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Informationen über Polen...

 
Polen - Unser Nachbar im Osten

Politische Debatte über Gedenktafel der Vertriebenen in Würzburg
 
Bedanken wollen sich die Vertriebenenverbände bei der Stadt für ihre Aufnahme nach dem zweiten Weltkrieg auf einer Gedenktafel im Rathaus. Über den Text auf dieser Tafel lassen die Vertriebenen nicht mit sich reden – was SPD und Grüne nicht akzeptieren.
 

So emotional geht es im Ratssaal selten zu: Mit leidenschaftlichen Argumenten und gegenseitigen Beschuldigungen debattierten die Stadträte am Mittwoch über eine kleine Tafel.

Die Tafel soll folgenden Wortlaut haben: „Die Heimatvertriebenen danken der ihnen liebgewordenen Stadt Würzburg. Nach dem Krieg mussten mehr als 14 Millionen Deutsche ihre angestammte Heimat verlassen. Trotz Zerstörung und Not fanden Tausende Vertriebene Aufnahme in dieser Stadt. An die beispiellosen Mühen und Leistungen der Würzburger und der Vertriebenen beim Wiederaufbau soll 60 Jahre nach der Vertreibung diese Tafel erinnern.“

Über diesen Text wurde intern unter Beteiligung aller Fraktionen bereits ein Jahr lang heftig gestritten. Zuletzt hatte ein Kompromissvorschlag von Oberbürgermeisterin Pia Beckmann die Zustimmung der meisten an der Diskussion Beteiligten gefunden.

Doch diesen Vorschlag ergänzte der Kreisvorsitzende des Bund der Vertriebenen, Albert Krohn, unter anderem um den Satz: „Nach dem Krieg mussten mehr als 14 Millionen Deutsche ihre angestammte Heimat verlassen.“ Er kündigte an: Wenn dieser mit den zehn Verbänden abgestimmte Text korrigiert werde, wollen die im Bund der Vertriebenen organisierten Landsmannschaften auf die Tafel verzichten.

Hinweis auf Kriegspolitik

Gerade diesen Satz kritisierten SPD und Grüne. Ohne einen Hinweis auf die Kriegspolitik des Deutschen Reiches sei dieser Satz historisch nicht korrekt, meinten Hans Werner Loew (SPD) und Benita Stolz (Grüne) unisono.

Stolz vermutete sogar, hier werde die Dankbarkeit zum Anlass genommen, eine politische Aussage zu treffen. Die Grünen sahen die Gedenktafel im Rathaus als Bevorzugung des Bundes der Vertriebenen gegenüber anderen Einrichtungen. Das Rathaus sei kein geeigneter Ort dafür.

Loew wollte in den Text aufgenommen haben, dass der Zweite Weltkrieg vom Deutschen Reich begonnen wurde.

Da die Landsmannschaften in Würzburg (organisiert sind im Bund der Vertriebenen die Landsmannschaften der Sudetendeutschen, der Schlesier und Oberschlesier, Ostpreußen und Westpreußen, Danziger, Pommern, Banater Schwaben, Siebenbürger Sachsen und Russland-Deutschen) auf ihrer Tafel aber bewusst nur Fakten nennen und jede Begründung oder Schuldzuweisung weglassen wollen, hielt die OB den Text für „absolut moralisch vertretbar“.

Ursula Weschta (CSU) unterstellte jenen „böse Absicht“, die „in diesen Text etwas hineingeheimnissen wollen“. Joachim Spatz (FDP) empfand die Diskussion über Fragen von Schuld und Ursachen als „traurig“. Er wäre stolz, wenn auch andere Zuwanderer in der Stadt wie Juden einmal einen solchen Dank zum Ausdruck bringen möchten.

Namentliche Abstimmung

Mit namentlicher Abstimmung stimmte der Stadtrat dem Anbringen der Tafel im Treppenaufgang zum Wenzelsaal schließlich mit breiter Mehrheit zu.

Quelle: Main Post vom 27. Juli 2007

Papst Benedikt XVI in Polen

Am 24.Mai 2006 traf Papst Benedikt der XVI auf seiner ersten Pilgerreise in Polen ein. Diese führte ihn in die Heimat seines Vorgängers. Außer Warschau besucht er Wojtylas Geburtsort Wadowice, Krakau, die Stadt seines Wirkens als Kardinal, und Auschwitz. Die Polen scheinen die Botschaft zu verstehen: Laut einer Umfrage sind 55 Prozent der Meinung, Josef Ratzinger sei wie vor ihm Karol Wojtyla „unser Papst“. Ein Besuch Schlesien stand nicht auf dem Programm.

Bei strömenden Regen feierte der Papst am 25.05. auf dem Pilsudski-Platz in Warschau vor rund 300.000 Gläubigen eine Messe. Nach der Messe in Warschau reist Papst Benedikt XVI. in den berühmtem Wallfahrtsort Tschenstochau in Südpolen, wo die Schwarze Madonna verehrt wird. Dem polnischen Volk gilt das Bildnis auf dem Berg Jasna Góra als Nationalheiligtum. Es hat nicht nur religiöse Bedeutung, sondern steht seit mehr als hundert Jahren für den Freiheitswillen der polnischen Bevölkerung.

Papst Benedikt bei der Schwarzen Madonna in Tschenstochau Die goldene Rose als Geschenk des Papstes für die Schwarze Madonna

Über 200.000 Gläubige sollen an der Messe in Tschenstochau teilgenommen haben.

Während des Aufenthaltes des Papstes in Krakau hat die Stadtverwaltung den Verkauf von alkoholischen Getränken im Stadtgebiet untersagt.

Am Abend in Krakau flammten die Gefühle auf, nachdem der Papst mit dem Hubschrauber eingeflogen war. "Krakau grüßt dich, Krakau liebt dich, Krakau dankt dir", riefen die Leute, als sich Benedikt am Fenster der erzbischöflichen Residenz zeigte. Unter dem Jubel der Gläubigen sagte der Papst: "Krakau, die Stadt Karol Wojtylas und Johannes Pauls II., ist auch mein Krakau." Benedikt fügte hinzu: "Ich wollte die Luft seiner Heimat atmen. Ich wollte das Land sehen, in dem er geboren wurde, in dem er aufwuchs und seinen rastlosen Dienst für Christus begann." In Krakau wurde Benedikt auch von Jugendlichen aus ganz Polen am nächsten Tag begeistert empfangen.

Bei seiner vorletzten Station in Krakau hatte Benedikt alle Christen zum Kampf für mehr Gerechtigkeit und Solidarität aufgerufen. Es sei Aufgabe der Christen, "den Armen, den Leidenden, den Ausgestoßenen Hoffnung zu bringen", rief Benedikt rund einer Million Gläubigen bei einer Messe unter freien Himmel zu. An dem Gottesdienst nahmen auch Staatspräsident Kaczynski sowie der Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa teil.

Für viele Polen war der Besuch in Wadowice ein emotionaler Höhepunkt der viertägigen Reise des Papstes nach Polen. «Ich bin voller Emotionen hier in der Geburtsstadt meines Vorgängers», sagte Benedikt vor mehr als 25.000 Gläubigen. Wer das Leben und das Werk Johannes Pauls wirklich verstehen will, der müsse nach Wadowice kommen.

Ein Gruß aus der Menge an den Papst aus Bayern Bei den Franziskanern in Krakau

Die letzte Station der Pilgerreise des Papstes war Auschwitz-Birkenau: Gedenkstätte im früheren NS-Vernichtungslager. Während des Zweiten Weltkriegs kamen dort Millionen Menschen in den Gaskammern sowie durch Hunger, Krankheit oder Zwangsarbeit um. Im Bemühen um die katholisch-jüdische Aussöhnung feierte Johannes Paul II. hier 1979 eine Messe für mehr als eine Million Menschen. Als Kardinal Joseph Ratzinger besuchte Papst Benedikt die Stätte 1980. Benedikt hat dort mit 32 Überlebenden gesprochen und eine Messe gefeiert. Darüber hinaus besuchte er ein Zentrum für Dialog und Gebet, das der Verständigung unter Nationen und Religionen dient.

Ich bin hier um die Gnade der Versöhnung zu erbitten...

Zum Höhepunkt seiner Polen-Reise hat Papst Benedikt XVI. am Sonntag das ehemalige Nazi-Vernichtungslager Auschwitz besucht. Er betrat das Lager durch die Pforte, in der die Nationalsozialisten die Worte "Arbeit macht frei" schmieden ließen, er betete kurz an der Todesmauer und spracht mit 32 Überlebenden Häftlingen des Konzentrationslagers und suchte dann die Zelle des hier ermordeten katholischen Priesters Maximilian Kolbe auf. Anschließend besuchte Papst Benedikt XVI die Mordfabrik von Auschwitz-Birkenau. Benedikt sagte in seiner Ansprache in Birkenau "An dieser Stelle versagen einem die Worte...", "Ich stehe hier als Sohn des Deutschen Volkes, ich musste hier herkommen...", "Ich bin hier um die Gnade der Versöhnung zu erbitten..."...

Angela oder Andzela Merkel?

Die Vorfahren unserer Kanzlerin stammen aus Elbl±g(Elbing) bei Gdansk(Danzig), wie von der Presse berichtet wird. In einem Interview sagte Frau Merkel: "Ich habe auch polnische Anteile in meiner Familie. Manchmal, wenn ich so versonnen oder melancholisch vor mich hinschaue, denke ich, da kommt das Slawische eben durch." Warum hüten Angela Merkel und ihre Verwandten die Familiengeschichte wie ein großes Geheimnis? Mutter Herlind sagt der BZ am Sonntag: "Wir gehen damit nicht hausieren. Aber es stimmt: Ich bin in Elbing geboren. Wir sind 1936 nach Hamburg umgesiedelt." In Hamburg kam Angela Merkel zur Welt...

Merkel kann nur einen polnischen Satz sagen Sie gestand einmal: "Ich kann kein Wort Polnisch." Nur einen Satz habe sie sich gemerkt. Den hat sie einmal im Masuren-Urlaub aufgeschnappt und nie wieder vergessen: "Nie ma jajek" - "Es gibt keine Eier".

Im Bild nebenan: Junge Polinnen feiern Frau Merkel...

Angela Merkel ist Elblags große Hoffnung. Der Bürgermeister sagt: "Durch sie kann Elblag europaweit bekannt werden. Angela Merkel kann helfen, daß sich hier neue Betriebe ansiedeln. Wir brauchen dringend Arbeitsplätze. Denn 39 Prozent sind ohne Job..."

Angela Merkel machte nun Bernd Neumann zum Kulturstaatsminister. Er stammt aus dem westpreußischen Elbing...

Quellen: Twoja Gazeta Nr. 4/52 Mai 2006, Die Zeit, BZ, Wikipedia

Immer mehr polnische Unternehmer zieht es nach Deutschland

Warschau - Seit dem EU-Beitritt Polens zieht es immer mehr polnische Unternehmen nach Deutschland. Inzwischen sind fast 9500 polnische Firmen in deutschen Handelsregistern eingetragen, sagte Lars Bosse, Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Polnischen Außenhandelskammer, am Donnerstag in Warschau. Mehr als die Hälfte dieser Unternehmen ist in Berlin registriert – ein Jahr zuvor waren es noch 1300. Die polnische Botschaft in Berlin geht sogar von bis zu 20 000 polnischen Unternehmen mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Euro aus. Bei der Mehrheit der polnischen Firmen handelt es sich allerdings um Klein- und Kleinstbetriebe. 

dpa, 24.03.2006

Oben stehender Beitrag von uns ist erschienen im "Schlesischen Wochenblatt" Nr. 17 vom 29 IV - 5 V 2005

Der neue Papst aus Bayern - Deutschland

Am 19. April 2005 wählten 115 Kardinäle in Rom den deutsche Kardinal Joseph Ratzinger zum 265. Papst in der Kirchengeschichte. Papst Benedikt XVI ist nach 482 Jahren der 8. Deutsche Papst. Benedikt XV. (1914 bis 1922) war ein Friedenspapst, der in einer zerrissenen Welt Einheit zu stiften versuchte.

„Liebe Schwestern und Brüder, nach dem großartigen Papst Johannes Paul II. haben mich die Herren Kardinäle als einfachen Arbeiter im Weinberg des Herrn zum Diener der Kirche gewählt", sagte Ratzinger auf dem Balkon des Petersdoms.


Aus diesem Ofen links stieg um 17:41 Uhr weißer Rauch von der Sixtinischen Kapelle auf. Um 18:43 Uhr verkündete Kardinal Estevez "Habemus papam"...

Der heute 78jährige Sohn eines Gendarmeriemeisters aus Marktl am Inn hatte schon als kleiner Junge den Wunsch, Kardinal zu werden. Nach Theologie- und Philosophiestudium wurde er 1951 zum Priester geweiht, mit nur 30 Jahren habilitierte er und wurde Dogmatik-Professor an der Freisinger Hochschule. Die Wissenschaft hatte ihn gepackt, später lehrte er in Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg. 1977 wurde er zum Erzbischof von München und Freising berufen, wenig später zum Kardinal.

Papst Johannes Paul II. berief Ratzinger 1981 nach Rom.

Der Friedens-Papst aus Polen 

 

Papst Karol Jozef Wojtyla (Johannes Paul II) ist am 02. April 2005 um 21.37 Uhr im Apostolischen Palast des Vatikan von seinem Leiden erlöst worden... 

Am 16. Oktober 1978 ist Karol Jozef Wojtyla nach über 450 Jahren zum nicht italienischen Papst (264. Papst nach dem Hl. Petrus) gewählt worden.

Mit besonderem Interesse verfolgte ich als Schlesier und mächtig der Muttersprache des Papstes sein Leben und wirken. Im Jahre 1985 begegneten wir Papst Johannes Paul dem II auf dem Petersplatz in Rom. Wir folgten aber auch seinen Spuren in Polen, in Krakau etwa, in Wadowice, am Kalvarienpfad von Kalwaria Zebrzydowska am Rande der Beskiden nur 35km von Krakau entfernt, im Kloster Grüssau, Tschenstochau, Ausschwitz, Oppeln, Breslau oder am St. Annaberg im Oppelner Schlesien dem Wallfahrtsmekka der Oberschlesier schlechthin, einem Heiligen Berg voller Symbolik, Andacht aber auch Tragik. Hier haben die Deutschen und Polnischen Schlesier ihre Mahnmale stehen.

Am 13. Mai 1981 versuchte der Türke Ali Agca bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz, den Papst zu ermorden. Er traf ihn mit mehreren Schüssen aus einer Pistole und verletzte Johannes Paul den II. schwer.

Früheste Bemühungen des Papstes um die Überwindung trennender Gräben zwischen Polen und Deutschen reichen zurück in seine Amtszeit als Erzbischof von Krakau. Karol Wojtyla gehörte 1965 zu einer Gruppe von polnischen Bischöfen, die mit ihren deutschen Amtsbrüdern zur Versöhnung von Polen und Deutschen aufriefen. Ihr Briefwechsel mit der gegenseitigen Bitte um Vergebung war eine Sensation, denn das deutsch-polnische Verhältnis war damals noch von den tiefen Wunden der Kriegs- und der Nachkriegszeit schwer belastet.

Die Deutschen verleihen dem Papst den Karlspreis

In außergewöhnlicher Weise lebte dieser Papst die europäischen Werte vor, die von der Antike über die Aufklärung im Mittelalter bis heute geprägt worden sind. Werte wie Frieden, Freiheit, Demokratie, Brüderlichkeit und Mitmenschlichkeit haben das Wirken dieses Papstes über 25 Jahre begleitet. Zudem hat dieser Papst maßgeblich dazu beigetragen, den eisernen Vorhang zu beseitigen. Dabei seien besonders seine Polenreise im Jahr 1979 und die politischen Reden vor dem Europarat und Europaparlament zum Thema Kalter Krieg zu erwähnen. Mit seiner spektakulären Unterstützung für die Gewerkschaft "Solidarnosc" in den 80er-Jahren trug der Papst entscheidend zum Ende des Warschauer Pakts bei. Der Papst förderte den interreligiösen Dialog, da sich unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahren stark verändert hat. Das Aachener Karlspreis-Direktorium zeichnete den Papst am 24. März.2004 für seine besonderen Verdienste um die europäische Einigung aus.

Papst Johannes Paul II. nahm nur selten weltliche Ehrungen an. Auch Angebote für Ehrendoktorhüte an das Kirchenoberhaupt behandelt der Vatikan in der Regel zurückhaltend.

Dennoch ist der Papst aus Polen inzwischen unter anderem Ehrenbürger von Rom und Warschau, Ehrendoktor der Katholischen Universität Lublin und der Universität Oppeln sowie der Akademie für Agrarwissenschaften in Warschau, juristischer Ehrendoktor der staatlichen römischen Sapienza-Universität und Träger der Großen Medaille in Gold der Academie Française. Bereits als Krakauer Erzbischof erhielt er die Ehrendoktorwürde der Mainzer Universität.

1993 verlieh ihm damalige Staatspräsident Lech Walesa den höchsten polnischen Orden, das Verdienstkreuz des Weißen-Adler-Ordens. Zuletzt erkannte ihm im Dezember 2003 das Simon-Wiesenthal-Zentrum den "Humanitarian Award" für seine lebenslange Freundschaft zum jüdischen Volk zu, und der US-Kongress ehrte ihn 2001 wegen seiner Verdienste um die Menschheit im 20. Jahrhundert mit der nur selten vergebenen Goldmedaille des Kongresses.

Papst Johannes Paul II und der Oppelner Bischoff Nosol zusammen mit
einer Million Menschen auf dem St. Annaberg am 21. Juni 1983

Der Papst bot im Vorfeld des Irak-Krieges 2003 der säkularen Weltmacht USA die Stirn, auch wenn er diesen Krieg nicht verhindern konnte. Es stellte sich erst später heraus, dass die Powell-Präsentation vor dem Sicherheitsrat auf gefälschten Grundlagen basierte und so der Krieg nach dem Völkerrecht als eine demokratische Handlung gerechtfertigt werden ist.

Im Rahmen seiner 104 Auslandsreisen war der Papst drei Mal in der Bundesrepublik (1980, 1987 und 1996) zu Gast. Kein anderer im öffentlichen Leben wirkender Pole hat je solch herausragende Leistungen für ein besseres und gut nachbarschaftliches Verhältnis zwischen Polen und Deutschen vollbracht. 

Er war der größte Sohn seines Landes der Zeit nach dem letzten Weltkrieg.

Hätte der Papst tatsächlich die Großversammlung zu seinen Ehren gesehen, wären ihm sicher einige Szenen aufgefallen, die er zu den Erfolgen seines Lebens zählen kann. Mit Freuden hätte er unter den 200 Staatsrepräsentanten aus aller Welt auch Präsidenten von muslimisch geprägten Staaten und auch von Israel gesehen, und er hätte mit Wohlgefallen beobachtet, wie Präsident Mosche Katzav aus Israel und der syrische Präsident Baschar al-Assad einander die Hand gereicht haben und wie auch der iranische Präsident Mohammed Chatami und das Staatsoberhaupt Israels freundlich miteinander gesprochen haben. Die Staaten unterhalten keine diplomatischen Beziehungen, aber am Sarg von Johannes Paul II. haben ihre führenden Männer menschlichen Kontakt zueinander gefunden. Das waren historische Momente und einzigartige Begegnungen.

Dieser Papst ist über alle Religionsstreitigkeiten und Reformkonflikte hinweg ein Weltsymbol für den Wunsch nach Frieden geworden, ein Missionar im höchsten Sinne.

In einem dieser beiden Kondolenzbücher aus Deutschland ist auch meine letzte Ehrung für diesen Papst zusammen mit 8000 weiteren Beiträgen abgedruckt worden. Die beiden Kondolenzbücher sind nach der Beerdigung vom 08. April 2005 von Monsignore Dr. Marek Zalewski, Stellvertreter des päpstlichen Gesandten in Deutschland, dem Vatikan übergeben worden.

Papst-Briefmarken

Papst Marke der DDR zum 70. Geburtstag 1990 Anfang der 80er Jahre war die Situation der Polen gekennzeichnet von der Ausrufung des Kriegszustandes. In der Internierungslagern mit tausenden inhaftierten Solidarnosc-Mitgliedern entstanden in dieser Zeit Entwürfe für briefmarkenähnliche Vignetten. Aus den schlichten vorhandenen Mitteln fertigten Häftlinge Stempel, die nach draußen geschmugelt worden sind.

Quelle: "Deutschland und Polen im 20. Jahrhundert", Landeszentrale für politische Bildung.


Eine Briefmarke erinnert in Deutschland an den verstorbenen Papst Johannes Paul II. Die 55-Cent-Marke (Foto), die seit dem 12. Mai 2005 erhältlich ist, zeigt das Kirchenoberhaupt, auf seinen Hirtenstab gestützt, sowie die Lebensdaten 1920-2005.

08. April 2005, 21. Mai 2005, BPH

Informationsquellen über Polen

Tu was!

Es gibt unterschiedliche Quellen um sich z.B. auch über das Deutsch-Polnische Verhältnis zu informieren. Nachfolgend gebe ich Ihnen einige Beispiele:

DIALOG, Deutsch-Polnisches Magazin 
Vositzende des Kuratoriums: Rita Süßmuth (mdB)
Deutsch/Polnisch

Schlesischer Kulturspiegel
Herausgeber: KulturWerk Schlesien in Würzburg
Deutsch

Twoja Gazeta
Zeitung für polnischstämmige Bewohner in Deutschland
Polnisch mit einigen deutschsprachigen Beiträgen
Von dieser Zeitung ist mein Reisebericht in voller
Länge im Original abgedruckt worden.

Schlesisches Wochenblatt
Erste deutschsprachige Zeitung für die Deutsche Minderheit
in Polen. Diese Zeitung wird vom Außenministerium der Bundesrepublik
Deutschland und vom Ministerium für Kultur und Kunst der
Republik Polen finanziell unterstützt.
In dieser Zeitung sind schon ein Beitrag von mir
veröffentlicht worden.

Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit
in Gleiwitz und Oppeln

Homepage zum
Deutsch-Polnischen Jahr

Aus der Korrespondenz mit Frau Prof. Dr. Gesine Schwan

Deutsche und Polen
Beiträge der ARD zum Geschichtsbewusstsein

Deutsch-Polnisches Jahr 2005/2006

Polen und Deutsche haben sich gegenseitig viel zu sagen, und berücksichtigt man die gemeinsame Zukunft in der Europäischen Union, haben sie sogar die Pflicht, so intensiv wie möglich miteinander zu kommunizieren. Von der Qualität dieses Dialoges hängt es ab, ob wir uns verständigen können.

Das Interesse war groß, als am 4. März Bundesaußenminister Joschka Fischer und sein polnischer Amtskollege Adam Rotfeld in Warschau der Presse zusammen mit den beiden Koordinatorinnen für die deutsch-polnische Zusammenarbeit, Gesine Schwan und Irena Lipowicz, die gemeinsame zweisprachige Internetseite vorstellten.

Homepage

 

Ausgabedatum: 06.04.2005, 27. 05.2006, Bruno Peter Hennek

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Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.

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