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MAGIX
VIDEO DeLuxe 2003/2004 |
Nach Video
deLuxe 1, 2 nun eine weiter verbesserte Version mit Video deLuxe 2003/2004 zum
verbraucherfreundlichen Preis von nur 59,99 €uro. Dafür bekommt man jetzt eine schon sehr ausgereifte
Videoschnittsoftware.
Video deLuxe
ist ein Mehrspur-Schnittprogramm. Bestimmte Überlagerungen und Bild in Bild
Effekte lassen sich nur mit einem Mehrspurprogramm realisieren. Video deLuxe
bietet dafür bis zu 16 Spuren auf der Timeline an und ist damit wesentlich
flexibler einsetzbar als z.B. Pinnacle's Studio 9.

Video
deLuxe bietet zusätzlich ein integriertes Authoring für Video-CDs an.
Dieses ist mit den Menüvorlagen sehr start
verbessert worden. Jetzt werden auch die Richtungstasten des DVD-Players im
Falle eines DVD-Authorings angesprochen. Im Falle SVCD und VCD können
die Kapitel mit Zahlentasten angesprochen werden. Leider beherrscht
Video deLuxe noch kein Smart-Rendering von vorhandenen
MPEG-Dateien. Insgesamt gefällt mir das Authoring nicht so gut wie
in Pinnacle's Studio 9.
Auch diese
Version beinhaltet den sehr erfolgreichen MPEG-Encoder GoMotion
6.0 von Ligos, der gute MPEGs für VCD, SVCD und DVD liefert. Der Encoder
ist auch recht schnell. Ich habe diesen Encoder
schon im März 2002 getestet und
besprochen (Schwerpunktmäßig damals für SVCDs). Aus der Sicht von Ende 2004
muss man aber jetzt sagen, dass es mittlerweile wesentlich bessere
Encoder gibt, z.B. den Canopus ProCoder Express.
Leider
muss man sehr zeitraubend erst in Video deLuxe eine AVI erstellen oder
den Schnitt als DV-AVI rausspielen und erneut capturen um dann die AVI
in einem besseren externen MPEG-Encoder zu encodieren.
Besonders
erwähnen möchte ich hier noch den Nachvertonungs-Wizard. Mit diesem
kann man per Zufallsgenerator oder auch manuell synthetische
Hintergrund-Musik in verschiedenen Stillrichtungen erzeugen, wenn man
gerade mal keine passende Musik-CD zur Hand hat.
Neuigkeiten:
- Multimediales
DVD-Authoring für professionelle Menüs
- Brennt
auch weitereditierbare Discs inkl. Projektdaten (Re-Edit Mode)
- Wiedergabegetreue
Optimierung für TV-Geräte
- Automatische
Film-Aufteilung auf mehrere Rohlinge (Disc Splitting)
- Viele
neue Überblend-, Video- und Nachvertonungseffekte für bessere Videofilme
- Szenen-Übersichtsmodus
für die schnelle Sortierung aller Einzelaufnahmen
- Profi-Funktion
für Dual-Monitor-Betrieb
- Erstellung
von Trickfilmen und Animationen
- Erweiterter
Anti-Ruckel-Filter
- Unterstützt
digitale Foto-Kameras mit Tonaufzeichnung
- Unterstützt
Microsoft® Windows® Media 9 und Real HelixTM
In dieser
neuen Version wird beim normalen Schnitt sequentiell auf einer Timeline-Spur
gearbeitet, was ich persönlich für sehr sinnvoll halten. Die Übergänge
zwischen den einzelnen Clips sind auf dieser Spur bereits enthalten und sie sind
dort editierbar. Die anderen Videospuren der Timeline stehen jetzt voll für
Überlagerungsclips, Picture in Picture - Stamps, Titeleinblendungen usw. zu
Verfügung, sie werden nicht mehr mit A/B-Blenden belegt.
Gewünscht
hätte ich mir ein verbessertes Storyboard in dem viel mehr Clips zu sehen
gewesen wäre. Durch verunglücktes Design hat man hier viel Platz verschenkt.
Wichtig ist aber, dass dieses Storyboard überhaupt vorhanden ist. Das 10fach
teurere und viel gerühmte Vegas Video 5 hat z.B. überhaupt kein Storyboard.
Video deLuxe bietet aber ersatzweise eine neue Funktion an, die sich
"Szenenübersicht" nennt und dafür den gesamten Bildschirm nutzt.
Dort kann man nach Lust und Laune Szenen löschen, kopieren und verschieben.
Hier noch
ein paar Tipps von meiner vorhergehenden Page:
1.
Kleine
Anleitung für PIP (Bild im Bild)
Habe
eine AVI in Spur
1 als Hintergrund abgelegt und eine weitere AVI auf Spur 2.
Nun folgendes Vorgehen:
1. Spur 2 mit Maus aktiviert
2. Mit rechter MT auf Spur 2 geklickt
3. Über Menüpunkt "Video Effekte" den
VideoController aktiviert
4. Auf "Stamp" geklickt
5. "Link" unter ZOOM aktiviert
6. Mit - Zoom Videobild verkleinert
7. Mit Maus verkleinertes Videobild auf dem
Hintergrundvideo positioniert
Im VideoController kann bereits ein Probelauf erfolgen, dann zurückschalten
zur Timeline und PIP ist fertiggestellt.
2.
Kleine
Anleitung zu "Einfrieren" von Szenen zu beliebig langen
Standbildern
-
Bis
zum Ende des Clips gehen
-
Mit
Schalter unterhalb der Vorschau ein Bild zurückgehen
-
Mit
Alt-m das letzte Bild als BMP speichern
-
BMP-Bild
jetzt im Anschluß an den Clip auf die Timeline legen
-
Bild
mit "Gummiband" auf notwendige Länge dehnen
-
Fertig,
oder auf der zweiten Videospur Titel dazugeben, Bild in Bild, Überlagerung...
was das Herz begehrt!
Anmerkung:
Diese Funktion ist auf der Verpackung unter "Video total"
aufgelistet. Es ist aber keine vorgefertigte Funktion vorhanden und die
Realisierung ist im Handbuch nicht beschrieben worden.
3.
Wichtiger
Hinweis
zum Umgang mit MIDI-Dateien:
Vor dem
Ausspielen/Rendern des Videos müssen
MIDI-Dateien erst
"aufgenommen" werden, sonst bleibt das Video stumm. Für
diesen Zweck habe ich in den Output der Sound-Karte einen Doppeltecker
gesteckt und dort die Lautsprecher und ein Audio-Kalbel angeschlossen welches
dann mit dem Input dieser Karte verbunden worden ist. Um die
Aufnahme zu starten muss die MIDI-Spur als Solo geschaltet werden. Eine
Option für das automatische "Aufnehmen" von MIDI-Dateien
fehlt!
4.
AVI-Typ in Video deLuxe:
Video
de
Luxe stellt AVIs vom Typ 1 her. Programme wie TMPGEnc oder
Pinnacle Studio 9 benötigen jedoch AVIs vom Typ 2. Für die
Konvertierung benutze ich das Tool "DV TypeConv" welches
sich aus EditStudio
herauslösen lässt. Eine
Beschreibung dazu ist hier
zu finden.
5.
Ziehpunkte
für Lautstärkekurve auf der Timeline
Variante
A:
Abschnitte
in der Tonhöhe lassen sich verändern, wenn das Video an den
gewünschten Stellen zerschnitten wird. Die Lautstärkekurve kann dann
in den unterteilten Clips unterschiedlich eingestellt werden.
Variante
B
Tonspur
mit Klick auswählen, rechte Maustaste, Lautstärke-Kurve auswählen
(oder Alt+X). Wenn jetzt der Mauszeiger in die Nähe der roten Lautstärke-Kurve
kommt, wird er zur Hand.
Mit dem Zeigefinger Doppelklick an der Stelle, wo die Absenkung beginnen
soll. An dieser Stelle entstehen "Anfasser". Mit z.B. 4
Anfassern kann man den Ton prima absenken und wieder einblenden.
6.
Export als MPEG
Mit der Tastenkombination Alt+C
kann man sich schnell diese oft gebrauchte Funktion holen. Unter
"Benutzerdefiniert" ist jetzt auch die richtige Größe vorgegeben.
7.
Überlaufender Titel auf dem TV-Bild
Hilfsweise
macht man sich eine
720 x 576 große Grafikschablone mit Begrenzungen um Titel
besser positionieren zu können. nach der Titelpositionierung wird die Hilfsgrafik einfach von
der Timeline gelöscht.
8.
Szenenerkennung bei Analog-Videos ohne TimeStamps
Dieser
Teil der Szenenerkennung war in der Vorgängerversion fehlerhaft. In der neuen
Version habe ich die Funktion noch nicht überprüft.
Video
deLuxe eignet sich ganz ausgezeichnet auch für die Erstellung von Dia-Shows
für TV-Wiedergabe.
Vorläufiges
Fazit:
So
nach und nach "mauserte" sich Video deLuxe zu einem ganz ausgezeichnetem
Mehrspursystem mit Grundfunktionen, die sogar 10fach teurere
Videoschnittprogramme in den Schatten stellen, z.B. bei der Audiobearbeitung. Der Videoamateur wird kaum etwas
vermissen und auch der Semi-Profi wird in vielen Fällen auf dieses Programm
gerne zurückgreifen, weil es schnell und übersichtlich zu bedienen ist.
Meine
wichtigste Erkenntnis ist, dass dieses Programm sehr stabil arbeitet, Abstürze
hatte ich auf meinem Desktop-PC und Notebook noch keine.
Wie
es weiter ging?
Für
mich ist bezüglich Video deLuxe der Zug für neue Versionen bereits
abgefahren, da ich mich zwischenzeitlich in andere
Videoschnittprogramme, wie Adobe Premiere Pro 1.5 oder Canopus EDIUs 2.5
eingearbeitet habe.Ich verfolge aber gerne die weitere Entwicklung
dieses Programmes.
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