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Stadtteil
Dürrbachau in Würzburg
Roßberg,
Öhlberg und Pfaffenberg

Bild: Würzburg-Duerrbachau-West,
aufgenommen vom Noell-Haus aus 03/2003, (c) BPHennek
Am
nordwestlichen Rand der Stadtgrenze von Würzburg an der B27, noch vor
Veitshöchheim, findet man die Dürrbachau, den kleinsten
Stadtteil von Würzburg, bezogen auf die Einwohnerzahl.
Gleich,
wenn man an der berühmten Weinlage "Würzburger Stein"
zwischen dem Main und der Steinburg vorbeikommt wird auf der rechten
Seite die auffällige Rund-Kuppelkirche Hl. Geist sichtbar, die
-
durch städtebauliche Schwierigkeiten - mitten im Industriegebiet liegt.
In dieser Kirche, die 1956/57 gebaut worden ist, ist ein schönes
modernes Christusbild und der Raum hat durch die braun/roten
Ziegelsteine eine angenehme Atmosphäre. Gegenüber ist das Pfarrhaus
und rechts anschließen Räumlichkeiten für einen Kindergarten. Dort
waren vor einige Zeit auch zwei Klassen Grundschule unterbebracht
worden, als in diesem Stadtteil noch mehr junge Familien mit Kindern da
waren. Zwischenzeitlich vergreist die Gemeinde, da die Häuslerbauer älter
geworden sind.
Die Stadt Würzburg spendierte diesem vergessenen Stadtteil
vor einigen Jahren erst; weiße
Ausfahrtschilder von der B27 aus, damit wenigstens die Würzburger die
dort wohnenden Dürrbachauer besser auffinden können.
Panorama Dürrbachau West
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Panorama anzusehen
Die
Dürbachau besteht rechts der Veitshöchheimer Strasse zum größten
Teil aus einem Industrie-Mischgebiet und einigen dahinter, am Fuße der
bekannten Würzburger Weinbergslage Öhlberg und Roßberg,
angelegten Wohngebiete. Hier an den warmen Südwest-Hanglagen wird von
den beiden großen Würzburger Weingütern Juliusspital und Bürgerspital,
der berühmte Wein unter der Gesamt-Lagebezeichnung "Würzburger
Pfaffenberg" angebaut. Leider lassen die Weinbauverbände
kleineren Anbaulagen kein eigenes "Gesicht" mehr zu und so
entsteht auch geografisch der Eindruck, die beiden Berge Öhlberg und Roßberg
würde es nicht mehr geben, dabei sind beide natürlich nie abgetragen
worden!
Als
bedeutendes Industrieunternehmen, ist hier das im Jahre 1970
angesiedelte Werk NOELL mit seinem Anlagenbau zu nennen. In
diesem zwischenzeitlich zerschlagenen Unternehmen mit Weltruf habe ich
im Jahre 1958, noch am Europastern (Nürnberger-/Schweinfurter-Strasse),
meine Berufsausbildung begonnen und blicke jetzt auf 45 Jahre
Betriebszugehörigkeit zurück. Neben NOELL haben sich in der Dürrbachau
noch andere kleinere Gewerbebetriebe und Supermärkte und auch zwei
Druckereien angesiedelt. Seit der 70er Jahre bietet die Dürrbachau
viele interessante Arbeitsplätze und auch interessante Einkaufsmöglichkeiten.
In
der ehemaligen Emery-Kaserne zwischen der Kirche Hl. Geist
und der Veitshöchheimer-Strasse ist die "Zentrale
Aufnahmestelle für Asylbewerber" in Nordbayern eingerichtet worden. Die
Aufnahmeeinrichtung verfügt über eine
Aufnahmekapazität von 700 Personen.
Auffallend ist der starke Anstieg der Asylbewerber aus der
Bundesrepublik Jugoslawien, fast ausnahmslos gehören sie der
Volksgruppe der Kosovo-Albaner an. Dann folgen Flüchtlinge aus der Türkei
und aus Afghanistan. Zusammen bilden sie rd. 90 % aller Asylanten, hinzu
kommen Flüchtlinge aus der Ukraine, aus Irak, Vietnam, Sri Lanka. Alle
kommen sie aus Krisengebieten unserer Erde - und hoffen hier auf ein
friedliches Leben.
Auf
dem Roßberg steht der
weithin sichtbare Schenkenturm (303m ü.N.N) seit nunmehr
über 700 Jahren, der auch das Wahrzeichen der Dürrbachau
ist. Der Turm sowie die gesamte
Burganlage besaßen einen quadratischen Aufbau. Von der übrigen
Burg ist nicht mehr viel erhalten, nur der Burgfried konnte
Krieg, Wind und Wetter bis heute trotzen.
Außer dem Turm und Mauerresten ist der alte Burggraben
heute noch gut sichtbar, auch die ehemalige Zugbrücke über
den Graben ist noch zu erahnen. Die übrigen
Burg- gebäude wurden im Bauernkrieg zerstört und später als
Steinbruch genutzt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts dann wurde
der Turm restauriert und mit einer Innentreppe, sowie der
heutigen Eingangstür versehen. Später wurden noch die heute
sichtbaren Zinnen aufge- mauert, als Ersatz für das nicht mehr
vorhandene ehemalige Holzzeltdach. In jüngster
Zeit wurden auch Teile der Kellergewölbe wieder freigelegt
und man versucht mit den dadurch geborgenen Steinen wieder
einige Grundmauern zu rekon- struieren. Vom fast 30 Meter hohen
Turm hat man einen schöne Rundblick ins Frankenland. Gleich
hinter dem Schenkenturm, ist ein kleiner Flugplatz auf dem Schenkenfeld, der fast
ausschließlich den Sportfliegern und auch den Balonfahrern wegen der
guten Thermik dient.
Südwestlich der entlang
der Dürrbachau verlaufenden Veitshöchheimer-Strasse (B27) und dem
Main, gegenüber dem Kloster Himmelspforten und der Gemeinde Zell liegt
der Rangierbahnhof Zell, während westlich in Richtung Veitshöchheim
die große Maintalbrücke für die ICE-Strecke liegt. Die ICE-Strecke läuft
in den Tunel des Roßberges und Pfaffenberges und von dort aus in den Würzburger
Hauptbahnhof.
Direkt am Südhang und Fußpunkt
des Roßberges, haben wir hart an der Stadtgrenze zur Veitshöchheim hin
unser Haus (202m ü. N.N.) im Jahre 1975/1976 gebaut und uns einen schönen
Hanggarten mit viel Mühe eingerichtet.
Wir und die Dürrbachauer
haben uns an das Leben am Rande eines Industrie-Mischgebietes, nicht
gerade eine Traumgegend, gewöhnt. Trotzdem bietet uns die Dürrbauchau
auch viele historische Kleinode an, die es sich lohnt zu
besuchen. Vor allem ist viel Raum vorhanden für Wanderungen in den
Weinbergen am Roßberg und Pfaffenberg mit Blick auf der einen Seite bis
zur Frankenwarte (358m ü. N.N.), der Würzburger Festung Marienberg,
und westlich bis fast nach Karlstadt und östlich bis in den Steigerwald
bei guter Sicht. Einen Aufstieg ist
natürlich auch der Schenkenturm Wert, von dem man eine ganz vorzügliche
Sicht über Weinfranken bekommt.

Lageplan Dürrbachau,
© B.P. Hennek 03/2003
Links aus der Dürrbachau:
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Bruno
Peter Hennek.
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Bruno Peter Hennek
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