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Optimiert für IE5.5 und 800x600 Punkte
am 06.01.2001

Bildarchivierung und Dia-Shows am TV

Dia-Show am TV, PC und Archivierung

Die Bilderwelt bei der Familie Hennek

Ich fotografiere seit dem Jahre 1959 und es hat sich in dieser langen Zeit eine Menge von Bildern und Dias angesammelt. Papierbilder hat meist meine bessere Hälfte in Alben "geklebt", Dias habe ich selbst gerahmt oder schon beim Entwickler rahmen lassen. Die Archivierung der fotografischen Bemühungen hatten wir also einigermaßen im Griff.

Seit 1998 fotografiere ich digital und seit dem sichere ich meine Bilder einfach auf eine Daten-CD. Dort sind zwar die Bilder zwar zunächst sicher, aber eine elegante Vorführung der schönen Bilder ist so nicht möglich. Farbdrucke mache ich nur noch auf A4 für unsere Bildergalerien im Hause, ab und zu auch mal einen kleineren Ausdruck für Freunde.

Zum Einsatz kommende Ausrüstung für Bildbearbeitung

Derzeit eingesetzte Fotokameras:

  • Panasonic Lumix LC80EG mit einem 5 Millionen Pixel-Sensor
  • Panasonic NV-GS400EG mit Fotofunktion und Bilder mit 4 Millionen Pixel-Sensor

Weitere Bildaufnahmegeräte:

  • Microtek FilmScan 35 bis 1800 x 1800 Punkte für USB-Port. Dieser Dia-Scanner war vielleicht nach 200 Dias in der Mechanik ausgeleiert!
  • CanonScan Lide 20 Flachbettscanner, Single Pass-Scan, optisch 600x1200, 48 Bit Farbtiefe, nur für Aufsichtvorlagen im täglichen Gebrauch.
  • CanonScan 4200 F Flachbettscanner, Single Pass-Scan, 3.200 dpi CCD-Auflösung, 48 Bit Farbtiefe, Halterung für zwei dünne Dias, gute Ergebnisse. Dumm, dass wir uns den Diahalter nicht genau angesehen haben..., kann man bei dickeren Rähmchen nicht schliessen!
  • Nikon Super Coolscan 4000 ED mit Slidefeeder SF (S), stößt in den Bereich der professionellen Dienste, 4000ppi und 14-bit-A/D-Wandler, soll unsere Rettung sein für die noch ca. 5000 einzuscannenden Dias sein (ersteigert bei Ebay)!

Bildbearbeitungsprogramm:

  • Ulead PhotoImpact 10

Ich arbeite mit PhotoImpact bereits seit der Version 4.2. Vielleicht beherrsche ich zur Zeit 50% der Möglichkeiten, die dieses Programm bietet. Immer wieder dringe ich tiefer in die Arbeitsweise ein und lerne immer wieder neue Funktionen hinzu. Ich rate uneingeschränkt zu diesem Programm, denn es liefert ausgezeichnete Ergebnisse. Es macht keinen Sinn ständig von einem Bildbearbeitungsprogramm zu einem anderen zu wechseln und dann unter 10% der gebotenen Möglichkeiten zu bleiben.

Präsentation digitaler Bilder:

Zwar liegt da so einiges herum an Foto-Präsentations- Programmen (habe mich immer wieder zum Kauf hinreißen lassen!) aber im Einsatz waren diese noch nichts richtig. Meine Auseinandersetzung mit diesen Präsentationsprogrammen war also schon längst überfällig und sollte mir nun Klarheit verschaffen, womit ich die Dinge künftig angehe.

Ausdrucken von Bildern:

HP Deskjet 980 cxi und Canon PIXMA iP4000
jeweils für doppelseitigen Druck geeignet

Standalone DVD Payer am TV:

  • Pioneer DV-535 vom Mai 2001

  • Yamakawa dvd-215* vom Juli 2003

* sh. auch Tipp unten!

Bildformate und Pal-DVD/TV-Format

Betrachten wir zunächst die bei mir verfügbaren Bildformate und das Achivierungs- und TV-Format über welches die Präsentation erfolgen sollte.

Verfügbare Aufnahmeformate

Kamera Auflösung Bildpunkte Seitenverhältnis
1 Olympus C-820L 860 600 0,8 Mio 1,43 : 1
2 Olympus C-900 Zoom 1280 960 1,3 Mio 1,33 : 1
3 Olympus
C-5050 Zoom
2560 1920 5,0 Mio 1,33 : 1
4 Panasonic
Lumix LC80EG
2560 1920 5,0 Mio 1,33 : 1
5 Panasonic
NV-GS400EG
2288 1728 4,0 Mio 1,32 : 1

Archivierungs- und TV-Format

4 DV, DVD 720 576 1,25 : 1
5 TV-Bild 4:3       1,33 : 1
6 Motion-Aera am TV 704 576   1,22 : 1

Man sieht schon, das Seitenverhältnis der Bildformate passt nicht so ganz mit dem PAL-DVD-Format zusammen.

Legt man nun diese Bilder über das DVD-Format(schwarz), dann bekommt man z.B. folgende Erkenntnisse:

Bild 1 über DVD

Soll also ein Kreis am im TV-typischen Format 4:3 Format erhalten bleiben muss ich für das Bild 1 oben und unten (860 x 3/4 = 645 - 600)/2 = 23 Pixel breiten schwarzen Streifen hinzufügen. Die Bilder 2 und 3 haben dagegen bereis von Haus aus das geeignete 4:3 Format!

Die Motion-Area (der Bereich am  TV, wo überhaupt etwas passiert) ist nicht 720 x 576, sondern tatsächlich nur 704 x 576, d.h. eigentlich müsste links und rechts von jedem Bild, welches in das 4 : 3 Verhältnis gebracht worden ist oder es schon von Haus aus ist, noch ein schwarzer Streifen von 8 Pixeln angebracht werden. Meist sind aber die Fernseher nicht so genau justiert, deshalb kann man sich den kleinen Fehler schenken. Kommt es aber auf genaueste Proportionen am TV an (Kreis soll ein Kreis bleiben!), dann muss das berücksichtigt werden. An den neuen 16:9 und digitalen Plasma-TVs kann man die Seitenverhältnisse stufenlos am TV korrigieren. Wer Lust hat, kann die genauen Zusammenhänge hier mal genauer studieren.

Am TV wird nun nicht das ganze Bild gezeigt, sondern je nach TV-Justierung ein Rand von ca. 7,5 bis 10% weggelassen. Damit gehen natürlich auch Bildinformationen in der Dia-Show verloren. Nachfolgend ein Beispiel bei Verwendung von Bildern im 4:3 Verhältnis:

Sichtbarer Bereich am TV(grün)

Wenn also die komplette Bildinformation des Digitalbildes sichtbar sein soll, dann müssen alle Bilder noch mit einem schwarzen Rahmen entsprechend vergrößert werden. Videoschnitt-User wissen, dass man in den schwarzen Bereich während der Bearbeitung auf dem PC (da ist noch alles sichtbar!) keinen Titel z.B. einfügen darf, sonst läuft dann der Titel im unsichtbaren TV-Bereich.

Das Programm von Magix Foto auf CD & DVD 2.5 und Magix Video deLuxe 2003/2004 hat hier dafür eine sehr schöne Korrekturfunktion, das sog. Anti-Cropping, d.h. das Bild kann im vollen Umfang in den sichtbaren Bereich des TV-Bildes gebracht werden und zwar mit unabhängigen Werten für die V und H-Position. Auch ProShow Gold 1.3 kann das. Ulead  DVD PicturesShow 2 kann das nur mit eienm symetrischen Wert!
Man kann diese Funktion auch benutzen um die Bildkanten so einzuziehen, dass ein Kreis wirklich ein Kreis bleibt, wenn unabhängigen Werte für V und H eingesetzt werden, wobei man die %-Einstellung austesten muss mit Hilfe einer "Zollstock-Messung" am TV und etwas Berechnung mit dem bewährten Dreisatz.

Natürlich kann man Originalbilder für eine TV-Diashow auf das DVD-Format 720 x 576 resizen, dann kann man aber z.B.  nur noch beschränkte Zoom- oder keine Kamerafahrt auf dem Bild mehr machen. Andererseits kann es vorteilhaft sein doch zu resizen, weil dabei im Bildbearbeitungsprogramm keine Treppenstufen an Schrägkanten entstehen, sie werden geglättet.  Dies erreicht man, wenn man mit einem Bildbearbeitungsprogramm die Bilder skaliert und dabei gute Filter verwendet, z.B. Lanczos, Bikubisch, S-Pline oder Genuine Fractal um hässliche Pixelstrukturen an schrägen Kanten zu bekämpfen.  Hier macht IrfanView mit dem Lanczos-Filter eine gute Figur. 

Nach dieser Vorbetrachtung kommen wir nun zu der eigentlichen Vorbereitung der Bilder für die Dia-Show.

Vorbereitung der Bilder am PC

Ich habe mir angewöhnt meine digitalen Bilder in sog. Monatsverzeichnissen abzulegen. Die Vorsortierung mache ich mit Uleads PhotoExplorer 8, dabei drehe ich die Bilder auf die richtige Betrachtungs-Achse, lösche schlechte und doppelte Aufnahmen und führe eine erste Bildkorrektur durch falls nötig. Anschließend benenne ich mit dem PhotoExplorer die Bilder im Verzeichnis automatisch um, z.B. Mai2003. Eine Zählnummer fügt das Programm automatisch hinzu. Will ich etwas besonderes mit den Bildern machen, wie: Verfremdung, Rahmen etc., dann setze ich dafür Uleads PhotoImpact 8 ein. Schon im Vorfeld kann man sehr viel Zeit für die richtige Vorbereitung der Bilder aufwenden.

Ob nun noch Bedarf besteht, alle Bilder z.B. zu "soften", d.h. Weichzeichnen (manchmal mehrmals erforderlich!), damit später am TV feine Details nicht flimmern, bleibt dem eigenen Geschmack und der verfügbaren Technik überlassen. Dieses Weichzeichnen oder "soften" ist aber eigentlich ein überflüssiger Akt, man muss erwarten können, dass ein TV-Dia-Show- Programm heute diese Arbeit mit erledigt und die Bilder optimal auf dem TV darstellt.

Mit dem Ulead PhotoExplorer erstellte Diaschauen (UES) kann man in  Ulead  DVD PicturesShow laden und dann dort zu einer TV-Dia-Show weiter verarbeiten. Dies ist ein großer Vorteil, weil damit Arbeitszeit eingespart wird.

Uleads PhotoExplorer kann von sich aus schon Shows für TV und PC erstellen und auf einen Datenträger brennen, jedoch nicht so elegant, wie ein spezielles Programm für derartige Zwecke.

Hier nochmals die zwei wichtigsten Typen von Bildern, die später auf dem Bildschirm sich auch unterschiedlich verhalten:

Der Weicheityp ohne
 kritischer Details

Der Flimmertyp mit vielen
 kritischen Details

Während der Weicheityp in der späteren Verarbeitung kaum Schwierigkeiten bereitet, kann der Flimmertyp in der Tat später bei der TV-Show zum unerträglichen Bildschirm-Flimmern führen. Erstaunlich, dass es da Foto-Präsentationsprogramme auf dem Markt gibt, die mit dem Flimmertyp eigenständig nicht klarkommen und man manuell kräftig nachhelfen muss.

Es ist unglaublich wie der Verbraucher heute in den Softwaremärkten für dumm verkauft wird und die sog. Fachverkäufer dort nicht die geringste überzeugende fachliche Anwender-Beratung machen können, damit es auf Anhieb klappt und der Kunde zufrieden ist. Ich bin immer wieder erstaunt, was sich der Verbraucher so alles auf diesem Niveau bieten lässt.

Worauf kommt es mir nun an bei der Erstellung einer Dia-Show für den TV und der Archivierung von Originalbildern?

  1. Für die TV-Show sollten aus den Bilddateien DVD-MPEG-2-Stream erzeugt werden, der dann mit einem entsprechenden Authoring auf DVD gebrannt werden kann. Klar ist, das zwar von einer MPEG-2 weiter Bilder auf Fotopapier erstellt werden können, aber die Bildgüte entspricht dann nicht mehr der Originalauflösung.

  2. Für die Betrachtung und Archivierung der Originalbilder auf dem PC sollte eine Dia-Show erstellt werden, die automatisch auf dem PC abläuft, jedoch müssen die Bilder in der Original-Qualität erhalten bleiben für evtl. späteren Ausdruck auf Fotopapier.

Ob beides unter einen Hut mit meinen Mitteln zu bringen ist, will nachfolgend untersuchen.

Erstellung einer TV-Dia-Show mit Pinnacle Studio 8

Dafür habe ich Pinnacles Studio 8.7.14 eingesetzt, weil dieses Programm alle Eigenschaften mitbringt, die notwendig sind um eine Dia-Show für den TV zu erstellen. c't 11-2003 bescheinigte dem MPEG-2-Encoder in Studio 8.5.21 aus dem eigenen Hause bei einer Bitrate von 8MBit/s in PAL ein sehr gut, was ich aufgrund meiner eigenen vielen Encoder-Tests ebenfalls bestätigen kann.

Im Setup-Menü "Bearbeiten" kann man den einzufügenden Bildern eine globale Abspielzeit zuweisen, z.B. 6 Sekunden. Markiert man auf der Timeline eine Reihe angeordneter Bilder nach einem Übergang, dann werden mit der Funktion "gewellter Übergang" im Kontexmenü allen anderen Bildern dieser Übergang zugewiesen. Studio 8 bietet eigentlich ideale Möglichkeiten um eine Dia-Show zu bearbeiten mit tollen Übergängen, Animationen (Editor HFX Pro 4.6), Vertonung, Betitelung usw. Es fehlt eigentlich an nichts. Sogar eine "Bildbearbeitung ist möglich, bezüglich der Farben, Helligkeit, Kontrast, Schärfe und einigen anderen Effekten.

Eine Formatanpassung der Bilder nimmt das Programm von selbst vor.

Die Komposition kann nun in eine DVD-MPEG-2 -Datei in Studio 8 gerendert werden, wenn man das Authoring z.B. mit Uleads PowerTools 1.3 oder Uleads MovieFactory 2.0 (auch Filmbrennerei genannt) machen will und dort auch eine DVD brennen möchte. Man kann aber auch gleich über den Menüpunkt "Disk erstellen "Menüs Anzeigen" das Authoring in Studio 8 machen und später mit "Disk" die Dia-Show mit Studio 8 auf eine DVD brennen.

Die mit Studio 8 erstellte Dia-Show präsentiert sich auf dem TV ganz ausgezeichnet, die brillanten und scharfen  Bilder "stehen" am Bildschirm sehr stabil und sie zittern nicht. Die DVD ist natürlich auch auf dem PC mit einem DVD-Laufwerk und einem Software-DVD-Player abspielbar. Man kann dort auch einzelne Bilder aus der Show extrahieren und diese für andere Zwecke einsetzen.

Ich kann eigentlich Studio 8 uneingeschränkt für die Erstellung einer Dia-Show zum Zwecke der TV-Wiedergabe empfehlen.

Wo sind nun aber die Originalbilder geblieben?

Natürlich noch auf der Festplatte. Ein Archiv mit Originalbildern und einer damit ablaufenden Show auf dem PC kann Studio 8 nicht erstellen. Dazu muss man sich eines separaten Programmes bedienen, z.B. des Ulead PhotoExplorer. Da schon die ganze Vorarbeit in meinem Fall gemacht worden ist, ist es naheliegend, eine PC-Dia-Show mit Archiv mit diesem Programm zu erstellen. Natürlich muss man die zusätzliche Zeit dafür aufwenden, weil das Authoring von Studio 8 dafür nicht verwendet werden kann, und das Ergebnis auf eine separate CD oder DVD brennen.

Zu meiner Seite: Pinnacle Studio 9

Erstellung einer TV-Dia-Show mit Magix Foto auf CD & DVD 2.51

Dieses Programm ist optimiert für die Erstellung von Dia-Shows und Archiven. Das Programm verfügt über den MPEG-2 Encoder Ligos GoMotion 6.0, der von c't ebenfalls mit sehr gut bewertet worden ist und den ich selbst schon ausführlich getestet habe. 

Mit dem Programm kann man beim Bildertransfer am schnellsten mit der Timeline arbeiten. Im Album-Modus arbeitete das Programm beim Bildertransfer etwas träge.  Mittlerweile ist jedoch mit dem Patch 2.51gerade dieser Punkt verbessert worden.  Bilder kann man einzeln auflegen oder auch ganze Verzeichnisse mit Bildern in ein Projekt einfügen. Übergänge und Vertonungsmöglichkeit sowie die Betitelung sind sehr gut gelöst, ähnliche Vorgänge wie bei einem Videoschnittprogramm. Flexibel auch die Aussteuerung der Vertonung. In der "Foto-Übersicht" kann man einzelne Bilder oder Bildergruppe bearbeiten, verschieben oder mit selektierten Übergängen versehen. 

Eine Formatanpassung der Bilder nimmt das Programm von selbst vor.

Sehr schön ist die Funktion Anti-Cropping. Man nimmt das vorhandene Demoprojekt, welches man im gewünschten Format, also VCD, SVCD oder DVD auf eine RW brennen lassen kann. Am Fernsehen kann man dann an allen 4 Seiten die Prozente ablesen und diese für weitere Einstellungen im  Programm verwenden. Oben  im Bild ist der eingeblendete Hilfsrahmen zu sehen. 

Im Falle einer DVD und der Ausgangsbilder im 4:3 bzw. 3:4 Format nehme ich folgende Einstellungen vor, damit ein Kreis auf dem Bild auch ein Kreis auf dem TV wird:

  • Datei/Einstellungen: kein Haken bei Fotos auf 4:3 anpassen

  • Datei/Mastereffekte/TV-Bildgröße: Haken bei "An (bei Fotos!)", oben/unten 6%, links/rechts 11%, Haken bei "TV Anzeigebereich in Vorschaumonitor einblenden", Auf alle anwenden, OK

  • Kontexmenü auf Timeline: Foto Cleaning, TV Bild, Haken bei "Randbeschneidungs-Ausgleich, Auf alle anwenden, OK

Ausgangspunkt meiner Überlegungen dazu war, dass bei Bildern im Format "portrait" die obere und untere Kante des Bildes auf dem TV zu sehen sein muss, deshalb dort der Wert 6%. Den Wert 11% (genauer: Verhältnis 1:1,8) habe ich durch Messungen des Kreises auf dem TV in mehreren Versuchen herausgefunden.

Auf anders justierten TVs kann das allerdings etwas anders aussehen, deshalb ist es vielleicht sinnvoll von Haus aus mit einem schwarzen Rahmen zu arbeiten.

Während mein Yamakawa dvd-215 prächtig das versteht, was ich oben bei der DVD-Herstellung erzeugt habe, spielt der ältere Pioneer DV-535 in die breite verzehrte  Bilder am TV ab (vielleicht 16:9 statt 4:3!). Offensichtlich liegt hier ein Fehler in der IFO-Datei mit der PCB-Steuerungsfunktion vor. Jedenfalls spielt der Pioneer DV-535 identische DVD falsch ab, während es der Yamakawa dvd-535 richtig macht. Im Gegensatz zu den Encodereinstellungen von Video deLuxe fehlt hier die Einstelloption "Use Custom Display" da keine MPEG-2-Einstellkarte vorhanden ist. Diesen Punkt muss Magix dringend klären!

Den "Anti-Flimmer Filter" sollte man aktiviert lassen, sonst flimmert und zittert es kräftig  im Bild.

Eine integrierte Bildbearbeitung "FotoClinic 2.0" ist in "Foto auf CD und DVD" enthalten, sie lässt sich aber auch separat aufrufen.

Für den MPEG-2-Encoder wähle ich bei DVD die Einstellung: CBR 7455, 32/24, 4/2, Deinterlace/Vollbild.

Das Authoring bietet mehrerer Menüschablonen an und ganz doll; sogar eigene Menükreationen sind möglich.

Ist die Show fertig, dann muss man entscheiden:

  • Authoring und Brennen auf DVD mit Originalarchiv, oder
  • Juke-Box mit Originalbildern auf eine CD/DVD

Das Projekt muss dazu nur 1mal bearbeitet werden. Wählt man im Register "Erstelle Disk" die Option "Backup des Projektes hinzufügen", dann werden alle Originalbilder mit auf den Datenträger gebrannt. Man findet die Originalbilder im Backup-Verzeichnis als Zip-Datei.

Das Archiv mit der Juke-Box erlaubt eine Show mit Autostart auf dem PC. Das Ergebnis ist gut!

Die DVD-Show am TV-Bildschirm präsentiert die Bilder in recht guter Qualität. Einige Übergänge pixeln aber leicht, diese Übergänge kann man einfach "aussortieren", wenn man vorher einen Einzeltest aller verfügbaren Übergänge gemacht hat. Kritische Bilder flimmern und zittern leicht. Ein Kühlergrill eines alten Feuerwehrautos hat starke Moiré-Effekte. In ProShow 1.3 kommt das bei identischen Bildern nicht vor!  Wie schon erwähnt, wird auf einem meiner Player die DVD-Show in 16:9 statt 4:3 abgespielt (Video deLuxe 03/04 macht das aber nicht!).

Magix Foto auf CD & DVD 2.51 bietet sehr gute Bearbeitungsmöglichkeiten für Dia-Shows, ähnlich einem Videoschnittprogramm an. Aus einem Projekt heraus können zwei Datenträger erstellt werden, für TV-Dia-Show und für PC-Dia-Show und die Originalaufnahmen kann man mit auf den Datenträger brennen. Magix bietet hier auch eine sehr gute Tipp-Sammlung an.

Nachtrag vom 12. 08. 2003 zum Patch 2.52:

Ich habe jetzt auch mit der 2.52 getestet und folgendes Ergebnis erhalten:

1. Im Falle DVD (nicht SVCD!) habe ich weiter auf dem Pioneer DV-535 eine Bildwiedergabe nach dem Menü in 16:9 statt 4:3. Auf dem Yamakawa dvd-215 ist das richtige Seitenverhältnis vorhanden. Also keine Änderung!
2. Kritische Bildpartien zittern weiter und Moiré-Effekte sind ebenfalls da, Kanten sind tw. hässlich getrept. Schon die Bildchen im Menü zittern leicht. Flimmer ist geringer geworden. Zittern und Flimmern kann ich nur dann vollständig abdämpfen, wenn ich bei meinem 100HZ Fernseher die Bildschärfe auf nur ca. 15% zurücknehme.

Zusammenfassung:

Wenn man mit einem anderen Programm (ProShow) erlebt und gesehen hat, was in Sachen Bildgüte, Seitenverhältnis mit identischen Geräten möglich ist, dann muss man Filme auf CD & DVD 2.52 leider in der Schublade lassen. Schade...

Nachtrag vom 26. August 2003:
Magix wirft nun die Version 3 ins Rennen mit zusätzlichen Funktionen. Die Fragen, ob Fehler der Vorversion behoben worden sind, wie:

  • wird am TV nach dem resizing ein ursprünglicher Kreis als Kreis angezeigt? 

  • ist das Flimmern und die Moire-Neigung weg?

  • sind Zitterpartien im Bild weg?

  • sind Treppenstufen nach dem Resizing der Bilder an schrägen Kanten weg?

  • wird jetzt 4:3 auch mit Pioneer-Playern in 4:3 dargestellt wie in Video deLuxe 2003/2004 statt 16:9 bei DVD?

sind vom Support bisher nicht beantwortet worden. Aus diesem Grund kaufe ich dieses Programm nicht!

Der ADMIN im Forum hat meine Fragen oben zur Abklärung der Fehler in der neuen Version gelöscht und meine Tätigkeit dort temporär mehrfach unterbunden. Aus diesem Grund habe ich mich am 28.09. 2003 an die Presseabteilung von Magix gewandt, ob das Verhalten der ADMINs im Forum im Sinne von Magix ist.

Am 29.09.2003 erhielt ich von der Magix-Presseabteilung folgende Mail:

Hallo Herr Hennek,
 
wir freuen uns stets über Anregungen von unseren Kunden. Mein Kollege Christoph Schmid wird Ihre Fragen weitergeben und sich dann bei Ihnen mailen.
 
Schöne Grüße
 
Ulrich Hepp

MAGIX AG
Dr. Ulrich Hepp
Senior PR Manager
Rotherstr.19
D-10245 Berlin

Bis zum 11.10.2003 erhielt ich von Magix, trotz oberer Ankündigung keine weitere Antwort. Die Fragen zur Qualitätsverbesserung sind somit seitens Magix unbeantwortet. Allerdings antwortete mir ein User der Version 3 am 11.10.2003 im Forum mit den Worten: "also um ehrlich zu sein ... ich seh keinen Unterschied."

Daraus schließe ich für mich das Programm nicht zu kaufen!

Erstellung einer TV-Dia-Show mit Ulead  DVD PicturesShow 2

Dieses Programm ist ebenfalls optimiert für die Erstellung von Dia-Shows und Archiven. Ulead setzt den eigenen MPEG .Now-Codec der von c't ebenfalls mit sehr gut im Zusammenhang mit VideoStudio 7 bewertet worden ist und den ich in einigen Programmen von Ulead bereits verwende.

Bereits zum Projektstart muss man sich festlegen, welches Ausgabeformat erfolgen soll. Es können anschließend schon fertige Diaschaudateien (UES) vom Uleads PhotoExplorer 8 übernommen werden, was ein sehr großer Vorteil ist. Diese UES-Datei wird nun umgerechnet, jedoch werden die Originalbilder nicht angetastet. Natürlich kann man auch Bilder aus einzelnen Ordnern auf der Festplatte gesammelt werden.

Eine Formatanpassung der Bilder nimmt das Programm selbst vor. Schön auch der einstellbare Rand zum sichtbaren TV-Bild. Die Safe Zone für den sichtbaren Bereich habe ich auf  6 % für meinen 100Hz-TV in den Voreinstellungen eingestellt.

Folgende Seitenverhältnisse muss das Bild haben um einen Kreis im Bild als Kreis am TV darstellen zu können:

  • Landscape-Bilder : 1,27 : 1
  • Portrait-Bilder: 1: 1,39

Auch dieses Programm erlaubt es verschiedene Übergänge (Diaschau- Optionen) einzufügen auch Text und Hintergrundmusik. Die Musik kann auch dupliziert werden und Sie wird am Ende der Bilder abgeschnitten und ausgeblendet. Sortiermöglichkeiten für die Bilder bietet das Programm ebenfalls.

Leider bietet das Programm kein Vorschaufenster bei der Auswahl von Bildern aus Ordnern, man ist auf relativ kleine Vorschaubilder im Verzeichnis beschränkt, hier ist die Lösung in Magix Foto auf CD & DVD 2.51 besser. Ferner "hüpft" das Programm bei verschiedenen Prozessen zwischen verschieden großen Fenstern herum, mal groß, mal klein. Eine klare ergonomische Bedienführung ist das nicht!

Das Authoring bietet mehrerer Menüschablonen an, allerdings sind die Miniatur-Bildchen recht klein. Vor dem Brennen kann man auswählen, was auf den Datenträger gebrannt werden soll:

  • Fotodateien
  • Video/Tondateien
  • Projektdatei
  • Urheberrecht
  • DVD-Player

Ferner erlaubt das Programm zusätzlich noch den Ausdruck des CD-Index und eines CD-Labels.

Die TV-Show ist leider nicht gut: detailreiche Bereich flimmern unzumutbar stark und Kanten zittern im Bild. Nur "weiche" Bilder mit flächigen Motiven  sind beanstandungsfrei. Schade eigentlich, dass sich das Flimmern auch nicht mit dem "Anti-Flimmer-Filter" im Programm beseitigen lässt. Man muss mit externen Programmen detailreiche Bilder mehrfach "soften". Um herauszubekommen, welche Bilder "gesoftet" werden müssen und wie stark, kann man nur herausfinden, wenn man die Bilder auf dem TV sich angesehen hat. Das bekommt man aber nur heraus, wenn die Show auf eine DVD-RW z.B. gebrannt hat und sich diese am TV angesehen hat. Reine Lebenszeitvernichtung!

Der große Vorteil dieses Programmes ist, dass die TV-Show und das Archiv mit den Originalbildern sich auf einem einzigen Datenträger befinden. Ferner ist das mitgelieferte Programm Ulead PhotoExplorer 8 sehr leistungsstark, es bedient nicht nur Ulead  DVD PicturesShow 2, sondern auch Uleads PhotoImpact 8. Das Programm Ulead  DVD PicturesShow 2 fällt bei mir aber durch wegen der flimmernder Bilder am TV und dem damit zusammenhängenden aufwändigen Korrekturaufwand um ein akzeptables Ergebnis produzieren zu können.

Nachtrag vom 03. August 2003:
Auch nach einem Patch auf die Version 2.1 sind zwar die Bilder auf dem TV scharf aber das Flimmern und Zittern bei feinen Bildstrukturen in verschiedenen Bildpartien ist immer noch da, trotz zugeschalteten Anti-Flimmer-Filter! 

Erstellung einer TV-Dia-Show mit Magix Video deLuxe 2003/2004

Auch dieses Videoschnittprogramm eignet sich sehr gut um TV-Dia-Shows zu erstellen. Im Gegensatz zu Magix Foto auf CD & DVD 2.51, stellt das Videoschnittprogramm noch mehr Spuren für Überlagerungen oder Effekte zu Verfügung.

landscape
Endformat 720 x 576

portrait
Endformat 720 x 576

Da Video deLuxe auch über die Anti-Cropping - Funktion verfügt, lassen sich die Bilder in der vollen Fläche auf den TV ausgeben. Hier ist Magix Video deLuxe Pinnacles auch Studio 8 klar überlegen. 

Vorgehen A:

Mit PhotoImpact 8 habe ich die im 4:3 bzw. 3:4 Format vorliegenden Bilder gemäß nachfolgender Tabelle so bearbeitet und gestaucht, dass die gelben Kreis-Muster im Bild später auf dem TV als absolut runde Kreise angezeigt worden sind.

  landscape portrait
Originalbild 2560x1920 1920x2560
Streifen links und rechts   747 Pixel
resizing auf die Movie-Aera des TVs 704x576 704x576
Streifen links und rechts 8 Pixel 8 Pixel
Endformat des Bildes für Dia-Show 720x576 720x576
Bilder geschärft, Kontrast verbessert x x
Anti-Cropping für die Bilder am TV 6% 6%

Vorgehen B:

Ausgangsbilder so hergenommen, wie Sie vorhanden waren, also im 4:3 bzw. 3:4-Format:

Testeinstellung in Video deLuxe:

  • Effekte/Einstellungen Film/TV-Bildgröße: Haken bei "An (bei Fotos!)", oben/unten 6%, links/rechts 11%, Haken bei "TV Anzeigebereich in Vorschaumonitor einblenden", OK

  • Kontexmenü auf Timeline: Video Cleaning, TV Bild, Haken bei "Randbeschneidungs-Ausgleich, Auf alle anwenden, OK

Für den MPEG-2-Encoder wähle ich bei DVD die Einstellung: CBR 7455, 32/24, 4/2, Deinterlace/Frame und "Use Custom Display Sire im Reiter MPEG-2.

Als Ergebnis liefert Video deLuxe scharfe Bilder, die nur ganz leicht noch an besonders kritischen Bildpartien flimmern/zittern. Die Ergebnisse send besser als mit Uleads  DVD PicturesShow 2, wobei ich die hier beschriebene Methode B vorziehe. Die Shows aus diesem Programm laufen auf meinen beiden DVD-Playern einwandfrei ab.

Überlegt man, welchen Mehrwert man ansonsten noch mit Video de Luxe auch als Videoschnittprogramm hat, dann muss man ehrlich zugeben, dass sich eine zusätzliche Geldausgabe für Foto auf CD& DVD nicht lohnt. Video deLuxe kann eindeutig mehr!

Zu meiner Seite: Video de Luxe

Präsentationssoftware Wings Platinum für unterschiedliche Medien

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Mit Bildern in Adobe PremierePro 1.5 arbeiten

Wie immer kann man die Footage, in diesem Fall Bilder, in das Projektfenster importieren. Von hier aus legt man die Objekte auf die Timeline. An dieser Stelle schon muss man entscheiden mit welchem Pixel-Seitenverhältnis dieses Objekt in der Timeline-Sequenz zu bearbeiten ist.

Standardmäßig wird das Bild mit dem Pixel-Seitenverhältnis aus der Datei in die Timeline-Sequenz vom Projektfenster aus exportiert. Will man dies korrigieren, dann klickt man im Projektfenster das betreffende Bild an und geht über „Datei > Filmmaterial interpretieren...“ zum Dialog Pixel-Seitenverhältnis. Hier klick man „Angleichen an“ und wählt jetzt das passende Seitenverhältnis, z.B.: 1,0-1.067-1,422 usw., die Veränderung wird sofort im Monitorfenster und im evtl. angeschlossenen TV erkennbar. Die Anpassung der Pixel-Seitenverhältnis kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt erfolgen, die Änderung muss aber immer über die Aktivierung der jeweiligen Objekte im Projektfenster eingeleitet werden, ansonsten ist der Dialog über „Datei > Filmmaterial interpretieren...“ nicht möglich. Es ist darauf zu achten, dass die Bildinhalte nicht durch falsche Pixel-Seitenverhältnisse zu Verzehrungen im Bild führen, also z.B. einen Kreis in die Breite auseinander ziehen.

Große Bilder quetscht PremierePro in das vorgewählte Ausgabeformat, wenn man die Option aktiviert hat. Noch bevor die Bilder in das Schnittfenster (Timeline) vom Projektfenster aus exportiert werden, muss man deshalb im Menü Projekt/Projekteinstellungen/Allgemein einen Haken bei „Clips bei Hinzufügen zu Sequenz auf Projektmaße skalieren“ setzen.

Soll das Bild innerhalb der „sicheren Ränder“ später auf dem Bildschirm angezeigt werden, dann müssen mit dem Monitor-Dialog „Sichere Ränder“ die Begrenzungslinien eingeblendet werden auf die man dann  manuell in den Effekteinstellungen gleichmäßig skaliert.

Bei einem 4:3 PAL-Projekt, ist das Projektfenster auf 720 x 576 Pixel eingestellt. Soll nun ein Kreis im Bild im Projekt wirklich rund sein, dann muss dem Projektfenster ein Bild mit 768 x 576 Pixel zu Verfügung gestellt werden. Tut man das nicht und ist der Haken bei „Clips bei Hinzufügen zu Sequenz auf Projektmaße skalieren“ gesetzt, dann wird ein Kreis in die Bildbreite im Verhältnis 1: 1.067 gestreckt, d.h. die Höhe und Breite des Kreises stimmen nicht mehr überein. Ist andererseits der Haken nicht gesetzt, dann bekommt ein Ausgangsbild von 720 x 576 Pixel links und rechts einen Streifen von je 48 Pixel, was bei Projektion mit einem Beamer etc. störend sein kann. Es ist deshalb wichtig, das man das Zusammenspiel der verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten in Premiere Pro genau aufeinander abstimmt.

Unter Bearbeiten/Voreinstellungen /Standbild kann die Anzeigedauer der Standbilder in Frames vorgewählt werden. Hierbei entsprechen 25 Frames einer Sekunde. Mit dem dritten Schalter von links auf der Fußzeile des Projektfensters kann man nun die Bilder automatisch einer Sequenz im Schnittfenster hinzufügen, wenn man eine Auswahl im Projektfenster getroffen hat. Man kann in dem folgenden Dialog angeben, dass die Standardüberblendung zu übernehmen ist und gibt hier auch gleich an wie groß die Clipüberlappung in der Anzahl von Frames sein soll. Die Standardüberblendung kann man im Reiter Effekte des Projektfensters auswählen und nach klicken des kleines Pfeiles rechts oben auf dem Reiter als Standardüberblendung festlegen.

Empfehlenswert ist es, große Bilder vor dem Import in das Projektfenster von PremierePro bereits auf die richtigen Formate zu skalieren, weil dann auch keine großen Dateien von PremierePro verwaltet werden müssen. Dafür kann man z.B. das kostenlose Programm IrfanView im Batchbetrieb einsetzen, wenn gleich mehrere Bilder skaliert werden sollen. Bilder, die nicht dem Seitenverhältnis von 768/576 = 1,333 entsprechen, müssen notfalls erst auf das Seitenverhältnis 1,333 zugeschnitten werden, damit bei der folgenden Skalierung auf 768 x 576 Pixel die Bildinhalte nicht in sich deformiert werden (Kreis!).

Die so in der Sequenz angeordneten Bilder flimmern oft. Diesem Flimmern1) kann man auf zweierlei Art begegnen: man klickt mit der rechten Maustaste auf den Timeline-Clip, wählt den Dialog „Halbbildoptionen“ und aktiviert hier den Punkt „Flimmern reduzieren“. Manchmal reicht bei feinen Strukturen im Bild auch dies nicht aus, in diesem Fall muss dann noch ein Filter über den Clip gelegt werden. Dazu wählt man aus dem Reiter „Effekte“ und „Videoeffekte“ einen Weichzeichner aus, meist reicht da schon „Glätten“ auf dem Clips aus. Mit dem Filter „Kameraweichzeichner“ kann man den Weichzeichnungseffekt stufenlos einstellen. . Unerlässlich ist es bei Arbeiten mit Filtern das Bild von der Timeline in Echtzeit auf einem angeschlossenen TV zu haben, denn nur so ist die richtige Beurteilung des späteren Ergebnisses möglich. Auf dem Schnittmonitor kann man das nicht erkennen!

Nun waren alle bisherigen Tipps hier nur auf statische und nicht bewegte Bilder bezogen, deshalb als nächstes ein paar Hinweise zu Bewegungen über einem großen Bild.

1) Feine Strukturen können zwischen den Halbbildern hin- und herspringen, man nennt das Halbbildflimmern. Aus diesem Grund sollte man auch immer Grafische Elemente im Bild mit einer Liniendicke größer als ein Punkt wählen.

Bilder animieren, z.B. Flug über ein Bild mit Premiere Pro:

Dafür braucht man zuerst ein großes Bild, z.B. 2288 x 1728 Pixel von meinem Camcorder Panasonic NC-GS400. In diesem Fall darf man im Menü Projekt/Projekteinstellungen/Allgemein, keinen Haken für „Clips bei Hinzufügen zu Sequenz auf Projektmaße skalieren“ setzen. Ein kleines Bild würde da nichts nützen, da die Qualität schlecht ausfallen würde.

Das große Bild sieht man dann nur in einem Ausschnitt von 720 x 576 Pixel im Monitorfenster, also wie durch eine Lupe. Bei den Effekteinstellungen kann man jetzt das Bild noch skalieren, wenn gewünscht. Im Bewegungsmenü der Effekteinstellungen setzt man nun z.B. am linken Rand einen Start-Keyframe fest, von dem aus die Fahrt über das Bild beginnen soll. Nun setzt man weitere Keyframes je nach dem gewünschten Bewegungsablauf, z.B. auch für Zoom oder Drehung. Klickt man mit der rechten Maustaste auf die Keyframes, dann kann man noch verschiedene weitere Optionen dazu auswählen, wie Bezier-Kurven oder langsames einschwenken und ausschwenken.

Mit Rechtsklick auf die fertige Bewegungsanimation, kann man diese dann als Vorgabe speichern für andere Bilder, dort ist dann nur noch eine evtl. Anpassung vorzunehmen und fertig ist die Animation für ein weiteres Bild.

Premiere Pro 1.5 verfügt über eine Menge von guten Funktionen und Effekteinstellungen.

Entdecken und verstehen kann man sie aber nur dann, wenn man mit dem Programm intensiv arbeitet.

ProShow Gold 2.0

Aus dem DVD-SVCD-Forum habe ich den Hinweis auf das Programm ProShow 2.0 erhalten, welches alle Wünsche erfüllen soll. Ich habe mir die Trial-Version heruntergeladen um einen kleinen Test damit zu machen.

Übersicht mit Storyboard

Auswahl der Übergangseffekte

Effekt-Menü

Authoring-Menü

Ausgabe Optionen mit: "Including original show content on DVD"

Das SVCD noch lange nicht tot ist beweist ProShow sehr eindrucksvoll. Eine tolle Bildqualität schon auf einer SVCD, die den meisten Ansprüchen wohl genügen kann. 

Die Safe Zone für den sichtbaren Bereich habe ich auf  3 x 3 % für meinen 100Hz-TV eingestellt.

Folgende Seitenverhältnisse muss das Bild haben um einen Kreis im Bild als Kreis am TV darstellen zu können:

  • Landscape-Bilder : 1,27 : 1
  • Portrait-Bilder: 1: 1,39

Ich habe diese Verhältnisse durch einfache Messungen am Bildschirm und Dreisatzrechnung ermittelt. Diese Seitenverhältnisse gelten für alle Formate zur TV-Ausgabe.

Das notwendige Resizing auf die oben angegebenen Verhältnisse habe ich mit IrfanView 3.8 im Batchbetrieb durchgeführt.

Unter der Vorschau ist ein grüner Balken zu sehen mit der benutzen Speicherkapazität des Mediums. Die Bilder werden aus dem Browser auf das Storyboard gezogen. Es gibt eine ganze Menge toller Übergänge, deren Wirkung im extra Fenster einfach beim drüberfahren mit dem Mauszeiger im verkleinerten Bild bewertet werden kann.

ProShow kann:

  • Video-CDs von VCD bis XSVCD erstellen
  • Videos auch in DVD-Qualität erstellen
  • Auto-Run CDs für den PC erstellen

Will man eine Show auf DVD erzeugen, dann muss vorher ein DVD-Video erstellt werden und dann mit einem Authoring-Programm, am besten mit PowerTools 1.3 bearbeiten und auf DVD brennen.

Selbstverständlich kann man die Miniaturbilder im Fenster mit den Bildminiaturen durch Verschiebung mit der Maus vorsortieren und dann komplett in das Storyboard ziehen. Titel, Hintergrund und Soundtracks können der Show hinzugefügt werden, auch ein Blank Slide kann eingefügt werden. Die sichere Anzeigezone für den TV kann eingestellt werden. Shows können für 4:3 und 16:9 Fernseher erstellt werden. Original-Bilder können den Video-CD hinzugefügt werden.

Das SVCD-Authoring ist sehr einfach, für jede Show kann ein Menübild angelegt werden. Kapitel gibt es nicht!

Noch bessere Ergebnisse erreicht man mit einer Ausgabe zu einer DVD-MPEG-2. Die höhere Bitrate verbessert feine Details in den Bildern und und die Bildübergänge. Ferner kann man mit einem externen Authoring auch Kapitel anlegen um bei vielen Bildern verschiedene Einstiegspunkte zu schaffen. Allerdings kann man in diesem Fall die Originalbilder leider nicht zusammen auf eine DVD brennen, wie bei SVCD oder XSVCD.

Immer sollte das Anti-Flicker-Filter in ProShow mit einem Haken aktiviert sein, sonst hat man es mit Bildpartien zu tun, die flimmern und zittern!

Was mir ferner bei diesem Programm angenehm aufgefallen ist, dass das vom Programm erzeugte Resizing an schrägen Kanten zu keinen Treppenstufen führt. 

Das Fenster für das Bildverzeichnis ist viel zu klein um ein größeres Bilder-Projekt zu überblicken. Ich setze dafür Uleads PhotoImpact Album (sehr schnell!) ein, welches in den Kompaktmodus geschaltet wird. Hier in einem separaten Fenster können Bilder in eine logischer Folge sortiert werden und per "Drag and Drop" dann in das Storyboard von ProShow kopiert werden.

Für die Vertonung braucht man meist mehrere Musikstücke. Diese bereitet man am besten in einem extra Verzeichnis bereits vor und holt diese dann in ProShow in eine Tabelle. Die Reihenfolge kann man dort sortieren. Ebenso kann dort die Dauer der Einblendung und Ausblendung für jedes Stück bestimmt werden. Leider kann man im Stoyrbord mit Hilfe der Maus die Musikstücke nicht den Bildsequenzen anfassen. Man muss das in der Tabelle in Sekunden eingeben und durch mehrfache Korrektur die Ein- und Ausstiegspunkte festlegen. Für Überlappungen gibt man - (Minus!) ein.

Weitere Funktionen können der Hersteller-Homepage entnommen werden.

Eine Timeline fehlt, ebenso die vielen Möglichkeiten für Bewegungs- und Überlagerungseffekte, die  Magix Foto auf CD & DVD 2.51 oder Video deLuxe 2003/2004 zusätzlich bieten. Das ist allerdings nur sehr zeitraubend zu realisieren!

Die Ergebnisse mit ProShow Gold 2.0 machen jedoch echt Freude, die Bilder sind auf dem TV blitzblank, ohne Flimmern und Zittern sowie Moiré-Effekte und das ist bei einer Show am TV die wichtigste Angelegenheit.

Will man eine einfache, aber bezüglich der Bildqualität beste Dia-Show für den TV schnell gestalten, dann überzeugt dieses Programm auf der ganzen Linie. Selbst Animationen mit Bilden sind zwischenzeitlich möglich, z.B. Zoom Effekte.

Ich habe mir dieses Programm in der Vollversion für meine Sammlung zugelegt. Es fallen Kosten an von 60,50 $ bzw. 53,27 €uro für die Freischaltung der Download Trail-Version.

Zusammenfassung

Zunächst ein Wort der Relativierung von PC-Testbildern, die in 600% Vergrößerung aus einer PC-Datei erstellt werden und man damit Schlussfolgerungen auf die Bildgüte am TV ziehen will. Zwar sind solche Vergleiche hilfreich um Ursachen von Encoding-Fehlern oder Wirkungen von Filtern zu testen, jedoch ist bei der Betrachtung am TV, der Gesamteindruck des TV-Bildes entscheidend und man schaut sich dort die Bilder auch sehr nur selten mit 600% Vergrößerung des MPEG-Files an!

Es ist schon erstaunlich welche Verrenkungen man machen muss um Bilder in den richtigen Proportionen (Kreis muss Kreis bleiben!) auf den TV zu bringen. 

Alle hier vorgestellten Programm erstellen praktisch eine MPEG-1/2 Video-Datei aus den Bildern. Man kann nicht von Bild zu Bild springen, es sei denn man hat Kapitel im Authoringprogramm angelegt (pro Show-Film 99 Bilder!).

Ein gutes Programm ist auf jeden Fall Ulead PhotoExplorer 8, ideal um Bilder auszusortieren und grundsätzliche Verbesserungen durchzuführen sowie Dia-Shows für den PC mit Archivierung der Originalbilder zu erstellen. Für Batch-Bearbeitung von Bildern empfehle ich jedoch das Freeware - Programm Irfan View 3.8.

Zwar kann man mit Pinnacle Studio 8.7.14 sehr gute TV-Dia-Shows erstellen, PC-Dia-Shows mit Original-Bildarchiv muss man dann aber in einem weiteren Arbeitsgang mit einem externen Programm erstellen. Eine Anpassung der TV-Show an den sichtbaren TV-Bereich, kann Studio 8 leider nicht realisieren. Wesentlich besser geeignet ist dafür als Videoschnitt- programm Magix Video de Luxe 2003/2004, welches auch über die Anti-Cropping - Funktion verfügt.

Magix Video deLuxe 2003/2004 landet bei mir auf Platz 2, weil noch geringe Flimmer- und Zittereffekte sowie Moiré-Effekte partiell vorhanden sind. Magix Foto auf CD & DVD 2.51 fällt derzeit für mich aus, weil mein Pioneer-Player die produzierte DVDs in 16:9 statt 4:3 abspielt. Die Bildgüte ist identisch mit Video deLuxe.

Uleads  DVD PicturesShow 2 liefert mir selbst mit dem Patch 2.01 Bildpartien in welchen es flimmert und zittert. Außerdem sind die Bearbeitungsmöglichkeiten sehr spartanisch ausgefallen.

Adobe Premiere Pro 1.5 ist ein Spezialfall um Bilder in Videofilme einzubinden, dann aber kann man dies sehr gut machen, z.B. über große Bilder fliegen, in diese hineinzoomen, mit Filtern belegen usw. Für reine Dia-Shows Erstellung wäre dieses Programm allerdings zu umständlich zu handhaben und Original-Bilddateien kann man nicht so einfach mit auf die DVD brennen. Besser ist für eine reine Dia-Show, schon eher ProShow Gold geeignet. 

Erwähnen möchte ich noch eine Möglichkeit, die neue DVD-Player bieten um sich Standbilder anzusehen. Bilder werden auf eine CD/DVD als Daten gebrannt und als sog, Stillbilder dann vom Menü des Players jeweils mit der Next-Taste abgespielt. Somit kann man die Bilder auf dem TV stehen lassen, so lange man will. Bei einem MPEG-Stream muss man dagegen die Pause-Taste betätigen um das gewünschte Bild anzuhalten.

Tipp 1: Dia-Show mit Pro- Show Gold auf einer DVD

Mein derzeitiger Favorit ist in der Summe aller meiner Testversuche das Programm ProShow Gold 2.0 auf Platz 1 in DVD-Qualität. Oft reicht hier aber bereits eine SVCD oder XSVCD für eine wirklich beeindruckende TV-Show aus. Die Bilder sind absolut flimmer- und zitterfrei und ganz klar und es stehen wunderschöne Blenden zu Verfügung.

Mit diesem Programm kann man zwischenzeitlich direkt auf die DVD eine Dia-Show brennen, zusätzlich kann man optional auch die Original-Bilder in einen gesonderten Ordner auf die DVD brennen, so dass man jederzeit auf die Originalaufnahmen zugreifen kann.

Ebenfalls kann man mit diesem Programm auch Menüs für DVDs erstellen um die Show perfekt vorführen zu können.

Man kann mit diesem Programm natürlich auch MPE2-Videosequenzen erstellen und diese dann zum Beispiel in ein Videoschnittprogramm importieren und dort in ein Video integrieren.

Achten Sie bei der Präsentation auf Ihrem TV, dass Sie beste Verbindungen zwischen Standalone-Player und dem TV herstellen. Ich bevorzuge eine S-VHS-Verbindung zum TV für die Videoübertragung.

Vielleicht habe ich mit meinem Bericht hier den Lesern eine kleine Anregung für eigene Versuche geben können. Was hier steht ist mein derzeitiger Erkenntnisstand. Die Dia-Leinwand hat bei mir jedenfalls ausgedient!

Tipp 2: Dia-Show ganz ohne Programm herstellen

Dafür benötigt man einen DVD-Player, der JPG-Bild-Dateien unmittelbar selbstständig und ohne irgendeinem Authoring darstellen kann. Genau das kann der Yamakawa dvd-215. JPEG Auflösungen werden in 640x480, 1280x960 und 2272x1704 bis 5MegaPixel abgespielt mit diesem Player.

Dieser Player listet Bilddateien von einer CD/DVD in Listenform auf, oder als Thumbnails auf dem TV. Man kann jedes einzelne Bild anspringen und auf dem TV darstellen, oder auch eine Dia-Show ablaufen lassen.

Die Bilder werden einfach im Festplattenverzeichnis sortiert und mit NERO auf eine Daten-CD/DVD in Originalaulösung gebrannt. Spielt man eine Dia-Show von der CD/DVD nun auf dem Player ab, dann werden die Bilder in die TV-Auflösung "eingepaßt". Nichts flimmert und die Schärfe ist einwandfrei. Es werden auch keine Ränder von den Bildern abgeschnitten. Jederzeit hat man die auf CD/DVD archivierten Bilder verfügbar um die hohe Auflösung für Bildbearbeitung auf den PC zu Verfügung zu stellen.

Die Dia-Show wird mit einer Schiebeblende automatisch vom Player realisiert, man kann die Bilder auch in 90 Grad-Schritten drehen, falls mal ein Bild auf dem Kopf stehend auf das Medium gebrannt worden ist.

Man kann sich auch Titel- oder Zwischentiteldias selbst herstellen um eine Einteilung der Dia-Show vorzunehmen, nur vertonen kann man eine solche Dia-Show nicht. Dafür ist die Realisierung einer solchen Dia-Show sehr einfach und sehr schnell mit sehr guten Bildgüte am TV.

Zum Abschluss noch folgendes Thema...

Tipp 3: Immer Ärger mit dem Flimmern...

Wenn im Bild feine Strukturen (Kühlergrill, Gräser) vorkommen, z.B. Linien mit einem Pixel Breite, dann kommt es automatisch zum Halbbildflimmern (die Struktur springt mal in dieses und mal in jenes Halbbild). Videoschnittprogramme bieten hier (z.B. Premiere Pro 1.5: Rechtsklick auf das Bild, Antiflimmer aktivieren) eine Antiflimmer-Schaltung und noch weitere Filter (z.B. Blur, Weichzeichner). 

Wenn ich Bilder im Video verwende oder Dia-Shows erstelle, dann habe ich immer gleichzeitig die volle PAL-Vorschau am TV um sofort zu erkennen, welche Bilder zum Flimmern neigen. Hier wende ich dann den Schalter und die Filterung vom Programm an. 

Wenn das Videoschnittprogramm keine solchen Möglichkeiten bietet, dann muss man die Bilder vorher z.B. in einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeiten und ein wenig Weichzeichner etc. einsetzen. Mit dem Bildbearbeitungsprogramm IrfanView kann man das sehr schön im Batchbetrieb erledigen lassen und dann diese Bilder in das Videoschnittprogramm ziehen.

Wichtig ist die Echtzeitkontrolle am TV, man erspar sich damit sehr viel Ärger!

Hat man keine TV-Vorschau, dann weiß man nie was herauskommt und man produziert nur für die berühmte Tonne...

Hat man sich einmal einen Workflow festgelegt, dann geht nichts mehr schief!

Es gibt nichts, was man nicht verbessern könnte!

Das Zeitalter der HD-DiaShow in Full-HD-Auflösung von 1920x1080 ist angebrochen. Weiter geht es deshalb hier.

22. Mai 2003, Stand: 25.12.2005 B.P.Hennek

 


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Anfragen bitte an den Verfasser: Bruno Peter Hennek.