosystem. Während Video aufgenommen wird, ändert das Betriebssystem automatisch die Swap Größe und benötigt so mehr Power von der Festplatte. In der Systemsteuerung geht man auf die Einstellung für den Virtuellen Arbeitsspeicher. Hier kann man benutzerdefinierte Einstellungen machen. Der minimale und maximale Wert sollte auf identische Größe eingestellt werden. 

vcache:

In der System.ini sollte der Eintrag [vcache] vorhanden ist. Wenn nicht, tragen Sie ein:

[vcache]
MinFileCache= (hier den Wert von: 1/8 der RAM-Speichers eintragen)
MaxFileCache= (hier den Wert von: 1/8 der RAM-Speichers eintragen)
ChunkSize=512 (Chunksize sollte immer unverändert 512 betragen, dies ist die Paketgrösse, mit der der VCache liest und schreibt.
)

Die Werte sollen ein vielfaches von 1024 betragen. 

Maßnahmen im Videoschnittprogramm für mehr Performance bei der Vorschau z.B.:

- Das Projektfenster auf Listenanzeige statt Mini-Bildchen umschalten
- Bei den Clips auf der Timeline die Vorschaubildchen abschalten

Für die Wirksamkeit der Tipps übernehme ich keinerlei Garantie!

Grafikkarte:

Die Grafikkarte sollte für HDV-Schnitt 256MB RAM schon haben und kompatibel zum Videoschnittprogramm sein (sh. Listen der Videoschnitthersteller) um z.B. GPU-Unterstützung für Effekte zu bekommen.

PC überprüfen und beschleunigen:

Bei HDV-Schnitt ist unser Videoschnitt-PC, der noch bei DV-Videoschnitt einen Highendgerät darstellte an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit/Performance. Es ist nicht immer aber ein Umstieg auf doppelte Herzen oder sonst etwas nötig was die Industrie da auf den Markt täglich wirft. Wir können aus dem vorhandenen PC noch viel herausholen für den Schnitt des hochkomprimierten HDV-Materials. Die Komprimierung verlangt mehr PC-Performance... Keine Angst aber, wer einen PC mit mindestens P4-3,2GHz, 2GB RAM, 256MB RAM GraKa mit ordentlichen Festplatten verfügt, der wird damit auch sehr gut HDV Material schneiden können. Anders wird es da aussehen beim Schnitt vom noch wesentlich höher komprimierten Video-Material der neuen AVCHD-Camcordersysteme(MPEG4 AVC/H.264). Hierfür wird man auf neueste PC-Technologie aufrüsten müssen, nicht aber für das heutige HDV-Material.

Zuerst einmal: Weg mit den vielen Hintergrundprogrammen, die sich da beim Systemstart von der Festplatte einnisten. Solche Hintergrundprogramme können die Vorschau und den Ton zum stottern bringen oder gar das Capturing behindern!

Über Start/Einstellungen/Systemsteuerung/System/Erweitert und Systemleistung sowie Einstellungen kommt man zu diesem Setting, hier ist der Punkt "Für optimale Leistung anpassen" zu aktivieren.

Eine Vielzahl von kleinen Helfern unterstützt uns ferner um das System zu verbessern:

  1. dxdiag: diesen Befehl tippen wir in das Feld Start/Ausführen um die korrekte Funktion der Grafikkarte zu überprüfen
  2. msconfig: diesen Befehl tippen wir in das Feld Start/Ausführen und gehen hier auf das Register "Systemstart". Hier sehen wir welche unnütze Hintergrundprogramme der PC startet. Wir können sie aber an dieser Stelle deaktivieren. Vorsicht aber, wenn man keine Ahnung vom PC hat, sollte man das lieber einen Fachmann machen lassen!
  3. Tweak UI: ein kleines Programm mit dem wir unseren PC nach unseren Wünschen konfigurieren können, z.B. sehr bequem den Autostart der CD/DVD-Laufwerke zuschalten oder abschalten.
  4. jv16 PowerTools: eine ganze Sammlung von Funktionen um z.B. die Rergistry von alten Beiträgen zu reinigen, oder ein Temp Datei-Tool...
  5. EVEREST Home Edition: damit kann man fast alles über den eigenen PC erfahren und auch einen Benchmark über das lesen/schreiben von Dateien machen um die Performance zu überprüfen.
  6. CPU-Z: um alles über die CPU und Memory zu erfahren...
  7. vcswap.exe: für das Codec- und DirectShow Filteranagement auf unserem PC
  8. GraphEdit: um zu erfahren über welche Wege unser Video abgespielt wird.
  9. RegEdit: um in der Registrierung Änderungen vornehmen zu können
  10. Radlight Filter Manager 1.4: Hilft herauszufinden, welcher Codec installiert ist. Speicherort und die entsprechenden Registryeinträge werden angegeben, sehr hilfreich bei einer Deinstallation von Codecs. Prioritäten können neu vorgegeben werden (Merit-Zuweisung!).



    Bild: Hier sieht man, mit welchen Codec der WMP gerade ein Video abspielt...

  11. Das Windows XP Video Decoder Checkup Utility  checkt das System nach einem vorhandenem MPEG2 Decoder. Dieser ist notwendig um DVD's mit dem Windows Media Player abzuspielen. Das Windows XP Video Decoder Checkup Utility kann außerdem feststellen, ob der installierte Codec mit dem Windows Media Player 10 kompatibel ist.

  12. GraphManager um den Merit zuzuweisen...

  13. Das bekannte GSpot um abzuspielende Videos auf erforderlichen Abspielcodec hin zu untersuchen

  14. Ein weiteres feines Tool von elCutty ist DXfilterList, welches die aktuellen Filter zeigt mit denen ein Video abgespielt wird.

  15. Filter optimal kombinieren
    Wählt man zum Abspielen von Videos den media Player Classic (MPC), dann kann man dort angeben welchen Decoder MPC verwenden soll:


    Man wählt unter "Add Filter" entsprechend aus und markiert den Decoder mit "Prefer", wenn mehrere in der Liste vorhanden sind.

Videoschnittprogramm mehr Power zuweisen

Zuweisung von Prioritäten:

Speicher optimal nutzen:

In der Registrierdatenbank kann man die Cacheverwaltung optimieren. man ruft über Start/Ausführen regedit auf und sucht dort den Schlüssel:

HKEY_LOCAL_MACHINE/System/CurrentControlSet/Control/SessionManager/MemoryManagement.

Nun muss man hier LargeSystemCache aktivieren indem man eine 1 zuweist.

Wenn der Camcorder nicht erkannt wird:

Dann liegt das an der Verbindungskette: Camcorder-Kabel-1394-Capture Hardware - den Treibern von Windows. Die kompl. Verbindungskette ist zu überprüfen und im Geräte-Manager per Schaltfläche der Treiber des IEEE-1394-Hostcontrollers zu deinstallieren und anschließend mit der Schaltfläche "Nach geänderter Hardware suchen" mit angeschlossenem und auf "Play/Edit" aktiviertem Camcorder zu betätigen.

MPEG-2-Transkodierung in Adobe Premiere Pro führt möglicherweise zum Absturz von Adobe Premiere Pro oder Windows XP Service Pack 2:

Lösungsangebot vom Microsoft bitte lesen

Alle Maßnahmen am PC die Sie selbst durchführen, geschehen auf eigene Gefahr!

Adobe: Troubleshoot

Slashcam: Tipps

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PC-Optimierungen

16. Juli 2005, 22.01.2007 B.P. Hennek

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Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.