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Privater Erfahrungsbericht

EDIUS Pro 9.xx - 64 Bit

SD-, HDV, FHD und UHD in Echtzeit,
jetzt auch mit HDR Workflow

Autor
01. November 2017:
EDIUS Pro 9.xx ist mein neuestes und wichtiges Standardprogramm für den Videoschnitt. Es zeichnet sich durch höchste Echtzeit-Performance, Stabilität und Zuverlässigkeit aus. Mit QuickSync der Intel CPU i7-6700 mit der Grafikeinheit HD-Graphics 530 auf der CPU zur Beschleunigung der Echtzeitvorschau und dem beschleunigten Export in H.264/AVC und H.265/HEVC macht es eine große Freude den Videoschnitt durchzuführen. Das neue EDIUS Pro 9.xx unterstützt Intels QuickSync-Technologie noch umfassender als die frühere Version. Der auf der IBC-Messe in Amsterdam im September vorgestellte HDR-Videoworkflow ist jetzt verfügbar.

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Übersicht:

Installation                        HDR(HLG) unter der Lupe                    HDR(HLG) Workflow            Videoschnitt mit EDIUS 9

Praxis mit EDIUS 9           Audiobearbeitung in EDIUS                  Mono zu Stereo                  Fazit

Installation und Neustart mit EDIUS 9.xx

Selbstverständlich kann man auch mit EDIUS Pro 9;
SD, HDV, FD, FHD und UHD-Videos genauso zuverlässig editieren wie schon mit EDIUS Pro 8.53.

Die neue Version unterstützt jetzt jedoch zusätzlich in einem kompletten Workflow auch UHD-HDR-Videomaterial vom Import bis zum Export. Weitere Funktionen und Optimierungen wird es während des Produktzykluses von zwei Jahren zusätzlich noch kostenlos geben.


"EDIUS 9 unterstützt High Dynamic Range (HDR) umfassend und zugleich komfortabel wie kein anderes Schnittprogramm einschließlich Import, Bearbeitung und Ausgabe. Zusätzlich zu den bekannten Log-Varianten unterstützt EDIUS in vollem Umfang Hybrid Log Gamma (HLG), das zahlreiche neuere Kameras von Sony und Panasonic bereits anbieten. Dank HLG sieht ein Video auch auf einem Standard-Monitor gut aus – und umso besser auf einem HDR-Bildschirm. EDIUS 9 erkennt den Farbraum, in dem aufgenommen wurde und wendet automatisch die korrekten Einstellungen für eine native Bearbeitung an.", heißt es in der EDIUS-Werbung.

Neue Funktionen - auch wenn ich sie im Augenblick nicht alle beanspruche:

  • Native Bearbeitung von HDR-PQ und HLG
  • Export in HDR ergänzt die Fähigkeit von EDIUS, direkt in 4K UHD zu arbeiten
  • SDR- und HDR-Videomaterial kann auf demselben Projekt gemischt werden und
    im gewählten Farbraum exportiert werden
  • Unterstützung für HDR-Inhalten professioneller und Consumer- Camcorder/Fotokameras
    mit Videoufnhamefunktion sowie Unterstützung von Drohnen und Smartphones
  • HDR-Metadaten für den Export in GV HQX(MOV/MXF), H.264/AVC und XAVC
  • Export von MP4-Videos(H.264) ist nun in 10-Bit Farbtiefe mit 4:2:2 Sampling möglich
  • Deutlich beschleunigte CPU-Export - ohne QuickSync für Videos mit 8/10-Bit farbtiefe und 4:2:2 Sampling
  • Unterstützung des BT.2020 und BT.2100 Farbraums
  • Allgemeine Beschleunigung von EDIUS durch schnelleren Programmstart und beschleunigte Verarbeitung (selbst die Installation von Updates wurde beschleunigt)
  • Inkl. aktualisierte Mync Medienverwaltungs-Software - erweiterte Metadaten Auswertung, auch für die Suchfunktion - erweiterte Storyboard Schnittfunktionen - Verbessertes Arbeiten mit Offline Dateien
  • Verbesserung der Benutzeroberfläche (nach Anwenderfeedback)
  • Seit Dez. 2017 kostenlos nachgeliefert: OFX-Bridge für OFX-Plugin und zusätzlich einen zweiten Titler Pro 5 von NewBlue FX
Viele der neuen Funktionen sind auf die Zukunft ausgerichtet und die Zukunft ist 4K-UHD mit HDR
Wichtige Informationen des Grass Valley EDIUS Distributors(magic multi media GmbH): Klick

Einblicke von SlashCam: Klick!

EDIUS PRO 9.xx

Arbeitsoberfläche von EDIUS PRO 9

Erweiterte Bedienoberfläche

Links ein acer PC-Monitor 27" an DVI  , rechts ein KENDO HDTV(LCD) 24"
für Desktop Erweiterung oder TV-Vorschau an HDMI

Updates:

23.12 2017: Grass Valley überraschte vor Weihnachten noch mit der EDIUS OFX-Bridge. Gleich mitgeliefert worden ist kostenlos das Titlerprogramm NewBlueFX im Wert von € 349.

24.01.2018: EDIUS 9.1 mit dem immer wichtigeren H.265 Kodierer mit Hardwareunterstützung..., bei der 6. Intel Prozessor-Generation (Skylake = mein derzeitiger PC) ist ein H.265 Export in 8bit jetzt möglich. Release Notes dazu siehe: Klick! Wichtige Zusatz-Erklärung dazu: Klick!

09.04.2018: EDIUS 9.2 mit dem lange erwarteten Nit-Anzeige für die HDR-Bearbeitung, siehe: Klick!

Zum allgemeinen Videoschnitt mit EDIUS 9

Arbeitsumgebung für 8bit - Videoschnitt von UHD auf FHD:

Nach anfänglicher Begeisterung für das neue HDR-HLG Fernsehen, bin ich wieder auf dem Boden der Realität angekommen. Die nötigen hohen Investitionen auf der Aufnahme- und Wiedergabeseite werden ich mir nicht mehr antun. Videomaterial in 10bit vorliegen zu haben, wäre schon ein Vorteil für die Nachbearbeitung, vor allem bei Greenscreen-Anwendungen, das mache ich zwar aber nicht so häufig und Kameras in der von mir bevorzugten Consumerklasse mit interner 10bit - Aufnahme-Aufzeichnung gibt es nicht!

Ich arbeite mit QuickSync - Unterstützung auf zwei Sichtgeräten mit viel Platz für die Arbeitsumgebung von EDIUS Pro 9 und verarbeite darauf 8bit - Videomaterial in UHD mit großer Zufriedenheit:

Zwei Sichtgeräte

Links ist der 27" Desktopmonitor angeschlossen am HDMI-Ausgang der Intel Graphics 530 der CPU und an der vorhandenen CUDA NVidia
GeForce GTX 960 Grafikkarte für evtl. Programmanwendungen die mit CUDA-Unterstutzung der GPU und nicht QuickSync der CPU arbeiten. Rechts ist ein 24" HDTV mit der EDIUS-Vorschau vorhanden der per VGA mit der Intel Graphics 530 verbunden ist. Die VGA -Wiedergabe auf TV-Dislays funktioniert heutzutage einwandfrei bis zu einer Display-Auflösung von 2048 x 1536 Bildpunkten.

Mit EDIUS Pro 9.1 kann ich die finale Kodierung in H.264(MP4) und H.265(HEVC) per QuickSync-Hardwareunterstützung mit 8bit-Videomaterial beschleunigt editieren und exportieren.

Die SDR-Videowiedergabe erfolgt auf einem Samsung Full-HDTV mit dem
"Mega Contrast" von bis zu 370 cd/m² = NITS was den Sehgenuß noch nicht überanstrengt!

Übersicht behalten: Organisation von Videos, Bildern, Audio und Grafik:


Hobbyvideofilmer haben es bei digitalen Medien mit einer Vielzahl unterschiedlicher Formate und Codecs zu tun. Mync (ausgesprochen „Mink“), entwickelt von Grass Valley, ist weit mehr als ein universal einsetzbarer Player, der nahezu jedes Format beherrscht. Zusätzlich organisiert und verwaltet Mync den Content und optimiert das Management und das Teilen.

MYNC
Einzelheiten: Klick!

Es muß nicht immer HDR sein:

Die derzeitige Konfrontation HDR/SDR läßt einen Zweifel aufkommen ob man denn bis jetzt auf dem richtigen Weg war als Hobbyfilmer mit UHD-Aufnahmen in 8-bit 4:2:0.

Gepriesen wird über alle Pressekanäle das neue HDR mit Superweiß und "verteufelt" wird dagegen das angeblich  blassfarbene 8-bit Videobild auf dem HDTV bzw. UHDTV u.A. auch mit Bildvergleichen aus der Vatikanstadt- Fernsehübertragung in HDR aus dem Jahre 2015, siehe Vergleichsbild von Sony von hier:
Klick!

Schon einige Jahre davor - 2012 - habe ich mit EDIUS 6.5 solche Videos für mich selbst produziert:

Ausgangsmaterial war damals eine Canon EOS 550 D Aufnahme im Bildprofil Neutral oder Technicolor CineStyle im erweiterten Farbraum für Canon DSLRs um mehr Details einzufangen und ein Grading mit den YUV-Kurven in meinem NLE EDIUS Pro 6.5 damals durchzuführen, siehe unteres Bild.

Was aus dem aufgenommenen "blassfarbene"
8-bit 4:2:0 Video entstanden ist:

Konfrontation

Hat man sich die YUV-LUT in verschiedenen Varianten der drei Kurven generiert, war man nur einen einzigen Klick davon entfernt aus dem entsättigt aufgenommenen Videoclip das Farb- und Kontrastspektrum je nach Wunsch erstrahlen zu lassen, natürlich überwacht mit dem Meßwerkzeug "Wellenform-Monitor" in EDIUS...

Gewöhnlich wird von mir mit Hilfe des Wellenform-Monitors seit EDIUS 8.20 viel komfortabler mit der "Primären Farbkorrektur" wie folgt gepegelt:
  • Spitzlichter: 80-100 IRE
  • Helle Bereiche: 60-80 IRE
  • Mittlere Bereiche: 40-60 IRE
  • Schattige Bereiche:  20-40 IRE
  • Schwarz: 0-20 IRE
Zur Kontrolle fährt man auf den Player-Windows mit dem Mauszeiger die Bereiche ab und kann dort den IRE-Wert dazu ablesen. Mit der "Sekundären Farbkorrektur" wird lokal gepegelt mit Hilfe von Maskierungen.

Die Angst Bandingabstufungen zu produzieren mit 8-bit Videomaterial ist real, nicht aber wenn man sich an die natürlichen Grenzen der 256-Abstufungen hält und nicht bis zum Clipping übersteuert im Grading.

Mehr Spielraum für die Nachbearbeitung bietet das 10-bit Videomaterial, was auch mein Fernziel ist...:
8-10 bit
Das 10-bit Material besteht aus viel mehr Nuancen mit 1024 statt 256 Abstufungen, man bekommt dadurch viel mehr Handlungsspielraum am Schnittplatz. Um dieses Fernziel zu realisieren, wird eine 10-bit Aufnahmekamera und ein 10-bit Display im UHD-TV benötigt. Wie es aussieht wird es in der Zukunft zwar keine UHD-TVs mehr ohne HDR geben, man wird weiterhin auch Videos ohne HDR abspielen können.

10bit vs. 8bit

Sehr eigenartig, meine 8bit-Videos sehen nicht so grau aus auf meinem HDTV wie rechts von LG dargestellt..., in der Werbung wird geschummelt und postuliert wie grau ein solches Bild auf dem HDTV aussehen könnte, als ob man den TV serlbst nicht auf verschiedene Wiedergaben-Bildprofile einstellen könnte...

Gartengruß

Gruß aus dem eigenen Garten

Für meinen derzeitigen BT.709 Workflow auf Bluray benötige ich BT.709-Videomaterial, dieses liefert mir die Panasonic DMC-FZ300 Bridgekamera. Auch wenn ich in HDR-HLG filmen könnte, müßte eine genormte rüchwärtskompatible Entzerrung des HLG-Farbraumes nach BT.709 erfolgen.  Legt man z.B. eine HLG-Aufnahme der GH5 auf die BT.709 Timeline auf, dann bekommt man ein graufarbiges Bild:

GH5-Graubild

GH5-Graubild aus der Kamera im BT.709 8-bit Videoprojekt

Nach einer Entzerrung des HLG-Farbraumes mit einer HLG-LUT sieht das Bild so aus:

GH%-HLG-Entzerrung

GH5-HLG-Entzerrung mit einer LUT, so könnte die Originalstimmung ausgesehen haben...

Für HLG to BT.709 setze ich die käufliche LUT "Leeming LUT One - Panasonic HLG v501.cube" ein.
Als Ergebnis bekommt man ein SDR-Videobild, in dem auch Details am hellen Himmel erhalten bleiben.
Diese LUT für Panasonic-Kameras gibt es für €uro 15 hier: Klick!   Zu beachten ist ferner das Setup-Guide dazu von Leeming: Klick!

Möchte man in den hellen Bereichen die Wolkenstruktur behalten und andere Bereiche farbintensiver gestalten, empfiehlt es sich den Wolkenbereich zu maskieren und nur außerhalb der Maskierung Farbkorrekturen durchführen.

Beispiel für globales 8-bit FarbGrading
mit Hilfe der Primären Farbkorrektur und einer passenden LUT in einem BT.709 Projekt mit 10-Bit Projekteinstellung, der Export erfolgt automatisch in 8-bit:

EDIUS 9 Fabgrading

Das Video kann man als WMV-Datei hier Laden: [Klick mit rechter Maustaste und Speichern unter] und am besten mit dem kostenlosen MPC-HC-Mediaplayer in der Auflösung von 1270x720 in der Einstellung: im Menü Ansicht/Videobild/ Normale Größe auf dem PC ansehen.

Da muss nichts clippen, und bunt machen kann man es auch!

Export des finalen BT.709-Videomaterials auf eine FHD-Bluray:

Einzelheiten dazu sind auf der Seite 444 und Seite 461 der Bedienungsanleitung ausführlich erklärt.
EDIUS verfügt über ein einfach und sicher funktionierendes Bluray-Authoring. Man kann direkt auf die BD-Disk brennen oder ein Disk-Abbild speichern.  Die Standard-Bildwiederholrate  für die BD ist 24p, aus 25p macht man eine 50i-BD, aus 30p-Aufnahmen eine 60i-BD. In den letzten beiden Fällen kommt es zu keinem horizontalen Halbbildversatz, weil die Halbbilder aus der Progressivaufnahme jeweils hergestellt werden. Ich kodiere BDs zu H.264/AVC.


Womit FHD-Blurays mit Videomaterial nach SDR-Spezifikation in BT.709-Farbraum künftig auf einem HDR(HLG)-TV abspielen?

Derr vorhandene Bluray-Player PANASONIC DMR-BST750 konvertiert dann FHD-Blurays mittels Panasonic "4k Direct Chroma Up Conversion" vom Full HD-Signal mit 4:2:0-Abtastung in ein 4K-Signal mit 4:4:4-Abtastung, so dass die UHD-Bildschirme die exakten Helligkeits- und Farbinformationen erhalten die nötig sind.

Blurayplayer

Ich werde also weiterhin mit meinem aktuellen Equipment FHD-Blurays erstellen aus UHD-Aufnahmematerial wegen der vielen Schnittvorteile was die freie Ausschnittswahl, verlustlose Behebung von Aufnahme-Verkantungen sowie verlustfreie Freihand-Aufnahmenachstabilisierung und sogar Mehrkamerasimulation mit einer einzigen Clipaufnahme möglich macht.

Export des finalen BT.709-Videomaterial auf die Archiv-Festplatte:

Der Export erfolgt immer in FHD - H.264/AVC, hiermit wird sichergestellt, dass man immer eine Doppelsicherung des bearbeiteten Projektes hat:
  • Videodatenstream der Bluray
  • FHD-Exportdatei per Hard- oder Software-Kodierer auf einer Festplatte
Auge

Neben den von EDIUS 8 her bekannten Funktionen findet man in EDIUS 9 noch weitere Eigenschaften die man diesen Informationsquellen entnehmen kann:
Klick-1 und hier: Klick-2

Mein persönlicher Roundtrip von EDIUS 9 nach DaVinci Resolve und zurück:

Ich nutze neben EDIUS 9 temporär auch DaVinci Resolve 14, insbesondere für das Color-Grading. Dafür ist ein Roundtrip erforderlich, den ich wie folgt gestalte:

Roundtrip

Roundtrip-Shema: "Edius-Mync - DaVinci Resolve 14 Free - Finalisierung in Edius"
  • Einzelheiten dazu hier: Klick!
  • Grading in DaVinci Resolve: Klick!

Praxis-Erfahrungen mit EDIUS 9:

Ohne Motion-Blur kein Filmlook?

Viele Hobbyvideofilmer lieben den Cinema-Look(Filmlook) der Kinofilme.

EDIUS unterstützt in vielerlei Hinsicht z.B. mit der Primären Farbkorrektur, Maskierung lokaler Ereignisse usw. den Hobbyisten seinen Filmlook-Traum sich zu erfüllen.
Voraussetzung ist aber eine für den Filmlook geeignete Videoaufnahme die von der Bildwiederholrate und der Shutterzeit abhängt, ob der Bewegungsablauf von Objekten in der Videoaufnahme mit weichen oder harten Kanten abgespielt werden kann. 
Die Zahl der über ruckelnde Video-Bewegungswiedergabe jammernden Hobbyfilmern im Internet ist sehr groß.
Meist liegt das daran, das sie filmen wie sie Fotoaufnahmen vorgehen, meist also mit sehr kurzen Belichtungszeiten per Videoframe was eben zu einer ruckelnden Darstellung führt
, einer aneinender gefügte Zahl von Bilder ohne weicher Kanten die den Bewegungsablauf flüssig aussehen lassen. Den Bilder fehlt der Motion Blur-Effekt bei Objektbewegungen, wobei der Motion Blur-Effekt nicht verwechselt werden darf mit Image-Blur!

Wie man Videos mit Filmlook, also Motion-Blur an sich bewegenden Objekten mit der Kamera aufnimmt wird sehr anschaulich in diesem Video gezeigt: Klick!

Plugin aus EDIUS 8:

Plugin, wie NeatVideo V 4.7 und proDAD Mercalli V2 aus EDIUS 8 habe ich in das Plugin-Verzeichnis von EDIUS 9 kopiert, alles läuft wie vorher.

Ignite Express Free ist mit über 90 frei verfügbaren Plugin-Filtern für EDIUS 9 angepasst worden:

In der Filtergruppe "WARP" ist ein Filter mit dem Namen "Ignite Action Cam Lens Distort" enthalten mit dem man Aufnahmen von Action-Cams entzerren kann und auch selbstdefinierte Filterwirkung speichern kann.

ActionCam Entzerrung

Man kann mit diesem Plug-in innerhalb von EDIUS die Entzerrung durchführen und muss somit nicht mehr in proDRENALIN rausgehen mit dem Videoclip.

Echtzeitvorschau:

Ich kann bestätigen, dass meine normalen UHD-Projekte(rec.709 in 8-bit in Farbtiefe und 4:2:0 Sampling mit der verbesserten QuickSync-Unterstützung bei erhöhter Timelinelast besser als in der 8er-Version laufen.

Um die verschwommene Text-Vorschau des Titlers zu besetigen, muß man die Tasten: [Strg]+[Shift] und [F3] gleichzeitig drücken.

Bei einem HDR(HLG) Projekt arbeitet es sich im Farbraum BT.2020-HLG und 10-bit Farbtiefe mit dem EDIUS-Titler spürbar zäher beim verfassen von Titeltexten

Beispiel für ein Color-Grading per LUT auf einer entsättigt aufgenommnenen Cinena-Like D Aufnahme:

Eine LUT beinhaltet eine Tabelle mit Farbaustauschwerten

LUT-Ausschnitt

Ausschnitt aus einer LUT-Datentabelle

LUT-Grading

Wirkung vor und nach der Anwendung einer LUT in der [Primären Farbkorrektur].

EDIUS kann mit CUBE-LUTs in der [Primären Farbkorrektur] umgehen. Viele kostenlose LUTs kann man sich aus dem Internet laden, z.B. : 35 kostenloser LUTs für Re.709-Material bekommt man über diese Adresse: Klick!  
Manches kann davon nützlich sein, vieles kann sich aber auch als unbrauchbar herausstellen. Es gibt Anbieter die kostenpflichtige LUT-Pakete für bestimmte Einsatzfälle mit bestimmten Eigenschaften anbieten.

Exporttempo bei Kodierung in H.264/AVC:

Mit QuickSync ist EDIUS 9 etwas schneller fertig als EDIUS 8 bei längeren Projekten, der Zugewinn ist aber mäßig.
Ohne QuickSync arbeitet EDIUS 9 deutlich schneller als EDIUS 8, der geringe Verlust an Exportgesschwindigkeit ohne QuickSync in EDIUS 9 ist deshalb vernachlässigbar.

Der Geschwindigkeitsvorteil bei dem Export mittels EDIUS 9 gegenüber EDIUS 8 für Hobbyfilmer die nicht über QuickSync verfügen ist enorm, z.B. nur 84 Minuten statt 157 Minuten nach einem EDIUS-Händler-Test mit UHD-50p Videomaterial der bei dem Test QuickSync des Intel-Prozessors i7-8700k deaktiviert hat.

Export von HDR-Videoaufnahmen in H.264/AVC:

Im Falle der Kodierung nach BT.2020/BT.2100 HLG in 10-bit 4:2:0 und 4:2:2 sowie 8-bit 4:2:2 geht es in EDIUS 9 nicht per QuickSync sondern nur per CPU mit hoher Auslastung. 

Lediglich bei BT.2020/BT.2100 HLG in 8-bit 4:2:0 kann man mit QuickSync-Unterstützung kodieren. Zumindest ist das hier so auf dem Skylake i7-6700.

Export in H.265 ist aus EDIUS 9 heraus nun ebenfalls möglich!

Seit der Version EDIUS 9.1 kann man auch mit dem immer wichtigeren H.265 Kodierer mit Hardwareunterstützung..., bei der 6. Intel Prozessor-Generation (Skylake = mein derzeitiger PC) in 8bit Videodateien von der Timeline exportieren. Min UHDTV von Samsung kann diese höher komprimierten Videodateien nicht abspielen, er bevorzugt die H.264-Kodierung.

Qualität des internen Videostabilisators in EDIUS 9:

Selbst bei der Stabilisierung meiner Aufnahmen per ActionCam ThiEYE T5 Edge(mit EIS) bei Aufnahmen vom Pedelec-Helm aus bewährt sich die Nachstabilisation in EDIUS sehr gut!

Split-Screen-Montage mit der Ebenentechnik:

Split-Screen

Kein Problem in Edius:

- 3 Videospuren übereinander anlegen
- Mit dem Maskenfilter "Pfad[P]" die Polygone zeichnen für jede Videospur
- Mit dem Titler die Trennungslinien einzeichnen und den Text setzen

Im immer noch hilfreichen Band 2 des gedruckten Referenz-Handbuches zu EDIUS Version 6.x findet man ab Seite 783-833 eine ausführliche 50-seitige Dokumentation über den Umgang mit der Maskenfilterform. Man kann die Printausgabe noch über das Internet bekommen. Die englischsprachige PDF-Datei mit 1078 Seiten findet man hier: Klick!

Wie man einen Linienzug auf einer Strassenkarte mit dem Maskenwerkzeug nachzeichnet:



SlideShow mit EDIUS 9 - klar geht das:

Edius verfügt über alle dafür nötigen Werkzeuge, auch der berühmte "Ken-Burns-Effect" bestehend aus PAN+ZOOM kann in EDIUS nachgestellt werden als Digitalbildern. Die Steuerungsvorlagen dazu muß man sich mit den nötigen Keyframes und Attributen selbst kreieren.

SlideShow

Alles was man dafür braucht ist der EDIUS-Layouter und eine Idee wie man das realisiert, z.B. Bild in der Rahmen setzen, wie oben mit Schattenwurt, vor einem neutralen Hintergrund oder auch bunt oder ein vergrößertes Hintergrundbild mit Blur-Filter darauf, alles ist möglich: Kleine Auto-Show: Klick!

Gestaltung mit dem Quick-Titler:


Ausgehend davon, dass der Titel in der dafür vorgesehenen 1-T Timelinespur erstellt werden soll, legen wir z.B. über den [T] - Timeline-Button einen Titel dort an und schreiben einen Test rein. Jetzt klicken wir mit der rechten Maustaste auf den  Titel in der Timeline und es geht ein Kontexmenü auf. Im Kontexmenü aktivieren wir die Option "Titeldetaileinstellung..." und aktivieren im kleinen Menü "Automatisch". Falls jetzt die Projekteinstellungen in der Auflösung geändert werden, paßt sich auch der Titel daran automatisch an. Im EDIUS-Forum hat Herr Michael Lehman-Horn(GV-Distributor) dankenswerterweise die korrekte Anwendung des EDIUS Quick-Titlers ausführlich beschrieben. Ich habe aus den relevanten Textteilen eine PDF-Datei daraus generiert und auf meinen Internet-Server hochgeladen: Klick!

Titler

Eine Komposition von Titelelementen die über mehrere Videospuren hinweg erstellt worden ist mit Hilfe des Layouters und Quick-Titlers. Das transparente Titelband fährt keyframegesteuert von links in die Komposition rein.

Sehr praktisch der Color Fixer Pro von New Blue FX:

Dieses Plug-in bekommt man kostenlos von New Blue FX: Klick!

Color Fixer Pro

Ich arbeite damit sehr gerne z.B. innerhalb von Maskierungen.
In einem Filter hat man die komplette sekundäre Farbkorrektur zusammen: Weißabgleich, Farbkorrekturstärke, Farbsättigung, Bildhelligkeit, Film Gamma, Minimaler Schwarzwert, Maximales Weiß und zusätzlich 12 Farbstimmungseffekte als Preset.

EDIUS OFX-Bridge mit Titler Pro 5 von NewBlue FX kostenlos ab Mitte Dezember 2017

Grass Valley überraschte vor Weihnachten noch mit der EDIUS OFX-Bridge. Gleich mitgeliefert worden ist kostenlos das Titlerprogramm NewBlueFX im Wert von € 349.

OFX-Bridge

Eine PDF-Datei zur Installation der beiden obigen Programme finden EDIUS 9 Besitzer über die eID-Anmeldung.
Mit Hilfe der OFX-Bridge laufen jetzt in EDIUS auch OFX-kompatible Plug-in von Red Giant, wie z.B. die Magic Bullet Looks.

Titler Pro 5

Nun wird es bunt in EDIUS mit dem zusätzlichen Titler Pro 5,
leider ohne Bedienungsanleitung, man muß sich wieder einmal durch YouTube-Tutorial bemühen,
oder das TitlerPro 5-Help lesen: Klick!

OpenFX ist ein offener Standard für Visual Effects Plug-Ins, die OFX Bridge ermöglicht die Zusammenarbeit mit Plug-Ins, welche sich an den Standard halten. Die OFX Bridge wurde in Zusammenarbeit mit NewBlueFX entwickelt.
Die OFX Bridge wird mit einer permanenten, kostenlosen Lizenz von Titler Pro 5 ausgeliefert.
Aktuell unterstützt die OFX Bridge Sapphire von Genarts, Magic Bullet Looks von Red Giant, Beauty Box von Digital Anarchy und FilmConvert Pro. Diese Zusatz-Applicationen sind kostenpflichtig.

Installiert man ein OFX-Plugin, z.B. FilmConvert und legt die OFX Bridge auf einen Timeline-Videoclip, öffnet dann die OFX-Bridge, dann wird dort das OFX-Plugin gelistet und mann kann nun das Plugin auf den Videoclip anwenden:

OFX-Plugin

Ausschnitt der OFX-Bridge mit dem FilmConvert(Testversion) Plugin

Die OFX-Bridge erlauft es nun die Effektpalette um sinnvolle OFX-Plugin erheblich zu erweitern!

EWC2-Dateien etc. im Datei-Explorer für einen bestimmten Ordner ausblenden:

EWC2

Im Dateiexplorer unter "Typ" einfach nur die Dateien-Typen aktivieren die man sehen möchte!
Vorteilhaft ist diese Explorer-Funktion z.B. wenn man nur einen bestimmten Datei-Typ z.B. löschen oder verschieben möchte aus einem Ordner mit verschiedenen Datei-Typen.

Audiobearbeitung in EDIUS

Das Programm liefert ein ganzes Bündel von Werkzeugen für die Audio-Nachbearbeitung mit.

Audio-Bearbeitungswerkzeug

Pegelempfehlungen bei der Nachvertonung:

Einer älteren Empfehlung - POLYPHON - folgend, sollten Pegelwerte nicht überschritten werden damit eine Information nicht die andere erschlägt bzw. verdeckt:

  • Sprache(Kommentar): +/- 0 dB = 100%
  • OT-Dialog + Sprache: +/- 0 db = 100%
  • OT-Geräusche etc.: - 6 dB = 50%
  • Hintergrundmusik: -6 dB = 50%
  • Min.-Pegel Musik, max - Pegel von Geräuschen: -14 dB = 20%
  • Grundgeräusche und Atmosphäre: -20 db = 10%

EDIUS ist bekanntlich nicht gleichzeitig ein spezialisiertes Audio-Restaurierungsprogramm. Wenn man für diesen Zweck etwas benötigt, gibt es mehrere Möglichkeiten zu Audio-Restaurierungstools zu gelangen, zum Beispiel:

Es gibt zusätzlich käuflich und kostenlos verfügbare VST-Audio Filter für spezielle Zwecke.

Wenn man spezielles Audio-Restaurierungswerkzeug benötigt, muss man auf weitere externe Tools zurückgreifen um z.B. den Ton von alten Tonbändern oder Schallplatten, von Schmalfilmen oder von analogen und digitalen Videobändern sowie O-Ton der durch Windrauschen, Netzfrequenzbrummen etc. gestört ist zu restaurieren.

Audio-Zusatztools:

  • Audacity für Sound-Capturing, Konvertierung und Restaurierung
  • Magix Video Sound Cleaning Lab 20, Spezialist für Soundrestaurierung
  • Nachvertonungsarchiv 8 von Magix als CONTENT DVD für die private Nutzung bestehend aus:
    Naturgeräuschen, Spezial Effekten, Sound Kulissen, Atmosphären und Musik
  • POLYPHON "Geräusche & Musk für VIDEOFILMER Folge 1" bestehend aus 2 CDs, empfohlen von VIDEO magazin aus den Anfängen des Hobbyvideos
  • Kostenlose Musik für Nachvertonung von YouTube: Klick!

Nicht zuletzt kann ich ein fertig geschnittenes Projekt z.B. in HD rausrendern um es beispielsweise in Magix Video Deluxe Plus zu importieren und dort die Audiospur mit den bekannt guten Audio-Cleaning und anderen Filtern des Audio-Spezialisten zu berabeiten. Die restaurierte Soundspur kann man dann wieder in EDIUS importieren.

Damit komme ich auch bei meinen Video & Bild Digitalisierungs-Dienstleistungen meistens aus: Klick!

Tipp zur Generierung von Naturgeräuschen:

Über viele Jahre schon setze ich dafür das Programm Atmosphere ein. Es gibt davon auch eine kostenlose "Atmosphere Lite" Version.

Atmosphere Lite

Für mich als Reise- und Naturfilmer ist dieses Programm eine wunderbare Ergänzung in meiner Tool-Sammlung. Man kann damit Stimmungen generieren die es in unserer dicht bevölkerten Welt nebengeräuschfrei kaum noch gibt.

Off-Texte für die Nachvertonung erstellen

Dort wo es keine Titel im Video gibt, erklären die gesprochenen Off-Texte um was es geht, sie sollen die W-Fragen (wo, wie, was, warum) des Betrachters beantworten/erklären.

Für diesen Zweck habe ich mir ein Mikrofon mit Tripod für die Aufstellung auf dem Arbeitsplatz zugelegt. Es ist das Kondensatormikrofon Trust 20378 mit USB-Anschluß an den PC für Sprache und Gesang geworden. Es verfügt bereits mit der Rauschunterdrückung für eine klare Sprachwiedergabe.

Mikrofon

Zuerst muß das Mikrofon an den PC angeschlussen werden(USB!), damit die Windows 10 Erkennung möglich wird. Eingeleitet wird die Erkennung über einen Klick mit der rechten Maustaste auf den Lausprecher-Button rechts unten am Bildschirm. Im nächten Schritt muß über die EDIUS-Systemsteuerung das Mikrofon als externes Gerät angemeldet werden. Immer dann, wenn das USB-Mikrofon an den PC angeschlossen wird, ist es auch in der EDIUS-Erfassung als Eingabegerät für Windows zu finden.
 
Ich verfüge über zwei Möglichkeiten den Off-Text per Mikrofon für meine Videos aufzunehmen:
  • Als Voice-Over direkt in EDIUS
  • Off-Textaufnahme per Audacity
Ich persönlich bevorzuge die zweite Möglichkeit, also die Audacity-Aufnahme.

Vorgehen bei Aufnahme in Audacity:

Für die Tonerfassung habe ich ein extra Verzeichnis angelegt, welches später in der EDIUS-Bin geöffnet werden kann um die verschiedenen Tonteile den Clips zuzuordnen.

Wird Audacity als Erfassung von Off-Texten verwendet, dann muß auch dort das Mikrofon in der Auswahlliste neben dem Mikrofon-Symbol erst als Aufnahmegerät angewählt werden. Das Mikrofon muß vor dem Start von Audacity bereis angeschlossen sein.

Vertonung mit dem Mikrofon

Ich stelle nach Sichtung meines fertig geschnittenen Videos fest an welchen Stelle ich eingesprochene Texte benötige und überlege was der Inhalt sein soll. Ich schreibe mir die Formulierungen der Reihe nach auf und spreche die Off-Texte nacheinander in Audacity ein. Ich spreche hierbei in einem Abstand von 15-20cm in das Mikrofon, zwischen den einzelnen Textabschnitten mache ich jeweils eine kurze Sprechpause. In einem Rutsch werden die Texte nun gefiltert und als WAVE-Datei gespeichert.

Filterung der Tonaufnahme in Audacity:
  1. Normalisieren mit einer Maximal-Amplitude von - 0,1 dB. Macht man die Normalisierung erst in EDIUS, ist zu beachten, daß die max. Pegelvertstärkung max. 24 dB(400%) nicht überschreiten darf, hier normalisiert man mit - 1,0 dB.
  2. Um eine bessere Raumakustik zu generieren, wähle ich den: Echo "Built-in Effect Reverb" und personalisiere dort die Raum-Paramater etc. bis mir der Klang der Stimme am besten gefällt. Über diese Option verfügt EDIUS nicht, aus diesem Grund setze ich eben Audacity ein!
Jederzeit kann ich in Audacity die gesprochenen Texte über die am PC angeschlossene JVC UX-2000R Ultra-Micro Anlage mit guter Lautsprecherwiedergabe mittels Abhören kontrollieren.
Jetzt kann man die komplette Sprecherdateien in EDIUS importieren und auf eine freie Tonspur ziehen. Hier zerlege ich nun die Textpassagen und ordne jede Datei nun einem Videoabschnitt zu. Falls nötig kann man in EDIUS noch in die Klangeinstellungen und Lautstärke eingreifen, z.B. mit den Audiofiltern:  Tone Controller/Klangregler und dem Grafischen Äqualizer und auf die Frequenzen im Sprachbereich Einfluß nehmen zu können.

EDIUS-Ducking  Tone Controller

Im Bereich des gesprochenen Wortes werden andere Audiospuren um etwa 6-9 dB weich abgesenkt(-), da die Durchsage vorrangig ist. Man muß das in Edius noch manuell machen, da die oft in anderen NLEs bereits vorhandene Funktion "Audio-Ducking" noch nicht verfügbar ist.

Wie wir aus einer Mono-Mikrofonaufnahme eine "Stereowiedergabe" generieren:

Ganz einfach bitte dieses Audacity - Tutorial ansehen: Klick!

Mit EDIUS geht das so:

Zuerst blenden wir mit Strg+G die Statusanzeige in das Playerfesnter rein und spielen die aufgelegte Audiospur ab, wir hören den Ton nur aus einem Lautsprecher:

Status eine Spur

Jetzt legen wir aus den angebotenen Audio-Effekten "Panorama & Balance" auf die Audiospur und öffnen die Einstellungen:

Panorama & Balance

Jetzt stellen wir den Slider des linken Kanals auf die Mitte ein(roter Pfeil) und wir sehen:

Status zwei Audiospuren

es werden jetzt in einer Audiospur zwei Audiokanäle abgespielt, wir hören den Ton nun aus beiden Lautsprechern. Da die Lautstärke bei der Verteilung auf zwei Kanäle halbiert wird, muss sie in diesem Fall um 6 dB angehoben werden.

Sound-Restaurierung mit Magix VIDEO SOUND CLEANING LAB 20:


Es kommt in meinem Fall schon vor, daß ich z.B. Audio aus Schmalfilmdigitalisierungen restaurieren muß.

Mit dem Programm kann man z.B. das Cleaning & Mastering alter Aufnahmen ganz schnell und gut durchführen. Es ist alles an Bord, auch z.B. ein Echtzeit Spektrskop und den Audiotransfer zu analysieren.

Echtzeit Spektroskop

Bild: Analyse eine Sprachdatei von der Tonspur eines Super8-Schmalfilmes

Nach dieser Analalyse kann man das Audio-Mastering durchführen mit einstellbaren Filtern, wie wie dem Video Optimizer, dem Dynamics Filter, dem grafischen Equalizer, Multimax, Reverb, Stereo Enchancer und Brilliance Enhancer. wahlwiese auch mit dem Mastering Agent.

Davor führt man das Cleaning des Audiometerials durch mit dem  DHiser, DeNoiser, DeFlicker, DeCrackler oder dem Cleaning Agent.

Die 137seitige Bedienunganleitung(PDF)  muß man sich selbst ausdrucken und binden!

UHD-Blu-ray aus dem eigenen UHD-Kameramaterial:

Seit März 2018 kann ich auch UHD-Blu-rays - vorerst ohne Menü - brennen. Allerdings kann man diese Disk nicht in mit EDIUS generieren und brennen sondern mit dem UHD-Creator und ImgBurn: Klick!

Ausgangspunkt ist geschnittenes Videomaterial aus EDIUS heraus welches man im Farbraum BT.2020 - ohne HDR-Wirkung - exportiert oder HDR10 Videomaterial welches in EDIUS kompatibel hergestellt worden ist. Für den Sehgenuß der UHD-Blu-ray benötigt man einen UHD-HDR-TV und einen UHD Blu-ray Player als Input für den TV.


HDR(HLG)     Auge    unter der Lupe

HDR - Zukunfts-Hoffnung in der Videomedienproduktion:

Da in der Neuvorstellung von EDIUS 9 seitens Grass valley der HDR-Workflow den breitesten Raum einnimmt, widme auch mich schwerpunktmäßig diesem neuen Anwendungsfeld als Hobbyfilmer zu.

3D-TV ist so gut wie tot, Aufnahmekameras dafür muß man mit der Lupe suchen, der Verbraucher fragt in den großen Multimedia-Märkzen kaum noch nach 3D-Sichtgeräten. 

Mit 4K(UHD) haben die Hersteller einen großen Treffer gelandet, alle Consumer die selbst filmen, wollen nur noch 4K(UHD)-Kameras haben, die es als Camcorder und filmende Fotokameras gibt. 

Was ist 4K?: Klick!

Schon einige Zeit trommeln die Hersteller für HDR, ein erweitertes Kontrastspektrum mit einem vergrößerten Farbspektrum und mehr Details in den Lichtern und Schatten. Insgesamt werden derzeit vier verschiedene HDR-Systeme "gehandelt". Setzt man auf das falsche "Pferd", muß man die Investitionen bald als eine Benefizleistung abschreiben und sich dem wirtschaftlichsten Systemen zuwenden welches seit der Letzten IBC-Messe in Amsterdam an Fahrt zugenommen hat und auch schon einige hochpreiseige Kameras in den Handel gebracht hat. Auf der TV-Seite gibt es ebenfalls riesige Fortschritte, monatlich neue Geräte, teils mit gesalzenenen Preisen. 

Der Wettlauf um Tiefschwarz und Scheeweiß hat begonnen...

schwarz-weiss

Zu der Grafik oben: Für HDTV hat die Internationale Standardisierungsorganisation ITU mehr Farbe mittels  „Rec 709“ als Richtschnur festgelegt für die Medienproduktion(6,5 Blenden-Umfang) und die Bildschirmherstellung. Für UHD hat das Gremium erneut einen noch weiter erweiterten „Farbraum“ mit  „Rec 2020“ festgelegt. Wie man in der Grafik sehen kann, liegt die Gewichtung auf dem Helligkeitsbereich um dort eine höhere Detaildurchzeichnung zu erzielen.

Farbräeume

Per Definition wird für HDR 10-Bit Videomaterial verwendet!

Man muß sich als Hobbyvideofilmer die Frage stellen, welches System wird sich durchsetzen?
Meine Meinung dazu: HRD(HLG) wird sich bei den TV-Sendern durchsetzen, alles deutet auch aus kostengründen darauf hin...

Das Vatikanische Fernsehzentrum CTV hat Sony bei der 4K-Liveproduktion der Zeremonie des Öffnens der Heiligen Pforte durch Seine Heiligkeit Papst Franziskus im Petersdom in Rom unterstützt . Das Ereignis fand am 8. Dezember 2015 statt und wurde live in 4K-Ultra HD für die weltweite Fernsehübertragung aufgezeichnet.

HDR-SDR aus dem Vatican

Konfrontation HDR-SDR: Quelle : Sony-Homepage

Schaut man sich das vergrößerte Sony-Bild an: Klick!, erkennt man, das die dunkelhäutigen Gesicht der Gottediener nicht mehr Zeichnung zeigen, in den hellhäutigen Gesichtern erkennt man dagegen deutlich mehr Durchzeichnung...

Aus den vier Arten von HDR wird sich HDR(HLG) als TV-Sendeformat aller Voraussicht nach durchsetzen im Interesse von Vernunft weil die TV-Sendeanstalten es mit dieser Methode möglich ist Bewegbilder mit Standard-Dynamikbereich und Bildern mit hohem Dynamikumfang in nur ein Sende-Videosignal zu packen, das als SDR auf SDR-Bildschirmen oder als HDR auf HDR(HLG)-kompatiblen Bildschirmen abgespielt werden kann.
Das ist das Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts zwischen der BBC in Großbritannien und dem japanischen nationalen Sender NHK, es ist darauf ausgelegt eine praktischere HDR-Lösung für die Broadcast-Welt zu liefern als das HDR10-System, das von den meisten aktuellen HDR-Quellen und Displays verwendet wird.
Die bisher gezeigten HLG-Demo-Inhalte haben gezeigt, die eine niedrigere Auflösung als natives 4K Ultra HD verwendet werden kann - häufig reicht "Full HD" aus. Alles zusammen führt sowohl auf der Senderseite als auch auf der Heimvideoseite zu akzeptablen Kosten. Auch der Hobbyvideofilmer wird sich das leisten können!

Die BBC bezieht sich mit der Kompartibilität nur auf den Bereich, der den identischen Verlauf bis 100 Nits hat ... und das ist der lineare Teil der HLG Übertragungsfunktion für den es dem alten Fernseher nicht extra klar gemacht werden muss, nur muss man sich die Funktion eben mal anschauend und wird sehen, dass die 100 Nits ihren Wert bei 50% Weiß erreichen. Die BBC hebt in der Kompatibilität im Grunde genommen darauf ab, dass es ein System ist, bei dem das TV Gerät keine Metadaten verstehen muss. Insofern ist HDR prima, wenn man es auf HDR- Geräten anschaut, aber düster auf andern Geräten, weil den paar Weisswerten (Spitzlichtern) die restlichen 50% des gesamten Videosignals eingeräumt werden.  So jedenfalls die Erklärung von W.Wunderlich - ProVideo me.

HLG-Verlauf

Hybrid Log Gamma nutzt also im unteren Teil der Übertragungsfunktion eine typische Gamma-Kurve des aktuellen REC709- Standards, während in der oberen Hälfte eine Log-Funktion “angeklebt” wird. In dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag zu Hybrid Log Gamma ist dies ganz gut erklärt. Ein normaler SDR-Fernseher “sieht” nur den unteren Teil der Kurve während ein HDR-Fernseher die ganze Kurve zur Darstellung auswerten kann.

Von Sony sind im in 10/2017 zwei 8-Bit 4K-HLG Kameras eingeführt worden der Camcorder FDR-AX700 und die Systemkamera Alpha 7R III, auch Panasonics Systemkamera Lumix G DC-GH5 kann nach einem Firmwareupdate im Bildprofil HLG aufnehmen hier schon in 10-Bit, es handelt sich dabei um recht hochpreisige Kameras.

EDIUS 9 unterstützt eine Vielzahl von HDR-Quellen (PQ & HLG), es konvertiert SDR und Log nach HDR und erlaubt den gleichzeitigen Einsatz von SDR und HDR auf einer Timeline. EDIUS 9 bedient also eine Vielzahl von Farbräumen einschließlich BT.2020 und BT.2100.

  • Grass Valley HDR White-Paper als PDF: Klick!
  • Wahl zwischen Anzeigelicht und Szenenlicht basierender Umwandlung in EDIUS - Ein Beispiel für einen unkomplizierten HDR-Produktionsablauf: Klick!
  • HLG-Gamma-Kennlinie, siehe slashCAM: Klick!
  • Wohl nicht ganz Ernst gemeint von Samsung: Neuer Bildmodus HDR+ konvertiert SDR zu HDR an aktuellen TVs ---> Klick!
Wie bekommt man nach dem Videoschnitt das HLG-Videomaterial zum Abspielen auf einem HLG-TV?

Hierzu bietet das neue EDIUS 9 folgenden Weg an:

Kameraseitig implementieren viele Hersteller  bei ihren neuen Modellen das einfach zu handhabendes HDR( HLG) in 8-Bit Kameras, verwendbar "out of the Box", z.B. als
Instant HDR“ von Sony dar mit VideoKameras, welche im Hybrid Log-Gamma (HLG)-Format aufnehmen können. Wenn das Video direkt im HLG-Format aufgezeichnet wird, kann es, wenn es der Zeitfaktor erfordert, ohne jegliches Color Grading (CG) verbreitet werden.

Kameramaterial wie etwa S-Log oder V-Log oder auch nur Cinelike D mit D-Gammakurve muss nach  HLG  oder  Perceptual  Quantization (PQ) umgewandelt werden
, damit es auf Consumer-TVs angezeigt  werden  kann - bei der Umwandlung des Quellmaterials in die korrekten HDR-Farbräume hilft der neue EDIUS-Workflow in der Primären Farbkorrektur im 10-Bit Videoformat.

Eine durchgängige 10-Bit Workflowkette im Hobbyfilmerbereich wird wohl noch länger auf sich warten lassen, alleine schon wegen der nötigen Investitionen.

EDIUS 9 erkennt den bei der Aufnahme verwendeten Farbraum und setzt automatisch die korrekten Parameter für die Weiterverarbeitung, den Schnitt und eventuelle Farbkorrekturen. Hat man das Projekt abgeschlossen, kann man dieses als HLG-Datei auf einen USB-Stick exportieren und auf einem geeigneten Fernseher sofort abspielen und dabei die erweiterte Dynamik genießen. HLG ist auch kompatibel zu älteren, noch nicht HDR-fähigen Monitoren. Dort sieht man das Bild in dem gewohnten Farbraum (rec.709).

Der HDR(HLG) - Workflow kann so aussehen:
  1. UHD Videoclips aus echter HLG-Kamera kann man mit UHD-SDR-Videoclips mischen auf der Timeline - das muß nicht in 10bit sein. Gefilmt wird wie es Sony gerade mit dem 8bit Camcorder FDR-AX700 oder der Foto-Videokamera Alpha 7R Mark III vom Oktober 2017 unter Beweis stellt.
    In meinem ersten Test habe ich Videomaterial der Sony FDR-AX700 - HLG, S-log-2 und S-Log-3 und der Panasonic HDR-FZ300(UHD-SDR) als Mix auf der EDIUS-Timeline verwendet
     
    *
  2. Videoschnittprogramm EDIUS 9:
    - im ersten Schritt den Farbraum BT.2020/BT.2100 HLG in den Projekteinstellungen einstellen,  sowie 10-bit,
    - im zweiten Schritt Clips auf die Timeline ziehen, egal im welchen Farbraum diesse aufgenommen worden sind, jetzt in BT.2100 HLG konvertieren falls es kein HLG-Clip ist,
    - im dritten Schritt Grading darauf manuell oder per geeigneter LUT durchführen. 
  3. Export HLG-Datei aus EDIUS 9 heraus in MP4 z.B. in 10-bit-4:2:2 auf USB-Stick gesichertt **
  4. USB-Stick in einen HLG-TV stecken und mit dem TV-Player die Videodatei abspielen 
* Herkömmliche UHD-SDR-Bildprofile, wie Cinelike D mit D-Gammakurve kann man z.B. in meiner FZ300 so tunen, daß sie ungefähr den gleichen Dynamikumfang abbilden kann wie ein dezidiertes Log-Profil. Damit kann man vorab den Workflow mit getunten UHD-SDR Videomaterial testen.

Cinelike D nutzt beispielsweise viel mehr Quantisierungsstufen der internen 8 Bit-Aufzeichnung. Eine passende LUT hierzu kann mehr bringen als V-Log,so slashCAM. Dort und hier findet man auch die Aussage, dass V-log nur ca. 640 verschiedene Helligkeitsstufen speichert im Bereich von 128-768, die Kamera aber - GH5 im SlashCAM-Test im HLG-Bildprofil den Luminanbereich 64-940 aufzeichnet, in DaVinci Resolve aber der volle Luminanzbereich von 0 bis 1023 kodiert wird.

Das Bildprofil Cinemal-like Dynamisch ist bei meiner Kamera vorjustiert auf:


Selbst
Leeming
Kontrast
-4
0
Schärfe
-5
-5
Rauschminderung
-3
-5
Sättigung
-4
-3
Die Helligkeitsverteilung(Dynamische-Gammakurve) meiner Aufnahmen sieht so aus:

D-Gammakurve

Schaltet man die verschiedenen Gammakurven der Kamera durch erkennt man bei genauer Beobachtung auf dem Kameradisplay, daß in den Highlights mehr Details zu erkennen sind.

Mittels dieser Kameraeinstellung ist ähnlich wie bei LOG-Kameras der Farbraum gestaucht um die Farbkorrektur in einem höheren Kontrasumfang durchführen zu können!

Ideales HistogrammSource von Leeming dazu:


"This is the ideal ETTR exposure plot. The histogram is biased to the right, but the highlights remain within bounds and are not clipped. In post-production it is a simple process to reduce exposure and levels back to neutral, with the advantage that noise will be much lower and tonality will be improved over shooting the same scene with a neutral histogram."


Die hellen Bereiche sind kontrastärner, somit bleiben dort mehr Details erhalten, in den Schatten wird der Kontrast dagegen etwas angehoben um dort ebenfalls etwas mehr Details zu erfassen. Im Histogramm auf dem Kameradisplay sieht man, daß sich alle Bildinformationen im mittleren Bereich versammeln und nicht auf der rechten oder linken Seite abgechnitten werden, d.h. das Video ist weder unterbelichtet noch überbelichtet. Die Rauschminderung habe ich nicht vollständig rausgenommen, weil das die Kamera eigentlich sehr gut macht bei dem kleinen Aufnahmesensor.

Vor dem Grading im BT.709 Farbraum:


FZ300 Cinema-Aufnahme

Mein Kamerasetting führt zu einem ausgewogenen entsättigten Videobild dessen Kennzeichen die sich im mittleren Bereich der IRE-Wellenform liegende Luminanzverteilung ist, also nicht helligkeits- oder schattenlastig was ein Grading darauf enorm vereinfacht. Durch diese Aufnahmeoption werden viele Optionen für die Nachbearbeitung offen gehalten, etwas abweichend von der GH4-Empfehlung hier: Klick!

Nach dem Grading im BT.709 - Farbraum:

FZ300 Gradingergebnis

FZ300 - Gradingergebnis mit einer LUT in der Primären Farbkorrektur

**
Erforderliche HDR-Metadaten werden dem MP4-Export-Clip(sh. Seite 445 der Deutschsprachigen Bedienungsanleitung) hinzugefügt(auch dem UHD-SDR Videoclip im Projekt: Wenn [Farbraum] unter [Projekteinstellungen] auf [BT.2020/BT.2100 HLG] oder [BT.2020/BT.2100 PQ] eingestellt ist und [H.264/AVC] für das Exportprogramm festgelegt wird, werden beim Exportieren HDR-Metadaten hinzugefügt.
Wie das Hochladen eines HDR-Videos auf YouTube gelingt, steht ebenfalls auf der Seite 445 der Bedienungsanleitung!

In YouTube gibt es ein HLG-Video welches mittels der Panasonic GH5 aufgenommen worden ist:

Das Kamera-Setting dazu mit dem neuen Bildprofil "Hybrid Log Gamma" sieht so aus:

GH5-HLG

Wie man sieht stehen alle Bildprofilsettings auf "0"

Das Video dazu kann man sich hier ansehen: Klick!

Es liegt allerdings auf dem YouTube Server nur in Farbraum BT.709 vor.

Hier kann man sich Original GH5 HLG-Footage für Testzwecke runterladen: Klick!
In diesem Beitrag ist ein Bild des Kameradisplays mit einem Bildprofilsetting von -5 bei allen Parametern von Hybrid Log Gamma zu sehen. Das alles führt zu einer großen Verunsicherung bei, wie denn nun korrekt bei der Aufnahme vorzugehen ist...

Link-Tipps zum Thema HDR:

  • Explore Our HDR Solutions(Source: AJA): Klick!
Als derzeitiger Eigner eines HDTV bevorzuge ich das Bildprofil CIne-Like Dynamisch der FZ300 mit den hier vorgestellten Bildprofil-Justierungen.


HDR(HLG)-Workflow mit der neuen EDIUS Pro 9 - Technologie in Bildern

Derzeit unterstützt EDIUS 9 erst den gesamten Videostream für den wichtigen HDR(HLG)-Service, ST2084 (PQ) und YouTube. Erweiterungen sind für die in den nächsten zwei Jahre geplanten Updates 9.xx vorgesehen!

Es ist sicher sehr sinnvoll ein HDR Gerät zu besitzen wenn man in HDR arbeitet. Idealerweise mit einer Schnittkarte für die Vorschau, so dass man das Ergebnis schon beim kontrollieren kann. Der Trick bei UHD(HLG) ist aber, dass das Material ja auch auf einem SDR Monitor gut anzusehen ist (im Unterschied zu HDR10(PQ). Hilfsweise fügt man sich als Vergleich den ARIB-Multiformat-Balken in die Timeline für die temporäre Kontrolle der Farbdaten nach Bedienungsanleitung ab Seite 337 bis 339, siehe auch: Klick!

Für diesen Workflow ist es wichtig sich mit den Änderungsmöglichkeiten der Clip-Eigenschaften in der BIN und Timeline sowie der wichtigen Primären Farbkorrektur vertraut zu machen um alles zu verstehen. Über den Umgang mit der Primären Farbkorrektur findet man in der Bedienungsanleitung ab Seite 353 bis 360 entsprechende Informationen. Die Primäre Farbkorrektur erlaubt die Farbeigenschaftssziele per LUT, also per Farbwert-Austauschtabelle, grundsätzlich zu verändern. Das Dialogfenster der Primären Farbkorrektur erlaubt zusätzlich eine Feinjustierung des globalen Farbgradings mit mehreren Reglern und Anpassung der Luminanz mit Hilfe von YRGB-Kurven.

Korrekturmöglichkeiten für eine gute Wolkenwiedergabe sind ab Seite 356 in der Bedienungsanleitung beschrieben.

1.
  Projekteinstellung in EDIUS 9 für HLG-Videoerstellung:

Projekteinstellung

Farbraum HDR(HLG) in der Projekteinstellung bei einer Video Bittiefe von 10-bit

Den Farbraum des importierten Videomaterials kann man in den Clip-Eigenschaften kontrolieren und ggf. umstellen. Ferner wird der Farbraum auch in der "Informationspalette" angezeigt und im BIN-Fenster falls es so eingestellt ist!
+ + +
2.  BT.709 Videoclip auflegen und die Wellenform dazu ansehen:

EDIUS Welenform

Wellenformanzeige eines Rohvideos welches ich im entsättigten
CINE-D Profil mit S-Gammakurve aufgenommen habe, der Y-Luminanzwert liegt bei 889,
darauf wird die LUT BT.709/BT.2100 HLG aufgelegt um eine Hybrid-log-Gammakurve zu generieren

+ + +
3. Ziel/LUT BT.709/BT.2100 HLG zur Konvertierung auf den Videoclip auflegen. Die Basisbelichtung in der primären Farbkorrektur  kann auf „Anzeigelicht = Standardeinstellung“ und „Szenenlicht = wie aufgenommen“ eingestellt werden; vor allem bei S-Log/V-Log und entsättigt mit S-Gammakurve aufgenommenen Videoszenen ist das sehr wichtig, siehe Video: Klick! ab 5:52

Ziel-LUT

Autom. Erkennung der Quellmaterials und Ziel/LUT-Konvertierung für HLG, die Farbraum-Basis sollte bei stark komprimierter Luminanz-Bandbreite auf "Anzeigelicht- oder Szenenlicht" möglichst optimal innerhalb der IRE-Grenzen eingestellt werden worauf besonders bei entsättigten Flachgamma oder S-log/V-Log Aufnahmeprofilen zu achten ist, siehe auch Bedienungsanleitung ab Seite 337 und WHITEPAPER: Klick!
+ + +
4. Meist kommt man bei der Faebkorrektur die sekundäre Farbkorrektur einzusetzen um optimale Farb- und Luminanzwirkung im Videobild zu erzielen innerhalb der IRE-Grenzen für SDR und HDR-Wiedergabe.

Wellenform-HLG

Ergebnis  nach dem Grading, der Y-Luminanzwert liegt jetzt bei 767 für HLG, höher als bis 769 = 1000 Nits Luminanzhelligkeit sollte man nicht gehen.
+ + +
5. Exportiert wird nun in MP4(H.264/AVC) mit HLG-Metadaten in den Einstellungen die bei dem Projekt-Setting gemacht worden sind!

MediaInfo-HLG

Beleg, es liegt nun ein HLG-File vor!

Wie das Ergebnis aussieht kann ich derzeit nur auf meinem Acer-Monitor am PC mit 250 cd/m² = NITS kontrollieren.
"Auf das Auge ist ein Wert um die 250 bis 300 cd/m2 optimal" schreibt Prad, weil man nicht so schnell ermüdet!
Bei meinem Samsung HDTV steht: "Dynamisches Kontrastverhältnis: Mega Contrast" dazu habe ich die Info gefunden:
370 cd/m² = NITS!

Beide Sichtgeräte können bei mir also das Videomaterial mit der HDR(HLG)-Kennlinie und dem erweiterten Kontrast und Farbraum nicht darstellen!


HDR/SDR - Vergleich

Die Darstellung in diesem Bild von Van Hurkman soll lediglich ausdrücken, dass ein HDR-Video in einem höheren Luminanzumfang auf einem HDR-TV dargestellt wird als es auf dem SDR-TV zu sehen ist, obwohl es auf dem SDR-TV selbstverständlich besser aussieht als auf diesem Foto.
Das Problem ist, dass man mit einem rec.709 PC-Monitor das Bild hier ansieht und somit nicht die Wahrheit beurteilen kann. Das Bild soll lediglich den Eindruck simulieren, dass ein HDR-Bild über einen größeren Luminanzumfang verfügt. Objektiv kann man das erst beurteilen, wenn man gleichzeitg vor beiden TVs  sich aufhält und den Blick von einem Panel zum anderen wechseln kann.

Luminanzeinstellungen(Schalter [IRE] aktiviert bei der Wellenformanzeige):

8-bit Wellenform:

Luminanz bei 8-bit

Die Luminanzelemente auf der Wellenform sollen den Bereich von 0 bis 100 IRE nicht überschreiten. Links im Informationsbereich können wir zusätzlich die  Y-Luminanz für die Helligkeit eines jeden Bildpunktes ablesen, wenn wir mit dem Mauszeiger das Playerfenster abfahren. Der dezidierte Digitalwert liegt zwischen 0 und 255 mit 2^8 = 256 Tonwert-Abstufungen.

10-bit Wellenform:

Luminanz bei 10-bit

Die Luminanzelemente auf der Wellenform sollen den Bereich von 0 bis 78-80 IRE nicht überschreiten, d.h. das File muß erst konvertiert werden von BT.709 auf BT.2100 HLG. Links im Informationsbereich können wir zusätzlich die  Y-Luminanz für die Helligkeit eines jeden Bildpunktes ablesen, wenn wir mit dem Mauszeiger das Playerfenster abfahren. Der dezidierte Digitalwert liegt zwischen 0 und 1023 mit 2^10 = 1024 mit viel feiner abgestuften Tonwertverteilung.

Zu der Vektorsop/Wellenformanzeige in EDIUS 9:

Die Meßwertdarstellungen sind noch nicht für BT2020 auf NITs umgestellt, in einem BT2020-Projekt wird das Meßwerkzeug deshalb noch für BT709 angezeigt. Eine Anpassung wird erst mit den Updates 9.xx erfolgen. Dringend ist auch eine Anzeige-Kontrolle für die RGB-Parade, die in EDIUS noch gänzlich fehlt, denn auch dafür müssen die max.zulässigen Grenzen überwacht werden!

Neu ab 09.04.2018: EDIUS 9.2 Update mit den lange erwarteten neuen Meßwerkzeugen:

Nun auch mit IRE und Anzeige der Nits sowie RGB-Parade sowie dem Histogramm!



Das wird den HDR-Workflow enorm erleichtern für Interessenten der HDR-Technologie!
In dem von mir hier schon letztes Jahr verfaßten Beitrag ist das neue Meßwerkzeug und die Erkenntnis daraus
hier noch nicht berücksichtigt!


Luminanzeigenschaften eines HLG-Videoclips im Waveformmonitor:

Vergleich Wellenformmonitor

Die vertikale Skalierung für die Y-Luminanz erstreckt sich bei DaVinci Resolve 14 auf Tonwerte zwischen 0 bis 1023, im Falle von EDIUS Pro 9 zwischen 16 - 940 im IRE-Bereich von 0 - 100.

Warum man besser mit NITs arbeiten sollte: Klick!

Das ist manchmal "verwirrend", vor allem wenn man in einem Roundtrip mit diesen beiden Programmen zusammenarbeitet.

Einen visualisierte Tonmapverteilung 8/10-bit kann man hier sehen:
Klick! aus dieser Quelle: Klick!
Über ein 12-bit Wellenform-Meßwerkzeug verfügt EDIUS Pro 9 noch nicht!
 
Den Spitzenwert für den Luminanzpegel(Helligkeit) kann man
per EDIUS - Wellenformmonitor kostengünstig kontrollieren in dem man mit dem Mauszeiger auf dem Playerfenster die hellste Stelle des Clips sucht und den Wert dort für die Luminanz(Y) bei 10-bit Projekteinstellung auf max. 1000 bzw. weniger einpegelt weil es sonst zu Tomwertabrissen bei der SDR-Wiedergabe kommt, man darf also nicht die 100 IRE  im Wellenformmonitor überschreiten. Die Einjustierung der Grenzwerte macht man am schnellsten im Zusammenspiel mit den Reglern "Verstärkung", ggf. "Gamma" und "Aufhellen" in der "Primären Farbkorrektur".

Vorteilhaft ist es, wenn man mit einer logarithmischen Skale auf dem Wellenformmonitor arbeiten kann, diese Skala ist bei EDIUS Pro 9 leider noch nicht verfügbar. 1000 Nits entsprechen dem Wert 769 als Peakweiß bei der Y-Luminanz im Falle der 10-bit Wellenform. 100 Nits(Papierweiß) entsprechen 512, 10 Nits liegen in der Mitte zwischen 256-384 der Y-Luminanz. Die Luminanzwerte sind in einer logarithmischen Skala als NITs in die HLG-Spezifikation für den Grad der Helligkeit eingezogen. Man kann problemlos auch auf einer linearen IRE- Luminanzskala von 0 - 1023, wie sie der Wellenform-Monitor von EDIUS 9 anbietet arbeiten, solange man weiß wo sie wichtigen Grenzen von Schwarz, Grau und Normalweiß liegen.

IRE vs NITs

     Gegenüberstellung IRE/NITs auf dieser Grundlage: Klick!

In einem HDR(HLG)-Videoprojekt ist es also durchaus möglich die Beurteilung der Luminanz(Helligkeit)  auf einem SDR-Monitor durchzuführen, wichtig ist die 769-Grenze im IRE-Wellenformmonitor. Auch für die Farben gibt es eine Limitierung: Color-Volume Limitation with HLG: Klick!
  • Peak white: 1000 Nit
  • Maximum red: 201 Nit
  • Maximum green: 627 Nit
  • Maximum blue: 34 Nit
Peahweiß

Peakweiß Y-Luminanzwert max. 769 = 1000 Nits auf einem BT.709 PC-Monitor
bei einer 10-bit Projekteinstellung für BT.2020/BT.2100-HLG, man erkennt im obigen
Screenshoot, daß alle zulässigen Werte für YRGB nicht übersteuert sind!


Ein Hobbyfilmer im Videotreffpunkt nutzt den relativ preisgünstigen Atomos Shogun Inferno Rekorder mit 10-bit Display(7") mit 1500 cd/m² = 1500 Nits als Kontrollmonitor am HDMI 2.0 - per Anschluß an die Nvidia Grafikkarte für die Vorschaukontrolle, ein teurer Spaß für ca. 1.150 €uro.
 
Lieferbar sind derzeit verschiedene Kontrollmonitore für die Kameraaufnahme und Post-Produktion zur Kontrolle der Helligkeit auf einem 10-bit Display, siehe:
Klick!


Zu beachten ist, dass in einem 10bit-Projekt nicht alle Filter mit 10bit rechnen, der Button ist in diesem Fall mit einem blauen Ausrufezeichen gekennzeichnet.

EDIUS berechnet bestimmte Filter in 80, 64 oder 32 Bit Float. Normalerweise ist es für Bereiche, die höchste Präzision erfordern. Es ist von Filter zu Filter verschieden. Es gibt derzeit kein Weißbuch darüber. Source: Klick!
Diese Antwort ist direkt von Grass Valley Kobe Engineering in Japan an den GV-Moderator übermittelt worden.

10bit Videofiles kann man nicht auf TVs mit einem 8bit-Panel ansehen!

HDR geht auch mit 8bit was aber als weniger sinnvoll erscheint, auch wenn Sonys neuer Camcorder
FDR-AX700 HDR mit 8bit auzeichnet, was lediglich aus kompatibilitätsgründen für die Wiedergabe auf alten 8bit TVs brauchbar ist. Zukunftsfähig sind 10bit TV-Panels!

Wie ein
HDR-Videoschnittplatz aussehen müßte - mit geeigneter HDR-Vorschau - zeigt Grass Valley in diesem PDF-Dokument: Klick!

Auf dieser Grundlage kann man schon mal üben
und eine Ausrüstungs- und Budgetplanung durchführen:

M1 Die Preise für die nötigen neuen Geräte werden wohl 2018 fallen und auch für den Hobbyvideofilmer erschwinglich sein.

M2 Sony und Panasonic werden wohl bald auch günstige HLG-Kameras für Consumer anbieten, es ist ja schließlich ein neues attraktives Marktsegment welche besetzt werden müß. Da ich aber nicht mehr zu einem Camcorder zurück möchte, besteht derzeit nur eine Alternative mit der  Panasonic FZ2000 unter 1000 Euro, die zwar nicht in HLG, aber doch in 10-bi und in 4:2:2 über HDMI auf einen Recorder in UHD aufnehmen kann. Die Kosten für einen Recorder zum Kaufpreis von ca. 800 Euro kommen noch hinzu. Der Verzicht auf die HLG-Aufnahme "on the Box" wäre das kleinste Übel, eher würde mich der externe Recorder bei meiner Art der Aufnahme stören. Abwarten muß man derzeit, wenn es möglich sein wird mit einer Bridgekamera intern in 10-bit 4:2:2 aufuzeichnen.

M3 Lieferbar sind verschiedene Kontrollmonitore für die Kameraaufnahme und Post-Produktion zur Kontrolle der Helligkeit, siehe: Klick!  Ein Kontrollmonitor sollte für mindestens 1000 Nit Helligkeit-/Luminanz geeignet sein mit Vektorskop- und Waveformanzeige. Der Atomos SUMO 19 kostet als FHD-19" Monitor(1920x1080 Auflösung) mit 10bit Display und 1200 Nits Helligkeit Ende 2017 ca. 2.200 €uro, einen einfacheren 10bit PC-Monitor von Philips in 31,5" bei einer Auflösung von 2560x1440 gibt es Anfang 2018 für ca. 500 €uro, allerdings nur mit max. 450 Nits Helligkeit.

M4 UHD-TVs mit HDR10- und HLG-Videos gibt es schon für ca. 500 €uro, z.B. den LG 43UJ6309 UHD LED-TV, allerdings an der unteren Grenze der Farbvielfalt und Helligkeit. Für mehr Geld bekommt eine bessere HDR-Technik, z.B. den LG 49SJ800V mit einem 10-Bit IPS Edge LED Panel mit HDR-Dynamikerweiterungen HDR10, HLG und Dolby Vision. Dieses Gerät unter 1000 €uro reicht annähernd an die Leistung eines OLED Fernsehers heran, was für normal ausgeleuchtete Wohnzimmer ausreichend ist. Es nützt einem nichts ein OLED-Geät anzuschaffen, wenn man es dann auf 60% OLED-Helligkeit runterregeln muß weil eine zu hohe Luminanz und Dynamik zu anstrengend für die Augen sind, zumindest ist diese Gerät derzeit nach Besichtigung mein Favorit um den vorhandenen fünf Jahre alten Samsung HDTV zu ersetzen.

Vergleich von SDR mit HDR:
  • SDR = Standard Dynamik Range: beinhaltet wenig Details in Bereichen mit hoher Helligkeit folglich wird nur eine geringe Raum-Tiefenwirkung im Bild erzeugt. Die Aufnahmen erfolgen mit Kameras deren Aufnahmesensoren nur einen geringen Kontrastumfang erfassen können, gewöhnlich nur mit einem Blendenumfang von 6 bis 8 EV.
  • HDR = High Dynamik Range: beinhaltet in Bereichen mit hoher Helligkeit viel mehr Details die für eine signifikant bessere Raum-Tiefenwirkung im Bild sorgen. Die Aufnahmen dazu erfolgen  mit Kameras deren Aufnaheprozessoren einen größeren Kontrastumfang erfassen können, gewöhntlich mit einem Blendenumfang von 8 bis 14 EV. In der Panasonic DMC-FZ300 verfügt der Aufnahmeprozessor über eine gute Eingangsdynamik von bis zu 10 Blendenstufen(EV) zwischen ISO 100- 800 laut Kamerabuch von M+T Seite 179.
Wird HDR falsch gemacht, sieht das Ergebnis schlecht aus..., kann man diversen Tutorials entnehmen!
Unglücklicherweise ordnen die meisten HDR-Demonstrationen den Kontrastbereich nicht richtig zu, mit dem Ergebnis, dass das Gesamtbild einfach viel, viel heller ist, was nicht die Hauptabsicht von HDR ist, kann man hier lesen: Klick!

SDR-HDR

So verstehe auch ich HDR und nicht die überdrehten Kontraste bei den Demos in den Multimedia-Märkten. Eigentlich entspricht das rechte Bild dem was ich als Schmalfilmer der 70er Jahre schon hatte und was nach Einführung des Videos verloren gegangen ist und jetzt mit Mühe im Video eingeführt werden soll. Meine eigenen Filme will ich so sehen wie das im Bild rechts zu sehen ist, das ist Kino mit Raum-Tiefenwirkung.

Dank HDR(HLG)
sieht ein Video auch auf einem Standard-Monitor gut aus, es verfügt allerdings über eine etwas geringere Leuchtdichte als das Original SDR-Material – und umso besser sieht es dagegen auf einem HDR-Bildschirm aus. Die meisten Anwender werden aber HDR(HLG) mangels eines HDR(HLG)-TVs noch nicht abspielen können. Um sich die Wirkung mal anzusehen, geht man einfach am besten mit einem Stick in einen Multimedia-Markt um sich dort das HDR(HLG)-Video mal anzusehen auf TV-Geräten die das abspielen können, falls das Video auf dem Stick kompatibel ist zu dem Gerät.

Präsentations-Trend von selbst aufgenommenen Videos:

Die traditionelle Art selbst aufgenommene Videos mit Freunden und Interessierten zu Teilen mittels DVD/Bluray/USB-Stick- oder Mediakartenversand geht auf das Ende zu. Videoplattformen wie YouTube und VIMEO oder gar Facebook erreichen mit Videosstreams in FHD, UHD oder nun gar HDR über eine Internet-Onlineverbindung das Zielpublikum. Der Abnehmer verfügt heutzutage durchaus über geeignete Abspielmöglichkeiten per Smart-TV, Smartphone, Tablets oder über ein Notebook oder PC. Man schickt den Interessenten einfach die Downloadadresse zu, alles andere macht der Empfänger selbst wenn er Lust dazu verspürt sich das Video anzusehen. Wichtig ist es sich deshalb jetzt auch in die neue Thematik "Video in HDR" einzuarbeiten auf den Videoplattformen von YouTuve und Vimeo die gerade erst mit dem Angebot in 2017 gestartet sind.

HDR-HLG-Video aus SDR-Video, Test #1 bei Vimeo:

Warum ein Test mit SDR-Video?
Weil per EDIUS 9 SDR-Videos normaler Videokameras mit BT.709 Farbraum als Mix in einer HLG-Timeline verwendet werden können. Mit welchen Settings ich die SDR-Datei mit der Panasonic FZ300 aufgenommen habe, sieht man weiter oben: Klick!


Meine Original- HDR(HLG) - Videodatei in H.264/AVC ist aus SDR-Videomateial entstanden. Am HDR-Logo oben links im Player sieht man, dass dieses Video tatsächlich in HDR vorliegt. Der Vimeo-Download, nur für mich nutzbar für den Free-Account, bietet drei interessante Videodateien an die von VIMEO aus meinem Upload konvertiert worden sind:
  • Eine Downloaddatei - 115 MB - hat den Namen:UHD-HDR(HLG).3gp, kodiert in HLG/AVC sie wird für Mobiltelefone angeboten, nur diese Datei verfügt über den erweiterten Farbraum BT.2020-HLG!
  • Die größere Downloaddatei - 128 MB - als x264/AVC-Videodatei im Farbraum BT.709 für FHD-TVs. 
  • Die kleinste Downloaddatei - 96,6 MB - ist eine x265/HEVC-Videodatei im Farbraum BT.2020, sie wird für UHD-HDR-TVs angeboten und sie ist auch geeignete für sonstige HDR-Displays
Wer mit dem 4K-Videodownloader Videos von VIMEO herunterholt bekommt ein anderes Angebot, alle Dateien gibt es im MP4-Videocontainer:
  • Eine Downloaddatei - 92,9 MB - im Farbraum BT.2020-PQ - kodiert in x265/HEVC  für UHD-HDR-TVs
  • Eine Downloaddatei -  128 MB - im Farbraum BT.709 - kodiert in x264/AVC für FHD-TVs
  • Eine Downloaddatei - 96,6 MB - Im Farbraum BT.2020 - kodiert in x265/HEVC für sonstige HDR-Displays
HDR-Video bei Vimeo ansehen: Klick!

In einem ersten Feedback ist mir bestätigt worden dass die mit dem 4K-Downloader heruntergeladene Datei auf einem Samsung UE65MU9000TXZG curved TV einwandfrei von einem USB-Stick abgespielt wird, "Nicht flach, sondern in prächtiger, bunter Farbe. Die verwendeten Einstellungen scheinen zu funktionieren.". Das ist sehr erfreulich!


HDR-HLG-Video aus SDR-Video, Test #2 bei YouTube:

Nach dem Upload hat YouTube aus meinem HDR(HLG)-Video zuerst ein BT.709 mit einem AVC-Codec kodiert zum Einsatz am FHD-TV und BT.709-Displays. Selbst hochgeladene Videos von YT herunterladen: Klick!

Im Anschluß werden verschiedene Auflösungen und Formate von YT kodiert:

 YT-Downloads

YouTube kodiert HDR-Videos in VP9 im Containerformat MKV(Matroska) und konkuriert damit mit H.265/HEVC.
In MediaInfo wird der HDR-HLG-Farbraum nicht angezeigt. Das Videoformat 3GP ist für Mobiltelefone vorgesehen.

MKV-Liste ist in YouTube nun voll:

YT-Liste MKV

Im Falle VP8(360p) wird Vorbis mit übertragen, im Falle V9 nicht. Warum das so ist, weiß ich noch nicht.

Das Thema HDR ist alles andere als trivial, es ist eher sehr komplex,
vor allem wenn man höchster Videoqualität für die nachfolgende Betrachtung auf dem SDR- und HDR-Display erwartet.  Sorgfältiges Grading in HLG erfordert eigentlich zwei Referenzdisplays - eins in HDR und eins in SDR, um den bestmöglichen Kontrast in beiden zu gewährleisten.Wie ein HDR-Videoschnittplatz aussehen müßte - mit geeigneter HDR-Vorschau - zeigt Grass Valley andeutungsweise in den Bildern dieses PDF-Dokuments: Klick!

HDR(HLG) ist ja noch leicht zu schaffen, auch wenn man jede Szene vermutlich wird getrennt ansehen müssen, man wird wohlt wird einfach die Filterung von Szene zu Szene kopieren können. Ein großer Zeitaufwand ist da zu bewältigen.
Bei den anderen HDR-Arten fällt noch mehr Zeitaufwand an!

Wer das auf sich nehmen will, der wird sicher seine sehr persönliche Gründe dafür haben.

Ich selbst  bin eigentlich näher an dem HLG-Workflow, auch wenn dieser ebenfalls Zeitaufwand kostet, selbst für ein HLG-Testvideo wie oben vorgestellt. Um sich damit nicht aufzureiben, neige ich deshalb zu einer Kamera die schon in HLG aufnimmt und liefert und damit die Feinabstimmungszeit im NLE dramatisch reduziert wird. Alternativ überlege ich das Thema HDR als Hobbyvideofilmer hinter mir zu lassen und mich dem zuwenden, was ich weiter unten mit dem Titel "Zum allgemeinen Videoschnitt mit EDIUS 9" auch schon mit EDIUS 8 gemacht habe. Damit war ich bisher zufrieden und alle meine Gäste und Besucher die meine privaten Videos gesehen haben ebenfalls!

Ganz wichtig ist es das schon oben gelistete Whitepaper inhaltlich zu lesen und zu verstehen - Klick! - mit dem ersten Absatz dort:

"In der Video-Industrie werden Anstrengungen unternommen, um High Dynamic Range (HDR) Videos für Nachrichten und Feld-Produktion einzusetzen, bei denen die unmittelbare Verbreitung des Inhaltes erforderlich ist. Ein Beispiel dafür stellt das Konzept „Instant HDR“ von Sony dar, und Kameras, welche im Hybrid Log-Gamma (HLG)-Format aufnehmen können, werden auf den Markt gebracht. Wenn das Video direkt im HLG-Format aufgezeichnet wird, kann es, wenn es der Zeitfaktor erfordert, ohne jegliches Color Grading (CG) verbreitet werden.

Ist es dann eigentlich nicht möglich, Kameras die im Log-Format aufzeichnen, wie etwa in S-Log oder V-Log, in solchen Bereichen zu verwenden?
Ein Log-Signal muss nach HLG oder Perceptual Quantization (PQ) umgewandelt werden, damit es auf Consumer-TVs angezeigt werden kann — die Umwandlung selbst ist aber nicht schwer. Abgesehen von Liveproduktionen, können wir HDR-Clips mit nur geringer Zeitverzögerung ausspielen — nach einem schnellen Schnitt mit Cut & Paste, dem Hinzufügen von Titeln und der Formatumwandlung mit EDIUS. Um das zu erreichen, müssen aber einige Punkte beachtet werden: zum Beispiel unterscheidet sich die Farbgebung zwischen Log-Formaten und HLG. Wegen der Unterschiede im Quellmaterial hat die gewählte Einstellung der „Umwandlungsbasis“ (Engl. Conversion Base) in der Primären Farbkorrektur Auswirkungen auf das jeweilige Ergebnis. Dieses White Paper beschäftigt sich mit diesem Thema."

Möchte man eine HDR-HLG Videodatei auf einem HDTV abspielen, dann geht das nicht, selbst wenn man in FHD-Auflösung sowie 8bit - 4:2:2 die Datei kodiert. Der HLG-Farbraum der Datei ist ja immer noch BT.2020 und man bekommt nur einzelne weiß-grüne Fragmente des Video auf dem SDR-Panel zu sehen.
Der HDTV hat keine HLG-Erkennung und auch keine automatische Transkodierung zum Farbraum BT.709 des HDTVs. Man muß die erstellte und colorierte HDR-HLG-Datei aus EDIUS heraus im Farbraum BT.709 herauskodieren, dann läuft das Video in der Colorierung die man vorher im HLG-Workflow durchgeführt hat.


Hier kann man meine Testdatei dazu sehen: Klick!

Hier das Aussehen von drei Screenshots auf einem SDR-Panel:

BT.709 Kameramaterial  Frabraum BT.2020  Nach der HLG-Colorierung

Kamera: Cine-Like D personalisiert            Transkodierung nach BT.2020                       Colorierung und Export

Die in BT.709 exportierte Datei aus dem HLG-Projekt sieht auf dem HDTV so aus wie im Bild ganz rechts!

Mit HDR-TV wird es nicht leichter Video zu machen, es wird schwieriger die besten Settings zu finden, eine kleine Ahnung davon kann man in diesem Video mit dem "Erklärbär" bekommen: Klick!


Ich rate zur gründlichen Einarbeitung in das HDR-Thema sich mal diesen Artikel von Samuel Bilodeau vom 2. November 2016 tiefgründig vorzunehmen: Klick!


Weitere Informationen zu HDR:
  • Alexis Van Hurkman: Klick!
  • EDIUS-Forum: Klick!
  • SMPTE-PDF: Klick!
  • HDR Präsentation (mit Waveform Darstellung): Klick!
  • UHDTV-Anzeigen mit PQ / HLG HDR und WCG verstehen: Klick!
  • Wikipedia und HLG: Klick!
  • HDR-Videos auf YouTube laden: Klick! (siehe auch Seite 423 der EDIUS-Bedienungsanleitung!)
  • HDR-Videos von YouTube ansehen: Klick!
  • YouTube bringt HDR auf Smartphones: Klick!
  • In fünf Teilen wird hier über HDR ausführlich in einem Blog berichtet: Klick-1, Klick-2, Klick-3, Klick-4 und Klick-5!
  • Gegenüberstellung NITs und IRE: Klick!
  • Farbsättigung: Klick!
  • Entsättigte Farbtöne: Klick!
  • Farbentheorie und Farbgestaltung: Klick!
  • Sofortiger HDR-Workflow von Sony: Klick!
  • Nick Driftwood: Panasonic Lumix GH5 Hybrid Log Gamma – Video and HLG HDR Workflow Notes: Klick!
  • Panasonic GH5 Hybrid Log Gamma 4:2:2 10bit All-Intra: Video
  • VESA hat den DisplayHDR 1.0 Standard Klick1, Klick2 verabschiedet

Fazit:

Mit EDIUS pro 9 macht Grass Valley einen weiteren Schritt in die 4K-HDR-Zukunft und stellt die Weichen mit neuer Funktionalität auf Fortschritt in der Entwicklung und den Mehrwert dieses Programmes.

HLG-Videomaterial hat bei SDR-Abspielung eine etwas geringere Leuchtdichte als das Originale SDR-Videomaterial. HLG-Videomaterial leuchtet dagegen bei Abspielung auf einen kompatiblen HDR(HLG)-TV richtig auf mit großartiger Tiefen- Raumwirkung und Durchzeichnung der Details.

Der Gewinn mittels HDR ist im Vergleich mit dem wegkomprimierten Teil der DSR-Kennlinie unübersehbar, allerdings nicht mehr so groß wenn man SDR-Aufnahme- und Nachbearbeitungstechnisch richtig macht. Erst etwas aus der SDR-Videoaufnahme wegkomprimieren und dann mit hohen Investitionssummen wieder zurückholen mit einem gewissen Plus ohne Augen- und Kopfschmerzen, nein nicht mit mir. HLG ist für entsprechende HDR-Geräte gemacht und bietet halt im Notfall (also auf SDR-Geräten) noch eine "akzeptable" Bildqualität, wird da auch argumentiert. Genau diesen Verlust will ich aber nicht hinnehmen!

Experten von Filmpraxis schreiben im käuflichen EDIUS9-Praxisbuch(9,90 €uro Ende 2017), man müsse die Farbkorrektur 2x durchführen, 1x für HDR und 1x für SDR für eine optimale Wiedergabe auf den jeweiligen TV-Panels was dem Grundgedanken des HDR-HLG Videos vollkommen entgegengesetzt ist, schließlich ist mit HLG die Kompatibilität der Wiedergabe für beide TV-Panel-Systeme versprochen worden. Abgesehen davon wird mit Ausnahme von Enthusiasten wohl kein Hobbyvideofilmer die Farbkorrektur doppelt machen wollen, die TV-Sender liefern ja auch nur einen einzigen Videostream in dessen Datei Steuersignale mitgesendet werden um zu erkennen ob das Video auf HDR oder SDR abgespielt werden soll!

Wer nicht vorhat sein Equipment von SDR auf HDR umzustellen, der sollte bei SDR-Material ohne einer Konvertierung nach HDR bleiben. Den SDR-Videobestand kann man auch auf einem später anzuschaffenden HDR-TV mit guter Qualität abspielen: Klick!

Meine Meinung zum HDR-Video soll hier aber nicht das Potential von EDIUS 9 schmälern...

EDIUS ist und bleibt das performanteste Videoschnittsystem welches ich persönlich kenne und ich habe bereits mit mehreren Consumer NLEs von Aist, Pinnacle, Magix, Cyberlink, Avid und Corel schon gearbeitet, ebenso mit Ulead-NLEs und Adobe Premiere Pro sowie mit DaVinci Resolve.

Wünschenswert wäre eine durchgängige QuickSync-Unterstützung HDR in 8 und 10 bit Farbtiefe im Farbraum mit Sampling in 4:2:0 und 4:2:2 BT.2020-HLG, ebenso müßte die Zähigkeit der Texterfasung im Titler mit voller Vorschauqualität beseitigt werden, so wie es im Farbraum rec.709 möglich ist.

Nicht zuletzt: EDIUS arbeitet mit 32 Bit Fließkommazahlen....

Tiefgründigeres Wissen zu den Feinheiten des Editings per EDIUS muß man sich durch Praxis erarbeiten, unterstützt wird man hierbei auch durch den deutschsprachigen Edius-Podcast: Klick!

Das Programm gilt für mich weiterhin als besonders zuverlässig und stabil, die Echtzeitleistung für meinen Skylake PC von 01/2016 hat zugenommen. Für den 4K UHD-Schnitt muß ich nicht in neue Hardware investieren. Selbst mit dem Verschnitt von UHD-Videomaterial in FHD-Projekten komme ich bestens zurecht. Nicht zuletzt wird EDIUS für meine Schmalfilm-Dienstleistungen erfolgreich eingesetzt.


Linkhinweise:

  1. Zu EDIUS Pro 8.53: Klick!
  2. Film-TV-Video: Klick!
  3. Deutschsprachiges Handbuch zu EDIUS Pro 9: Klick!
  4. Deutschsprachige Online-Hilfe zu EDIUS Pro 9: Klick!
  5. EDIUS 8/9 Lernkurs- Schnelleinstieg(ca. 3h): Klick!
  6. Deutschsprachiges EDIUS-PORTAL: Klick!
  7. EDIUS Vademecum: Klick!
  8. EDIUS 9 Praxishandbuch als PDF: Klick!
  9. EDIUS Resampling Method - Scaling up/Scaling down: Klick! 
  10. Wahl zwischen Anzeigelicht und Szenenlicht basierter Umwandlung in EDIUS - Ein Beispiel für einen unkomplizierten HDR-Produktionsablauf: Klick!
  11. BT.709 - Standard: Klick!
  12. Warum in S-LOG drehen? Klick!
  13. HDR-Zeitalter: Klick!
  14. Hohe Lichtkontraste beherrschen: Klick!
  15. High Dynamic Range Image: Klick! 
  16. EDIUS bei Vimeo: Klick!
  17. EDIUS Color Grading bei Vimeo: Klick!
  18. EDIIUS Color Grading Tipps bei Vimeo: Klick!
  19. EDIUS: Objekt entfernen: Klick!
  20. Kostenlose Musik für Privat: Klick!
  21. Kostenlose Musik bei YouTube: Klick!


(c) Bruno Hennek, 01.11.2017, 08.04.2018

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© November 2017 Bruno Peter Hennek

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