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dreirot.gif (890 Byte) Bio ist nicht gleich Öko!

Die Marke "Bio" ist entzaubert - Nitrofen sei Dank. Da nützt es gar nichts, dass inzwischen weit mehr konventionelle Höfe als ökologische geschlossen wurden.

    Inzwischen wissen wir:
  • Bio ist noch lange nicht Öko!

    Eine der Grundregeln im Ökolandbau heißt:
  • 97 Prozent des Futters für die Tiere muss vom eigenen Acker kommen.
Diese zwingende Vorschrift wird offensichtlich sträflich außer Acht gelassen. Sonst wäre nicht in so vielen Biohöfen so viel Fremdfutter aufgetaucht wie es der Nitrofen-Skandal deutlich machte. Die Bauern mögen zwar biologisch wirtschaften, aber ökologisch ist es nicht, wenn das Futter von überall her über weite Strecken kommt!

Und ökologisch ist es auch nicht, wenn Landwirte zwar nach den Regeln der Bioverbände wirtschaften, aber ihre Energie über Gas und Öl aus Sibirien und Arabien beziehen. Bio-Landwirte arbeiten nur dann auch ökologisch, wenn sie auch Energiewirte sind: Über Biogasanlagen, Biomasse-Heizungen, eigene Wind- oder Wasserkrafträder oder Solaranlagen.

Die Marke "Bio" kann aber ohne "Öko" ihre emotionalen Versprechen von der Kreislaufwirtschaft nicht einlösen. Das erneuerbare Energiengesetz sorgt dafür, dass auch Landwirte ihre alternative, erneuerbare Energie wirtschaftlich betreiben können. Ausreden gibt es nicht mehr.

In der Regel wirtschaften Biobauern ökologischer, energie- und umweltschonender und vor allem bodenschonender als ihre konventionellen Kollegen. Öko-Heilige sind sie deshalb aber nicht. Auch Teilzeit-Heiligkeit ist ja ein Fortschritt.

Quelle: Sonnenseite von Franz Alt

 Nitrofen: Kein Öko Skandal

dreirot.gif (890 Byte) Protest bei dem BfArM gegen Amalgam-Info

Der Petitionsausschuss des Bundestages hatte 2002 auf Eingabe von Patienteninitiativen beschlossen, dass Amalgam so wenig wie möglich verwendet werden soll, als auch dass Risikopatienten besser zu versorgen sind. Dies soll erreicht werden mit:

a) der Informationsschrift des BfArM "Amalgam in der zahnärztlichen Praxis"
b) den Empfehlungen der BZÄK "Empfehlungen zur Versorgung von Risikopatienten"

Die Informationsschrift des BfArM existiert bereits als Entwurf. Von vielen Patienteninitiativen wird gegen den derzeitigen Text protestiert. Unseren Protest haben wir am 10. Juni 2002 abgeschickt mit folgendem Text:

                                                                                                           An das

Bundesinstitut für Arzneimittel
und Medizinprodukte
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

53175 Bonn

Stellungnahme zum Entwurf der Informationsschrift des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Amalgam in der zahnärztlichen Praxis“

Sehr geehrte Damen und Herren,

die SHG Chemikalien- und Holzschutzmittelgeschädigte ist bereits seit 1993 für Betroffene mit einer umweltbedingten Erkrankung im Einsatz. Während dieser Zeit sind allein in dieser mehrfach öffentlich ausgezeichneten Selbsthilfeinitiative über 2500 Betroffene mit einer Intoleranz auf Chemikalien, Schwermetalle und Zahnfüllstoffe erfasst worden.  Der Toleranzverlust auf diese Stoffe, mit erheblicher gesundheitlicher Problematik für die Betroffenen, ist nach vorliegenden Erfahrungen auf chronische Belastung mit diesen Stoffen zurückzuführen. Ist der Toleranzverlust erst einmal eingetreten, dann genügen bereits geringe Mengen dieser Stoffe um Entzündungsvorgänge zu begünstigen oder gar anzustoßen. Nach einem solchen Kontakt mit diesen Stoffgruppen läuft bei den Betroffenen eine Kaskade von Krankheitssymptomen ab, die nur nach langwieriger und kostspieliger Behandlung durch die praktische Umweltmedizin abgedämpft werden können. Werden diese schädlichen Stoffgruppen jedoch chronisch weiter zugeführt, wie z.B. durch das Quecksilber im Zahnfüllstoff Amalgam, dann bestehen für bereits sensibilisierte Betroffene kaum Chancen für eine gesundheitliche Besserung.

Die gesundheitliche Problematik durch Amalgamfüllungen lässt sich nach Sanierung der Zähne (=Entfernung der Amalgamplomben unter Beachtung bestimmter Regeln) und Durchführung einer geeigneten Schwermetall-Entgiftung  ganz oder teilweise wieder beseitigen. Dabei ist auffällig, dass die entsprechende Heilungsquote in sämtlichen einschlägigen umweltmedizinischen Praxen etwa 80 % des Gesamtkollektives betrug. Dies ist insbesondere deswegen bemerkenswert, weil diese Erfolge jeweils unabhängig voneinander erreicht wurden.

Diese Erkenntnis der Selbsthilfegruppe stützt sich auf eine neunjährige Erfahrung in der Arbeit mit einem immer größer werdendem Betroffenenkollektiv. Ferner wird diese Erfahrung auf eine Vielzahl hierzu veröffentlichter Studien und Gutachten, sowie die Staatsanwaltliche Verfügung wegen Körperverletzung  65 Js 17084.4/91 im Zusammenhang mit der Herstellung und dem Vertrieb von Zahnfüllstoffen (insbesondere: Amalgam) gestützt, nicht zuletzt auch auf das Kieler Amalgam-Gutachten von 1997. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt stellte ebenfalls bereits 1997 fest: "Nach den durchgeführten Ermittlungen steht fest, dass Zahnamalgam auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch generell geeignet ist, in einer relevanten Zahl von Fällen die Gesundheit von Amalgamträgern zu schädigen (sog. generelle Kausalität)".

Das es zu einer fortgesetzten Freisetzung und damit zu einer chronischen Zuführung vom hochgiftigen Quecksilber kommt ist zwischenzeitlich auch seitens der Universitäten bewiesen worden. Amalgam macht erst psychisch, dann körperlich krank! 

Die chronische Freisetzung des Quecksilbers ist in der Tübinger Amalgamstudie mit 18.000 Speichelproben belegt worden. Die Universität Erlangen hat im Speichel von Amalgamträgern 4,9 Mikrogramm Quecksilber pro Liter gemessen. Nach zehnminütigem Kaugummikauen kletterten die Werte bis auf knapp 200 Mikrogramm.  Die Quecksilberaufnahme durch die Nahrung in Deutschland ist im Vergleich mit der Freisetzung aus Amalgamfüllungen als eine unwesentliche Quelle anzusehen. Das Problem ist Amalgam!

Niemand sagte Betroffenen in den Vergangenheit, dass das vom Gehirn aufgenommene Quecksilber sich dort nach 20 Jahren erst halbiert und mit nichts zu entfernen ist, wenn der Kieferknochen voll Quecksilber ist. Niemand hat auf die Gesundheitsgefährdung durch chronische Anreicherung mit Quecksilber aus Amalgamfüllungen hingewiesen!

Das massenhafte und dauerhafte Beschwerdevorbringen von Betroffenen innerhalb des Amalgamproblems lässt sich über Einbildungseffekte nicht erklären. Dazu kommt, dass man sich eine Reihe gesundheitlicher Probleme nur schwer "einbilden" kann. Das Phänomen der Schwangerschaft nach Zahnsanierung nach vorhergehendem unerfülltem Kinderwunsch zählt beispielsweise hierzu. Diese Beobachtungen sind im Übrigen von der Universitäts-Frauenklinik in Heidelberg eingehend untersucht und als Folge toxischer Einflüsse bzw. deren Beendigung verifiziert worden.

Unfassbar muss es für jeden verantwortungsbewussten klinischen Toxikologen sein, wie man mehrere Gramm(!) hochgiftiges, flüssiges Quecksilber Menschen in die Zähne füllen kann. Kein Arzt verfügt über eine Ausbildung zum Erkennen und Behandeln einer Amalgamvergiftung, schon gar nicht die Zahnärzte. Besonders bedenklich ist es, dass Zahnärzte eine vorhandene Intoleranz gegen bestimmte Zahnfüllstoffe nicht erkennen können, schon gar nicht eine Unverträglichkeitsreaktion darauf hin vorher testen. Die fehlende Ausbildung zur Erkennung von gesundheitlichen Risiken durch ungeeignete Zahnfüllstoffe und zur Behandlung von Vergiftungen verbietet deshalb jede Anwendung von Giften, insbesondere von Amalgam, Palladium oder auch Titan.

Die vom BfArM vorgestellte Handlungsempfehlung „Amalgam in der zahnärztlichen Praxis“, ist ungeeignet um einen gesundheitlichen Schaden in der Allgemeinbevölkerung und bei bereits chronisch mit Intoleranzreaktionen sensibilisierten Betroffenen zu verhindern.
Dem BfArM fehlen offensichtlich Erfahrungen mit einem geeigneten Betroffenenkollektiven, deshalb sind die Ausführungen in dem Entwurf dort irreführend, unvollständig und der derzeitige Kenntnisstand ist dort nur unzureichend und unvollständig dargelegt worden. Unzureichende Untersuchungen der Vergangenheit finden dagegen eine breite Beachtung. Die Bevölkerung wird damit bezüglich der Amalgam-Risiken offensichtlich bewusst getäuscht!

Wir sind der Meinung, dass die vorgeschlagene Handlungsempfehlung dringend einer Überarbeitung und Ergänzung bedarf aus dem Bereich der praktischen Umweltmedizin, die über entsprechende Patientenkollektive und damit auch Erfahrung verfügt. Wir schlagen deshalb vor die umweltmedizinischen Verbände, wie dbu e.V., DGUHT e.V., IGUMED und ÖÄB sowie Patienteninitiativenvertreter zur Mitgestaltung der Handlungsempfehlung einzuladen und die dort vorhandenen Erfahrungen zu berücksichtigen.

Amalgam ist der teuerste Zahnfüllstoff überhaupt, weil man die dadurch ausgelöste chronische Erkrankung bei einer Vielzahl von Betroffenen mit einem hohen Kostenaufwand behandeln muss. Außer der anfallenden aufwendigen Sanierungs- und Behandlungskosten entsteht für die Gesellschaft ein sehr großer wirtschaftlicher Verlust durch Arbeitsunfähigkeit.

Wir wissen, dass es wichtig ist, dass Wirtschaft und das Gesundheitssystem florieren, wir können es jedoch nicht verstehen, dass kein ausreichendes Risiko-Management im Falle Amalgam von dem BfArM  und den Zahnärzten betrieben wird!

In Erwartung Ihrer kooperativen Nachricht zu unserem Vorschlag verbleiben wir,

mit freundlichen Grüssen

Maria Hennek                                        Bruno Hennek 

Würzburg, 10. Juni 2002

Weitere Meldung dazu:

Bei der umweltmedizinischen Tagung in Würzburg ist von den Verbänden dbu e.V., IGUMED, ÖÄB und DGUHT e.V. eine 15seitige Resolution mit wissenschaftlicher Begründung verfasst worden. Die Vorstände der Verbände und die etwa 100 Besucher der Tagung haben den Beschluss gefasst diese Resolution  ebenfalls an das BfArM zu senden.

Den kompl. Text werde ich hier demnächst veröffentlichen! 

dreirot.gif (890 Byte) Zigarettenindustrie verkauft jahrzehntelang defekte Filter

Die Zigarettenfirma Philip Morris hat wissentlich 40 Jahre lang Zigaretten mit defekten Filtern verkauft. Durch einen Fehler an der Maschine, die pro Sekunde 250 Zigaretten produziert, bildet sich gesundheitlich bedenklicher Kohlekörnchen-Staub.
Der Filterfehler wurde von Autoren des Roswell Park Cancer Institute in Buffalo, New York, aufgedeckt. Sie durchforsteten Industriepapiere, Forschungs- und Medizindatenbanken, US-Patente und Gerichtsdokumente. Ihre Forschung konzentrierte sich auf 61 Dokumente des weltgrößten Zigarettenproduzenten. In allen Dokumenten fand sich den Terminus "Fall-out", ein vom Unternehmen geprägter Ausdruck zur Beschreibung von plastikartigen Zellulose-Acetat-Fasern und Kohlekörnchen-Staub. Beide gesundheitlich bedenklichen Produkte bilden sich während des Rauchens an der Schnittstelle des Filters. Die Autoren vermuten, dass der Defekt aller Wahrscheinlichkeit nach während des Hochgeschwindigkeits-Herstellungsprozesses entsteht - pro Sekunde werden 250 Zigaretten produziert.
Eine Sammlung von Aktennotizen seit dem Beginn der 80-er Jahre zeigt detailliert Testergebnisse, um das Ausmaß des Fall-outs festzustellen. Einzig im Jahr 1985 schrieb Philip Morris im Rahmen eines Routinetests das Protokoll "Revised protocols for filter firbre fall-out and carbon particle fall-out". Aber es fanden sich auch derartige Ergebnisse zurückdatiert bis 1970 und in der Fortsetzung bis 1999. Die Autoren entdeckten Vergleichstests zwischen 130 verschiedenen Zigarettenarten, darunter auch sehr bekannte Marken wie Marlboro, Winston und Benson & Hedges, in denen Filter-Fehler vorkamen. Die Größe der Kohlepartikel reichte von fünf bis 120 Mikrometer.
Der Filter-Defekt, so die Autoren, ist allbekannt und weitverbreitet. Er ist auch nicht auf eine spezielle Marke oder Zigarettensorte beschränkt. Weltweit sind 90 Prozent der verkauften Zigaretten Filterzigaretten.

Quelle: PM


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