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Griechenland 2010...

 

Studienreise: Wo die Götter menschlich waren

Griechenland, antike Orte, Inseln, Sirtaki
September 2010 

On the road again...

Da wir 2008 und 2009 unsere Reisegruppentauglichkeit bereits bewiesen haben, planten wir für 2010 eine neue große Studienreise, diesmal haben wir uns am 12.01.2010 schon für die Wohnmobilreise nach Griechenland aus dem Angebot von WeWo-Tours angemeldet. Im Mai stellte sich heraus, dass WeWo zu wenige Teilnehmeranmeldungen hatte und deshalb die Reise wirtschaftlich nicht durchführbar war. Andererseits fehlten dem Zusammenarbeitspartner SIWA-TOURS noch einige Teilnehmer und so ist vorgeschlagen worden die Interessenten zusammenzulegen und mit SIWA-TOURS nach Griechenland zu fahren. Wir haben dieser Lösung zugestimmt, es geht also mit einer kleinen Wohnmobilgruppe bestehend aus 9 Wohnmobilen incl. Reiseleitung nach Griechenland. Möglicherweise  lag die schleppende Anmeldung von Interessenten an den im Frühjahr in Griechenland ausgebrochenen Unruhen wegen der drohenden wirtschaaftlich-finanziellen Staatspleite die von der EU aufgefangen worden ist, jedoch für die Griechen auch einen massiven Einkommensverlust auslöste.

Geplanter Reiseverlauf in Griechenland

Die Reise beginnt am 11.09. in Ancona und sie endet am 03.10. im Fährhafen von Venedig. Der Fährhafen Ancona in Italien ist uns schon bekannt, da mir im Jahre 1990 von dort aus nach Korfu aufgebrochen sind, damals noch mit dem PKW und einem 6 PS Motorboot auf dem Dachgepäckträger. In Venedig waren wir im Jahre 1984 auf Kurzbesuch von Südtirol aus, jetzt werden wir natürlich die Gelegenheit für einen zweiten ausgiebigen Besuch nutzen.

Reiseroute: 23 Tage Griechenland am Peloponnes und Festland

reiseroute griechenland

Streckenverlauf in Griechenland = 2000 km mit Start in Patras.

Vor der Reise

Vor einer solchen Reise ist ein Werkstattbesuch natürlich Pflicht. An unserem Fahrzeug mußte der Auspuff geschweißt werden und bei der Gelegenheit erfolgte auch ein Ölwechsel. Drei Wochen davor ist  und die Lichtmaschine  ausgefallen, zum Glück/Pech noch hier in Würzburg  nach dem wir gerade  aus Polen  zurückgekehrt sind. Für die "Kleinigkeit " von ca. 800 Euro haben wir eine nagelneue Lichtmaschine bekommen. Für mehr Komfort bei solchen Reisen habe ich noch zwei zusätzliche Schränkchen in unseren EXSIS eingebaut. Die grüne Versicherungskarte liegt natürlich bereit, auch die Personalausweise  sowie allerhand Kartenzeuchs für das nötige Reisegeld und  für das Campen auf der Zu- und Abreise  der Fährenhäfen. 

Unser Navi haben wir schon im April auf den neuesten Kartenstand gebracht was wichtig ist, da wir diesmal von unserem Reiseverantalter Koordinaten der Zielpunkte bekommen. Zur exacten Umrechnung der Zielkoordinaten führen wir noch meinen alten wissenschaftlichen SHARP EL-520D Taschenrechner mit in dem die Umrechnung bereits vorprogrammiert ist.

Im Juli erhielten wir von SIWA die Anfahrtbeschreibung zum Hafen in Ancona. Es stellte sich heraus, dass die Informationen falsch waren, da die Abwicklung im Hafen laut Internet bereits 2009 geändert worden ist. Wir baten SIWA um Korrektur, ferner wünschten wir noch die Zusendung der Tagespläne zur Information und eine Kopie der Gruppen-Reiseversicherungspolice. 

In der zweiten Augustwoche, also noch rechtzeitig vor der Abreise, sandte uns SIWA-TOURS die Tagespläne zu. Nun ist es uns möglich genauer auf die Ereignisse vorzubereiten, vor allem auch für die zur freien Disposition stehenden Tage. Heutzutage ist ja eine solche Vorbereitung per Internet von zu Hause aus kein Problem mehr wenn man die Zielorte kennt. 

Zur Diebstahlsicherung unserer Papiere und des Geldes liegen Brustbeutel, Gürteltasche und per Kettchen am Hosengürtel zu sichernder Geldbeutel für das Handgeld bereit. 

Die Hinfahrttour nach Ancona und Rückfahrttour von Venedig aus lassen wir unter Berücksichtigung geringst möglicher Mauthzahlung vom ADAC ausarbeiten. Erstes private Treffen mit der Reiseleitung wird auf dem CP San Marino-Centro Vacanze stattfinden den auch die Reiseleitung zwei Tage vor der Abreise in Ancona ansteuert.


Bilder- und Video-Galerie ab Tour-Start

Reisebericht:

In San Marino trafen wir SIWA-Reiseleitung, die nun schon die sechste Griechenlandtour mit uns zu führen beabsichtigte und wie sich folgend auch herausstellte über sehr viel Erfahrungen verfügte. Von der Reiseleitung erhielten wir einen neuen Satz der Tagespläne und zusätzlich eine Beschreibung der Tagestrecken sowie verschiedene Zusammenstellungen zur Geschichte Griechenlands.

Die Tagesstreckenbeschreibung war für uns nicht optimal, weil unser Tacho um  etwa 10% nach unten abwich von den angegebenen Wegpunkten und somit viel Konzentration auf die Strecke vom Beifahrer gefordert war. Der Fahrer selbst kann ja eine solche Beschreibung während der Fahrt nicht mitlesen. Koordinaten haben wir nur von den Campingplätzen bekommen, diese waren aber nicht immer korrekt, in einem Fall mit ganz erheblicher Entfernungsabweichung. Darüberhinaus sind die Koordinaten unglücklich aufgenommen worden, z.B. vom Stellplatz irgendwo auf dem Campingplatz. Zuverlässig wären aber die Koordinaten am Schnittpunkt der Strassenkante zur Campingplatzeinfahrt gewesen. Das Navi konnte nicht ermitteln, von welchem Strassenschnittpunkt aus die Ziele zu erreichen waren und in einem Fall führte uns die Koordinatenvorgabe zu einer falschen Campingzufahrtseite auf sehr engen Strassen mit entsprechenden Problemen für größere Fahrzeuge.

Es stellte sich ferner heraus, dass die mit den SIWA-Reiseunterlagen gelieferte Strassenkarte im Maßstab von 1:750 000 zu wenig Details für die Strecken hergab. Wir mußten uns eiligst einen weiteren Kartensatz in Olympia kaufen im Maßstab 1:425 000. Da wir auf unserem Notebook auch den ADAC -Reiseplaner installiert haben, konnten wir uns die Zielpunkte genauer ansehen und auch ausdrucken, z.B. für die Meteora-Tour mit dem Wohnmobil. Seitens SIWA gab es für die Zielpunkte keine Detailkarten. Besonders für den Besuch in Athen haben wir nur sehr dürftige Prospekt-Unterlagen erhalten. Auch für diesen Fall haben wir aber vorgesorgt in dem wir schon in Würzburg einen Athen-Reiseführer /4/ uns angeschafft haben, auch mit Plänen vom U-Bahn Netz.


Trailer vom Reisefilm zur Griechenlandtour 11/2010

Es gibt Reisen die kann man erst im Nachhinein begreifen, schrieb mal jemand. 
Dem muss man zustimmen, denn die Nachverarbeitung vertieft erst das vor Ort erlebte und sichtbare. Insbesondere die Beschäftigung mit der Filmerstellung von dieser Reise bestehend aus Videos und Digitalbildern zwingt einen die Eindrücke zu der besuchten Örtlichkeit zu verbinden. Alles andere tritt dann in den Hintergrund, etwa die Ungewissenheit angesichts der Streiks dort ob man immer problemlos Kraftsoff an den Tankstellen bekommen würde (tatsächlich hatten einige Tankstellen keinen Diesel vor Ort), oder leere Bank-Geldautomaten von denen man kein Bargeld abheben konnte und andererseits in einigen Supermärkten keine Kreditkarte akzeptiert worden ist während unserer Tour. 

Bei dem Fähren-Transport von Ancona nach Patras gab es bei MINOAN LINES kein Camping an Bord, erst bei dem Rücktransport von Igoumenitsa nach Venedig. Die auf der Hinfahrt zugeteilte Innenkabine war sauber und geräumig, die Sanitärzelle war ebenfalls OK. Auf der Rückfahrt gab es Camping an Bord mit eigener Stromversorgung. Unangenehm war, dass Hundebesitzer mit Ihren Hunden Haufen gesetzt und nicht weggeräumt haben zum Teil, den Urin der Hunde haben die Hunde-Eigner ebenfalls nicht weggeräumt.

Patras

Rio-Andirrio-Brücke bei Patras

Der erste Eindruck von Griechenland nach der Ankunft in Patras und Fahrt zum CP Fournia Beach bei Kastro Killini hat sich natürlich besonders eingeprägt, links und rechts der Autostrasse war fast alles voller Plastikabfall. Es gab später durchaus auch saubere Strecken im Lande, an den Hängen der Parkbuchten aber ebenfalls wieder alles voller Müll und Plastikabfall. Die Griechen halten ihre einmalig schöne Natur-Landschaft nicht sauber! Schade eigentlich für ein Land, welches den Anspruch erhebt die Wiege der Kultur für Europa gewesen zu sein.

Müll am Strassenrand

Stolz zeigen die Griechen ihre antike Kultur, gefundene Schätze aus den Ausgrabungen werden in vielen reich bestückten Museen gezeigt und die Ausgrabungsstätten kann man gut organisiert besichtigen und bestaunen. 

Wir begannen unsere Tour mit sehr angenehmen Mitreisenden auf Peleponnes bis zum Kanal von Korinth. Nach dessen Überquerung begann dann die Festlandtour über Delphi, das Meteora-Gebiet und durch die Visko-Schlucht bis zum Hafen Igoumenitsa von dem aus wir mit der MINOAN-Fähre Griechenland wieder verlassen haben.

Was wir auf unserer Tour nicht sahen, waren die typischen Postkartenmotive mit weißen Häusern und blauen Fenstern und Türen, das findet man wohl eher auf den griechischen Inseln. Unsere Tour war eher von antiken Sehenswürdigkeiten aus Stein geprägt mit vielen verstümmelten Figuren ohne Kopf, Arm, Bein etc. sowie zusammengefallenen Gebäuderuinen einer längst vergangenen Epoche. 

Olympia

Olympia

Ein Höhepunkt am Anfang unserer Besichtigungstour war zweifellos Olympia welches uns von der griechischen Fremdenführerin Maria fachlich vorzüglich näher gebracht worden ist. Weitere Höhepunkte waren das byzantinische Mestras, später dann Epidauros mit dem antiken Theater welche über eine ganz besondere Akustik verfügt. Die exzellente Akustik wird vermutlich von der gewölbten Form der Sitzsteine erreicht. Selbst in der obersten Sitzreihe der 14.000 Zuschauer fassenden Theaters kann man hören wenn am Spielort eine Münze fällt. Hier bin ich von Aufsehern fast abgeführt worden als ich es mir selbst erlaubte ein kleines Stück der Ode "An die Freude" per Mundharmonika vorzuspielen. Man darf dort allerdings vom Zentrum des Bühnenringes aus theatralisch etwas vortragen oder singen... Stephanos, ein weiterer griechischer Fremdenführer brachte uns die Geschichte von Epidauros, dem Kanal von Korinth, das antike Akrokorinth auf dem 575m hohen Tafelberg und Athen fachlich vorzüglich näher. Leider schweifte er allzugerne in Nebensächlichkeiten ab was alles doch sehr zäh in die Länge zog. Besonders gefallen hat mir auch Monemvassia, das "Gibraltar Griechenlands", welches grandios am Fuß eines 300m hohen Felsens liegt mit engen Gassen, byzantinischen Kirchen und idylischen Tavernen. Immer wieder hat man dort zwischen den Steinhäusern einen schönen Blick auf das Mittelmeer. Nicht teilnehmen konnten wir wegen einer kurzzeitigen fiebrigen Erkrankung meiner besseren Hälfte an der Besichtigung der Höhlen von Spirou Dirou, dem Wehrdorf Vathia und der Südspitze von Mani (Kap Tenaro).

Weitere Bilder folgen noch...

Auf den Tagesstrecken ist man entweder alleine oder zusammen mit einem oder höchsten zwei weiteren Fahrzeugen unterwegs gewesen, je nach dem wie man sich vor dem Start abgesprochen hat. Die Tagestour zum nächten Campingplatz hat man selbst gestaltet auf der Grundlage der Tagespläne und Hinweise der SIWA-Reiseleitung die es am frühen Morgen vor dem Start am Campingplatz in einer kurzen Erklärung. Zum Beginn der Tour gab es einen Auftritt von einer vierköpfigen Volkloregruppe auf unserem Campingplatz mit greichischen Tänzen und Musik dazu aus einem schrecklichen "Blech-Lautsprecher-Eimer". Einige aus der Reisegruppe wagten dann auch eine lustige Tänzcheneinlage.

Etwas zu kurz kam die Zahl der gemeinsamen Restaurantessen während der Reise, dies führte dann mehr oder weniger zur Einzelgruppenbildung an den Abenden, wobei wir uns der "Ouzo-Gruppe" - die größere Mengen des Getränks unterwegs orderte - nicht unbedingt mit Mineralwasser anschliessen wollten. Das angekündigte berühmte "Salatbuffet à la SIWA" mit Rotweinspende haben die Frauen/Männer der Reisegruppe selbst angerichtet...

Die Campingplätze waren alle in Ordnung, am schönsten waren von der Lage her natürlich die CP am Meer wo man auch baden konnte. Viele CP hatten auch einen eigenen Swimmingpool den man ebenfalls benutzen konnte. Lebensmitteleinkäufe erledigten wir während der Tagetour in bekannten Lebensmittel-Supermärkten, da man dort alles zusammen hatte was benötigt worden ist. Einige Engpässe in der Lebensmittelversorgung gab es wegen des langanhaltenden Streiks der Spediteure die in langen LKW-Schlangen an den Hauptstrasse uns immer wieder begegneten mit Beobachtung durch die Polizei.

Der erste Höhepunkt auf dem Festland war zweifellos Athen. Die Besichtigung unter der Führung von Stephanos führte uns zum Nationalmuseum und natürlich auf die Akropolis per Bus. Ohne Zweifel waren das natürlich die Höhepunkte in Athen, die Akkropolis und das Nationalmuseum. Zum Aufenthalt der Altstadt hatten wir keine Lust als wir einen kleinen Blick in die Gassen geworfen haben und uns das Gedränge dort nihct gefallen hat und wir auch keinen Diebstahl persönlicher Sachen riskieren wollten. Die Rückfahrt zum Campingplatz per U-Bahn und Bus mußten wir auf der Grundlage dürftiger Unterlagen und Erklärungn der Reiseleitung selbst durchziehen, was uns überraschned doch sehr sicher gelungen ist, auch wenn wir zum ersten mal in Athen waren und keine Ahnung von dem öffentlichen Verkehrsablauf hatten. So ermutigt mit öffentlichen Verkehrsmittel durch Athen zu reisen, sind wir den nächsten Tag in einer kleinen Gruppe mit sechs Personen zum Besuch des schönsten Hafens (Mikrolimano) von Piräus aufgebrochen. Der Ausflug hat sich gelohnt, an der Kaimauer waren viele Fischerboote und Yachten vor den Cafees und Tavernen versammelt. Das war etwas für das geistige Auge. 

Ein weiterer Höhepunkt auf dem Festland Griechenlands war Delphi mit Museum. Wieder hatten wir schönstes Wetter bei der Besichtigungstour. Toll auch der Blick vom CP Apollon aus. Der 17.Tag unsrer Reise führte uns dann in das Gebiet der "hängenden Klöster" im Meteora-Gebiet. Schon bei den Anfahrt nach Kastraki zum CP Vrachos machen wir auf eigene Faust eine Tour durch das Gebiet mit den Meteora-Klöstern. Fantastische Ausblicke bieten sich uns in die Schluchten, auf die Feslsgruppen und die daran "geklebten" Klöster. Der CP liegt sehr schön unterhalb der Klosterfelsen, mit einem schönen Blick auf diese Felsen wo man sogar waghalsige Kletterer bei der Felsbezwingung beobachten konnte. Nächsten Tag fuhren ir dann nocheinmal mit dem Bus zu den Klöstern, diesmal mit einer griechischsprachigen Fremdenführering und einem Mädel welches die Erklärung einigermaßen für uns übersetzen konnte. In den Klöstern selbst durfte man nicht Filmen oder Fotos machen. In den griechischen Musseen konnte man das ohne Probleme machen, nur auf den Blitz mußte man verzichten, ohne Zusatzgebühr. Am Ende der Klostertour stand dann noch die Besichtigung einer Ikonen-Werkstatt an in der auch unsere Übersetzerin arbeitete.

Am 19.Tag erreichten wir Ioanniina und den CP Limnopoula am See. In den See werden Jahrelang ungeklärte Abwässer geleitet, er ist deshalb stark grün veralgt. Davor ahben wir bei Regel und in Nebelwolken Griechenlands höchten Pass mit 1705m mit unseren Fahrzeugen bezwungen. Mehrmals suchten gefährlich aussehende verwilderte Haushund-Gruppen Kontakt zu uns um zu sehen ob etwas für sie abfällt. Schwierigkeiten haben wir keine bekommen. Auf der Seeinsel Nisi begegnen wir nach einer Schiffstour Ali Pascha der es durch Mord und Intrigen bis zum Pascha brachte und später auch selbst ermordet worden ist. Sehr lohnenswert war auch der Spaziergang dort auf der Insel hinsichtlich Vegetation und Bebauung.

Von Ionanina starteten wir einen weiteren Ausflug, diesmal zu der Vikos-Schlucht. Hier besichtigten wir Steinbrücken aus osmanischer Zeit. Es schloß sich eine Wanderung zum Vikos-Balkon mit einem atemberaubenden Blick in die bis zu 700m tiefen Schlucht die etwa 15km lang ist. Dieser Ausflug war für Naturliebhaber wie uns sehr sehr lohnenswert!

Am 22.Tag fuhren wir zu unserer letzten Station CP Kalami Beach in der Nähe von Igoumenitsa. Hier konnte man sich noch generieren mittels Baden im Meer, hier feierten wir auch den Abschluß der Reise bevor es dann auf die MINOAN-Fähre ging, diesmal mit Camping an Bord. Am frühen Morgen, noch bei Dunkelheit reisten wir zum Hafen an. Sogleich bemerkten wir außergewöhnliche Aktivitäten von Polzisten in Zibillkleidung die hier und dort Männer aufgriffen die sich offensichtlich illegal auf Schiffe schmugeln wollten. Die Polizisten mochten es überhaupt nicht dabei fotografiert oder gefilmt zu werden, sie haben unsere Versuche in dieser Richtung gleich unterbunden mit dem Hinweis, dass sie uns sonst ins Büro mitnehmen würden und uns ein wenig durch Befragung aufhalten würden. Das wollten wir natürlich nicht, schließlich wollten wir pünklich am nächtsen Tag im Hafen von Venedig einlaufen.  Auf diesen Tag am 4. Oktober fiel ja unser 41.Hochzeitstag den wir dann dort in Zweisammkeit feiern wollten.

Es gibt Reisen die kann man erst im Nachhinein begreifen!

Bruno Peter Hennek, im November 2010

Nachtrag vom Juni 2011:

Griechenlands Auslandsschulden belaufen sich derzeit auf ca. 330 Milliarden Euro.

Bereits im Mai vergangenen Jahres sprang die EU finanzschwachen Ländern bei. Damals wurde eine Summe von 750 Milliarden Euro bereitgestellt, um die Zahlungsfähigkeit mehrerer Mitgliedstaaten zu sichern. Doch Griechenland war damit nicht dauerhaft geholfen. Die EU beschloss nun ein zweites Rettungspaket in Höhe von 120 Milliarden Euro. Griechenland stehen ferner für den Zeitraum 2007 bis 2013 gut 20 Milliarden Euro aus dem Strukturfonds der EU zu. Gerade mal fünf Milliarden sind bisher abgerufen worden. Die Verwaltung ist unfähig, geeignete Projekte auf die Beine zu stellen und Anträge richtig auszufüllen. Was exportiert Griechenland eigentlich? Textilien, Bekleidung, Nahrungsmittel und Erdölprodukte. Griechenland importiert aber ein höheres Volumen als es exportieren kann. Der Schuldenberg steigt deshalb ohne Ende. Seit mehr als einem Monat protestieren die unzufriedenen Griechen gegen die regierenden Sozialdemokraten wegen der nötigen Einsparungspolitik. Premier Giorgos Papandreou hat mehrere Minister entlassen und die Vertrauensfrage überstanden. Selbst wenn alle Götter zusammen vom Olymp herabsteigen würden, würden sie die armen Griechen wohl kaum noch vor der Staatspleite retten können. Seit dem Ende der Militärdiktatur 1974 besteht in Griechenland ein Zwei-Parteien-System, das keine wirklichen demokratischen Optionen bietet. Die beiden Parteien bilden eine Staatsverwaltung, in der Korruption und Vetternwirtschaft blühen. Nun richtet sich in Athen die Wut der Protestierer gegen die Deutschen, man ist der Meinung Deutschland hätte bisher zu wenig geholfen. Ein Schuldiger an der Misere ist scheinbar gefunden. Wieder einmal muss der Zahlmeister der Europäischen Union herhalten – auch moralisch und nicht „nur“ mit Geld: Angela Merkels Aussage, wonach Griechen sich daran gewöhnen müssten, länger zu arbeiten, wollen die stolzen Hellenen so nicht hinnehmen. Was liegt da näher, als auf die nationalsozialistische Vergangenheit Deutschland hinzuweisen? Nichts. In Deutschland scheint das niemanden zu stören, im Gegenteil: Unter der Regie des Finanzministers Wolfgang Schäuble wird die Bundesrepublik ihre Haftungen für den Rettungsschirm nahezu verdoppeln. Bereitwillig wird Steuergeld verschenkt und versenkt. Beleidigungen werden stillschweigend hingenommen. Kosten der Griechenlandrettung für Deutschland, wenn Griechenland irgendwann zwei Drittel seiner Schulden nicht zurückzahlen kann (nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung): 38 Milliarden Euro. Rein rechnerische Kosten der Griechenlandrettung für jeden Deutschen nach einem sehr pessimistischem Szenario: 465 Euro

Sokrates: Wenn wir all unser Unglück auf einen gemeinsamen Haufen legten und dann jeder davon einen gleich großen Teil wieder an sich nehmen müßte, so würden die meisten Menschen zufrieden ihr eigenes Unglück zurücknehmen und davongehen.

Bruno Peter Hennek, im Juni 2011

Fremdenverkehrsämter, Infos, Campingplätze im Internet

Wichtige Links

Literatur:

/1/ Meteora: Die heiligen Felsen und ihre Geschichte

/2/ Baedeker "Griechenland", ISBN 978-3-8297-1111-1

/3/ Tagespläne von SIWA-Tours

/4/ Marco Polo "ATHEN" mit Cityatlas, ISBN 978-3-8297-0365-9

/5/ Marco Polo "VENEDIG" mit City-Atlas, ISBN 978-3-8297-0585-1


Januar 2010, 22.11.2010
Maria und Bruno Hennek

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Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.

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