privhp.jpg (7910 Byte)


Autor.gif (7348 Byte)

Optimiert für IE5.5 und 800x600 Punkte
am 06.01.2001

 

Test für den Hausgebrauch


Bei der Aufnahme und bei der Videoschnittbearbeitung werden hohe Anstrengun- gen gemacht um beste Bildqualität im Video zu erzeugen. Schon nach dem ersten Renderingvorgang verlieren wir Bildqualität, erst Recht bei den verschiedenen Multirendering-Generationen. Für die Wiedergabe werden Bänder, Speicherkarten, Festplatten, Flash-Speicher, DVDs oder Blu-ray auf unterschiedlichen Geräten eingesetzt. Am Ende der Kette steht aber das Sichtgerät mit dem Bildschirm oder der Projektion. Hier erst erleben wir die Stunde der Wahrheit...

Auflösung mit Testdiagrammen ermitteln

Das EIA1956-Diagramm erlaubt es die horizontale und vertikale Luminanz-Auflösung des aufgezeichneten Videos abzulesen. Zu diesem Zweck sind auf dem Diagramm verschiedene diagonal von einem gebündelten Mittelpunkt ausgehende Linien eingezeichnet worden. Der Schnittpunkt, an dem sich die Linien klar voneinander trennen bezeichnet man als Auflösung. Die horizontale Auflösung wird von den vertikalen Linienbündeln und die vertikale Auflösung von den horizontal verlaufenden Linen gekennzeichnet.

Die kreisförmigen Diagramme in den Bildecken dienen zur groben Vororientierung, ferner kann man noch den von der Kamera aufgezeichneten Grauverlauf-Bereich studieren.

Als Videoauflösung wird ausgehend von den horizontalen Linien die folgende mathematische Größe bezeichnet:

720 Pixel/(4/3) = 540 Linien horizontal bei DV-Video
1920 Pixel/(16/9) = 1080 Linien horizontal bei HD-Video

Diese Definition ist unabhängig von der tatsächlichen Bildgröße. Es ist daher wichtig, dass ein Testbild bis in die äußersten Aufnahmeecken hin aufgenommen wird.

Den 4:3-Scan des EIA-1956-Testcharts(PDF) oder 16:9-Scan des ISO-12233-Testchart(PDF) druckt man am besten auf ein glattes Blatt Druckerpapier formatfüllend aus. Jetzt hängt man dieses Diagramm absolut senkrecht auf und beleuchtet es mit einem weißen Halogenlicht mit ca. 1000 Watt oder Tageslicht aus. Die Beleuchtungsstärke am Testchart messe ich aus Reproduktionsgründen mit einem LIGHT METER PeakTech 5025 aus. Je weniger Licht auf das Testchart trifft um so geringer wird die Auflösung der Linienbündel sein.

Am interessantesten wird es, die Luminanz-Auflösung bei Schwachlicht mit 60 Lux Beleuchtungsstärke oder tiefer zu ermitteln. Hier erst zeigt sich, welche Qualität die Kamera hat bezüglich der Schwachlichtauflösung, siehe auch hier.

Der Camcorder wird in einem Abstand von einem Meter auf ein Stativ gestellt und der Bildausschnitt bis in die Ecken des LCD-Monitors eingepasst. Sollte der Inhalt des LCD-Monitors nicht mit dem später auf dem Video im Schnittprogramm sichtbaren Bild übereinstimmen (versteckter Overscan!), dann muss eine dementsprechende Korrektur vorgenommen werden. 
Schön ist es, wenn man die Möglichkeit hat z.B. per direkten Capturing von der Kamera aus auf die Festplatte des PCs den Bildausschnitt nicht nach dem LCD-Monitor der Kamera, sondern nach dem Original-Capturing-Fenster des Videoschnittprogrammes genau auszurichten.

Nun kann das Bild aufgenommen und mit einem Capturing-Programm auf der Festplatte gespeichert werden. Speichert man davon jetzt ein Frame deinterlaced als *.bmp ab, kann man anschließend das erzielte Ergebnis in einem Bildbearbeitungsprogramm in den originalen Bildgröße studieren.

An den senkrecht und waagerecht angeordneten und diagonal verlaufenden Linienbüscheln liest man nun die jeweilige Auflösung ab.

Bild: Beispiel aus einem 4:3 Test mit NV-GS400 (Panasonic)

Mittlerweile kann man für wenig Geld (11,94 Euro) ein sehr gut gedrucktes ISO 12233-Testchart bei Foto Brenner bestellen. Die Qualität ist viel besser als ein Ausdruck mit dem heimischen Drucker. Man bekommt von der Fa. Brenner auch eine ausführliche Beschreibung zum Testchart. Wie man mit dem Testchart umgeht, ist ferner  hier beschrieben. 

ISO-Testchart

Wie man ein solches Testchart bewertet, steht hier.

Automatische Auswertung mit dem RightMark Video & Photo Analyzer

Homepage mit weiteren Erläuterungen

Bildgüte auf dem Fernseher

Hersteller von Sichtgeräten geben die Auflösung in TV-Linien an. Es ist jedoch offensichtlich ein kleines Geheimnis, wie das gemessen worden ist, sonst würde man nicht Unterschiede bei nebeneinander stehenden Geräten in einer Super-Medien-Markt erkennen, trotz identischer technischer Daten. Über die Farbreinheit und Farbechtheit kann man kaum eine zuverlässige technische Größe angeben.

Ein Hobbyist kann jedoch mit geeignetem Testmaterial (Siemensstern, Tageszeitung, Farbbild, Testtafel) die Qualität des Sichtgerätes für Videosignale in den verschiedenen Modi (Composite, SVHS) selbst recht gut und einfach grob überprüfen.

Eine Anregung über das Vorgehen dazu ist sehr schön auf dieser Homepage beschrieben worden.

Ob man mit den Ergebnissen eines solchen Testes allerdings glücklicher und zufriedener wird, ist eine ganz andere Angelegenheit.

Test-Disc:

Im Netz bin ich auf Peter Finzel's Homepage gestoßen mit seiner PF-Test Disc. Für nur 19,80 € bekommt man dort eine Test-Disc mit Handbuch um fast alle Eigenschaften am TV-Panel durchzutesten. Man steckt einfach diese Disk in den DVD-Player und zieht das Handbuch zu Rate um as angezeigte Bild zu analysieren und gegebenenfalls danach die Settings des Sichtgerätes zu optimieren. Eine sehr sinnvolle Investition, da man erst mit Hilfe des Handbuches die Bilder korrekt bewerten kann!

Einfache Test-Disc aus dem Internet:

Unter dieser URL bekommt man eine Datei, die man auf eine DVD brennen kann um einfache Tests durchführen zu können.

Testmaterial:

Bildtest

EIA1956 Chart 4:3 (Muster)

Testtafel 16:9 (Muster)

Weitere Testtafeln für Schärfetest und Aufnahmebereich des Camcorders

Und noch mal Testbilder...

HD-Testchart

ISO-12233-Testchart

ISO-12233-Testchart(PDF)

Heise-Testverfahren

Verfahren zur Auflösungsmessung digitaler Kameras

How to measure

Understanding resolution

ISO-Testchart kaufen

Kameratest mit Premiere Pro

Einen interessanten Ansatz zeigte Slashcam im Juni 2005 zur Testung der Bildgüte des eigenen Camcorders. Voraussetzung ist, dass man eine Testtafel hat: 

"Wir erstellen ein Testbild, auf dem weiße und schwarze Linien zu sehen sind. Diese Linien werden nach rechts immer schmaler und stehen dabei immer näher aneinander.". Schon an diesem Punkt ist zu befürchten, dass da jeder etwas anderes produziert, da eine normierte Tafel fehlt und auch ein Leuchtkasten mit standardisierter Beleuchtung für die Aufnahme der Tafel mit dem Camcorder.

Testbilderstellung:

Wenn es nichts kosten soll, dann mit paint oder gimp:
von rechts beginnen immer eine Spalte weiß, eine Spalte schwarz. Das ganze vielleicht 10 Mal. Dann ein wenig Platz lassen und zwei schwarze Spalten und zwei weiß Spalten, vielleicht auch 10. Das erhöht man, bis man links angekommen ist. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass man weiß, um welche Frequenzen es sich handelt (720Pixel in 53,3us). Mache Grafiksoftware kann den Verlaufsfilter auch anpassen, so das ein richtiger Sweep entsteht. Auf die Frequenzen muss man dann aber verzichten (oder lange suchen). Die Kanten sind bei den breiteren Teilen, also z.B. 20 Pixel + 20 Pixel sehr steil. Bessere Ergebnisse erhält man, wenn an diesen Stellen ein mittleres Grau eingefügt wird.

Der Vorschlag stammt von Herrn Holger Scheel (SlashCam).

SlashCam-Beitrag

Differenzbild-Analyse:

Was man auf dem folgenden Bild sieht, ist die Differenz zwischen AVI und MPEG, der Encoder hinterlässt sozusagen eine "Umweltverschmutzung" in diesem Bild. Macht man ein Differenzbild von AVI zu AVI, dann entsteht eine ideal graue Fläche. Bereits nach dem ersten Renderingvorgang verlieren wir etwas an Bildqualität, mehr Verluste haben dann die verschiedenen Generationen nach einem Multirendering.

Um den Test durchführen zu können, benötigt man zwei Videospuren eines Videoschnittprogrammes. Das Originalvideo wird in die Spur 1 gestellt und mit einem Filter invertiert. Darüber wird bildgenau finale Exportvideo gelegt und zu 50% überblendet (Deckkraft herabgesetzt!) und dann ein Differenzclip als AVI herauscodiert. Legt man nun diesen Differenzclip in ein neues Projekt und hebt den Kontrast um 50% an, dann kann man Einzelframes zum Vergleich ziehen, wie oben dargestellt. Man kann nun Vergleiche mit verschiedenen Encodern durchführen, systembedingte Fehler wirken sich auf die Tests gleich aus, wenn man den hier beschriebenen Weg einhält, jedoch wird so auf jeden Fall ein Vergleich unter identischen Bedingungen möglich!

Dieser Test eignet sich gut um die Qualität der verschiedenen Encoder zu untersuchen.

CFHD Quality Analysis - als PDF-Datei - am Beispiel von CineFormHD versus Nativ-Kamera-Video(DVCProHD) nach Multirendering: Klick!

Testverfahren für Digi-Kameras

DCTau®

MSU-Videoqualitätsmessung

Mess-Tool

Videoframe mit Photoshop deinterlacen

Beschreibung

Viel Spaß bei der Testung!

01.02.2005, 17.1.2009  B.P. Hennek


Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt, seine Nutzung ist dem privaten Bereich vorbehalten. Ein Nachdruck oder die Übernahme in andere Datenbanken oder Medien ist ohne Erlaubnis nicht gestattet - diese wird aber in der Regel gern erteilt.

Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.