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Privater Erfahrungsbericht
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Kostenlose-Version

AutorDie von Blackmagic mit DaVinci Resolve 15 ausgelobte "fortschrittlichste Farbkorrektur der Welt" auf Basis von "Nodes" ist eine eigene zu erlernende Welt. Das weckte meine Neugierde und so habe ich die angebotene kostenlose Version runtergeladen um in einem kleinen Test auszuloten in wie fern mich DaVinci Resolve bei meiner Videoschnittarbeit per EDIUS Pro 9.x als Hobbyvideofilmer unterstützen könnte. Neben der mit vielen Abstrichen ausgestatteten kostenlosen Version verkauft Blackmagic auch eine DaVinci Resove 15 Studio Version zum Preis von 324 €uro.

DaVinci Resolve 15 Studio kann für professionelle Anwender mit allerlei nützlicher und teurer Studio-Hardware zusätzlich ausgestattet werden.

Habt keine Angst Ihr Älteren, traut Euch, es wird Euch Spaß machen
- Ältere Menschen sind schließlich keine Außerirdischen -

Punkt Neu, DaVinci Resolve 15, jetzt auch mit einem Fusion-Arbeitsraum!

Der Entwicklungsfortschritt bei Blackmagic ist rasant, kein anderer Videoschnittsoftwarehersteller legt ein solches Tempo vor. Ich denke es lohnt sich die 15er Free-Version von DaVinci Resolve zu installieren und an der Fortentwicklung des Programmes teilnehmen.

Mehr Informationen dazu: Klick!
Wie auf DaVinci Resolve 15 upgraden: Klick!

Es geht in diesem Bericht nicht um DaVici Resolve Studio, sondern darum was die großzügig ausgerollte in den Funktionen aber eingeschränkte kostenlose Version bietet.

Werbung für den Kauf der Studio Version

Bei vielen gelisteten Funktionen erscheint in der Free-Version von DaVinci Resolve
diese Information als Anregung zum Kauf der Studio-Version

DaVinci Resolve 15 hat jetzt den neuen Arbeitsraum "Fusion" bekommen um Produktionen mit visuellen Effekten und Bewegtgrafiken aufzupeppen. Allerdings hat man den Arbeitsraum-Schalter "Fusion" dummerweise zwischen "EDIT" und "COLOR" gesetzt, ergonomisch ist das leider nicht!

Ein Disk-Authoring mit Brenn-Modul für eine UHD/FHD/UHD Blu-ray gibt es dagegen immer noch nicht. Wer glaubt die Zeit der optischen Speichermedien wäre vorbei, der irrt als Digitalisierungsdienstleister werden bei mir sehr häufig noch DVDs/Blu-rays mit einem Steuerungsmenü bestellt weil das für die Allgemeinbevölkerung immer noch am einfachsten übersichtlich bedienbar ist, auch um mal einzelne Kapitel anzusteuern und abzuspielen.
Ferner ist DV/HDV-Capturing mit DaVinci Resolve trotz der 15. Version immer noch nicht möglich. Für meine Digitalisirungsdienstleistung muß ich deshalb ein extra Capturingsprogramm einsetzen.

Um eine Clip-Stabilisierung durchzuführen muß man aus dem Arbeitsraum "EDIT" raus und zum Arbeitsraum "COLOR" wechseln um dort die Stabilisierung durchzuführen und dann wieder in den Arbeitsraum "Edit" zurückgehen um dort weiter zu editieren. Ferner erfolgen die Stabilisierungsberechnungen nicht im Hintergrund ab, man kann in dieser Zeit nichts anderes am Projekt machen als "Fortschrittsbalken gucken". Sehr umständlich ist das...

Stabilisierung

Bild: Viel zu viel außen unnötig herum für eine Clip-Stabilisierung!

Um den Rolling-Shutter-Effekt zu kompensieren findet man in den Stabilisierungseinstellungen keine Option!

Für die Generierunng des Storyboards nutze ich vorzugsweise das Programm "Mync" von Grass Valley als Roundtrip und übergebe die Story-Kreation verlustfrei an DaVinci Resolve für die weitere Nachbearbeitung.

Die Bedienungsanleitung(PDF) hält nicht mit der Herausgabe von Updates Schritt, es fehlt also die passende Dokumentation, immer wieder!

Es werden noch viele Funktions- und Bedienungsverbesserungen folgen müssen bis das Programm auch ergonomisch unschlagbar wird!


Leider ist DaVici Resolve immer noch ein englischsprachiges Programm, für viele deshalb unbrauchbar!

In die englischsprachige Fassung hat sich aber unsere Landessprache schon etwas eingeschlichen:

Monitorbetrieb

Coloristen bekommen einen komplett neuen LUT-Browser für schnelles Vorschauen und fürs Anwenden von LUTs. 
Der neue Fusion-Arbeitsraum liefert eine echte 3D-Umgebung mit über 250 Tools für eine Fülle von Aktionen wie Compositing, vektorbasiertes Painting, Partikelgenerierung, Keying, Rotoscoping, das Animieren von Text, Tracking, Stabilisierung und mehr.

Fusion- und Fairlights-Effects Library:

Fusion   Fairlight

Eine Fundgrube zusätzlicher Funktionen die DaVinci Resolve kostenlos mitbringt

Den Classic Videostabilisierer hat man weggelassen(in der Version 14 noch vorhanden)!

Natürlich gibt es auch wieder eine Free Version, ich habe aktuell die Version 15.1.2 am 19.10.2018 installiert. Meine kleinen Testprojekte aus der Version 14 sind übernommen worden. In wie fern arbeitstechnische Änderungen gegenüber der Version 14 vorhanden sind, wird die bevorstehende neue Testphase ergeben.

Update 15.2 vom 14.11.2018:  Einzelheiten dazu sind hier in den Bericht nicht eingeflossen...

Die Timeline zeigt nun endlich mehr Clips an für eine bessere Übersicht. In der Bibliothek werden bereits genutze Clips angezeigt. Bisher waren das die Editing-Schwachpunkte von DaVinci Resolve. Ungenutzte Clips werde aussortiert, siehe auch hier: Klick!

Ferner(darauf hat man lange gewartet):
  • Support für Hardware-Beschleunigung von H.264 und H.265 für NvIdia GPUs
  • Support für Hardware-Beschleunigung von H.264 und H.265 für Intel QuickSync
Damit wird Da Vinci Resolve nun endlich auch als Schnittprogramm erwachsen, allerdings ohne Diskauthoring mit Brennfunktion!

Der Hardware-Export per QuickTime in H.264 ist mit der Free-Version möglich:

Export per QuickTime

Was ist neu in der Version 15.2: Klick!  Über 30 neue Feature: Klick!

Unterschiede zwischen der Free- und Studio-Version: Klick!
Wie man im Vergleich sieht, fehlen der Free-Version viele sehr wichtige Bearbeitungswerkzeuge, um sich in die Bedienungsphilosiphie einzuarbeiten und Resolve kennen zu lernen reicht die Free-Version natürlich aus.
Wer ernsthaft mit dem Programm arbeiten möchte, der sollte sich die Studio-Version kaufen, da die nötige Werkzeugsammlung für einen Videoschnitt dort erst vollständig vorhanden ist. In der Studio-Version wird der HDR-Support erweitert durch eine GPU-beschleunigte Dolby-Vision-Metadatenanalyse und über zehn Grading-Bedienelemente für natives HDR.

Videobearbeitung auf einem einzigen Monitor gestaltet sich wegen der begrenzten Platzverhältnisse und drangvollen Enge der vielen Arbeitsfenster nicht sehr komfortabel im Falle einer Farbkorrektur per Nodes, man benötigt da schon eher zwei Monitorre oder gar drei. Da Vinci Resolve kann man nicht auf ebenen orientiertes Arbeitshandling bei der Farbkorrektur umschalten, es muß im platzfressenden Nodes-Modus gearbeitet werden. Für  Reportagefilmer  und Videojournalisten die dokumentarisch arbeiten ist Da Vinci Resolve bei mobilen Einsätzen  am Notebook nicht zu empfehlen

Duakmonitorbetrieb

Dualdisplaybetrieb auf meinem Hobby-Videoschnittplatz für DaVinci  Resolve
Links ist mein PC-Monitor(DVI-Anschluss), rechts ein HDTV(HDMI-HDTV-Anschluss)
auf dem ich mir die Vorschau auch über den ganzen Bildschirm hinweg ansehen kann
im TV-Wiedergabemodus "Kino".

3-Displaybetrieb

Beispiel: Betrieb mit 3 Displays bei DVR-Coloristen

Hardware Configurations-Guide: Klick!

Leitfaden
Die PDF-Bedienungsanleitung in Englischer Sprache hat jetzt 2632 Seiten, es ist ja jetzt auch die Beschreibung für den Fusion-Arbeitsraum hinzugekommen.

Es gibt aber auch einen deutschsprachigen Leitfaden mit 412 Seiten für die englischsprachige Bedienungsoberfläche von Blackmagicdesign, möglicherweise kommt deshalb bald auch eine deutschsprachige Fassung des Programmes.

Der Leitfaden ist nach meiner Bewertung sehr gut, ich gehe deshalb nicht weiter auf Einzelheiten zu der Bedienung von Da Vinci Resolve 15 ein, schließlich kann sich ein jeder den Leitfaden bei Interesse für dieses Programm dazu kaufen.

Der deutschsprachige Leitfaden bezieht sich auf die Funktionsbeschriftung der englischsprachigen Bedienungs- oberfläche von DaVinci Resolve 15.

Hilfe zum Leitfaden - Download von Übungsdateien: www.blackmagicdesign.com/de/dvres/intro-to-resolve-15

Die Zip-Datei ist etwa 4,5GB groß. Enthalten sind neben FHD- und HD-Übungsvideos auch Audio-Dateien etc. zu dem Buch-Leitfadeen.


Ich arbeite derzeit weiter noch mit 8-Bit Videomaterial, es handelt sich dabei durchgängig um UHD-Aufnahmen mit einer Bildwiederholrate von 30p(29,97p) um es in FHD-Videoprojekten zu finalisieren.
Die vorhandene Rechner-Spezifikation reicht aus um auch mit da Vinci Resolve 15 flüssig arbeiten zu können.
Für Resolve 15 gibt es das kleine Plug-in "Nobe Display" um die Vorschau gespiegelt z.B. auf einem zweiten Bildschirm anzuzeigen. das benötige ich nicht, die Vorschau per Ctrl+F zum Beispiel läuft vollaufgelöst über die dedizierte Nvidia
GeForce GTX 960 CUDA-Grafikkarte des Rechners flüssig und ohne Ruckler was als Schnittkontrolle für meine Zwecke vollkommen ausreichend ist.

10-Bit Videomaterial läßt sich wegen einem Vielfachen an Farbinformationen leichter bei Farbkorrekturen bearbeiten. Farbkorrekturen in dunklen und hellen Stellen sowie bei Farbverläufe lassen sich also leichter durchführen um z.B. das gefürchtete Banding zu vermeiden. Bei 8-Bit Videomaterial muß man viel disziplinierter arbeiten um die Materialgrenzen einzuhalten. Einen interessanten Beitrag dazu findet man hier: Klick!

Ich warne allerdings davor Präsentationen Vorher/Nacher als ultimativ zu bewerten. Wenn die Aufnahme durch Falscheinstellung in einem Gelb- oder Grauschleiher versinkt, dann sind das Aufnahmemängel die der Kameraman zu verantworten hat, er hat keine Ahnung von korrekten Aufnahmeparametern an der Kamera und schon garnicht weiß er was von einem korrekten Weißabgleich vor der Aufnahme. Wenn da nach der Bearbeitung mit Resolve 15 noch ein schönes farblich sympathisches Videobild rauskommt dann hat der ahnungslose Kameramann noch Glück gehabt, er hätte natürlich auch "out if the box" eine auch farblich gute Aufnahme liefern können wozu die Kamera eigentlich in der Lage ist. Im Normalfall braucht man also die wunderbaren primären und sekundären Farbkorrekturmöglichkeiten nicht, der Eingriff in das Bild mit Farbkorrekturwerkzeugen wird sich in Grenzen halten bei korrekter Aufnahme.

Schnelle Looks kann man mit sog. Lockup-Tabellen, den sog. LUTs erstellen. Voraussetzung dafür ist eine möglichst neutrale Kameraaufnahme mit herausgedrehten Kontrast und Farbsättigung sowie möglichst ohne Kameranachschärfung und Rauschminderung. Man legt darauf eine passende LUT drauf und hilft ggf. noch mit den Reglern der primären Farbkorrektur nach und schärft nach und entrauscht falls erforderlich. Bei gefallen kann man die modifizierte LUT auch speichern für Verwendung in anderen Projekten.

Etwas anderes ist es, wenn man mittels umfangreichen Farbgrading eine bestimmte emotionale Farbstimmung wie bei Fernseh- oder Spielfilmen das oft zu sehen ist, haben möchte. Dann erst benötigt man ein möglichst entsättigtes flaues Aufnahmematerial mit einem hohen Dynamikumfang und einem hohen Detailreichtung. Dafür bieten die Kameras spezielle Kamera-Aufnahme-Profile an, wie z.B. "Cinema like dynamisch" oder "S-log-Aufnahmeprofile" an über die es unterschiedliche Meinungen gibt. Der Colorist kann sich dann mit Resolve 15 an dem zunächst unansehnlichen Videomaterial austoben und ein Grading z.B. in "Teal-Orange" oder "Kodak-Style" etc. kreieren.

Wie ein Video Colorist aus einem unansehnlich aufgenommenen Farbbrei etwas macht
was dann aber unnatürlich aussieht...

Dokumentationsfilme von Reisen benötigen wegen der Nüchternheit der Berichterstattung in der Regel keine  emotionale Farbstimmung per Farbgrading um den Betrachter durch eine bestimmte Farbmischung zu manipulieren.
Hier kommt es eher darauf an korrekt belichtete Videos mit dem an die Lichtbedingungen während der Aufnahme herrschenden Farbtemperatur und dazu eingestellten Weißabgleich mitzubringen.
Hobbyvideofilmer müssen also nicht "wie ein Profi" den Videoschnitt betreiben, der noch aus einem "angegrauten Farbbrei" eine ansehnlichen Farbfilm  mit viel Zeitaufwand herstellen muss ohne zu wissen wie die reale Farbstimmung vor Ort bei der Aufnahme war. Der Hobbyvideofilmer arbeitet authentischer!

Den größten Unterschied zwischen DaVinci Resolve und EDIUS Pro 9.x ist die Art wie die eingesetzten Effekte für einen Videoclip dokumentiert und angezeigt werden:

DaVinci Resolve verwendet dafür Nodes(Grafische Container mit dem Inhalt der angewendeten Effekte) statt Ebenen:

Farbanpassung in Nodes durchführen: Klick!

Anzeige der Kmotenattribute

Man kann diese Nodes/Knoten seriell, parallel, Ebenen-Mixer-Knoten, Äußere  Knoten, Splitterkombinierungsknoten etc. anlegen und jeweils Effektattribute dort zuordnen. Profis versprechen sich davon mehr Übersicht zu behalten. Negativ ist, daß dafür sehr viel Platz am Bildschirm benötigt wird. Das finale Ergebnis wird nicht von der Fähigkeit des Programmes mit grafischen Nodes arbeiten zu können bestimmt!

EDIUS Pro 9.x verwendet dafür die Ebenen-Technik in einer sehr platzsparenden und übersichtlichen Liste:

Effektliste

Auf kleinsten Raumwerden die auf einen Videoclip angewendeten Attribute tabellarisch gelistet. Man kann die Attribute zu und wegschalten, man kann die Bearbeitung der Attribute einzeln aufrufen und man kann die komplette Liste auf folgende Videoclips unkompliziert und schnell kopieren.Markiert man in der Informationspalette alle Nodes, lassen sie sich komplett entfernen. Eine Gruppe an Nodes kann man als einen selbst definierten Filter abspeichern und in anderen Projekten einsetzen. Ich als Hobbyvideofilmer arbeite vorwiegend dokumentarisch, bin auch mal mit dem Notebook per Wohnmobil unterwegs ohne einem zweiten Bildschirm. Deswegen bevorzuge ich diese Effektliste gegenüber der platzfressenden grafischen Darstellung der Clip-Attribute in DaVinci Resolve!

Der Einsatz der Fähigkeiten von Da Vinci Resolve wird sich also bei einem Hobby-Reisefilmer der dokumentarisch filmt in Grenzen halten, niemand will seine Erlebenszeit überwiegend am Farbgrading aufbrauchen. 

In DaVinci Resolve 15 arbeitet man nun in sechs thematisch voneinander getrennten Arbeitsräumen. Manchmal ist das Playerfenster sehr klein, für eine bessere Beurteilung muß man die Vorschau oft umschalten um einen besseren Überblick zu bekommen.

Ob man als Consumer unbedingt auf DaVinci Resolve 15 setzen muß, ist eine Frage die jeder für sich selbst beantworten muß!

Nicht ganz unwichtig:

Wie man hier nachlesen kann: Klick!

läuft DaVinci Resolve auf einem Spitzen-Mac von Apple nur etwa mit der halben Performance wie auf einem Windows PC mit der i9-Intel-CPU und einer RTX1080Ti Grafikkarte.

Mein Fazit zu DVR 15:

Immer noch finde ich die Schnittfunktion in EDIUS PRO 9.x viel besser, auch das Vorschauhandling dafür.
Bessser finde ich ferner den 2D/3D-Layouter von EDIUS vor allem um z.B. stürzende Linien und Entzerrung bei Gebäudeaufnahmen zu beseitigen, besser finde ich auch die Bildstabilisierung mit Rolling-Shutter-Korrektur und das dort in meinem Fall schon vorhandenen Plug-in "Neat-Video" um Rauschen, Filmkorn etc. aus den Videoclips zu beseitigen. Diese Aussagen betreffen die DVR 15 Free-Version, die Studio-Version kenne ich nicht.
Wer die Farbkorrektur und die Farblook-Gestaltung sowie die Nachvertung in Fairlight und die Effekte aus Fusion lieber nutzen möchte dem rate ich den Schnitt in EDIUS durchzuführen und die Schnittdaten zu DaVinci Resolve 15 zu übertragen. Für ein Disk-Authoring auf Blu-ray zum Beispiel muß man dann wieder einen Dateiaustausch von Resolve 15 zu EDIUS 9.x durchführen.

Ob eine solche Arbeitsteilung sinnvoll ist, habe ich einen großen Zweifel, zumindest die primäre Farbkorrektur in EDIUS kann meiner Erfahrung nach mit DaVinci Resolve 15 mithalten. EDIUS kann auch HDR-Videos bearbeiten und Dateien in H.265/HEVC exportieren, was mit DaVinci Resolve Freeversion nicht geht.

Alles was für mich persönlich an Nachbearbeitung von Reise-Videomaterial anfällt kann ich mit dem Videoschnittprogramm EDIUS Pro 9.x erledigen, selbst das Farbgrading, egal ob mit oder ohne sog. LUTs. DaVinci Resolve 15 würde ich aus heutige Sicht nur punktuell z.B. im Arbeitsraum Fusion einsetzen.

DaVinci Resolve 15 - Support-Center deutsch: Klick!
DaVinci Resolve 15 Forum: Klick!

Super Scale Feature: Klick!
SlashCam-Forum:
Klick!
Cinematik Filmlook: Klick!

Greenscreen Keyen: Klick!
Fusion Effekte: Klick!
Fusion Workflow - Object Removal: Klick!
Textnachricht in Resolve Fusion 15 generieren: Klick!
Fairleight Audio Tutorial:
Klick!
DVR 15 Tutorials bei YouTube: Klick

Die meisten grundsätzlichen  Editing-Funktionen für den Videoschnitt und das Color-Grading habe ich unten im September 2017 untersucht. Die Erkenntnisse daraus können von den folgenden Versionen oben abweichen!

Punkt Videoschnitt und High-end Color Grading mit DaVinci Resolve 14

DaVinci Resolve 14 Studio bietet alle Funktionen der kostenlosen Version plus Unterstützung für mehrere GPUs,
4K-Mastering, HDR-Grading, Bewegungsunschärfeeffekte, Rauschreduzierung, 3D, Mehrbenutzer-Tools u. v. m. je nach

Ein wenig habe ich mich bereits mit den kostenlosen DaVinci Versionen 10 und 12 in der Vergangenheit beschäftigt und damit auch etwas Erfahrung gesammelt. Die neue Version 14 verbindet die fortschrittlichste Farbkorrektur der Welt mit professionellen Schnitt- und Audiofunktionen nach Experteneinschätzung. Auch meine Hobbyfilmer-Hochachtung vor dieser Leistung ist im Verlauf der Testdurchführung angestiegen, je tiefer ich "gegraben" habe.

Bedienungsoberfläche

In der Bedienungsoberfläche von DaVinci Resolve 14 findet man am unteren Bildrand in der Mitte
sechs Arbeitsräume die man kennen muß um das Programm effizient zu bedienen

Nachfolgend schreibe ich hier als Hobbyvideofilmer für Hobbyvideofilmer, die gerne das kostenlose DaVinci Resolve 14 Videoschnitt- und Farbkorrekturprogramm der Profi-Liga selbst ausprobieren möchten. Ich selbst bin vor allem an der Zusammenarbeit meines EDIUS Pro V8.5x Videoschnittprogrammes mit dem spezialisierten DaVinci Resolve interessiert um auszuloten wie es nutzbringend für mich zusätzlich einsetzbar sein könnte.

Die Arbeit mit DaVinci Resolve wird erschwert durch die Notwendigkeit mit einem Programm in englischer Sprache arbeiten zu müssen. Viele Hobbyvideofilmer der Seniorengeneration werden damit mit Sicherheit Schwierigkeiten haben.

Mein Zeiteinsatz hier ist meine persönliche Sozialleistung für die ältere Generation mit Interesse am Videohobby für eine sinnvolle Beschäftigung und Erhalt geistiger Frische im Alter durch die Aufgabenstellung die das Hobbyvideo mit sich bringt. Die Seniorengeneration profitiert von dem kostenlosen Angebot das vielseitige DaVinci Resolve 14 und Fusion 9 zu downloaden und es zu entdecken.

Updates für die Version 14 Free:

Februar 2018: Mittlerweile wird die Version 14.3 angeboten(642 MB mit erneuter Registrierung), Klick!

Programmdokumentation von Blackmagic:

PDF-Bedienungsanleitung für die Version 14.3 mit 1346 Seiten(Englisch): Klick!
PDF-Hardwareauswahl und Konfiguration mit 49 Seiten: Klick-2

Hinweis: Die Änderungen aus Updates habe ich in meine Beschreibung hier nicht eingearbeitet.

Quellen über weitere Infos:

/0/ Was ist neu in DaVinci Resolve 14?:im Video->Klick! im Test-> Klick!
/1/ Filmpraxis Wissen: Workflow EDIUS <---> DaVinci Resolve: Klick!
/2/ Filmgestaltung mit DaVinci Resolve 12.5: siehe FOTOHITS Nr. 5/2017 Seite 60-61
/3/ "Farbe und Schnitt" in VIDEOAKTIV per DaVinci Resolve 12.5 in der Magazinausgabe 2/2017 Seite 72 bis 75
/4/ DaVinci Resolve 14 - Online-Vorstellung von Videoaktiv: Klick!
/5/ AAF-Zusammenarbeits-Workflow
von Grass Valley EDIUS 7.5 hierzu: Klick!
/6/ Turorials zu der Version 14 in YoutTube: Klick

/7/ EDIUS Mync: Klick!
/8/ Color Correction Handbook: Klick mit Auszug daraus...
/9/ Resolve 14 Keyboard Cheat-Sheet auf zwei Seiten: Klick!
/10/ DaVinci Resolve  14 - der AAA-Killer - Beitrag von DIGITAL PRODUKTION vom 11.09.2017:  Klick!
/11/ Slashcam mit diversen Beiträgen: Klick!
/12/ 47 Minuten Crash-Kurs Videotutorial für DaVinci Resolve 14: Klick!
/13/ Top-Tastenkürzel: Klick!
/14/ Ein Praktiker beschreibt Abläufe während dem "Colorgrading" bis zum Streit mit dem Forenbetreiber:
Klick!
/15/ Manueller Cache entlastet die GPU: Klick!
/16/ Was man tolles in DaVinci Resolve in kurzer Zeit machen kann: Klick!

Roundtrip  Videoproduktion von Blu-rays per Roundtrip

Bisher habe ich die Videoproduktion von Blu-rays vollständig innerhalb eine Programmes - Edius Pro 8.5x - zur vollen Zufriedenheit durchgeführt. Edius habe ich lediglich mit dem Neat Video Plugin nachrüsten müssen im die Entrauschungsmöglichkeiten zu erweitern,  ferner verwende ich in Edius ergänzend noch das Mercalli V2 Plugin für die Videobildstabilisierung.

DaVinci Resolve ging der Ruf voraus über ein überragendes Profi-Farbgrading(primär und sekundär) zu verfügen um die neuen Videomaterialeigenschaften die in mit entsättigten Log-Profilen aufgenommen worden sind einen "überragenden Farbglanz" zu verleihen.

Ich nehme mein Videomaterial mt der Panasonic DMC-FZ300 auf im S-Modus, also einem fixierten Cinema-Shutterwert, mit einem begrenzten Auto-ISO und automatischer Blendenwahl. Mit dem ND-Filter wird überschüssiges Licht weggenommen. Ich verwende meist den Bildstil "Neutral" oder "Cine like D" mit S-Gammakurve die über die Einstellparameter kontrast- und farbentsättigt sind um möglichst viele Details in den Lichtern und Schatten zu erfassen. Die Kamera liefert H.264/AVC(MPEG-4) kodierte Videos mit ca. 100 Mb/s. DaVinci Resolve 14 kann die so kodierten Videos jetzt direkt importieren, eine Umwandlung ist nicht mehr nötig. Mit ein Grund sich jetzt deshalb mit DaVinci Resolve 14 tiefgreifender zu befassen.

Das Flat(flach) aussehende Videorohmaterial muss vor dem Export eine Farkorrektur durchlaufen!

Nachfolgend beschäftige ich mich deshalb mit einem erweiterten Roundtrip mit Hilfe von Edius-Mync - DaVinci Resolve - Edius Pro 8.5x, weil man in der kostenlosen Version von DaVinci Resolve nicht alle Funktionen bzw. Bearbeitungseigenschaften so vorfindet wie sie für die Produktion von Blu-rays aus UHD-Videomateriual der Aufnahmekamera notwendig sind. Welche Eigenschaften dies sind und warum, berichte ich nachfolgend.

Roundtrip

Roundtrip-Shema: "Edius-MyncDaVinci Resolve 14 Free - Finalisierung in Edius"

Für mich ist das ein sehr sinnvoller und logischer Workflow aufgrund meiner Vorkenntnisse mit der DaVinci in der Version 10 und 12 und jetzt 14. Man kann in DaVinci hierbei die auf Festplatte gespeicherten Videoclips mit dem Windows Dateiexplorer aufnehmen und in den Mediapool legen oder noch besser mit Edius Mync eine Story entwickeln und sie verlustfrei per XML an DaVinci Resolve 14 transportieren. Natürlich kann man auch mit Edius selbst anfangen und dann per verlustlosen XML-Datenaustausch zwischen den beiden Programmen wechseln. Nicht zuletzt kann man auch HQ/HQX kodierte Videoclips praktisch verlustlos miteinander teilen.

Unter welcher Konfiguration arbeitet DaVinci Resolve 14 auf meiner Video-Workstation?

Wie immer hängt bei uns Hobbyvideofilmern alles davon ab, welche Schnittplatzausstattung uns zu Verfügung steht  und wieviel Geld wir bereit sind für das Videohobby zu investieren. Besonders schwierig wird die Angelegenheit, wenn man versucht mit sog. Profischnitt- und Colorierungssoftware  - was DaVinci Resolve 14 z.B. ist - auf einer Hobby Video-Workstation die vielleicht auch nur ein Multimedia-PC von der Stange ist, zu werkeln.

Für mich war es zunächst wichtig zu erfahren ob DaVinci Resolve 14 auch von  der GPU der Intel-CPU (QuickSync) unterstützt wird?  Hierzu: "Für die Entwickler von Resolve sind H.264-Videos auch eher uninteressant, da kein Profi damit arbeitet (nur das kann QuickSync beschleunigen und H.265).  Die STUDIO-Version unterstützt u.a. mehr Hardware, z.B. 2 Grafikkarten für mehr Power" so  die Auskunft eines Händlers am 8.9.2017 .

Das kostenlose DaVinci Resolve 14 arbeitet bei mir nicht unter QuickSync da die GPU der CPU offensichtlich nicht schnell genug ist. Diese Prüfung macht DaVinci nach dem Programmstart. Versucht man im Databases ein Projekt in der QuickSync-Konfiguration des Rechners zu öffnen, dann verabschiedet sich DaVinci vom Bildschirm ohne einer Meldung.

Um also mit meinem Rechner in den Genuß der kostenlosen DaVinci - Version zu kommen, muß ich bei den Windows Setting-Optionen auf 
[Nur zweiter Bildschirm] umschalten, den PC herunterfahren und das HDMI-Kabel entfernen. Nach einem PC-Neustart ohne dem HDMI-Kabel kommt die DaVinci Anzeige per DVI von der NVIDIA-Grafikkarte im PC auf dem angeschlossenen 27" ACER-Arbeitsmonitor R271 an.

Die derzeitige GeForce GTX 960 - CUDA-Grafikkarte verfügt über folgende Hauptdaten:

  • Grafik-Taktfrequenz 1126 MHz 
  • 1024 CUDA-Kerne 
  • Dezidierter Videospeicher 2048 MB GDDR5
Je höher die Anzahl der CUDA-Kerne, um so besser fällt die Echtzeitunterstützung in DaVinci aus, auch die Export-Kodierung wird damit gesteigert. Eine Schlüsselrolle spielt bei DaVinci 14 eine entsprechend leistungsfähige CUDA-Grafikkarte. Für meine anfänglichen Tests mit DaVinci Resolve 14 reicht die bisherige Grafikkarte allerdings aus. Aufrüsten werde ich vermutlich auf eine GTX 1080 Grafikkarte mit 2560 CUDA-Kernen.

Zurück in den QuickSync-Betrieb für EDIUS kommt man in dem ich den PC runterfahre, die HDMI-Kabelverbindung zum PC-Monitor wieder hergestelle und den PC neu starte sowie ggf. am Acer-Monitor den HDMI-Input per Tastendruck anwähle.

Punkt Bedienung des Programmes auf meinem FHD-Videoarbeitsplatz:

Am übersichtlichsten hat man DaVinci Resolve 14 auf einem Dualmonitor- Arbeitsplatz - siehe ab Seite 657 der Bedienungsanleitung. Die Monitore sind mit der vorhandenen NVidia GeForce GTX 960 Grafikkarte verbunden.
Mit der Tastaturtaste "Windows + P" im Menü "Projizieren" auf Modus "Erweitern" eingestellt.

Auf diesem Arbeitsplatz wird UHD-Videomaterial der Panasonic DMC-FZ300 in FHD-Projekten wegen der Schnittvorteile - u.A.: Ausschnitte, Multicam-ähnliche Aufteilung aus einer einzigen Aufnahme, Verkantungen ausgleichen, Stabilisierung ohne Qualitätsverluste - der Aufnahmeauflösung zu Blurays und Videodateien auf USB-Festplatten zu H.264/AVC kodiert verarbeitet.

Dualmonitorbetrieb

Im Menü "Workspace", dort auf "Layout" gehen und Dual Screen per "On" aktivieren.
Die Anzeige selbst kann für das primäre Display gewechselt werden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Videoschnittprogrammen hat DaVinci Resolve 14 nicht all zu viele Schalter(Buttons) auf der Bedienungsoberfläche angeordnet. Manche Funktionen sind etwas versteckt auffindbar in Arbeitsräumen in denen man sie eigentlich nicht erwartet hat, z.B. Stabilisierung und Schärfen im "Color- statt wie erwartet im Edit-Arbeitsraum". Profis bedienen das Programm meinst mit Keyboard Shortcuts also mit Tastaturbefehlen, von denen es sehr viele gibt.


Beispiel für Edit-Arbeitsraum:

Tastaturbefehle

In jedem Menü/Kontexmenü wird gelistet welche Tastaturbefehle es gibt.

Die 14 Top-Tastenkürzel findet man hier, auch als Text:
Klick!

Beispiel: Alt + Mausrad ---> bezogen auf die Timeline-Position kann man mit dieser Befehlskombination sehr schnell die Timelineansicht auseinander- oder zusammenziehen.

Punkt Nach der Installation:

Die NVidia Grafikkarte muß man im DaVinci-Setting einbinden per:
Preferences --> Hardware Configuration --> bei GPU processing mode "CUDA" und bei GPU selection mode "Manual" auswählen --> Save, damit die max. Leistung der Grafikkarte angerufen wird: Klick!

Hardware Preferences

Man beachte die Vielzahl der nötigen Informationen die von DaVinci 14 abgefragt werden um mit optimale Leistung das Programm nutzen zu können.

Nach dem das mit der Hardware-Konfiguration erledigt ist, ist nun noch das Setting für das Timeline-Videoformat nötig. Hierzu klickt man auf das Zahnrad rechts unten auf der Bedienungsoberfläche an, z.B. für FHD aus UHD mit der korrekten Auflösung der aufgenommenen Bildwiederholungsrate und 8Bit-Aufnahmematerial oder mehr falls ein solches Material vorhanden ist.

PIPEchtzeit-Vorschauleistung:

Für meine Tests habe ich mir ein 30p FHD-Videoprojekt angelegt. Auf diese Timeline werden UHD-Videoclips meiner Panasonic FZ300 Bridgekamera aufgelegt.

Im Menü "Playback" habe ich den Render Cache* auf User eingestellt um selbstbestimmt Clips auswählen zu können die gecached werden sollen. Slashcam hat ein intelligentes Cashverhalten in der Art festgestellt, daß im ersten Durchlauf die Vorschau noch ruckeln kann, im folgenden Lauf aber schon nicht mehr weil mit höherer Framezahl dann aus dem Cash abgespielt wird:  Klick!

* siehe auch Bedienungsanleitung ab Seite 110

Es handelt sich bei DaVinci Resolve um einen Festplatten-Cache auf dessen Befüllung man einige Zeit warten muß(blaue Linie oben), da hier keine QuickSync-Unterstützung stattfindet!
Über die optimale Cache-Einstellung ist in /15/ obrn ein Workflow zu finden. Nur mit einer Echtzeitvorschau erkennt man zuverlössig wie eine Entrauschung oder Motion Blur wirklich wirken, nicht am Standbild! 

Im Projektsetting - Zahnradsymbol rechts unten - ist "Video bit depth" auf 8 bit gestellt worden - ich verarbeite ausschließlich 8bit-Videomaterial - und bei "Optimized Media" habe ich einen renderfreundlichen Codec eingestellt, statt "Uncompressed 10-bit" ist "DNxHD HQ(8bit) oder DNxHD HQX(10bit)" und "Resolution Half" festgelegt und gespeichert. Diese Einstellungen habe den Zweck eine möglichst flüssig laufende Videovorschauschnitt im Playerfenster sicherzustellen auf meinem derzeitigen Videoschnittsystem.
Anmerkung: EDIUS Pro 8.5x verwendet ebenfalls renderfreundliche Codec HQ oder HQX für den Vorschauschnitt, allerdings aus der eigenen Grass Valley Codec-Schmiede.

Im Beispielbild rechts sieht man ein 40% PIP auf der Hauptvideospur. Die blaune Linie über der PIP-Videospur signalisert die Echtzeitvorschaumöglichkeit ohne Ruckler.

Mit der Tastebkombination Strg+F kann man sich die Vorschau im Edit Arbeitsraum in voller Bildschirmgröße ansehen.

Mit der Tastebkombination Shift+F dagegen kann man sich die Vorschau im Color Arbeitsraum in verschiedenen Stufen bis zur voller Bildschirmgröße ansehen. Links oben wird die erzielbare Framerate angezeigt.

Wenn man Smart Cache aktiviert ist, entscheidet Resolve automatisch, was im Cache gespeichert werden soll. Wenn man mehr Kontrolle haben möchten, kann man stattdessen User Cache aktivieren um nur die auf der Timeline markierten Clips mit hoher Last zu rendern.

Render Cache

Einstellungen für flüssige Vorschauwiedergabe

Den Node Cache sollte man ebenfalls auf "On" umstellen was die GPU entlastet, siehe auch: Klick!

Im Moment sind die Speicher-/Lesevorgänge bei mir so auf dem Videoschnitt-PC verteilt:

Primäre SSD: Betriebssystem & Programm
Festplatte 1: Videodateien von der Kamera
Festplatte 2: Vorschau - Render Cache
Festplatte 3: Finale Dateien
Festplatte 4(Wechselfestplatte): Archiv

Was man noch für eine gute Vorschauleistung sonst noch tun kann, muß man per Google im Laufe der folgenden Zeit ergründen. Wichtig ist mir ersteinmal gewesen, daß ich die ersten Konfigurationshürden überwunden habe und  mit DaVinci Resolve 14 einigermaßen vernünftig auf meiner vorhandenen Video-Workstation vom Januar 2016 ohne weiterer kostspieliger Nachrüstungen arbeiten kann.

Vorteilhaft erscheint es mir den "Render Cache" auf eine separate SSD auszulagern. 

Tipp: Setting-Verbesserungen für die  Echtzeitvorschau, siehe: Klick! 

Clips organisieren - Storybord und Editing:

Ein Import von MPEG-2 Videoformat ist nicht möglich, man muß das Material vorher umkodieren.
Wenn ein H.264-Clip mehrere PCM-Tonspuren mitbringt, bricht das Tempo unerklärlicherweise völlig ein nach /10/
H.264 mit High-10-Profilen wird nun auch auf Windows gelesen, aber nur in der Studioversion nach /10/.

Um die erweiterte Videoschnittfuktionen in DaVinci Resolve 14 nutzen zu können muß man folgendes wissen:

Blackmagic wirbt mit:
"Organisieren Sie Medien eigens nach Wunsch oder anhand von Metadaten automatisch!
Footage lässt sich ganz einfach völlig nach Belieben in Bins sortieren. Mit Smart Bins sortieren und blenden Sie Ihre Footage auch anhand von Metadatenkriterien automatisch ein. Bins können entweder in Form von eigens gestalteten Listen eingeblendet werden, die jetzt auch Marker enthalten, oder als Piktogramme mitsamt In- und Out-Punkten. Ebenso ist es möglich, mehrere Bins in getrennten Fenstern zu öffnen!"

Quelle: Klick!

Fakt ist aber; mit Bordmitteln kann man in DaVinci Resolve 14 die Footage im Mediapool nicht zu einer Story mittels Hin- und Herschieben sortieren, man kann lediglich ein Storybord auf der Timeline durch Einzelablage der Footage daraus entwickeln.

Meine bevorzugte Alternative für die Storybord-Gestaltung:

Man kann die Cliporganisation bzw. das Storybord in
EDIUS Pro 8.5x  z.B. in der Bin oder davor schon per EDIUS Mync sortieren und organisieren und als XML- , AAF- oder EDL - Project speichern.

Quellen: /1/, /4/, /6/

Die Übergabe von Cliporganisationen/Storybords an DaVinci Resolve ist an bestimmte Bedingungen geknüpft über die in den angegebenen Quellen berichtet wird.

Ich bevorzuge den Storyworkflow in EDIUS Mync:

Mit diesem Programm wird die gesamte Footage auf meiner Video-Workstation erfaßt und verwaltet, egal in welcher Ecke sie liegt. Ich kann mit Clip-für-Clip, Fotos und Grafiken ansehen und Audio anhören, beurteilen, favorisieren und aussortieren. Über diese Möglichkeiten verfügt DaVinci Resolve leider nicht!

In Edius Mync kann man eine übersichtliche Story als Videoleitspur mit Grobschnitt für DaVinci Resolve 14 entwickeln und diese dann als XML exportieren für den Import in Resolve.

Mync-Storybord

Bild: EDIUS Mync-Storybord mit grob eingekürzten Videoclips,
sonst aber unbehandelt

DV-Story

Bild: Mit EDIUS Mync zusammengestellte Story in der Videoleitspur per XML in DaVinci Resolve 14 importiert,
die Videoclips sind schon in EDIUS Mync grob vorgeschnitten worden

Um dann in Resolve mit weiteren Clips ein "Timelinegebirge" aufzubauen - z.B. für mehrere PIP oder eine Bilderwand - kann man die zusätzlich benötigten Videoclips/Bilder direkt aus Resolve per Menü File/Import Media die nötige Footage importieren und oberhalb der Videoleitspur einfügen.

In DaVinci Resolve 14 kann man nun die Clips auf der Timeline per Farbkorrektur/Grading in Nodes bearbeiten zusätzlich auch filtern, stabilisieren etc entsprechend der gegebenen Funktionalität. Die Übergabe der Cliporganisation/Storybords an DaVinci Resolve ist an bestimmte Bedingungen geknüpft über die in den angegebenen Quellen berichtet wird.

DaVinci Resolve 14 verfügt über fünf Arbeitsräume:

Arbeitsräume

In dem Raum Edit kann man das grob vorgeschnittene Videomaterial einem Feinschnitt unterziehen mit üblichen Werkzeugen, im Raum Color wird die Colorierung durchgeführt und im Raum Deliver der Export angestoßen.

Neu in der Version 14 ist der Arbeitsraum Fairlight für die Audiobearbeitung. Die Audiobearbeitungsmöglichkeiten sind in Fairlight vielfältiger als in EDIUS.

Je nach dem wie weit man die Bearbeitung in DaVinci Resolve 14 betreibt, kann man das Projekt hier auch finalisieren und als Datei zum Beispiel in HQ/HQX-Kodierung ausgeben und in EDIUS Pro 8.5x importieren und dort dann eine Bluray authoren und brennen. Man kann natürlich in DaVinci auch nur die Colorierung machen und von hier aus dann eine Übergabe an EDIUS reaslisieren und vollständig dort finalisieren mir den dafür dort vorhandenen besseren Werkzeugen.

Im EDIUS Informationsfenster sehe ich auf einen Blick mit welchen Effekten ein Videoclip auf der Timeline belegt ist. ich kann dort die Effekte ausschalten und zuschalten sowie die Eigenschaften ändern.
In DaVinci Resolve muß man die die Änderung, Zuschaltung und Abschaltung über die Arbeitsräume hinweg suchen, was auch logisch ist, 
was aber nicht gerade ergonomisch oder intuitiv nach meiner Ansicht ist. Mal muß man den Inspektor im Edit-Arbeitsraum aufmachen um die angewendeten Effekte dort zu bearbeiten, mal muß man im Arbeitsraum Color die einzelnen Node nach den darunter angezeigten Attributen kontrollieren um dann wie nötig einzugreifen.

Wenn man sich  schon in einem Workflow Edius/DaVinci befindet muss man wissen wo man was findet und das ist über die Arbeitsräume hinweg zerstreut.

1. Im Arbeitsraum Edit findet der eigentliche Videoschnitt statt:

Das was in EDIUS der Layouter machen kann, findet man im Edit-Arbeitsraum so vor:

Layouter

Diese Layout-Rotation kann ich im Fenster Inspector/Transform einstellen, ändern oder zurücksetzen. Links vom Playerfenster findet man die Effects Library(im obigen Bild nicht mehr sichtbar mit der Toolbox, OpenFX und Audio FX.
Resolve FX sind GPU- und CPU-beschleunigte Plug-ins, um Effekte wie Filmkörnung, Warping, Blendenflecke usw. zu kreieren.

Blenden an den Stoßstellen der Clips auf der Timeline einfügen:

Blende Blende

Man stellt den Timeline-Zeiger auf eine Stoßtelle ein und klickt mit der rechten Maustauste darauf, öffnet sich ein Kontexmenü und man kann eine Überblendung abhängig von den Framezahl dort einfügen. Rechts neben dem Player-Fenster erscheint ein Fenster mit dem Namen "Multiple Transistions". Hier kann man jetzt die eingefügte Blende gegen einen anderen Transitions Style austauschen und noch weitere Eigenschaften anpassen/ändern.
Auch die Art der Audio-Überblendung kann man hier festlegen.

Audio vom Video trennen/zusammenfügen:

Link/Unlink



Auf der Timeline-Bedienleiste oben liegen verschiedene sinnvolle Schalten. Darunter auch der Linkd/Unlink-Schalter. Mit Unlink kann man die Verbindung zwischen Video und Audio trennen. Markiert man nun das Audio auf der Timeline, kann man es mit der Taste [Entf] von der Timeline entfernen.








Über das Editing an sich gehe ich in dieser Kurzvorstellung hier nicht weiter ein, sie unterscheidet sich kaum von dem Editing in anderen Programmen, wie z.B. Edius Pro 8.5x., man muß sich lediglich mehr Tastaturbefehle merken.

Clipdauer auf der Timeline einstellen:

Clipdauer ablesen



Packt man die rechte Clipkante mit gedrückter Maustaste bekommt man die Anzeige wie lang der Clip abgespielt wird und wieviel davon abgeschnitten wird, wenn der Mauszeiger nach links verschoben wird.






2
. Im Arbeitsraum Color finden wir das Herzstück von DaVici Resolve , das Color Grading und als Überraschung die Videobildstabilisierung:

Dieser Part interessiert mich besonders dann, wenn ich mit personalisierten Bildstilen "Natürlich und Cinema-like D" für CINEMA-Projekte mit meiner 8bit-Bridgekamera Panasonic DMC-FZ300 aufnehme. Die kontrastarmen und entsättigten Videos bekommen erst bei der Colorierung den gewünschten finalen Farblook.

Arbeitsraum Color

Arbeitsraum Color

Knotenattribute

Bildausschnitt: Knotenattribute

Ein sehr gutes Video-Tutorials dazu gibt es hier: Klick!

Klickt man den das Icon mit dem Punkt im Kreis auf der linken Seite, dann erscheint die Bedienung für die PrimäreFarbkorrektur mit den vier Farbrädern. Mit "Lift" sollen die Kurven im Histogramm unten am unteren Rand beginnen, mit "Gain" werden die Kurven so einpegeln, ohne dass oben Kurven abgeschnitten werden. Die Helligkeit wird mit "Gamma" eingestellt und der globale Farbstich mit dem "Offset" korrigiert.

Look-Intensität mit Key-Output schnell ändern: Klick!

Die Vielfalt der Grading- und Farbkorrekturfunktionen ist schon sehr mächtig und viel umfassender als in EDIUS Pro 8.x z.B. selbst für 8bit-Videomaterial, deshalb steht DaVinci auch im Prosumer und Profi-Einsazbereich hoch im Kurs was die Colorierung angeht. In diesen Bereichen werden oft speziell ausgebildete Coloristen eingesetzt die sich ausschließlich mit der Aufgabe der Colorierung beschäftigen.
Die eigentliche Videoschnittmontage machen Editoren. Im Hobbybereich muß man alles selbst machen, wobei man überlegen muß ob man das in einem Workflow mit zwei unterschiedlichen Programmen macht oder ein all-in-one Programm wie z.B. Edius einsetzt.

Fakt ist aber, Videoclips die unter sehr schwierigen Bedingungen aufgenommen worden sind kann man durchaus noch mit Da Vinci Resolve 14 retten, wenn man sich tief in das primäre und sekundäre Farbgradingwerkzeug hineingräbt!

HDR(HLG) Setting mit der Free-Version?

DV-HLG-Setting

Das was man im oberen Bild sieht ist erst nach Kauf der Studio-Version möglich!

3. Kurzer Hinweise auf spezielle weitere Funktionen in DaVinci:
  • Videoclip Stabilisierung:

    Man findet den Stabilizer im Arbeitsraum Color, dort in der Tracker-Palette, in /10/ wird dazu doziert:

    "Der an sich schon gute planare Tracker wurde für die Bildstabilisierung überarbeitet und kann jetzt weitgehend mit dem „Warp stabilizer“ aus Premiere bzw. After Effects mithalten. Dies bewältigt er sogar schon in der Grund- einstellung ähnlich gut wie die Stabilisierung von Adobe und ist dabei deutlich schneller."


    Bei meinen Tests stabilisiere ich immer mein Freihand-UHD-Videoaufnahmematerial in einem FHD-Projekt. Ich profitiere von der UHD-Aufnahme für mein FHD-Projekt nicht nur um Verkantungen auszugleichen, sondern auch vom "Spielraum" für die Nachstabilisierung. Randverluste aus dem UHD-Video interessieren mich also nicht. Natürlich lasse ich keine Stabilisierungszoom in das native UHD-Videomaterial zu die über die 1:1 Pixelgröße hinausgehen würden. so daß ich keinen Auflösungsverlust im FHD-Video bekomme. Der Lohn meines dearartigen Vorgehens ist der Verzicht auf die Mitführung eines sehr störenden Dreibandstativs und die dadurch gewonenen Mobilität in allen Aufnahmesituationen!

    Hier der Classic Stabilisierer:

    Stabilisierung

    DaVinci Resolve 14 bietet eine ganze Reihe von Einstellparameter um den besten Stabilisierunsgrad zu erzielen. Im Classic Stabilisierer kann man im Cloud Tracker - oder manuell gesetzen Point Tracker - Modus die Bewegungsanalyse durchführen.

    Der neue Stabilisierer (Perspective, Similarity, Translation):

    Stabilisierer

    Mit dem neuen Stabilisierer kann man die Bewegungsanalyse in einem Videoclip vielseitiger und damit genauer analysieren. Man kann z.B. im "Camera Lock - Modus" mit drei Methoden analysieren oder die Einstellparameter für die Analyse selbst festlegen. "Camera Lock" bemüht sich alle Kamerabewegungen* die bei der Aufnahmen vorgekommen sind zu entfernen. Ein Cropping Ratio von 1 führt zu keiner Stabilisierung, ein niedriger Smooth-Wert zeigt die ursprüngliche Kamera-Aufnahmecharacteristik, ein höherer Wert glättet die Bewegung mehr.

    Mit "Camera Lock" habe ich sehr gute Ergebnisse erzielt bei Motiven die ich per Freihand stehend aufgenommen habe, selbst bei größsten Brennweiten. Das Wackelvideo sah anschliessend wie eine Stativaufnahme aus. Die erzielte Wirkung ist praktisch vergleichbar mit der Stabilisierungsmethode "Fixierte Kamera" in Mercalli V2, allerdings zoomt DaVinci Resolve 14 etwas weiter in das Videomaterial hinein.

    Sehr gute Ergebnisse habe ich ebenfalls bei der Stabilisierung von Freihandschwenks erzielt bei denen die Kamera nicht ganz gleichmäßig geschwenkt worden ist. Man kann also die Schwenkbewegung sehr gut in DaVinci Resolve 14 nachträglich glätten. Die erzielte Wirkung ist praktisch vergleichbar mit der Stabilisierungsmethode "Gleitende Kamera" in Mercalli V2.

    * das gelingt nicht immer, z.B. dann wenn bei einer Freihandaufnahme sich der Vordergrund gegenläufig zum Hintergrund bewegt. Zwar kann ein dominanter Vordergrund fixiert werden nicht aber der weiter hinten liegender Hintergrund stabilisiert werden.

    gegenläufige Bewegungen

    Eine solche gegenläufige Bewegung konnte ich auch in DaVinci Resolve 14 nicht stabilisieren, um diese Aufnahme als Szene dokumentarisch zu erhalten, machte ich deshalb einfach ein Einzelbild-Frame aus dem Video...

    Mit sog. Match-Videos bekommt man das allerdings schon hin. d.h. die Bewegung eines Vordergrund-Clips wird auf die Bewegung des Hintergrund-Clips angewendet, so dass die beiden Clips sich wie eine Enheit bewegen, siehe Seite 1056 der Bedienungsanleitung. Wie sich das allerdings in der Praxis umsetzen läßt bleibt bleibt weiteren vetiefenden Tests vorbehalten.

    Stabilisierungsbeispiel-1, Szenerie stehend und Freihand aufgenommen, Brennweite 183mm:



    Stabilisierungsbeispiel-2, Szenerie vom Fahrrad aus aufgenommen, Brennweite 27mm:



    Die Bewegungssnalyse erfolgt anders als mit dem Edius Stabilisierer gewohnt immer im Vordergrund, d.h. andere Aktivitäten sind in DaVinci Resolve 14 nicht während der Analysephase blockiert.
    Die Stabilisierung erfolgt in beiden Fällen in Echtzeit.

    Der Rolling-Shutter-Effekt kann in Resolve 14 nicht kompensiert werden!

    Die Bedeutung der Einstellparameter wird ab Seite 1049 der PDF-Bedienungsanleitung erklärt..

    Ein informatives Video-Tutorial dazu gibt es z.B. hier:
    Klick!

  • Abspielgeschwindigkeit von Videos ändern(z.B. in Zeitlupe), das funktioniert in DaVinci gleichwertig mit Edius, auch hier kann man mit Optical Flow das Ergebnis verbessern.

    Zeitlupe

    Schnelleinstellung: Clip für Zeitlupe markieren, im Inspector z.B. [Optical Flow] als Eigenschaft bei [Retime And Scaling] festlegen, mit [Strg+R]  [Retime Control] aktivieren, auf dem Clip kann man jetzt die Zeitlupe einstellen(z.B. 75% wie im Timelineausschnitt oben), [Render Cache] User starten per [Leertaste] und warten bis über dem Clip die kompl. Linie blau wird, jetzt kann man den Clip in Zeitlupe abspielen.
  • Trackingschalter im Color Arbeitsraum; mit dieser Funktion kann man ein Objekt verfolgen um in diesem Bereich z.B. eine Farbkorrektur durchzuführen oder Zugang zu dem Stabilizer bekommen
  • Resolve Looks einsetzen; einem Rechtsklick auf einen Still-Vorschlag kann man einem Videoclip aus dem Gallery-Fenster eine Look zuweisen, die Nodes dazu werden automatisch hinzugefügt. Man kann diese Stills individuell anpassen.

    Stills auswählen

    Ausschnitt mit Look-Beispielen

  • LUT in DaVinci; ebenfalls kann man sog. CINEMA-Kameraaufnahmen, z.B. im entsättigt aussehenden Bildprofile "Cinelike D" oder "Neutral"  - evtl. noch weiter personalisiert - eine bestimmte globale Farbstimmung hinzufügen. Einfach mit der rechten Maustaste im Mediapool auf einen Videoclip klicken und es geht ein Kontexmenü auf, dort aus einer großen Auswahl eine LUT anklicken und das Video wird sofort verändert. Auch hier sind individuelle Anpassungen natürlich möglich.

    Die LUTs befinden sich im Verzeichnis: C:\ProgramData\Blackmagic Design\DaVinci Resolve\Support\.LUT...

    Wie man eine LUT in DaVinci Resolve 14 hinzufügt und anwendet zeigt dieses nette Tutorial: Klick!


    Frame Beispiel(Bildprofil "Neutral") ohne LUT:

    ohne LUT

    Frame nachbehandelt mit LUT:

    https://www.youtube.com/watch?v=GUcUSKuw2tcmit LUT

    Mit dieser LUT werden mehr Details aus der Aufnahme hervorgeholt, z.B. werden die Hemdknöpfe auf dem weißen Hemd sichtbar oder auch ganz rechts oben die hervorgetretenen Mauer- und Putz-Strukturen selbst in der Bildverkleinerung hier. Man sieht im Framevergleich auch wie sich die Hautfarbe mittels der aufgelegten LUT ändert. Mit den Feineinstellungswerkzeugen der LUT-Wirkung gleicht man die Colorierungseigenschaften aus je nach dem ob die Aufnahme an einem sonnigen Tag oder bei bedeckten Himmel erfolgt ist. Das kann man natürlich auch in Edius Pro 8.5x machen, ebenso in anderen Videoschnittprogrammen die mit LUTs arbeiten können.
  • LUTs in DaVinci Resolve erzeugen, siehe Anregung von hier: Klick!
  • Mit dem hinzugekommenen Arbeitsraum Fairlight ist die Audio-Nachbearbeitung aufgewerten worden gegenüber den Vorsionen, sie ist hochwertiger als die Audio Nachbearbeitung in Edius.
    Hier ein Video Crash Course: Klick!
  • HDR-Video bearbeiten; das kann DaVinci Resolve, Edius wird das erst ab der Version 9 bieten können, allerdings benötigt man dafür einen 10bit HDR-Monitor. Exportieren in H.265 kann die hier besprochene DaVinci Version allerdings nicht, der HDR-TV benötigt in 10bit HDR kodiertes Videomaterial....
    Hier ein Hinweis, wie HDR-Videos auf YouTube hochzuladen sind: Klick! und hier: Klick!
  • Farbrauschen entfernen: das ist eines der schwierigsten Themen auch in vielen anderen Videoschnitt- programmen. Für EDIUS habe ich mir das Plug-in Neat Video zugelegt und erziele damit dort auch beste Ergebnisse.

    Wie man in DaVinci das Farbrauschen entfernt zeigt ein gutes Video-Tutorial sehr anschaulich ab Minute 9:31 bis 11:17:
    Klick!

    Folgende Werkzeuge werden im Tutorial dafür in DaVinci benutzt:

    Farbrauschen entfernen

    Zwar ist der Videoclip jetzt mit bordeigenen Mitteln etwas vom Farbrauschen befreit worden, jedoch reicht das noch nicht für ein ein perfektes Ergebnis aus. Ich muß im Falle der kostenlosen DaVinci Version den Clip in HQX aus DaVinci exportieren und in Edius importieren, hier erst wird der Clip nach Anwendung von Neat Video darauf richtg gut aussehen, alternativ bekommt DaVinci bereits mit Neat Video entrauschte Videoclips für die Bearbeitung dort.

    In der kostenpflichtigen Studio-Version gibt es eine erweitere Entrauschung:

    Farbrauschen

    Dieses
    Tool für die temporale und spatiale Rauschreduzierung bezeichnet Blackmagic als das weltbeste Werkzeug zur Rauschreduzierung, siehe: Klick! 

    Entrauschungstipp:
    Wer über das kleine Cyberlink-Tool "MediaEspresso 7.5" verfügt, der kann dort einmal den "TrueTheater Denoise" ausprobieren. Im Falle von H.264 AVC Videodateien wird die Entrauschung mit einer Bitrate von bis zu 60 Mbps weitestgehend entrauscht in eine neue Videodatei kodiert.

    ME-Entrauschung

    Rechts MediaEspresso 7.5 Entrauschung

  • Nachschärfen: Videoaufnahmen können direkt in der Kamera nachgeschärft werden. Es wird empfohlen, die Kameranaschärfung auszuschalten, um die volle Kontrolle über die Videos zu behalten. Für diesen Zweck ist in der kostenlosen Resolve-Version "Sharpen" per Unscharfmaskierung zuständig welches man überraschend nicht im "Edit-Arbeitsraum" sondern im "Color-Arbeitsraum". Bei der Unscharfmaskierung werden Kontraste an den Kanten erhöht.

    Unschärfemaskierung

    Im Falle dieser Methode der Naschärfung wird nicht nur die Schärfe beeinflußt sondern auch die Farben, d.h. auch die Sättigung wird ungewollt angehoben.  In diesem Tutorial: Klick! wird gezeigt wie man die Farbkanäle von dem Luminanzkanal trennt und nur im Luminanzkanal nachschärft, die Farben bleiben dadurch unverändert.
    Mit
    Sharpen aus Resolve FX könnte man die Kantenschärfung sehr feinfüllig einstellen, leider gibt es diese Option nur in der kostenpflichtigen Studio-Version!

    Ab Seite 1070 der Bedienungsanleitung findet man die Beschreibung dazu.

  • Ferndunst, Smog entfernen/mildern - Beispiel einer Aufnahme im Bildstil "Neutral" plus S-Gammakurve:

    1. Man findet einen Weg im Color-Arbeitsraum mit Hilfe der Luminanzkurve...

    Dunst entfernen

    Luminanzkurve

    Korrektur mit Luminanzkurve

    Unter der Benennung "Dehaze" finden wir auf Seite 1007 der Bedienungsanleitung eine Beschreibung um diese Videobildstörung zu entfernen. Diese Funktion gibt es aber nur in der zu bezahlenden Studio-Version!

  • Audiobearbeitung: Mächtige Audiofunktionen sind jetzt hinzugekommen, um sie nutzen zu können muß man sich tief "eingraben".

    Waveforms aktivieren






    Am Anfang muß man erst wissen, wo man z.B. die Waveforms für die Audiospur aktiviert, wie man Audio von Video trennt, und wie man mit der Laustärkeregelung umgeht. Die Spezialitäten lernt man nach und nach kennen.

    Für den Anfang schaut man sich z.B. dieses Tutorial(zu Version 12.5) mal genauer an: Klick!






    Soweit hier an dieser Stelle ersteinmal zu den wichtigsten Basic-Funktionen für den erfolgreichen Start mit DaVinci Resolve 14...


Immer wieder kann es bei der kostenlosen DaVinci Resole 14 Version passieren, dass man aufgefordert wird einen Spezialeffekt zu kaufen. Die Vielzahl der in den Auswahlmenüs gelisteten Effekte ist also tatsächlich nicht kostenlos verfügbar. Welche Effekte nur in der Studio-Version von Resolve verfügbar sind wird in der Bedienungsanleitung angegeben, Es hilft nichts, man muß die fast 1300 Seiten mal gelesen haben. Bei dem Fachmagazin Chip gibt es den Converter "FREE PDF to WORD", daraus bekommt man eine WordPad Textdatei. Markierte Teile dieser Textdatei kann man für die Übersetzung in den "Deep L Übersetzer" reinlegen um eine einigermassen verständliche deutssprachige Übersetzung zu lesen.

Was in der Studio-Version spannend ist nach /10/:

Timelapse Deflicker“ und „Color Stabilizer“ beseitigen Schwankungen durch Lichtwechsel, müssen aber sorgfältig auf das Motiv abgestimmt werden, um Artefakte zu vermeiden. „Dehaze“ verstärkt die Kontraste bei Dunst oder Smog, wie man es zwar auch durch Grading erreichen könnte, aber es ist damit einfacher. „Deband“ kann Probleme durch mangelnde Farbtiefe oder Kompression per Dithering abmildern.

Zwei Schlüssenfunktionen: Videoclip-Entrauschung und Videobild-Stabilisierung verhindern es den Videoschnitt komplett in DaVinci Resolve 14 zu bewerkstelligen. Ob die bezahlungspflichtige Studio-Version an diese Stelle besser arbeitet, kann man leider nicht testen, man kauft eine Katze im Sack!

Was DaVinci gar nicht kann ist ein Disk-Authoring  um damit eine schön gestaltete Bluray zu brennen. Hier ist Edius klar im Vorteil!

Punkt Videoerfassung von einem FireWire-Eingabegerät(SD/HDV-Kamera)

DaVinci Resolve 14 verfügt nicht über eine DV/HDV-Videoeingabegeräterkennung per FireWire-Verbindung incl. Monitoring und Szenenerkennung. Man muß das mit einem anderen NLE machen, z.B. Mit Edius Pro 8.5x welches über die notwendigen Eigenschaften selbstverständlich verfügt.

Punkt Erster Performance-Eindruck:

UHD-Videomaterial(30p) meiner Panasonic FZ300 läuft in einem FHD-Timelineprojekt mit zwei 40% BIB-Videospuren flüssig auf meinem i7-6700 Rechner mit 16 GB RAM, der GeForce GTX 960 CUDA Grafikkarte(sehr leise!), SSD für Betriebssystem und Programme sowie Festplatten mit 7000 rpm.
Will man mehr von der hier vorhandene Video-Workstation, muß man zu Grafikkarten der NVidia-Serie 1080 greifen und den
"Render Cache" auf eine separate SSD legen.

Bild in Bild

8bit UHD-Videomaterial in 30p von der Panasonic DMC- FZ300, VB-100 Mb/s

Den Export von 1 Minute UHD-30p-Videomaterial der Panasonic FZ300 aus einer FHD-Timeline bewerkstelligte DaVinci 14 in MP4(H.264) in 1 Minute und 26 Sekunden, Edius kodiert das mit QuickSync in 1 Minute und 12 Sekunden.

Slashcamtestvergleich von hochwertigen Grafikkarten für DaVinci Resolve: Klick!
Achtung: Sorgenkind Lautstärke(Slashcambeitrag)!: Klick!

Testtimeline Praktisches Test-Projekt mit Freihandaufnahmen.

Mit dem 2:10 Minuten laufenden Projekt - UHD im FHD Projekt - habe ich die am häufigsten vorkommenden Funktionsanwendungen mit meinen Freihand-Aufnahmen ein wenig getestet. Es sind auch Freihandclips dabei die mit Zoombrennweiten von 159, 183 und sogar 243 mm Brennweite(KB äquivalent) aufgenommen worden sind. 

Test-Projekt

Mein Testvideo:

Neben der XML-Übertragung eines Storybords aus Edius-Mync an Resolve 14 habe ich das eigentlichen Schnitthanwerkzeug im Edit-Arbeitsraum incl. Titler und Überblendung, sowie Methoden der Videobildstabilisierung, Farbentrauschung, Dunstentfernung, Nachschärfung sowie Luminanz- und Farbkorrektur im Colorarbeitsraum getestet. Audiomäßig habe ich noch nicht viel gemacht, außer dem Vorgehen bei der Audio-Ablösung vom Video sowie Hinzufügen eine Audiospur beschäftigt.

Bei diesem Projekt läuft die Vorschau praktisch ruckelfrei nach dem ersten Abspielvorgang für den Festplatten-Cache bei mittlerer CPU-Last. Die finale Kodierung erfolgte in MPEG-4(MP4), Qualität "Best", was eine Bitrate von 54 Mb/sec bei max. "Render Speed" und Ausnutzung der CPU bis teilweise 100% brachte. Die Kodierzeit hat 2:35 Minuten betragen.

Nun kann man die Reaktionen des Programmes nicht an einem 2-Minuten Projekt messen, wenn man Urlaubsmaterial für eine 1-stündige Blu-rayDisk verfügbar hat. Ich habe deshalb die Test-Projekttimeline vervielfältigt auf 60 Minuten Laufzeit. Versetzt man nun den Timeline-Zeiger ganz schnell an eine andere Stelle, erscheint nach nur geringer Verzögerung die Vorschau im Player-Fenster. Ich kann also durchaus mit der kostenlosen Version von DaVinci Resolve 14 beruhigt auf meiner derzeitigen Video-Workstation auch ein größeres Urlaubs-Projekt angehen um das Programm noch besser kennenzulernen.

HDR  HDR-Videobearbeitung:

Versucht man in der Free-Version de HDR-Bearbeitung zu aktivieren, geht eine Meldung auf mit dem Angebot die Studio-Version zu kaufen. In der Free-Version kann man also kein HDR-Colorgrading durchführen.

Zumindest aber kann man das Original HDR(HLG) Videomaterial untersuchen. Es liegt mir ein Original HDR(HLG)-Videoclip von dem Sony 8-bit-Camcorder FDR-AX700 vor um dessen Eigenschaften in dem Waveformmonitor hinsictlich der darin enthaltenen Luminanz-Bandbreite zu untersuchen.

Luminanzeigenschaften eines HLG-Videoclips im Waveformmonitor:

Waveformvergleich

Die vertikale Skalierung für die Y-Luminanz  erstreckt sich bei DaVinci Resolve 14 auf Tonwerte zwischen 0 bis 1023, im Falle von EDIUS Pro 9 zwischen 16 - 940 im IRE-Bereich von 0 - 100.

Einen Original HDR-HLG Videoclip von der Panasonic GH5-Systemkamera kann man sich hier per Link aus dem Text herunterladen: Klick!  ---> Ian Jones hat den Original-HLG-Clip in 10-bit 4:2:0 aus der Kamera hier hochgeladen: Klick!

HLG-CLIP-GH5

Details zum HLG-Editing in DaVinci Resolve 14 beschreibt Ian Jones hier: Klick!

Per 4K-Downloader kann man sich vom YouTube verschieden hoch aufgelöste HLG-Videoclips die dort für den MKV-Container in der zu HEVC konkurierenden VP9-Kodierung angeboten werden downloaden, auf einen USB-Stick speichern und auf einem kompatiblen HDR-HLG-TV ansehen. Zusätzlich wird von YouTube auch der Donload der MP4- und 3GP-Videodateien angeboten. 

GH6-HLG-YT

HLG-Reverse Funktion zu BT.709:

Diese LUT-Funktion gibt es in der kostenlosen Programmversion...

HLG-Reverse

Offensichtlich ist HLG to Gamma 1.0 für eine lineare Wandlung der HLG-Kennlinie für den Farbraum BT.709 vorgesehen, jedenfalls bekomme ich mit einem Original-Testclip aus dem Sony 8-bit-Camcorder FDR-AX700 das beste Ergebnis.

Ich selbst besitze noch keinen HDR-HLG-TV!

Punkt Fazit:

Meine wichtigste Erkenntnis nach drei Woche Test- und Lernzeit ist, man kann DaVinci Resolve 14 als kostenlose Version durchaus für den gesamten Videoschnitt incl. Colorierung und Soundbearbeitung einsetzen auf meinem derzeitigen Videoschnitt-PC. Der Zugewinn nimmt zu je länger man mit DaVinci Resolve arbeitet. Was ich hier dargestellt habe ist also ein Einblick aus der intensiven Testzeit von drei Wochen!

Sieben "Unzulänglichkeiten" gibt es derzeit für meine persönlichen Anforderungen auf der hier vorhandenen Video-Workstation:

  • Videoerfasssung von einem FireWire-Eingabegerät(SD/HDV-Kamera) incl. Geräteerkennung, Monitoring und Szenenerkennung ist direkt nicht möglich
  • Die Entwicklung einer Story ist nur auf der Timeline möglich, was bei einem größeren Projekt schnell unübersichtlich werden kann
  • Die Bewegungsanalyse der Videostabilisierung läuft nicht im Hintergrund ab, sondern im Vordergrund und blockiert so parallele andere Editing-Aktionen.
  • Der Rolling-Shutter-Effekt kann mit dem neuen Resolve-Stabilisierer nicht korrigiert werden
  • Die Rauschunterdrückung genügt nicht meinen Anforderungen
  • Es gibt kein Bluray-Authoring mit der Möglichkeit aus dem Programm heraus eine Disk zu brennen
  • Die Performance ohne QuickSync der Intel-CPU ist mittelprächtig, alles läuft über die CUDA-GPU der Grafikkarte, im PIP-Test schafft mein Rechner nur zwei PIP über der Story-Timeline mit UHD-30p im FHD-Projekt

Aus diesen Gründen heraus habe ich folgende Roundtrip für mich entwickelt, wenn ich beabsichtigen sollte DaVinci Resolve 14 mit in die Bluray-Produktion mit einzubeziehen: 

Edius Mync---> DaVinci Resolve 14(CUDA) --> Edius Pro 8.5x(QuickSync) 

ich plane in diesem Fall folgende Arbeitsteilung:

  • Edius Pro 8.5x für die Videoerfassung von SD/HDV-Kameras per FireWire-Verbindung
  • Edius Mync für die Erstellung der Story mit Grobschnitt
  • Edius Pro 8.5x für die Nutzung des dortigen Neat Video 4.6 Plugins zur Videoentrauschung, eine wichtige Voraussetzung bevor man sich dem Farbgrading zuwendet.
  • Die Videostablilisierung kann vor dem Farbgrading in DaVinci Resolve 14 erfolgen, das Ergebnis ist vergleichbar mit den Stabilisierungsmöglichkeiten die ich in Edius verfügbar habe.
  • DaVinci Resolve 14 für sehr anspruchsvolle Aufgaben bei dem primären und sekundären Farbgrading einsetzen
  • Edius Pro 8.5x für das Bluray-Authoring und brennen einer Disk aus diesem Programm heraus
  • Edius Pro 8.5x hat dank QuickSync der Intel-CPU eine hervorragende Performance bei der Vorschau und bei Export in H.264, mein Rechner schafft eine Echtzeitvorschau mit bis zu vier 40%-PIP über der Story-Timeline mit UHD-30p im FHD-Projekt vollauflösend mit der Original-Bildrate!
Damit sieht es in meinem Arbeitsablauf gar nicht so schlecht aus für DaVinci Resolve 14, wenn man sich ein wenig eingearbeitet und in den kostenlosen Funktionsumfang von DaVinci Resolve 14 reingefuxt hat. Der Workflow wird also nicht ganz linear verlaufen, da ich vor dem Import in DaVinci Resolve 14 z.B. die Videoentrauschung in Edius durchführen muß. Ein technischer Nachteil ist das nicht, da man den Dateiaustausch  Edius Pro/DaVinci Resolve mit dem praktisch verlustlos arbeitenden Kodierer GV-HQ/HQX durchführen kann, je nach dem ob es sich um 8 oder 10-Bit Videomaterial handelt.

Man kann sich so das beste aus beiden NLE-Welten heraussuchen! 

Mit der Zeit wird sich ergeben, welche Werkzeuge in DVR-14 sich als besonders nützlich für mich noch erweisen werden. Wichtig war mir, dass ich jetzt über einen brauchbaren Roundtrip verfüge.

Die bei DaVinci ausgelobten "fortschrittlichste Farbkorrektur der Welt" auf Basis von "Nodes(Knoten)" ist eine eigene zu erlernende Welt die in den "Nodes" die Möglichkeit bietet Korrekturen durchzuführen. Manche Leute behaupten sogar, die Farbkorrektur und das Grading in DaVinci Resolve 14 liefert qualitativ ein besseres Ergebnis als so manches Videoschnittprogramm mit diesen Funktionen. Das ist aber für mich persönlich eigentlich kein dominanter Vorteil, da ich sehr gut mit der auf "Ebenen" orientierten Farbkorrektur in EDIUS eingearbeitet bin, auch dort lassen sich einzelne Schritte ändern oder zurücksetzen.

Mit der Farbkorrektur und dem Grading der "Primären Farbkorrektur" in EDIUS Pro 8.5x bin ich eigentlich äußerst zufrieden. Ich sehe aber auch, daß DaVinci Resolve 14 da noch etwas mehr leistet in der Kaufversion für 315 €uro.

Im Grunde braucht man aber diese Mehrleistung als 8-bit Videofilmer kaum, da man mit 8-bit Videokameras anstreben muß bereits direkt aus der Kamera optimale Videos zu bekommen weil der nachträgliche Bearbeitungsspielraum nicht groß ist. Ich verwende für solche Aufnahmen gerne den Bildstil "Neutral" mit einer S-Gammakurve(Highligt -2, Shadows +2) und einer Belichtungskorrektur - 1/3 Blende. Damit habe ich maxs viele Details erfaßt und mir die Möglichkeit geschaffen mit der "Primären Farbkorrektur" in Edius noch vorsichtig eingreifen - Überwachung per Waweform -  zu können um Dunstschleier die evtl. über der Aufnahme liegen zu neutralisieren und mehr Brillanz in die Aufnahme einzubringen sowie etwas die Farbstimmung zu beeinflussen ohne allzuviel Detailverlust. Erst mit Videokameras einer höheren Preisklasse mit einem größeren Dynamikumfang von 12-14 EV mit  10-12bit Farbtiefe wird es sinnvoll mehr Grading/Farbexperimente zu unternehmen ohne die aufgenommene Aufnahme durch Banding oder Farbabrissen zu zerstören.
Die Anwendung von ungeeigneten LUTs auf 8bit-Videomaterial kann mehr schaden als nützen, das gilt auch für die Farblooks. Die 8-Bit-Videokamera wie z.B. von Panasonic DMC-FZ300 verfügt wekseitig schon eine fast unüberschaubare Menge an Kameralooks - übernommen von der GH4 - an, die bei dem Hersteller schon optimiert worden sind und kaum noch weiterer Korrekturen bedürfen.

Eigene Tests mit den Versionen 10, 12 und 14 und Recherche Im Internet - siehe Quellen über weitere Infos - haben mir sehr geholfen DaVinci Resolve 14 einzuschätzen und zu beurteilen aus der Sichtweise eines Hobbyvideofilmers. Dafür vielen Dank denjenigen die mir mit Tipps geholfen haben!

Im Falle DaVinci Resolve 14 läuft derzeit bei mir die Echtzeitvorschau über die GeForce GTX 960 CUDA-Grafikkarte mit UHD-Dateien in einem FHD-Projekt mit zwei 40% PIP-Spur darauf flüssig. Will man mehr, muß man in eine neue NVidia Grafikkarte investieren deren Preis höher ist als der Preis von DaVinci Resolve 14, was technisch bei meinem Rechner ohne mit eine neuen CPU aufrüsten durchaus möglich ist was unter dem Strich dann einen Leistungsschub gibt der wohl mit QuickSync der jetzigen IntelGraphics 530 vergleichbar oder höher liegt. Allerdings hat man dann evtl. ein Sorgenkind mit der Hochleistungsgrafikkarte und zwar den Lärm den eine solche Grafikkarte erzeugt, siehe: Sorgenkind Lautstärke(Slashcambeitrag)!: Klick!

In EDIUS laufen über die GPU in der CPU(QuickSync) des Intel i7-6700 Prozessors im FHD-Projekt sogar vier 40% PIP-Spuren darauf flüssig. EDIUS ist also leistungsstärker auf meinem derzeitigen Rechner es bietet aber nicht die Funktionalität von DaVinci Resolve 14 im Color- und Fairlight Arbeitsraum. Ich organisiere die meine Arbeiten mit den beiden Video-Bearbeitungsprogrammen für ein Projekt jetzt so, dass ich leistungshungrigere Prozesse - z.B. die Bildstabilisierung mit Berücksichtigung des Rolling-Shutter Effektes in Echtzeit - in EDIUS Pro 8.5x durchführe. Die zeitlichen Unterschiede bei der finalen Kodierung in MP4 spielen bei mir dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Am Ende des Tages muß man entscheiden ob sich die Zusammenarbeit mit DaVinci Resolve 14 oder gar ein Umstieg für den Hobbyfilmer vom Zeiteinsatz her und der zu erwartenden Qualität und den nötigen Investitionen eigentlich lohnt. Die Lernkurve für DaVinci Resolve 14 liegt hoch. Sinn macht die Einarbeitung meiner Meinung nach nur dann, wenn man einen erheblichen Qualitätsgewinn und eine Zeitersparnis damit erlangt.

Wer sich einarbeiten möchte in das Programm, der sollte sich die oben von mir gelisteten Quellen ansehen und durcharbeiten, zum Beispiel dieses Tutorial hier: Klick!. Damit bleibt es einem erspart in Foren um Auskunft zu bitten und dumme Sprüche von Trollen und arroganten Witzbolden ertragen zu müssen!

Ich wünsche Interessenten für DaVinci Resolve 14 deshalb ein gutes Gelingen bei der Suche nach Ihrer persönlichen Entscheidung!

Gut Ding braucht halt Weile...

Ich selbst bin jedenfalls bei DaVinci Resolve 14 jetzt nach dem Test gut angekommen, bevorzuge aber doch den Videoschnitt In Edius Pro 8.5x!

(c) Bruno Hennek, 08.09.2017, Revision 19.10.2018(Resolve 15)


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© September 2017 Bruno Peter Hennek



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