Studien der
KV-Schleswig Holstein (02.02.2000) und KV-Nordrhein (06.11.1998) haben belegt, dass es
Betroffene mit einer umweltbedingten Erkrankung gibt - in 77 bzw. 63% der
untersuchten Fälle. Dem TAB-Bericht (Nr.
63- 09/1999, Seite 85) des Deutschen
Bundestages kann entnommen werden, dass sogar die konservativen Umweltambulanzen an den
Deutschen Universitäten in 10-20% der Fälle eine umweltbedingte Erkrankung feststellen
konnten.
In der
Psychiatrie soll der Prozentsatz der umweltbedingt Erkrankten im Extremfall bei 70%
liegen, in der allgemeinmedizinischen Praxis dagegen bei 20%. Umweltmedizinische Praxen
diagnostizieren eine umweltbedingte Erkrankung in 30-50% der Fälle. Dies berichtete Dr.
P. Germann in "umwelt medizin gesellschaft" Nr. 4/2000.
Niemand kennt
exaktere Zahlen, weil es eigentlich niemanden interessiert, aus psychischen Diagnosen eine
umweltmedizinische zu machen. Man verlässt sich lieber auf die „zuverlässige“
psychische Erkrankung, als auf die nicht nachweisbare umweltmedizinische Komplexlösung.
Viele Vertreter der Universitäten haben bei umweltbedingten Erkrankungen offensichtlich
keine Probleme, die Psychogenese in den Vordergrund zu schieben. Weder die Psychiatrie
noch die Psychosomatik sind in der Lage Harte Fakten für Ihre Diagnosen darzustellen (sh.
ebenfalls TAB-Bericht).
Gegner der
umweltmedizinischen Diagnostik suchen ständig nach „objektivierbaren“
Ableitungen zu umweltbedingten Erkrankungen, die nie gefunden werden. Andererseits wissen
wir, dass es sehr sensible Patienten und Therapeuten gibt, die weit mehr erfassen können
als andere. Wer kann schon den Kopfschmerz messen oder den Grad des Schwindels bzw. den
Grad der Angina pectoris? Niemand kommt doch innerhalb von drei Jahren durch seine
psychische Last zur Psychose, Asthma oder Allergien?
Es ist keine
Spekulation mehr, dass viele Patienten mit ähnlich komplexen Störungen und Krankheiten,
durch Aufnahme von toxische Substanzen oder bei eine dauerhaften elektromagnetische
Belastung oder Freisetzung von giftigen Zahnfüllstoffen erst krank geworden sind.
Durchaus bietet hier die Umweltmedizin bereits Objetivierungsmöglichkeiten an, wie z.B.
die umweltmedizinische Anamnese, Gehirnfunktionsdiagnostik, genetische Dispositionstestung
und Biomonitoring/Umweltmonitoring.
Seit dem
Holzschutzmittelprozess (1984 bis 1996) ist die „Eiszeit“ gegenüber
umweltbedingt Erkrankten in diesem Lande ausgebrochen. In diesem Prozess ist der
Öffentlichkeit erstmals etwas von gelenkten Gutachtern bekannt geworden, die eng mit den
Interessen der Industrie verknüpft sind. Wann wieder „Tauwetter“ zu erwarten
ist, weiß heute niemand.
Betroffene und
Betroffenenverbände haben die Hoffnung auf Gerechtigkeit für umweltbedingt Erkrankte
aufgegeben. Auch die derzeit herrschende Regierung packt dieses Thema nicht an. Die etwa
15% umweltbedingt Erkrankten in der Bundesrepublik sind ohne Lobby ...
Jedem
Leser dieser Homepage wird empfohlen, die Bücher von Prof. Dr. Schöndorf „Von
Menschen und Ratten“ und Antje Bultmann „Käufliche Wissenschaften“ sowie
von Prof. Maschewsky „Psychisch gestört oder arbeitsbedingt krank?“ zu
lesen und ein Licht wird aufgehen.
Wir
haben uns vorgenommen über Umweltbelastungen und umweltbedingte
Erkrankungen aus der Erfahrung von Betroffenen und dem aktuellen
Kenntnisstand zu berichten und damit einen Beitrag zur
Bevölkerungsaufklärung zu leisten. Hysterie zu schüren liegt uns fern,
dafür sorgen schon die Boulevardblätter und viele Beschwichtigungs-
experten sowie Politiker in dieser Gesellschaft.
Umweltbedingte
Erkrankungen lassen sich objektivieren, man muss nur die vielen Veröffentlichungen und
Studien dazu lesen wollen. Derartige Erkrankungen können heute nicht mehr mit
statistischen Hintergrundrauschen abgetan werden.
Wir empfehlen
Ihnen liebe Leser die richtigen Fragen an diese Gesellschaft zu stellen, dazu ist es nie
zu spät ...
Bruno Peter
Hennek, 30.10.2000 Werbung: 
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