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Im Jahre 1958 habe ich mit der Lehre zum Maschinenschlosser begonnen.
Im Jahre 1966 begann dann nach einem Fortbildungsstudium mein
eigentlicher beruflicher Weg als Ingenieur, der mich bis zum
Technischen Direktor und Prokuristen führte. Einen wichtigen Beitrag zu
meiner beruflichen Entwicklung leistete auch die elektronische
Datenverarbeitung, wobei man sich aus privaten Mitteln mühsam das
notwendige Wissen erarbeiten musste. Im Studium bis 1966 bin ich an
keinen Computer herangekommen, wir haben uns damals lediglich mit den
theoretischen Grundlagen dazu abgeplagt und die Informatik mit dem LOLLO-System
versucht zu verstehen. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass der Computer
meinen technischen Beruf ganz maßgeblich ab etwa 1975 fortentwickelt
hat.
Rechenschieber- und Addiator-Zeit...
Vor
1975: Zahlenschieberei...
Als
Ingenieur/Techniker im Maschinenbau musste man schon immer sehr viel
rechnen. Dazu diente vornehmlich natürlich ein Rechenschieber und
ein Addiator als „Zahlenschieber“. Ferner plagte
man sich mit Tabellenwerken herum und der dazu notwendigen
Interpolation.
Mir
ist einmal mit dieser „Handrechnerei“ ein Fehler
unterlaufen, der sogar Auswirkungen auf die Baustelle hatte. Es sollte
eine Kranbahnschiene im Durchmesser von 41m verlegt werden. Ich habe
also die Länge der Schiene ausgerechnet mit 41 x Pi = 41 x 3,14 =
128,74 m. Der Richtmeister rief dann an, dass sich der Kreis nicht
schließen würde und eine Lücke da sei. Ich stellte dann fest, wenn
ich das Pi hinter dem Komma richtig eingesetzt hätte (jeder
Taschenrechner hat jetzt die Pi-Funktion!) hätte ich rechnen müssen
mit 41 x 3,141592654 = 128,8052988 m. Also war meine Schiene 65,298797
mm zu kurz und daher die Lücke. Natürlich war das zu reparieren aber
es war ein Schlüsselerlebnis!
Eine
mechanische Rechenanlage ist dann für die Statiker-Gruppe angeschafft
worden. Mit Betätigung vieler Hebel und Tasten und einem fürchterlichem
Klappern war es damit sogar möglich die Quadrat-Wurzel zu ziehen oder
zu Potenzieren.
Erster Kontakt mit einem Computer 1975
Computer
ist eine “heilige Kuh“
Dann
folgte die Anschaffung einer Wang-Rechenanlage in der Firma (muß
so um 1975 gewesen sein?) mit einem Terminal im Statikerbüro.
Ich durfte ausnahmsweise dieses Gerät auch mal benutzen, der
Chefstatiker ließ da nicht jeden heran. Texte konnte man damit nur
Zeilenweise schreiben und in der Zeile editieren, wobei die Zeile per
Nummerneingabe angesprungen werden musste. Mit dem Wang-Basic dieser
Anlage machte ich meine erste Programmiererfahrung. Zum Ausdruck stand
ein Nadeldrucker mit Endlospapier zu Verfügung.
Alles geht nun elektronisch ab 1981...
Am
12. August 1981 kam der IBM 5150 auf den Markt und machte ganz nebenbei
Microsoft-Gründer Bill Gates zum reichsten Mann der Welt!
Nach
privater Anschaffung eines Commodore SR 4148 R Taschenrechers
im
Jahre 1975 von
Neckermann (mein Arbeitgeber war damals nicht bereit diese Anschaffung zu
finanzieren!) hat sich meine Berechnungsarbeit erheblich vereinfacht, bis auf
die Tippfehler die einen dann natürlich begleitet haben. Der kleine
Rechner war sehr teure (über 400 DM!)
1983:
Mit einem programmierbaren Taschenrechner geht es ab in in die
Programmierung kleiner Berechnungsabläufe.
Es
handelte sich dabei um den Rechner: CASIO FX-702P mit einem
Interface zum Kasetenrecorder und Drucker mit 3,5 cm alubeschichteten
Papierstreifen den mir die Firma angeschafft hat aufgrund der Erfolge
mit meinem selbstfinanzierten Taschenrechner. Mit der dort vorhandenen
Programmiersprache Basic begann meine Zeit des Programmierens von
technischen Berechnungen. Die Grundlagen, die ich damals geschaffen
habe sind dann auf verschiedene nachfolgende Systeme portiert worden
und sie existieren heute noch auf Rechnern des Unternehmens in dem ich
arbeite. Natürlich laufendiese Programme heute unter VisualBasic, während
in der DOS-Zeit ich mit QuickBasic gearbeitet
1983:
Mein erster Homecomputer
Der
erste Home-PC war bei mir der Sinclair ZX Spectrum. Die
Wiedergabe erfolgte auf einem kleineren Fernseher und die Daten sind
auf
Kompaktkaseten in einem speziellen Datenrecorder gespeichert
worden. Ich habe diesen Homecomputer dem C64 vorgezogen, da ich als
Techniker die programmierten mathematischen Funktionen benötigt habe.
Für den Druck benutzte ich einen Drucker, der auf einem ca. 10 cm
breiten alubeschichteten Papierstreifen drucken (Alubeschichtung
wegbrennen!) konnte. Später habe ich einen Nadeldrucker mit einem
Interface dazugekauft, der es dann erlaubte volle A4-Seiten zu
bedrucken. Besonders war aus beruflicher Sicht das im PC vorhandene
SpectrumBasic, dass meine berufliche Entwicklung maßgeblich mit
beeinflusst. Ich war als erster in der Firma in der Lage komplexe
Berechnungsvorgänge zu programmieren und die Ergebnisse sogar
graphisch darzustellen.
1984:
Ein Quantensprung mit Sinclair QL kommt ins Heim
Sinclair
QL sollte die Homecomputer in die 16-Bit-Welt katapultieren, daher
auch der Name "Quantum Leap" (Quantensprung).

Dieser
Klein-PC hatte bereits eine gute Bürosoftware, bestehend aus
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und einer frei programmierbaren
Datenbanksoftware sowie die
Programmiersprache Basic an Bord. Zwar war ein leistungsfähiger
Prozessor (68008 - 7,5 MHz) dabei, die Daten mussten aber auf wenig
leistungsfähige und störanfällige Endlosbandlaufwerken, den
sogenannten Microdrives gespeichert werden. Dieser Computer hatte
bereits einen guten Farbmonitor und später ist auch eine Maus mit
einem Malprogramm dazugekommen.
1985:
Der erste IBM kompatible Zenith Z148 College PC steht bei mir
zu Hause...
Auf
diesen PC war ich ganz besonders stolz mit seinem Amber-Monitor und
der CPU/Taktfrequenz: 8088/8 MHz - 8-Bit. Jetzt stand einem die
gesamte DOS-Welt offen mit einem Riesenpool an Anwendungs- programmen.
Ab
1987: PCs
soviel wie man will...
Jetzt
ging es rasant auch bei meinen privaten Investitionen zur Stützung
der neuen Technologien voran. Zuerst profitierte am meisten die Firma
Vobis von mir. Den 28er6 habe ich übersprungen und gleich den 386er
mit mathematischen Coprozessor gekauft. Dann ist 1992 der 486
DX2-66 gekommen und die Zeit des CD-Rom Laufwerkes hat begonnen.
Noch auf diesem PC ist später Windows 3.11 und danach Windows 95
installiert worden. Anschließend habe ich den Sprung zu einem P2-200
MHz gemacht schon mit einem CD-Brenner und 1999 zum P3-500 MHz.
Gleichzeitig fing ich ernsthaft mit der Analog-Videobearbeitung über
die Parallele Schnittstelle im MPEG1-Verfahren an. Ab 2000 war es dann
auch möglich Digital-Video vernünftig über eine
FireWire-Schnittstelle zu realisieren.
Im Jahre 2001 dann eine erneute
Investition in einen Medion P4-1,8 GHz vom
Lebensmitteldiscounter ALDI.
Dieser
PC ist zusätzlich mit einer Videoschnittkarte von Canopus, der DV Storm
2 ausgestattet worden um den Echtzeitschnitt zu beschleunigen und eine
Echtzeitvorschau auf einem PAL-TV zu realisieren.
Im
Sommer 2004 leistete ich mir aus dem Fachhandel einen richtigen
Videoschnittcomputer der speziell nach meinen Wünschen
zusammengebaut worden ist:

Dieser
PC war dann auch schon mit drei Festplatten, der DV-Storm 2
Videoschnittkarte mit dem Frontanschluss Storm-Bay ausgestattet für den
DV-Videoschnitt. Selbst als ab Mai 2006 meine Videoausrüstung auf
HDV-Schnitt umgestellt worden ist, leistete dieser PC weiterhin gute
Dienste bis heute. Einen zweiten Monitor
habe ich diesem PC ebenfalls verpaßt, diesmal in 16:10.
Im
Oktober 2007 baute ich mir dann meinen ersten PC selbst zusammen
auf der Basis eines Intel Q6600 mit Übertaktung auf 4x3GHz mit 3,2GB
RAM. HDV-Bearbeitung(25Mbps) war dann überhaupt kein Problem mehr, auch
H.264-AVC(24 Mbps) und H.264-MOV (44Mbps) schaffte dieser
Videoschnitt-PC.

In 08/2009
habe ich noch die ATi-Grafikkarte getauscht gegen eine Zotac GF9800GT
ECO GeForce 9800 GT GPU von NVIDIA, 1 GB GDDR3-Speicher mit
CUDA-Beschleunigung.
Ende 2009 baute ich erneut einen neuen Videoschnitt-PC, diesmal auf der Basis eines i7-870 Prozessors unter Windows
7-64Bit. 
Nun gab es auch 8GB Ram. Notebooks
Bisher sind auch zwei Notebooks durch meine Hände gegangen, ein Gericom und aktuell ein für Wohnmobilreisen sehr robuster ACER
TravelMate 5720-833G25.
Zusammenfassung
Standen
zu Beginn meiner persönlichen Computerzeit technische Anwendungen und
Selbstprogrammierung von Berechnungsprogrammen im Vordergrund, so ist
später CAD und die Grafik- sowie digitale Photobearbeitung zum
Schwerpunkt geworden. Im Jahre 1997 bin ich mit meiner ersten Homepage
für die Selbsthilfegruppe Chemikalien- und Holzschutzmittelgeschädigte
im weltweiten Internet präsent geworden. Seit 1999 nimmt einen
breiten Raum die Bearbeitung von Videos auf dem PC ein, sowie die
Erstellung von Video-DVDs, Blu-ray usw.. Ein Spiele-Freak bin ich nie gewesen, wenn
ich auch ein paar kleinere Spielchen mal hatte. Am liebsten schaue ich
mir die Spiele im Demo-Modus an!

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gern erteilt
Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.

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