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Windows 7 für den Videoschnitt

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Windows benötigt man als Betriebssystem in der PC-Welt. Mit Windows XP als Betriebssystem ging es so richtig los mit dem Videoschnitt. im Oktober 2001. Bis heute hat sich dieses Betriebssystem sehr bewährt. Im Januar 2007 ist dann Windows Vista erschienen, es ist aber eher unbeliebt geblieben, vor allem auf Notebooks wirkte es eher als Bremse /3/ und nicht als Fortschritt bezüglich Videoschnitt-Tauglichkeit. Viele bewährte Programme konnte der Videoschnitt-Anwender wegen Inkompatibilität nicht mehr einsetzen. Nun ist aber im Oktober 2009 das neue Windows 7 ausgeliefert worden, es soll an den Erfolg von Windows XP auch für den Videoschnitteinsatz anknüpfen.     

Windows 7 Home Premium

Windows XP hat sich als Betriebssystem für den Videoschnitt bestens bewährt bisher. Alle meine NLE - Premiere Pro CS3, Studio 14 Ultimate Collektion, PowerDirector 8 Ultra und Edius Neo 2.5 Booster - laufen bestens damit auf dem Desktop-PC in der 32-Bit-Version. Auf dem Notebook habe ich Windows Vista Home Premium als Betriebssystem mit PowerDirector 8 Ultra laufen. Alleine schon der Start des Betriebssystems Windows Vista auf dem Notebook dauert eine kleine Ewigkeit und Vista frisst ganz schön Recourcen des Notebooks weg, siehe auch /3/. Mein Ziel ist es später das Notebook evtl. auf Windows 7 umzustellen.

Systemvoraussetzungen nach /2/:

Ab dem 5. Mai 2009 gab es bei Microsoft den kostenlosen Download für Windows 7 Ultimate als Release Candidate mit einem kostenlosen Licenkey bis zum bis zum 1. Juni 2010. Man konnte sich schon mal an das neue Betriebssystem gewöhnen und es vor allem ausprobieren. Der Vista-Nachfolger bietet eine Vielzahl neuer Funktionen an. Die Taskleiste wurde komplett neu gestaltet und es ist viel funktioneller als bisher. Microsoft hat ferner einen W-XP-Kompatibilitätsmodus für Windows 7(MS-HP dazu) angekündigt (nicht für W7 Home Premium!), der die Verwendung speziell für XP programmierter Anwendungen mit dem Vista-Nachfolger ermöglichen soll. Nicht mit im W7 RC steckt der "XP-Modus". Wer den testen wollte, muss sich eine spezielle Version von Virtual PC und eine virtuelle Maschine, in der bereits ein XP vorinstalliert ist, separat herunterladen. Eine recht gute Anleitung um Windows 7 RC parallel zu anderen Betriebssystemen installieren fand man hier.

  

Ich habe zunächst testweise Windows 7 auf meinem Desktop-Videoschnitt-PC installiert (mittlerweile mit einer Nvidia GraKa 9800 GT nachgerüstet!). Dafür habe ich zunächst auf meiner ersten Festplatte eine dritte Partition mit dem Paragon Partition Manager, Version 8.0, build 1681 (29.03.07 ) Special Edition angelegt, den es mit irgendeiner Computer-Zeitschrift mal kostenlos gab. 

Die dritte Partition hat eine Größe von 49,1 GB(NTFS).

Auf diese Partition habe ich nun Windows 7 installiert. W7 stellte auch automatisch eine Internetverbindung her und der CD-Key für die Freischaltung ist von Microsoft unverzüglich übermittelt worden.

Windows 7 hat nun automatisch auch einen Bootmanager /7/ installiert der nach dem Rechnerstart erscheint. Man kann nun von hier aus mit Windows 7 von der Partition J oder dem alten W-XP auf der Partition C starten. Zuerst startet aber immer Windows 7. Will man das nicht, dann kann man per Systemeigenschaften unter Erweitert und Starten sowie Wiederherstellen ändern.

Zunächst Installierte Videoschnittprogramme unter Windows 7:

  • Pinnacle Studio 12 Ultimate
  • Cyberlink PowerDirector 8 Ultra

Die Installation bereitete keinerlei Probleme, die Programme arbeiten normal.

Sowohl das Betriebssystem, also auch die Videoschnittprogramme starten schnell, wie schon von 
W-XP her gewohnt.

Windows 7 wird es in verschiedenen Versionen geben, siehe /1/.

Tempotest bei Rendering eines Videos:

Für den Videoschnitt ist das Tempo für das Vorschaurendering und das finale Rendering in eine Videodatei relevant.

Hier ein Ergebnis meiner Tests (PC noch mit einer GraKa mit ATi-Chip HD 2600 Pro):

1 Minute Rohvideo

Effect/Dateisystem

PiP Invertieren MP4-720p
Windows Xp+SP3 94 sec 90 sec 149 sec
Windows 7 Ultimate 129 sec 93 sec 149 sec

Gerendert: HDV-Material mit Pinnacle Studio 12 Ultimate in eine finale Datei.

Hintergrundrendering war deaktiviert, Hardwareunterstützung zugeschaltet.

Ein echter Gewinn bei den Renderingzeiten stellt sich erst bei Einsatz der CUDA-Technologie mit dem Nvidia Grafikkartenchip 9800 GT ein, siehe hier, unabhängig vom Betriebssystem.

Cinebench R10:

Die Leistung der OpenGL-Schnittstelle nimmt also in diesem Fall bei Windows 7 ab.

W-XP-Kompatibilitätsmodus für ältere Programme:

Es sah nach den Meldungen in PC-Magazinen aus, als ob dieser Kompatibilitätsmodus für alle W7-Versionen mitgeliefert wird. Dem ist aber nicht so: Der XP Mode steht nur ab Windows 7 Professional zur Verfügung, nicht aber in Windows 7 Home Premium.., man sollte aber auch dies hier lesen: "XP-Modus".

Lösung: man muß die W-XP-Partition mit den benötigten älteren Programmen die evtl. unter Windows 7 nicht laufen, weiter in Betrieb lassen.

Quelle

Eine andere Lösung ist in Chip 09/2009 beschrieben worden!

Windows 7 für 32/64Bit-Systeme konnte man ab 15. Juli vorbestellen für 49,97 Euro:

  • Upgrade-Informationen siehe /9/
  • Um nach der Installation von Windows 7 ins Internet gelangen zu können, benötigen man einen Webbrowser. Es ist deshalb sicherzustellen, dass vor der Installation z.B Internet Explorer, FireFox, Chrome, Opera oder einen anderen Webbrowser auf CD-ROM oder USB-Stick vorhanden ist.

Ich habe Windows 7 Home Premium 32/64-Bit deutsch am 15. Juli 2009 bei Amazon bestellt, es soll am 22. Oktober 2009 ausgeliefert werden. Der Preis bei Amazon war 49,97(kostenlose Lieferung!) statt EUR 119,99, allerdings nur für ca. 7 Minuten, dann waren alle verfügbaren Licenzen weg! 

Vorläufiges Fazit:

In der 32Bit-Version rendert das alte Windows XP in einigen Konstellationen schneller!

Die Leistung der OpenGL-Schnittstelle nimmt bei Windows 7 ab, ebenfalls unter 32Bit.

Im Cinebench R10 nimmt die Leistung des 64-Bit Systems um ca. 24% zu, was für die Timelinearbeit vorteilhaft wäre.

Ein echter Gewinn bei den Video-Renderingzeiten stellt sich bei Einsatz der CUDA-Technologie mit dem Nvidia Grafikkartenchip 9800 GT ein, sehe hier, es funktioniert allerdings unter allen Betriebssystemen, hat also jetzt nichts mit Windows 7 zu tun!

Ein echter Performance-Gewinn durch Windows 7 im Cinebench R10, im Vergleich zu W-XP, ist offensichtlich erst in der 64Bit-Version zu erwarten, falls man dafür geschriebene 64-Bit Programme hat.

Vorhandener Drucker Canon Pixma iP4000 ist ist von W7 erkannt worden. Für den Scanner Canon CanoScan Lide 20 hat sich W7 aus dem Netz einen passendenTreiber geholt.

Als Disk Brennprogramm habe ich Nero Reload 9 (zertifiziet für W7) installiert.

Nach und nach werden wichtige Programme auf W7 installiert. Was unter W7 nicht einwandfrei läuft aber noch benötigt wird, bleibt unter W-XP. Per Multiboot kann man ja schnell zum jeweiligen Betriebssystem wechseln.

Windows 7 Home Premium (32Bit) wird installiert:

Am 22. Oktober 2009 lieferte Amazon tatsächlich das vorbestellte W7 als 32 und 64 Bit-Version an!
Das Handbuch "Windows 7 auf einen Blick" gab es per PDF-Download kostenlos von Microsoft.

Zunächst ging es darum, nach der W7-RC-Testphase, den normalen Bootmanager für W-XP zu aktivieren bevor W7 RC von der eigenen Partition gelöscht wurde. Im Bios ist der PC-Start auf DVD-ROM umgestellt worden, dann ist der PC mit der W-XP Disk gestartet worden und die Wiederherstellungs- konsole gewählt worden (R). Nacheinander sind nun folgende Befehle per Tastatur eingegeben worden:

Fixboot
Fixmbr
Bootcfg /rebuild

Nun hatte W-XP wieder den ursprünglichen Bootmanager zurück. Jetzt ist mit Hilfe des Explorers die Partition für Windows 7 neu formatiert worden. Danach konnte der PC von der neuen Windows 7 Installationsdisk gestartet werden. Man folgt einfach den Anweisungen, ganz am Ende wird der CD-Key eingegeben und die Installation bei MS angemeldet. Da ein Anschluss an das Internet aktiv ist, sind gleich ein paar Updates von MS nachinstalliert worden.  Windows 7 installierte einen neuen Multi-Bootmanager mit dem man wahlweise nach dem PC-Start entweder W-XP oder Windows 7 starten kann (kannte ich schon aus der W7-RC-Testphase). Jetzt war es höchste Zeit AntiVir zum Schutz zu installieren.

Die Installation war damit abgeschlossen, es folgte anschließend eine Abbildsicherung und folgend dann die Programminstallation.

Windows 7, 64 Bit-Version (Home Premium):

Die Zukunft liegt sicher nicht im 32-Bit, sondern 64-Bit-System. Dies vor allem dann wenn ein solches PC-System mit z.B. 8 GB RAM ausgestattet wird.

Ende 2009 baute ich mir deshalb einen neuen Rechner auf Bassis des Intel i7-870 Prozessors. Nun ist auch die Zeit für ein 64Bit-Betriebssystem bei mir angekommen.

Die Installation von Windows 7-64Bit Home Premium klappte problemlos, habe jetzt kein Dualboot-System mehr, also ein drastischer Betriebssystemschnitt. Entscheidend war für mich dieser Schritt, weil alle hier verfügbaren Videoschnittprogramme mit dem 64Bit-Betriebssystem laufen.

Eine Überraschung gab es mit dem Canon Scanner Lide 20, weit und breit war bei CANON kein W7-64Bit Treiber dazu zu finden. Zwar gibt es da noch die Scansoftware VueScan, die kostet aber auch Geld (79,95 $ in der Pro Version!). Mit unseren zweiten Scanner Epson Perfection V200 Photo gab es daggen kein Problem. Darauf hin habe ich mir den aktuelleren Scanner Epson Perfection V300 Photo zugelegt.  Für den Drucker CANON PIXMA IP4000 habe ich lauffähige Software für W7-64Bit gefunden, z.B. für "CD LabelPrint" und "Easy PhotoPrint", für mich sind das sehr wichtige Nutz-Programme. Erstaunlicherweise läuft bei mir auch das "uralte" Ulead COOL 3D Studio weiter. Nichts geht mehr dagegen mit ehemaligen DOS-Programmen (in meinem Fall  per Quick-Basic selbst programmierte technische Berechnungsprogramme).

Gut gefällt mir, dass man mit dem W7 eigenen Brennprogramm Disc-Rohlinge mit Bordmitteln brennen kann. Um auch noch Blu-ray brennen zu können, genügt die Installlation des Freewareprogrammes ImgBurn und schon ist man komplett.

Probleme mit der Videokameraerkennung per Firewireanschluß?

Im Digitalschnittforum ist folgender Vorschlag vor einiger Zeit gepostet worden:

  1. Gerätemanager aufrufen
  2. IEE 1394 Bereich aufklappen - Doppelklick auf das Gerät
  3. Registerkarte "Treiber" wählen
  4. "Treiber aktualisieren"
  5. "Auf dem Computer nach Treibern suchen"
  6. "Aus einer Liste von Gerätereibern..."
  7. "OHCI-Treiber (alt)" o.ä. auswählen - fertig!

Windows 7 bringt intern 3 verschiedene Treiber für die Firewire mit, einfach einen der beiden anderen probieren.

An das E-Mail Programm "Windows Life Mail" mußte ich mich erst gewöhnen. Vorgeschaltet habe ich wieder den Mailwasher um unerwünschte Mails gleich auf dem Server meines Providers löschen zu können. 

Den MS-Explorer gibt es auch in einer 64Bit-Version. Dazu gibt es aber noch kein 64Bit-Flash-Player Plug-in. Man muss deshalb noch die 32Bit-Version des MS-Explorers als Browser für das Internet benutzen, sonst sind Videos von Vimeo z.B. nicht abspielbar.

Der Windows Media-Player 12 ist stark verbessert worden, praktisch alle Videoformate hier bei mir kann man damit abspielen. Sinnvoll ist es noch zusätzlich den kostenlosen MPC HC als MediaPlayer  in der 64Bit-Version zu installieren, er ist deitlich schlanker als z.B. der Power-DVD Player von Cyberlink. CoreAVC als Decoder oder ffdshow als Filter mit diversen Codec-Einstellungen kann man ebenfalls dazu installieren, sie sind hilfrich zum Beipiel wenn man eine DVB-S2 Karte für den HDTV-Empfang in den PC einbaut wie das bei mir der Fall ist. Sinnvoll ist es vorher eine Systemsicherung mit Bordmitteln von Windows 7 abzuspeichern um wieder zum Zustand davor zurückkehren zu können.  Mit CoreAVC oder ffdshow  kann man Videos in H.264-AVC sehr flüssig mit dem Media Player Classic Home Cinema abspielen. Mit dem "Direct Show Filter Manager" kann man den Merit auf 0 setzen um unerwünschte Encoder abzustellen.

Windows Live Fotogalerie  kann man sich kostenlos von der MS-Homepage herunterladen.  Man braucht dann kaum eine weiter Fotogalerieapplikation. GIMP und Paint.NET kann man ebenfalls als Gratis-Applikation gut einsetzen. Mein altes Ulead PhotoImpact 10 läuft auch unter W7-64Bit.

Open Office fehlt bei mir natürlich genauso wenig wie Google Earth.

Zwar hat Windows 7 ein eigenes Dekomprimierungs- und Komprimierungstool, 7-Zip ist aber schneller und effizienter einsetztbar, somit sollte man sich dieses Tool hinzu installieren.

Die DVB-S2 Karte Hauppauge WinTV-NOVA-HD-S2 läuft zusammen mit dem DVBViewer bestens mit allen derzeit verfügbaren Free-HDTV Sendern.

Die Systemsteuerung ist in der Standardarstellung unübersichtlich verschachtelt. Ich habe die Ansicht umgestellt, so dass alle Funktionen in einem Fenster zu finden sind und nicht herumgeschaltet werden muss.

Im Cinebench R10 erreicht schon der nicht übertaktete i-870 ca. 19073 CB-CPU mit Windows 7-64Bit, bei dem übertakteten Q-6600 waren es 10575 CP-CPU unter Windows 7-32Bit.  Eine Leistungs- steigerung also von 1,8fach bei der CPU und im Falle Open-GL beträgt der Steigerungsfaktor 1,63fach.

Schaun' mer mal

/1/ Windows 7 - Versionen (Wikipedia), siehe auch hier (Microsoft).

/2/ Die Performance-Schlacht

/3/ Vista gegen XP: SP3 schlägt SP1 deutlich

/4/ ChromeOS-Google kündigt eigenes Netbook-Betriebssystem an

/5/ Linux-Betriebssystem

/6/ Apple - Betriebssystem

/7/ Bootmanager anpassen

/8/ Bios Einstellungen

/9/ Wndows 7 Upgrade Informationen

/10/ Der Upgrade-Trick

Bruno Peter Hennek, 10.Mai.2009, 07.03.2010



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