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Ohne Schuld von der Roten Armee erschossen...

 

Tod für Schalkendorfer Männer am Posten 27

Am 16 Januar 1945 besetzten die Rotarmisten meinen Heimatort Alt-Schalkendorf.

Bei den Kampfhandlungen ist ein hoher russischer General gefallen. Man hat ihn in einem offenen Sarg durch unser Dorf getragen um die Bewohner Schalkendorfs damit zu konfrontieren. Am 26. Januar 1945 trieb man dann alle Männer des Dorfes zusammen und zählte willkürlich die Reihen durch und brachte die Männer in verschiedene Richtungen weg. Eine Gruppe aus acht Männern trieb man in Richtung Chroscicki Mlynek hinter das Bahngleis am Eisenbahnposten 27, stellte sie dort an einem Weggraben und tötete sie per Genickschuß.

Pater Hubert Fautsch, aus Alt-Schalkendorf stammend und zeitweise in der Mission in Neu Guinea tätig, ließ später dort an der Stelle der Erschießung der Männer aus Schalkendorf ein Kreuz aufstellen mit dem Text: "Zur Erinnerung der Zivillpersonen, Opfer der " und darunter eine Liste der Namen der ermordeten Männer...

Bild 1: Eisenbahnposten 27 an der Bahnstrecke Poppelau (Popielow) und Ruttenau (Chroscice) auf Schalkendorfer Gebiet.

Bild 2: Die Gedenktafel mit den Opfern...

Ich habe diese Stelle im Mai 2007 besucht. Ich dachte in diesem Augenblick an meinen Vater der uns 1944 am Bahnhof in Oppeln verabschiedete um mit seiner Einheit zum Einsatz an der Ostfront in Moldavien zu fahren.

 

Ich dachte in diesem Augenblick auch an die vielen Lügen auf deren Grundlage Kriege ausgebrochen und geführt worden sind und immer noch geführt werden. 

Die Schalkendorfer haben den Platz für das Mahnmal im Mai 2007 ausgemessen, eine Gruppe aus Deutschland will die Einzäunung dieser Stelle mit einem schmiedeeisernen Zaun finanzieren.

Würzburg den 28. Mai 2007, Bruno Peter Hennek

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Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.

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