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Licht
am Ende des Tunnels?
Eine
Frage im Digitalschnittforum zum HD-Video animierte mich etwas
ausführlicher als sonst darauf einzugehen mit dem
Versuch ein wenig mehr objektive Informationen für eine
Kaufentscheidungen beizutragen . Mein Beitrag hier orientiert sich am
Systemvergleich AVCHD/HDV am Beispiel von zwei typischen Vertretern
dieser Kamera-Systeme. Wer Testdaten von Videomagazinen
benötigt, der wird bei SlashCam und VAD fündig. Eine
Kaufentscheidung will ich mit meiner Beratung nicht erzwingen, eher
zeige ich auf zu welchem Ergebnis ich selbst gekommen bin nach
Gewichtung verschiedener Fakten und unter Berücksichtigung der
vorhandenen Nachbearbeitungskette bestehend aus Videoschnitt-PC und dem
nötigen Videoschnittprogramm.
Umsteiger auf HD-Video suchen Antworten:
"Meine Frage, sind die
heutigen Cams im Preisrahmen von 500 bis 750 Euro
(Straßenpreis) Lowlight-mäßig definitv
besser als meine alte Hi8, sodass ich mich bei der Auswahl *nur* noch
auf Ausstattungsmerkmale, die meinen Anforderungen entsprechen, zu
beschränken brauche?" fragte jemand im Digitalschnittforum.
Bei
der Antwort darauf habe ich mir ein wenig mehr Mühe gegeben
als sonst weil der Tag ein schöner Sonntag war. Der
Interessent liest auch hier auf der Homepage mit, er stellte noch
weitere Fragen später an mich per E-Mail:
Du wirst mit HD-Video schon
Deine Freude haben, wenn Du Deine Ausrüstung:
-
Kamera (HDV oder AVCHD)
-
Vorkehrungen für
Datensicherung/Archivierung der Aufnahmen
-
PC wie diesen hier,
da Videomaterial mit dem H.264-AVC Codec etwa 3mal
mehr PC-Power benötigt als für HDV-Material (MPEG2)
bei Nativschnitt. Für HDV-Nativschnitt reicht ein solcher PC vollkommen
aus.
-
Im Falle von Intermediate- oder
Proxy-Schnitt) reicht auch ein schwächerer PC aus.
- Videoschnittprogramm für flüssigen Nativschnitt statt Stotter-Bremsklotz als Editierwerkzeug
-
HD-Player (Netzwerkplayer,
Media-Festplattenplayer, Blu-ray Player)
-
HDTV (Full-HD ab 37")
sorgfältig und
überlegt auswählst und zusammenstellst.
Damit bekommst Du um Klassen bessere Videos als mit Deinem alten
Hi8-System.
Der
Einstieg in das HD-Hobbyvideo beginnt bei den meisten Leuten mit dem
Kauf einer HD-Kamera. Sie fahren dabei ab auf Schlagworte wie:
Full-HD, Speicherkarte*, Millionen von Pixeln auf dem Aufnahmechip
etc.
Das große Jammern beginnt spätestens dann wenn Sie
die die Clips der AVCHD-Kamera nur mit Dunkelpausen auf dem HDTV von
der Kamera aus betrachten können oder nur "Ruckelschnitt" auf
dem PC realisierbar ist.
| Bitte
nicht verwechseln, die Zahl der Bildpunkte hat nichts mit der
Bildschärfe zu tun, eher ist die gemessene
Luminanzauflösung (siehe Meßdiagramme bei VAD oder
Slashcam) ein Beurteilungsmaßstab dafür.
Es kommt auch nicht nur auf die Bildschärfe an, sondern auch
auf die Detailwiedergabe, Farbauflösung, Farbtreue und wenig
Bildrauschen bei Schwachlicht an. |
* über die
Zuverlässigkeit von Speicherkarten kann man hiereiniges
nachlesen, man muß eine ausgeklügelte Sicherungsstrategie
entwickeln. Ich verwende bei meiner Canon PowerShot SX1 IS z.B. gerne
kleinere Speicherkarten damit im Falle eines Kartenausfalls nicht
zuviel Video verloren geht!
Meine eigenen
Kaufkriterien für HD-Video-Kameras sind:
-
Leicht editierbares
Videomaterial mit preisgünstigen Intel - Mehrkernprozessoren (siehe
mein Videoschnitt-PC und
Notebook für Wohnmobiltouren mit viel Zeit
um gleich einen HD-Grobschnitt zu machen).
-
Gute Lowlightaufnahmen
mit möglichst wenig Bildrauschen
-
Bestens
funktionierender Bildstabilisator (OIS)
-
Gut und
reaktionsschnell zupackender Autofocus, auch bei Schwenks
-
Ruckelfreier Zoom,
auch mit niedriger Geschwindigkeit
-
Manuelle
Einstellmöglichkeiten für Aufnahmezeit,
Aufnahmeblende/Punktbelichtungswahl, Tonaussteuerung, Focus,
Rad/Ring/Punktfocus für Schärfeverlagerungen
-
Gute Luminanz- und
Farbauflösung, natürliche Farbgebung
-
Geringstmögliche
Moire- und CA-Bildung
-
Kamera soll auch als
Player für den HDTV mit rückgespeicherten Videos
einsetzbar sein, keine Dunkelpausen bei Wiedergabe zwischen den Szenen!
-
Archivierung nicht auf
Speicherkarten, eher auf Band, Festplatten und optische Medien
-
A/D-Wandler
um alte Analogvideos in digitale Dateien transferieren zu
können
-
Ausreichende Fotofunktion um
Bilder in Videos einfügen zu können
-
Sucher,
Standardzubehörschuh, Anschluss für externes
Standardmikrofon
Im Detail nun noch aus meiner
Erfahrung ein paar Tipps zur HD-Kamera der Consumer-Klasse
in der ich mich ebenfalls bewege, da ich weder Semi- noch Profi bin:
-
Die "Nachteule"
unter den HD-Kameras ist ohne Zweifel derzeit (08/2009) die
Sony HDR-XR520/XR500 (AVCHD).
Im Lowlight setzt diese Kamera Maßstäbe, sie ist
besser als
alle anderen Kameras dieser Klasse. Hier gibt es noch gute
Schärfe, viel Farbe und erstaunlich wenig Rauschen selbst bei
12Lux Beleuchtungsstärke. Die Nachfolger dieser Kamera in
2010 sind zwar mit mehr manuellen Funktionien und einem Sucher
ausgestattet worden, LoLi ist aber schlechter geworden, auch der OIS
soll Probleme bereiten. Besser sollen da die neuen Panasonic-Kameras
der Spitzenklasse in 2010 geworden sein, vor allem auch wegen der
Möglichkeit in 1920x1080p-50 aufnehmen zu können.
Für rauschfreie/rauscharme Videoaufnahmen benötigt
man nach Expertenmeinung bei
einem CMOS-Aufnahmechip
physikalisch ein Pixelpitch (Einzelsensorgröße!) von ca. 6
µm. Zwar
hat der Sensor dieser Sony-Kameras viele Millionen dieser Pixelpitch,
nicht aber in dieser Größe. Das wabernde
Bild-Rauschen wird deshalb in dieser Kamera herausgerechnet
mit einem speziellen Bildprozessor-Filter.
Speicherkarten eignen sich als sich nach heutigem Erkenntnisstand nicht
zur dauerhaften Aufbewahrung der Daten. Experten raten davon
ab: Alle Flashmedien (zu denen auch Speicherkarten gehören),
haben zwar einen nicht flüchtigen Speicher, das aber nur
zeitlich begrenzt. Man spricht von einem Zeitraum von Jahren auch wenn
es noch keine Langzeitstudien dazu gibt. Es bleiben deshalb nur
Festplatten oder optische Medien für die Archivierung.
Leider kann man AVCHD-Kameras meist nicht als Zuspieler für
den HDTV für fertig geschnittene und bearbeitete Videos
verwenden wegen der problematischen Rückspeicherung die je
nach Fabrikat und Videoschnittprogramm abgeklärt werden muss.
Mit dem PowerDirector 7 z.B. konnte man den Schnitt so abspeichern,
dass der zur Canons AVCHD-Kamera HF100 mitgelieferte ImageMixer das
geschnittene Video wieder auf die Speicherkarte der Kamera
zurückspeichern konnte, siehe hier.
Mit dem PowerDirector 8 soll das nicht mehr so funktionieren.
Eine SD-Videoausgabe ist nicht möglich, ausgeschlossen ist
auch der Einsatz dieser Kamera als Analog/Digitalwandler für
Analog-Videoquellen.
Die manuellen Eingriffsmöglichkeiten sind eher sehr gering,
immerhin aber kann man die Blendenauswahl auf den manuellen Ring legen
und den Focus auch für Schärfeüberlagerungen
auf
Touchscreen legen.
Das 8cm Display ist eine Klasse für sich, ebenso der
äußerst wirksamer Bildstabilisator OIS. Die Kamera
liefert ein sehr scharfes Bild. Für Dein
verfügbares Budget wirst Du diese Kamera leider aber nicht
bekommen.
Das AVCHD-Material (H.264-AVC) ist das derzeit am schlechtesten zu
editierende Videomaterial der HD-Klasse. Für den Nativschnitt
(also Schnitt mit Original-Kameramaterial) brauchst Du den von mir oben
empfohlenen PC.
Sparst Du am PC, dann kannst Du das AVCHD-Material nur dann
flüssig editieren, wenn Du es in
Intermediate-Formate (HQ-AVI,
MPEG2-HD)
vor dem Schnitt transkodierts
(prüfe ob das Videoschnittprogramm das kann).
Oder Du wählst ein Programm welches den
Proxy-Schnitt beherrscht (etwa den PowerDirector 8 Ultra),
also den Schnitt auf automatisch erstellten niedriger
aufgelösten Hilfs-Videoclips machst und erst dann
das finale Ergebnis automatisch aus dem Originalmaterial
produzierst.
Mit einem entsprechenden Systemumfeld (mindestens ein PC mit einem Intel i5-750, besser i7-860) ist eine
flüssige Verarbeitung des Kameramaterials (H.264-AVC)
möglich. Traurig ist aber was die AVCHD-Kameraindustrie da
bietet, die AVC-Datenformate sind untereinander leider nicht
kompatibel. Das
neue 50p-Material der Panasonic-Kameras in 2010 läßt sich
flüssig mit einem PC auf Basis des i7-870 nach meinen Versuchen
editieren.
Überrascht stellen manche
AVCHD-Kamerakäufer erst nach dem Kauf fest, dass in Ihrer
Kamera ein vor sich hinsurrender Lüfter in der Kamera werkelt.
Wie sicher die gespeicherten Daten auf den Speicherkarten sind, wurde hier
und hier
z.B. berichtet. Nichts ist 100% zuverlässig, ich habe schon
selbst mehrere 100 Bilder von einer Speicherkarte verloren, weil mitten
im Speicherungsvorgang eines Bildes der Akku ausgefallen ist. Mit
keinem Tool konnte ich damals auch nur ein einziges Bild von dieser
Speicherkarte retten.
Nicht vergessen, AVCHD-Kameras haben
manchmal surrende Lüfter an Bord!
Soll es also unbedingt eine AVCHD-Kamera sein, muss man sich
ausführlich über die Auswirkungen auf die Verarbeitungskette
informieren. Das AVCHD-Angebot
riesig groß, im Semi- und Profibereich dagegen gering.
-
Die Canon HV30 (HDV)
würde in Dein Budget gut passen ich verwende sie selbst. Die
Aufnahme erfolgt auf das billige miniDV-Band.
Ich habe schon über 55 Bänder mit HD-Material
aufgenommen und
dies störungsfrei auf die PC-Festplatte überspielt.
Über
den Umgang mit Bändern sollte man etwas Bescheid wissen, dann
gibt
es auch keine Probleme:
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Die meisten Leute die gegen den
Einsatz von Bändern sind und für die neuen
Speicherkarten trommeln, kennen sich überhaupt nicht im
korrekten Umgang mit Bändern aus, deshalb hier mal folgendes:
Mit
zwei HDV-Kameras kann ich beliebig für Zwecke der Archivierung
hin-und-her auf Bänder kopieren. Mit den ME-Bändern
von Panasonic Typ AY-DVM60FE
(ca. 14,80 Euro im 10er-Pack) mit 60 Minuten Laufzeit im SP-Mode habe ich die letzten 4 Jahre in meiner
Sony HDR-HC3 sehr gute Erfahrungen gesammelt. Bei Einsatz von 55
Bändern in meiner ersten HDV-Kamera hatte ich keine Drop-outs
bzw. Bildstörungen. Die Videosignale der
miniDV-Bänder/Archivbänder bei mir haben noch nie den
kritischen BER-Wert überschritten der zu
Bildfehlern geführt hätte.
BER
= Bit Error Rate; also Bildfehlerrate. Aufgrund der Fehlerkorrektur der
Kamera kann eine gewisse Anzahl fehlerhafter Bits kompensiert werden.
Ist die Zahl zu hoch, treten im Bild Fehler auf.
Bei
ME (Metall Evaporatet) wird
das Metall für die Magnetisierung auf ein
Trägermaterial (Kunststoffband) mit hoher Temperatur aufgedampft.
Zusätzlich wird noch eine Gleit-Schutzschicht aufgelegt,
die gegen Abrieb schützt.
Für
die Archivierung nehme ich schon einmal für die Aufnahme
verwendete Bänder und
kennzeichne diese mit entsprechenden Etiketten vom Zweckform
(L6020REV).
Über
die Vor- und Nachteile einzelner Speichermedien habe ich hier
etwas verfaßt.
Um
den sog. Drop-outs (lokaler kurzer Bildausfall) vorzubeugen gibt es
eine einfache Regel:
-
Bandmarke
nicht wechseln und auch nicht mischen zwischen ME und MP,
sonst klebt der unterschiedliche Bandabrieb zusammen und verschmiert
die Kopftrommel (ein Kopftrommelersatz kostet etwa 180-220 Euro!).
-
Die
Kopftrommel nicht ständig auf einer Bandstelle laufen lassen
(keine Standbildwiedergabe!) die abgewetzt wird und damit potentiell
für Drop-outs gefährdet sein kann.
-
Für
jede Aufnahme ein neues Band verwenden.
Robuster
als die ME-Bänder sind die MP-Bänder, auch teurer
natürlich.
Spezielle HDV-Bänder - von Panasonic gibt es das AY-HDVM63MQ
(ca. 4,76 Euro) - habe ich noch nie eingesetzt.
Zwar
liest man öfters, dass man in regelmäßigen
Abständen ein Reinigungsband (ein Reinigungsband sollte man
nie zurückspulen!) für einige Sekunden (nur max.
9sec, sonst schleift man vorzeitig den Videokopf ab!) in der Kamera
laufen lassen sollte. Ich habe das aber auch noch nie machen
müssen, selbst nicht in der Hi8- oder D8- oder DV-Videozeit!
Videokopfreinigung
Ich
möchte hiermit aber auch klarstellen, dass ich nicht
grundsätzlich gegen die Media-Speicherkarten bin, ich verwende
sie ja in Foto-Digitalkameras ebenfalls. Und ich würde auch
sehr eine HDV-Kamera mit Speicherung von Videodaten auf
Media-Speicherkarten begrüssen, wobei ich dann viele andere
Probleme damit anders lösen müßte als
jetzt, nicht immer zum Vorteil gegenüber der Bandaufnahme
natürlich!
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HDV-Kameras kann man als Zuspieler für
einen HDTV für fertig geschnittene und bearbeitete Videos
verwenden wegen der problemlosen Rückspeicherungs-
möglichkeit.
Eine SD-Videoausgabe ist möglich. Möglich ist auch
der Einsatz dieser Kamera als Analog/Digitalwandler für
Analog-Videoquellen.
Hinsichtlich der manuell gesteuerten und damit auch
kreativen Aufnahmemöglichkeiten
schlägt diese Kamera die obige Empfehlung um Längen.
Auch der
Bildstabilisator (OIS) ist ohne Schwächen nutzbar. Mit der
rauschfreien Lowlightaufnahme ist es bei einer
Beleuchtungsstärke
von 60Lux allerdings schluß. Was tun also um auch
in den Beleuchtungsbereich bis 12Lux mit dieser Kamera eindringen zu
können?
Es gibt Lösungen: Man schaltet die Kamera auf eine
Belichtungszeit von 1/25 Sekunde manuell um (diesen Trick nutzt auch
die oben empfohlene Sony-Kamera) und schon hat man die doppelte
Lichtempfindlichkeit.
Soll es rauscharm sein, dann schaltet man zusätzlich den
Spotlightmodus
dazu. Manuell geht noch mehr aber bei dieser Kamera, man schaltet in
den HDV25p-Modus, ebenfalls kombinierbar mit Spotlight. Nun bekommen
wir doch noch vernünftige Lowlightaufnahmen.
Im
Falle der Canon HV30 mit dem 1/2,7" CMOS-Aufnahmechip hat ein Pixelpitch
(Einzelsensorgröße!)t etwa 2,4 µm. Das "Restrauschen" wird hier von
mir nachträglich im NLE (Videoschnittprogramm) herausgerechnet
mit dem Plug-in Filter "Neat Video Pro" in Pinnacles Studio 12 Ultimate
oder Adobes Premiere Pro CS3.
Das funktioniert 1.Klasse, gleichzeitig erlaubt Neat Video Pro auch die
Korrektur von Helligkeit/Kontrast und Farbe.
Wie man sieht, für
rauschfreie/rauscharme Lowlightaufnahmen kann man schon bei der
Aufnahme mit geeigneter Kamera, auch geeigneten Einstellungen vorsorgen
oder erst später im Videoschnittprogramm das Restrauschen
herausrechnen was durchaus zu guten Ergebnissen führen kann.
Das HDV-Kameramaterial (MPEG2-HD) läßt sich absolut
flüssig auf einem PC mit dem Intel Intel Q6600
flüssig editieren. In der finalen Ausgabe ist das Ergebnis
einen
deutlichen Tick besser auf einer Blu-ray als das AVC-Material von der
Sony-Kamera oben.
Eines noch, die Canon HV30 kann auch in 1080-25p aufnehmen, also nicht
nur Interlaced-Video
sondern auch Progressiv-Video.
Canon benutzt hierzu das 25PF-Verfahren welches kompatibel ist mit der
1080-50i-Spezifikation und den Projekteinstellungen der
Videoschnittprogramme und es Dir so keine Probleme beim Editing macht.
Welche Vorteile das 25p-Format hat, kannst Du auf meiner HP
ergründen.
Bei dieser Kamera kann man auch auf eine spezielle CINE-Gamma
Kurve für einen größeren
Dynamikumfang umschalten. Diese Tonkurve ist nicht so hart
wie bei typischen Videoaufnahmen. Derartige Aufnahmen eignen sich
besonders gut für das Colorgrading.
Widerstand
gegen den Kauf eines HDV-Camcorders baut sich oft aus der Vermutung
auf, Bandlauwerk würde starke
Laufgeräusche von sich abgeben und somit
Soundaufnahme stören. Ich habe diese Behauptung mal mit einer
Realaufnahme vom 21.März 2009 gegen 06:00 früh bei
der Beobachtung eines Sonneaufganges hinter den Sanddünen
überprüft. Es herrschte fast Windstille,
die Aufnahme erfolgte per Kameramikrofon. Hier ist ein kurzes
Video davon:
Video downloaden (sahara.wmv)
Man
möge sich sein eigenes Bild machen ob
störende Nebengeräusche, bis auf die selbstgemachten,
bei Aufnahmen von Familienfeiern, Reiseaufnahmen, Musikanten oder von
Vorträgen stören könnten. Mich
stört da nichts. O-Ton lasse ich nie in Szenen bei leiser Umgebung
laufen, es ist ja schließlich nichts interessantes dabei.
Bei Naturaufnahmen, z.B. Aufnahmen von
Vögeln setze ich immer ein Richtmikrofon (Rode VideoMic) ein
um mit der Richtwirkung des Mikrofons die Stimme des Vogels aus dem
Umfeld herauszufiltern. Meist ist dann dieses Mikrofon entkoppelt von
der Kamera am Stativ befestigt.
Zum Schluss etwas über die
Aufnahmeauflösung:
Es gibt Kamera die aufnahmeseitig, also per Aufnahmechip
überhaupt
nicht in Full-HD (1920x1080 Bildpunkte) aufnehmen können. Das
muss
ein Bildprozessor in der Kamera hochrechnen und aufmischen bevor es auf
den Datenträger gespeichert wird.
Die Canon HV30 kann es dagegen mit dem Aufnahmechip in 1920x1080
aufnehmen, geschrieben wird es aber "anamorph"
auf das Band in 1440x1080. Keine Angst, bei der Wiedergabe wird daraus
wieder ein Bild welches per Wiedergabeprozessor in 1920x1080 ausgegeben
wird oder Du entscheidest Dich das finale Rendering schon in 1920x1080
durchzuführen, ist doch egal wo mit dem Bildprozessor
angesetzt
wird, in der Kamera, Wiedergabe oder im Schnittprogramm.
Nun gibt es Leute, man nennt sie "Pixelzähler", die der
Meinung
sind nur Full-HD (1920x1080) bildet scharf ab. Ich kann Dir aus meiner
Erfahrung verraten (habe selbst Tests durchgeführt mit
diversen
Kameramaterialien), die Canon HV30 liefert schärfere Videos ab
als
so manche AVCHD-Kamera!
Das Angebot an HDV-Kameras im
Consumerbereich ist gering, im Semi- und Profibereich dagegen
größer.
-
Mit der Canon
PowerShot SX1 IS zog nun auch bei mir die Videoaufnahme auf
Speicherkarte ein. Nicht aber mit dem H.264-AVC-Codec der AVCHD-Kameras
der nur mit brachialer PC-Gewalt editiert werden kann, sondern mit dem
leichter editierbaren H.264-MOV Codec der mit AVCHD nicht kompatibel
ist.
Die Bewegungsauflösung dieser echten Progressiv-Videos ist
noch
besser als das HDV-25PF Video der Canon HV30-Videokamera. Für
etwa
400 Euro hat man hier eine klasse Qualität, auch wenn die
Funktionalität im Videomodus(z.B. Zeit- und Blendenwahl
fehlt!)
nicht an HV30 herankommt. dafür profitiert diese Kamera vom
20fach
Zoom!.
Es
liegt nun noch an Dir die Zusammenhänge bei HD-Video richtig
zu
bewerten und Entscheidungen zu treffen, hoffentlich die für
Deinen
Anspruch besten!
Mehr erfährst Du kostenlos auf meiner Homepage.
Der Kamera-Interessent schrieb nach dieser
kostenlosen Beratung:
Und wenn ich in Zukunft aufrüste, dann
wird es ein Stromspar-PC mit einer AMD 5050e CPU. Also deffinitv zu
schlapp für eine vernünftige Bearbeitung.
Ferner ist plötzlich die
ursprüngliche Lowlightpriorität für eine
neue Kamera aufgegeben worden. Statt dessen ist nun als neue
Priorität die manuelle Vielfalt der Bedienung genannt worden
die eine neue Kamera bieten soll.
Es bleibt spannend
wofür sich der Interessent entscheidet.
Tipps für die
Wiedergabe von HD-Video auf dem HDTV:
Das ist mit verschiedenen
Methoden möglich, z.B.:
-
Daten-Streaming über
das Heimnetzwerk vom PC zum HDTV
-
Direktwiedergabe aus der
PC-Grafikkarte zum HDTV
-
Einspielung zum HDTV per
Multimediafestplatte
-
Blu-ray Player (per Blu-ray
oder AVCHD-DVD)
-
Von der Kamera aus (hier ist
die HDV-Kamera dafür besonders gut geeignet)
Wie wirkte sich ein
Modellwechsel aus?
Im Falle der Canon HV30-Kamera gab es nach dem Modellwechsel
auf die HV40 den neue Custom-Key dazu,
der sich
wahlweise mit Zebra, Peaking, horizontalen Markern oder der
Bildvergrößerung der Schärfefunktion
belegen lässt. Im Falle der AVCHD-Kameras sind die
Auswirkungen oft gravierende, nicht immer aber vorteilhafter
(bezüglich der Spitzengeräte von Sony und Canon). Hier
verweise ich auf das Studium entsprechender Fachartikel
und veröffentlichter Tests.
02. August 2008, 26.03,2010 B.P.Hennek
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geschützt, seine Nutzung ist dem privaten Bereich vorbehalten.
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Medien ist ohne Erlaubnis nicht gestattet - diese wird aber in der
Regel gern erteilt
Anfragen
bitte an den Verfasser: Bruno
Peter Hennek.
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